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‎Rothschild, Albert Frh. von, Bankier (1844-1911).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 26. V. 1879.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen Generalsekretär: "Da Herr Generaldirector von Schüler unwohl ist, erlaube ich mir mich an Sie in folgender Angelegenheit zu wenden. In den Marmorbrüchen unweit Triest sind in den jüngsten Tagen, Marmorsäulen, mit der Adresse an Herrn Architekten Hugo Ernst verladen worden. Diese Sendungen sind für meinen Bau in der Heugasse bestimmt und ich würde Werth darauf legen, wenn dieselben ein wenig rascher als gewöhnlich hierher gelangen würden. Ich bitte Sie deshalb sich an die geeigneten maßgebenden Personen zu wenden und meinen Wunsch möglichst zu berücksichtigen […]". - Das Palais Albert Rothschild in der damaligen Heugasse 20-22 im 4. Wiener Gemeindebezirk wurde von 1879 bis 1884 nach Plänen des französischen Architekten Gabriel-Hippolyte Destailler errichtet und diente Albert Freiherr v. Rothschild (1844-1911), dem führenden Repräsentanten des Wiener Zweiges der Bankiersfamilie Rothschild, als Stadtpalais. - Albert Frh. von Rothschild, der Sohn Anselm Salomons und Bruder von Nathaniel Mayer Anselm von Rothschild, studierte an der Universität Bonn, erhielt eine kaufmännische Ausbildung in Hamburg und übernahm 1874, nach zahlreichen Auslandsaufenthalten, die Leitung des Bankhauses Salomon Mayer Rothschild in Wien. "Rothschild hatte Anteil an einer Reihe bedeutender staatlicher Finanzoperationen in Österreich-Ungarn. Als Dank für die Förderung der ungarischen Wirtschaft erreichte der ungarische Ministerpräsident für die Familie R.s bei Kaiser Franz Joseph I. die Hoffähigkeit. Privat beschäftigte sich R. mit seiner Kunstsammlung, der Photographie und dem Schachspiel. Kulturelle und soziale Einrichtungen förderte er mit großzügigen Spenden" (DBE).‎

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Wien, AT
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€ 240,00 Kaufen

‎Rotter, Markus, Bankier.‎

‎Eigenh. Visitenkarte. Wien, 14. VI. 1923.‎

‎57 x 95 mm. Mit eh. adr. Umschlag. An Hans Nüchtern: "[M. Rotter | Vize-Präsident der Zentral-Europäischen Länderbank] übermittelt Ihnen die herzlichsten Glückwünsche anlässlich Ihrer Vermählung". - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern (1896-1962) war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar.‎

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Wien, AT
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€ 60,00 Kaufen

‎Rudolf, Archduke of Austria (1858-1889).‎

‎Autograph letter signed. Ostende, 26 July 1880.‎

‎8vo. 5 pp. on 4 ff. To one unnamed Count (presumably Count Rudolf Chotek), thanking for spending some memorable days in the hills of Fruška Gora. - On stationery with printed letterhead "Pavillon d'Ostende".‎

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Wien, AT
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€ 2.500,00 Kaufen

‎Salviati, Antonio, italienischer Industrieller (1816-1890).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Wien, 28. XI. 1873].‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Brief an einen namentlich nicht genannten Photographen, zu der Zeit der Weltausstellung 1873 in Wien: "Wie einverstanden, schicke ich Ihnen die beiligenden 3. Exempläre von der Photographie damit Sie die Güte haben sowohl auf diese 3. wie auf die 3. gleiche uncolliert (welche ich noch nicht erhalten habe) die Aufschrift 'Salviati […]' marquieren zu lassen […]".‎

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Wien, AT
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€ 120,00 Kaufen

‎Schiller, Karl Friedrich Ludwig Frh. von, ältester Sohn Friedrich Schillers (1793-1857).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Jena, 7. X. 1809.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Wer nichts wagt / Der darf nichts hoffen. / aus Wallensteins Lager".‎

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Wien, AT
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€ 850,00 Kaufen

‎Simons, Karl Rainer, Theaterdirektor (1869-1934).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 11. X. 1914.‎

‎2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Im Namen der zalreichen [!] notleidenden Schauspieler bitte ich Sie recht von Herzem der Tell-Aufführung […] Ihr gütiges Interesse angedeihen zu lassen. Sie werden sich überzeugen, hochverehrter Herr Professor, daß hier keine Reinhardt Copie sondern durchaus Originales geschaffen wurde. Reimers war begeistert; es sei ihm kalt den Rücken herabgerieselt […]". - Gefaltet.‎

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Wien, AT
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€ 120,00 Kaufen

‎Simons, Karl Rainer, Theaterdirektor (1869-1934).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. O. O. u. D.‎

‎½ S. 8vo. Mit eh. Adresse. "Herzlichen Gruß" aus Nürnberg an den Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962).‎

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Wien, AT
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€ 120,00 Kaufen

‎Simons, Karl Rainer, Theaterdirektor (1869-1934).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O., 11. X. 1907.‎

‎62 x 110 mm. Bedankt sich beim Adressaten.‎

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Wien, AT
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€ 60,00 Kaufen

