|
|
|
Garnier, Joseph, économiste important, secrétaire perpétuel de la Société d'économie politique (1813-1881).
Lettre autographe signée. Paris, 29. VII. 1879.
1p In-8 (9 lignes). Rare lettre, à en-tête de la société d'économie politique à son cher collègue (Alfred de Foville). Il demande à son correspondant les chiffres les plus récents de la production aurifère et argentifère. Lettre collée sur un papier épais. Alfred de Foville était chef du bureau de statistique et de législation comparée du ministère des finances de 1873 à 1893. - Rare Ancienne collection de Foville.
|
|
|
Gauster, Moritz, Mediziner (1828-1895).
Visitenkarte mit eigenh. Widmung. O. O. u. D.
60 x 98 mm. "beehrt sich, herzlichen Dank für die freundlichen Glückwünsche zu senden, bittet ihn auch den Herrn Ministerialrathe achtungsvoll zu empfehlen […]".
|
|
|
Gersuny, Robert, Chirurg (1844-1924).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. IV. 1895.
2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "In der rastlosen Plage des Berufs komme ich erst heute dazu, Ihnen meine wärmsten Glückwünsche zu sagen, dass Ihre Frau Tochter einen so tüchtigen und verlässlichen Schwiegersohn in Ihr Haus bringt. Möge mit ihm die Freude bei Ihnen Einkehr halten […]". - Gersuny wirkte von 1880 bis 1893 als Primarchirurg am Karolinenkinderspital und wurde 1882 Primarius am Rudolfinerhaus, dessen Gesamtleitung er 1894 übernahm. Gersuny befaßte sich vorwiegend mit plastischer Chirurgie und erfand eine Reihe chirurgischer und gynäkologischer Operationsmethoden.
|
|
|
Gersuny, Robert, Chirurg (1844-1924).
Visitenkarte mit eigenh. Widmung und U. Wien, 19. I. 1914.
60 x 100 mm. "Herzlichen Dank und Gruss [...]" an einen namentlich nicht genannten Adressaten. - Gersuny wirkte von 1880 bis 1893 als Primarchirurg am Karolinenkinderspital und wurde 1882 Primarius am Rudolfinerhaus, dessen Gesamtleitung er 1894 übernahm. Gersuny befaßte sich vorwiegend mit plastischer Chirurgie und erfand eine Reihe chirurgischer und gynäkologischer Operationsmethoden.
|
|
|
Gersuny, Robert, Chirurg (1844-1924).
Visitenkarte mit eigenh. Widmung und U. Wien, 22. XII. 1909.
60 x 100 mm. Mit eh. Umschlag. An Frau Hedwig Czermak: "[...] sagt herzlichen Dank und sendet hochachtungsvolle Grüsse". - Gersuny wirkte von 1880 bis 1893 als Primarchirurg am Karolinenkinderspital und wurde 1882 Primarius am Rudolfinerhaus, dessen Gesamtleitung er 1894 übernahm. Gersuny befaßte sich vorwiegend mit plastischer Chirurgie und erfand eine Reihe chirurgischer und gynäkologischer Operationsmethoden.
|
|
|
Gillet, Louis, historien (1876-1943).
Lettre autographe signée. Chaalis, 15. IV. 1922.
3p½ In-8 (45 lignes environ). Il écrit à Robert Refoulé (non mentionné sur la lettre) pour répondre à sa proposition de conférence à Orléans. Il serait enchanté de retourner à Orléans. Il lui donne la période qu'il préfèrerait, entre le 10 et 20 mai, après les salons. Il propose une conférence sur l'impératrice Eugénie, sujet actuel car il y a en même temps deux expositions sur le Second Empire à Paris. Il propose aussi Rodin, mais c'est une conférence plus technique. Il dit son prix "cinq cents francs et [son] billet de chemin de fer". - Ancienne collection de Foville.
|
|
|
Gillet, Louis, historien (1876-1943).
Lettre autographe signée. [Paris], 2. V. 1922.
1p In-8 (10 lignes environ). Il écrit à Robert Refoulé (non mentionné sur la lettre) pour dire que lui et () seront à sa conférence le 16. Il demande les renseignements nécessaires pour s'y rendre. - Ancienne collection de Foville.
|
|
|
Gillet, Louis, historien (1876-1943).
Lettre autographe signée. S. l., 9. VI. 1926.
1p In-12 (15 lignes environ). Il écrit à Robert Refoulé. Il sera heureux de le revoir mais ne pourra pas lui être utile car il n'est "plus à la page" "sur ce qui touche l'Angleterre et l'Allemagne". Il reste néanmoins toujours à sa disposition. - Ancienne collection de Foville.
|
|
|
Gillet, Louis, historien (1876-1943).
Lettre autographe signée. Chaalis, 30. III. 1923.
1p½ In-8 (20 lignes environ). Il écrit à Robert Refoulé (non mentionné sur la lettre) pour répondre à sa recherche en signalant deux articles de Ch. Saunier, parus en 190 "dans la Gazette des Beaux-Arts". Il demande où en est le projet d'exposition de M. Auguste dont lui a parlé M. [Jules] Banchereau. Il lui demande aussi de faire ses amitiés à Banchereau et [l'abbé Georges] Chenesseau. - Ancienne collection de Foville.
|
|
|
Gjorgjevic, Vladan, Mediziner und Politiker (1844-1930).
Eigenh. Brief mit U. Belgrad, 24. VII. 1883.
