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Mazzini, Giuseppe, Italian politician and freedom fighter (1805-1872).
ALS. High Holborn, n. d.
16mo. 2 pp. on bifolium. To Sabilla Novello, concerning two tickets for a concert. - Sabilla Novello (1821-1904), daughter of the musician and publisher Vincent Novello and sister of the singer Clara Novello, taught music and was also active as an illustrator and translator. - Insignificant traces of mounting in left margin.
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Melle, Johann Jakob von, Prediger (1721-1752).
Eigenh. Albumblatt mit U. Lübeck, 25. IV. 1740.
1 S. Qu.-8vo. "- - docuisse fideliter artes, | Emollit mores, nec sinit esse feros" (Ovid). - Johann Jakob Melle, der Sohn von Archidiakon Samuel Gerhard von Melle, wurde 1745 jüngster Prediger der Hamburger Jakobskirche. "In der Folge ward er Archidiaconus und starb am 19. Jun. 1752" (Jöcher/Adelung IV, 1361). - Mit kleiner Numerierung am rechten oberen Blatt- und kl. Wurmspur am unteren Blattrand.
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Menger, Max Edler von Wolfesgrün, österr. Politiker und Jurist (1838-1911).
Eigenh. Namenszug auf Ausschnitt. O. O. u. D.
1 S. Format: 46:23 mm. Bruder des berühmten Nationalökonom Carl Menger. Dieser war der erste Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie und erlangte vor allem mit seinem Werk "Grundsätze der Volksirtschaftslehre" Aufmerksamkeit und Ansehen. Gemeinsam mit Kronprinz Rudolf, dessen Lehrer Menger war, gab er eine Streitschrift wider die Aristokratie heraus. Nach dessen Suizid und ob des miserablen Bildungswesens in Österreich, zog er sich aus dem Lehrbreich ins Privatleben zurück. Sein Bruder Max wirkte Zeit seines Lebens als heruasragender Advokat und Staatswissenschaftler.
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Meran, Franz Gf., Militär und Politiker (1839-1891).
Eigenh. Brief mit U. ("Franz Gf. Meran"). Graz, 17. XII. 1874.
2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An "Euer Wohlgeboren": "Gemäß einer Besprechung mit Gf. H. Wilczek erlaube ich mir heute mittelst Post 32 Aquarelle Ew. Wohlgeboren zu übersenden. Man mag über deren künstlerischen Wert urtheilen wie man will, - als theures Andenken meines unvergeßlichen Vaters, als Wiedergabe von Ereignissen aus jener herrlichen Zeit wo das steirische Gebirge von dem Zuge der Städter noch beinahe gänzlich unberührt in seiner reinen Urwüchsigkeit von Erzherzog Johann durchzogen wurde, als in seiner Art einzige Reproduktion dermalen gänzlich verschwundener Trachten, - haben diese Aquarelle für mich einen unbeschreiblichen Wert. Ich empfehle sie daher Ihren sorgsamen Händen auf das Allerwärmste an [...]". - Auf monogrammiertem Briefpapier. Falt- und Knitterspuren, doch im ganzen von schöner Erhaltung.
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Meran, Franz Gf., Militär und Politiker (1839-1891).
Eigenh. Brief mit U. und eh. Mitteilung mit U. Möglicherweise Graz bzw. o. O., 1887.
Zusammen (3+1=) 4 SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. 8vo. An den namentlich nicht genannten Landesverteidigungsminister Generalmajor Julius Joachim Ludwig Frhr. von Horst: "Leider habe ich bis jetzt das so bestimmt und sehnlichst erwartete Telegramm aus Wien nicht erhalten. Mir ist diese Verzögerung im höchsten Grade unangenehm und peinlich und kann mir das Ausbleiben des Telegramms nur dadurch erklären, daß der recommandirte Brief Fst. H. erst zugestellt wurde als er seinen täglichen Vortrag schon erstattet hatte und daher erst morgen die Gelegenheit zur Sprache bringen wird. Vielleicht aber erhalte ich aber auch morgen früh eine briefliche Antwort, was ich aber kaum glaube. Wie ich irgend welche Mittheilungen aus Wien erhalte, werde ich mir erlauben sie sogleich mitzutheilen [...]" (a. d. Br. v. 5. II. 1887). - Die Mitteilung v. 6. IV. 1887 des Inhalts: "Eben erhalten! Bin desperat!"
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Mercier, Auguste, général, ministre de la guerre de 1893 à 1895, commandant du 4e corps d'armée vers 1895 (1833-1921).
P.S. S. l. n. d.
Sur morceau de feuille 6*20cm environ: "Avis du général commandant le 4e corps d'armée". Mercier a ajouté favorable et signé. Il s'agit surement du papier d'un vote qui n'avait rien d'autre dessus, c'est le haut de la feuille. Papier un peu cassant, petites déchirures et déchire au milieu, au niveau de la pliure.
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Messner, Johannes, österr. Theologe und Politiker (1891-1984).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 11. I. 1954.
1 S. 8vo. Mit eigenh. beschr. Kuvert. "Sehr geehrter Herr Oberlehrer! Was hat mir wohl Ihre freundlichen Glückwünsche verschafft? Haben wie uns einmal getroffen? Jedenfalls danke ich Ihnen dafür und wünsche noch alles Beste für 1954." - Nach seinem Studium erfuhr Johannes Messner ein schneller Aufstieg zu einem der bedeutendsten katholischen Sozialethiker im Deutschsprachigen Raum in der Zwischenkriegszeit. 1938 erfolgte mit der Flucht und Emigration nach England die "Lebenskrise" Messners, die zur beinahe wundersamen Wende wurde: Im englischen Exil im Oratorium in Birmingham verfasste er sein Hauptwerk "Das Naturrecht", das zuerst 1949 auf Englisch unter dem Titel "Social Ethiks" erschien und Messner international bekannt machte.
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Metternich-Sándor, Pauline, Viennese and Parisian socialite and philanthropist (1836-1921).
Autograph letter signed and letter signed. Bajna (Hungary) and Vienna, 1891-1898.