‎Simons, Karl Rainer, Theaterdirektor (1869-1934).‎

‎Gedr. Karte mit eigenh. U. Wien, November 1907.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Adressiert an Theodor Antropp und dessen Gemahlin: "[…] beehre ich mich ganz ergebenst mitzuteilen, daß die Generalprobe von ‚Lohengrin' für den 13. d. M., vormittags 10 Uhr, angesetzt wurde. Indem ich Euer Hochwohlgeboren bitte mir die Ehre zu schenken dieser Generalprobe beizuwohnen und als Legitimation diese Karte mitzubringen zeichne ich […]‎

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Wien, AT
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€ 60,00 Kaufen

‎Strousberg, Bethel Henry, Unternehmer (1823-1884).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎100:63 mm. Brustbild aus dem Atelier M. Konarsky, Moskau. Die Unterschrift auf der Verso-Seite. - Der früh verwaiste Strousberg wuchs bei Verwandten in England auf, trat dort in das Export- und Importgeschäft seines Onkels ein. Er gründete "The Merchants Magazine" und "London Magazine", war auch im Kunsthandel und Versicherungswesen tätig. Seit 1855 in Berlin ansässig, war Strousberg Agent englischer Firmen, später selbst am Bau von Eisenbahnlinien in Preußen, Russland, Ungarn und Rumänien beteiligt und erzielte als Generalunternehmer hohe Gewinne, die er spekulativ anlegte. Beim Bau von Eisenbahnen in Rumänien in Geldschwierigkeiten geraten, musste er 1875 Konkurs anmelden und wurde in Russland unter dem Vorwurf, unlautere Geschäfte betrieben zu haben, verhaftet und zu einer mehrjährigen Verbannung verurteilt. Nach der Freilassung 1877 und der Liquidation seiner Firmen lebte er als Journalist in Berlin und zeitweise in London. - Am unteren Rand des Trägerkartons beschnitten. Auf altem Umschlag montiert.‎

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Wien, AT
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€ 120,00 Kaufen

‎Trautmannsdorff, Graf‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 22. V., o. J.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. "Ew Hochwohlgeboren | bin ich in dem Falle ergebenst zu ersuchen, die Beilage in Ermangelung einer anderweitigen hofartigen Gelegenheit, seine Post unter offiziellem Couvert der k. k. Botschaft expedieren zu wollen […]". - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.‎

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Wien, AT
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€ 220,00 Kaufen

‎Wilhelm I., deutscher Kaiser und König von Preußen (1797-1888).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 21. XI. 1849.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse und persönlichem roten Lacksiegel. Mit einer Proträtphotographie (Kabinettformat). Als Prinz von Preußen an die befreundete Hofdame Marie von Streit, geb. von Faber, von deren Vermählung er soeben erfahren habe. Er übersendet ihr seine Glückwünsche und bittet Sie, ihn am kommenden Morgen im Palais aufzusuchen. - Marie von Streit, gebürtig aus der Generalsfamilie Faber du Faur, war als ehemalige preußische Hofdame zeitlebens eine enge Vertraute Wilhelms I. Ihr Gemahl, Guido von Streit (1813-1904), der sich seine Sporen 1848 in den Straßenkimpfen von Verlin verdiente, wurde 1859 geadelt und 1869 zum Generalmajor befördert. Von 1865 bis 1878 war er Kommandant von Spandau, wo er die Ehrenbürgerwürde erhielt und eine Straße nach ihm benannt wurde.‎

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Wien, AT
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€ 850,00 Kaufen

‎Altenberg, Peter, Schriftsteller und Literat (1859-1919).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. ("PA"). O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Die Bildseite mit einem Portrait der etwa vier- oder fünfjährigen Prinzessin Alexandra von Hohenlohe-Langenburg, zu der Altenberg festhält: "Mein ästhetisches Ideal!" - Beiliegend zwei Bildpostkarten mit Peter Altenberg als Motiv.‎

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Wien, AT
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€ 950,00 Kaufen

‎Altenberg, Peter, Schriftsteller und Literat (1859-1919).‎

‎Eigenh. Brief. Wohl Wien, um 1915.‎

‎½ S. Gr.-4to. Wohl an die Kinder-Schutz- und Rettungsgesellschaft. Unter einem montierten Zeitungsausschnitt über den Fluchtversuch einer Achtjährigen aus der elterlichen Wohnung notiert Altenberg: "Auch Das [!] scheint nur oder ist vielmehr für mich ganz sicherlich nur Todesangst vor barbarischer Züchtigung und Mishandlung [!] Bitte dringendst um Hilfe!" - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Graben-Hotels, in dem Altenberg von 1913 an bis zu seinem Tod lebte, und mit Altenbergs rotem Absenderstempel; mit Eingangsstempel.‎

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Wien, AT
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€ 1.500,00 Kaufen

