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Hamm, Johann Valentin, Musikdirektor, Konzertmeister und Komponist (1811-1874).
Eigenh. Brief mit U. Würzburg, 24. X. 1869.
2 SS. 8vo. An einen Verleger: "Schüchtern wage ich es, mich mit einer großen, innigen Bitte an Sie zu wenden, doch - Ihr bekanntes Renom[m]é gegen talentvolle, junge Künstler, giebt mir den Muth, meine Bitte hiermit offenherzig auszusprechen. Es betrifft nämlich die bekannte Concert-Polonaise f. Viol. (mit Orch. u. Piano) von Ferd. Laub, dem großen Violinvirtuosen in Moskau, um welche ich Sie für meinen lieben Sohne, welcher ein Schüler des Herrn Laub, bei welchem er zwei Jahre in Moskau war, ergebenst bitten möchte. Sie thun ein wahrhaft edles Werk wenn Sie meinen Sohne damit beschenken u. ich so wie mein Sohn werden ewig dankbar dafür sein! Ebenso möchte er gerne das 11te Viol. Concert v. L. Spohr [...]. Ist es in Ihrem berühmten Verlage erschienen? Oder bei André [d. i. der Komponist und Musikverleger Johann André]?? Indem wir hoffen, keine Fehlbitte an Ew. Hochwohlgeboren gerichtet zu haben, zeichnet mit dankbarster Hochachtung [...]". - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess und einem kleinen Einriss im unteren Rand.
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Heisler, Jenny, Sängerin und Schauspielerin (fl. 1870er Jahre).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
2 SS. auf Doppelblatt. Qu.-8vo. An einen Herrn Endel: "Nachdem Sie so gütig waren mir zu zeigen daß Sie Antheil an meinem Geschick nehmen, erlaube ich mir nun auch Ihnen mitzutheilen daß ich meinen Entschluß dahin gefaßt habe, indem ich morgen Mittwoch nach Hannover abreise um mein Gastspiel in jedem Fall zu absolviren! Demnach werde ich wohl nicht mehr das Vergnügen haben Sie sehen und sprechen zu können und sage Ihnen schriftlich ein herzliches Lebewohl! Wenn Sie gestatten theile ich Ihnen später das Resultat dieser meiner Reise mit [...]".
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Hiller, Ferdinand, Komponist und Dirigent (1811-1885).
Eigenh. Postkarte mit U. [Poststempel: Köln, 16. IV. 1875].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. An ein Fräulein Lina Hassberger in Fürth (Bayern): "Kommen Sie nur her - ich versprechen Ihnen nicht Ihnen Unterricht zu geben - wohl aber daß Sie hier etwas zulernen sollen. Wie haben eine ausgezeichnete neue Lehrkraft gewonnen - u. die Alten sind auch nicht zu verachten [...]". - Gestempelt und mit Spuren alter Faltung.
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Johann Nepomuk David, Komponist und Chorleiter (1895-1977).
Eigenh. Postkarte mit U. [Poststempel: Stuttgart], 3. II. 1949.
1 S. Qu.-8vo. An den Schriftsteller W. A. Eberwein: "Für Ihre mich ehrenden Zeilen bestens danke, muß ich jedoch zu meinem Bedauern mitteilen, daß ich Ihrem Angebot nicht nähertreten kann, da ich auf sehr lange Zeit hinaus durch meine Pläne beschäftigt bin [...]". - Mit gestempeltem Absender.
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Kahn, Robert, Komponist (1865-1951).
Eigenh. Musikzitat mit Widmung und U. Berlin, 18. I. 1896.
1 S. auf Doppelblatt. Qu.-8vo. Zwei Notenzeilen aus dem von Kahn in Musik gesetzten Gedicht "Ein Obdach gegen Sturm und Regen" von Friedrich Rückert mit unterlegtem Text: "Ein Obdach gegen Sturm und Regen der Winterzeit sucht' | ich u. fand den Himmelssegen der Ewigkeit [...]".
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Messchaert, Johannes, Sänger und Musikpädagoge (1857-1922).
Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D.
Kl. Visitkartenformat (36:88 mm). Auf der Visitenkarte von Josef Riess. - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess und kleinen Stecknadeldurchstichen von alter Heftung.
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[Musikmanuskript].
Musikmanuskript. Wohl Österreich, 2. Hälfte des 19. Jhs.
16 SS. Tinte auf Papier. Qu.-4to. Marmorierte Originalbroschur. Enthält nebst unbetitelten Stücken zu Beginn (möglicherweise eigene Kompositionen des unbekannten Schreibers) die Volkslieder "Vater ich rufe dich!" und "Sei gegrüßt in deiner Schöne", Menuette aus Mozarts "Don Juan" und der "Zauberflöte" sowie zwei Märsche, betitelt "Marie Louise Favorit Marsch" und "Allexander Favorit Marsch", alle mit hinterlegtem Text. - Durchgehend gebräunt und etwas braunfleckig.
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Nicodé, Jean Louis, Komponist und Dirigent (1853-1919).
Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.
100:29 mm. Auf Trägerpapier montiert.
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Nicodé, Jean Louis, Komponist und Dirigent (1853-1919).