8vo and large 4to. Altogether (3¾+1 =) 4¾ pp. on 4 ff. To an unidentifed recipient, in German, thanking for his participation in the "great international music and theater exhibition" held the previous year (23 Sept. 1891), and for "eight charming drawings" donated for a charity event (14 May 1898). - One letter on stationery with printed letterhead and small defects to paper, the other with embossed vignette and black border.
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Metternich-Winneburg, Clemens Fst. von, Austrian statesman (1773-1859).
Autograph receipt signed. N. p., 13. II., n. y.
4to. ¾ p. on bifolium. To an unnamed recepient on the debts of a third party: " J'ai l'honneur d'envoyer ci joint à V. E. la dépêche que je viens de recevoir du B. de Koller [?]. Les lettres de Charge montant à 40262 fl. 45 kr. […]".
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Meyer-Waldeck, Alfred, Marineoffizier (1864-1928).
Eigenh. Postkarte mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. Sendet Grüße aus Engadin an einen Herrn P. Cichorius und dessen Gemahlin.
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Michael I, King of Romania (1921-2017).
Typescript with autograph signature. The Hague, 26 June 2002.
Large 4to. 6½ pp. on 7 ff. The speech on "NATO'S REFORM and Romania's Place in the Alliance" was held in Den Haag on June 26, 2002: "[...] My hope is that, when we meet next time, the discussion will not be about which countries should be admitted into NATO but, rather, how all of us, a united trans-Atlantic community, can meet the challenges facing us in the future. The result should be a community of free, dependent but inter dependent states at the same time. Our country wants nothing less but to become a full member of this family". - Traces of sewing.
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Mielcke, Peter Gottlieb, priest and translator (1693-1753).
Autograph quotation signed. No place, 14 May 1736.
Oblong 8vo. 1 p. Quotation from the Gospel of John 9:4: "Würcket weil es Tag ist, es kommt die Nacht, da Niemand würcken kann" ("I must work the works of him that sent me, while it is day: the night cometh, when no man can work"). - Mielcke served as priest in Mehlkehmen, today's Kalinino. He translated hymns and was co-editor of the first complete Bible in Lithuanian. - Small numbering to upper left corner; slight worming to lower margin. On the reverse: Autogr. quotation signed by the preacher Erdmann Gottlieb Neumeister (1715-42), dated Hamburg, 14 May 1736.
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Miguel II. von Braganza, Militär, portugiesischer Thronprätendent (1853-1927).
Eigenh. Brief mit U. Bronnbach, 4. VIII. 1883.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Baron: "Ich komme Sie um eine grosse Gefälligkeit zu bitten, nämlich einige kleine Trinkgelder, welche ich aus Mangel an Deutschem Gelde in Birstein nicht geben konnte, ihrer Bestimmung zuzuführen. Es sind 80 MK. in's Haus, 80 MK. in den Stall, 50 Mk. für L. Jäger Hagenröther und 20 Mk für Jäger Maul, macht 230 MK. […]".
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Milan I. Obrenovic, König von Serbien (1854-1901).
Eigenh. Brief mit U. (als "Comte de Takovo"). Paris, Hotel Chatham, 1. III. (nach 1889).
1 S. 12mo. Telegramm an Henri Cherrier in Paris, den er um die Übersendung einer Kopie der Vereinbarung mit Mr. Delyanni bittet: "Mon cher Mr Cherrier. Je vous prie de m'envoyer une copie du papier qui a été stipulé devant vous entre Mr. Delyanni et moi […]".
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Milde, Karl August, Industrieller und erster Handelsminister Preußens (1805-1861).
Eigenh. Brief mit U. ("Milde"). Berlin, 8. IX. 1849.
2 SS. Gr.-4to. Möglicherweise an den Schriftsteller Karl von Holtei (1798-1880): "Der mir geneigtest eingesandte Artikel ist in der schlesischen Zeitung [...] abgedruckt und in französischer Uebersetzung an die Indépendance eingesandt worden [...]". - Stark gebräunt und mit kleinen Randläsuren; aus der Sammlung des Schriftstellers Karl von Holtei und mit kleinen Anmerkungen aus dessen Hand.
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Miollis, Sextius Alexandre François de, General und Gouverneur von Mantua (1759-1828).
Eigenh. Brief mit U. ("F C Miollis"). Mantua, "7 Brumifero anno 11e", d. i. 29. Oktober 1802.
¾ S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Mitteilung, daß er nach Frankreich zurückkehren werde, "essendo dimesso dall mio commando[.] il soggiorno dell italia m'è stato particolarmente grato pella vostra amicizia [...] prendro sempre il maggiore interesse alle impresse che fanno tanto onore all italia [...]". - Miollis kämpfte als Brigadegeneral in Holland und Italien, nahm Venedig und den Kirchenstaat ein und besetzte Rom am 2. Februar 1808; anschließend Gouverneur, mußte er das Amt 1814 an Joachim Murat abgeben und nahm statt dessen von Ludwig XVIII. das Kommando der Militärdivision zu Marseille an.
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Miquel, Johannes von, preußischer Staats- und Finanzminister und Reformer (1828-1901).
Brief mit eigenh. U. ("JMiquel"). Frankfurt a. M., 19. X. 1884.
1 S. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Direktor zur Übersendung eines (hier nicht beiliegenden) Vertrags: "[...] Ich möchte ergebenst proponiren, daß wir nächsten Mittwoch [...] eine weitere Unterredung hätten, um die gegenseitige vorläufige Stellung zu klären und eventuell auch dann die nur vorläufigen Formulierungen definitiv festzustellen [...]". - Etwas fleckig.
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Mirabeau, Honoré Gabriel Riqueti comte de, French revolutionary (1749-1791).
Letter signed ("Le Comte de Mirabeau"). N. p., 19. VI. 1790.