‎Altenberg, Peter, Austrian writer (1859-1919).‎

‎Autograph letter signed. Apparently Vienna, ca. 1915.‎

‎Large 4to. 1 p. Probably written to Vienna's Society for the Prevention of Cruelty to Children, making a proposal how best to counter the growing number of child abuse cases: "Infolge dieser letzten schauerlichen Kindes-Mishandlung à la Hummel, wobei mitleidsvolle (?!?) Nachbarn die Frau warnten (?!?), erlaube ich mir Folgendes vorzuschlagen: Regelmäßige Annonce an Sonn- und Feiertagen im N.W.J.: 'An mitleidsvolle Nachbarn! / Kinder-Schutz- und Rettungsgesellschaft: / I. Himmelpfortgasse 9' / Ergebenst / Peter Altenberg / I. Grabenhotel". - On headed paper of the "Graben Hotel", where Altenberg resided from 1913 until his death.‎

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Wien, AT
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€ 1.500,00 Kaufen

‎Altenberg, Peter, Schriftsteller und Literat (1859-1919).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wohl Wien, um 1915.‎

‎½ S. Gr.-4to. Wohl an die Kinder-Schutz- und Rettungsgesellschaft: "Ersuche dringendst, diese so ungerechte stupide feige grausame, angeblich christliche Welt zu korrigieren, indem sie das gefolterte Kind seiner Megäre, seinem Vieh von Mutter entreissen! [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Graben-Hotels, in dem Altenberg von 1913 an bis zu seinem Tod lebte, und mit Altenbergs rotem Absenderstempel; rechts oben mit blauem Farbstift numeriert "3"; verso ein ganzseitiger eh. Briefentwurf des Adressaten; Faltspuren.‎

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Wien, AT
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€ 1.700,00 Kaufen

‎Arago, Etienne, französischer Schriftsteller (1802-1892).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Genf, 13. Mai, o. J.‎

‎2 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. In französischer Sprache an einen namentlich nicht genannten Adressaten.‎

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Wien, AT
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€ 160,00 Kaufen

‎Avenarius, Ferdinand, Schriftsteller (1856-1923).‎

‎Eigenh. Brief und 2 eh. Postkarten mit U. Dresden, 1887.‎

‎Zusammen 6 SS. auf 4 Bll. (Qu.-)8vo. An den Schriftsteller und Journalisten Hans Herrig (1845-1892): "Von meiner neubegründeten Zeitschrift 'Der Kunstwart. Eine Rundschau über alle Gebiete des Schönen' sprach ich Ihnen schon. Heute komme ich mit der Bitte, mein Blatt durch Ihre Mitarbeiterschaft unterstützen zu wollen. 'Der Kunstwart' soll außer der Rundschau über das Kunstleben auf all seinen Gebieten in jeder Nummer einen Leitartikel bringen, der sich irgend einer besonders wichtigen Frage widmet. Dem ganzen Charakter meiner Zeitschrift entsprechend sollen auch diese Aufsätze weniger ein fertiges Urteil, als eine sachliche Uebersicht [...] von dem geben, was auch andere, als der Verfasser, darüber gedacht und geäußert [...] Um das 'Geschäftliche' nicht ganz unberührt zu lassen, bemerke ich Ihnen noch ergebenst, daß für die Leitartikel selbstverständlich ein anständiges Honorar berichtigt wird [...]" (Br. v. 22. VIII. 1887). - Avenarius, ein Stiefneffe Richard Wagners, gründete 1887 die von ihm bis 1923 herausgegebene Zeitschrift "Der Kunstwart", in der aktuelle Themen aus Kunst und Kultur behandelt wurden, sowie 1903 den "Dürerbund". Er förderte Schriftsteller wie Gottfried Keller, Friedrich Hebbel und Eduard Mörike, verfaßte Gedichte und Dramen, gab Anthologien heraus und weilte sommers über in Kampen auf Sylt, als dessen "Entdecker" und Popularisierer er gilt. Großen Einfluß hatte er auch als Kunsterzieher.‎

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Wien, AT
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€ 400,00 Kaufen

‎Blei, Franz, Schriftsteller (1871-1942).‎

‎Eigenh. Brief mit Paraphe. O. O., [1907].‎

‎1 S. Gr.-8vo. An den namentlich nicht genannten Verleger Hans von Weber in München wegen des Buches "Briefe, Kalendernotizen und die vier Zeichnungen zu E. A. Poe von Aubrey Beardsley" (1908): "Zeitler gibt also die 4 Clichés Beardsley zu E. A. Poe für 100 Mark her [...] Ich habe an Waernd[orfer] geschrieben, er möge mir selber die B[eardsley]-Notizen abschreiben, da ich nicht kommen könnte. Die Briefe sehe ich jetzt auf den Druck durch, übersetze die 22 neuen und mache die nötigen Erklärungen, so dass das Ganze nach Weihnachten druckfertig ist [...]". - Mit kleinen Randläsuren.‎

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Wien, AT
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€ 600,00 Kaufen

‎Braumüller, Wilhelm Rt. von, Verleger (1807-1884).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 22. IX. 1883.‎

