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‎Messenhauser, Cäsar Wenzel, Offizier und Schriftsteller (1811-1848).‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U. "Vom St. Stephansthurme, 2 Uhr Nachmittag".‎

‎1 S. Qu.-8vo. Kurzer Augenzeugenbericht der Schlacht bei Schwechat am 30. Oktober 1848: "Unterhalb dem Neugebäude steht ein Truppenkörper, wegen dem Nebel läßt sich nichts Näheres bestimmen, ob es Cavallerie oder Croaten sind. Links von der Schwechat, in der Mitte zwischen Kaiser Ebersdorf und Mannswörth ist in diesem Augenblicke der Kampf concentrirt. Die Kanonenblitzer sind so deutlich, daß wir die Anzahl der Batterien darnach fast beurtheilen können. Seit einer halben Stunde zieht sich die Schlacht offenbar immer näher gegen uns [...]". - Messenhauser war Kommandant der Aufständischen in Wien, konnte die Stadt jedoch nicht halten und musste sich den angreifenden Truppen unter dem Befehl von Feldmarschall Alfred I. zu Windisch-Graetz ergeben. Er wurde am 11. November zum Tode verurteilt.‎

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‎Metternich, Franz Georg Fürst von, Diplomat und Minister (1746-1818).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Grünberg, 19. VII. 1806.‎

‎1 S. 4to. An einen Grafen mit der Empfehlung eines russischen Ingenieurs: "Le Dr. Missel, fameux méchanicien, desire d'obtenir la parmission de se mettre aux pieds de S.M. Il avoit quitté son attelier à Paris dans la principe de la Révolution, cet vecue habiter les Pays Bas. Chassé par les Français, il a trouvé son assyle pendant 10 ans en Boheme. Il pense que la capitale de la monarchie lui offre plus de lattitude pour faire valoir ses talens. Je connois cet individu comme un artiste trés habil, & honnête homme [...]". - Der Hydrauliker Michael Missel wirkte zunächst als Oberaufseher des Wasserbaus in Russland, später als Mechaniker in Paris, Berlin, und Dresden. Zu seinen zahlreichen Erfindungen zählen Tabakstampf- und -schneidemaschinen, Wasch- und Dreschmaschinen, Feuerleitern und Handmühlen (vgl. Haymann, Dresdens Schriftsteller und Künstler [1809], S. 434f.). - Mit kleinen Randläsuren.‎

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Wien, AT
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€ 460,00 Kaufen

‎Metternich-Winneburg, Richard Fürst von, Diplomat und Politiker (1829-1895).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 3. II. o. J.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Da Baron Rothschild nicht gekommen ist übersende ich ihm das mir anvertraute Cirkular. B. Rothschild wird es Ihnen auf meinen Wunsch so früh als möglich zurückstellen […]". - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette. - Der Sohn des berühmten österreichischen Staatskanzlers Clemens Wenzel Fürst von Metternich diente 1855 als Legationssekretär in Paris, 1856 als österreichischer Gesandter und bevollmächtigter Minister am Dresdner Hof. 1859-71 war er Botschafter in Paris, wo er am Hof Napoleons III. mit seiner Gattin Pauline gesellschaftlich eine bedeutende Rolle spielte und vergeblich versuchte, Frankreich im Deutschen Krieg auf die Seite Österreichs zu ziehen; nach dem Sturz des Zweiten französischen Kaiserreichs sicherte er die Flucht Kaiserin Eugénies nach England. Als Komponist pflegte er vor allem die Tanzmusik für Klavier. "In harmonischem Zusammenwirken mit seiner populären Frau nahm der musikalisch sehr begabte Fürst in seiner noch über zwei Jahrzehnte währenden Wiener Periode ein kulturelles Mäzenatentum wahr" (ÖBL VI, 250). - Gering angestaubt.‎

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€ 150,00 Kaufen

‎Michiel, Angelo, Venetian merchant (fl. early 15th century).‎

‎Autograph letter signed. Cairo, 13. IX. 1419.‎

‎Folio (295 x 220 mm). 1 ½ pp. on bifolium. With integral address leaf. Hitherto unknown letter in Italian to the Venetian consul resident in Alexandria, Biagio Dolfin, reporting on the situation of the spice and wine trade. Part of the correspondence between two influential Venetian merchants and trade officials in Egypt, this letter is an illuminating document of the vast Venetian trading network and of the intricacies of trade between the Islamic and Christian worlds. It also highlights the importance of Mecca in the pepper trade via the red sea: "2[mil]a sarano alla Mecha oltra le altre cosse ai tempi scuto fera manda dalla Mecha alla zornada satende ritorno di messo [...]". While spice imports via Mecca and Baghdad (curiously here called Babylon) went ahead more or less according to schedule, the Venetian wine exports to Egypt met greater challenges. Michiel relays a conversation with the nâz'ir al-khâs's (the Sultan's private treasurer) concerning a wine consignment that had been confiscated by Mamluk authorities in the port of Damietta: "I have been in touch with Nadrachas, complaining of what was done at Damietta. He answered me that he was sorry, but nothing can be discussed about wines anywhere. And note this: I replied, there are no wines, but there are things to eat. He said if they belonged to Venetians, he would look after them" (transl.). - The official prohibition on any discussion of the incident and Michiel's attempt to declare the shipment as foodstuff speaks of the criticality of the matter. Wine was tolerated in trade cities like Alexandria but was strictly outlawed in Cairo and other places of worship. The Venetians were permitted to import food and wine free of duty for private use, but as they "imported so much wine that they could hardly declare it to be for their own consumption" and the business was lucrative, problems frequently arose (Christ, p. 169). Since the taxation and regulation of wine imports could not be handled officially due to religious interdictions, the fate of the cargo remains open. The wine might have been poured away so as to suppress illegal trade, embezzled, or even discreetly returned to the Venetians. - The Patrician Angelo Michiel was one of the most senior and important merchants in Alexandria, presiding over the "Council of Twelve" governing the Venetian community in the city. In the summer of 1419 he was officially tasked with a mission to Cairo to gather information regarding the spice trade on behalf of the newly appointed consul Biagio Dolfin (ca. 1370-1420). This intelligence was crucial for the delicate timing of the Venetian imports via the port of Alexandria every autumn. A vast correspondence of at least 31 letters exchanged between 9 August and 26 September 1419 could be reconstructed from the few surviving letters and receipts. The letter at hand, mentioned in a letter from 15 September, adds to only six other preserved letters from the correspondence and has never been published (Christ, pp. 300). - Traces of folds, some browning, stained on the lower right. Three minor and one deeper tear (touching the text) on the lower border. Transcribed in full with English translation. - Provenance: Argyll Etkin Ltd., 48 Conduit St., London (1992), purchased from Christie's Zurich, 17/18 April 1985. G. Christ, Trading Conflicts: Venetian Merchants and Mamluk Officials in Late Medieval Alexandria (Leiden & Boston: Brill, 2012). S. Conermann, Everything is on the Move: The Mamluk Empire as a Node in (Trans-)Regional Networks (V&R unipress, 2014).‎

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€ 45.000,00 Kaufen

‎Minutoli, Julius Freiherr von, preußischer Polizeidirektor, Diplomat, Wissenschaftler und Schriftsteller (1804-1860).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Madrid, 19. VI. 1856.‎