Eigenh. Postkarte (fehlt die Unterschrift). Langebrück (Dresden), 1. V. 1913.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An das "Veranstaltungsbüro des 'Dresdner Blumentages'" mit der Mitteilung über die Fertigstellung eines Beitrags: "Der erbetene Beitrag zum Blumentag-Buch ist so gut wie fertig, bedarf nur noch ernster Redaktion. Bitte um gef. Mitteilung, bis wann [...] er in Ihren Händen sein müsste. Umfang ca. 25-30 Druckseiten [...]". - Erste Bekanntheit erlangte Jean Louis Nicodé als Begleiter der Sopranistin Désirée Artôt de Padilla auf einer Konzertreise nach Rumänien und Galizien 1878 wurde er als Hauptlehrer des Klavierspiels an das Dresdner Konservatorium verpflichtet, das er aber sieben Jahre darauf infolge von Differenzen wegen seiner neudeutschen Einstellung wieder verließ. Anschließend dirigierte er drei Jahre lang die Dresdner Philharmonischen Konzerte und gründete 1893 die Nicodékonzerte, für die er die Chemnitzer Stadtkapelle heranzog und 1896 einen eignen Chor bildete. "Nicodé ist in seinen Hauptwerken einer der begabtesten Nachfolger der Lisztschen Richtung. Glänzender Pianist, begann er mit klassizistischen Klavierwerken, unter denen die 'Variation' dem op. 17 seines Lehrers [Friedrich] Kiel an Satzkunst und Kraft nichts nachgeben. Die symphonische Dichtung 'Maria Stuart' verläuft in Ouvertüren-Form, die 'Jagd nach dem Glück' ist als Introduktion und Scherzo ein glänzendes Virtuosenstück, die ‚Symphonische Suite' bewegt sich ehrerbietig und zurückhaltend in Beethovenschen Spuren, und die 'Symphonischen Variationen' sind neben Hans Kößlers gleichnamigem Werk der bedeutendste Beitrag zu dieser Gattung zwischen dem Widmungsträger Brahms und Reger" (MGG IX, S. 1446). - Die Unterschrift ausgeschnitten.
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Pepping, Ernst, Komponist (1901-1981).
Ms. Brief mit eigenh. U. Berlin, 14. I. 1948.
1 S. Qu.-4to. An den Schriftsteller W. A. Eberwein: "Für Ihre freundliche Anfrage bin ich Ihnen sehr verbunden. Eine Arbeit der vorgeschlagenen Art könnte mich schon reizen, doch kann ich sie zu meinem Bedauern nicht übernehmen, da ich durch anderes im Augenblick zu stark in Anspruch genommen bin [...]". - Mit gedr. Briefkopf.
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Philipp, Robert, Sänger (ca. 1852-1933).
Eigenh. Albumblatt mit U. Berlin, 4. X. 1915.
1 S. 4to. "Autogramm / Gar Mancher nimmt den Mund voll Kunst / Nennt einen Künstler sich / Erküns[t]elt sich der Presse Gunst / Und bläht sich fürchterlich / Die Menge glaubt's er wird begränzt [!] - / Verbreitet Kunstgeruch - / Doch ist nicht alles Gold was glänzt / Das ist ein alter Spruch [...]" - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess und kleinen Stecknadeldurchstichen von alter Heftung; stellenweise etwas fleckig und knittrig; beiliegend ein Ausschnitt aus einer Illustrierten mit einer Abbildung von R. Philipp und seiner Kollegin Marie Dietrich (Letztere hier weggeschnitten).
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Posch, Ferdinand, Textdichter von Wienerliedern (D. n. b.).
Eigenh. Manuskript. "Bruader der hat gschaut!". O. O. u. D.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Couplet in fünf Strophen des heute weitgehend vergessenen Wienerlieddichters. - Gefaltet. Mit zahlreichen Seiteneinrissen.
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Reinhold, Hugo, Komponist und Pianist (1854-1935).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 27. I. 1895.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Gestatten Sie mir Ihnen anläßlich Ihrer freundlichen und wohlwollenden Besprechung meiner im letzten philh. Concert aufgeführten Suite meinen aufrichtigsten, verbindlichsten Dank auszusprechen [...]". - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess; etwas angestaubt und fleckig und mit einem größeren Einriß auf Bl. 1 recto.
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Reiter, Josef, Komponist (1862-1939).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 14. X. 1912.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Durch meine liebe Freundin und Sängerin Frl. Pauline Ebner erfuhr ich mit großer Freude von dem großen Interesse, das Sie meinem künstlerischen Schaffen entgegen bringen. Sie wollen sich insbesondere um eine Dresdener-Aufführung meines Requiems bemühen. Ich wäre Ihnen unendlich dankbar, wenn Sie eine solche ermöglichten. Ich habe Ihnen, wie auch Hrn. Direktor Römhild je einen Klavierauszug des Werkes zugesandt. Ich war nicht früher in der Lage dies zu tun, da der Auszug erst vor 3 Tagen erschienen ist. Die Dresdener Aufführung meines Werkes wäre die erste außerhalb Wiens, wo das Werk (im großen Musikvereinssaale) im kommenden Winter schon zum 4. Male aufgeführt wird [...]".
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Risler, Édouard, Pianist (1873-1929).
Eigenh. Musikzitat mit U. (Montreux), 9. III. 1906.
1 S. Qu.-8vo. Ein Takt aus einer nicht näher bezeichneten Beethoven-Komposition "en souvenir du concert à Montreux [...]".
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Schachtebeck, Heinrich, Violinist, Dirigent und Musikpädagoge (1886-1965).
Ms. Brief mit eigenh. U. Leipzig, 3. X. 1947.
1 S. Qu.-8vo. An den Schriftsteller W. A. Eberwein: "Ich danke Ihnen für Ihre freundlichen Zeilen vom 27. v. M. und habe mich sofort mit dem Leiter unserer Kompositionsabteilung in Verbindung gesetzt. Wir sind aber nicht in der Lage, Ihnen aus dem Kreise seiner Klassen einen Studierenden zu nennen, der schon in der Lage wäre, sich an eine solche Aufgabe zu wagen [...]". - Mit gedr. Briefkopf der "Staatliche[n] Hochschule für Musik Leipzig".
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Udel, Karl, Volkssänger und Cellist (1844-1927).
Brief mit eigenh. U. Wien, 20. II. 1914.