‎1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Gern will ich Ihnen die alleinige Ausbeutung Ihres Projectes überlassen, indem ich auf die Verlagsübernahme verzichte: bringen Sie das Kunststück zu Wege, durch Ihre Broschüre Oestreichs Staatsschulden zu tilgen, so gebührt Ihnen ein Monument […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Gefaltet. - Seit 1826 Gehilfe bei Carl Gerold in Wien, übernahm Wilhelm v. Braumüller 1836 zusammen mit Ludwig Wilhelm Seidel den Verlag R. von Moesle, der 1840 in Braumüller & Seidel umbenannt wurde. Nach dem Ausscheiden Seidels 1848 führte Braumüller den Verlag allein weiter. Ursprünglich ein auf Rechts-, Staats- und Geisteswissenschaften spezialisierter Verlag, lag der Schwerpunkt später hauptsächlich auf medizinischem Gebiet. 1884 übergab Braumüller die Verlagsführung an seinen Sohn Wilhelm.‎

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€ 90,00 Kaufen

‎Braumüller, Wilhelm Rt. von, Verleger (1807-1884).‎

‎Widmung mit U. Wien, 8. VIII. 1882.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Ein Bibelspruch verkündet, daß ‚ in allen Jahren, | Die uns geschenkt sind als des Menschen Leben, | Es Müh'gewesen nur und Arbeit eben, | Was wir als ‚Köstliches' darin erfahren!'". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Gefaltet. - Seit 1826 Gehilfe bei Carl Gerold in Wien, übernahm Braumüller 1836 zusammen mit Ludwig Wilhelm Seidel den Verlag R. von Moesle, der 1840 in Braumüller&Seidel umbenannt wurde. Nach dem Ausscheiden Seidels 1848 führte Braumüller den Verlag allein weiter. Ursprünglich ein auf Rechts-, Staats- und Geisteswissenschaften spezialisierter Verlag, lag der Schwerpunkt später hauptsächlich auf medizinischem Gebiet. 1884 übergab B. die Verlagsführung an seinen Sohn Wilhelm Braumüller.‎

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Wien, AT
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€ 60,00 Kaufen

‎Byron, Anne Isabella, née Milbanke, 11th Baroness Wentworth, wife of poet George Gordon Byron (1792-1860).‎

‎Autograph book order signed. Brighton‎

‎1 p. on bifolium. 8vo. "Lady Noel Byron requests Mr Hailes to send Nos. 1 & 2 of the Library of Entertaining Knowledge & Dr Brown's work on the 'Nervous Disease of the Spine" to Mrs Noel, Bullock's Hotel, Windsor, to be placed to Lady Noel Byron's account." With Byron's poem "Fare thee well!" (in letterpress) pasted to the second leaf; traces of mounting on reverse. - A highly educated and strictly religious woman, Anna Isabella seemed an unlikely match for the amoral and agnostic poet Byron. Indeed, the marriage lasted but a year, as Byron was given to fits of anger and maintained an incestuous relationship with his older half-sister Augusta Leigh. The couple separated in March 1816. Their only child, Augusta Ada Byron (Countess of Lovelace), was a gifted mathematician and is credited with creating the first computer program.‎

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Wien, AT
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€ 1.500,00 Kaufen

‎Engelmann, Wilhelm, Verleger (1808-1878).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Leipzig, 11. XI. 1878.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse auf der Verso-Seite. An den Zoologen August Mojsisovics: "Mit bestem Dank bestätige ich den Empfang des Mscrpts p. 224-267; erhalte ich den Schluß Ende der Woche, so wird die Schrift noch Ende Nvbr, spätestens in den ersten Tagen des Dcbr erscheinen können […]". - Engelmann übernahm 1833 die von seinem Vater 1811 gegründete Verlagsfirma. Er baute das kleine Unternehmen bald zu einem der bedeutendsten Verlagshäuser im Bereich der Geistes- und Naturwissenschaften aus. Bleibende Verdienste erwarb er sich insbesondere durch die hervorragende Ausstattung der bei ihm verlegten Literatur mit wissenschaftlich brauchbaren Abbildungen in Form von Holzschnitt, Lithographie und Lichtdruck.‎

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Wien, AT
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€ 80,00 Kaufen

‎Eucken, Rudolf, Philosoph (1846-1926).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Jena, 4. XI. 1896.‎

‎1½ SS. 8vo. Brief des Nobelpreisträgers an einen Geheimen Rat mit Dank für "Wohlwollen", Bericht über seine Arbeit an dem Buch "Lebensanschauungen der grossen Denker", seinen Ruf nach Freiburg, etc. - Gut erhalten.‎

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Wien, AT
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€ 350,00 Kaufen

‎Frommann, Friedrich Johannes, Buchhändler (1797-1886).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Jena, 3. VI. 1853.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. An einen Herrn Ernst am Ende: "Sie erhalten hierbei die gewünschten Statuten des Vereins zur Beaufsichtigung der Verwahrlosung ausgesetzter Kinder, abgeschrieben vom Gründer und Vorsitzenden des Vereins Herrn Archidiakonus Klopfleisch welcher dazu durch seinen, auch gedruckten, Vortrag über Armuth & Armenpflege angeregt hat. Die Anwesenheit von drei Damen im Vorstand & dessen so vergrößerte Mitgliederzahl hat sich nicht gerade sehr förderlich gezeigt. Dagegen ist die Beaufsichtigung der Kinder bei ihren Ältern oder Pflegemüttern vorzugsweise den Frauen zugefallen, öfters mit Hinzuziehung eines männlichen Mitglieds als Gehülfen; aber an die Abfassung schriftlicher Berichte in den Versammlungen des Vereins, an denen hier selten mehr als zwanzig Mitglieder Theil nehmen, gehen sie nicht gern, sondern berichten lieber mündlich, was mir auch ebenso gut scheint. […] Da unsere Gesetzgebung keinen Anhalt bietet, um die Behörde zu ermächtigen, Ältern wider ihren Willen die Kinder, die sie verderben, z. B. zum Betteln u. Stehlen anhalten, wegzunehmen, haben wir beim Ministerium um Ergänzung dieser Büße petitioniert […]".‎