‎1¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Kaum wird mein jüngstes Schreiben in Ihren Händen sein, und schon belästige ich Sie aufs Neue. Zuvörderst die Nachricht, daß außer der 1515 in Burgos herausgegebenen Ausgabe, die sich in allen hiesigen Bibliotheken befindet, keine neuere gedruckte spanische Übersetzung des Dante existirt. Ich war so glücklich heute in der hiesigen National Bibliothek ein Pracht-Exemplar der Divina Comoedia auf Pergament zu finden, besonders interessant, weil es 1612 der Inquisition übergeben, & von derselben durchgesehen, corrigirt ward, & dabei auch mit Druckerschwärze ganze Zeilen durchgestrichen wurden. Von diesen mit Noten versehenen Exemplaren lasse ich sogleich Cap. III der Hölle für Sie abschreiben […]".‎

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€ 650,00 Kaufen

‎Miquel, Johannes von, preußischer Staats- und Finanzminister (1828-1901).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Frankfurt a. M., 8. VIII. 1888.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Euer Hochwohlgeboren haben die Güte gehabt […] in das Präsidium des III Flußschiff Congresses einzutreten. Sie bringen hierbei die Erfahrung vom Wiener Congreß mit und die besondern Eigenschaften eines hochkundigen, sprachsichern Vorsitzenden. Diese Eigenschaften gehen uns, den übrigen Präsidenten mehr oder weniger ab, wir, insbesondere ich selbst rechne daher vorzugsweise auf die Hülfe Ew. Hochwohlgeboren und hoffe, daß Wohldieselben geneigt sein werden, namentlich in den plenar Sitzungen, welche zu technischen Diskussionen Anlaß geben, das Präsidium zu übernehmen […]".‎

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€ 220,00 Kaufen

‎Miquel, Johannes von, preußischer Staats- und Finanzminister (1828-1901).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 28. XI. 1873.‎

‎1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Die Erklärung unsers Freundes Schulze hat mich auf das Äußerste erschreckt. Ich habe gleich an ihn geschrieben und gebeten die Erklärung ignoriren zu dürfen, oder doch mindestens vor definitiver Entscheidung eine Sitzung zur gründlichen Erörterung der aufgeworfenen Frage anzuberauben [!]. Löwe hat auch geschrieben. Ich kann womöglich die Hoffnung aufgeben, daß dieser schwere Schlag abgewendet wird […]". - Auf Briefpapier mit farbig gepr. Monogrammvignette.‎

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‎Mohl, Moritz, Nationalökonom und Wirtschaftspolitiker (1802-1888).‎

‎Eigenh. Manuskript mit einigen begleitenden Zeilen und U. Frankfurt a. M., 30. VII. 1848.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 4to. An die Fleischmannsche Buchhandlung in Frankfurt a. M., die sich mit einem gedr. Rundschreiben an die Abgeordneten der deutschen konstituierenden Nationalversammlung mit der Bitte um Zusendung von deren Biographie gewandt hatte. Auf der Innenseite des Doppelblattes findet sich Mohls knapp zweiseitiger Lebenslauf, auf S. 1 eine Mitteilung an die Fleischmannsche Buchhandlung: "Indem ich mich beehre, Ihnen auf der Rückseite meine Lebensbeschreibung zu übersenden, erlaube ich mir die ergebenste Bitte, mir die Correctur des Drucks derselben gestatten zu wollen, um etwaigen Druckfehlern vorbeugen zu können". - Leicht knittrig und mit kleinen Einrissen am rechten Rand.‎

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€ 400,00 Kaufen

‎Montalembert, Charles Forbes René de Tryon comte de, Historiker und Politiker (1810-1870).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. In französischer Sprache an den Historiker, Archivar und Hochschullehrer Karl Adolf Konstantin Höfler (1811-97) über dessen letzten Brief, den zu lesen er Mühe hatte, da er trotz seines Gefallens an allem Deutschen mit der Kurrentschrift noch nicht ganz vertraut sei, sowie über die bedauerliche Narrheit des Theologen und Predigers Charles Jean Marie Loyson, genannt Père Hyacinthe, der, wie er meint, eher an Dummheit als an Stolz leide, sowie ihre geteilte Bewunderung der auf der Fuldaer Bischofskonferenz gebrauchten Sprache, woraus er Hoffnung für den Ausgang eines zukünftigen Konzils schöpfe: "Je suis très réconnaissant de la lettre que vous m'avez fait l'honneur de m'écrire le 10 de ce mois [...] Je dois vous avouer toutefois que j'ai eu beaucoup de peine à vous lire et ne suis pas sûr d'y être parvenu complètement, parce que, malgré mon goût passionné pour tout ce qui est allemand, je n'ai jamais pu parvenir à me familiariser avec ce qu'on appelle l'écriture allemande [...] Vous déplorez avec moi l'incroyable folie du P. Hyacinthe qui me parait avoir péché beaucoup plus par bêtise que par orgueil [...] Comme vous, j'admire le langage des évêques allemands réunis à Fulda, et j'y puise de grands motifs d'espérance pour l'issue du futur Concile [...]". - Über Henri Louis Charles Marets Werk "Du concile général et de la paix réligieuse" (Paris 1869), das die päpstliche Unfehlbarkeit behandelt, und mit der Bekräftigung von Höflers These, dass die aktuelle Zeit an jene kurz vor der Reformation des 16. Jahrhunderts erinnere, da die Kirche bereits die Hälfte der gläubigen Welt verloren habe und es notwendig sei, dass die katholischen Schriftsteller den Mut aufbrächten die Wahrheit zu sagen. Erwähnt abschließend, dass er unter einer Krankheit leide, die seine Arbeit bereits seit vier Jahren unterbreche und keine Aussicht auf Heilung biete: "Permettez-moi de vous indiquer l'ouvrage que vient de publier M. Dr. Maret [...] sous le titre: du Concile Général et de la Paix réligieuse. Ce prétat y traite la question de l'infaillibilité personnelle du Pape [...] Comme vous le dites très-bien [...] l'époque actuelle rappelle celle qui a précédé la réforme du XVIe siècle. L'Eglise a perdu alors la moitié du monde chrétien! [...] Il faudrat seulement que les écrivains catholiques eussent dès à présent le courage de dire la vérité toute entière [...] je suis tombé en proie à une maladie implacalbe qui depuis près de quatre ans a interrompu tous mes travaux et ne me laisse entrevoir aucune chance de guérison [...]".‎

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‎Montalembert, Charles Forbes René de Tryon comte de, Historiker und Politiker (1810-1870).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 13. IV., o. J.‎

‎1 S. Kl.-4to. In französischer Sprache an einen namentlich nicht genannten Adressaten über die Sympathie, die er zwar nicht gegenüber Lord Palmerston, aber für großzügige und unabhängige Männer wie dem Adressaten empfinde, dessen Einladung zu einer Gelegenheit diesen näher kennen zu lernen sowie der Marquise von Castellane vorgestellt zu werden er gerne annimmt: "J'ai peu de goût pour Lord Palmerston, mais j'en ai infiniment pour les hommes généreux et indépendant[s] comme vous, Monsieur, j'accepte donc avec empressement l'occasion que vous voulez bien me fournir de me rapprocher de vous et d'être présenté à Madame la Marquise de Castellane [...]".‎

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‎Montalivet, Marthe Camille Bachasson comte de, französischer Staatsmann (1801-1880).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D., "Samedi".‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. In französischer Sprache an eine namentlich nicht genannte Adressatin über seine langwierige Genesung, die unter einem schlechten Stern stehe und ihn verhindere, ihr seine Bereitschaft, ihren Protégé zu unterstützen, mündlich mitzuteilen; weiters mit der Bitte, ihm dessen Namen zu nennen, und der Ankündigung eines Gesprächs über die Titel der Gemälde desselben, die einen prominenten Platz in der Galerie erhalten und nicht allzu weit oben hängen sollen: "Ma mauvaise étoile retarde ma convalescence déjà si longue, et m'empêche d'aller vous dire de vive voix toutes mes bonnes dispositions en faveur de votre protégé. Je vous prie de m'envoyer so nom, et nous parlerons plus tard de celui de ses tableaux reçus aux quel[s] nous donnerons l'honneur de la première travée de la galerie, en bon jour et pas trop haut [...]".‎

