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Herrmann, Emanuel, economist (1839-1902).
Autograph letter signed. Vienna, 4 Sept. 1876.
8vo. 1 p. To Karl Sonklar von Innstädten, announcing the birth of his son. - Emanuel Herrmann, who was professor of national economics at Vienna's Institute of Technology for more than twenty years, is considered the principal inventor of the postcard. - From the collection of the Austrian industrialist Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
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Herzfeld, Robert Cäsar, Mediziner (geb. 1809).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., Oktober 1835.
½ S. 95:160 mm. Wohl an den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-84). - Der biographisch nur notdürftig erwähnte Herzfeld war als Arzt in seiner Vaterstadt Hamburg tätig. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums.
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Heyfelder, Oskar, Militärarzt (1828-1890).
2 eigenh. Briefe mit U. Zarskoje Selo, 1869.
Zusammen 6 SS. auf Doppelblättern. 4to und 8vo. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870): "Kam Ihnen meine erste Mittheilung über den Tod meines Vaters nicht zu? Ich würde mich freuen, wollten Sie mit mir an seiner Statt die wissenschaftliche Correspondenz und gegenseitige Zusendung aufrecht erhalten [...]" (Br. v. 8. X. 1869; Doppelblatt mit der gedr. Todesanzeige des Vaters). - Heyfelder, Sohn des Arztes Johann Ferdinand (1798-1869), war seit 1859 in russischem Dienst tätig und beteiligte sich als Ober-Militärarzt an verschiedenen Kriegen und Expeditionen. Daneben schrieb er zahlreiche chirurgische Arbeiten. - Rudolf Rt. von Vivenot jun., der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-84) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-38) und Bruder des Historikers Alfred (1836-74) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-46), zählt zu den Pionieren der "experimentell-physiologischen Richtung der Klimatologie" in Wien. "Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße" (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Die Recto-Seite von Bl. 1 jeweils mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand.
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Hjort, Jens Johan, Mediziner (1798-1873).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 8. III. 1838.
1 S. 90:170 mm. Wohl an den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884). - Hjort wirkte lange Jahre in unterschiedlichen Funktionen als Militärarzt; von 1841-71 als Oberarzt und klinischer Lehrer in der Abteilung für Hautkrankheiten des Reichshospitals tätig, verfaßte er zahlreiche Arbeiten über Syphilis, Aussatz und Hautkrankheiten. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Mit unbedeutenden Montagespuren am linken Blattrand.
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Hörbiger, Hans (Robert), Techniker und Astronom (1885-1955).
"Kispapa mesèl". Ts. mit einigen eh. Korrekturen. Linz, 1917.
25 SS. auf 25 Bll. Fadengeheftet. 4to. Beiliegend ein ms. Brief mit eh. U. (1½ SS. 4to). Sammlung von kleinen Prosaskizzen und Gedichten, die sich thematisch um Hörbigers Erinnerungen an den Kriegsdienst ranken. Zugeeignet seiner "innigstgeliebten Jugendfreundin und unserem Gretchen". - Hans Robert Hörbiger, Sohn des Technikers und Astronomen Hanns Hörbiger und Bruder der Schauspieler Attila und Paul, war gemeinsam mit seinem Vater und dem dritten Bruder Alfred im väterlichen Werk in Wien tätig, in dem seit den frühen dreißiger Jahren die international angewandten Hörbiger-Ventile erzeugt wurden; daneben setzte er das von seinem Vater begonnene glacial-kosmogonische System fort und veröffentlichte gemeinsam mit Michael Soeser 1951 "Welteis. Roman um ein Weltbild".
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Hörbiger, Hans (Robert), Techniker und Astronom (1885-1955).
"Kosmotechnische Studien. Heft 1. Einführung in die kosmotechnische Erkenntnis". Ts. mit eigenh. Namenszug im Titel und zahlr. eh. Anm. Linz, 1918.
85 SS. Fadengeheftet. 4to. Beiliegend ein ms. Brief mit eh. U. Wohl unpubliziertes Typoskript einer auf 10 Bände angelegten Reihe. Hier vorliegend der erste Band, der gleichsam eine Einführung in die Charakteristik kosmotechnischer Erkenntnis und glacialkosmologischer Deutung zu geben versucht. - Hans Robert Hörbiger, Sohn des gleichnamigen Technikers und Astronomen Hanns Hörbiger und Bruder der Schauspieler Attila und Paul, war gemeinsam mit seinem Vater und dem dritten Bruder Alfred im väterlichen Werk in Wien tätig, in dem seit den frühen dreißiger Jahren die international angewandten Hörbiger-Ventile erzeugt wurden; daneben setzte er das von seinem Vater begonnene glacial-kosmogonische System fort und veröffentlichte gemeinsam mit Michael Soeser 1951 "Welteis. Roman um ein Weltbild". - Hörbigers eh. unterzeichneter Brief (Mauer bei Wien, 9. IV. 1918, 1½ SS. auf 2 Bll., 4to) an den namentlich nicht genannten Ingenieur Carl von Hochenegg (1860-1942).
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Hoff, Hans, Psychiater und Neurologe (1897-1969).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 6. IX. 1956.
¾ S. Gr.-4to. An eine Elisabeth zum Ableben von deren Mutter. - Hans Hoff war Assistent von Otto Pötzl, habilitierte sich 1932 für Neurologie und wurde 1936 Vorstand der Neurologischen Abteilung der Wiener Poliklinik; 1938 emigrierte er als Professor für Neurologie und Psychiatrie an die Royal Medical School in Bagdad. Nach einer Lehr- und Forschungstätigkeit am Neurological Institute der Columbia University in New York kehrte er 1949 nach Österreich zurück und wurde Professor für Neurologie an der Universität Wien, Primarius an der Neurologischen Heilanstalt Rosenhügel und Vorstand der Psychiatrisch-Neurologischen Universitätsklinik. "Zunächst überwiegend Neurochirurg, befaßte er sich später bevorzugt mit forensischer Psychiatrie und psychiatrischer Rehabilitation und initiierte u. a. die Gründung von Spezialanstalten, darunter die für geisteskranke Kriminelle in Mittersteig" (DBE). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Hofmann, Eduard Rt. von, Mediziner (1837-1897).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 4. III. 1882.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Karl Sonklar von Innstädten: “Für die liebenswürdige Theilnahme an der mir gewordenen kaiserlichen Auszeichnung beehre ich mich Ihnen und Fräulein Pauline meinen innigsten Dank zu sagen ebenso den meiner Frau die leider nicht im Stande ist selbst zu schreiben, da sie seit mehreren Tagen eines neuerlichen Anfalls von Bronchitis [...] wegen das Bett hüten muß [...]”. - Hofmann war Professor der Gerichtsmedizin und Staatsarzneikunde in Innsbruck und Wien und “gilt als einer der Begründer der modernen forensischen Medizin. Als Landesgerichtsanatom und Prosektor der Stadt verfügte er über eine umfangreiche Forschungsgrundlage, baute das Museum seines Instituts auf und erreichte die Berufung von Gerichtsmedizinern als ständige Sachverständige beim Landesgericht” (DBE). Schwergewicht seiner Forschungen war u. a. die Unterscheidung zwischen natürlichen und gewaltsamen Todesursachen, gerichtlicher Psychopathologie und Toxikologie. 1884 wurde er nobilitiert und war seit 1888 Präsident des Obersten Sanitätsrats. Vgl. Öst. Lex. I, 525. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-1885) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
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Hofmann von Hofmannsthal, Ignaz, Mediziner und Philanthrop (1807-1886).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 11. IV. 1870.