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Wien, AT
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€ 220,00 Kaufen

‎[Goethekreis]. - Levetzow, Ulrike von, Goethes letzte Liebe (1804-1899).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Schloss Trziblitz (Trebívlice), 7. VIII. 1883.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Geschrieben mit 79 Jahren an ihre jüngere Halbschwester Bertha (1808-84, Tochter ihrer Mutter Amalie und des Friedrich Carl von Levetzow, Cousins ihres Vaters Joachim, von dem sich Amalie getrennt hatte). Sie berichtet über alles mögliche, u. a. "daß Adalbert seine Wohnung in Frankfurt aufgegeben hat, ohne bis jetzt sich eine andere Wohnung genommen zu haben. Vielen soll es in Frankfurt nicht mehr gefallen". Goethe traf seine letzte Liebe 1822 und 1823 in Marienbad und Karlsbad und warb trotz seiner hohen Jahre um die Neunzehnjährige. Sie wurde vom Dichter unsterblich verherrlicht in seiner "Marienbader Elegie". - Provenienz: Leo Liepmannssohn (Berlin), Auktionskat. 60 (1930), Nr. 464. Erworben aus einer deutschen Privatsammlung.‎

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€ 1.500,00 Kaufen

‎Hesse, Hermann, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962).‎

‎An einen jungen Kollegen in Japan. Privatdruck, 1947.‎

‎(2), 10, (4) SS. 8vo. Originalbroschur. Exemplar in größerem Format auf Bütten in handgeschöpften Umschlag. Mit 8-zeiliger handschriftlicher Widmung von Hermann Hesse in Tinte: "mit herzlichen Grüßen für Frau Dr. Stämpfli (es existieren nur 4 Dutzend Ex von diesem Druck) von Ihrem H. Hesse Sommer 47".‎

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€ 1.500,00 Kaufen

‎Kipling, Rudyard, English poet and novelist (1865-1936).‎

‎Autograph letter signed. Bateman's, Burwash, Etchingham and Sussex, 16. III. 1929.‎

‎Small 8vo. 1½ pp. With autogr. envelope. "Dear old mon / Been deep all this afternoon in 'Wisdom's Daughter' for which a thousand thanks. As for its 'the vitality of the I am' thing that dumbfounds me. I've been enjoying a set-back of about a fortnight - or you'd have heard from me long ago. I'm better now, but nothing to sing about - yet. Can you come for lunch next Tuesday? [...] I'd dearly love to see you. Ever / Rudyard." - On headed paper. From the collection of Diana Herzog.‎

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€ 3.000,00 Kaufen

‎Kipling, Rudyard, English poet and novelist (1865-1936).‎

‎Autograph letter signed (RK"). Bateman's, Burwash, Sussex, 3. VI. 1935.‎

‎8vo. 1 p. To Walter Creighton: "We were afraid it was something of that kind, as we haven't seen anything of your activities for so long. It's good to know that you are better [...]". - Walter Creighton (1878-1958) was a son of Mandell Creighton, Bishop of London, and Louise Creighton, "who was one of Robert von Glehn's daughters. He gave up training to be a doctor to train as a singer; he gave the first performance of Vaughan Williams's Songs of Travel in 1904 and also had a minor career as an actor. After various personal crises, he served with distinction in the First World War, and was awarded the Military Cross. He developed into an excellent organiser, and in 1924 organised the Pageant of Empire at Wembley Stadium; in 1934, he devised and organised the Pageant of Parliament at the Royal Albert Hall. In after years, he moved to Antibes" (Valerie Langfield: Roger Quilter. His Life and Music [Woodbridge 2002], p. 287). - On headed paper.‎

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€ 850,00 Kaufen

‎Lagerlöf, Selma, Dichterin und Literaturnobelpreisträgerin (1858-1940).‎

‎Brief mit eigenh. U. Mårbacka, 25. II. 1937.‎

‎1¼ SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. Mit hs. adr. Kuvert. An die Schriftstellerin Ruth Scheye geb. Hoffmann in Berlin, die ihr ein Buch - wohl ihren 1935 erschienenen Roman "Pauline aus Kreuzburg" - gesandt hatte: "Ihr grosses Buch mit dem bunten Umschlag habe ich gestern erhalten, und ich danke Ihnen dafür aufs herzlichste. Es war ein reizender Brief, der das Buch begleitete und der mir Lust machte es zu lesen, sobald ich nur Zeit dazu finde [...]".‎