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‎Mühler, Heinrich, preußischer Kultusminister (1813-1874).‎

‎Brief mit eigenh. U. Berlin, 20. X. 1863.‎

‎½ S. 4to. An den Lokalhistoriker, Domkustos und Lehrer am Magdeburger Domgymnasium Christian Ludwig Brandt: "Ew. Wohlgeboren sage ich auf das Schreiben vom 17ten d. Mts. für die Uebersendung der Schrift: 'Der Dom zu Magdeburg' meinen Dank".‎

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€ 180,00 Kaufen

‎Mühler, Heinrich Gottlob von, kgl. preußischer Staats- und Justizminister sowie Kronsyndikus (1780-1857).‎

‎Brief mit eigenh. U. Berlin, 1. IV. 1837.‎

‎½ S. Folio. An das kgl. Oberlandesgericht zu Bromberg: "Der Herausgeber des Centralblattes für Preußische Juristen, K. F. Bauer hierselbst, hat sich erboten, ein Exemplar desselben von seinem anfänglichen Erscheinen an und für die Zukunft sämmtlichen Obergerichten unentgeldlich zu liefern. Das königliche Oberlandesgericht wird demzufolge das ihm bestimmte Exemplar durch die Kanzlei des Justiz Ministeriums zugefertigt erhalten [...]". - Mit zeitgenöss. Bearbeitungsvermerken und kleinen Läsuren am linken Rand.‎

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‎Müller, Adam, Philosoph, Diplomat, Publizist und Staatstheoretiker (1779-1829).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 26. XII. o. J.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Sie werden von allen Seiten mit Personalien behelligt, und mir machen Sie noch Vorwürfe und nennen es Verschossenheit, wenn ich mich lieber von den Leuten mit Füssen treten lasse, als daß ich Ihnen mit den Petitis und Beschwerden über die Staatskanzley etc. etc. zur Last falle. Weil Sie es also Selbst wollen, so bitte ich Sie, einem geschäftsfreyen Augenblick die Bemerkungen und Berechnungen des praktischen österreichischen Landwirths anzusehen, die ich beifüge. Ich hatte meine guten Gründe lieber den Extrakt als die Schrift eines Mannes zu gebene, der besser urtheilen, wirthschaften und rechnen, als - schreiben kann. Und dann werde ich mir Ihren definitiven Rath abholen [...]". - Ohne die erwähnte Beilage.‎

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€ 600,00 Kaufen

‎Müller, Friedrich von, weimarischer Staatskanzler (1779-1849), Freund Goethes.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Weimar, 5. XI. 1842.‎

‎1 S. 4to. Einer annähernd zeitgenössischen Notiz am unteren Rand zufolge an einen Professor Hard: "Euer Hochwohlgebohrn stehe ich nicht an auf Ihre gütige Zuschrift erwiedern daß ich die gewünschte Anzeige von Wilhelm von Humboldts nachgelassenen Werken bis Mitte Decembers in Ihre Hände zu liefern eifrigst bemüht sein werde, es sey denn, daß Gesundheitshindernisse einträten, was ich zur Zeit jedoch keineswegs befürchte [...]". - Mit kleinen Läsuren am rechten unteren Rand und einer Eingangsnotiz des Adressaten.‎

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€ 800,00 Kaufen

‎Neumann, Wilhelm, katholischer Priester und Konvertit (1801-?).‎

‎3 eigenh. Briefe mit U. Hamburg, 1847 und 1848.‎

‎Zusammen (2+3+3 =) 8 SS. auf 3 Doppelbll. 4to und 8vo. Davon 1 Brief mit eh. Adresse verso (Faltbrief) und papiergedecktem Siegel. Zeitdokumente eines österreichischen Konvertiten zur Zeit der Revolution von 1848. Alle Briefe sind an den in Berlin ansässigen Konvertiten Dr. Przibil gerichtet. Nach dem Ausstieg aus einem kaufmännischen Geschäft befindet sich Neumann bald in einer schwierigen ökonomischen Situation in Hamburg und bittet Przibil um Unterstützung bei einer geplanten Übersiedlung nach Berlin: "Unordnungen die ich in dem kaufmännischen Geschäfte hier, dessen Mitinhaber ich vor nicht langer Zeit geworden bin, bei meiner Rückkunft von der Reise, welcher ich die Ehre und Freude Ihrer hochschätzbaren Bekanntschaft zu danken habe, wahrgenommen, bestimmten mich um mein Gewissen nicht zu beschweren aus der Theilnahme an demselben auszutreten, was ich denn auch, freilich mit schmerzlichen Opfern, jüngst ins Werk gesetzt habe. Ich erlaube mir in Folge dessen von Ihrer freundlichen Zusage Gebrauch zu machen und Sie herzlichst zu bitten, daß Sie mir zu irgend einer Stellung freundlichst verhelfen wollen die mich beschäftiget und den nothwendigsten Unterhalt mir gewährt. Ich bin durchaus nicht wählig, halte Nichts zu gering für mich, brauche nicht viel, und werde gewiß mit Umsicht, Eifer, Treue, Hingebung mich dem widmen was mir übertragen werden will [...]" (4. XII. 1847). - Nach einer offenbar ernüchternden Antwort bekräftigt Neumann seinen Wunsch, nach Berlin zu übersiedeln (20. II. 1848): "Mit schwerem Kummer habe ich bisher den Winter verwunden und mit empfindlichen kaum je wieder hereinzubringenden Opfern die Erfahrung gemacht, daß hier in Hamburg auch nicht das allerbescheidenste Glück für mich erblühen werde, daß ich solches vielmehr anderwärts suchen müsse. Diese Erfahrung und neuerliche Verluste lenken meine Gedanken nochmals auf Berlin, obwol Sie mir in Ihrem freundlichen, liebwerthen Schreiben vom 14. December v. J. dafür keine günstige Prognose stellten [...]". - Im jüngsten Brief (21. III. 1848) reagiert Neumann auf die gewaltsame Niederschlagung der Revolution: "Nach den schaudererregenden Schilderungen der gräßlichen Ereignisse in Berlin, wie ich sie theils gelesen theils von Reisenden gehört habe, kann ich nicht widerstehen Ihnen hierdurch meinen innigen Wunsch: daß sowol Sie als auch Ihre Lieben in keiner Weise zu Schaden gekommen seyn mögten! mitzutheilen [...]". Dennoch kündigt er an: "Wahrscheinlich komme ich nächster Tage selbst nach Berlin um im schlimmsten Falle 'Stenographie' daselbst zu lernen". Im Postskriptum berichtet er von der Rückkehr des Politikers und Revolutionärs Franz Schuselka (1811-86) nach Wien, um an der Revolution teilzunehmen. - Wohlerhalten und mit nur minimalen Spuren alter Registratur.‎

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‎Neumayer, Josef, Jurist und Wiener Bürgermeister (1844-1923).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Bürgermeister i. P. Dr. Josef Neumayer [dies gedruckt] bittet bei der Lectüre die Exegese der Mai-Geseze genau zu prüfen".‎