2 SS. 8vo. Kondoliert dem Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884) zum Tode von dessen Sohn gleichen Namens: "Die enorme allgemeine Theilnahme, wie sie sich gestern bey dem Leichenbegängnisse äußerte, wie sie in Wien selten einem jungen Arzt gezollt wird, mag Dir einen kleinen Beweis geben, wie sehr Dich Deine Collegen achten, lieben, beklagen und Deine Beruhigung sehnlich wünschen [...]". - Hofmannsthal war als Arzt jahrelang in zahlreichen Wiener Anstalten unentgeltlich tätig, so etwa im Allgemeinen Krankenhaus, im Mädchenpensionat, im Findelhaus und über zwanzig Jahre im Israelitischen Krankenhaus. Er stiftete Patientenbibliotheken für 15 Spitäler, begründete den Zentralverein für Krippen und war Vorstand des Taubstummeninstituts, der Armenanstalt und des Vereins für ehemalige Psychiatriepatienten. Der Familientradition folgend, förderte er Maulbeerpflanzungen für die Seidenindustrie. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Auf Briefpapier mit gepr. kalligr. Monogramm.
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Hohenwart, Franz Josef Count of, politician and naturalist (1771-1844).
Letter signed. Ljubljana, 19 Feb. 1803.
Folio. 3 pp. on bifolium. To Count Alois Ugarte (1749-1817), chancellor of the court, regarding secularizations in Bavaria: "Eurer Excellenz habe ich veranlasset durch die anbeschliessige Erinnerung der P. St. Buchhaltung gehorsamst anzuzeigen, daß der hierländige Religionsstand mit der im Jahre 1784 geschehenen Einziehung des Vermögens der beschuhten Augustiner in Laibach wie aus den Bayerischen Ständen unter Bürgschaft der Städte Amberg, Naburg und Auerbach haftendes Aktivkapital pr 7000fl. übernommen und die hiervon zu 3 PCto fälligen Interessen [...] zu suchen und immer fruchtlos gesucht habe. Die dieserhalben erhaltene letzte hohe Hofweisung ist vom 10ten Jänner 1800 [...] gefertiget, und beruft sich auf einen Bericht der Ob der Ennsischen Landes Regierung nach welchem sie gemäß sofortigen Aufträgen die gehörige Einleitung getroffen habe, daß zur Bezahlung dieses restirenden Kapitals samt Interessen nicht die dafür flüssenden Zinsen aus den öfentlichen Renditskassen sistirt, sondern die Forderungen der besagten Bayerischen Städte, und Klöster an diesseitige Klöster, Städte, und Private mit Kapital und Interesse-Zahlungen so lange eingestellt werden sollen bis der krainerische Religionsstand mit seiner Forderung befriediget sein werde. Allein es habe sich geoffenbaret, daß von den hierländigen Sädten, Klöstern, und Privaten keine Zahlungen an die Bayerischen Städte zu leisten sind, mithin zur Befriedigung des krainerischen Religionsstands keine solchen Zahlungen eingestellet werden können [...]". - Somewhat dusty, with strong edge defects; f. 1 stamped "Archiv Schöppl" .
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Hohenwart, Sigismund Ernst Graf, Austrian naturalist, mountaineer, and Bishop of Linz (1745-1825).
ALS. Linz, 1 Dec. 1771.
4to. 3¼ pp. In Latin. To his friend, the botanist Nikolaus Joseph von Jacquin (1727-1817), since 1769 professor of chemistry and botany at the University of Vienna, and also director of the Botanical Garden of the University of Vienna (later the imperial gardens of Schloss Schonbrunn): "Tuo perinde ac Ingenhouzii nostri litterae ingenti me voluptate affecerunt, quod ex his usque mei memores amicos intelligam, quos amo, et maximi facio. Ne Ingenhouzii amplexus negligam [...] Ni tam juvenis filiolus esset, post pascha illum acciperem. Gaudeo expeti nova Horti Vind. exemplaria Londinum; hic ingens nox in rebus hisce est: neque otium adhuc fuit visendi Abbates, qui sane plurimum impendunt in Bibliothecas [...] An Khellius jam persolvit exemplar? [...] Nescio an P. Boda gratulari debeam? Puto non multo faventiores res inventurum Gmundae. Quid Hellius? [...] Gaudeo Dispensatorium Viennense a tantis viris compositum [?] et opto ut omnibus numen valitudinem firmet ad perficiendum: meritis B. Swieten de re medica nostrate maxime hoc unum deesse videbatur. Curate ne mixtura Hoffmaniana, aqua Boraginis, Magnesia, decoctum Cichorii emaneat [...]".
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Hye von Glunek, Anton Frh., Jurist (1807-1894).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 16. XII. 1874.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Da unsere Eugenie aus Gesundheitsbedenken heute nicht ausgehen darf [...] so richten wir beide Eltern die herzlichste Bitte an Sie und Ihre [...] Frau Gemahlin, daß Sie gütigst heute ausnahmsweise Ihren beiden Enkelinnen erlauben möchten, daß dieselben Nachmittags einige Stunden mit ihrer Freundin bei uns zubringen dürfen [...]". - Hye von Glunek war Professor für Straf- und Naturrecht und nebenher als Generalsekretär im Justizministerium tätig, wo er maßgebend an der Gestaltung des Pressegesetzes (1849), der Strafgesetze (1852 und 1861), der Strafprozeßordnung (1853) und der Neufassung des Militärstrafgesetzbuches beteiligt war. Von 1867-69 Justizminister und Leiter des Ministeriums für Unterricht und Kultus, gehörte H. v. Glunek dem österreichischen Herrenhaus und dem Reichsgericht an.
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Issler, Richard, Alpinist (1842-1896).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 3. XI. 1875.
1 S. 8vo. An Karl Sonklar von Innstädten: “Der ergebenst Gefertigte erlaubt sich an Sie, hochverehrtester Herr, die Anzeige zu richten, daß mit dem 1. November d. J. Dr. Heinrich Noé in den engeren Verband der ‘Neuen deutschen Alpenzeitung’ getreten ist und zwar als Mitredakteur [...]”. - Issler gründete 1875 die ‘Neue deutsche Alpenzeitung’, war als “vorzüglicher Lichtbildner” bekannt und unternahm zahlreiche Reisen und Bergfahrten (ÖBL III, s. v.). Er gehörte zu jenen Bergsteigern, “die in den 70er Jahren durch ihr Wirken und Vorbild der Wr. Bergsteigerschule einen bedeutenden Aufschwung gaben” (ebd.). - Heinrich Noé, ehedem Bibliothekar am British Museum in London, war nach seiner Tätigkeit bei der Zeitschrift Leiter der ‘Laibacher Zeitung’, verfaßte mehrere Reise- und Städteführer (mit denen er zu den frühen Förderern des Fremdenverkehrs zählte), sowie Erzählungen und Übersetzungen. Zu seinen bedeutendsten Werken zählt das ‘Deutsche Alpenbuch’ (4 Bde., 1875-78). Vgl. Kosch XI, 397ff. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-1885) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Mit eh. Bearbeitungsvermerk des Adressaten. - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
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Jelinek, Carl, Meteorologe, Geophysiker und Astronom (1822-1876).
7 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1864-1866.