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€ 450,00 Kaufen

‎Leibing, Franz, Philologe, Schriftsteller und Publizist (1836-1875).‎

‎Brief mit eigenh. U. Berlin, 31. I. 1872.‎

‎1 S. 4to. An einen Herrn Gneist: "Die von unserer Gesellschaft zu veranstaltenden Vorträge beginnen mit Montag d. 12. Febr. und werden die folgenden Montage fortgesetzt. Die unterzeichnete Commission erlaubt sich hierdurch die Anfrage, ob Ihnen für Ihren Vortrag Montag d. 25 März passen würde und bittet um baldigste Mittheilung Ihres Themas". - Darunter die Antwort Gneists mit dessen Signatur. - Der Sohn eines Handwerkers, absolvierte philologische und historische Studien in Berlin bevor er 1864 eine Stelle als Lehrer in Elberfeld antrat. Nach dem Feldzug von 1866 wurde er invalide, musste den Lehrerberuf aufgeben und wurde 1869 pensioniert. 1871 wurde er Generalsekretär der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung in Berlin, die er in gemeinsamer Initiative mit dem Fabrikanten Fritz Kalle und unter Beteiligung zahlreicher namhafter Persönlichkeiten ins Leben gerufen hatte. Er gab die Zeitschrift "Der Bildungsverein" heraus. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung". Gefaltet.‎

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€ 220,00 Kaufen

‎Oertzen, Georg Baron von, Schriftsteller und Diplomat (1829-1910).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Marseilles, 28. X. 1881.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Euere Wohlgeboren beehre ich mich, um eine gefaellige Mittheilung darueber zu ersuchen, ob das Manuscript, betitelt 'In den Wind, Ritornelle aus einem Nachlass', welches ich am 19ten September d. J. unter Streifband recommandirt nebst einem Briefe an Ihre Adresse nach Wien von hier abgesandt habe, Ihnen zugegangen ist, und, wenn dies der Fall, welche Beschluesse Sie ueber meinen Verlagsantrag gefasst haben [...]". - Georg Baron von Oertzen war unter den Pseudonymen Ludwig Robert und Georg Wanderer als Lyriker und Epigrammatiker tätig, trat 1879 in den diplomatischen Dienst des Kaiserreichs ein und diente in den 1880er Jahren als kaiserlicher Konsul in Marseille sowie hernach als Generalkonsul in Christiania. Zuletzt lebte er abwechselnd in Meran und in Kirchhalden bei Kenzingen, wo er auch verstarb.‎

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€ 120,00 Kaufen

‎Ohnet, George, Schriftsteller (1846-1918).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-kl.-8vo. Mit kleinen Montagespuren.‎

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€ 80,00 Kaufen

‎Ohorn, Anton, Schriftsteller und Literarhistoriker (1846-1924)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Chemnitz, um 1890.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Acht Zeilen zur Erinnerung an den 1790 verstorbenen Kaiser Josef II.: "[...] Hundert Jahre sind schlafen gegangen, | Seit er auf goldenem Stuhle saß, | Aber sein Volk bei Hangen und Bangen | Nie seinen Kaiser Josef vergaß". - Ohorn war seit 1877 Professor für deutsche Literatur an der kgl. Gewerbeschule in Chemnitz und schrieb "zahlreiche Werke mit zunehmend deutsch-nationaler und monarchistischer Tendenz, u. a. den Roman 'Es werde Licht' (1866), die Lyriksammlung 'In gerechter Fehde' (1892), das Bühnenstück 'Die Brüder von St. Bernhard' (1905) und das nationale Festspiel 'Sedania' (1895). 1918 erschien sein autobiographisches Werk 'Aus Kloster und Welt. Das Buch meines Lebens'" (DBE, Saur). Vgl. auch Kosch III, 1936f.‎

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‎Olden, Hans, Schriftsteller (1859-1932).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. Berlin, Februar 1898.‎

‎1 S. Qu.-kl.-8vo. Mit Montagespuren verso.‎

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‎Ompteda, Georg Frh. von, Schriftsteller (1863-1931).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Karlsbad‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Dame: "Ihr Brief wurde mir nachgeschickt - ich hätte sonst schneller geantwortet. Ich gestatte mir anbei Kr. 20.- zu senden. Auf der Reise, bin ich nicht im Stande Erkundigungen einzuziehen, ohne die ich sonst nichts gebe. Grundsätzlich, denn ich bin in meinem Leben unendlich oft betrogen worden, von Leuten, deren Briefe verzweifelt klangen und die mich gewiß später für meine Gabe ausgelacht haben [...]". - Der in Hannover geborene Sohn des letzten Hofmarschalls des englischen Königs Georgs V. war Offizier, mußte aber nach einem Unfall den Dienst quittieren und lebte fortan als freier Schriftsteller, "übersetzte die Gesammelten Werke [...] Guy de Maupassants und schrieb zunächst in Anlehnung an Maupassant Gedichte und erotische Novellen. Größere Bekanntheit erlangte er mit seinen späteren gesellschaftskritischen Romanen, in denen er ein neues Adelsethos propagierte, so vor allem in der Trilogie 'Deutscher Adel um 1900'" (DBE).‎

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‎Paalzow, Henriette von, Schriftstellerin (1788-1847).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Der Himmel segne Ihnen tausendmal das große Glück was nun bei Ihnen eingekehrt ist - ich habe Sie fahren sehn, Sie können denken was mein armes verweißtes Herz dabei empfunden [...]". - Leicht gebräunt und fleckig und mit kleinen Randläsuren.‎