1 S. 8vo. Dankesschreiben an den Schauspieler und Komiker Franz Fischer: “Für Ihre so lieben und herzlichen Worte die Sie zu meinem 70. Geburtstag zukommen liessen danke ich Ihnen innigst [...]”. - Anfangs als Violinist und Cellist u. a. am Theater a. d. Wien, am Carltheater und am Josefstädtertheater tätig, kam Udel 1871 zum "Komischen Quartett" des Wiener Männergesangsvereins. "Dieses komische, nicht nur in Wien, auch im Auslande bekannte und beliebte Quartett ist nach einem Personenwechsel der übrigen drei Stimmen am 3. März 1880 zum ersten Male als ‘Quartett Udel’ vor das Publicum" getreten (Eisenberg, Das geistige Wien, zit. n. DBA I 1292, 120) und fand in Folge große Anerkennung. Seit 1877 war Udel Professor am Wiener Konservatorium, wo er u.a. Eduard Rosé und Franz Schmidt im Violoncellospiel unterrichtete. Vgl. MGG XI, 906 (Rosé) und 1853 (Schmidt). - Gefaltet.
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Wagner, Richard, Komponist (1813-1883).
Eigenh. Brief mit U. Dresden, 14. IX. 1843.
2¾ SS. auf Doppelblatt. 4to. Großer Brief an den Musikschriftsteller August Schmidt, den Gründer und Herausgeber der "Allgemeinen Wiener Musikzeitung", die im Februar des Jahres Wagners "Rienzi" ausführlich besprochen und verrissen hatte ("Nicht allein, daß in der ganzen Oper von gar keinem Gesange die Rede ist, so ist auch die Instrumentirung so enorm überladen und abspannend, daß der Musik schon nach dem ersten Acte jedes Interesse mit Gewalt entrissen wird"): "Da ich keiner regelmäßigen Journal-Lectüre pflege, erfahre ich erst jetzt durch einen meiner Bekannten, mit welcher Animosität Ihre Zeitschrift meinem so jung erworbenen Künstler-Ruf zu schaden beflissen ist. Es würde mir unbegreiflich sein, wie es kommt, daß ein deutscher Musiker zu einer Zeit und - was Ihre Zeitschrift betrifft - von einem Orte aus, wo die deutsche Kunst der ausländischen so jämmerlich hintangesetzt wird, bei seinem glücklichen und erfolgreichen Auftreten selbst von den Vertretern des wahren musikalischen Geschmackes so herb begrüßt wird, wenn ich nicht überzeugt sein müßte, daß Ihnen die ausführlichsten Nachrichten über meine bis jetzt nur in Dresden aufgeführte Oper 'Rienzi' von einem gewissenlosen Freunde, den seine Unvorsichtigkeit mir bei meiner hiesigen Anstellung zum unbegünstigten Rivalen gab, zugebracht worden seien [...] Um Ihnen jedoch zu beweisen, wie weit Sie in Ihrem Unrecht gegen mich gegangen sind, indem Sie in einer Notiz mit einem gewissen Gepräge die Anzeige bekannt machten, mein 'Fliegender Holländer' sei in Kassel total durchgefallen, - erlaube ich mir Ihnen beiliegende Briefe Spohrs, der mir persönlich gänzlich unbekannnt ist, sowie einige einfache Anzeigen in der Theater-Chronik (- in denen blos berichtet wird, vorgefallen ist -) zur gefälligen Durchsicht zuzustellen [...]". - Bei dem "Rivalen", so Wagners Überzeugung, dürfte es sich um seinen Leipziger Studienfreund Louis Schindelmeißer gehandelt haben, der sich vergeblich um die Nachfolge Joseph Rastrellis am Dresdner Hoftheater beworben hatte und Wagner, der die Stelle als Königlich-Sächsischer Kapellmeister erhalten hatte, unterlegen war. / Louis Spohr, der die Kasseler Uraufführung des "Fliegenden Holländer" dirigiert hatte, hatte in seinem Brief vom 6. Juni Wagner ausführlich von dem "allgemeinsten Beyfall" berichtet, mit dem dessen Werk empfangen worden sei, und schloß seinen Brief mit der Hoffnung: "Fahren Sie in dieser Weise fort und Sie werden deutscher Kunst Ehre bringen!" Abgedruckt in Richard Wagner: Sämtliche Briefe. Bd. 2. Briefe der Jahre 1842-1849. Leipzig, VEB Deutscher Verlag für Musik, 1970, S. 322 ff., Nr. 100.
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Wiesenhütter, Gerhart, Dirigent und Organist (1912-1978).
Ms. Brief mit eigenh. U. Leipzig, 16. XII. 1947.
1 S. Qu.-4to. Mit ms. adr. Kuvert. An den Schriftsteller W. A. Eberwein in Leipzig: "Auf Ihre Anfrage teilen wir Ihnen mit, daß Herr Thieme in Leipzig S 3, Gustav-Freytag-Str. 23, wohnt. Sicher wird Herr Thieme in der Lage sein, eine volkstümlich anmutende Musik zu schreiben. Nur muß Herrn Thieme von vornherein die Art der Komposition mitgeteilt werden, Herr Thieme ist zweifellos eine sehr starke kompositorische Begabung, und Sie würden bestimmt einen sehr guten Mitarbeiter in ihm finden [...]". - Mit Briefkopf und Stempel des "Mitteldeutschen Rundfunks".
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Blasel, Leopold, Schauspieler und Gastwirt (1866-1931).
Eigenh. Briefkarte mit U. Währingerstr. 94 [Wien], 5. X. 1901.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Schauspieler und Komiker Franz Fischer (1857-1934) mit der Anfrage ob dieser an einer Festvorstellung zum 70. Geburtstag von Karl Blasel (1831-1922) mitwirken wolle: "Theile Ihnen mit, dass am 14/10 im Theater a. d. Wien zu Ehren des 70. Geburtstages von Dir. C. Blasel eine Festvorstellung mit Schrödter, Kopacsi u. s. w. stattfindet u. zw. 'Schöne Helena'. Das Comité lässt Sie nun fragen ob Sie in dieser Vorstellung mitwirken wollen (Ajax) und bitte in diesem Falle sofort an die Dir. d. Theaters a. d. Wien zu schreiben, oder noch besser im Laufe der Vormittagsstunden zu kommen [...]". - Die von Leopold Blasel organisierte Festvorstellung mit dem Hofopernmitglied Fritz Schrödter in der Rolle des Paris und der ungarischen Sopranistin Julie Kopacsy-Karczag als Helena erhielt gemischte Kritiken bei ungeteilter Begeisterung für den Jubilar. Franz Fischer übernahm die ihm angebotene Rolle des Ajax nicht. Laut dem "Deutschen Volksblatt" vom 15. Oktober 1901 übersandte er schriftliche Geburtstagswünsche an Karl Blasel. - Mehrfach gefaltet und angeschmutzt; mit Redaktionsvermerk in Buntstift (verso).
