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‎Panin, Viktor Nikititsch Graf, russischer Justizminister (1801-1874).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D., [1853]‎

‎3 Zeilen. 8vo. Mit eh. Adresse "Madame la Princesse Wittgenstein" und Siegelresten (Faltbrief). An eine Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein, wahrscheinlich Leonilla Iwanowna Barjatinskaja mit der Ankündigung eines Besuches: "J'aurai l'honneur, Madame de passer chez Vous demain entre 2 et 3h [...]". - Der Großgrundbesitzer und Jurist Viktor Nikititsch Graf Panin diente von 1841 bis 1862 den Zaren Nikolaus I. und Alexander II. als Justizminister. Die von Alexander II. angestrebte Beendigung der Leibeigenschaft der russischen Bauern versuchte Panin lange zu verzögern; erst 1861 wurden die "Großen Reformen" durchgesetzt. - Knittrig. Mit Sammlernotizen in Buntstift, Blei und Tinte (Datierung) recto.‎

‎Pattai, Robert, Politiker und Jurist (1846-1920).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 10. II. 1917.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen nicht namentlich genannten Ministerialrat mit der Bitte um einen Gesprächstermin: "Möchte gern wegen einiger Aktenmäßiger Auskünfte mit Ew. Hochwohlgeboren sprechen. Bin jedoch etwas unwohl und daher mit meinem ganzen Studienaparat [!] in meiner Wohnung in Ihrer nächsten Nähe [...]. Wollten sich Herr Ministerialrat zu mir bemühen? [...]". - Nach Anfängen in der deutschnationalen Bewegung um den radikalen Antisemiten Georg von Schönerer schloss sich Robert Pattei der Christlichsozialen Partei an. Er diente als Reichsratsabgeordneter für Mariahilf und saß im Niederösterreichischen Landtag, 1917 wurde Pattai ins Herrenhaus berufen. - Auf Briefpapier mit lithogr. Briefkopf und geprägter Adresse. Gefaltet. Mit Empfängernotizen in Blei.‎

‎Pattai, Robert, Politiker und Jurist (1846-1920).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D., [1917/1918]‎

‎3 Zeilen. Visitkartenformat. Dankesschreiben auf lithogr. Visitkarte: "Verbindlichsten Dank für die freundl. Wünsche - aber wo bleibt jetzt unsere Staatssprache?" - Die Datierung auf 1917/18 kann anhand der Visitkarte vorgenommen werden, die ihren Träger als "lebenslängliches Mitglied des Österreichischen Herrenhauses" ausweist. Nach Anfängen in der deutschnationalen Bewegung um den radikalen Antisemiten Georg von Schönerer schloss sich Robert Pattei der Christlichsozialen Partei an. Er diente als Reichsratsabgeordneter für Mariahilf und saß im Niederösterreichischen Landtag. 1917 wurde Pattai in das Herrenhaus berufen, dessen Abschaffung am 12. November 1918 erfolgte. - Mit Sammlernotizen in Blei (recto).‎

‎Peabody, George, American financier and philanthropist (1795-1869).‎

‎Autograph letter signed. [London] Palace Hotel, Buckingham Gate, 7. I. 1866.‎

‎8vo. 1 page on bifolium. With a signed full-length portrait by Disdéri in Paris (53 x 86 mm), mounted on cardboard (64 x 105 mm). To the American politician and diplomat Charles Francis Adams, Sr.: "You were so kind as to fix Tuesday the 30th as a convenient day to dine with me and it has proved & greatly so to Lord Stanley [i. e. the British statesman Edward Stanley, 1826-93] and the other members of the trust [i. e. the Peabody Trust, founded in 1862 as the Peabody Donation Fund] I have therefore merely to say that, the dinner will take place at this Hotel at 7 o'clock [...]". - Adams worked as an ambassador in London since 1861. - Two mounted newspaper clippings from April 1866 are loosely enclosed: one a transcript of a letter from the Queen to Peabody upon his leaving England, expressing her appreciation towards him and offering to have a miniature portrait of herself made for him, with his answer below; the other paraphrasing a speech given by Adams complimenting Peabody.‎

‎Penthièvre, Louis Jean Marie de Bourbon, duc de, Militär (1725-1793).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Sceaux, 22. III. 1777.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den französischen Kriegsminister Alexandre-Marie-Léonor de Saint-Mauris de Montbarrey über ein von ihm verfasstes Memorandum, in dem er die Beförderung des Dragoners und Schriftstellers Jean-Pierre Claris de Florian auf den Posten des auszumusternden Reynaud vorschlägt, dessen Bearbeitung sich jedoch verzögert und von dem er hofft, dass es keinen Einfluss auf die Anzahl der Soldaten in seinem Regiment haben wird: "Il vient de m'estre [!] mandé, Monsieur, que l'expédition du mémoire par lequel j'ai proposé Florian pour la réforme du Mr. de Reynaud, estait [!] remise au travail général sur les commissions de capitaine: j'en suit bien faché: mais au moins j'espere que ce mémoire sera distingué des nouvelles commissions, et ne diminuera point le nombre des sujets que j'aurai a proposer d'après la création que l'on annonce; la réforme du Mr. de Reynaud est chose absolument étrangere a cette création, et vous me jetteriéz dans le plus grand embarras, par les circonstances ou je me trouve, si le nombre des sujets que j'aurai a proposer estait diminué. J'attends de vos nouvelles avec une véritable impatience, s'il vous estait possible d'accélerer la conclusion de ce qui regarde le Mr. de Reynaud et Florian, je vous en serais infiniment redevable [...]". - Florian war mit 13 Jahren als Page in den Dienst Penthièvres eingetreten, der ihn 1772 zum Offizier seines Dragonerregiments machte. Später zog Florian sich vom Militärdienst zurück und widmete sich ganz dem Schreiben; Penthièvre blieb zeitlebens sein Freund und Protektor.‎

‎Pepe, Guglielmo, Italian general and patriot (1783-1855).‎

‎Autograph letter signed. No place, 19 May [1837].‎

‎8vo. 1 page on bifolium. With autograph clipping signed (ca. 20 x 79 mm) and pencil drawing (191 x 274 mm). To M. Byrne about archival records in the Ministry of War regarding Irish forces in Naples and Sicily in the second half of the 18th century the addressee has apparently asked for, which, however, were destroyed or lost during the political turbulences between 1799 and 1821: "Je n'ai pas manqué d'écrire à Naples, pour obtenir les renseignements que vous devrez à Régard des Irlandais qui avaient servi dans le royaume, dans le seconde mitié du siecle passé. On m'a repondu que les invasions, et les changements politiques que ce malheureux pays subit dépuis 1799, jusque à 1821, ont fait detruire, ou bien égarer, dans les archives du ministère de la guerre, tous les papiers qui auraient pu rappeler les services militaires des braves Irlandais dans les deux Siciles. Je regrette beaucoup que les circonstances indiquées, ne m'aient pas permis de vous rendre un bien petit service [...]". - Slightly duststained.‎