1½ SS. 8vo. "[...] ersuche ich um die baldmöglichste Zusendung folgender zwei älterer Schriften welche mir dringend nothwendig sind für eine Studie: Thal Eman. Serbiens Neuzeit in geschichtl. Polit. Topogr. Statist. Und culturhistor. Hinsicht dargestellt. Leipzig & Wien. 1840. Ernst Ant. Quitzmann, Reisebriefe aus Ungarn, dem Banat, Siebenbürgen, den Donaufürstenthümern, der Europäischen Türkei und Griechenland. Stuttgart. 1850 [...]". - 1872 gründete Gjorgjevic den Verband Serbischer Ärzte (serb. Srpsko lekarsko društvo), 1873 wurde er Leibarzt des Fürsten Milan Obrenovic und 1876 gehörte er zu den Mitbegründern des serbischen Roten Kreuzes. Seit 1877 war er Oberkommandierender des gesamten Sanitätswesens der serbischen Armee. In dieser Funktion leitete Gjorgjevic nach dem Krieg weitgehende Reformen der medizinischen Versorgung im Heer ein. 1885/86 nahm er am Serbisch-Bulgarischen Krieg teil. Seit 1888 war er korrespondierendes, seit 1892 ordentliches Mitglied der Serbischen Akademie der Wissenschaften.
|
|
|
Gnesda, Max, Mediziner (1868-1948).
Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.
64 x 105 mm. "Bittet seine besten Glückwünsche zum Hofrath entgegen zu nehmen".
|
|
|
Gottschick, Johannes, Theologe (1847-1907).
Eigenh. Postkarte mit U. [Gießen, 1885].
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. An die Braumüllersche Buchhandlung in Wien mit der Mitteilung, daß er sein Versprechen, eine Rezension von Karl Werners "Die Scholastik des späteren Mittelalters. Johannes Duns Scotus", das 1881 bei Braumüller erschienen war, zu verfassen, zurückzuziehen sich genötigt sah und daher um Mitteilung über den Preis desselben ersuche, den er umgehend der "Historischen Zeitschrift" erstatten werde. - Der aus Rochau (Kr. Stendal) gebürtige Theologe war ein überzeugter Anhänger der Lehre von Albrecht Ritschl, verfocht einerseits die historisch-kritische Analyse der Bibel und war andererseits Wegbereiter von der theologischen Wissenschaft zur kirchlichen Praxis. "Gottschicks zentrales Werk war 'Die Kirchlichkeit der sogenannten kirchlichen Theologie' (1890). Er gründete 1891 die 'Zeitschrift für Theologie und Kirche', die er bis 1906 herausgab" (DBE).
|
|
|
Grabowsky, Adolf, Politikwissenschaftler (1880-1969).
Ms. Postkarte mit eigenh. U. Berlin, 3. IX. 1931.
1 S. Qu.-8vo. Ms. adressiert. "Nehmen Sie meinen verbindlichsten Dank für die sehr liebenswürdigen Glückwünsche zu meinem Geburtstag. Ich habe mich über diese Aufmerksamkeit sehr gefreut".
|
|
|
Gregorovius, Johann Adam, German philosopher and law professor (1681-1749).
Autograph quotation signed. Königsberg, 3 Jan. 1737.
Oblong 8vo. 1 p. Two Latin verses (from Ovid's Epistulae and Owen's Epigrams) which illuminate the paradoxical situation of the stranger caught between the pull of his old country and that of his new one: "Nescio, qua natale solum dulcedine cunctos / definet, immemores non sinit esse sui" (Ovid, Epistolae ex Ponto I, 3, 35); "Illa mihi patria est, ubi pascor, non ubi nascor; / Illa, ubi notus eram; non, ubi natus eram". - Johann Gregorovius taught international and natural law at the University of Königsberg since 1717. - Old number in the upper right corner; slight worming to lower margin.
|
|
|
Greuter, Josef, Politiker und Priester (1817-1888).
Eigenh. Brief mit U. Innsbruck, 4. I. 1871.
4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. An eine namentlich nicht genannte Exzellenz: "Mitten in den allgemeinen Jubelruf des tirolischen Volkes über die beglückende Anwesenheit Sr. apostolischen Majestät des Kaisers scheint sich ein sehr tief einschneidender Mißton einzumischen. So wie ich heute erfahre, hat die h. Statthalterei eine rein religiöse Congregation der Studierenden am hiesigen Obergymnasium als eine[n] unerlaubten Verein erklärt [...]", weswegen er darum ersuche höheren Orts für eine Bewilligung der Veranstaltung einzukommen. - Josef Greuter war Präsident des katholischen Volksvereins und wurde 1867 als Abgeordneter in den Tiroler Landtag und den österreichischen Reichstag gewählt. "Als Gegner der Liberalen bekämpfte er die Aufhebung des Konkordats und das Reichsvolksschulgesetz von 1869, das das gesamte Unterrichts- und Schulwesen der staatlichen Leitung und Aufsicht unterstellte. Greuter war Ehrenbürger von mehr als 300 Tiroler Gemeinden" (DBE).
|
|
|
Groër, Franciszek, Pädiater (1887-1965).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 21. VI. 1917.
1 S. 4to. Spricht Glückwünsche bezüglich einer Auszeichnung an einen namentlich nicht genannten Hofrat aus (wohl Josef Wiesel zu seiner Ernennung zum Vorstand der 1. Medizin. Abteilung im Kaiser-Franz-Joseph-Spital). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der k. k. Universitäts-Kinderklinik, Wien.
|
|
|
Grossmann, Christian Gottlob Leberecht, Theologe (1783-1857).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 26. VIII. 1843.
1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen Oberpostdirektor: "Wenn ich von Ihrem gütigen Anerbieten, einen Brief von mir nach diese Woche an unsern Tischendorf nach Florenz mit befördern zu wollen, zur Zeit noch keinen Gebrauch gemacht habe, so liegt der Grund davon lediglich in den Abhaltungen, die sich gleich nach meiner Rückkehr so gehäuft haben, daß ich bis heute noch nicht zum Schreiben gekommen bin. Ich bitte daher recht angelegentlich nur noch um Aufschub eines einzigen Tages [...]". - Christian Großmann war Pfarrer an der Thomaskirche, Superintendent, Konsistorialassessor und Prof. der Theologie in Leipzig. "Als Kirchenpolitiker engagierte sich Großmann vor allem für die Einführung der Synodalverfassung in Sachsen. Seit 1833 Mitglied des sächsischen Landtags, wirkte er an der Schulgesetzgebung mit, bekämpfte die Todesstrafe und befürwortete religiöse Mischehen. Großmann veröffentlichte u. a. 'Die kirchliche Bewegung der Gegenwart als Zeichen der Zeit für die evangelische Kirche' (1845). Von nachhaltiger Bedeutung war seine Gründung des Gustav-Adolf-Vereins, eines Diasporahilfswerks für evangelische Gemeinden" (DBE).
|
|
|
Gruber, Max von, Bakteriologe (1853-1927).