Zusammen 11 SS. 8vo. Mit 2 eh. adr. Kuverts. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870): "Sehr angenehm wurde ich durch Ihr Schreiben vom 17. v. M. von Palermo aus überrascht. Ich beneide Sie um die günstige Gelegenheit, den Ausbruch des Aetna betrachten und die Einzelheiten des großartigen Phänomens studiren zu können. Der Gedanke, die Rauchsäule des Aetna zur Bestimmung des Zuges der obern Luftschichten zu benützen, ist ein sehr glücklicher, es wäre nur zu wünschen, daß solche Beobachtungen regelmäßig und zwar von zwei Standpunkten aus angestellt würden, weil man von einem Standpunkte aus sich über die wahre Richtung sehr leicht täuschen kann [...]" (Br. v. 9. III. 1865). - "Sie wünschten mein Urtheil hinsichtlich Ihrer mir freundlichst zur Durchsicht mitgetheilten Abhandlung zu kennen. Ich nehme keinen Anstand zu erklären, daß ich in der betreffenden Abhandlung eine mit unleugbarem Talent und vieler Sorgfalt ausgeführte Arbeit anerkennen muß [...]" (Br. v. 10. X. 1865). - "Da die Versammlung vom 2. December wie ein Damoclesschwert über meinem Haupte hängt, so bin ich so frei Sie zu fragen ob Sie nicht einen kurzen Vortrag über Palermo's klimatische Eigenthümlichkeiten, oder über Staubregen im allgemeinen und den von Ihnen und Secchi beobachteten in specie oder über ein sonstiges Ihnen beliebiges Thema abhalten wollten [...]" (Br. v. 17. XI. 1865). - Jelinek war Assistent an der Wiener und Adjunkt an der Sternwarte in Prag, wo er vor allem mit der Durchführung und Auswertung meteorologischer Beobachtungen befaßt war. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Professor für Mathematik am Polytechnischen Institut in Prag und als Direktor der Zentralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus in Wien wurde er als Professor der Physik an die Universität Wien berufen. 1865 führte Jelinek die telegraphischen Witterungsberichte in Österreich ein und gründete im selben Jahr die Österreichische Gesellschaft für Meteorologie, deren Organ sich bald zu einer führenden Fachzeitschrift entwickeln sollte. - Rudolf Rt. von Vivenot jun., der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-84) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-38) und Bruder des Historikers Alfred (1836-74) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-46), zählt zu den Pionieren der "experimentell-physiologischen Richtung der Klimatologie" in Wien. "Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße" (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Die Recto-Seite von Bl. 1 jeweils mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf der K. K. Centralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus.
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Jelinek, Carl, Meteorologe, Geophysiker und Astronom (1822-1876).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
2 SS. 8vo. An Karl Sonklar von Innstädten: “Sehr erfreut hat es mich, daß Sie unserer met. Gesellschaft nicht fern bleiben wollen. In der Anlage übersende ich die Nrn. 2-7, 10-14 zur Completierung Ihrer Ex. der Zeitschrift. ‘H’ ist der Mitredacteur der Zeitschrift, Julius Hann suppl. Prof. an der Oberrealschule am Schottenfelde. Leider soll er jetzt nach Linz kommen [...]”. - Jelinek war Assistent an der Wiener und Adjunkt an der Sternwarte in Prag, wo er vor allem mit der Durchführung und Auswertung meteorologischer Beobachtungen befaßt war. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Professor für Mathematik am Polytechnischen Institut in Prag und als Direktor der Zentralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus in Wien wurde er als Professor der Physik an die Universität Wien berufen. 1865 führte Jelinek die telegraphischen Witterungsberichte in Österreich ein und gründete im selben Jahr die Österreichische Gesellschaft für Meteorologie, deren Organ sich bald zu einer führenden Fachzeitschrift entwickeln sollte. Vgl. Öst. Lex. I, 565. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-1885) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf der Österreichischen Gesellschaft für Meteorologie. - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
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Jolly, Philipp von, Physiker (1809-1884).
Eigenh. Brief mit U. München, 5. VIII. 1876.
2 SS. 8vo. An Karl Sonklar von Innstädten: “Die gütige Zusendung Ihrer hochgeschätzten Werke 'Leitfaden der Geographie' u. 'Gebirgszüge der Hohen Tauern' macht es mir zur angenehmen Pflicht den verbindlichsten Dank im Namen der geog. Gesellschaft Ihnen auszusprechen [...]”. - Jolly wurde 1854 als Nachfolger Georg Simon Ohms an die Universität München berufen, wo er vor allem über Experimentalphysik las. Er erfand mehrere Apparaturen, die nach ihm benannt wurden, darunter ein Luftthermometer und eine Federwaage. 1878-81 fanden in München seine berühmt gewordenen Messungen der Erddichte statt, für die innerhalb der Univ. ein Turm errichtet wurde. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-1885) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
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Julius, Nikolaus Heinrich, Mediziner (1783-1862).
2 eigenh. Briefe und ein eh. Albumblatt mit U. Hamburg, 1829-1845.
Zusammen 6 SS. Meist 8vo. Die Briefe mit eh. Adresse. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-84): "Drei Monate sind es gerade seit ich von meiner angenehmen und nützlichen Reise nach Süd-Deutschland zurückgekehrt bin [...] Sehr lieb wäre es mir wenn Sie mich gelegentlich von dem Fortgange der dortigen [d. i. Wiener] Bemühungen [...] zur Errichtung einer besonderen Irrenanstalt für heilbare Kranke unterrichten wollte[n], zu der ich bereits die einsichtsvollen Vorbereitungen sah [...]" (Br. v. 18. III. 1829). - Der Brief v. 1. V. 1845 mit einer Empfehlung für Dr. Rautenberg, "einen wackeren jungen Freund und Landsmann". - Nach ärztlicher Praxis in Hamburg und während der napoleonischen Kriege auch im Felde, beschäftigte sich Julius mit der Humanisierung des Strafvollzugs. Studienreisen nach England und Nordamerika regten ihn zu Reformvorschlägen an, die große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit fanden - so etwa trat er insbesondere für die Einführung der Einzelhaft ein. Seine Arbeiten waren grundlegend für die Reform des Gefängniswesens, die in der Mitte des 19. Jhdts. nicht nur in Preußen, sondern in ganz Europa einsetzte. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Das Albumblatt mit alten Montagespuren und unbedeutendem kl. Ausr. am linken Blattrand. - In altem Sammlungsumschlag.
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Kämtz, Ludwig Friedrich, Meteorologe (1801-1867).
2 eigenh. Briefe mit U. Dorpat, 1865.
Zusammen 6 SS. auf Doppelblättern. 8vo. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870): "Ich habe Eur. Hochwohlgeboren lange auf Antwort warten lassen, weil ich Ihnen auf Ihr Anerbieten in Betreff der Beobachtungen über die Verdichtung leider keine bestimmte Reaction abgeben konnte. Es handelte sich längere Zeit um die Frage, ob das Repertorium für Meteorologie auch wieder erscheinen würde [...]" (Br. v. 1. VI. 1865). - Kämtz habilitierte sich 1824 für Physik, hielt Vorlesungen über Meteorologie und Erdmagnetismus und wurde Professor in Halle. 1842 übersiedelte er als Professor der Physik nach Dorpat und wurde 1865 Mitglied der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Staatsrat und Direktor des Physikalischen Zentralobservatoriums in St. Petersburg. Er veröffentlichte u. a. ein "Lehrbuch der Meteorologie" (1831-36). - Rudolf Rt. von Vivenot jun., der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-84) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-38) und Bruder des Historikers Alfred (1836-74) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-46), zählt zu den Pionieren der "experimentell-physiologischen Richtung der Klimatologie" in Wien. "Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße" (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Die Recto-Seite von Bl. 1 jeweils mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand.
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Kainz, Friedrich, Philosoph, Psychologe und Literaturhistoriker (1897-1977).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 14. VII. 1947.