‎Pernerstorfer, Engelbert, Journalist und Politiker (1850-1918).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 17. VII. 1917.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Kuvert. Geschäftsbrief an den Kohlenhändler Oskar Berl: "danke ich verbindlichst für die Kolensendung [!] u. bitte um gütige Zusendung der Rechnung [...]". - Nach politischen Anfängen im deutschnationalen Kreis um Georg von Schönerer schloss sich Pernerstorfer 1896 der Sozialdemokratischen Deutschen Arbeiter-Partei an. Dort stieg er neben Victor Adler, mit dem er bereits vor dem Bruch mit Schönerer gemeinsam am Linzer Programm von 1882 gearbeitet hatte, zu einer der führenden Persönlichkeiten auf. Innerhalb der Sozialdemokratie vertrat Pernerstorfer den deutschnationalen Parteiflügel. Von 1901 bis 1917 war er Reichsratsabgeordneter, ab 1907 Vizepräsident des Abgeordnetenhauses. - Auf Briefpapier mit lithogr. Briefkopf. Gefaltet‎

‎Pernerstorfer, Engelbert, Journalist und Politiker (1850-1918).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, o. D.‎

‎1 S. 8vo. Auf Briefpapier der Zeitschrift "Deutsche Worte" an einen nicht namentlich genannten Empfänger, eine mögliche Replik auf einen Artikel des Nationalökonomen Julius Platter betreffend: "Weder von Ihnen noch von Schnapper-Arndt höre ich etwas inbezug auf Platters Artikel. Ich würde gerne eine vernünftige Erwägung gegen Platter bringen. Falls Sie noch in Wien sind, besuchen Sie mich vielleicht einmal. Vormittags zwischen 10 u. 12 Uhr bin ich gewönlich [!] zu Hause u. da ich in Ihrer nächsten Nähe wone [!], so macht es Ihnen vielleicht auch keine Schwierigkeit [...]". - Tatsächlich erschien im Frühjahr 1888 in Pernerstorfers Zeitschrift "Deutsche Worte" die Replik des Statistikers Gottlieb Schnapper-Arndt (1846-1904) auf Julius Platters Artikel "Der Wucher und die Bauern in Deutschland". Platter hatte antisemitische Passagen aus einer Enquete zum Wucher des "Deutschen Vereins für Socialpolitik" unkritisch übernommen. In seiner Replik plädiert Schnapper-Arndt, der selbst Jude war, dafür einzelne Bevölkerungsgruppen nicht allein für soziale Probleme verantwortlich zu machen. Ob sich Pernerstorfer im vorliegenden Brief auf eben diesen Artikel Platters bezieht, muss offen bleiben. - Nach politischen Anfängen im deutschnationalen Kreis um Georg von Schönerer schloss sich Engelbert Pernerstorfer 1896 der Sozialdemokratischen Deutschen Arbeiter-Partei an. Neben Victor Adler, mit dem er bereits vor dem Bruch mit Schönerer gemeinsam am Linzer Programm von 1882 gearbeitet hatte, stieg er zu einer der führenden Persönlichkeiten in der Partei auf. Innerhalb der Sozialdemokratie vertrat Pernerstorfer den deutschnationalen Flügel. Dennoch einte Pernerstorfer und Adler ihre Ablehnung von Schönerers radikalem Antisemitismus. - Die 1881 gegründete Zeitschrift "Deutsche Worte" war ursprünglich ein Publikationsorgan Schönerers, wobei Pernersdorfer als Mitherausgeber und Chefredakteur fungierte. Nach vollzogenem Bruch 1883 wurde Pernerstorfer zum alleinigen Herausgeber, während Schönerer die Zeitschrift "Unverfälschte Deutsche Worte" aus der Taufe hob. - Mit kleineren Randeinrissen und Läsuren.‎

‎Pétion de Villeneuve, Jérôme, Revolutionär und Pariser Bürgermeister (1756-1794).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 16. VI. [1791].‎

‎5 Zeilen. 8vo. An Pierre-Louis Manuel (1751-93), Mitglied der Stadtverwaltung von Paris, mit der Bitte, die Assemblée nationale constituante von seiner Abwesenheit zu informieren: "Salut et amitiés. Je suis obligé de me rendre les sept heures au Directoire du département ainsi je Vous prie de prevenir l'assemblée que je n'aurai pas l'honneur de la présider [...]". - Der Brief ist wahrscheinlich im Jahr 1791 entstanden, kurz vor Auflösung der Assemblée nationale constituante und fünf Monate vor Pétion de Villeneuves Wahl zum Pariser Bürgermeister. Aufgrund seiner Position in der Stadtverwaltung (Commune de Paris) arbeitete Pierre-Louis Manuel später eng mit Pétion de Villeneuve zusammen. Beide Politiker wurden im September 1792 in die neu konstituierte Convention nationale gewählt, Pétion de Villeneuve fungierte kurzzeitig als deren Präsident. Pierre-Louis Manuel verzichtete am 17. Januar 1793 aufgrund seiner Gegnerschaft zum Todesurteil gegen Ludwig XVI. auf sein Mandat und verließ Paris. Im August 1793 folgte seine Verhaftung und bald darauf das am 17. November vollstreckte Todesurteil durch ein Revolutionstribunal. Jérôme Pétion de Villeneuve Pétion wurde im Frühjahr desselben Jahres von seinem einstigen Freund Robespierre beschuldigt, Mitwisser des Verräters Charles-François Dumouriez gewesen zu sein, und entzog sich am 24. Juni 1793 der Verhaftung durch Flucht nach Caen. Dort unterstützte er den erfolglosen Aufstand der Normandie gegen den Nationalkonvent. Im Juni 1794 nahm sich Pétion de Villeneuve auf der Flucht das Leben. - Mit Sammlerstempel und Sammlernotiz in Blei (recto).‎

‎Peucker, Eduard von, preußischer General (1791-1876).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 30. VII. 1854.‎

‎1 S. 4to. Möglicherweise im Zusammenhang mit dem damals gerade aktuellen Krimkrieg stehender Brief an einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Alles, was ich Dir prophezeit habe, bis in die kleinsten Details erfüllt, und ich fürchte, wir werden noch sehr ernste Augenblicke erleben. Die mächtige Gewalt weltgeschichtlicher, auf großen, zwingenden politischen Nothwendigkeiten beruhenden Krisen läßt sich durch Nichts aufhalten, und zermalmt Alles was sich ihr entgegenstellt [...]". - Knapp eineinhalb Monate darauf sollten die alliierten Briten und Franzosen auf der Halbinsel Krim landen.‎