Eigenh. Postkarte mit U. [Wien], 1. II. 1899.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An seinen Kollegen, den Mediziner Richard Kretz (1865-1920): "Ich werde Ihrer freundl. Einladung morgen folgen u. etwa um 11 h zu Ihnen kommen […]". - Gruber, der 1908 persönlich geadelt wurde, hatte maßgebend Anteil an der Entwicklung der modernen Hygiene, war an der Sanitätsgesetzgebung Österreichs und Bayerns beteiligt und beschäftigte sich mit Fragen der Jugenderziehung, Schulhygiene, Alkoholismus, Prostitution und Städtesanierung. Auf dem Gebiet der Bakteriologie und Immunitätsforschung entdeckte er die spezifische Agglutination der Typhusbakterien durch das Typhusserum (zusammen mit Durham 1896 veröffentlicht). - Mehrere Faltspuren.
|
|
|
Grüneisen, Karl von, Theologe (1802-1878).
Eigenh. Brief mit U. Wildbad, 2. VIII. 1875.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Sie haben mich durch die so eben über Stuttgart eingetroffene Kreuzbandsendung Innigste erfreut und ich beeile mich dafür den aufrichtigsten Dank auszusprechen [...]". - Karl von Grüneisen war Präsident der deutschen evangelischen Kirchenkonferenz, verfaßte geistliche Lyrik sowie kunsthistorische Schriften und war seit 1857 Vorsitzender des "Vereins für christliche Kunst in der evangelischen Kirche Württembergs"; von 1858 bis 1877 war Grüneisen als Mitherausgeber und Redakteur des Stuttgarter "Christlichen Kunstblatts für Kirche, Schule und Haus" tätig. Vgl. DBE.
|
|
|
Grüneisen, Karl von, Theologe (1802-1878).
Eigenh. Brief mit U. Stuttgart, 12. V. 1889.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Obermedizinalrat Brandes: "Ew, Hochwohlgeboren wollen mir erlauben, in Erinnerung Ihres früheren Wohlwollens ein paar Frage oder Bitten um gütigen Bescheid an Sie zu richten [...]", darunter die einer Reproduktion einer Photos einer Bildhauerarbeit in dem von ihm gemeinsam mit Karl Schnaase, Julius Schnorr von Carolsfeld herausgegebenen "Christlichen Kunstblatt". - Karl von Grüneisen war Präsident der deutschen evangelischen Kirchenkonferenz, verfaßte geistliche Lyrik sowie kunsthistorische Schriften und war seit 1857 Vorsitzender des "Vereins für christliche Kunst in der evangelischen Kirche Württembergs"; von 1858 bis 1877 war Grüneisen als Mitherausgeber und Redakteur des Stuttgarter "Christlichen Kunstblatts für Kirche, Schule und Haus" tätig.
|
|
|
Gruscha, Anton Josef Kardinal, Erzbischof von Wien (1820-1911).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 23. XII. 1871.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Gestatten Sie mir, zugleich mit meinem innigsten Danke für die edle Spende [...] meine aufrichtigsten Glück- und Segenswünsche zu den Hl. Festtagen übersenden zu dürfen. Und weil ich nicht in der Lage war, dem geehrten Ansuchen bezüglich der Trauung Ihrer werthen Eulalie entsprechen zu können, so erlauben Sie mir in Ihre Hände eine kleine Weihegabe - das Hl. Christkind in Blumen, die gepflückt wurden im Heil. Lande, für die verehrte junge Frau legen zu dürfen [...]". - Etwas angestaubt und gebräunt und mit kleinen Randläsuren.
|
|
|
Gruscha, Anton Josef Kardinal, Erzbischof von Wien (1820-1911).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 4. I. 1907.
1 S. Qu.-kl.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Danke verbindlich für die gütigen Glückwünsche und die schätzenswerthe Fotografie Ihres geehrten Herrn Bruders und sende beste Segenswünsche zum Einzuge des Jahres [...]". - Mit gepr. Vignette.
|
|
|
Gruscha, Anton Josef Kardinal, Erzbischof von Wien (1820-1911).
Eigenh. Visitenkarte. O. O., "Neujahr 1882".
2 SS. Visitkartenformat. "Nehmen auch Sie meine herzlichen Glück- und Segenswünsche zum Jahreswechsel gütig entgegen [...]".
|
|
|
Gruson, Johann Philipp, Mathematiker (1768-1857).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 9. VI. 1825.
1 S. 4to. Mit eh. Adresse. An Herrn Oberlehrer Engel in Duisburg: "[...] Traurig & für mich immer noch sehr schmerzhafte Verluste (meine einzige Schwester u. mein einziger Sohn) haben mich fast jeder Lebensfreude entfremdet, dazu gesellte sich leider der Verlust unseres Vermögens [...]". - Johann Philipp Gruson war Professor für Mathematik im Kadettenkorps, an der Bauakademie und später an der Friedrich-Wilhelms-Universität; 1817 nahm er die Stelle des Mathematikers am dortigen Collège Français an, wo er bis zu seiner Verabschiedung 1833 tätig war. Gruson veröffentlichte Logarithmentafeln, trigonometrische Tafeln und Währungsumrechnungstabellen, erfand Rechenstäbe für die vier Grundrechenarten und reformierte den Mathematikunterricht. - Mit zwei größeren Randausrissen von Siegelöffnung (Buchstabenverlust in einigen Zeilen).
|
|
|
Güdemann, Moritz, Theologe (1835-1918).