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€ 80,00 Kaufen

‎Neumayer, Josef, Jurist und Wiener Bürgermeister (1844-1923).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.‎

‎1½ SS. Großes Visitkartenformat. Mit eh. adr. Kuvert. An Vinzenz Lekusch, den Direktor des k. k. Gymnasiums der Theresianischen Akademie in Wien: "Bürgermeister Dr. Josef Neumayer [dies gedruckt] beehrt sich Euerer Hochwohlgeboren die Bitte des Überbringers dieser Karte, wegen Aufnahme seines Sohnes Hermann Faschingbauer in das Gymnasium [zu unterbreiten]". - Leicht knittrig.‎

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€ 120,00 Kaufen

‎Neuwirth, Josef, Journalist und Politiker (1839-1895).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Meran, 28. III. 1884.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wärmsten Dank vor allem, verehrter Freund, für deine freundliche Erinnerung an mich! In Folge meines Zustandes ist mein Badener Projekt bis auf Weiteres in die Ferne gerückt. Dir darüber mehr zu sagen, daran hindert mich mein überaus schmerzhaftes Handgelenke, in welchem die gichtische Affektion leider stetig zunimmt, während mein trauriges Allgemeinbefinden sich hier in absoluter Ruhe und guter Frühlingsluft allerdings bereits ein wenig gebessert hat. Aber ich bin mehr als je Jammerpepi und wenn der bevorstehende Sommer mir nicht gründliche Besserung bringt, dann werde ich wo[h]l für den Rest meines Lebens außer Dienst treten müssen [...] Du hast dir inzwischen auch einen längeren Urlaub verschafft, denn mehr als das bedeutet ja deine Mandatsniederlegung nicht. Aber es war doch ein kluger Schritt von politischer Feinfühligkeit, den zu bereuen du nach keiner Richtung hin Ursache hast. 'Nicht jedes Mädchen hält so rein', sagt Faust. Auf Wiedersehen nach Ostern! Und inzwischen die wärmsten Grüße aus unfreiwilligem Exil! [...]". - Mit einem größeren Einriss am Mittelfalz.‎

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‎Neuwirth, Josef, Journalist und Politiker (1839-1895).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Kammer [am Attersee], 29. VIII. 1882.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund in Zipf, möglicherweise den Brauereiunternehmer und Politiker Wilhelm Schaup: "Mit fast elektrischer Geschwindigkeit ist mir dein Schreiben [...] zugekommen, man sieht den praktischen Mann!, und wenn ich dasselbe heute erst beantworte, so ist das gräuliche Hundewetter, das alle Projekte verhöhnt, einerseits, mein Zustand, ich habe seit meiner Rückkehr aus Gastein das Haus noch nicht verlassen, andererseits daran schuld. Nun der Himmel allmälig blau wird und mein Befinden wieder halbwegs darnach ist, daß ich an eine kleine, mit nicht viel pedaler Strapaze verbundene Tour denken kann, ich auch hoffen darf oder doch hoffen will, daß die traurige Störung in deinem Home wenn auch noch nicht verwunden so doch abgeschwächt ist und du vielleicht selbst das Bedürfniß nach einer kleinen Zerstreuung empfindest, nun melde ich mich wieder [...] mit der Mittheilung, daß ich [...] an Ruhs schreibe mit der Aufforderung, mir morgen telegr. zu sagen, ob er damit einverstanden, daß wir übermorgen [...] gemeinsam nach Aussee fahren, derart daß er zum Zuge [...] in Ebenzweier zu uns stößt, während wir [...] uns in Vöklabruck [...] treffen [...] Sobald von Ruhs Antwort da ist blitze ich dir dieselbe nach Zipf hinüber. Ich habe die Empfindung, daß wenn wir die Tour jetzt nicht machen, dieselbe überhaupt ins Wasser fällt [...] Bitte Frau Czermak mein aufrichtiges Beileid auszudrücken! Mein Erstes, nachdem ich die Todes-Anzeige gelesen hatte, war, nachzusehen, ob der Verstorbene nicht als Mitgl. der 'Conc.' [d. i. der Schriftstellerverein Concordia] auch dem Pensionsfonds [...], dem ich vorstehe, angehöre. Leider fand ich seinen Namen nicht in der Mitgliederliste [...] Wäre letzteres der Fall gewesen so bezöge die Wittwe [!] jetzt eine jährl. Pension von 600 fl. Ich bedauere lebhaft, daß es nicht der Fall ist [...]". - Leicht stockfleckig.‎

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‎Neuwirth, Josef, Journalist und Politiker (1839-1895).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 4. I. 1879.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Ich theile Ihnen mit, daß ich heute in einem Schreiben an den Präsidenten um Enthebung von der mir übertragenen Mission gebeten habe. Die Affaire wäre ohne persönliche Conflikte nicht abgelaufen und ich trage kein Verlangen darnach, die Zahl meiner Gegner vermehrt zu sehen. Zudem besagt § 52 klar, daß die Anmeldungen persönlich u. mündlich 'bei dem Präsidenten' zu erfolgen haben. Auch verspüre ich keine Neigung, am 15. dM. schon von 7 Uhr Morgens an Mittelpunkt einer unvermeidlichen Katzbalgerei zu sein, lauter Dinge, die ja Sie selbst mir mit Recht nahegelegt haben. Wie wir Drei nun d'raus kommen werden, das vermag ich freilich nicht abzusehen, doch, wollen wir das, sobald erst Rechbauer [d. i. der Jurist und Politiker Karl Rechbauer] einen neuen Ukas erlassen hat, noch näher besprechen. Die Noth ist groß, denn die Zahl derer, die sprechen wollen, ist Legion [...]".‎

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‎Neuwirth, Josef, Journalist und Politiker (1839-1895).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 1. III. 1884.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 12mo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Vielen Dank für deine freundliche Erinnerung und Einladung! Aber Jammer-Pepi ist dermalen wirklich krank, ein gebrochener Mann, arbeits- und gesellschaftsunfähig, und steht vor der ärzlich constatirten Nothwendigkeit Wien zu verlassen! Deine und deiner Frau Gemalin, der ich meine Verehrung ausdrücke, freundliche Entschuldigung erbittend bin ich mit den freundschaftlichsten Grüßen [...]".‎

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‎Neuwirth, Josef, Journalist und Politiker (1839-1895).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Abg[eordneten]haus, 30. VI. 1877.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Kollegen: "Nehmen Sie mit dem folgenden 'Telegramm per Post' fürlieb: Zuckersteuer-Resolution nach langer Debatte mit 17 gegen 12 angenommen. Sodann Mittheilung Hopfens, daß Resolutionsantrag des Subcomités für Zoll- u. Handelsb. in Betreff der schwebenden Staatsschuld, ferner des Bankstatuts (welches morgen zur Vertheilung komme) für die Verhandlung im Ausschuße vorliege. Zugleich Anfrage an Herbst als Obmann, ob das Bankstatut auf die T.O. gesetzt werden soll? Herbst macht eine kurze ausweichende Bemerkung. Plener gegen Berathung des Bankstatuts, da am 7. Vertagung, also höchstens noch zwei Sitzungen, beantragt Resolution wegen schweb. Schuld auf die T.O. zu setzen [...] d. h. Schluß der Sitzung, da der auf der T.O. stehende Gegenstand erledigt. Der Ausschuß beschließt, auf die T.O. der nächsten Aussch. Sitzg. (wahrscheinlich Dienstag) zu setzen: Resolution wegen schweb. Schuld. Darauf Schluß der Sitzung [...]".‎