‎Pfaff, Leopold, Jurist (1837-1914).‎

‎Eigenh. Visitkarte. O. O. u. D.‎

‎2 Zeilen. Visitkartenformat. Lithogr. Visitkarte mit Danksagung: "mit verbindlichstem Dank für die gütigen Glückwünsche". - Leopold Pfaff lehrte und forschte von 1872 bis zu seiner Emeritierung 1905 als Professor für österreichisches Zivilrecht an der Universität Wien. Seit 1897 war er Mitglied des Herrenhauses. - Text tw. leicht verschmiert.‎

‎Podbielski, Theophil von, preußischer General (1814-1879).‎

‎Eigenh. Adresse. O. O., [um bzw. nach 1869].‎

‎1 S. Qu.-4to. Adressiert an den Heraldiker Friedrich Warnecke, der seit 1869 als Geheimer expedierender Sekretär und Kalkulator im Preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe tätig war.‎

‎Primrose, Archibald, 5th Earl of Rosebery, British Prime Minister (1847-1929).‎

‎Autograph letter signed ("R"). [London], 11. II. 1882.‎

‎8vo. 1¼ pp. Together with a portrait photograph. To Lord Frederick Cavendish (1836-82), then Financial Secretary to the Treasury: "My dear Cavendish - Many thanks. I think my uncle's position very fair. Could you not send one of your men down to enquire into the possibility of what I propose. It seems very anomalous that fisheries and the fine arts should be inseparably connected in Scotland! But all that I propose is that the Board should extend their benevolent care to salmon as well as herrings - Would you dine with me Wednesday March 1; on second thoughts I know you cannot because of the Speaker's dinner [...]". - Lord Cavendish was appointed Chief Secretary to the Lord-Lieutenant of Ireland later that year. On 6 May 1882, the day he took his office in Dublin, Cavendish and the Lord Lieutenant Earl Spencer were assassinated by Irish nationalists. - On stationery with embossed letterhead "Secretary Of State / Home Department". Somewhat duststained and slightly spotty. Traces of former mounting on reverse.‎

‎Prittwitz, Moritz Karl Ernst von, preuß. General (1795-1885).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 10. I. 1856.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Sohn von Julius Dielitz, dem Generalsekretär der königlichen Museen in Berlin: "In der Voraussetzung, daß es Ihnen keine Mühe machen werde, erlaube ich mir, Sie zu bitten, durch Ihren Herrn Vater, mir eine Eintritts Carte zum Kupferstich-Kabinet des königl. Museums für mich und meine Familie, womöglich auf längere Zeit - gefälligst zu verschaffen [...]". - Bl. 2 mit kleinem Ausriß durch Brieföffnung.‎

‎Proskowetz von Proskow und Marstorff der Ältere, Emanuel Rt. von, Agronom und Politiker (1818-1909).‎

‎Eigenh. Brief mit U. (Brünn) [Briefkopf], 15. III. 1892.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen nicht namentlich genannten "Freund und College[n]": "Beantwortend dein Werthes von gestern bedauere ich, derzeit von keiner vacanten Stelle für deinen empfohlenen Hrn. Tatra zu wissen! Ich habe mir Hrn. Tatra vorgemerkt, und werde mich um seine Placierung bekümmern [...]". - Proskowetz "erwarb sich große Verdienste um die Modernisierung der mährischen Landwirtschaft und der österreichischen Zuckerindustrie, zu deren Begründern er gehörte" (ÖBL). Der vielfach geehrte und ausgezeichnete Agronom war zudem knapp vierzig Jahre lang Abgeordneter des Reichsrats, 1899 wurde er Mitglied des Herrenhauses. - Auf Briefpapier des Brünner Landhauses. Gefaltet.‎

‎Proskowetz von Proskow und Marstorff der Ältere, Emanuel Rt. von, Agronom und Politiker (1818-1909).‎

‎Eigenh. Kartenbrief mit U. Wien, 24. I. 1889.‎

‎1 S. 8vo.Mit eh. Adresse. An den Brauunternehmer und Politiker Wilhelm Schaup (1838-99), eine Auskunft betreffend: "Dein Werthes von gestern habe erhalten, habe mich bereits in Wischau [Vyškov] erkundigt, werde dir hoffentlich sehr bald Auskünfte von dort mittheilen können! Ich fahre am 28. ds. fort und bin am 30. o. 31. ds. wieder da. Ich habe in der gewünschten unauffälligen Weise recherchirt! [...]". - Proskowetz "erwarb sich große Verdienste um die Modernisierung der mährischen Landwirtschaft und der österreichischen Zuckerindustrie, zu deren Begründern er gehörte" (ÖBL). Der vielfach geehrte und ausgezeichnete Agronom war zudem knapp vierzig Jahre lang Abgeordneter des Reichsrats, 1899 wurde er Mitglied des Herrenhauses. - Wilhelm Schaup war der Sohn des Bankiers Franz Schaup, der 1858 die Wirtshausbrauerei Zipf gekauft und stark ausgebaut hatte. 1864 übernahm Wilhelm Schaup den Betrieb und baute ihn zum größten und modernsten in Oberösterreich aus. - Mit Ausriss durch Entfernung der Briefmarke.‎

‎Radler, Friedrich von, Schriftsteller (1847-1924).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. Wien, o. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. An einen Freund: "Unseren besten Dank für die schönen Burgtheatersitze. Es war ein herrlicher Genuss [...]".‎

‎Radowitz, Joseph Maria Ernst von, preußischer General (1797-1853).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wohl Frankfurt, "Son[n]abend Morgen", o. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An einen Hrn. Schmerber, wohl der Frankfurter Buchhändler Siegmund Schmerber: "Mir liegt wesentlich daran, Montalembert's Elisabeth heute vor 1 Uhr zu besitzen um das Buch zum Geschenk nach Berlin zu schicken. Wenn Sie es nicht auf dem Lager haben, lieber Herr Schmerber, so haben Sie wohl die Gefälligkeit gleich in andern Buchhandlungen nachfragen zu lassen und es meinem harrenden Bedienten mitzugeben [...]". - Das Adreßblatt mit kleinem Ausschnitt (keine Textberührung).‎

‎Radowitz, Joseph Maria Ernst von, preußischer General (1797-1853).‎

‎Eigenh. Notiz mit U. O. O., 24. IX. o. J.‎

‎1 S. Qu.-schmal 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Mit der Bitte um sichere Besorgung und vielen Grüßen | vRadowitz| 24 Septbr". - Beiliegend ein Holzstichportrait.‎