Visitenkarte mit eigenh. Widmung und U. Wohl Wien, 10. XII. 1912.
1 S. Visitkartenformat. Ober-Rabbiner Dr. M. Güdemann (dies gedruckt) "wünscht Ihnen auf gut Italienisch Masel tow!" - Seit 1862 als Rabbiner in Magdeburg, seit 1866 auch in Wien tätig, hatte Güdemann seit Ende der 60er die provisorische Leitung des Bet Din inne, wurde 1894 als Nachfolger Adolph Jellineks Oberrabbiner von Wien und übte dieses Amt bis zu seinem Tod aus. Er veröffentlichte u. a. eine "Geschichte des Erziehungswesens und der Kultur der abendländischen Juden" eine "Jüdische Apologetik", die sich gegen den akademischen Antisemitismus richtete.
|
|
|
Gussenbauer, Carl, Chirurg (1842-1903).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 13. IV. 1896.
80 x 115 mm. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Was bleibt mir Anderes übrig als Dir zu danken, nachdem Du mir auch zu dem meuchlerischen Überfall gratulierst. Er ist geschehen, ich kann ihn nicht mehr abwedeln und muss ihn ertragen". - 1894 übernahm Gussenbauer, seit 1888 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, die Nachfolge Billroths an der II. Chirurgischen Universitätsklinik in Wien, deren Leitung er bis zu seinem Tod innehatte. 1894 leitete er als erster Ausländer den Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie in Berlin. - Auf Briefkarte mit gedr. Briefkopf.
|
|
|
Haeckel, Ernst, German biologist (1834-1919).
Autograph quotation signed. N. p. o. d.
Large 8vo. ½ p. Dedicated to "Herrn Professor | Dr. Karl Heider | Director des Zoologischen Instituts in Innsbruck | hochachtungsvoll | Ernst Haeckel". - Lower margin slightly spotty and small tear in the centerfold.
|
|
|
Haeser, Heinrich, Mediziner (1811-1885).
Eigenh. Brief mit U. Jena, 26. X. 1840.
3 SS. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Euer Hochwohlgeb. hocherfreuliche Geneigtheit, sich den Mitarbeitern des Archivs thätig anzuschließen, kann mich nur mit dem innigsten Danke und mit der festen Hoffnung erfüllen, dass diese Gewähr für den Fortgang eines lediglich im Sinn der Wissenschaft unternommenen Werkes Bürgschaft leistet. Ich werthe Ihre gütige Zusage um so dankbarer, als ich die Opfer kenne, mit denen dieselbe für eure Hochwohlgeboren verbunden sind. Wenn mich aber Euer Hochwohlgeb. auffordern, unter den vorgeschlagenen biographischen Abhandlungen eine Wahl zu treffen, so muss ich ergebenst bitten, sich gütigst überzeugt halten zu wollen, dass jede Arbeit Ihrer Feder den Anschein zur höchsten Zierde gereichen wird. Besonders gilt dies auch von der gütigst zugesagten Recension von Ermetins anecdota, die mir ebenfalls schon zugekommen sind. Hocherfreut bin ich über die Nachricht, dass die 'Bücherkunde' neu gedruckt wird […]". - Haeser habilitierte sich 1836 in Jena für Medizin und wurde nach mehrjähriger Praxis an der dortigen Poliklinik 1839 a.o., 1846 o. Professor. Neben seiner Lehrtätigkeit widmete er sich der Herausgabe des "Archivs für die gesammte Medicin", dem er von 1840 bis 1842 ein "Repertorium für die gesammte Medicin" beifügte. - Mit Einrissen an den Rändern.
|
|
|
Hahn, Otto, German chemist and Nobel laureate (1879-1968).
Autograph letter signed. Werwick (Belgium), 22 Feb. 1915.
8vo. 1 p. With autogr. address. To his wife Edith, reporting on recent events in his regiment, including false information about the Winter Battle of the Masurian Lakes at Augustow: "Jetzt sind wir schon seit ein paar Tagen hier und freuen uns, mal wieder was anderes zu sehen und zu hören. Es sind eine ganze Reihe studierter Leute hier und es bedarf durchaus keiner grossen Kenntnisse um die Sachen zu machen. Aber ein paar Wochen wird es wohl dauern, das macht ja aber nichts, denn irgend welche anstrengende Tätigkeit haben wir nicht. Heute Mittag wurde uns hier der grosse Sieg bei Augustow mit den 100.000 Russen gemeldet. Statt 1 kommandierender General und 3 Divisionskommandeuren war irrtümlich von 11 K. Gen. und 33 Divisionskommandeure gedrahtet worden. Ungeheurer Jubel hier, Fahnen wurden herausgeholt, soweit vorhanden und vor allem mussten die Glocken geläutet werden. Da nun gerade englische Gefangene in der Kirche lagen, so wurden diese zum Läuten kommandiert. Die armen engl. boys mussten nun die Niederlage ihrer Bundesgenossen beläuten, auch keine angenehme Tätigkeit [...]".
|
|
|
Hajek, Markus, Laryngologe (1861-1941).
Eigenh. Visitenkarte. Wien, 21. XII. 1928.
1 S. Visitkartenformat. Kondoliert einer namentlich nicht genannten Adressation zum Ableben von deren Gatten. - Markus Hajek war kurze Zeit interimistischer Nachfolger Johann Schnitzlers als Direktor der Poliklinik, habilitierte sich 1898 und gab im Jahr darauf ein Lehrbuch der "Pathologie und Therapie der entzündlichen Erkrankungen der Nebenhöhlen der Nase" heraus; 1912 zum ao. Prof. ernannt, wurde er 1919 als Nachfolger Ottokar Chiaris auf den Lehrstuhl für Kehlkopf- und Nasenerkrankungen berufen.
|
|
|
Halban, Josef, Gynäkologe (1870-1937).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
80 x 160 mm. Auf Rezeptzettel mit gedr. Kopf.
|
|
|
Hales, Stephen, physiologist and physicist (1677-1761).