Small 4to. 2 pp. on bifolium. To "mon cher Brosselard", i. e. the French politician, journalist, and author Emmanuel Brosselard (1763-1837), on research, work, and analysis of the "Code prussien": "[...] Je vous envoie un fragment de Manuscrit qui vous en dira je crois beaucoup, c'est la partie raisonnée du Projet du Code Prussien relative aux biens appartenant en propre aux enfans á la cessation du pouvoir paternel, et enfin aux droits d'hérédité des enfans ou autres descendans à l'ordre succession [...] malheureusement je ne puis pas vous laisser longtemps ces cahiers, il faut que vous ne fassiez que les lire, et que vous me marquiez au crayon ce qui seroit nécessaire de vous en copier [...] je travaille et fais travailler sur ce manuscrit, il m'est difficile de vous le laisser plus longtemps que demain. Je ne renonce point à vous aider pour la partie morale de ce travail [...]". - Somewhat wrinkled, spotty and dusty.
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Mirabeau, Honoré Gabriel Riqueti comte de, French revolutionary (1749-1791).
Letter signed ("Le Comte de Mirabeau"). N. p., 16. VI. 1790.
8vo. 3 pp. To an undisclosed recipient, wishing to discuss the particulars of a new public education system in France: "J'ai reçu, Monsieur, un temoignage de votre bienveillance, etre n'est pas le premier dont vous m'avez honoré [...]". - Transl. from the French original: "I received, Monsieur, a token of your kindness, and it was not the first with which you have honored me. I have delayed in answering you because I was in bed, deprived of sight, and I didn't want that the hand of a secretary temper the expression of my gratitude. It is sincere [...] when good citizens such as you and, which is a very honorable coincidence, good citizens illuminated by the meditation and study of works which have produced everything which is great in the world, take up the task of consoling public men for the calumnies, iniquities, ostracisms which are their surest emolument. If nature hadn't endowed me with some tenacity, and my bizarre destiny, in sowing my way with shackles, hadn't provided me with some compensations of this kind, my very ardent sensibility would long since have consumed me. I would be very charmed [...] to make your closer acquaintance and to talk over your ideas on a new system of public education, for the moment is approaching for dealing with it, and we have been building on moving sands if we don't give our entire edi!ce such underpinnings. Please let me know the moments that your circumstances would permit you to give me in particular, and agree to the homages of the very distinguished sentiments with which I have the honor to be [...] your very humble and very obedient servant" [...]. - In a lengthy postscript, Mirabeau has added: "I am sending this letter to your bookseller, as I don't know your address. Would you like to let me know what it is? Would it also be indiscreet to ask a literary favor of you? Books have been bought for me at this moment at M. d'Holbach's. I am not a bibliographer, much less a bibliomaniac; but am the owner of a rather large number of beautiful books. I have for many of the great men of antiquity a kind of superstition that makes me want to have their most beautiful editions. Of Demosthenes I only have the Works of Demosthenes and Aeschines, the first Greek orators &c. by Hieronymus Wolf, Frankfurt 1604 - Could you indicate the preferable edition? And the best editions of the Greek classics in general? I have been told of a Demosthenes edition in which there is a kind of medallion where this god of eloquence holds in one hand three crowns and in the other a raised dagger. Do you know this edition? [...]". - Some damage to edges and slightly dusty.
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Mitterand, François, französischer Staatspräsident (1916-1996).
Originalphotographie mit eigenh. U. ("F. Mitterand") sowie der vom deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. O. O. u. D.
126:188 mm. Die Aufnahme zeigt Mitterand und Weizsäcker am 19. Oktober 1987 nach dem Abschreiten der Ehrenformation der Bundeswehr im Park der Villa Hammerschmidt. - Die Verso-Seite mit ms. Bildlegende.
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Mittrowsky, Anton Friedrich Gf., Staatsmann (1770-1842).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 21. I. 1839.
2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Mit einer Beilage (s. u.). An einen Staats- und Konferenzrat: "In sogleicher Erwiderung Ihrer heutigen Zuschrift bezüglich auf den Wunsch Ihres Schwiegervaters, wird es mir ein Vergnügen seyn, wenn Euer Hochwohlgebohren mir die Ehre geben wollen, mich morgen [...] zu besuchen [...] Ich benüze diese Gelegenheit Ihnen für den ungemein verbindlichen Brief zu danken, den ich am 1t. Jänner von Ihnen empfieng, und bitte versichert zu seyn, daß ich dessen Bestättigung bisher blos deshalb verschoben, weil ich bey den Familienunfällen, welche EHW am Schluße des Jahrs befielen, zuerst Sie unmittelbar, und dann von Seite der Frau Gemahlin, betroffen haben [!] - noch einige Zeit der Fassung und Ruhe für EHW Selbst erwünschlich hielt [...]". - Anton Gf.Mittrowsky wurde bereits 32jährig Geheimer Rat, bekleidete anschließend je zwei Jahre lang das Amt des Vizerpräsidenten der niederösterreichischen Regierung und des böhmischen Guberniums. Bis 1815 aus gesundheitlicher Rücksichtnahme beurlaubt, war er anschließend zwölf Jahre hindurch als Gouverneur von Mähren und Schlesien tätig und "erwarb sich [...] durch Sicherstellung und Sammlung der historischen Schriftquellen bedeutende Verdienste um die Landeskunde und Geschichte dieser Länder". 1827 wurde er Hofkanzler und amtierte von 1830 bis 1842 als Präsident der Studienhofkommission. Mittrowsky "machte sich durch Errichtung von neuen Lehr- und Erziehungsanstalten, von Instituten für Kunst und Wissenschaft, durch Bau von Straßen und Schifffahrtswegen sowie durch Förderung der Bestrebungen zur raschen Einführung des eben entstandenen Eisenbahnwesens sehr verdient um den kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt" (ÖBL VI, s. v.). - Stellenweise leichter Tintenfraß; Bl. 1 im Mittelfalz eingerissen, Bl. 2 mit kleinem Ausriss durch Siegelbruch; beiliegend das Konzept eines Briefes von "Auersperg" und "Clam-Gallas" an den Wiener Bürgermeister (dat. 26. I. 1914, 1 S., kl.-4to.).