‎Rapp, Jean, comte de, General (1771-1821).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Wohl Paris, Dezember 1819].‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). An eine Madame Fortuna (der Nachname in der Adresse alt getilgt). Rapp habe die Nachricht erhalten, dass der frz. Feldherr Anne Jean Marie René Savary, Duc de Rovigo, gerade in das Staatsgefängnis (Prison de l'Abbaye) gebracht worden wäre. Ein gewisser M. Martin habe Rapp in einem der Pariser Salons Falschaussagen in der Korrespondenz mit Savary unterstellt. Rapp hätte Savary empfohlen nicht nach Paris zu kommen. Rapp wäre zudem ebenso "monarchistisch" geworden wie das aktuelle Ministerium. Rapp empört sich, dass ihm jemand solche Dummheiten angedichtet habe. Die Adressatin kenne ja seinen Brief und dessen Inhalt. Mme Savary hingegen sei so schlecht umgeben und beraten, dass nichts des Lächerlichen, das ihr Haus verlässt, Rapp noch verwundern könne. Abschließen erwähnt Rapp, er leide an einem Erkältungsfieber, würde aber Savary treffen, sobald er sich besser fühle: "On vient de me dire que Savary venoit d'etre conduit à l'abbaye, j'ai appris cette nouvelle avant celle de son Arrivée à Paris. Un Certain Mr Martin doit avoir dit dans un Sallon [!] de la capitale, que j'avois ecrit a Savary dans les termes suivant[s]. Je te conseille de ne pas venir à Paris il n'en est pas tems encore, Je suis devenu Ultra ainsi que le ministère actuel, je sais donc ce que se passe ne reviens pas. Comment peut on me faire ecrire de sottises pareilles, vous avez lu ma lettre, ou je vous ai fait part de son contenu. Vous voyez combien il est agreable d'etre utile à quelqu'un dans les tems ou nous vivons, Mme Savary est d'ailleurs si mal entourée, et si mal conseillé[e] que rien ce qui peut sortir de ridicule de sa maison ne m'étonne. Je suis au lit depuis que je vous ai vu j'ai une fievre de rhume, sitôt que je serai mieux j'irai voir Savary, malgré les sottises de ses alentours [...]". - Savary kehrte aus dem Exil Mitte Dezember 1819 nach Paris zurück. Gemäß den Gesetzen wurde er bei Ankunft in das Staatsgefängnis (Prison de l'Abbaye) gebracht, jedoch sehr höflich behandelt (vgl. Rovigo, Duc de: Mémoires [...] Tome VI. Paris / Londre: Colburn, 1828, S. 193). - Bl. 2 mit kleinem Ausriss durch Brieföffnung und Resten des Briefverschlusses.‎

‎Redlich, Josef, Politiker (1869-1936).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. Wien, 29. V. 1907.‎

‎1 Zeile. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Dankt bestens f. Ihe frdl. Glückwünsche". - Mit Spuren alter Montage verso.‎

‎Reichlin-Meldegg, Theophil von, bayerischer General (1846-1910).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Ehrenhausen, 7. III. 1876.‎

‎1 S. 8vo. Wohl an eine Schreibwarenhandlung: "Ich benöthige Zeichenpapier von 70 ctm Höhe und 1 Meter Länge. - Es kann wenn nicht anders in der Mitte nach der Höhe gefaltet sein, - von Qualität fest [...] Haben Sie die Gefälligkeit mir davon 3 Blätter wohlverpackt, sodaß es keine Büge bekömmet, zuzusenden [...]". - Auf Briefpapier mit farbig gepr. Monogrammvignette.‎

‎[Reichsratsabgeordnete].‎

‎Ca. 300 ausgeschnittene und montierte U. O. O. u. D.‎

‎8½ SS. (davon 3½ SS. auf 2 Doppelbll.). 4to. Abgeordnete des österreichischen Reichsrats, Sammlung aller (?) Unterschriften, Jahrgang unbekannt. - Abgordnete wie David Abrahamowicz, Adolf Beer, Sigmund Berchtold, Karl Bertolini-Monteplaneta (gest. 1889), Adolf Bohaty, Lovro Borcic, Manfred Borelli-Wrana (bis 1888), Georg Bromovský-Dunin (1889 abgelobt), Cajetan Bulat, uvm.‎

‎Reschid Pascha, Mustafa, Staatsmann und Diplomat (1800-1858).‎

‎Brief mit eigenh. U. Constantinople [Istanbul], 8. XI. 1846.‎

‎2¼ SS. auf Doppelblatt. 4to. In französischer Sprache, Dankesschreiben an einen unbekannten Empfänger für Gratulationen anlässlich Reschid Paschas erster Ernennung zum Großwesir: "J'ai reçu bien des complimens bien des félicitations sur ma nomination récénte à la dignité de Vizirat. Mais aucun d'eux ne m'a été plus agréable que ceux que vous m'adressez à cette occasion. Tout en me réjouissant avec vous de la haute faveur dont Sa Majésté m'a honoré, Je ne me dissimule pas la tache bien pénible qu'elle m'impose. Cependant Je me flatte d'espoir qu'en exaucant les voeux des amis comme vous, la providence daignera venir à mon aide. A que la bienveillance du prince à laquelle je attache un très haut prix me favorisera de son appui cordial. Je vous remercie beaucoup du témoignage que vous me rendez des sentimens de votre chére famille à mon égard. Je vous prie de croire et de lui faire croire que la satisfaction que j'en ai eprouvée, est bien grande [...]". - Nach einer erfolgreichen Karriere als Diplomat wurde der westlich orientierte Reformpolitiker Mustafa Raschid Pascha 1846 erstmals zum Großwesir ernannt. Bis zu seinem Tod 1858 sollte Raschid das Amt mit Unterbrechungen sechsmal inne haben. Als bedeutendes weltpolitisches Ereignis fiel der Krimkrieg (1853-56) in seine Amtszeit, in dem er mit Frankreich und Großbritannien ein erfolgreiches Bündnis gegen Russland schloss. - Gefaltet. Mit Spuren von alter Montage.‎

‎Reuter, Ludwig von, Admiral (1869-1943).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., [nach Jänner 1920].‎

‎1 S. Visitkartenformat. "Ludwig von Reuter | Vizeadmiral a. D. | 21. Juni 1919". - Ludwig von Reuter hatte am 21. Juni 1919 - dem letzten Tag der Frist, die der deutschen Regierung für die Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags gesetzt worden war - den Befehl zur Selbstversenkung der in der Bucht von Scarpa Flow internierten deutschen Hochseeflotte gegeben. Die neun dabei zu Tode gekommenen Seeleute waren die letzten deutschen Kriegstoten des Ersten Weltkriegs. Reuter und knapp 1800 Offiziere und Mannschaften kamen in britische Gefangenschaft; er selbst konnte Anfang des darauffolgenden Jahres nach Deutschland zurückkehren.‎

‎Reventlow, Konrad, dänischer Premierminister und Großkanzler (1644-1708).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O., 7. V. 1693.‎

‎10 Zeilen auf Ausschnitt (ca. 203:60 mm). Laut Sammlernotiz in Blei stammt der Ausschnitt von einem Brief an den Astronomen und Politiker Ole Rømer (1644-1710), der Berühmtheit für den 1676 erbrachten Nachweis der Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit erlangte. - Die sieben Textzeilen (recto) in dänischer Sprache teilweise beschnitten. Mit beidseitig dunkler Verfärbung durch Wasserschaden am Rand, die die Unterschrift teilweise erfasst und Spur von früherer Montage (verso).‎