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‎Pachler, Faustus, Schriftsteller und Bibliothekar (1819-1891).‎

‎"Salomon de Caus". Eigenh. Manuskript mit Namenszug. O. O. u. D.‎

‎5 SS. auf 3 Bll. 4to. 28 Strophen zu je vier Zeilen über den französischen Physiker und Ingenieur Salomon de Caus (1576-1626): "Paris ist neuen Stoffes und neuer Witze froh, | Denn eben erschien ein Büchlein von Salomon de Caus. | Das spricht vom kochenden Wasser, von qualmender Dünste Kraft, | Und wahrsagt Wunder der Zukunft. 'Verrückt spricht's; märchenhaft' [...]". - Das vorliegende Manuskript dürfte von Pachler einem Redakteur zugesandt worden sein, der Pachlers Unterschrift am Ende durchstrichen und in Bleistift mit eigener Hand unter den Titel gesetzt hat. - Der gebürtige Grazer und Freund von Franz Grillparzer, Anastasius Grün, Friedrich Halm und Paul Heyse war Leiter des "Illustrirten Familienbuchs des österreichischen Lloyd" und schrieb tls. unter dem Pseudonym C. Paul Gedichte, Romane und Schauspiele, die wiederholt aufgeführt wurden. Gemeinsam mit Ernst Birk, Eduard von Sacken und Joseph Müller gelang es ihm am 31. Oktober 1848 durch waghalsige Löscharbeiten die von den kaiserlichen Belagerungstruppen in Brand gesetzte Hofbibliothek vor dem Schlimmsten zu bewahren. - Vgl. Kosch III, 1971 und Czeike IV, 478.‎

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‎Pailleron, Édouard, Dichter und Dramatiker (1834-1899).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 22. IV. 1872.‎

‎1 S. 8vo. In französischer Sprache an einen "cher ami". - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.‎

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‎Palleske, Emil, Schriftsteller und Schauspieler (1823-1880).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 20. I. 1873.‎

‎1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich bitte, hochverehrter Herr Professor, mich zu entschuldigen, daß ich den Empfang Ihrer gütigen Einladung nicht früher bescheinigte. Ich wollte sie so ungern ablehnen u. doch drohte mir zu Mittwoch eine Reise nach Potsdam, u. manches Andre, was sich weniger, als erste[,] beseitigen ließ. Ich hoffe jedenfalls zu den lebenden Bildern einen erfreuten Zuschauer abzugeben, wenn ich auch nicht mehr als diesen geistigen Gruß mit Ihren Gästen theilen kann [...]". - Mit Montagespuren verso.‎

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‎Pantenius, Theodor Hermann, Schriftsteller (1843-1915).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 23. IX. 1884.‎

‎¾ S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Dürfen wir Sie, Ihre Frau Gemahlin und Ihr Fräulein Nichte bitten, uns einen Abend zu schenken! Mit Ausnahme von Donnerstag ist uns jeder Tag recht. Sie sehen, es giebt kein Entrinnen [...]".‎

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‎Pellico, Silvio, Dichter (1789-1854).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Turin, 8. X. 1838.‎

‎1 S. Kl.-4to. "O incognito che brami queste righe da me, possiumo noi, se non in terra, conoscerci un giorno in Cielo! Frattanto avviciniamoci aspirando di tutto cuore a Dio". - Alt auf Trägerpapier montiert.‎

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‎Penn, Heinrich Moritz, Schriftsteller (1839-1918).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, "im Winter 1898".‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Heinrich Moritz Penn war u. a. für den "Grazer Telegraph" und die "Volksstimme" tätig, gab 1862 das Wochenblatt "Hoch vom Dachstein" heraus, trat später als Schauspieler am Nationaltheater in Agram auf und gründete und redigierte zusammen mit Leopold von Sacher-Masoch die "Gartenlaube für Oesterreich". Später für zahlreiche andere Blätter tätig, ließ sich Penn 1892 in Wien als freier Schriftsteller nieder. "Sein umfangreiches schriftstellerisches Werk umfaßt alle literarischen Gattungen. Mangel an dichterischer Originalität zeigt sich nicht nur in Thematik, Form und Sprache seiner Fortsetzungsromane und Gedichte (unter denen die Gelegenheitslyrik - meist aufdringlichen patriotischen Inhalts - einen bes. breiten Raum einnimmt), sondern auch in häufigen stofflichen, ja sogar textlichen Wiederholungen" (ÖBL VII, 409). - Alt auf Trägerkarton montiert.‎

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‎Perfall, Anton Frh. von, Schriftsteller (1853-1912).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wohl Schliersee, 20. V. 1904.‎