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Bukovics von Kiss Alacska, Karl, Sänger und Theaterleiter (1835-1888).
Eigenh. Notiz mit U. O. O., 19. II. 1878.
1 S. Qu.-8vo. "Gestörte Flitterwochen / Lustspiel 1 Aufzuge / Zur Aufführung nicht zu empfehlen [...]". - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.
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Fischer, Franz, Schauspieler (1857-1934).
2 eigenh. Bildpostkarten. Wien, 1. V. 1899 und 19. VIII. 1908.
Zusammen 2½ SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Zusammen mit 1 Bildpostkarte an Franz Fischer. Die Grußkarte mit U. an Therese Fischer in Bleistift mit lithografischem Bruststück Franz Fischers. - Das Aufforderungsschreiben an Max Lassen mit Lichtdruck eines Hüftbilds (tw. beschrieben): "Ersuche sofort nach Erhalt der Carte Streifen über meinen Namen kleben zu lassen -- da ich sonst leider gezwungen wäre am Abend Telegramm sende [!], wo ich den ganzen deutlichen Sachverhalt dem Hotelier aufklären muss. [...] Auch vom Hietzinger Hof habe ich etwas erfahren, dass [!] ich mir von Dir[,] Max[,] nie erwartet hätte [...]". - Franz Fischer - als der “kleine Fischer”, wie er auch gelegentlich unterzeichnet, seinerzeit ein populärer Schauspieler und Gesangskomiker - war u. a. am Carltheater und unter Karl Blasel am Theater in der Josefstadt engagiert. Vgl. Czeike II, 311f. - Die beigefügte Bildpostkarte mit fotolithogr. Porträt Franz Fischers ist in Blei und Buntstift von mehreren Freunden des Empfängers unterzeichnet: "Dem lieben Jugendfreunde in treuer Erinnerung an Mühldorf". Absendeort laut Poststempel: "Mühldorf b. Spitz", kein Datum. Neben dem Brustbild Fischers mit Buntstift: "Wie geht es dir???".
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Graselli, Franz Josef, Schauspieler (1853-1929).
Eigenh. Postkarte mit U. München, 21. XII. 1906.
1 S. Postkartenformat. An den Schauspieler Franz Fischer (1857-1934) in Wien: "Du kannst dir denken, daß mich dies Alles sehr überrascht hat, umsomehr als ich das Gegentheil vermutet habe -- lasse mir bis Montag Zeit und ich lasse dann wieder etwas von mir hören [...]". - Lange Jahre als jugendlicher Liebhaber und Bonvivant auf zahlreichen Bühnen im deutschen Sprachraum das Publikum erfreuend, kam Graselli ans Theater in der Josefstadt, wechselte wenig später ans Kaiserjubiläumstheater und ging 1900 ans Gärtnerplatzheater in München, wo er die Schauspielerei aufgab und sich gänzlich der Regiearbeit widmete. Vgl. Eisenberg, Gr. biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., s. v. - Auf Postkarte mit Porträtfotografie Grasellis. Mit größerem Loch im Bereich der Briefmarke.
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Gross, Jenny, Schauspielerin (1863-1904).
Eigenh. Brief mit U. "Heugasse 4", d. i. Wien, 12. IV. o. J.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An den Photographen Fritz Luckhardt: "Wenn Sie einverstanden sind, so komme ich Freitag um 11 Uhr mit zwei Toiletten (schwarze und weiße) zur Aufnahme [...]". - Jenny Gross studierte Schauspiel in Wien und erhielt im Alter von sechzehn Jahren ihr erstes Engagement am Wiener Carl-Theater, wo sie naive Rollen spielte. Später wechselte sie zum Wiener Stadttheater, 1885 nach Berlin. Am Königlichen Schauspielhaus und seit 1889 am Lessingtheater, wurde sie in sentimentalen Rollen, als elegante Salondame und als Volkskomödiantin zum Publikumsliebling. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm und mit Stempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.
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Gross, Jenny, Schauspielerin (1863-1904).
Eigenh. Briefkarte mit U. Dresden, 28. II. o. J.
2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Zu meinem größten Bedauern wird es mir unmöglich sein am 11. April Ihrer freundlichen Einladung Folge zu leisten, ich bin für den ganzen Monat April nach Han[n]over verpflichtet [...]". - Jenny Gross studierte Schauspiel in Wien und erhielt im Alter von sechzehn Jahren ihr erstes Engagement am Wiener Carl-Theater, wo sie naive Rollen spielte. Später wechselte sie zum Wiener Stadttheater, 1885 nach Berlin. Am Königlichen Schauspielhaus und seit 1889 am Lessingtheater, wurde sie in sentimentalen Rollen, als elegante Salondame und als Volkskomödiantin zum Publikumsliebling. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm und Adresse. Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.
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Gross, Jenny, Schauspielerin (1863-1904).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wohl Berlin, "Montag", o. D.
2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Nehmen Sie meinen besten Dank für Übersendung der Rezension und der Damenzeitung [...]". - Jenny Gross studierte Schauspiel in Wien und erhielt im Alter von sechzehn Jahren ihr erstes Engagement am Wiener Carl-Theater, wo sie naive Rollen spielte. Später wechselte sie zum Wiener Stadttheater, 1885 nach Berlin. Am Königlichen Schauspielhaus und seit 1889 am Lessingtheater, wurde sie in sentimentalen Rollen, als elegante Salondame und als Volkskomödiantin zum Publikumsliebling. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm und Adresse. Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.
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Grube, Max, Schauspieler und Theaterleiter (1854-1934).