‎Richter, Eugen, Politiker und Journalist (1838-1906).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. O. O. u. D.‎

‎8 Zeilen. Postkartenformat. Mit eh. Adresse. An die Redaktion einer Zeitschrift. - Eugen Richter war als führender Liberaler Politiker (Deutsche Fortschrittspartei, Deutsche Freisinnige Partei, Freisinnige Volkspartei) und einflussreicher Publizist ein bedeutender Gegenspieler Otto von Bismarcks. Bis 1905 hielt er ein Reichstagsmandat inne, das er wegen Krankheit aufgeben musste. - Mit Textverlust durch Briefmarkenausschnitt.‎

‎Richthofen, Oswald Frh. von, Diplomat (1847-1906).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., (3. III. 1894) [Empfangsnotiz].‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Beschwerdebrief an einen Winzer in Weimar: "Muss Ihnen leider mittheilen, [daß] der letztgesandte Weisswein uns gar nicht behagt. Wir waren mit dem im December gelieferten so sehr zufrieden, er war rund u. kräftig im Geschmack [...]". - Der erfolgreiche Diplomat Oswald von Richthofen war zu diesem Zeitpunkt deutscher Gesandter in Kairo und stieg 1900 bis zum Staatssekretär im Auswertigen Amt auf. - Mit Empfangsnotiz (verso). Mehrfach gefaltet und leicht knittrig.‎

‎Ritter, François Joseph, Jurist und Politiker (1758-1809).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 31. XII. 1797.‎

‎1 S. und 2 Zeilen. 4to. An Francois Joseph Rudler, Regierungskommisar in den eroberten Ländern über dem Niederrhein: "Le Citoyen Benjamin, Negociant de Cette Commune, associé d'une Compagnie de patriotes qui a entreprise le service des bois et lumières pour toutes les Armées et divisions militaires de la République et pays conquis, se rend dans le bas Rhin pour organiser et assurer ce service; il m'a demandé pour toi une lettre de Recommandation; je la lui accorde d'autant plus volontiers, que je connais ses bonnes intentions et son exactitude à bien remplis les engagement parmi ses associés quelques amis Communs à toi et à moi. je te prie donc de lui donner tous les moyens qui sont en ton pouvoir pour lui faciliter ceux de tirer fruit de sa mission et d'être promptement utile à l'Armée; tu rendra en même tems service et à l'amitié et à l'humanité [...]". (Übers.: "Der Bürger Benjamin, Kaufmann dieser Gemeinde, Mitarbeiter einer Patrioten-Kompanie, die den Dienst von Holz und Lichtern für alle Armeen und militärischen Divisionen der Republik und der eroberten Länder übernommen hat, geht an den Niederrhein, um diesen Dienst zu organisieren und zu gewährleisten; er bat mich um ein Empfehlungsschreiben deinethalben; ich erteile es umso bereitwilliger, da ich seine guten Absichten und seine Genauigkeit kenne, die Verpflichtungen unter seiner Mitarbeiter, einigen Freunden, die Dir und mir gemeinsam sind, gut zu erfüllen. Ich bitte Dich daher, ihm alle Mittel, die in Deiner Macht stehen, zu geben, damit er leichter von seiner Mission profitieren und der Armee sofort nützlich sein kann; gleichzeitig wirst Du damit der Freundschaft und der Menschlichkeit einen Dienst erweisen [...]"). - Mit vorgedr. Briefkopf und Ausriss am untern linken Eck (geringf. Textverlust).‎

‎Rivaud du Vignaud, François [?], Politiker (1754-1836).‎

‎Brief mit eigenh. U. Mainz, 15. X. 1795.‎

‎1 S. Folio. Mit Siegel. An den Petitionär und Priester Schindelar mit der Antwort auf dessen Ansuchen: "Il sera [suivi?] à l'égard du pétitionnaire [d'y partir en Dernier?] Relatif aux Pretres dans le Pays conquis. [C'est?] à mon arrêté [vu?]. Le Representant du Peuple Près l'armée de Rhin et Moselle approuvé le Renvoi [...]". (Übers.: "Es wird in Bezug auf den Petenten gefolgt, die Priester in des eroberten Landes betreffend, von dort als Letzter abzureisen. Dies nach dem von mir gefertigten Erlass. Der Volksvertreter bei der Armee von Rhein und Mosel stimmt der Verweisung zu [...]" [?]). - Schindelars Ansuchen (Mendelsheim, 5. X. 1795) lautet: "La Municipalité de Bliescastell m'a fait signifier un Decret du 28 fructidor par lequel tout Pretre reconnu avoir quitté les Pays conquis entre Rhin et Moselle a l'epoque de l'invasion des Trouppes françaises et rentré depuis, devoit etre deporté. Je suis pret a me soumettre à tous les Ordres, mais je coirs nullement etre compris dans le nombre de ceux, qui doivent partir. J'ai fait il y a environ deux ans un Voyage en affaire de famille chez un de mes freres a Prague, et j'ai fait deservir en attendant comme toujours ma Paroisse par un Vicaire. Je suis revenu depuis treize mois, les passages etaient libres, et il n'existoit aucune loi de se pouvoir d'un Passeport du Representant, le tout attesté par le Certificat joint de la Municipalité. Cependant des gens malintentionné pourroit me chercher chicquanne quoique je n'aye jamais excité aucune trouble contre les Loix de la Republique, c'est pourquoi j'ai l'honneur de presenter ma tres humble Requete, ne pouvant me sister [?] moime, selon le certificat joint du Medecin, avec confiance d'obtenir de votre Justice une Authorisation de pouvoir rester dans ma Paroisse, promettant qu'aucun trouble y sera excité par ma faute [...]". (Übers.: "Die Gemeinde Bliescastell übermittelt mir eine Verordnung vom 28. Fructidor, wobei alle anerkannten Priester das eroberte Land zwischen Rhein und Mosel verlassen müssen für Zeit der Invasion der französisch Truppen und bei Rückkehr, müssen diese abgeschoben werden. Ich bin bereit, mich allen Befehlen zu unterwerfen, kann aber auf keinen Fall in die Anzahl derjenigen aufgenommen werden, die gehen müssen. Vor ungefähr zwei Jahren unternahm ich eine Geschäftsreise zwecks Familienangelegenheiten zu einem meiner Brüder in Prag und wartete wie immer auf meinen Gemeinde als ich durch einen Vikar in Misskredit gebracht wurde. Ich bin seit dreizehn Monaten zurückgekehrt, die Passagen waren frei, und es gab kein Gesetz, das einen Pass des (Volks-)Vertreters vorschrieb, wie es die beigelegte Bescheinigung der Gemeinde bestätigt. Doch böswillige Menschen könnten Streit mit mir suchen, obwohl ich nie gegen die Gesetze der Republik verstoßen habe, weshalb ich die Ehre habe, meine bescheidene Bitte vorzulegen, da ich nicht in der Lage bin, mich selbst zu vertreten, wie aus dem Zertifikat hervorgeht. Beiliegend die Bescheinigung des Doktors, mit der Zuversicht, von Ihrer Justiz die Erlaubnis zu erhalten in meiner Pfarrei bleiben zu können und versprechend, dass keine Störung durch meine Schuld erregt werde [...]".‎