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[Mohr, Johann Friedrich Frh. von, General der Kavallerie (1765-1847)].
Schreiben in zeitgenöss. Abschrift. Wien, 9. III. 1831.
2½ SS. auf Faltbogen. Folio. Mitteilung an das Niederösterreichische Generalkommando "zur Wissenschaft, Publikation und Darnachhaltung" über Vorrückungen in der kaiserlichen Generalität und Wechsel der Kommandierenden gemäß ah. Entschließung vom 8. März 1831. - Registraturvermerk G 1246.
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Moltke, Helmuth Johannes Ludwig von, Generalfeldmarschall (1800-1891).
Brief mit eigenh. U. Berlin, 26. II. 1867.
1 S. Qu.-8vo. An den namentlich nicht genannten Schriftsteller Julius Lang (geb. 1833): "Euer Wohlgeboren haben mir ein Exemplar Ihrer Broschüre 'Armee Reorganisation und Desorganisation' gesandt, wofür ich verbindlichst danke. Ich habe die Arbeit mit vielem Interesse gelesen und ersuche Sie 6 Exemplare davon unter Beifügung einer bezüglichen Rechnung gefälligst hierher senden zu wollen […]". - Langs Buch "Was wollen wir? Armee-Reorganisation oder Armee-Desorganisation?: Bayerische Existenzfragen" war in diesem Jahr im Münchener Verlag Fritsch erschienen.
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Moltke, Helmuth Gf. von, German Field Marshal (1800-1891).
Autograph letter (fragment) signed. Berlin, 5 Nov. 1877.
8vo. 1 page. To an unnamed addressee about a Judicial Commission, noting that the election of a new member could be suspended until the next plenary session of the House
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Moncey, Bon-Adrien Jeannot de, Herzog von Conegliano, General und Marschall von Frankreich (1754-1842).
Brief mit eigenh. U. ("le M[arech]al duc de Conegliano"). Paris, 21. VI. 1813.
1 S. Gr.-4to. In französischer Sprache an Kriegsminister Henri Clarke d’Hunebourg, Duc de Feltre (1765-1818). - Auf Briefpapier mit Briefkopf der "Inespection générale de la Gendamerie Imperiale".
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Moncey, Bon-Adrien Jeannot de, Marshal of France and prominent soldier in the Revolutionary and Napoleonic Wars (1754-1842).
ALS ("le M[arech]al duc de Conegliano"). Moncey par Rioz, haute Saone, 11 Aug. 1832.
4to. 2¾ pp. on bifolium. To a "cher et respectable ami": [...] Il n'est pas dans les principes d'un vieux soldat qui a toujours servi son pays aved désintéressement lorsqu'il est près d'être octogénaire et le premier inscrit sur le tableau de l'armée d'aller solliciter quelque grâce du gouvernement du Roi [...] en attendant le temps s'écoule, les besoins viennent et la chandelle brulê durement quand le fruit de toute sa vie a mérité qu'elle s'éteigne doucement. Du reste j'en prends mon parti, voyant les choses comme je les ai vues jusqu'ici; dévouement, fidélité à son devoir, à son pays, et arrive que pourra! En cela pour mon compte, j'ai peu à voir à présent, car pour faire, il faut pouvoir! et je ne sens que trop ma faiblesse, aussi suis-je bien sans aucun désir! [...] Adieu, mon respectable ami, soignez votre santé et veuillez m'en donner des nouvelles; la mienne faiblit beaucoup, mais je vis avec beaucoup de ménagement ce qui la soutient un peu [...]". - With small tears to edges, otherwise in fine condition.
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Montenuovo, Alfred Fürst von, Hofbeamter (1854-1927).
Eigenh. Dienstzeugnis mit U. Nemet-Boly, 23. IX. 1895.
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Dienstzeugnis für Dr. A. R. Franz: "Nachdem Sie zu meinem Bedauern gezwungen sind am heutigen Tage mein Haus zu verlassen um Ihrer militärischen Dienstpflicht zu genügen bestätige ich Ihnen mit Vergnügen, daß Sie durch 2½ Jahre in meiner Familie die Stelle eines Hauslehrers zu meiner größten Zufriedenheit bekleidet haben [...]". - Der Sohn von Wilhelm Albrecht Fürst von Montenuovo seinerseits der morganatische Sohn von Erzherzogin Marie-Louise von Österreich, der Witwe Napoleons I., und des Grafen Adam Albert von Neipperg. Montenuovo - sollte im Jahr darauf zum Obersthofmeister von Erzherzog Otto ernannt werden und stieg 1898 zum zweiten, 1909 dann zum ersten Obersthofmeister Kaiser Franz Josephs I. auf. "In dieser Stellung war Montenuovo für die Verwaltung des Hofstaats sowie für das Hoftheater, die Hofmuseen und die Hofbibliothek verantwortlich. In seine Amtszeit fielen die Ernennung Gustav Mahlers zum Hofoperndirektor und die Querelen um die Stellung von Katharina Schratt, der Freundin des Kaisers, am Burgtheater. Als führender Vertreter des autoritär-konservativen, bürokratischen 'Isolationsregimes' um den Kaiser stand Montenuovo zunehmend im Zentrum der öffentlichen Kritik und wurde 1916 kurz nach der Thronbesteigung Kaiser Karls entlassen" (DBE). - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand, Stempelmarke und Rundstempel der Theresianischen Akademie; papierbedingt leicht gebräunt und mit kleinen Randläsuren.
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Moritz, Landgraf von Hessen-Kassel, gen. "der Wohlgenannte" (1572-1632).
Eigenh. Schriftstück mit U. Gudensberg, 2. IV. 1617.
½ S. Qu.-kl.-4to. Anweisung an seine Kanzlei dafür Sorge zu tragen, daß seine Briefe "so bald immer möglich" expediert würden, "da nicht zuglauben Was für eine geringe schreiberische, Un[d] grosse Unordnung in dergleichen sachen bringen kann [...]". - Moritz von Hessen-Kassel, als Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft "der Wohlgenannte", ließ in Kassel den ersten eigenständigen Theaterbau im deutschsprachigen Raum, das Ottoneum, errichten. - Papierbedingt etwas gebräunt und fleckig sowie mit kleineren Randläsuren, im ganzen jedoch wohlerhalten.