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‎Nigra, Konstantin Graf, Botschafter (1828-1907).‎

‎Schriftstück mit eigenh. U. Paris, 20. IX. 1867.‎

‎1 S. Folio (ca. 215:345 mm). An das italienische Zollamt mit der Aufforderung, dem Advokaten Giuseppe Scanzi und seiner Familie mit aller gesetzmäßigen Rücksichtnahme zu begegnen: "Il Ministro sottoscritto prega i Signori Direttori ed Impiegati delle Dogane italiane di frontiera di usare tutti i riguardi compatibili colle vigenti legi verso [dies gedruckt] il sign. Avvocato Cavaliere Guiseppe Scanzi e famiglia [...]". - Auf Briefpapier mit gedrucktem Briefkopf der italienischen Botschaft in Paris. - Gefaltet.‎

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‎Normann-Ehrenfels, Philipp Christian Friedrich von, Jurist und Politiker (1756-1817).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Mötzingen im Göw bei Nagold, Königreich Württemberg, 19. I. 1813.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 4to. An Jeanette Brockhaus, geborene von Zschock: "Sie erlauben mir noch, Sie so zu nennen, wenn Sie gleich, wie ich aus dem Briefe Ihres Herrn Gemahls, des Herrn Buchhändlers Brockhaus ersehe, verheiratet sind, also [...] ich Ihnen von Herzen Glück wünsche. Ich bin von Ihrer Verbindung erst durch jenes Schreiben in Kenntniß gesetzt worden welches übrigens gewiß ganz anders gefaßt seyn würde, wenn mich Herr Brockhaus so nahe kennte wie Sie. Die Vormundschaft über die 4 Zschock'sche[n] Kinder übernahm ich, wie Sie sich vielleicht noch erinnern werden, aus Liebe zu Ihrer Frau Mutter, die ein grosses Vertrauen in mich setzte u. aus Liebe zu den hinterlassenen u. damals ganz verlassenen 4 Waisen. Ich habe Sie daher wie natürlich, ganz unentgeltlich geführt. Die Verlegenheiten mit den Augsburger Geldern u. mit dem Bedürfniß Ihrer jüngeren Geschwister setzte mich oft in Besorgnisse. Ich habe Ihnen u. Ihrer Frau Schwester [...] solche bei Ihrer letzten Anwesenheit in Stuttgart mitgetheilt u. Sie haben solche neuerdings durch die von Ihrem kleinen Bruder Wolfgang, ausgestellte u. mir mitgetheilte Urkunde anerkannt. Gottlob Ihre jüngeren Geschwister sind nunmehr erzogen und versorgt. Ihre Gelder werden Ihnen nebst Zinsen durch Ihre Geschwister, u. wenn es hier fehlen sollte, durch mich selbsten ersetzt werden. Ich nehme diese Verbindlichkeit auf mich. Da nunmehr alle volljährig sind, so habe ich die letzte Abstandsrechnung bereits vor 6 Monaten dem K. Tutelarrath übergeben, u. kürzlich einen Auseinandersetzungs-Vorschlag. Ich hoffe daß in Zeit von 5 bis 6 Monaten alles in Ordnung seyn werde. Durch ein heute erlassenes Schreiben habe ich den berühmten Herrn Buchhändler Cotta ersucht, eine Anweisung von 300 th. für Sie zu übernehmen, welche ich dermalen aus meinem eigenen vorschiesse, weil ich wohl denke, daß Sie im Anfange einer Wirtschaft Geld gebrauchen [...] Wollen Sie etwas von meinen Kindern wissen, die zum Theil mit Ihnen erzogen wurden [...]". - Papier etwas gebräunt.‎

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‎Nostitz-Wallwitz, Hermann von, Politiker (1826-1906).‎

‎Brief mit eigenh. U. Dresden, 11. XII. 1891.‎

‎1 S. Kl.-Folio (ca. 210:328 mm). Mit eh. Adresse. An den Lehrer Albert Pick in Erfurt: "Ihre an das Oberhofmarschallamt gerichtete Eingabe vom 7. d. M. ist der Zuständigkeit halber an das unterzeichnete Ministerium abgegeben und von diesem Seiner Majestät dem Könige vorgetragen worden. Dasselbe eröffnet Ihnen hierauf, daß Seine Majestät Sich bereit erklärt haben, ein Exemplar Ihres Werkes 'Hohenzollern-Besuche in Erfurt' anzunehmen [...]". - Gefaltet.‎

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‎Nothomb, Jean Baptiste Baron de, Staatsmann und Diplomat (1805-1881).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Frankfurt am Main, 21. IX. [1840].‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. In französischer Sprache an Georges de Bavay, Generalsekretär am Ministerium für öffentliche Arbeiten in Brüssel, über den Überbringer des Briefes, Karl Wiesenfeld, Architekturprofessor am Polytechnikum in Prag, der eine Reise nach Belgien plant um die dortigen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen: "Ce billet vous est présenté par M. Wiesenfeld Professeur d'architecture à l'Ecole polytechnique de Prague. Il se propose de visiter la Belgique, de voir [...] nos monumen[t]s [...]".‎

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‎Novakovic, Stojan, Innenminister des Königreichs Serbien (1842-1915).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Belgrad, 6./18. III. 1884‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Wiener Buchhandlung Braumüller und Sohn: "Die löbl. Buchhandlung wird hiermit ersucht, die nachgenannten Werke sammt Rechnung, an die Polizei-Abtheilung des Kgl. serbischen Ministeriums des Innern senden zu wollen: Julius Fröbel, Theorie der Politik [...] Lucien Roy, Traité pratique de l'administration financière [...] Neumann, Die progressive Einkommenssteuer. 1874 [...] Ebenfalls die Abhandlung des Dr. H. v. Scheel 'Die progressive Besteuerung' welche in der Zeitschrift f. d. gesam. Staatswissenschaften für d. J. 1875 erschienen ist, wenn ein Separatabdruck oder das betreffende Heft zu haben ist [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des serbischen Innenministeriums.‎

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‎Pino von Friedenthal, Felix Maria Frh., Politiker und Verwaltungsbeamter (1825-1906).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 Zeile. Ca. 25:112 mm. "Felix Freiherr v. Pino". - Mit den letzten beiden Buchstaben eines schräg gestempelten Vermerks ("RT") und Spuren alter Montage verso.‎

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‎Pino von Friedenthal, Felix Maria Frh., Politiker und Verwaltungsbeamter (1825-1906).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 13. VI. 1887.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Regierungsrat: "Erschrecken Sie nicht über meine Schriftzüge, u. die darin enthaltene Bitte, es handelt sich um meinen Protegé Johann Baumeister, welcher wie ich hoffe sich die Zufriedenheit seiner Vorgesetzten erworben hat, und nun bei der nächsten im Juli glaube ich stattfindenden Ernennung Beamter zu werden hofft. Sie sagten mir einmal glaube ich, dass dieser Termin eintreten [?] muß um ihm eine definitive Stellung zu geben. Wenn es also möglich so bitte ich recht sehr ihn zu berücksichtigen. Verzeihen Sie dass ich Sie [...] auf Ihrem Urlaub verfolge [...]".‎

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‎Pino von Friedenthal, Felix Maria Frh., Politiker und Verwaltungsbeamter (1825-1906).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 4. XII. 1883.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Aus den prächtigen Räumen des Abgeordnetenhauses sende ich Ihnen diese Zeilen[,] vielleicht die ersten, welche in den Ministerzimmern überhaupt geschrieben worden sind. Ich hoffe diesem Umstande mit einer freundlichen Aufna[h]me desselben zu denken, wenn sie um so bedürftiger sind als sie wieder eine Sekkatur enthalten. Ich bitte Sie naemlich wenn möglich dem zu recht von Ihnen als tüchtigen u. fleißigen Beamten geschilderten Baumeister beim kommenden Jahresavancement eine Vorrückung zu bewilligen, wodurch Sie mich zu dem lebhaftesten Danke verpflichten würden [...]".‎