‎Roberjot, Claude, Mitglied im Rat der Fünfhundert (1752-1799).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Namur, 10. VI. 1799.‎

‎1 S. 4to. An den Direktor "de la Régie Nationale des Pays d'entre Meuse et Rhin" (der Länder zw. Maas u. Rhein): "J'apprends, citoyen, que les préposés au Rouen n'ont pas encore fourni les fers necessaires à l'exploitation de la Mine Calaminaire et que le Controleur se livre à des opérations qui different de celles de l'inspecteur des domaines Nationaux, le même Controleur désireroit aussi que vous lui confiez trois à quatre cent livres pour des [...] dépense imprévues, je vous prie donc de prendre des information à ce sujet, et de faire exécuter l'arrêté que je pris. Recommandez aussi au Controleur de correspondre avec la commission des mines, J'ai aussi appris que la Nation étant au droit de l'electeur palatin, un Administrateur de Canton, le cit. Baum continue de percevoir les produits de la Mine de Colberg, entre Stolberg, et Eschwiler, il en percoit même les produits en Numéraire, l'objet est consequent, prenez aussi de renseignements. L'invention n'est pas encore fait à la Mine de Calamine [...]". (Übers.: "Ich erfahre, Bürger, dass die Agenten in Rouen noch nicht das notwendige Eisen für den Betrieb der Galmei-Zinkerz-Mine bereitgestellt haben und dass der Kontrolleur andere Operationen ausführt als der Inspektor der nationalen Domänen, derselbe Kontrolleur möchte auch, dass Sie ihm drei- bis vierhundert Pfund für [...] unerwartete Ausgaben geben, also bitte ich Sie, sich darüber zu informieren und das von mir erlassene Dekret durchzusetzen. Empfehlen Sie auch dem Kontrolleur, mit der Minen-Kommission zu korrespondieren. Ich habe zudem erfahren, dass die Nation direkt dem Pfälzischen Kurfürsten untersteht, ein Kantonsverwalter, Bürger Baum registriert fortwährend die Erträge des Bergwerks Colberg, zwischen Stolberg und Eschweiler entdeckt er sogar Erträge für Zahlungsmittel, das Objekt ist beachtlich, holen Sie darüber also auch Informationen ein. Solch eine Entdeckung wurde in der Galmei-Zinkerz-Mine noch nicht gemacht [...]"). - Mit vorgedr. Briefkopf des Volksvertreters "Representant du Peuple, Près les Armée du Nord & de Sambre & Meuse" und Verschlussrest. Mit mehreren Vermerken des Empfängers zu den einzelnen Absätzen.‎

‎Roberts, Frederick, 1st Earl Roberts, British military commander (1832-1914).‎

‎Autograph clipping signed. No place or date.‎

‎Ca. 48 x 114 mm. 1 page. With cabinet photograph (102 x 147 mm) mounted on cardboard (108 x 166 mm). Photograph by the London Stereoscopic Company.‎

‎Rothkirch und Panthen, Leopold Graf, Militär (1769-1839).‎

‎Brief mit eigenh. U. ("B[aro]n Rothkirch"). [Vermutlich in der Umgebung von Dresden], 25. VIII. 1813.‎

‎½ S. 4to. An das "hochlöbliche Corps Commando": "In Folge des ergangenen hochlöbl. Corps Commando Befehl, ermangelt Unterzeichneter nicht, gehorsamst anzuzeigen, daß er seinen Rang vom 23. July 1809 nimmt [...]". - Leopold Gf. Rothkirch und Panthen war während des Feldzuges 1812 als militärischer Bevollmächtigter für das österreichische Auxiliarcorps im Hauptquartier Napoleons. "Neue Lorbeern erkämpfte er sich im Jahre 1813 bei Dresden, vornehmlich aber bei Leipzig, wo er unter Nostiz eine Reiterbrigade commandirte und sich bei Ausführung jener, in der Kriegsgeschichte verherrlichten Cavallerie-Attaquen den Ruhm eines todesmuthigen Reitergenerals erwarb" (Wurzbach XXVII, 112).‎

‎Rouher, Eugène, Staatsmann (1814-1884).‎

‎Lithographiertes Schreiben mit eigenh. Eintragungen u. U. Paris, 11. V. 1859.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. An einen Herrn Nicklès zu dessen Ernennung als Mitglied der Jury eines Landwirtschafts-Wettbewerbs in Straßburg: "j'ai l'honneur de vous annoncer que par ma décision de ce jour, je vous ai désigné pour remplir les fonctions de Membre du Jury du concours régional agricole de Strasbourg. Je désire vivement que vous puissiez accepter cette mission, et je vous prierai de vouloir bien m'en donner l'assurance. Je vous transmets ci joint un exemplaire de l'arrête qui regle les dispositions de l'exhibition [...]". - Zu diesem Zeitpunkt noch Landwirtschaftsminister (1855-63), stieg Rouher bald zum Staatsminister Napoleons III. auf (1863-69) und übte trotz seines Rücktritts aus Protest gegen zaghafte liberale Reformen bis zum Ende der Monarchie 1870 großen Einfluss auf den Kaiser aus. - Gefaltet und leicht knittrig.‎

‎Ruber, Ignaz Edler von, Jurist und Politiker (1845-1933).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, Dez. 1929.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Kuvert. Philosophische Sentenz an Berta Kolisko: "Moral ist angewandte Ethik, als deren Grundlage mir Schopenhauers Lehre: 'Niemanden kränken, vielmehr jeden nach Kräften stützen' - edler dünkt als Spinoza's Negierung des Mitleids oder Kants holder Pflichtgedanke [...]". - In dieser aphoristischen Apologie der Moral stellt Ruber Schopenhauers Mitleidsethik ("Neminem laede, immo omnes, quantum potes, iuva: Verletze niemanden, vielmehr hilf allen, soweit du kannst") über Spinozas Vernunftethik und den Kategorischen Imperativ Kants. - Ignaz Edler von Ruber wechselte 1896 nach einer juristischen Laufbahn als Sektionschef ins Justizministerium, das er 1897-99 als Justizminister in den Kabinetten Gautsch und Thun leitete. Danach stieg er bis zum Präsidenten des Obersten Gerichtshofs auf, wo er mitunter umstrittene Urteile fällte. - Gefaltet.‎