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Moritz "der Gelehrte", Landgraf von Hessen-Kassel (1572-1632).
Brief mit eigenh. U. Wittmannshof, 28. III. 1621.
1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse. An die Regierung von Kassel in Sachen der Frau vom Stein, "Weylandt Werners vom Stein hinterlaßene wittib". - Moritz von Hessen-Kassel, als Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft "der Wohlgenannte", ließ in Kassel den ersten eigenständigen Theaterbau im deutschsprachigen Raum, das Ottoneum, errichten. - Papierbedingt etwas gebräunt und fleckig sowie mit kleineren Randläsuren.
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Moritz von Anhalt-Dessau, Militär (1712-1760).
Brief mit eigenh. U. Dessau, 23. IV. 1737.
2 SS. 4to. An einen Oberstleutnant: "Ich habe Euer Hochwohlgebohren Schreiben die Ehre gehabt wohl zu erhalten, und daß daraus ersehene, an Ihre Gnaden dem Fürsten gesaget, worauf Höchstdieselben Mir geantwortet Sie könnten die Recrouten Theilen wie sie wolten, indem der Fürst dieselbe Leute an daß Bataillion gegeben, damit solches zu completiren. Ich bin sonsten in besonderer Hochachtung […]". - Gefaltet und etwas knittrig.
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[Müller, Adolf senior, Komponist (1801-1886)]. -
Theaterzettel einer Aufführung von Josef Karl Böhms "Charakter-Gemälde" "Bürger und Soldat, oder: Liebe zum Vaterland". Wien, 26. IV. 1850.
1 S. Imperial-Folio (605:470 mm). Gut erhaltener Theaterzettel einer Aufführung im k.k. privilegierten Nationaltheater an der Wien mit u. a. Karl Treumann (1823-1877) und Karl Mittell (1824-1889). Zwischen dem zweiten und dritten Akt gab man "Sieg der Volkshymne" von Kapellmeister Franz von Suppé. - Adolf Müller wirkte als Sänger und Schauspieler in Prag, Lemberg, Brünn und seit 1823 am Theater in der Josefstadt in Wien. "Mit der erfolgreichen Aufführung seiner ersten Operette am Josefstädter Theater begann 1825 seine Laufbahn als Bühnenkomponist. 1826 zunächst als Sänger, im folgenden Jahr als Kapellmeister am Kärntnertortheater engagiert, wurde er 1828 von Karl Carl als Kapellmeister und Komponist an das Theater an der Wien verpflichtet. 1838 wechselte er an das Theater in der Leopoldstadt und war seit 1847 wieder am Theater an der Wien tätig. Müller komponierte mehr als 600 Singspiele, Operetten und Schauspielmusiken, insbesondere zu Possen von Johann Nestroy und Bauernkomödien von Ludwig Anzengruber, ferner Lieder und Chöre" (DBE). - Kleinere Faltspuren, etwas angestaubt und stellenweise gering fleckig.
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Münch-Bellinghausen, Joachim Graf, Diplomat (1786-1866).
Eigenh. Briefentwurf. Frankfurt, 30. III. 1841.
1 S. auf gefalt. Bogen, halbbrüchig beschrieben. Folio. An Friedrich Wilhelm I., Kurfürst von Hessen-Kassel (1802-75), der ihn um Personalvorschläge für einen Juristen in seinem Kabinett ("einen Mann von gesetztem Alter, von guten monarchischen Gesinnungen, frei von modernen Staats-Theorien, von anerkannter Rechtlichkeit und Unbescholtenheit") gebeten hatte: "Eure Hoheit geruhen mir durch Höchstdero gnädiges Schreiben v. 24. d. einen neuen Beweis jenes Vertrauens zu geben, dessen zu erfreuen ich schon mehrere Male die Genugthuung hatte, u. welches unter allen Umständen bewahrt zu sehen ich mir zur angelegentlichen Aufgabe machen werde. E. H. werden demnach auch nicht zu bezweifeln geruhen, daß ich den Auftrag, mit welchem mich Höchstdieselben dermal beehren, in reife u. gründliche Erwägung gezogen u. mir dann gewissenhaft die Frage gestellt habe, ob unter den Individuen, die mir in verschiedenen Verhältnissen vorgekommen sind, u. die füglich bereit wären, einem so ehrenvollen Ruf zu folgen, mir ein Mann bekannt sey, den ich aus Uiberzeugung [...] als ein mit allen erforderlichen, von E. H. so treffend bezeichneten Eigenschaften ausgerüstetes Individuum, Höchstdemselben empfehlen könnte? - u. ich mußte mir hierauf selbst das Geständnis ablegen daß ich zur Zeit ausser Stande sey, das in mich gesetzte schmeichelhafte Vertrauen in der von Höchstdemselben vorausgesetzten Weise zu rechtfertigen [...]".
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Münter, Hermann, Prediger und Bürgermeister von Lübeck (1679-1743).
Eigenh. Albumblatt mit U. Lübeck, 11. II. 1739.
1 S. Qu.-8vo. "Nemo est nostrum Liberaliter educatus, Cui non educatores. Cui non magistri sui atque Doctores cum grata recordatione in mente versentur" (nach Cicero, Pro Cn. Plancio, XXXIII, 81). - Die Verso-Seite mit einer ganzseitigen Widmung mit U. seines gleichnamigen Sohnes (dat. Lübeck, 26. V. 1781).
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Multio, Hercole Isidoro, (D. n. b.).
Eigenh. Brief mit U. Mailand, 14. IX. 1653.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-4to. In italienischer Sprache an Conrado di Novara (?).
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Mun, Adrien Albert Marie de, Politiker (1841-1914).
Eigenh. Brief mit U. ("A. de Mun"). Paris, 12. VI. 1877.