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‎Pino von Friedenthal, Felix Maria Frh., Politiker und Verwaltungsbeamter (1825-1906).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. XII. 1882.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Hofrat und Freund: "Statt Ihnen lediglich meine besten Wünsche zu den Feiertagen zu sagen, komme ich mit einer Quälerei. Ich wollte persönlich herauskommen, komme aber nicht dazu u. so schreibe ich, da ich die Zeit nicht für meinen Schützling verpassen will. Es handelt sich um Johann Baumeister. Bitte recht sehr, thun Sie mir den Gefallen u. machen Sie ihn jetzt definitiv, es wird gewiß gehen, da ich höre, daß er sich brav u. fleißig aufführt. Er ist wirklich ein ordentlicher braver Mensch [...]". - Auf Briefpapier mit Trauerrand und einem kleinen Randeinriss.‎

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‎Pino von Friedenthal, Felix Maria Frh., Politiker und Verwaltungsbeamter (1825-1906).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 6. XI. 1881.‎

‎1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Meine Schwiegermutter reiset morgen mit dem früh 8 Uhr 22 M. Train von Gratz nach Wien. Darf ich Sie bitten zu veranlaßen, daß ihr ein geheitztes Coupé wo sie mit ihrer Dienerin u. einem Äffchen allein bleiben kann zur Verfügung gestellt wird u. zwar so daß die Dienerin bei ihr bleiben kann trotzdem sie nur die 3. Karte bezahlt haben wird. Pardon wegen der Indiskrezion [...]". - Leicht braunfleckig und mit einer kleinen Läsur am Mittelfalz.‎

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‎Pino von Friedenthal, Felix Maria Frh., Politiker und Verwaltungsbeamter (1825-1906).‎

‎Eigenh. Mitteilung mit U. O. O. u. D.‎

‎½ S. 8vo. "Bitte Baron Lilienau [d. i. wohl der Beamte und Eisenbahnfachmann Rudolf Baron Limbeck von Lilienau] morgen nach 9 Uhr mich im Bureau aufzusuchen [...]". - Eine biographische Notiz zum Verfasser von alter Sammlerhand verso ("Baron Felix v. Pino oesterr. Handels-Minister").‎

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‎Plener, Ernst von, Politiker und Finanzminister (1841-1923).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 1. III. 1889.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Da ich Sie heute leider nicht zu Hause antraf, so erlaube ich mir Ihnen schriftlich mitzutheilen, dass der Vorstand gegen die Einbringung Ihrer Interpretation nichts einzuwenden hat, dass er aber nicht glaubt, daraus eine Partei Action machen zu sollen. Von mancher Seite wurde auch eingewendet, dass die Führung des Zuges nach auswärts auf einer Linie und die Benützung einer anderen Linie zur Rückfahrt bei großen internationalen Zügen nicht geradezu anzufechten sei. Mir scheint der ganze Fall nicht gar so wichtig und ich glaube, dass die ungarischen Reisenden doch noch meistens über Wien fahren werden. Ich bitte also Ihre Interpretation in den Club mitzubringen wo dann die Unterschriften beigesetzt werden können. Bei dieser Gelegenheit teile ich mit, dass wir die Wohnung in Windisch Garsten gemiethet haben [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf des "Abgeordnetenhauses". - Leicht knittrig.‎

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‎Plener, Ernst von, Politiker und Finanzminister (1841-1923).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Schottenhof, "Mittwoch".‎

‎3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Kollegen: "In Beantwortung Ihres geehrten Schreibens von gestern hat mir mein Vater folgende Mittheilung über seine Tarifvorlagen gemacht. Die wichtigste Abänderung welche das Herrenhaus vornahm, betraf die Entschädigung aus Anlass der Tarif-Herabsetzung und zwar in der Richtung[,] dass eine solche Entschädigung schon dann eintreten sollte, wenn die Herabsetzung auch nur eines Transportartikels eine Bruttoverminderung des Erträgnisses der entsprechenden Tarifclasse herbeigeführt haben würde, ohne Rücksicht darauf[,] dass sich inzwischen das Gesammt Netto-Ergebniß [!] günstiger gestaltet haben würde. Diese Bestimmung wurde als für die Staatsfinanzen bedenklich und für die Wirkung des Gesetzes in hohem Grade als abschwächend erkannt, weil eben wegen Besorgniß verbreitenden staatsfinanciellen Ersatzleistungen, man kaum den Muth gehabt hätte im Gesetzgebungswege zu Tarifherabsetzungen zu schreiten. Aus diesem wesentlichen Grunde[,] welcher in den Reden des damaligen Handels- & Justiz Ministers im Herrenhause eingehend erörtert erscheint, wurde vom Ministerrathe beschloßen, den abgeänderten Entwurf nicht zur a. h. Sanction vorzulegen [...]".‎

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‎Plener, Ernst von, Politiker und Finanzminister (1841-1923).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 25. VIII. 1882.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Ich muss Ihnen noch für Ihren letzten Brief danken. Ihre Controverse mit der Linzer Kammer wegen der Postsparcassen würde ich nicht auf die Spitze treiben, der Anlass ist an sich zu unbedeutend und Sie sind ja weder für den Regierungs Entwurf noch für die Ausschuss Anträge verantwortlich. Wenn Sie Ihre abweichende Meinung der Kammer mitgetheilt haben so haben Sie Ihren Standpunkt gewahrt und können sich bei der Plenarberathung des Gesetzes passiv verhalten. Die Zuckersteuer wird ja dank einer neuen Regierungs Vorlage in ein neues Stadium treten und hat schließlich für die Linzer Kammer kein Interesse. Im Interesse der Partei aber bitte ich Sie nicht so leichthin von Mandats Niederlegungen zu sprechen, wir können nicht so leicht Abgeordnete wie Sie entbehren und müssen jeden Sitz zu erhalten trachten. Ich weiß gar nichts über den Wiederzusammentritt des Reichsraths. Meine Frau hat sich so ziemlich erholt und ich hoffe noch im Sept. auf kurze Zeit mit ihr weggehen zu können. Der Kleine ist gesund und mit meiner Schwiegermutter auf dem Land. Leider ist mein Vater seit 4 Wochen an einem Anthrax erkrankt, der ihn hinderte aufs Land zu gehen. Wenn sich nicht eine weitere Ausdehnung einstellt so wird die Heilung der Hauptwunde besser vor sich gehen. Politisch weiß ich nichts neues, habe auch gar Niemand gesehen [...]".‎

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‎Plener, Ernst von, Politiker und Finanzminister (1841-1923).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Schottenhof, 1. II. 1890.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Ich danke Ihnen bestens für Ihren Brief und dessen Einlage. Es freut mich ausserordentlich[,] dass Sie diese grossmüthige Spende meiner Disposition anvertrauen. Ich werde iezo genau in Ihrem Sinne vorgehen und den Betrag nicht für Zeitungs Subventionen, sondern für allgemeine Parteizwecke verwenden, sobald die richtige Erforderniß dafür vorhanden ist. Es ist selbstverständlich[,] dass ich Ihrem Wunsche gemäss die Sache geheim halte. Wegen der Eincassierung kann ich nicht gut anders vorgehen als selbst den Betrag erheben da ich niemanden dritten für dieses Geschäft zur Verfügung habe. Sollte Ihnen dies unangenehm sein, so würde ich Ihnen den Cheque zurückschicken und Sie bitten dafür ein Sparcassenbuch zu erheben. Bitte darüber mir noch eine Mittheilung zu machen [...]".‎