‎Ruber, Ignaz Edler von, Jurist und Politiker (1845-1933).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 20. IX. (o. J.).‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Entschuldigungsschreiben, wahrscheinlich an den Beamten und Abgeordneten Paul Schulz (1860-1919): "Ich bedauere lebhaftetst der freundlichen Einladung nicht folgen zu können, da ich leider bereits vergeben bin [...]". Die Identifikation des Empfängers nach einer Sammlernotiz in Blei verso. - Ignaz Edler von Ruber wechselte 1896 nach einer juristischen Laufbahn als Sektionschef ins Justizministerium, das er 1897-99 als Justizminister in den Kabinetten Gautsch und Thun leitete. Danach stieg er bis zum Präsidenten des Obersten Gerichtshofs auf, wo er mitunter umstrittene Urteile fällte. - Auf Briefpapier mit geprägtem Briefkopf des Präsidenten des K. K. Obersten Gerichtshofes.‎

‎Ruber, Ignaz Edler von, Jurist und Politiker (1845-1933).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.‎

‎4 Zeilen. Visitkartenformat. Visitkarte mit lithogr. Trauerrand und Namen mit handschriftlichem Zusatz: "einstmals Geh. Rath - Mitglied des Herrenhauses - Justizminister u Erster Präsident des obersten Gerichts- u. Kassationshofes". - Ignaz Edler von Ruber wechselte 1896 nach einer juristischen Laufbahn als Sektionschef ins Justizministerium, das er 1897-99 als Justizminister in den Kabinetten Gautsch und Thun leitete. Danach stieg er bis zum Präsidenten des Obersten Gerichtshofs auf, wo er mitunter umstrittene Urteile fällte.‎

‎Rudler, François Joseph baron [?], Richter und Verwaltungsbeamter (1757-1837).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Koblenz, 7. II. 1811.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. An einen Präfekten: "J'ai reçu la letter que vous m'avez fait l'honneur de m'écrire le Jour de hier et pour laquelle vous me demandez les pièces qui doivent être jointes à l'appui. De ma presentation comme candidat pour le sénat; J'ai déjà pris les mesures nécessaires pour les obtenir; J'aurai l'honneur de vous les adresser aussitôt qu'elles me seront parvenues [...]" (Übs.: "Ich habe das Schreiben erhalten, mit dem Sie mich am gestrigen Tag geehrt haben und worin Sie mich um die Beilage der Belege bitten. Von meiner Präsentation als Kandidat für den Senat: Ich habe bereits die notwendigen Schritte unternommen, um sie zu erhalten; ich werde die Ehre haben, sie Ihnen zu schicken, sobald sie bei mir eingegangen sind [...]").‎

‎Rudolf, Erzherzog von Österreich (1858-1889).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 27. XII. 1888.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Joseph von Weilen, den Leiter der deutschen Redaktion des sogenannten Kronprinzenwerks: "Innigsten Dank für Ihren Glückwunsch zu unserem freudigen Familienereignisse. Ich reise heute abends auch nach Abbazia, komme in einigen Tagen wieder zurück und werde Sie bei meiner Rückkehr gleich benachrichtigen [...]". - Bei dem "freudigen Familienereignisse" handelt es sich möglicherweise um den vierzigsten Jahrestag der Thronbesteigung seines Vaters Franz Joseph I. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand; mit kleinen Einrissen im Mittelfalz.‎

‎Rudolf, Erzherzog von Österreich (1858-1889).‎

‎Gedruckte Menükarte mit eigenh. U. O. O., 14. I. 1878.‎

‎1 S. 8vo. Mit farbig geprägtem Kronprinzenwappen. Beiliegend eines von Rudolfs Mundtüchern. Menükarte mit 14 Gerichten.‎

‎Russ, Viktor Wilhelm, Politiker (1840-1920).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 1. I. 1878.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen nicht namentlich genannten Kollegen zur Planung eines gemeinsamen Jagdausflugs mit dem Politiker und Kunstmäzen Nikolaus Dumba: "ich hoffe, diese Zeilen treffen Sie ausser Sorge um Ihre Kinderhäupter & beeile mich, Ihnen das Resultat meiner Abrede mit Dumba mitzuteilen. Er fährt heute am Neujahrstag nach Liezen & und akzeptiert Ihren Vorschlag am 4. Abds in Redl zu sein [...]". - Viktor Russ begann seine politische Karriere 1870 als Abgeordneter im Böhmischen Landtag. Im gleichen Jahr wurde er Reichsratsabgeordneter und konnte sein Mandat als Mitglied der Vereinigten Deutschen Linken bis 1900 halten. 1907 erfolgte die Ernennung zum lebenslangen Mitglied des Herrenhauses. Ein Schwerpunkt seiner Politik war der Verkehr, wobei er sich für die Verstaatlichung der Eisenbahn und die Förderung der Binnenschifffahrt engagierte. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.‎

‎Russ, Viktor Wilhelm, Politiker (1840-1920).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, o. J.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. Klein-8vo. An einen nicht namentlich genannten Empfänger: "ich wollte es einfach nicht glauben. Nun ichs muss, beeile ich mich, Ihnen mein aufrichtigstes Bedauern auszusprechen, erstlich, dass Sies getan, weil ein ausreichender Grund nicht vorliegt, sodann dass wir, wenn auch hoffentlich nur auf kurze Zeit Sie verlieren. Lassen Sie mich hoffen, daß ich bald im Hause sagen kann 'Auf wiedersehen!' [...]". - Viktor Russ begann seine politische Karriere 1870 als Abgeordneter im Böhmischen Landtag. Im gleichen Jahr wurde er Reichsratsabgeordneter und konnte sein Mandat als Mitglied der Vereinigten Deutschen Linken bis 1900 halten. 1907 erfolgte die Ernennung zum lebenslangen Mitglied des Herrenhauses. Ein Schwerpunkt seiner Politik war der Verkehr, wobei er sich für die Verstaatlichung der Eisenbahn und die Förderung der Binnenschifffahrt engagierte.‎

‎Salm-Salm, Felix Fst. zu, General (1828-1870).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎49:10m mm. Felix zu Salm-Salm diente beim preußischen, österreichischen, US-amerikanischen und mexikanischen Militär als Offizier und nahm an mehreren Kriegen in Amerika und Europa teil. 1866/67 diente er als Flügeladjutant des mexikanischen Kaisers Maximilian I.‎