3 eigenh. Briefe mit U. Berlin, 1890 und 1891.
Zusammen (2+1½+2 =) 5½ SS. auf 3 Bll. 4to. An einen nicht namentlich genannten Redakteur bezüglich eines oder mehrerer Artikel über das Hoftheater Meiningen: "Die Erlaubnis habe ich von sr. Hoheit erhalten und lege ich Ihnen das Bild bei, das ich mir aber zurückerbitte. Meiner Ansicht nach wird es sich am besten als Lichtdruck zu Beginn des Heftes ausnehmen. Als Holzschnitt dürfte es gegen die wahrhaft prächtigen Adlerschen [?] Zeichnungen abfallen und das darf durchaus nicht sein. Auf die meisten Zeichnungen kann ich im Text nicht Bezug nehmen, denselben aber um 2 Seiten zurückzudämmen wird schwer sein, da ich mitten im Zuge bin. Die 'Erinnerungen eines alten Meiningers' bringen Ihnen aber namentlich aus der Zeit ehe die Meininger gastirten so viele persönliche Details und kleine humoristische u. a. Schlagzeilen, dass ich glaube, Sie werden selber nichts streichen wollen [...]" (7. X. 1890). - Der Sohn des Zoologen Eduard Grube erhielt 1872 sein erstes Engagement am Hoftheater in Meiningen und spielte die folgenden Jahre an verschiedenen Bühnen (Lübeck, Bremen, Leipzig, Dresden). 1888 wurde er Erster Charakterdarsteller am Kgl. Schauspielhaus in Berlin, 1891 Oberregisseur. Seit 1909 leitete Grube das Meininger Hoftheater, 1913-18 das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. Große Erfolge feierte er als Charakterdarsteller in den Rollen des Jago, Mephisto, Franz Moor und Shylock. Grube veröffentlichte u.a. eine "Geschichte der Meininger" (1926). - Zwei Briefe mit Seiteneinrissen, alle gefaltet.
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Grube, Max, Schauspieler und Theaterleiter (1854-1934).
Eigenh. Albumblatt mit U. Hamburg, 13. IX. 1915.
½ S. Qu.-8vo. Auf der Versoseite einer Porträtpostkarte mit Darstellung Kaiser Wilhelms II. und einem gedr. Gedicht "Das Kaiserbild" von Max Grube. - Der Sohn des Zoologen Eduard Grube erhielt 1872 sein erstes Engagement am Hoftheater in Meiningen und spielte die folgenden Jahre an verschiedenen Bühnen (Lübeck, Bremen, Leipzig, Dresden). 1888 wurde er Erster Charakterdarsteller am Kgl. Schauspielhaus in Berlin, 1891 Oberregisseur. Seit 1909 leitete Grube das Meininger Hoftheater, 1913-18 das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. Große Erfolge feierte er als Charakterdarsteller in den Rollen des Jago, Mephisto, Franz Moor und Shylock. Grube veröffentlichte u. a. eine "Geschichte der Meininger" (1926). - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess; beiliegend eine unsignierte Porträtpostkarte von Max Grube.
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Grube, Max, Schauspieler und Theaterleiter (1854-1934).
Eigenh. Brief mit U. Düsseldorf, 8. VII. 1901.
1 S. 4to. An einen nicht namentlich genannten Professor: "S. Exc. mein Herr Chef befinden sich zur Zeit auf dem Schlosse Rohnstock, Schlesien, und wird Sie nach vorheriger Anmeldung dort gewiss gern empfangen. R. ist Bahn u. Telegr. Station auf Ihrer Heimreise leicht zu erreichen. Als eifrigster Förderer d. Hebbelwerkes wird es Sie gewiss freuen zu hören, dass bei den von mir geleiteten hiesigen Klassikerfestspielen des Goethevereins die Nibelungen Trilogie H's einen gewaltigen Eindruck erzielten [!] [...]". - Der Sohn des Zoologen Eduard Grube erhielt 1872 sein erstes Engagement am Hoftheater in Meiningen und spielte die folgenden Jahre an verschiedenen Bühnen (Lübeck, Bremen, Leipzig, Dresden). 1888 wurde er Erster Charakterdarsteller am Kgl. Schauspielhaus in Berlin, 1891 Oberregisseur. Seit 1909 leitete Grube das Meininger Hoftheater, 1913-18 das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. Große Erfolge feierte er als Charakterdarsteller in den Rollen des Jago, Mephisto, Franz Moor und Shylock. Grube veröffentlichte u.a. eine "Geschichte der Meininger" (1926). - Auf Briefpapier mit lith. Briefkopf des Hotel Heck in Düsseldorf. Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.
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Hahn, Emil, Schauspieler, Regisseur und Intendant (1832-1897).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 12. VII. 1873.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Redakteur des Hamburger Wochenblatts "Der Freischütz": "Die Freundlichkeit, die Sie mir während Ihrer literarischen Thätigkeit in Berlin erwiesen, läßt mich hoffen, daß Sie mir dieselbe in Hamburg bewahren und meine Bitte erfüllen werden, in dem Freischütz eine Notiz über den großartigen Erfolg der neuesten Féerie: Rothomago im Victoriatheater zu bringen. Sie werden mich dadurch dankbarlichst verpflichten. Trotz der großen Hitze ist das Haus täglich gefüllt [...]". - Das Berliner Victoriatheater erlebte unter Hahns zehnjähriger Leitung (1871-81) seine Glanzzeit. - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.
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Haizinger, Amalie, geb. Morstadt, verh. Neumann, Schauspielerin (1800-1884).
Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. Wien, 1884.
4 Zeilen. 113:169 mm. Ganzfigürliches Rollenporträt der Schauspielerin als Spinnerin aus dem Wiener Atelier Krzimanek. Widmung und U. in Blei (verso). - Amalie Haizinger debütierte 1810 in Karlsruhe, gab seit 1817 Gastspiele (u. a. in Mannheim, Berlin und Weimar) und kam 1825 erstmals ans Wiener Burgtheater. "Tourneen führten sie u. a. nach Paris, London und St. Petersburg. 1846-75 gehörte sie dem Ensemble des Burgtheaters an. Haizinger glänzte als junge Frau in naiven, sentimentalen Rollen, u. a. als Luise in Schillers 'Kabale und Liebe', später als Marthe in Goethes 'Faust'" (DBE). 1836 erschienen ihre "Erinnerungsblätter". - Die Verso-Seite angeschmutzt.