½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Friedrich Kainz, Professor für Philosophie in Wien, wurde 1950 korrespondierendes, 1955 wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Daneben lehrte er auch am Pädagogischen Institut der Stadt Wien sowie an verschiedenen Volkshochschulen. Sich mit Literatur- und Sprachgeschichte, Stilistik, allgemeiner Kunstwissenschaft und Ästhetik sowie mit Sprachphilosophie und Sprachpsychologie beschäftigend, veröffentlichte er u. a. grundlegende Arbeiten zur Sprachpsychologie und zur Problematik von Sprache und Denken (so etwa die sechsbändige ‘Psychologie der Sprache’). Vgl. Czeike III, 416f.
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Keyserling, Hermann Gf., Philosoph (1880-1946).
Eigenh. Brief mit U. Rom, 27. I. 1906.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Redakteur der ‘Neuen Freien Presse’: “Die Gräfin Fitz-James schreibt mir, dass [...] Sie Ihre Bereitwilligkeit ausgesprochen hätten, kleineren Aufsätzen von mir in der ‘Neuen Freien Presse’ Aufnahme zu gewähren. Die Aussicht ist mir natürlich sehr willkommen, da ich mir keine bessere Tribüne wünschen könnte als Ihr geschätztes Blatt, um meinen philosophischen Ideen Verbreitung zu schaffen; und so übersende ich Ihnen dann mit gleicher Post einen kleinen Essay, betitelt ‘Gedankenstyl’, in der Hoffnung, dass es Ihnen conveniren wird [...]”. - Nach seiner Promotion sich in Paris niederlassend, lernte Keyserling u. a. Henri Bergson kennen und arbeitete, stark von Houston Stewart Chamberlain beeinflußt, an kultur- und geschichtsphilosophischen Entwürfen (‘Das Gefüge der Welt’, 1906). Sein Versuch, sich in Berlin unter Fürsprache Wilhelm Diltheys zu habilitieren, mißlang und nach Jahren eines zum größten Teil zurückgezogen geführten Lebens wurde Keyserling in den 20er Jahren als ‘philosophierender Weltbürger’ und Schulgünder populär. Die u. a. von Leo Baeck (1873-1956), C. G. Jung (1875-1962), Max Scheler (1874-1928), Rabindranath Tagore (1861-1941) und Ernst Troeltsch (1865-1923) besuchten Veranstaltungen der ‘Schule der Weisheit’ wurden 1933 unterbunden, Rede- und Ausreiseverbot trieben ihn schließlich in den finanziellen Ruin.
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Kiepert, Heinrich, Kartograph (1818-1899).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D., [1875].
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Ethnographen Felix Philipp Kanitz (1829-1904) in Wien über Fragen der Kartographie: “Mit bestem Dank folgt die Saxsche Karte zurück, die allerdings kaum erhebliche Vervollständigungen der älteren Lejeunschen enthält, zumal aber wohl zurückstehen wird gegen die neue ethnographische Karte, welche Lejeune, wie er mir schrieb, im Laufe dieses Winters vorbereitet und wohl schon 1876 ediren wird [...] Auf Sax Karte steht bei Widin [...]: Stanotre, bei Scheda (u. wohl auch auf der Ihrigen) Slatonina, welches ist richtig? - Heißt es Flortin oder Florentin? Die Karten differiren u. ich kenne keine Autorität, die an Ort und Stelle gewesen ist [...]”. - Kiepert verfaßte schon während des Studiums der Alten Sprachen und Geographie einen ‘Topographisch-historischen Atlas von Hellas und den hellenischen Kolonien’, wurde nach Studienende kartographischer Leiter des Bertuchschen Geographischen Instituts und wechselte 1852 in gleicher Funktion zu dem Verlag Dietrich Reimer nach Berlin. Er gestaltete Karten für die Berliner Gesellschaft für Erdkunde und war Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften, hielt an der Universität Berlin Vorlesungen über klassische Länder- und Völkerkunde und wurde Professor für Geographie. Sein Kartenwerk zur alten Geschichte, der ‘Atlas Antiquus’ (1861), erreichte, in sieben Sprachen übersetzt, weltweite Bedeutung. - Mit Korrespondenzstempel der Sammlung Doblhoff und einigen Vermerken von alter Hand in Bleistift bzw. Tinte; in altem Sammlungsumschlag montiert.
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Kilian, Friedrich, Gynäkologe (1800-1863).
3 eigenh. Briefe mit U. Berlin u. a. O., 1828-56.
Zusammen 3 SS. Verschiedene Formate. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-84): "Ich erlaube mir, mich stützend auf unsere Bekanntschaft in Paris, Ihnen den Herrn Dr. Bornhaupt [d. i. Wilhelm Alexander B., 1803-1870] aus Lievland auf das beste zu empfehlen [...]" (Br. v. 28. III. 1828). - Nach Studien in Wilna, Leipzig, Göttingen, Würzburg, London und Edinburgh kehrte Kilian in seine Geburtsstadt St. Petersburg zurück, wurde Professor adiunctus der Chemie, lehrte später auch Physiologie und Pathologie und war Arzt am Artillerie-Hospital. 1828 ging er als Professor für Geburtshilfe nach Bonn, übernahm gleichzeitig die Leitung der Geburtshilflichen Klinik und wurde 1831 o.Professor. Seit 1840 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, erforschte er die Beckenveränderung, insbesondere das spondylolisthetische und das Stachelbecken, förderte die operative Geburtshilfe und veröffentlichte u. a. ‚Die Geburtslehre von Seiten der Wissenschaft und Kunst dargestellt‘ (1840-42). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Der zitierte Brief mit alten Montagespuren am linken Blattrand verso und gegenüber den zwei anderen, um 16 bzw. 28 Jahre später verfaßten Briefen mit deutlich abweichender Unterschrift. - In altem Sammlungsumschlag.
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Kisch, Enoch Heinrich, Balneologe (1841-1918).
2 eigenh. Briefe mit U. Prag und Marienbad, 1867.
Zusammen 6 SS. 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870): "Indem ich der an mich ergangenen Aufforderung, an Stelle des verstorbenen Hofrathes Dr. Spengler die Redaktion des Archivs für Balneolgie zu übernehmen Folge geleistet habe, erlaube ich mir, vor allem mich an Euer Wohlgeboren mit der Bitte zu wenden, mir gütigst Ihre hoch zu schätzende Unterstützung durch einen literarischen Beitrag zu Theil werden zu lassen [...]" (Br. v. Februar 1867; am rechten Rand stärker lappig). - "Tausendmal um Entschuldigung wegen der vielen Schreibereien u. Verdrießlichkeiten, die Ihnen durch Ihren mir freundlichst übermittelten Aufsatz verursacht wurden. Ich bin ganz unglücklich darüber, daß gerade Ihnen [...] gegenüber mir solch Malheur widerfuhr [...]" (Br. v. 27. IV. 1967). - Kisch war nach seiner Promotion als Badearzt in Marienbad tätig und habilitierte sich für Balneologie in Prag. Er trug maßgeblich zur Entwicklung des Ortes Marienbad zum Weltbad bei, war einer der modernen Begründer der Balneologie als Lehr- und Forschungsfach und lehrte seit 1884 als Professor der Balneotherapie in Prag. - Rudolf Rt. von Vivenot jun., der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-84) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-38) und Bruder des Historikers Alfred (1836-74) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-46), zählt zu den Pionieren der "experimentell-physiologischen Richtung der Klimatologie" in Wien. "Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße" (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Die Recto-Seite von Bl. 1 jeweils mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand. - Auf Briefpapier mit gepr. Kopfzeile.