‎Savary, Anne Jean Marie René, duc de Rovigo, French general (1774-1833).‎

‎Autograph letter signed. Graz, 23 July 1817.‎

‎4to. 1 p. on bifolium with integral address panel. To the chief of police at Trieste, M. de Cattani, thanking him for a letter and giving an account of his just-completed quarantine at Trieste's military hospital, where he had only limited access to his mail: - "Je viens de recevoir, Monsieur le conseiller, les details que vous avez eu la bonté de me transmettre par votre lettre du 19 de la mois, ainsi que la lettre qui y était incluse; je vous remercie de votre attention polie et j'en sens le prix. Mr Wilkinson ne pouvoit pas agire différemment vu les circonstances qui ont accompagné son départ, si je les avois connu plustot je ne vous eusse point donné la peine que vous avez bien voulu prendre. J'ai recu fort exactement tous mes papiers, hormis les lettres dont je vous parlois dans ma derniere et qui n'ont du etre envoyé à Vienne que postérieurement, d'après les indications que vous me donnéz je vais les reclamer, [...] moindre des inconvénients de la reclusion rigoureuse du lazaret de Trieste est de n'avoir laissé aucune facilité pour la négociation des lettres d'échange la quéstion, et vous devéz voire maintenant que cela etait parfaitement inutile, des agitateurs n'ont jamais d'alures franches et la loyauté a une caractère qui ne souffre pas l'ambiguité, mais enfin c'est chose faite je ne me souviens que de votre obligéance [...]". - After the Battle of Waterloo, Savary sought to accompany Napoleon to Saint Helena, but he was arrested aboard the HMS Bellerophon and interned at Malta. In April 1816 he escaped to Smyrna and in 1817 decided to go to Austria to defend himself against a death sentence passed against him for his role in the execution of the Duke of Enghien. He crossed over to Trieste, where he was quarantined at the military hospital before being brought to Graz and placed under police supervision (cf. Duc de Rovigo, Mémoires, vol. 6 [1828], p. 187f). - With papered seal; traces of old mounting on verso.‎

‎Schuster, Eugen, [?]‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.‎

‎1 Seite. Visitkartenformat. "Eugen Schuster k. k. Staatsanwaltssubstitut": "gratuliert herzlichst zur Ernennung u. bedauert die armen Jahre des Brucker-Gerichtsschreybers [?] [...]". - Mit einer Notiz: "Kanalgeruch. Nebengestank [?]".‎

‎Seidler, Ernst, Politiker (1862-1931).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 15. V. 1929.‎

‎2 SS. 4to. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Anläßlich des sehr betrüblichen Ablebens Ihres mir befreundeten und auch von mir hochgeschätzten Herrn Gemals erlaube ich mir Sie und Ihrer werten Familie der aufrichtigsten Anteilnahme zu versichern [...]".‎

‎Settembrini, Luigi, Italian man of letters and politician (1813-1877).‎

‎Autograph letter signed. Naples, 30. XI. 1865.‎

‎Large 8vo. ½ page on single leaf. With portrait photgraph. To the Italian historian and politician Pasquale Villari, concerning Villari's later wife Linda White Mazini: "Come ebbi la vostra lettera corsi dal Sr Clauson inglese per avere informazioni. Il Clauson scrisse alla Siga. White, la quale gli ha risposto con la lettera che vi acchiudo, in cui è detto ogni cosa che dalla vostra amica si desidera intorno alla scuola. Parte la posta, però scrivo breve [...]". - The precise nature of the information on a school that Settembrini obtained for his friend remains unclear. Pasquale Villari was a member of the Italian council of education and studied the English and Scottish school systems during his stay in Britain as a juror at the World Exhibition in 1862. Settembrini's letter shows, however, that Villari was already acquainted with his later wife and translator Linda White (1836-1915) at the time. The daughter of the merchant and politician James White was married to the Italian merchant Vincenzo Mazini from 1861 until his untimely death in 1869. Later she established herself as an author of fiction in Florence and held a well attended salon. White and Villari married in 1876 and had one son. Between 1878 and 1907 White translated several of her husband's historical works. - Creased and with defects from former mounting.‎

‎Sophie Friederike von Bayern, Erzherzogin, Kaiserinmutter (1805-1872).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Einladungsschreiben an Clemens Wenzel Fürst Metternich mit der Bitte um mündliche Zusage: "Pardon - mon Prince - que j'abuse de votre patience - mais V[ous] me rendriez bien heureuse si V[ou]s vouliez bien passer chez moi à cinq heures; je ne V[ous] demande encore qu'un oui verbal [...]". - Mit schwarzem Lacksiegel; im Mittelfalz zur Hälfte durchtrennt, sonst gut erhalten.‎

‎Trautmannsdorf-Weinsberg, Ferdinand d. J. Graf zu, Diplomat und Politiker (1825-1896).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 29. I. 1867.‎

‎2 SS. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ew Hochwohlgeboren bin ich sehr verbunden für Ihr gefälliges Schreiben vom 27t u. ich sehe Ihrer Hierherkunft mit Vergnügen entgegen. Was den Zeitpunkt Ihres Eintreffens dahier betrifft, worüber Sie meiner Ansicht einholen, so kann ich mich zu einer Entscheidung darüber nicht für berechtigt halten u. bitte sich darüber mit Hr Freiherren von Meysenbug zu benehmen. Ich bemerke dießfalls nur daß Hr. v. Rosti einen Urlaub von einigen Wochen angesucht hat u. daß es mir daher zur Erleichterung der Gewährung dieses von mir als gerechtfertigt unterstützten Gesuches rathsam erscheinen würde wenn Sie im Bälde hier eintreffen wollten, damit die Gesandtschaft in Bern nicht allzu lange über den für Ausgang Ihres Urlaubes berechneten Zeitpunkt hinaus der ihr zugewiesenen Arbeitskraft beraubt werde [...]". - "1859-66 war er ao. Gesandter und bevollmächtigter Minister im dynast. eng mit Preußen verbundenen Großhg.tum Baden. Auf diesem schwierigen Posten gelang es ihm - nach dem Scheitern der österr.-preuß. Einigungsversuche 1860/61 und vor dem Hintergrund des preuß. Verfassungskonflikts (1862) - dazu beizutragen, das Großhg.tum vorübergehend Preußen zu entfremden und 1863 zumindest zur Teilnahme am Frankfurter Fürstentag und 1866 zum vorübergehenden Eintritt in die von Österr. geführte antipreuß. Bundesexekution zu bewegen. Ende 1866 wurde T. in gleicher Funktion nach München versetzt, wo er bis 1868 wirkte, aber nicht verhindern konnte, dass Bayern und die südwestdt. Staaten sich immer stärker auf den Norddt. Bund ausrichteten" (ÖBL).‎

‎Trotsky, Leon, Bolshevik revolutionary and Marxist theorist (1879-1940).‎

‎18 letters signed, 13 with autograph courtesy, 1 signed with a paraph. Prinkipo, Büyükada, France, Norway, Coyoacan, 1932-1939.‎

‎A total of 19 pp. Folio and (large) 4to. In German and English. Highly political letters written during Trotsky's exile to his confidant Albert Glotzer, who, together with James P. Cannon and Max Shachtman, had founded the Trotskyist movement in the USA. Beginning shortly after Glotzer's extensive visit with Trotsky in Prinkipo, they mainly discuss the problems of concentrating the forces of the International Left Opposition against Stalin in Europe and America, the tactics in dealing with moderate parties and groups (the so-called "Centrists"), and the fragmentation tendencies among the American comrades; the final letter concerns the question of a Jewish state to be founded in Palestine.‎

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