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[Kabinettphotographien].
Sammlung von 40 Kabinettphotographien österreichischer und deutscher Schauspieler und Künstler, teilweise signiert. Versch. Orte, ca. 1874-1908.
Verschiedene Formate. Zwischen 134:220 mm und 65:107 mm. Die Künstlerporträts, darunter viele Rollenporträts, wurden hauptsächlich von Wiener Ateliers angefertigt, einzelne Fotografien stammen u. a. von Ateliers aus Berlin, Cassel, Bad Aussee, Prag und Brünn. Unter den identitifizierbaren Persönlichkeiten sind die Burgschauspielerin Charlotte Wolter (1834-1897), der Schauspieler und Burgtheaterdirektor Hugo Thimig (1854-1944), der Wiener Schauspieler und Komiker Franz Fischer (1857-1934), der mit drei signierten Photographien vertreten ist, sowie der Schauspieler und Theaterdirektor Adolf Ranzenhofer (1856-1910) hervorzuheben. Das relativ schlecht erhaltene Rollenporträt Ranzenhofers ist Franz Fischer gewidmet, signiert und datiert (8. Oktober 1885). - Ein besonders charmantes Szenenfoto des Wiener Ateliers Dr. Székely, von dem ein Abzug im Wiener Theatermuseum aufbewahrt wird, zeigt Stella von Hohenfels-Berger (1857-1920) als "Richard, Herzog von York" neben Fanny Walbeck als "Eduard, Prinz von Wales" in Shakespeares "Richard III". Es stammt von einer Burgtheaterinszenierung, wobei der Abzug des Theatermuseums auf den 17. April 1874 datiert ist. - Weitgehend in Vergessenheit geraten sind Laura von Bruszkay (gewidmet), Mathilde Czjzek von Breymann (gewidmet und datiert), Wilhelmine Festetics, Fini Grinino (gewidmet), die Altistin Johanna Grünnes (gewidmet und datiert), Berthy Hofmann (gewidmet und datiert), Lona Nansen (gewidmet und datiert), Hedwig von Raab (gewidmet), Therese Reiner (gewidmet), Fanny Schönberger, Gisela Schlossarek (gewidmet), Mizzi Steiger (gewidmet), Ida Strasser (gewidmet), Marie Walcher und Johanna Wandl. - Vier Fotografien sind weder beschriftet noch gewidmet, elf weitere konnten trotz Sammlervermerks oder Widmung nicht eindeutig identifiziert werden. Bei drei als "Wiener Schönheiten-Gallerie" beschrifteten Fotografien des Wiener Ateliers Löwy dürfte es sich um Modellporträts handeln.
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Kutschera, Tilly, Schauspielerin (1890-1920).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
2 SS. Visitkartenformat. "Ohne Liebe kehrt kein Frühling wieder | Ohne Liebe preist kein Wesen Gott. | Zur freundlichen Erinnerung [...]". - Mit rotem Rundstempel der "Handschriftensammlung J. K. Riess" und kleinen Stecknadeldurchstichen von alter Heftung.
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Lebrun, Theodor (d. i. Theodor Johann Adolph Leinveber), Schauspieler und Theaterdirektor (1828-1895).
Eigenh. Brief mit U. [Wohl Berlin], 29. I. 1878.
½ S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Auf die gefällige Zuschrift [...] unter Rückgabe der übersandten Photographie, zur Erwiderung, daß ich Ihre freundliche Offerte dankend ablehnen muß [...]". - Mit kopfüber stehendem Stempel der "Direktion des Wallner-Theater[s] Berlin", vielen winzigen Durchbrüchen entlang der Faltlinien und Randläsuren.
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Mörbitz, Bernhard, Schauspieler (1872-1906).
Visitenkarte mit eigenh. Notiz und U. [Poststempel: Mannheim, 2. I.] 1906.
Schmales Visitkartenformat. Beiligend ein eh. adr. Kuvert. An den Schriftsteller W. A. Eberwein: "Lieber Willy! Empfange meine und meiner Kinder aufrichtigste Glückwünsche für 1906 für Dich und Deine Familie. Gott sei immer mit Euch [...]".
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Sachs, Oskar, Schauspieler (1869- um 1929).
Eigenh. Porträtpostkarte mit U. [Wien, 8. IV. 1919 (Poststempel)].
6 Zeilen. Postkartenformat. Mit eh. Adresse. An den Schauspieler und Komiker Franz Fischer (1857-1934) in Wien: "Lieber Freund, danke herzl. für Deine lieben Worte [...]". - Die Bildseite mit einem Kniestück von Oskar Sachs im Nadelstreifanzug. Sachs hat sein Gesicht durchgestrichen und dazu geschrieben: "jetzt bin ich schöner".
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Schenk, Martin, Komiker (1860-1919).
Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. Wien, 18. XII. 1909.
5 Zeilen. 135:215 mm. Elegantes Sitzporträt des Wiener Ateliers Thurmann mit Widmung an den Wiener Schauspieler und Komiker Franz Fischer (verso). - Angeschmutzt. Mit Nadellöchern von früherer Montage.
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Stauber, Albertine, Schauspielerin (1840-1916).
Kabinettphotographie. [Wien, 1867].
65:106 mm. Portrait im ¾-Profil aus dem Atelier Adele, Wien, mit dessen gedr. Signet am Trägerkarton.
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Tyrolt, Rudolf, Schauspieler und Schriftsteller (1848-1929).
Albumblatt mit eigenh. U. O. O., 16. XII. 1911.