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Kleinschmidt, Arthur, Historiker (1848-1919).
Quittung mit eigenh. U. Heidelberg, 26. I. 1899.
1 S. Qu.-gr.-8vo. Quittiert den Erhalt von 100 Mark für seinen Essay "Fürstin Dorothea Lieven", der in Westermanns "Illustrierten deutschen Monatsheften" veröffentlicht worden war. - Der aus Wiesbaden gebürtige Historiker war Professor für Geschichte in Heidelberg und veröffentlichte u. a. "Die drei Stände in Wien vor der Revolution" (Wien 1876), "Rußlands Geschichte und Politik, dargestellt in der Geschichte des russischen hohen Adels" (Kassel 1877) oder "Die Eltern und Geschwister Napoleons I." (2. Aufl., Berlin 1886). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Georg Westermann Verlags.
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Kleinwächter, Friedrich von, economist (1838-1927).
Autograph letter signed. Canton, 13 Aug. 1874.
8vo. 3 pp. on bifolium. To the politician Viktor Russ in Vienna, about a porcelain set that is to be returned to Russ after it has been painted in Vienna. - Kleinwächter was professor of political economy at Chernivtsi University and wrote a well-received "Textbook of Theoretical Economics"; Viktor Russ was a specialist in questions of traffic and transport.
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Klinckowström, Carl Gf. von, Kultur- und Technikhistoriker (1884-1969).
Eigenh. Postkarte mit U. München, 31. I. 1921.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An einen Hofrat Heger in Wien III: "Mit verbindlichstem Dank bestätige ich den Empfang Ihres Schreibens vom 28. d. M. betr. Ihre Arbeit 'Meisterwerke der Toreutik'. Ich sehe derselben mit Interesse entgegen. Ich kann aber heute noch nicht absehen, wie sich die Möglichkeiten des Druckens im Jahr 1922 gestalten werden. Vorläufig haben wir den Doppeljahresband 1920/21 der 'Geschichtsblätter" noch immer nicht herausbringen können [...]". - Klinckowström trat seit 1911 mit Publikationen zur Technikgeschichte sowie über die Wünschelrute hervor. Seit 1913 redigierte er gemeinsam mit Franz Strunz die Reihe "Klassiker der Naturwissenschaften und Technik"; 1914 begann er mit Franz Maria Feldhaus die Geschichtsbibliothek für Technik, Industrie und Gewerbe, von der bis 1927 elf Bände erschienen. Nach seiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg lebte er weiterhin als Privatgelehrter und Publizist in München, wo er von 1934 bis 45 einem kulturgeschichtlichen Archiv vorstand. Zudem war Klinckowström Mitarbeiter verschiedener Zeitschriften, seit 1951 insbesondere des "Börsenblatts für den deutschen Buchhandel". - Franz Heger war seit 1884 Direktor der Anthropologisch-Ethnographischen Abteilung am Naturhistorischen Hofmuseum Wien, die er wesentlich erweiterte und damit die Grundlage für das spätere Völkerkundemuseum schuf. Ausgedehnte Reisen führten ihn durch Europa, Transkaukasien, Turkestan, nach Hinterindien, Indonesien und Südamerika. Zudem war Heger Vizepräsident der Anthropologischen Gesellschaft und seit 1899 Redakteur ihrer "Mitteilungen". - Mit Namensstempel und gedr. Briefkopf der "Quellenforschungen zur Geschichte der Technik und Industrie G.m.b.H.".
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Klotz, Reinhold, Philologe (1807-1876?).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 23. V. 1833.
1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Buchhändler und Verleger betr. einer Büchersendung und eines Manuskripts: "Was das Honorar betrifft, so bin ich bereit Ihren Bedingungen beizutreten, wenn ich nach Ablieferung des Manuscripts über die [...] Zahlung frei disponiren kann [...]". - Klotz war Professor für Klassische Philologie in Leipzig und Verfasser mehrerer einschlägiger Studien sowie Mitherausgeber der "Neuen Jahrbücher für Philologie und Pädagogik". "Sein groß angelegtes lateinisches Handwörterbuch hat er leider nicht nach dem ursprünglichen Plane ausführen können" (ADB XVI, 232), da die Revolution 1848 und auch persönliche Gründe dessen Erscheinen zunehmend verzögerten, so daß es erst 1857 in erster Auflage erscheinen konnte. - Am unteren Rand der Recto-Seite von alter Hand beschriftet, mit Sammlerstempel "P.C." und geringf. Montagespuren recto.
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Klun, Vincenz, Historiker und Geograph (1823-1875).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 19. XI. 1862.
1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Kollegen: “Von Ihrer Freundlichkeit Gebrauch machend übersende ich Ihnen Capitel I+II meiner Arbeit über Ritter u. Humboldt zur Durchsicht und ersuche Sie, auf einem Blatt Papier größere Bemerkungen, die kleineren hingegen oder stylistische Änderungen in margine mit Blei zu bezeichnen [...]”. - Die erwähnte Arbeit - ‘Ritter und Humboldt, die Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde’ erschien in nicht selbständiger Form. - Der verdiente Historiker und Geograph war seit diesem Jahr Dozent für Geographie an der Universität Wien. Mitte bis Ende der 60er Jahre gab er die Wochenschrift ‘Der Volkswirt’ heraus, daneben war er einer der Begründer der Schriftstellervereinigung ‘Concordia’ und des ersten österreichischen Beamtenvereins sowie 1874 Präsident des Grillparzervereins. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
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Kobell, Franz Ritter von, Mineraloge und Schriftsteller (1803-1882).
Eigenh. Brief mit U. München, 21. XI. 1859.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihr mineralogisches Lexikon hatte ich schon früher für das Conservatorium angeschafft, es ist eine sehr fleißige Arbeit[,] welche den mineralogischen Reichthum Oesterreichs nun leicht überschauen läßt. Es ist lobenswerth, daß Sie die andere Nomenklatur dabei gebraucht haben; wenn Viele mithelfen, kommt endlich doch eine Vereinigung über die Namen zu Stande, deren wir so lange entbehrt haben [...]". - Kobell war Professor für Mineralogie an der Universität München, veröffentlichte zahlreiche Arbeiten auf dem Gebiet der Mineralogie und verkehrte im Kreise König Ludwigs I. und Maximilians II. Joseph, wo er auch als Gelegenheitsdichter in bayerischer Mundart hervortrat. Gemeinsam mit seinem Kollegen Carl August von Steinheil nahm er 1839 die ersten Daguerreotypien in Deutschland auf, indem sie mit einer von Steinheil entwickelten Kamera die Glyptothek und die Türme der Frauenkirche fotografierten. Seit 1847 schrieb Kobell Volksstücke und Singspiele, die am Münchener Hoftheater aufgeführt wurden, und Dialekterzählungen wie "Die G'schicht von' Brandner-Kasper" (1871), die als sein bekanntestes Werk gilt; auch wurde er 1847 Mitarbeiter der "Fliegenden Blätter". Ein Wismut-Antimon-Bleierz wurde nach ihm Kobellit genannt. Seine Tochter war die Schriftstellerin Louise Eisenhart (1827-1901).
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Kobell, Franz Rt. von, Mineraloge und Schriftsteller (1803-1882).