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‎Plener, Ernst von, Politiker und Finanzminister (1841-1923).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Bad Gastein, 19. IX., o. J.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Kollegen: "In Beantwortung Ihres Briefs theile ich Ihnen mein Ansicht dahin mit, dass die Einberufung eines allg. Parteitags nur dann erwünscht ist, wenn man einige Sicherheit über die Art des Verlaufes der Versammlung hat. Eine grosse Versammlung in Wien kann so viele unberechenbare Elemente in die Debatte bringen, dass für die eigentlichen Politiker die ganze Geschichte verdorben wird. Ich habe gerade in der letzten Zeit in Folge einer Anregung Sturms [d. i. der Jurist und Politiker Eduard Sturm] von hier auch Schmeykal [d. i. der Politiker Franz von Schmeykal] die Frage eines allg. österr. Parteitags vorgelegt u. von diesem die Antwort erhalten, dass er zwar für die Abhaltung eines solchen sei, dass aber vorher die Einigkeit in der Partei sichergestellt sein müsse. Das könne aber nur bei u. nach Wieder Zusammentritt des RR geschehen u. darum sei er für die Vertagung der Frage bis zu diesem Zeitpuncte. Ich glaube auch dass diese Vertagung der Entscheidung das richtigste ist. Wie Sie selbst sagen, müsste man doch die Rückkunft vieler Abg. erst nach Wien abwarten, denn blos [!] den unsicheren Initialen einiger Gemeinde Räthe möchte ich die Sache nicht überlassen [...] Ich glaube daher wir warten den böhm. Parteitag u. den Anfang October ab, halten dann in Wien einige Besprechungen mit mehreren pol. Leuten ab und setzen dann erst eventuell eine Action in Scene [...] Dass der Carlsbader Parteitag einen späteren allg. Parteitag präjudiciren werde, ist nicht zu fürchten. Beiläufig erwähne ich[,] dass Sturm für die Abhaltung eines allg. österr. Parteitags Brünn in Vorschlag brachte u. gegen Wien ernste Bedenken äusserte [...]".‎

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‎Plener, Ernst von, Politiker und Finanzminister (1841-1923).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. O. O. u. D.‎

‎2 SS. Qu.-12mo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Die Vorlagen sind allerdings etwas bedroht, namentlich durch Obstruction in der Special Debatte[,] allein auf die eine Stimme von Ihnen wird es nicht ankommen, ich glaube daher Ihnen einfach rathen zu sollen Ihr Ausschuss Mandat nicht niederzulegen, wir werden wahrscheinlich Samstags geschlossen sodass wir eigentlich nur heute, Donnerstag & Freitag Ausschusssitzungen halten können. Ihre Ersetzung durch Neuwahl könnte daher sehr leicht zu spät kommen. Ich freue mich sehr dass [...] Ihre Besserung fortschreitet [...]".‎

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‎Plener, Ignaz Edler von, Politiker, Finanzminister und Ministerpräsident (1810-1908).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Ybbsitz, 5. IX. 1888.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Da mir der gegenwärtige Aufenthaltsort der Frau Wittwe Reschauer [d. i. die Gattin des am 1. IX. 1888 verstorbenen Politikers und Journalisten Heinrich Reschauer] nicht bekannt ist, so erlaube ich mir die Bitte um die gütige Vermittlung der Zustellung des anrührenden Condolenzschreibens an die Genannte. Wollen auch Sie, hochgeehrter Herr[,] im Namen der 'deutschen Zeitung' den Ausdruck meiner warmen Theilna[h]me an dem Verluste genehmigen, den Reschauers Tod verursacht [...]". - Reschauer war von 1875 bis 1886 Herausgeber und Chefredakteur der "Deutschen Zeitung" sowie Mitbegründer der Deutschen Fortschrittspartei. - Etwas lichtrandig.‎

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‎Polignac, Jules prince de, französischer Staatsmann (1780-1847).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., "ce jeudi 26" (wohl 1840er Jahre).‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Rotes Lacksiegel. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Diplomaten und Historiker Adolphe de Circourt (1801-79) mit der Bitte um einen dringenden Besuch am folgenden Morgen: "Mon cher Circourt, venez je vous prie, si cela ne vous déranger pas, demain vendredi à 9 heures du matin, je vous trouverai chez moi, il me tarde de vous voir, au court à Paris [...] J'ai e´té bien hereux, hier, d'avoir l'henneur de faire connaissance avec la Comtesse de Circourt à qui je présente ici mes respects [...]". 1829-30 Premierminister von Frankreich, wurde Polignac nach der Julirevolution verhaftet. 1836 amnestiert, lebte er in England und Bayern, bis er 1845 die Erlaubnis erhielt, nach Frankreich zurückzukehren - unter der Bedingung, sich von Paris fernzuhalten und sich aus der Politik zurückzuziehen. Die erwähnte Gattin Circourts, die gebürtige Russin Anastasia de Circourt (geb. Klustine, 1808-63), war eine bekannte Pariser Salonnière. - Mit monogrammiertem Lacksiegel und kleinem Ausriss durch Siegelbruch (keine Textberührung).‎

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‎Pretis-Cagnodo, Sisinio Freiherr von, k. u. k. Verwaltungsbeamter und Minister (1828-1890).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Triest, 29. III. 1883.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Am 5. März ds. habe ich zur Saldirung meiner Rechnung den Betrag v. 71fl 78 kr an Ihre Adresse mittels Postanweisung abgeschickt. Ich würde Ihnen verbunden sein wenn Sie mir den Empfang des Antrages bestätigen oder aber die Mittheilung machen wollten, daß dasselbe nicht in Ihre Hände gelangt ist, um im letzteren Falle bei der Post reclamiren zu können [...]".‎

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‎Vitzthum von Eckstädt, Heinrich Graf, sächsischer Geheimrat, Generaldirektor der Dresdner Kunstakademie sowie Direktor des Hoftheaters und der Hofkapelle (1770-1837).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 27. IX. 1823.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den sächsischen Oberpostdirektor Christian Gottlieb Hüttner betreffend die Anreise der Demoiselle Hofmann: "Für die zeitherige, meinen Wünschen so ganz entsprechende Leitung der Angelegenheit mit Dem. Hofmann meinen herzlichsten Dank zu zollen, bin ich noch im Rückstandt. Ich würde nicht gesäumt haben, diese Schuld gleich nach Empfang Ihres letzten Briefes vom 9ten dieses abzutragen, hätte ich nicht Bedenken getragen, Sie in Ihren vielen und wichtigen Amts Geschäften zweymal zu stören, daher ich dem Drange meiner Verpflichtungen für diese neuen Beweise Ihrer Freundschaft gegen mich, wenigstens so lange Widerstandt leisten zu müssen geglaubt, bis ich mit den Aeusserungen meiner aufrichtigsten Erkenntlichkeit, die Bitte verbinden könnte, der Dem. Hofmann noch den Zeitpunkt bestimmen zu können, wo ich dieselbe hier eintreffen zu sehen wünsche. Es ist dieß der 4te October [...]". - Etwas fleckig und mit einem kleinen Ausriss im Gegenblatt durch Siegelbruch.‎