2 Zeilen. Visitkartenformat. Verso mit rotem Rundstempel der "Handschriftensammlung J. K. Riess"; eine vertikale Knickspur und einige Stecknadeldurchstiche von alter Heftung.
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Waldemar, Richard, Schauspieler (1869-1946).
Eigenh. Postkarte mit U. Linz, 20. IV. 1903.
1 S. Postkartenformat. Mit eh. Adresse. Dankesschreiben an den Schauspieler Franz Fischer (1857-1934) in Wien: "Besten Dank für deine lieben Zeilen, die mir nach Linz nachgeschickt wurden. Habe hier großen Erfolg [...]". - Von Troppau über München und Wiesbaden kam Waldemar 1893 nach Wien, wo er sich erst im ernsten Genre versuchte, ehe sein Komikertalent entdeckt wurde. Er trat an zahlreichen Wiener Bühnen auf. Später spielte er auch in Stumm- und Tonfilmen und war für den Rundfunk tätig. - Auf Postkarte mit Porträt Waldemars. Angeschmutzt.
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Airy, Sir George Biddell, Mathematiker und Astronom (1801-1892).
Eigenh. Brief mit U. (in dritter Person). Cambridge Observatory, 4. XI. 1829.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse und Siegelresten verso (Faltbrief). An den deutschen Astronomen und (ehemaligen) Leiter der Sternwarte im australischen Parramatta, Carl Rümker: "Professor Airy presents his compliments to Mr. Rumker, and begs to inform him that he lately saw M. Carlini of Milan [d. i. der italienische Astronom und Geodät Francesco Carlini], who is at present employed in improving the lunar tables, both by extending the theoretical investigations, and by comparing the tables with his own observations. Professor Airy was charged by M. Carlini, in case he should have an opportunity of communicating with Mr. Rumker, to request that on his return to Paramatta he would carefully observe the Moon's declination whenever it was possible. The accurate determination of parallax is necessary for several of M. Carlini's investigations, and this appears the most satisfactory of all methods for its determination [...]". - "1829 schiffte sich Rümker nach England ein, um in London neue Instrumente für das Observatorium und für ein australisches Vermessungsprojekt zu beschaffen. Dort wurden ihm Intrigen innerhalb der Royal Astronomical Society, scheinbar von Brisbane inszeniert, zum Verhängnis, so dass eine Rückkehr nach Parramatta nicht mehr möglich war" (Wikipedia). Im Jahr darauf wurde Rümker Direktor der Hamburger Sternwarte. - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess; stark angestaubt und knittrig; das Gegenblatt mit kleinem Ausriss durch Siegelbruch.
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Baginsky, Adolf, Kinderarzt (1843-1918).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 30. X. 1898.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Kollegen mit einem Befund: "Ich habe von Ihrem Unfall gehört und hoffe nun, dass er keine weiteren schlimmen Folgen hat [...]". - Adolf Baginsky war ein bedeutender Kinder- und Schularzt, der sich für regelmäßige Untersuchungen an Schulen, die Möglichkeit hitzefreier Tage und das Reichsimpfgesetz einsetzte. 1890 war er Mitbegründer des heutigen Rudolf-Virchow-Kinderkrankenhauses in Berlin, das er bis kurz vor seinem Tod leitete. - Auf Briefpapier des Berliner Konzertbüros Emil Guttman; stellenweise etwas fleckig.
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Bergmann, Ernst von, Chirurg (1836-1907).
Eigenh. Briefkarte mit U. [Berlin], 13. II. o. J.
1 S. Qu.-12mo. An einen Herrn Judmann: "Bestens dankend - habe z. Z. keine Veranlassung eine Hypothek zu kaufen". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Beyer, Moritz, Agrarwissenschaftler (1807-1854).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 1. XII. 1849.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief) und monogrammiertem Siegel. An die Baumgärtner'sche Buchhandlung in Wien: "Hr. Pinckert bewilligt laut seinem Ihnen vorgelegten Schreiben, daß das Honorar für das von Ihnen in Verlag genommene Werk: Das Ganze der Landwirthschaft in ihren Hauptzweigen mir eingehändigt werde. Ist es Ihnen irgend thunlich, mir das Geld ganz oder theilweise gefälligst heute zukommen zu lassen, so helfen Sie mir aus peinlicher Bedrängniß und gewähren mir den doppelten Werth der Zahlung. Ich muß im Uebergange zu neuen hoffentlich beruhigenderen Lebensverhältnissen die schwere Last außerordentlicher und wie meine Sachen stehn, unvermeidlicher Ausgaben tragen [...]". - Stark fleckig und knittrig; Randläsuren und ein größerer, in Schlussformel und Unterschrift hineinreichender Ausriss.
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Brehm, Alfred, Zoologe (1829-1884).
Eigenh. Postkarte mit U. Berlin, 25. IX. 1881.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Zimmermeister Schweitzer in Beuthen: "Indem ich Ihnen den Empfang Ihrer geehrten Zuschrift dankend anzeige, bemerke ich ergebenst, daß es mit der Bestimmung des Tages recht gut noch einige Zeit hat. Herr Dittrich wird aber sehr damit einverstanden sein, wenn Sie ihm Ihre etwaigen Wünsche bald mittheilen wollen, damit er sich nach den Ihnen am besten passenden Tagen richten kann [...]". - Mit kleinen Spuren alter Montage.
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Burdach, Carl Ernst Konrad, Germanist und Literaturwissenschaftler (1859-1936).
Eigenh. Brief mit U. Halle, 21. III. 1887.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Buchhändler: "Anbei erhalten Sie zurück Goethe Dichtung u. Wahrheit hrsg. von v. Locher 4 Bde. Ich hatte bestellt Nr. 1311 Dichtg. u. Wahrh. Bd 1-3. Tübingen 1811-1814. Erste Ausgabe [...]". - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess; leicht angestaubt und kleine hinterlegte Falteinrisse.
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Frisch, Anton von, Urologe (1849-1917).
Eigenh. Albumblatt mit U. [Wohl Wien], 29. VI. 1916.