Autograph letter signed ("Stephen Hales"). Teddington, 25 Dec. 1750.
Large 8vo. 1 p. With autogr. address. To Mr. Joyne "in Lambe Buildinge in the Inner Temple, London": "I heartily condole with you on the unhappy Death of your Brother. These villanies must necessarily increase yearly more + more, while the lower People are made mad by those intoxicating Drams, which by a consummate folly are held in great Profusion to the mouth of the meanest. A temptation well known to be too great to be resisted. As I guess that the tenants will make you some Payments about this Time, And as I have a considerable Sum to pay in London to charitable users, It will save the hazard of carrying money to + fro. [I]f you can make me a payment Soon, at Mr Grimes's next the Star Inne in the Strand over against Hungerford market, where on notice I will leave a Receipt. I am Sir your humble Servant [...]". - The botanist and inventor Hales ist considered one of the pioneers of modern physiology. He also played an important role in the implementation of the 1736 "Gin Act", by which the government imposed a high licence fee and retail tax for gin retailers after the previous years had seen a great increase in alcohol-related maladies, especially among the working classes. - Slight defects professionally restored.
|
|
|
Haller, Albrecht von, Swiss anatomist, naturalist, and poet (1708-1777).
Autograph letter signed ("Haller"). Berne, 14 Oct. 1769.
Small 4to. 2 pp. on bifolium. With autogr. address. To the French pharmacist, physician and chemist Jacob Reinbold Spielmann at Strasbourg, telling him about a book he has just returned by post, about working on his "Bibliotheca Botanica", that he had sent an essay to Göttingen, and that he has received some rare herbal specimens from someone who hiked across the Alps: "Heute ist auf einem Wagen franco für Ew. Hochwohlgebohrnen abgegangen ein Kistchen mit dem kostbaren Chappe, den ich mit Vergnügen gelesen habe, u. für dessen Mittheilung ich höchst verbunden bin. Ich habe nichts gehabt, das ich hätte beifügen können: doch wird nun bald die deutsche Auflage meiner [...] fertig sein. Meine bibliotheca botanica kriecht langsam fort. Nach Göttingen habe ich einen Aufsatz wegen der Futtergräser geschickt, der auch hier herauskommen wird [...] Ein Mann, der über die höchsten Alpen nach Turin gegangen, hat mir einige seltene Kräuter geschickt [...]". - Slightly spotty and traces of folding; small defect on f. 2 from opening the letter (no loss to text).
|
|
|
Hammerschmidt, Hans, Mediziner.
Eigenh. Notiz auf Visitkarte. Wien, 22. VI. 1917.
62 x 112 mm. "Erlaubt sich, ergebenst zur Ernennung Glück zu wünschen". - Hans Hammerschmidt war Direktor-Stellvertreter der k. k. Impfstoffgewinnungsanstalt.
|
|
|
Hanke, Victor, Ophtalmologe (1871-1945).
Eigenh. Postkarte mit U. [Wien], 18. V. 1923.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962): "Zu Ihrer Vermählung bitte ich meine aufrichtigen Glückwünsche entgegenzunehmen […]". - Hanke leitete von 1917 bis 1940 die Augenabteilung der Krankenanstalt Rudolfstiftung. H. beschäftigte sich mit Fragen der Bakteriologie des Auges und der Therapie zahlreicher Augenkrankheiten.
|
|
|
Harnack, Adolf von, German theologian and church historian (1851-1930).
Autograph letter signed ("Prof. v. Harnack"). Berlin, 23 July 1915.
Large 4to. 1 p. on bifolium. To an unnamed recipient, recommending one Dr. Delius.
|
|
|
Harrer, Heinrich, Forschungsreisender und Alpinist (1912-2006).
2 eigenh. Briefkarten mit U. O. O., 1973.
Zusammen (1+1¼ =) 2¼ SS. auf 2 Bll. Qu.-8vo. An [Heinz H.] Hausner: "Bei der Tib. Schrift handelt es sich um eine Seite aus einem Gebetbuch. Es ist ein kurzes geschlossenes Gebet, das man dauernd wiederholt um eine höhere Wiedergeburt zu erlangen [...]" (24. September 1973). - Harrer gelang 1938 die Erstdurchkletterung der Eiger-Nordwand, 1939 führten ihn Erkundungsexpedition zum Nanga Parbat; im Zweiten Weltkrieg in Indien interniert und nach Tibet geflohen, lebte er bis 1951 in Lhasa. Die österreichische Bergsteigerlegende und der persönliche Freund des Dalai Lama unternahm in den fünfziger und frühen sechziger Jahren zahlreiche Expeditionen (Anden-, Alaska-, Ruwenzori- und Neuguinea-Expedition). Ihm zu Ehren wurde 1982 das H.-Harrer-Museum in Hüttenberg eingerichtet, 1995 wurde er mit dem Österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. - Jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
|
|
|
Hase, Karl von, evangelischer Theologe (1800-1890).
Portraitphotographie mit eigenh. U. Jena, 28. I. 1881.
85:52 mm. Brustbild en face im ¾-Profil. - Karl von Hase war Professor der Theologie an der Universität Jena und Verfasser "außerordentlich erfolgreicher theologischer Lehrbücher". "Hase trat unter Pseudonym als Politiker auf, war Mitglied des Frankfurter Parlaments und wurde 1883 nobilitiert. Zu seinen Hauptwerken zählen das 'dogmatische Repertorium' 'Hutterus redivivus' (1829), ein 'Handbuch der protestantischen Polemik gegen die römisch-katholische Kirche' (1862) und ein 'Lehrbuch der Kirchengeschichte' (1834)" (DBE).
|
|
|
Hasenöhrl, Friedrich, Austrian physicist (1874-1915).
Autogr. manuscript. Probably Vienna, no date.