Eigenh. Brief mit U. München, 8. III. 1852.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An ein Fräulein: "Ich habe gegenwärtig so viele und zwar ganz außer der Poesie liegende Arbeiten, daß ich Ihrem Wunsche leider nicht entsprechen und zur Zeit das sicher niedliche Thema nicht bearbeiten kann, welches Sie mir angedeutet haben. Ich glaube aber daß Sie es selbst könnten, wenn Sie sich ein wenig damit plagen wollten. Damit ich aber doch etwas schicke, lege ich einige Gedichte bei, die Ihnen vielleicht Spaß machen. Ich werde übrigens Ihr Thema nicht vergessen und überhaupt daran denken, in meinen Gedichten künftig mehr Mädchen und Frauen als Männer reden zu lassen, denn es ist schon deshalb lohnend, weil man den Mädchen gar viele Reflexionen verzeiht oder sie an ihnen sogar liebenswürdig findet, die man an einem Mann verurtheilen würde, auch waren mir die Mädchen von jeher ein Lieblings-Studium, denn ich bin Naturforscher und was hätte die Natur schöneres hervorgebracht als ein Mädchen, an dem natürlich keine Zeichnungsfehler sein dürfen [...]". - Kobell war Professor für Mineralogie an der Universität München, veröffentlichte zahlreiche Arbeiten auf dem Gebiet der Mineralogie und verkehrte im Kreise König Ludwigs I. und Maximilians II. Joseph, wo er auch als Gelegenheitsdichter in bayerischer Mundart hervortrat. Gemeinsam mit seinem Kollegen Carl August von Steinheil nahm er 1839 die ersten Daguerreotypien in Deutschland auf, indem sie mit einer von Steinheil entwickelten Kamera die Glyptothek und die Türme der Frauenkirche fotografierten. Seit 1847 schrieb Kobell Volksstücke und Singspiele, die am Münchener Hoftheater aufgeführt wurden, und Dialekterzählungen wie "Die G'schicht von' Brandner-Kasper" (1871), die als sein bekanntestes Werk gilt; auch wurde er 1847 Mitarbeiter der "Fliegenden Blätter". Ein Wismut-Antimon-Bleierz wurde nach ihm Kobellit genannt. Seine Tochter war die Schriftstellerin Louise Eisenhart (1827-1901).
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Kornheisl, Franz, Theologe (1829-1917).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 11. IV. 1870.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. Kondoliert dem Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884) zum Tode von dessen Sohn gleichen Namens: "Im Namen Seiner Eminenz und des ganzen erzbischöflichen Hauses spreche ich Ihnen die aufrichtigste Theilnahme und das innigste Mitleid aus [...]". - Kornheisl war über vier Jahrzehnte lang Direktor der Konsistorialkanzlei und gestaltete als Redakteur ab 1867 das Wiener Diözesanblatt zum vorbildlichen Amts- und Publikationsorgan. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums.
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Kreil, Karl, Astronom und Meteorologe (1798-1862).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 29. V. 1860.
2 SS. 8vo. An Karl Sonklar von Innstädten: “Ich habe die Ehre in der Beilage Ihre Abhandlung samt Karte zurückzustellen, etwas später, als ich hoffte es thun zu können, da sich meine Rückkunft verzögerte und wir jetzt durch die akademischen Verpflichtungen sehr in Anspruch genommen sind, und mit Leidwesen, daß ich nicht wieder Pathe dieser schönen Arbeit sein konnte [...]”. - Karl Kreil war Assistent bzw. Leiter der Sternwarten von Wien, Mailand und Prag. 1851 kehrte er als Direktor der neugegründeten Zentralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus nach Wien zurück, hielt nach seiner Habilitation 1852 Vorlesungen an der Universität und war Spezialist auf dem Gebiet des Erdmagnetismus. Ihm, dem Erfinder verschiedener Baro-, Thermo- und Hydrographen, ist die systematische Erforschung der Meteorologie und des Erdmagnetismus in Österreich zu verdanken. Vgl. Öst. Lex. I, 649. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-1885) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Mit altem Brandloch (keine Textberührung). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
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Kreil, Karl, Astronom und Meteorologe (1798-1862).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 9. VII. 1861.
3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870), dem er u. a. mitteilt, "daß ich Samstag den 13. d. M. Morgens abreisen und ein paar Monate auf dem Lande in Oberösterreich zubringen werde. Sollte ich früher noch das Vergnügen haben können E. H. hier zu sehen, so würde es mir besonders in Betreff der von Ihnen beschlossenen Reise sehr angenehm sein. Freilich ist für Meteorologien bei dem kurzen Aufenthalte, den man gewöhnlich an jedem Orte macht, und welcher meist mit ganz anderen Geschäften ausgefüllt wird, wenig zu thun. Doch sind jetzt in Spanien mehrere meteorologischen Stationen errichtet, mit denen unsre Anstalt noch in keiner Verbindung ist. Ich würde Ihnen sehr dankbar sein, wenn Sie eine solche vermitteln könnten [...]". - Karl Kreil war Assistent bzw. Leiter der Sternwarten von Wien, Mailand und Prag. 1851 kehrte er als Direktor der neugegründeten Zentralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus nach Wien zurück, hielt nach seiner Habilitation 1852 Vorlesungen an der Universität und war Spezialist auf dem Gebiet des Erdmagnetismus. Ihm, dem Erfinder verschiedener Baro-, Thermo- und Hydrographen, ist die systematische Erforschung der Meteorologie und des Erdmagnetismus in Österreich zu verdanken. - Rudolf Rt. von Vivenot jun., der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-84) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-38) und Bruder des Historikers Alfred (1836-74) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-46), zählt zu den Pionieren der "experimentell-physiologischen Richtung der Klimatologie" in Wien. "Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße" (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Die Recto-Seite von Bl. 1 mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand.
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Kreysig, Friedrich, Mediziner (1770-1839).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 12. VIII. 1835.
1 S. Qu.-8vo. Alexander Popes berühmtes (hier germanisiertes) Zitat „The proper study of mankind is the [!] man“ als Widmung für den namentlich nicht genannten Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884). - Kreysig, seit 1803 Leibarzt des Kurfürsten von Sachsen, war Professor sowie Direktor der chirurgisch-medizinischen Akademie. Er zählt „zu den medicinischen Eklektikern und suchte die Wissenschaft durch selbständige positive Forschung zu bereichern“ (Hirsch III, 552). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums.
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Krug, Wilhelm Traugott, Philosoph (1770-1842).
Eigenh. Quittung mit U. Leipzig, 5. III. 1811.
½ S. 4to. “Sieben und sechzig Thaler, 17 Gl. - sind mir Endesunterschriebenem von dem mir gnädigst bewilligten Zuschusse [...] aus der Königl. Sächs. Rentkammer [...] ausgezahlt worden [...]”. - Nach theologischem und philosophischem Studium u. a. bei Franz Volkmar Reinhard und Karl Leonhard Reinhold und Habilitation in Wittenberg wurde Krug Adjunkt der Philosophischen Fakultät und ging 1801 als Professor der Philosophie nach Frankfurt a. O., wo er die ehemalige Verlobte Heinrich von Kleists zur Frau nahm. Seit 1805 als Nachfolger Immanuel Kants in Königsberg und später als Professor und Rektor in Leipzig tätig, brach Krug im Zuge seiner wissenschaftlichen Tätigkeit immer nachhaltiger mit dem Deutschen Idealismus, forderte eine weitestgehenede Berücksichtigung des ‘gesunden Menschenverstandes’ und sah in dem Satz ‘Ich bin tätig’ die allgemeinste Bewußtseinstatsache, aus der alles andere sich herleiten ließe.
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Kwizda, Richard, Pharmazeut und Unternehmer (geb. 1897).
Gedr. Dankeskarte mit drei eigenh. Zeilen und U. Wien, Februar 1957.