2/3 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten, den er zu einer politischen Aussprache mit Monsieur La Tour du Pin einlädt. - Albert Comte de Mun war ein bedeutender Vertreter des politischen Katholizismus und einer der Führer der paternalistischen christlich-sozialen Bewegung in Frankreich. "Die Erfahrungen der Pariser Kommune, an der er selbst aktiv teilnimmt, machen Mun die große Kluft zwischen der französischen Arbeiterschicht und der katholischen Bourgeoisie bewußt. Von der Notwendigkeit eines Zusammenschlusses von Unternehmern und Arbeitern überzeugt, gründet er im Jahre 1871 zusammen mit La Tour du Pin die ‚Cercles catholiques d'ouvriers'. Auch die Gründungen der ‚Action libérale populaire' und der ‚Jeunesse catholique' gehen auf Mun zurück" (BBKL XVIII, 951). Als Abgeordneter in der Bretagne versuchte Mun vergeblich eine katholische Partei ins Leben zu rufen, "kämpft gegen die antiklerikale Politik der dritten Republik und setzt sich weiter für die Rechte der Arbeiter ein. 1891 beteiligt er sich an der Ausarbeitung der Encyklika Léons XIII. ‚Rerum novarum'. Im Jahre 1897 wird er zum Mitglied der Académie française gewählt" (ebd.). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf "Oeuvre des Cercles Catholiques d'Ouvriers" und Monogramm am linken unteren Blattrand der Recto-Seite von Bl. 1.
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Murat, Joachim, Marshal of France and brother-in-law of Napoleon (1767-1815).
Autograph letter signed (with initials). Bologna, [after 1808 (1815?)].
8vo. 1½ pages on bifolium. To Pauline Bonaparte-Borghese in Lucca. Murat announces his arrival in Bologna, asks for news and assures his affection: "Ma cher soeur, j'arrive à Bologne et je m'empresse de vous l'annoncer; je desire avoir de vos nouvelles et j'en envoi prendre. Annoncés moi bien vite que votre est meilleure et que vous m'aiméz toujours. Adieu, je vous embrasse de tout mon coeur et je desire bien vivement vous voir [...] Votre affectionné frère". - Somewhat spotty; traces of folding.
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[Musicians' album].
Album containing 41 musical quotations, postcards, and clippings by Eugene d'Albert, Hans von Bülow, Engelbert Humperdinck, Joseph Joachim, Karl Klindworth, Moritz Moszkowski, Carl Reinecke, Josef Gabriel von Rheinberger, Hans Sitt, Felix Weingartner, et al. Various places, 1889-1902.
Large oblong 8vo. 41 ff. mounted on 23 ff. Limp cloth over boards. The album contains autographs of the following: I: Heinrich de Ahna. QS. Berlin, October 1890. - II: Eugene d'Albert. AMusQS. Lichterfelde, 25 May 1891. Four bars. - III and IV: Heinrich Barth. 2 AMusQS and APcS. Berlin, 1890. - V: Hans von Bülow. AMusQS. No place, 27 May 1891. Two bars for piano. - VI: Luigi Chiostri. AQS. No place, 26 Jan. 1892. - VII: The same. AMusQS. Florence, 5 April 1892. Six bars for piano and voice. - VIII: Harry Wheaton Howard. AMusQS. Berlin, no date. - IX: Engelbert Humperdinck. AMusQS. No place or date. Two bars. - X: Salomon Jadassohn. AMusQS. Leipzig, 26 Aug. 1896. Five bars from op. 35, no. 3. - XI: Joseph Joachim. APcS. [Berlin, 20 July 1889]. 1 p. Oblong 8vo. With autogr. address. - XII: Karl Klindworth. QS. No place or date. - XIII: Andreas Moser. AQS. No place or date. - XIV: Moritz Moszkowski. AMusQS. Four bars from Suite for Pianoforte op. 50. - XV: The same. AQS. No place or date. - XVI: Carl Reinecke. AMusQS. Five bars from "Ein Märchen ohne Vorspiel", op. 165. - XVII: Josef Rheinberger. AMusQS. Bad Krauth, 23 Aug. 1896. Two bars from "op. 5". - XVIII: Moritz Rosenthal. AQS. Berlin, 18 Dec. 1890. - XIX: Xaver Scharwenka. QS. No place or date. - XX: Otakar Ševcík. APcS. Prague, 25 Feb. 1902. - XXI: Hans Sitt. APcS. No place or date. - XXII: The same. AMusQS. Leipzig, 25 Aug. 1902. Five bars. - XXIII: Felix Weingartner. AMusQS. Prob. Lausanne-Ouchy, 1896. Four bars. - XXIV: August Wilhelm. AMusQS. Dresden, 17 May 1890. Three bars. - XXV: Emanuel Wirth. AMusQS. Berlin, 22 Oct. 1890. Four bars from "Fuge a/d Quartett Cdur op. 59 von L. van Beethoven". 16 other entries remain unidentified.
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Napoléon I, Emperor of the French (1769-1821).
Printed naval patent signed ("Np"). Le palais des Tuileries [Paris], 25 March 1813.
490 x 350 mm. Blank form. Naval patent for an unidentified American boat, counter-signed by trade secretary Jean-Baptiste Henry Collin (1776-1837), state secretary Pierre Antoine Noël Bruno comte Daru (1767-1829), naval secretary Denis Decrès (1761-1820), and the director general of customs. Fine document from the age of the Napoleonic Wars, when the English army had occupied the Iberian Peninsula, fighting against Napoléon's troops, and field marshal Wellington was about to commence his final (and ultimately successful) attack. The present letter patent was issued by the French consul in Charlestown, New York, Boston or Baltimore and permitted American ships to move more or less freely toward France. The British warships were blocking the U.S. ports and obstructing American trade with France - one of the causes for the War of 1812, not resolved until December 1814. - Large reinforced tears to folds; slight edge damage, otherwise in good condition. Left edge trimmed, touching the printed text of the counter-leaf.
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Napoléon I, Emperor of the French (1769-1821).
Draft for a letter with several autograph corrections. Paris, 20 ventôse 13 (March 11, 1805).