4 pp. in-folio and 1½ pp. in-4to. Black ink on paper; several pencil revisions. Discussing (inter alia) Poiseuille's Law and Stokes' Law; apparently penned in connection with Hasenöhrl's hydromechanics lecture (Mechanics II), which Hasenöhrl taught in the summer semesters of 1908, 1911, and 1914; possibly written for or during the concomitant seminar course. Pages 6 and 7 concern the theory of open and stopped pipes. - In his 1933 Nobel Prize acceptance speech, Erwin Schrödinger looked back on the gift of his teacher Hasenöhrl to discuss a subject matter in the lecture hall both extensively and closely: "The lecture cycle, which spanned eight semesters of five periods per week, treated the advanced theories of mechanics as well as the eigenvalue problems of continuum physics with the degree of detail that I would later need dearly - I have never been able to study from books with any ease [... He died in the War], and a feeling tells me that, but for that, it would be he who would be receiving this honor in my place today." In his 1904 treatise "On the Theory of Radiation in Moving Bodies", Hasenöhrl had applied the concept of "electromagnetic mass" to a cavity filled with radiation, arguing that any kind of thermal radiation provides such a body with an apparent increase of mass. This achievement, which makes the connection of energy and mass and - in its most radically compressed form "m = E/c²" - seems to anticipate Einstein's special theory of relativity, won Hasenöhrl the 1905 Haitinger Prize (at Boltzmann's suggestion) and was the basis for his appointment to the Vienna Chair of Physics the following year. In 1905, Einstein generalised Hasenöhrl's equation (which the latter had applied only to cavity radiation) and managed to embed it within an encompassing theory, thus arriving at the iconic "E=mc²" equation (for Hasenöhrl's role in the development of the equation cf. Stephen Boughn's recent article, "Fritz Hasenöhrl and E=mc²", in: The European Physical Journal H 38/1 [Jan. 2013], p. 1-18). Incidentally, Hasenöhrl taught Einstein's theory of relativity in his lectures - a highly uncommon course topic for the time. In 1911, Hasenöhrl participated in the historic first "Conseil Solvay", the invitation-only Brussels conference that united the world's elite of experimental and theoretical physicists to discuss the fundamental problems of their field. Themed "La théorie du rayonnement et les quanta", that first conference tackled the various approaches of classical physics and the emerging quantum theory; among the other participants were Einstein, Marie Curie, Ernest Rutherford, H. A. Lorentz, Wilhelm Wien, Heike Kamerlingh Onnes, and Henri Poincaré. Hasenöhrl also participated in the second Solvay Conference in 1913. - Edges slightly frayed and dusty, otherwise perfect. Of the utmost rarity: Hasenöhrl manuscripts are considered virtually unobtainable; auction records since 1975 list not a single leaf of writing in his hand (in contrast with more than 1000 records for Albert Einstein, more than 100 of which are manuscripts). The Göttingen State Library holds a 17-page transcript of Hasenöhrl's lecture on spherical functions (Cod. Ms. G. Herglotz E 15) in the hand of the student Gustav Herglotz (1881-1953), later professor of Mathematics at Leipzig and Göttingen. The Austrian Central Library of Physics keeps an archive of Hasenöhrl material: a single-box corpus containing mainly photographs, offprints, and photocopies of personal documents, but no manuscripts at all (with the exception of a single page of equations on the reverse of a letter from a bookseller). Several letters by Hasenöhrl are to be found in the personal archives of scholars (e. g., to Prof. Stefan Meyer, in the Archives of the Institute for Radium Research, Austrian Academy of Sciences). Cf. Stephen Boughn, "Fritz Hasenöhrl and E=mc²", in: The European Physical Journal H 38/1 [Jan. 2013], p. 1-18.
|
|
|
Hasenöhrl, Friedrich, Austrian physicist (1874-1915).
Autogr. manuscript: "Bewegung einer starren Kugel in einer compressiblen Flüssigkeit" (Motion of a rigid sphere in a compressible liquid). Probably Vienna, no date.
4to. 7 numbered pp. on two folded bifolia; 1 blank page at the end. Black ink on paper; several pencil revisions. Apparently penned in connection with Hasenöhrl's hydromechanics lecture (Mechanics II), which Hasenöhrl taught in the summer semesters of 1908, 1911, and 1914; possibly written for or during the concomitant seminar course. Pages 6 and 7 concern the theory of open and stopped pipes. - In his 1933 Nobel Prize acceptance speech, Erwin Schrödinger looked back on the gift of his teacher Hasenöhrl to discuss a subject matter in the lecture hall both extensively and closely: "The lecture cycle, which spanned eight semesters of five periods per week, treated the advanced theories of mechanics as well as the eigenvalue problems of continuum physics with the degree of detail that I would later need dearly - I have never been able to study from books with any ease [... He died in the War], and a feeling tells me that, but for that, it would be he who would be receiving this honor in my place today." In his 1904 treatise "On the Theory of Radiation in Moving Bodies", Hasenöhrl had applied the concept of "electromagnetic mass" to a cavity filled with radiation, arguing that any kind of thermal radiation provides such a body with an apparent increase of mass. This achievement, which makes the connection of energy and mass and - in its most radically compressed form "m = E/c²" - seems to anticipate Einstein's special theory of relativity, won Hasenöhrl the 1905 Haitinger Prize (at Boltzmann's suggestion) and was the basis for his appointment to the Vienna Chair of Physics the following year. In 1905, Einstein generalised Hasenöhrl's equation (which the latter had applied only to cavity radiation) and managed to embed it within an encompassing theory, thus arriving at the iconic "E=mc²" equation (for Hasenöhrl's role in the development of the equation cf. Stephen Boughn's recent article, "Fritz Hasenöhrl and E=mc²", in: The European Physical Journal H 38/1 [Jan. 2013], p. 1-18). Incidentally, Hasenöhrl taught Einstein's theory of relativity in his lectures - a highly uncommon course topic for the time. In 1911, Hasenöhrl participated in the historic first "Conseil Solvay", the invitation-only Brussels conference that united the world's elite of experimental and theoretical physicists to discuss the fundamental problems of their field. Themed "La théorie du rayonnement et les quanta", that first conference tackled the various approaches of classical physics and the emerging quantum theory; among the other participants were Einstein, Marie Curie, Ernest Rutherford, H. A. Lorentz, Wilhelm Wien, Heike Kamerlingh Onnes, and Henri Poincaré. Hasenöhrl also participated in the second Solvay Conference in 1913. - Edges slightly frayed and dusty, otherwise perfect. Of the utmost rarity: Hasenöhrl manuscripts are considered virtually unobtainable; auction records since 1975 list not a single leaf of writing in his hand (in contrast with more than 1000 records for Albert Einstein, more than 100 of which are manuscripts). The Göttingen State Library holds a 17-page transcript of Hasenöhrl's lecture on spherical functions (Cod. Ms. G. Herglotz E 15) in the hand of the student Gustav Herglotz (1881-1953), later professor of Mathematics at Leipzig and Göttingen. The Austrian Central Library of Physics keeps an archive of Hasenöhrl material: a single-box corpus containing mainly photographs, offprints, and photocopies of personal documents, but no manuscripts at all (with the exception of a single page of equations on the reverse of a letter from a bookseller). Several letters by Hasenöhrl are to be found in the personal archives of scholars (e. g., to Prof. Stefan Meyer, in the Archives of the Institute for Radium Research, Austrian Academy of Sciences). Cf. Stephen Boughn, "Fritz Hasenöhrl and E=mc²", in: The European Physical Journal H 38/1 [Jan. 2013], p. 1-18.