1 S. Qu.-8vo. Mit ms. adr. Kuvert und einer Beilage (s. u.). An die Damen Helene Eibl und Stephanie Zimmer, ihres Zeichens Witwen nach General Eibl und Generalstabsarzt Zimmer, mit Dank für Wünsche zu seinem Geburtstag. - Richard Kwizda führte in der Nachfolge seines Vaters und Großvaters das 1853 Pharmaunternehmen, erweiterte es sukzessive um einige Geschäftsbereiche wie Agrarchemie und schuf so eines der größten heute noch existierenden österreichischen Pharmaunternehmen. - Beiliegend eine Vollacht mit U. der erwähnten Helene Eibl (dat. Wien, 18. III. 1947).
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Lampertico, Fedele, Italian economist (1833-1906).
Autograph document signed ("Lampertico"). N. p. o. d.
4to. 1 p. Quoting article 5 of a treaty of commerce between Italy and Switzerland from 1868: "Dall'attuazione dell'articolo 5 del trattato di commercio colla Svizzera - 22 luglio 1868 - sino a che sia provveduto con legge generale, il governo del Re è autorizzalo a ridurre i diritti di saggio e marchio per lavori nazionali alla proporzione di quelli stabiliti pei prodotti svizzeri [...]". Lampertico became was elected deputy to the Italian Parliament in 1866. From 1873 until his death in 1906, he served as senator, providing valuable reports on financial and economical questions. - Slight edge damage. From the collection of Eduard Fischer von Röslerstamm (1848-1915).
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Landolfi, Nicola, Mediziner.
Eigenh. Brief mit U. München, 2. XI. 1853.
2½ SS. auf Doppelblatt. Qu.-8vo. Wohl an den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): "Ich bin überzeugt Ihre Wünsche erfüllen zu können [...], nur müssen Sie sich verehrter Herr College noch einige Zeit gedulden, weil ich zuerst einem Rufe nach Anhalt-Cöthen Folge leisten muß, wohin ich berufen um die verwittwete [!] Herzogin von einem krebsartigen Leiden an der Brust zu befreien [...]". - Wie auf dem beiliegenden Sammlungsumschlag zeitgenössisch vermerkt, war der "neapolitanische Wunderdoctor" der "Erfinder der Krebspasta". - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette und größerem Papierdurchbruch auf dem zur Hälfte beschnittenen Bl. 2.
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Langer, Karl Ritter von Edenberg, Anatom (1819-1887).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 17. III. 1870.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870): "Es war mir gestern leider nicht möglich zur Sitzung zu kommen, hörte aber dann d[ur]ch Hofrath Rokitansky, daß mir eine Arbeit zugewiesen worden ist [...]". - Langer war von 1845-47 Prosektor unter Joseph Hyrtl; 1849 wurde er dessen Mitarbeiter beim Aufbau eines Vergleichend-Anatomischen Museums und befaßte sich besonders mit Zoologie. Seit 1851 Professor der Zoologie in Pest, wurde er 1856 Professor am Josephinum und kehrte 1870 an die Universität Wien zurück, wo er 1874 die anatomische Lehrkanzel übernahm. 1867 wurde er wirkliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien. - Rudolf Rt. von Vivenot jun., der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-84) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-38) und Bruder des Historikers Alfred (1836-74) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-46), zählt zu den Pionieren der "experimentell-physiologischen Richtung der Klimatologie" in Wien. "Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße" (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Die Recto-Seite von Bl. 1 mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand.
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Lasson, Adolf, Philosoph (1832-1917).
Eigenh. Br. mit U. Friedenau, 1. II. 1910.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Schauspieler: "Morgen Mittwoch muß ich nach Wittenberg zu einer Konferenz. Diese ganze Woche ist besetzt, jeder Abend vergeben. In der nächsten Woche darf ich auf einen freien Abend hoffen. Sobald ich einmal frei bin, warte ich Ihre Einladung nicht ab, sondern komme einmal Sie in einer Ihrer Rollen zu sehen [...]”. - Als Anhänger des Deutschen Idealismus und letzter großer Schüler Hegels bemühte sich Lasson, der an der Universität Berlin lehrte, um die Überwindung des naturwissenschaftlichen und psychologischen Positivismus seiner Zeit.
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Le Verrier, Urbain Jean Joseph, mathematician and astronomer (1811-1877).
ALS ("Le Verrier"). N. p., 21 May 1869 [?].
Large 8vo. ½ p. on bifolium. To the physicist Jules Antoine Lissajous (1822-1880). - The French mathematician specialized in celestial mechanics and is best known for his part in the discovery of Neptune. "As a result of this achievement Le Verrier received, among other awards, the Copley Medal from the Royal Society of London and was named an officer in the Legion of Honour. A chair of astronomy was created for him at the University of Paris" (Enc. Br.). - On stationery with printed letterhead of the "Observatoire Imperial". With minor defects to edges and small spot in the lower margin. With a small label, the monogram stamp "LS" and ms. number "120" on the reverse of fol. 2. - Rare.
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Legrand, Antoine, Ingenieur und Botaniker (1839-1905).
6 eigenh. Briefe mit U. Montbreson, 1872 und 1873.
Zusammen 10 SS. 8vo. Beiliegend 8 Bll. Pflanzenlisten sowie eine Liste a. d. Hand des Adressaten. In französischer Sprache an Karl Sonklar von Innstädten betreffs der Übersendung und des Tauschs von seltenen Pflanzen. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-85) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
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Leipoldt, Wilhelm Gustav, Kartograph (geb. 1850).
2 eigenh. Briefe mit U. Dresden, 1875 und 1880.
Zusammen 3 SS. 8vo. An Karl Sonklar von Innstädten: “Den wärmsten und innnigsten Dank sage ich Ihnen für [...] die so außerordentliche wohlwollende Beurtheilung meines Werkes, die mir um so werthvoller ist, als sie von einer geographischen Auctorität ersten Ranges kommt. Zugleich nehme ich hier Gelegenheit, für die treffliche Unterweisung, die ich aus Ihrer ‘Allgemeinen Orographie’ schöpfte, herzlich zu danken [...]”. - Leipoldt, Gymnasialoberlehrer in Dresden, hatte in seiner Dissertation “die Humboldtsche Zahl für die mittlere Höhe Europas auf Grund der neuen Höhen- und Flächenmessungen [berichtigt]” (Volger [Hg.], Sachsens Gelehrte, Künstler und Schriftsteller in Wort und Bild, 1907, zit. n. DBA II 799, 412) und verfaßte in Folge mehrere, seinerzeit landesweit geschätzte Karten und Atlanten. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-85) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
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Lepkowski, Józef Aleksander, Archäologe und Publizist (1826-1894).
Eigenh. Brief mit U. Krakau, 3. II. 1869.
1½ SS. 4to. An den namentlich nicht genannten Staatsmann und Historiker Joseph Alexander Frh. von Helfert (1820-1910), Präsident der k. k. Central-Commission für Künste und historische Denkmale: "Zu meinem Handbuch der Kunst-Archäologie des Mittelalters, welches zum Drucke vorbereitet ist, benöthige ich mehrerer, im beiliegenden Verzeichnisse spezifizierter Abklatsche der in 'Mittheilungen' veröffentlichten Holzschnitte [...]". - J. A. Frh. v. Helfert war seit 1848 im Wiener Unterrichtsministerium tätig, gründete das Institut für Österreichische Geschichtsforschung an der Universität Wien, war Präsident der Zentralkommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmäler und vertrat seit seiner Aufnahme ins Herrenhaus 1881 eine konservativ-patriotische Linie. Daneben war der Jurist und Historiker Präsident der Leo-Gesellschaft, Schwester der deutschen Görres-Gesellschaft, und Verfasser zahlreicher historischer Arbeiten. - Mit kl. Randläsuren; ohne das erwähnte Verzeichnis.