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‎Boy-Ed, Ida, Erzählerin und Biographin (1852-1928).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Lübeck, 24. II. u. 3. III. 1892.‎

‎Zusammen (3 + 2½ =) 5½ SS. auf 2 Doppelbll. 8vo. Beide Briefe an die Redaktion von "Velhagen und Klasings Monatsheften", die ihren Roman "Sieben Schwerter" in Fortsetzungen veröffentlichen wollte: "Beifolgend erhalten Sie den fertigen Roman 'Sieben Schwerdter'. Bis Seite 300 haben Sie das Werk gelesen, ich hoffe daß das letzte Drittel des Romanes Ihnen noch beßer gefällt als die ersten beiden Drittel. Nun die pecuniäre Frage. Herr Kröner [d. i. Adolf Kröner, der Herausgeber der "Gartenlaube"] hat mir für Rahel & Lea siebentausend Mark, Herr Bong & Comp achttausend Mark für 'Empor' gegeben. Der erstgenannte Roman ist ein Band von geringem Umfang, noch nicht halb so lang als die 'Sieben Schwerdter'. Herr Bong hat nach Rahel & Lea den Preis für 'Empor' ausgerechnet, der etwas länger ist. Die Summe welche ich mir heute, diesem Maßstab folgend für den vorliegenden Roman ausrechnete, kam auf 12,570 Mk. heraus. Ich kenne Ihre Honorare nicht, ich soll zum erstenmal mit Ihnen in Verbindung treten u. ich will keinesfalls, daß die Geldfrage ein Hinderniß sein soll [...]" (24. II. 1892). - "Den Auseinandersetzungen Ihres Briefes vom 1. d. bin ich aufmerksam gefolgt, der Richtigkeit vieler Ihrer Bemerkungen, dennoch aber würden diese allein mich nicht zum Entgegenkommen bestimmen. Für mich fällt ins Gewicht, daß ich zum ersten Mal bei Ihnen und vor Ihrem, als besonders gebildet bekanntem Leserkreis erscheine. Der ideelle Gewinn der mir daraus erwachsen kann und hoffentlich wird, steht mir höher als die Honorardifferenz zwischen Ihrem Angebot und meinem ursprünglichen Vorsatz, als Mindestpreis etwa zehntausend Mark zu nehmen. So hoffe ich denn, obgleich ich die Veröffentlichung in Monatsheften für nie so günstig halte, wie die in achttägig erscheinenden Journalen, daß Ihren Lesern die 'Sieben Schwerdter' gefallen mögen, und sehe der Überweisung des Honorars entgegen, von 9000 Mk. [...]" (3. III. 1892). - "Sieben Schwerter" erschien noch im selben Jahr als Fortsetzungsroman; "Rahel und Lea" war 1891 in der "Gartenlaube" erschienen; der Roman "Empor!" wurde 1892 von Bong & Co in Berlin publiziert.‎

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‎Göckingk, Leopold Friedrich, Lyriker (1748-1828).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Göckingk"). Ellrich, 23. VI. 1783.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An den namentlich nicht genannten Joachim Heinrich Campe, der seit 1779 die "Kleine Kinderbibliothek" herausgab: "Da ich nicht gleich selbst Ihnen Beiträge für Ihre Kinder Bibl. schicken kann, so hab ich wenigstens Andre dazu ermuntert. Die von H. Dietge, der hier Zahlmeister bey dem Geheimen Rath von Arnstedt ist, werden nun schon in Ihren Händen seyn. Ich hatte just nicht Zeit selbst zu schreiben, und sah es auch gern, daß Sie früher eingelaufen sind, denn vielleicht ist der Druck indessen vorgerückt. Hier übersend ich Ihnen noch zwey Gedichte von Fräulein Hagen [d. i. die Dichterin Henriette Ernestine Christiane vom Hagen]. Ich denke daß Sie das Geburtstagslied ebenfalls werden brauchen können [...] Im Fall Sie aber nicht Lust haben es aufzunehmen, säh ich gern, wenn Sie es Voß [d. i. Johann Heinrich Voß, der Herausgeber des "Hamburger Musenalmanachs"] zuschickten, vielleicht macht er für den Almanach Gebrauch davon [...]". - Göckingk war von 1779 bis 1786 Mitherausgeber des Voß'schen "Musenalmanachs".‎

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‎Musäus, Johann Karl August, Schriftsteller und Märchensammler (1753-1787).‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U. ("Johann Carl August Musäus"). Weimar, 24. XII. 1775.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Eh. Quittung: "Zwanzig Stück richtige Louis d'or habe ich Endesbenannter von [...] Herrn Kauffmann Madelung für eine mir zustehende und von demselben verkauffte Wildschur von weißen sibirischen Fuchs [!] richtig und wohl erhalten, deren baaren Empfang ich hierdurch bescheinigen sollen [!] [...]". - Beiliegend ein Portraitdruck.‎

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‎Pfeffel, Gottlieb Konrad, Schriftsteller (1736-1809).‎

‎Wechsel mit eigenh. U. Colmar, 2. X. 1793.‎

‎Qu.-8vo. "A vue il vous plaira payer à l'ordre des Citoyens Schaefer & Comp. la Somme de vingt sept florins trente Creizer d'empire, en Cens neufs à deux florins quarante cinq Creizer; valeur recue suivant l'avis de Votre devoué | Pfeffel". - Mit Stempel des Département Haut-Rhin und mehreren Indossamenten verso.‎

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‎Saphir, Moritz Gottlieb, Schriftsteller, Journalist und Satiriker (1795-1858).‎

‎Eigenh. Manuskript mit Namenszug im Titel und eh. Albumblatt mit U. O. O. u. D. bzw. Wien, März 1852.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 4to. (Manuskript) bzw. 1 S. Qu.-8vo. (Albumblatt). Mit einigen Beilagen (s. u.). Das mit dem Titel "Apolog. von M. G. Saphir" versehene Manuskript enthält die Gedichte "Die Liebe" (32 Zeilen), "Der Haß" (16 Zeilen), "Der Argwohn" (8 Zeilen) und "Die Unschuld" (8 Zeilen). "Ich komme still mit leisem Geisterfuß gegangen, | Den Schleyer bring' ich, das Geheimniß mit; | Das Schweigen muß mich und die Dunkelheit umfangen, | Kein Wiederhall [!] verrathe meinen Tritt, | Zu stummer Weihe muß der Busen mich empfangen, | Die Helle bleicht mein zartes Kolorit: | Ein Wort, ein Lispeln kann mein Daseyn stören, | Den Schweigenden allein will ich erhören […]" (aus "Die Liebe"). - Auf dem Albumblatt heißt es treffend: "Zum Dichter muß man geboren, zur Anerkennung muß man gestorben sein!". - Beiliegend ein Brief an Saphir in Sachen einer Versteigerung, ein Zeitungsausschnitt ("Saphir und sein Setzer") und je ein Exemplar des "Wanderers" (Nr. 205 vom 26. VIII. 1844) bzw. der "Allgemeinen Theaterzeitung" (Nr. 27 und 28 vom 31. I und 2. II. 1846). - Das Manuskript stärker knittrig und mit kleinen Randläsuren; einige Einrisse mit Klebefilmstreifen unterlegt; das Albumblatt an den Rändern etwas fleckig, sonst gut erhalten.‎

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‎Granichstaedten, Bruno, Komponist (1879-1944).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. (7 Zeilen). Qu.-8vo. An einen Freund: "Anbei das Buch für Amerika [...]". - Mit der Spur einer alten Querfaltung und Kugelschreibernotiz am Kopf.‎

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