|
|
|
Hasenöhrl, Friedrich, Austrian physicist (1874-1915).
Autogr. manuscript: "Theorie der offenen Pfeife nach Helmholtz". (Theory of the open pipe according to Helmholtz). Probably Vienna, no date.
4to. 13 numbered pp. on folded bifolia, 3 final blank pp. Black ink on paper; one diagram in the text. Several autogr. revisions and notes in pencil and blue crayon. Apparently penned in connection with Hasenöhrl's hydromechanics lecture (Mechanics II), which Hasenöhrl taught in the summer semesters of 1908, 1911, and 1914; possibly written for or during the concomitant seminar course. Two crayon markings ("1 V" and "2 V") typical for Hasenöhrl's documents show the progress made at each session. - In his 1933 Nobel Prize acceptance speech, Erwin Schrödinger looked back on the gift of his teacher Hasenöhrl to discuss a subject matter in the lecture hall both extensively and closely: "The lecture cycle, which spanned eight semesters of five periods per week, treated the advanced theories of mechanics as well as the eigenvalue problems of continuum physics with the degree of detail that I would later need dearly - I have never been able to study from books with any ease [... He died in the War], and a feeling tells me that, but for that, it would be he who would be receiving this honor in my place today." In his 1904 treatise "On the Theory of Radiation in Moving Bodies", Hasenöhrl had applied the concept of "electromagnetic mass" to a cavity filled with radiation, arguing that any kind of thermal radiation provides such a body with an apparent increase of mass. This achievement, which makes the connection of energy and mass and - in its most radically compressed form "m = E/c²" - seems to anticipate Einstein's special theory of relativity, won Hasenöhrl the 1905 Haitinger Prize (at Boltzmann's suggestion) and was the basis for his appointment to the Vienna Chair of Physics the following year. In 1905, Einstein generalised Hasenöhrl's equation (which the latter had applied only to cavity radiation) and managed to embed it within an encompassing theory, thus arriving at the iconic "E=mc²" equation (for Hasenöhrl's role in the development of the equation cf. Stephen Boughn's recent article, "Fritz Hasenöhrl and E=mc²", in: The European Physical Journal H 38/1 [Jan. 2013], p. 1-18). Incidentally, Hasenöhrl taught Einstein's theory of relativity in his lectures - a highly uncommon course topic for the time. In 1911, Hasenöhrl participated in the historic first "Conseil Solvay", the invitation-only Brussels conference that united the world's elite of experimental and theoretical physicists to discuss the fundamental problems of their field. Themed "La théorie du rayonnement et les quanta", that first conference tackled the various approaches of classical physics and the emerging quantum theory; among the other participants were Einstein, Marie Curie, Ernest Rutherford, H. A. Lorentz, Wilhelm Wien, Heike Kamerlingh Onnes, and Henri Poincaré. Hasenöhrl also participated in the second Solvay Conference in 1913. - Edges slightly frayed and dusty, otherwise perfect. Of the utmost rarity: Hasenöhrl manuscripts are considered virtually unobtainable; auction records since 1975 list not a single leaf of writing in his hand (in contrast with more than 1000 records for Albert Einstein, more than 100 of which are manuscripts). The Göttingen State Library holds a 17-page transcript of Hasenöhrl's lecture on spherical functions (Cod. Ms. G. Herglotz E 15) in the hand of the student Gustav Herglotz (1881-1953), later professor of Mathematics at Leipzig and Göttingen. The Austrian Central Library of Physics keeps an archive of Hasenöhrl material: a single-box corpus containing mainly photographs, offprints, and photocopies of personal documents, but no manuscripts at all (with the exception of a single page of equations on the reverse of a letter from a bookseller). Several letters by Hasenöhrl are to be found in the personal archives of scholars (e. g., to Prof. Stefan Meyer, in the Archives of the Institute for Radium Research, Austrian Academy of Sciences). Cf. Stephen Boughn, "Fritz Hasenöhrl and E=mc²", in: The European Physical Journal H 38/1 [Jan. 2013], p. 1-18.
|
|
|
Haudek, Martin, Radiologe (1880-1931).
Eigenh. Visitenkarte. Wien, o. D.
67 x 113 mm. An einen namentlich nicht genannten Hofrat: "Habe mit großer Freude die Nachricht von Ihrer hohen Auszeichnung gelesen und gratuliere Ihnen von Herzen" (wohl Josef Wiesel zu seiner Ernennung zum Vorstand der 1. Medizin. Abteilung im Kaiser-Franz-Joseph-Spital). Visitenkartentext: "Docent Dr. Martin Haudek I Vorstand-Stellvertreter am Central Röntgen Institute im k. k. Wiener Allgemeinen Krankenhause Regimentsrat i. d. R.".
|
|
|
Hauska, Leo, österr. Forstwirtschaftler (1881-1954).