4to. ½ p. Rare draft for a letter to his Minister of Finances, Charles Gaudin (1756-1841), asking for more information about aid to the veterans of Piedmont as they would soon be his subjects in the newly created Kingdom of Italy: "Monsieur Gaudin, je vous renvoie vos états sur les biens des camps de vétérans en Piémont. Je désire que vous me fassiez un rapport d'une page, qui me fasse connaitre 'la loi a affecté' la quotité des biens que la loi a affectés aux camps de vétérans dans la 27è division militaire, combien il y en a déjà de désignées pour ce service et ce qu'il y manque" [Mister Gaudin, I return your budget of the assets of the veterans' camps in Piedmont to you. I want you to compile a one page report for me that informs me 'the law has affected' the share of the assets that the law has affected in the veterans' camps of the 27th military division, how many have already been appointed for this service and what it lacks"]. - Because of the many corrections the letter was never signed or sent. Every line has been partly crossed out or modified by the Emperor. - Napoleon's coronation as Emperor of the French had only taken place three months prior at which occasion the deputies of the Italian Republic officially offered the crown of Italy to him. On March 17, 1805 the political transformation of the Italian Republic to the Kingdom of Italy (1805-1814) was put into effect. The letter to Charles Gaudin relates to this process as Napoleon wanted to be fully informed about the financial obligations to the veterans of Piedmont, his new subjects.
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[Napoléon I.]. - Colonna-Walewski, Alexandre Graf von, Staatsmann (1810-1868).
Eigenh. Vermerk mit Paraphe ("A"). Wohl Paris, Mai 1862.
Vier Zeilen auf 2 SS. Folio. In Bleistift auf einem Zensurbogen von Hervé's Revue "Les Amants de la dame de pique" (1861); die insgesamt zwei Rapporte, zu denen Graf Colonna-Walewski sich hier äußert, sind unterzeichnet von insgesamt vier Zensoren, darunter Victor Hallays-Dabot (1824-1890), dem Verfasser der "Histoire De La Censure Theatrale En France" (1862). - Alexandre Graf von Colonna-Walewski war ein außerehelicher Sohn Napoleons I. und der Gräfin Maria von Walewska. - Gefaltet.
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[Napoleonica].
"Anschlag an Napoleons Grabe". Zeitgenöss. Manuskript in deutscher Sprache. O. O. u. D.
1 S. Qu.-kl.-4to. "Zuerst müßt ihr vor allem tausend Schedeln | Der Vaterländischen von ihm erschlagnen Edeln | Ein prächtiges Denkmal bauen. | In dessen Mitte groß in Stein gehauen, | Der größte Tieger mit gekröntem Haupt | In seinen Klauen ein Lamm, nach dem sein Blutdurst schnaubt. | Last läsig an der Knochenwand im schauervollen Kreise, | Vom Wittwenmark, und ausgeprestem Schweise, | Zehntausend düstre Lampen brennen. | So wird die Nachwelt ihn schon ohne Inschrift kennen".
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[Napoleonica].
"Napoleons Beichte" und "Tänze Napoleons". Zeitgenöss. Manuskript in deutscher Sprache. O. O. u. D. [nach 1813].
8 SS. auf 4 Bll. 4to. Wohl humoristisch zu verstehender Bericht über eine fiktive Beichte des französischen Kaisers: "Ich beichte und bekenne daß ich seit meinem Kadetstande in Lion das letztemahl bey der beichte war, daß ich als Consul und General in Italien gelogen und betrogen, zu Egipten meine Religion verleignet, in Deutschland als Kayser die Kirchen bestohlen. Den Papst seine Länder beraubt und halte ihn als Geisl, in Östreich habe ich Ehebruch begangen Unschuld verführet und geschändet; in Spanien den König und seinen Söhnen dem Volke beraubt, die Krone mit Gewalt genohmen und geblindert [d. i. geplündert]. In Russland verlohr ich durch des Teufels Verblendung eine Armeé, ergriff die Flucht und wurde dabey ein Mordbrenner [...]". - Auf diesen knapp vierseitigen Text sieben Strophen zu je acht Zeilen umfassende Gedicht "Tänze Napoleons": "Napoleon der große Mann! | So klein er sonst im Ganzen, | Kamm [!] auch die seltne Laun an, | Mit Rußland eine zu danzen [!] [...]". - Am letzten Blatt finden sich einige Notizen von Napoleons Daten. - Etwas angestaubt und fleckig und mit kleinen Randläsuren.
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[Napoleonica].
"Napoleons Schreiben an die Deputirten Franckreichs". Zeitgenöss. Manuskript in deutscher Sprache. O. O. u. D.
1 S. Qu.-kl.-4to. Wohl fiktiver und humoristisch zu verstehender Bericht über den günstigen Absatz französischer Erzeugnisse auf der Leipziger Michaelismesse, die tatsächlich von erheblicher Bedeutung für den Absatz Lyoner Seidenwaren nach Ost- und Südosteuropa war: "Ich berichte Ihnen meine Herren! daß die Leipziger Michaelsmesse für mich sehr günstig ausfiel - indem ich alle Waaren so gut angebracht habe, daß mir davon nichts als die Muster übrig blieben. Die österreichische-Russische-Preußische und Schwedische Kaufleute kamen in solcher Mänge - daß sie sogar die deutschen Waaren für französische na[h]men. Daher bin ich gezwungen meine Herren! Sie zu ersuchen so viel als möglich französische Waaren aufzubringen - und mir aufs schnellste nachzusenden - indem ich Hof[f]nung habe, selbe auf der Franckfurter Messe wieder anzubringen - denn die Kaufleute folgen mir auf dem Fuße nach [...]".
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Natalia Chesco, Königin von Serbien (1859-1941).
Portraitphotographie mit U. O. O. u. D.
170:113 mm. ¾-Portrait en face aus dem Atelier des K.K. Hofphotographen J. Lewy, Wien, mit dessen gedr. Signet am unteren Rand des Trägerkartons. Die Bildseite signiert. - Alte Montagespuren auf der Verso-Seite.