1 S. Qu.-8vo. "Was Du auch sein magst, sei es ganz! [...] Direktor der Allgem. Poliklinik in Wien". - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess und kleinen Stecknadeldurchstichen von alter Heftung.
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Gaber, Ernst, Bauingenieur (1881-1952).
Ms. Brief mit eigenh. U. Karlsruhe, 19. XI. 1937.
1 S. Qu.-8vo. An den Schriftsteller W. A. Eberwein: "Ihre Zuschrift vom 16. ds. Mts. gib mir Veranlassung, Sie darauf hinzuweisen, dass ich dem Fachausschuss für Holzfragen zu Weitergabe an die Presse einen 2 Schreibmaschinenseiten langen Auszug aus meinem Vortrage über zusammengesetzte Holzträger, den ich am 3. Dezember auf der 6. Holztagung in Berlin halten werde, übergeben habe. Ich bitte Sie, sich also mit dem Fachausschuss für Holzfragen beim VDI und Deutschen Forstverein, Berlin NW 7, Hermann Göringstr. 27 deswegen ins Benehmen zu setzen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Görgen, Bruno, Austrian psychiatrist (1777-1842).
Collection of 11 autograph letters signed. Vienna (Döbling), 1834-1838.
9 letters in-4to with a total of 20 ½ pp. (mainly with integral address panel and remains of red sealing wax) and 2 letters in-8vo with a total of 8 pp. = 28 ½ pp., all on bifolia. In German. Exceptional collection of doctor's letters written by the noted Viennese psychiatrist Bruno Görgen, all to the Budapest merchant Aloys von Heinrich concerning his emotionally disturbed wife who was receiving treatment at Görgen's private sanitarium in Döbling outside Vienna: - "As I see from your letter of the 19th inst., you cannot bring yourself to believe that your wife should write you such cordial letters, and you tell me almost outright that you think they must have been dictated. In this, my dear friend, you are much mistaken, for why should I wish to deceive you, or indeed anyone? For if I intended, as you appear to believe, to simplify matters for her, [...] I could very easily have set her trial period at three or four months instead of six. [...] I insist on six months due to the many relapses she has suffered within the last 13 years, and if she passes the remaining trial period without further difficulty, she may most assuredly be pronounced a cure. I have already begun to discuss with her all the improper things she did when her ailment broke out and also during her last illness, because [...] I must ascertain whether [...] she recalls the events that occurred. [...] She remembers having bet at least 2,500 guilders on the lottery, of which she won back 500 guilders simply because she bet on all 90 numbers [...]" (24 June 1834). - "A priest could not encourage a sinner more fervently that I did your wife: indeed she promises to heed my advice, so as to remain healthy in the future, but I fear that her promise may remain merely that. Her mental illness, her folly is removed, and has been so for a full six months, and I have subjected her to severe tests, but whether she will also give up her obstinacy, this I doubt [...]" (19 July 1834). - "This very minute I preached to your wife my last sermon and repeated to her everything she must do from now on to remain healthy even at home [...]" (31 Aug. 1834). - "It is with much regret that I heard of the renewal of your misfortunes, and from what you tell me I understand that the malady began quite as it did last time, with shopping, irritability, an obsession with diversions etc. [...]" (24 Aug. 1835). - "The day before yesterday, by coincidence, your wife was observed by one of my employees to be driving about the city in a hackney cab. I immediately made the report to the police. [...] So as to obviate having to transport back and forth a mad person, you should, my dear friend, take care that some authority in place, either the magistracy or the police, get in touch officially with the local police here [...]. Seated with her in the cab were a woman with two children, and a young man with a black moustache [...]" (27 Sept. 1835). - "On the 17th inst. your wife arrived here [...] She was as kind to me as could be, and to my people; her good humour continues; she talks, cries out, chatters like a lawyer, and has brought with her a good stack of records and papers, and she would probably petition all day the emperor, the consistory, the palatine and all the archdukes if only I allowed her [...]; to put it in a word, she is rather confused [...]" (20 May 1837). - "I hereby send the desired medical bill for Mr von Heinrich of Pesth, namely for board, treatment, medicine, laundry and everything else. [...] I would ask you kindly to report to Mr von Heinrich what trouble I am having with my patient, for she will have everything, buy everything she thinks of, and only the daintiest of all will do [...]" (28 May 1838). - In 1829 Görgen, a native of Trier, set up his "private asylum for the insane" in the former Henikstein Villa in Oberdöbling, introducing then-revolutionary treatment methods without coercive measures such as shackling or straight-jackets, instead focusing on ergotherapy. The patient's husband, Aloys von Heinrich, was the proprietor of "Wurm und Heinrich", a successful hardware and wine-selling business in Budapest, and also ran a small bank. - Occasional wrinkling; some browning and duststaining; a few nicks and tears to edges, but very well legible throughout. An uncommonly comprehensive ensemble of psychiatric medical reports from Vienna's Biedermeier period.
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[Graphologie].
Handschriftlicher Brief mit U. Bonn, 27. X. 1958.
1 S. Qu.-4to. An einen namentlich nicht genannten Herrn Direktor: "Auf Grund meines Besuches bei Ihnen und Ihrer Liebenswürdigkeit mir gegenüber nehme ich mir den Mut, Sie um Ihr fachliches Urteil zu bitten. Einliegend der Brief eines jungen Mannes, der sich um eine meiner Nichten bewirbt. Ich möchte Ihr Urteil nicht beeinflussen und sage weiter nichts als dass er 32 Jahre alt und im kaufmännischen Beruf tätig ist. Ich wäre Ihnen für eine Schriftanalyse sehr dankbar. Ich habe selbst einiges gesehen, aber ich bilde mir nicht ein, etwas Vollständiges herauslesen zu können. Hoffentlich bin ich Ihnen nicht lästig, aber ich weiss, dass Ihnen eine solche Untersuchung auch Freude macht [...]". - Die Unterschrift unleserlich. Ohne die erwähnte Beilage. Einige Notate in rotem Buntstift ("überlegt wie er dich darstelle [?] / Verstandesmensch")
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