Eigenh. Brief mit U. Kierling, 3. V. 1951.
1 S. 8vo. Mit eh. beschr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für seine lieben Glückwünsche anlässlich seines Geburtstages.
|
|
|
Hausmann, Franz Freiherr von, botanist (1810-1878).
Autograph letter signed. Bozen, 16 Jan. 1854.
8vo. 2½ pp. Letter accompanying a delivery of fascicles from the Tyrolian herbal. Hausmann asks the recipient to forward him articles about several alpine plants he needs in order to compose his own work for the botanical weekly.
|
|
|
Hausrath, Adolf, evangelischer Theologe (1837-1909).
Eigenh. Postkarte mit U. Heidelberg, 24. VI. 1884.
1 S. Qu.-8vo. An den Studenten Eugen von Mor: "Macht ist vergänglich, nur das Schöne ist ewig". - Adolf Hausrath war Professor für Kirchengeschichte und neutestamentliche Exegese in Heidelberg. "Er veröffentlichte - zunächst unter Pseudonym - Romane aus der Kirchengeschichte (u. a. 'Klytia', 1883) und wurde vor allem durch seine Biographie 'Luthers Leben' (2 Bde., 1904/05) bekannt" (DBE). Als "George Taylor", so sein Pseudonym, gilt er "neben Felix Dahn und [Georg] Ebers als Hauptvertreter des sogenannten 'Professorenromans'" (Wikipedia).
|
|
|
Haynald, Ludwig, Hungarian Archbishop of Kalocsa-Bács, naturalist (1816-1891).
Autograph letter signed. Kalocsa, 15 Oct. 1876.
8vo. ½ p. on bifolium. To an unidentified recipient, informing him that a shipment of books is on its way.
|
|
|
Hebra, Hans Ritter von, Dermatologe (1847-1902).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 18. XI. 1884.
1 S. 8vo. Mit eh. Umschlag. An Valentin Andreas Heck (1842-1905): "In Beantwortung Ihrer werthen Anfrage erlaube ich mir Ihnen mitzutheilen, dass ich noch im Besitze von Bildern weiland meines Vaters bin & Ihnen dieselben ablassen will. Zugleich bemerke ich aber noch, dass ich einige hundert Bilder von Skoda habe, die ich Ihnen gerne billig hintangeben würde. Ich bitte Sie, sich an einem der nächsten Tage zw. 4 & 5 Uhr zu mir zu bemühen, um den Handel abzuschließen […]". - Nach dem Medizinstudium an der Univ. Wien (Promotion 1870) wurde Hebra Assistent an der Dermatologischen Klinik seines Vaters Ferdinand von Hebra, deren Leitung er 1880 übernahm, jedoch zugunsten einer Weiterbildung auf Reisen bald aufgab.
|
|
|
Hedin, Sven, Swedish explorer and geographer (1856-1952).
Postcard with autograph signature. No place, 8 May 1915.
8vo. ¼ p. The picture side depicts a battle piece.
|
|
|
Hegar, Alfred, Mediziner (1830-1914).
Schriftstück mit eigenh. U. Freiburg, 10. VI. 1901.
1 S. Qu.-8vo. Gedrucktes Antwortschreiben an die Verlagsbuchhandlung Paul Waetzel mit der Einwilligung, "dass Aphorismen aus meinen Werken in die bei Ihnen erscheinende Anthologie, betitelt: Geistige Waffen von C. Schaible, aufgenommen werden dürfen [...]", eh. signiert. - Hegar vertrat erfolgreich die Aseptik unter der Geburt und trug entscheidend zum Kampf gegen das Kindbettfieber und zur Durchsetzung der Lehren von Ignaz Philipp Semmelweis bei, über den er auch eine Studie (1882) publizierte. Nach H. benannt sind verschiedene gynäkologische Instrumente und die Hegarschen Schwangerschaftszeichen zur Diagnostik einer Schwangerschaft in den ersten Monaten.
|
|
|
Hein, Wilhelm, Sprachforscher, Volkskundler, Orientalist und Ethnograph (1861-1903).
2 eigenh. Postkarten mit U. ("W. Hein"). Floridsdorf [d. i. Wien], 1900.
Zusammen (1+1 =) 2 SS. auf 2 Bll. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. An den Literaturkritiker und Arzt Wlodzimierz Bugiel (1872-1937) in Paris: "Ich werde mit meiner Frau in den ersten Septembertagen auf eine Woche nach Paris kommen und würde mich sehr freuen, Sie dort einmal sehen zu können [...]" (25. Juli). - "Herr Baron Andrian wäre Ihnen sehr zu Dank verbunden, wenn Sie ihm auf Grund Ihrer eingehenden Kenntnis der polnischen und rut[h]enischen Sagen und Märchen wollten mittheilen, ob die Zahl 7 - sieben - dort eine Rolle spielt [...]" (11. September). - Wilhelm Hein war Assistent an der Ethnographischen Abteilung des Naturalien-Kabinetts in Wien und gründete 1889 zusammen mit Michael Haberlandt den Verein für Österreichische Volkskunde und 1895 das Wiener Museum für Volkskunde. "1901 wurde er zum Kustosadjunkt ernannt und habilitierte sich an der Universität Wien. Hein bereiste Südarabien, um für die Österreichische Akademie der Wissenschaften sprachwissenschaftliche und ethnographische Forschungen durchzuführen. Er war Mitherausgeber des ‚Internationalen Archivs für Ethnographie' und schrieb u. a. 'Die Verwendung der Menschengestalt in Flechtwerken' (1891) und 'Beitrag zur Statistik Südarabiens' (1903)" (DBE). - Etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren; jeweils mit gestemp. Absender, eine Karte mit Abklatschspuren eines Stempels.
|
|
|