‎½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wäre gerne bereit Ihrem Antrag nachzukommen, hätte auch 2- drei ausgewählte Novellen bereit, welche den Band füllen, allerdings keine ganze Erzählung [...] Es wird mir nicht möglich sein Ihnen einen Band in gewünschter Länge für alle Auflagen unter 1000 M. zu überlassen, die ich stets zum mindesten dafür einnehme, bei ganzen Erzählungen, die einen Band füllen[,] mehr". - Perfall ehelichte 1877 die Schauspielerin Magda Irschik und begleitete sie auf ihren Welttourneen. Seit 1883 lebte er wechselweise in Schliersee, wo er seiner Jagdleidenschaft nachging, und in München. Seine Prosa - Erzählungen, Dramen und Romane - steht in der Tradition der oberbayerischen Landschafts- und Reiseliteratur, fand ihre Themen und Motive jedoch fast ausschließlich in den Jagdrevieren rund um den Schliersee. - Auf Briefpapier mit gedr. Vignette; im linken Rand gelocht (geringf. Textberührung).‎

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‎Pernett, Friedrich, d. i. Friedrich Panstingl, Schriftsteller (1830-1909).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 3. XI. 1878.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Glaube an das Schöne! An was Du sonst glaubst oder nicht glaubst ist mir von geringerer Bedeutung".‎

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‎Pestalozzi, Johann Heinrich, Swiss educator and reformer (1746-1827).‎

‎Autograph letter signed ("Pestalozzi"). Yverdon, 3 July 1812.‎

‎4to. 1 page. Unpublished letter to the Zurich merchant David Esslinger, in business matters: "Verehrter lieber Freund! Weilemann [i.e. the linguist Johann Jakob Weilenmann, 1787-1827] wird Ihnen bei seinem Aufenthalt in Zürich wie ich hoffe auch erzählt haben, wie es um Ihren lieben Kleinen stehe; und wie er sich beim lernen und in seinem übrigen Benehmen anlaße. Ich bleibe also bei dem was er Ihnen gesagt, und habe Sie itzt nur noch um die Gefälligkeit ansprechen wollen eine Anweisung von £239 4s die ich heute zu Gunsten des hiesigen Jacob Ellenberger ausstelle, bei Vorkommen zu berichtigen. Sie verzeihen daß dieselbe dießmal die hier beigefügte Rechnung um ca. 100 Fr. übersteigt, die sich bei bei der künftigen finden werden [...]". - Slight damage to edges, traces of folding. Pestalozzi, Sämtl. Briefe VIII (Zurich 1966), no. 3014 (without the text).‎

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‎Pfau, Ludwig, Schriftsteller, Publizist und Revolutionär (1821-1894).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Mentone, 11. XII. 1891.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Fedor Mamroth (1850-1907), den Feuilletonredakteur der "Frankfurter Zeitung": "Vom Stuttgarter 'Beobachter' erhalte ich eine Anfrage, ob ich meine Einwilligung zum Abdruck meines Reisebriefes in der 'Frankft. Zeitung' gebe. Obwohl ich nun seit Jahren - und aus guten Gründen - mit derselben außer Beziehung stehe, so gibt es am Ende doch für Alles eine Verjährung und ich würde bei irgend einem andern Feuilleton Ihren Wunsch gern erfüllen. Hier habe ich jedoch die Abwehrung 'Nachdruck verboten' - die ich sonst nie anwende - mit guten Gründen vorangesetzt. Die Erzählung ist nämlich wörtlich wahr, und die alte Frau lebt noch in Zürich inmitten von Verwandten von etwas zugeknöpfter Sorte, welche ihr das Leben schwer machen könnten, wenn diese Geschichte an die große Glocke gehängt würde [...]".‎

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‎Pfizer, Gustav, Schriftsteller und Übersetzer (1807-1890).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Stuttgart, 1. IV. 1842.‎

‎1 S. Qu.-gr.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An Faktor Hvaß: "Es sind mir gestern Abend vier Bogen von Klinger zur Revision zugeschickt worden; da hievon bisher nie gesprochen worden, bin ich jetzt gerade, wo meine Zeit sonst in Anspruch genommen ist, gar nicht darauf eingerichtet und gefasst, ein in so rascher Folge zu druckendes zwölfbändiges Werk zu revidiren, zumal da ich ganz kürzlich alle zwölf Bände durchlesen [sic] habe [...]".‎

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‎Pflanzl, Otto, Schriftsteller (1865-1943).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Ganzfigürliches Portrait im ¾-Profil.‎

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‎Philippi, Felix, Schriftsteller und Regisseur (1851-1921).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 10. XI. [nach 1906].‎

‎1 S. 8vo. An einen Herrn Klein: "Am 14. wird im 'Kleinen Schauspielhause' der zweite Theil meiner Pariser Schattenspiele zur Aufführung gelangen. Wie ich höre, collidirt diese mit der Premiere der Rabensteinerin in Deutschland. Ich möchte sie nun, sehr verehrter Herr, aufs Herzlichste bitten, wenn Sie persönlich verhindert sein sollten, für einen Ersatzmann freundlichst Sorge tragen zu wollen [...]". - Philippi war Spielleiter am Augsburger Stadttheater, wo er u. a. die ersten deutschen Aufführungen von Ibsens Dramen inszenierte. Als freier Schriftsteller war er seit 1891 in Berlin tätig und schrieb vorwiegend Dramen. Zu seinen vom französischen Theater beeinflußten Werken gehört u. a. "Das Erbe" (1899). Als Erzähler widmete er sich vornehmlich Themen aus dem Altberliner Leben.‎

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