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Nefftzer, Auguste, Journalist (1820-1876).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 19. IX. 1864.
2½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An den namentlich nicht genannten Philosophen und Theologen David Friedrich Strauß (1808-74), dessen "Leben Jesu" Nefftzer zusammen mit Charles Dollfus ins Französische übersetzt hatte: "Die Angabe der deutschen Blätter war irrig, und es ist mir leid, daß Sie nur einen einzigen Augenblick haben denken können auf solche indirekte Weise von dem Erscheinen der Uebersetzung Kenntniß zu erlangen. Sie hatten das beste Recht auf das erste Exemplar und werden es wohl Ende dieses Monats [...] erhalten". - Nefftzer hatte 1857 zusammen mit Dollfus die "Revue germanique" gegründet, war seit 1858 für Emile de Girardins "Presse" tätig und gründete 1861 mit "Temps" ein Blatt, das sich innerhalb der liberalen Presse eine besondere Position zu erringen wußte. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Temps".
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Nesselrode, Karl Robert Graf von, russischer Diplomat, Außenminister und Kanzler (1780-1862).
Eigenh. Schreiben. Paris, Mai 1814.
½ S. 8vo. "Le secretaire d'Etat Comte de Nesselrode a l'honeur de prévenir Monsieur le Comte de Majeau qu'il sera bien aimer de le revoir demain Dimanche à midi".
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Nieberding, Rudolf Arnold, Jurist und Politiker (1838-1912).
Eigenh. Brief mit U. ("Nieberding"). Berlin, 4. II. 1889.
2½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Die an das Reichsamt des Innern eingereichten Liquidationen werden in den nächsten Tagen zur Anweisung gelangen. Ihrem Wunsche wegen Mittheilung eines Exemplars der fraglichen Publikation kann ich zu meinem lebhaftesten Bedauern nicht entsprechen. Der Grund liegt nicht in dem Kostenpunkte, der bei dem sehr billig bemessenen Preise für uns an sich keine Rolle spielen würde. Er liegt nur darin, daß wir im Reichsamt des Innern über die Publikation gar nicht verfügen, sondern die Exemplare, welche wir brauchen, selbst von der Reichsdruckerei kaufen müßten. Gekaufte Exemplare können wir aber nicht ausgeben, daran hindert uns die Kontrolle des Rechnungshofes [...]".
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[Grasel, Johann Georg, Austrian brigand (1790-1818)].
"Chronologischer Ausweis uiber die von dem am 19. November 1815 im Wirtshause zu Martersdorf bei Horn gefänglich eingezogenen berüchtigten Räuber Johann Georg Grasel verübten [...] 202 Verbrechen". Vienna, 7 Dec. 1816.
Folio. German manuscript on paper. 14 pp. on 8 ff. Sewn. Detailed table of the places, times, and circumstances of the 202 crimes committed by the notorious bandit Johann Georg Grasel, who terrorized Lower Austria's Waldviertel region in the early 19th century. An archival copy for the records prepared by Georg Vinzenz Höllinger, staff auditor with the Lower Austrian General Military Command. - Grasel committed 194 of his crimes "while still a civilian", while "the last 8 thefts were committed in the character of a soldier". The vast majority of his crimes, the first of which was committed in Raabs an der Thaya on 17 March 1806, were thefts, but the list also includes a few robberies and manslaughters. The last entry is dated 10 November 1815: a theft perpetrated in Echsenbach. - Increasingly taking to drink, Grasel was finally captured through a plot in which he was drugged with opium. The principal reason for the death sentence which was finally carried out on 31 January 1818 was the crime listed here as No. 148: "Robbery with manslaughter or respectively with murder", perpetrated in Zwettl on 18 May 1814. - Old record registration "1815-13-81". In excellent state of preservation.
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[Grasel, Johann Georg, Austrian brigand (1790-1818)].
"Verzeichnis all derjenigen mittel und unmittelbaren Theilnehmer an den Verbrechen des Raubmörders Georg Grasel". Drosendorf, Criminal Court, 24 Oct. 1815.
Folio. German manuscript on paper. Title and 10 pp. on 6 ff. Sewn. A table naming and describing all the 61 accomplices of the legendary bandit Johann Georg Grasl who terrorized Lower Austria's Waldviertel region in the early 19th century, prepared by the criminal court official Schopf shortly before the fugitive's arrest on 19 November 1815. The list notes the real names (if known) and nicknames, along with brief but often colourful signalment. Accomplices thus described include not only a significant portion of Grasel's own family, but also Theresia "Resel" Hamberger, "the mistress of the robber chief Grassl, a very brazen person", and her uncle Johann: "23 years old, of short stature, short brown hair, like eyebrows, no beard, small face, pointy chin, longish nose, pockmarked face, speaks German, a very rakish fellow who has taken part in many of Grassl's crimes". A girl known as "Dog's Soup" (real name unknown) is described as a "young hussy with a scarred face who supports herself by begging"; a similarly nameless carriage driver from Weitersfeld is indicted for having given Grassl lodging; Isaac Stern, a "Jew from Bernschlag", is accused of having "knowingly bought stolen goods", while a tailor from Stalleck "is accused of fraud". - Grasel, who began his career with petty thieveries and ended with robbery and murder, increasingly took to drink and was finally captured through a plot in which he was drugged with opium at an inn. He was publicly hanged in Vienna on 31 January 1818, his last words supposedly being, "Jesus, what a crowd!". - A fascinating police signalment of Lower Austria's poverty-ridden criminal underworld in the early 19th century.
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Nicholas I, Czar of Russia (1796-1855).
Document signed. St. Petersburg, 1 Jan. 1832.
Folio. 1 p. Together with a lithographic portrait, framed and glazed (485 x 785 mm). Bestowal of the Order of St. Anna (2nd class) on Count Mikhail Aleksandrovich Korsakov (1794-1869), who had distinguished himself in combating the cholera epidemic. The lithographed portrait shows the oath of Crown Prince Nikolai Alexandrovich Romanov (later Nicholas II) after having come of age.
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