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Letteris, Max Meir, Orientalist (1807-1871).
Eigenh. Brief mit U. Prag, 10. III. 1846.
1 S. 8vo. Alt auf Trägerpapier montiert. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Indem ich Ihnen für das Vertrauen [...] meinen innigsten Dank abstatte, muß ich von Herzen bedauern, daß ich vor der Hand kein geeignetes Individuum Ihnen anzuempfehlen weiß. So bald es mir gelingen wird, im Kreise meiner Bekanntschaft einem solchen zu begegnen, werde ich mich beeilen, Ew. Hochwohlgeboren davon in Kenntniß zu setzen. - Bis jetzt habe ich noch keinen Beitrag fertig, der für die Libussa 47 sich eignen dürfte. - Ich bin so frei, schließlich eine kleine Bitte an Sie zu richten. Da ich dieser Tage das Gesuch an Ein hohes k.k. Landespräsidium eingereicht, um mir die Annahme des Diploms als ernanntes Mitglied der Königl. asiatischen Gesellschaft in Paris zu gestatten - so möchten Sie mich sehr verbinden, wenn durch Ihre vielvermögende Empfehlung die Erledigung meines Gesuches befördert würde [...]". - Letteris war in mehreren Druckereien in Wien, Preßburg und Prag tätig, gab einige Werke älterer Autoren zum ersten Mal heraus und übersiedelte 1848 nach Wien, wo er u. a. mit L. A. Frankl Rt. von Hochwart verkehrte, dessen Gedichte er z. T. ins Hebräische übersetzte. Letteris' "Hauptbedeutung liegt in seinen Übersetzungen und Nachdichtungen der europäischen Klassiker" (ÖBL V, 160). - Die Verso-Seite mit einer Anmerkung zum Verf. von alter Hand, mit Stempel der Sammlung "P. C." und dem Vermerk: "Erhalten von G. Petter in Wien am 4ten Nov: 1847"; die Verso-Seite des Trägerpapiers mit einem weiteren alt montierten Autograph.
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Levier, Emile, Botaniker (1838-1911).
11 eigenh. Briefe mit U. Meist Florenz, 1870-1872.
Zusammen 45 SS. 8vo. Beiliegend eine vom Adressaten verfaßte Liste von Pflanzen. An Karl Sonklar von Innstädten, mit dem er Einzelheiten der Übersendung von Pflanzen bespricht sowie dieselben übersendet: “Ihren freundlichen Brief vom 17. Oct. mit beigegebenem Doublettencatalog habe ich richtig erhalten und ich danke Ihnen sowohl für die schöne u. interessante Pflanzenauswahl die Sie mir aufs Neue zur Verfügung stellen, als für die grosse Mühe, der Sie sich meinethalber so oft zu unterwerfen genöthigt sind, Pflanzen- und Doublettencataloge anzufertigen. Nachstehend finden Sie meine Desiderata [...]” (Br. v. 27. X. 1871). - Levier lebte als Herausgeber bzw. Verfasser mehrerer einschlägiger botanischer Werke in Florenz. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-85) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
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Liebig, Georg Frh. von, Mediziner (1827-1903).
Eigenh. Brief mit U. Frankfurt a. M., 15. IV. 1870.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Kondoliert dem Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884) zum Tode von dessen Sohn gleichen Namens. - Der Sohne des berühmten Chemikers promovierte 1853 "Ueber die Temperaturunterschiede des venösen und arteriellen Blutes" und trat anschließend in den Dienst der englisch-ostindischen Kompagnie in Bombay. 1856 wurde er Professor der Naturgeschichte am Hindu-College in Kalkutta, kehrte zwei Jahre darauf nach Europa zurück und war von 1859-73 als Bezirks- und Salinenarzt in Reichenhall tätig. Sommers dort eine Privatpraxis führend, verbrachte er die Wintermonate in München, wo er sich 1877 für Klimatologie und Balneologie habilitierte. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums.
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Liebisch, Theodor, Mineraloge (1852-1922).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 11. VIII. 1879.
1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Professor: “In dem Handbuch über die wissenschaftlichen Instrumente der Londoner Ausstellung [...] sagt Maskelyne über die in Fig. 1 Centrir- und Justirvorrichtung [...] Mit dem Bericht über die [...] Instrumente der diesjährigen Berliner Gewerbeausstellung betraut werde ich auf Grund dieser Angabe von Maskelyne selbstverständlich Ihren Namen als den des ersten Erfinders jener vortrefflichen Construction anführen [...]”. - Liebisch war seit 1875 als Kustos am Mineralogischen Museum der Universität Berlin tätig und habilitierte sich dort 1878. Nach Professuren in Breslau, Greifswald, Königsberg und Göttingen, wo er Mitglied der Gesellschaft der Wissenschaften wurde, übernahm Liebisch 1909 den Lehrstuhl für Mineralogie und Petrographie an der Universität Berlin. Er profilierte sich vor allem auf dem Gebiet der physikalischen Kristallographie, besonders der Kristalloptik, nahm zahlreiche Untersuchungen der Lichtbrechung an Kristallen vor und entwickelte und verbesserte eine Reihe von Instrumenten.
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Liechtenstein, Franz Josef II. von, Fürst (1906-1989).
Ms. Brief mit eigenh. U. Vaduz, 12. VI. 1953.
1¼ SS. 4to. Mit ms. adr. Kuvert. An Baronin Jutta von Vogelsang: "Zu meinem großen Bedauern muß ich Ihnen mitteilen, daß sich die Verhältnisse beim Savoyenschen Damenstift vollkommen verändert haben. Die finanzielle Grundlage, auf der das Stift basierte, waren meine Bsitzungen in Böhmen. Ein Teil dieser Besitzungen gehörte seinerzeit der Herzogin Marie Therese von Savoyen, geb. Prinzessin von Liechtenstein, die das Damenstift errichtete und seine finanzielle Existenz durch die Übergabe dieser Güter an das fürstliche Majorat sicherte. Nun sind diese Besitzungen durch das kmmunistische Regime in der Tschechoslowakei meiner Ingerenz entzogen worden und es ist daher nicht mehr möglich, die notwendigen Gelder für den weiteren Bestand des Stiftes von dort zu bekommen [...]". - Fürst Franz Josef II. absolvierte in Wien das Schottengymnasium und anschließend ein Studium der Forstwissenschaft an der Hochschule für Bodenkultur, widmete sich hernach der Verwaltung der ausgedehnten Güter in der damaligen Tschechoslowakei und übernahm im März 1938 die Regentschaft des Fürstentums Liechtenstein, das er mit Erfolg aus dem Zweiten Weltkrieg heraushalten konnte und nach dessen Ende zu einem modernen und erfolgreichen Staat gestalten konnte. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Lindley, John, English botanist (1799-1865).
Autograph letter signed ("John Lindley"). [London], "Hort[icultural] Soc[iety]", 17 April 1827.
8vo. 1 p. on bifolium. With autograph address on the reverse. To the Scottish journalist William Jerdan (1782-1869), from 1817 to 1850 editor in chief of the "Literary Gazette": "The Society intends to substitute a fête at their Garden for the usual annual dinner at the Freemasons Hall. It will be well done and some time in June will be the time. We should be glad if you would notice the probability of the occurrence in the L.G. Of course our object is among other things to give the Ladies an opportunity of doing something more than looking at our fine things [...]". - Slightly dusty and small tears to edges; traces of old folding and remains of seal; small tears on fol. 2 from opening.
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