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Henckell, Karl, Schriftsteller (1864-1929).
Eigenhändige Sentenz mit U. Bern, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). In Form eines Gedichts mit dem Titel "Deutsche Sendung": "Über die Grenzen tragen / Wir Wesen, Wirken und Wort, / Weiten Weltsinn, geistmächtiges Wagen / Errungener Freiheit fort [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Zu Beginn der 1920er Jahre waren Karl Henckells "Gesammelte Werke in 5 Bänden" erschienen. - Kalligraphisch ansprechend gestaltetes Blatt. Koslowsky 280.
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Herzog, Rudolf, Schriftsteller (1869-1943).
Eigenhändige Sentenz mit U., mit eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Reinbreitbach, o. D.
½ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Wären wir Männer, einig von der Maas zur Memel, so wäre es eine Beleidigung, nach 'Deutschlands Zukunft' zu fragen. Also werden wir Männer [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Rudolf Herzog brillierte in seinen schriftstellerischen Werken, wenn er "die ihm vertraute heimatliche Welt schildern konnte, [seine Romane] spiegeln unbewußt die Wilhelminische Epoche mit all ihren Vorzügen und Fehlern [...] Besonders verhängnisvoll ist die völlige Unfähigkeit, selbstkritisch zu sein. Darum wird die Schuld an der Niederlage von 1918 bei den demokratischen Kräften gesucht, die in einigen Romanen heftig angegriffen werden" (NDB VIII, 741). Koslowsky 16.
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Hirschfeld, Georg, Schriftsteller (1873-1942).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Die Lehre der Vergangenheit wird Deutschlands Zukunft bilden, wenn die Schule des Lebens Schüler umfaßt, deren Gemeinschaft in geklärtem, glücklichem Geist Geschichte nicht aus toten Klassensymbolen, sondern aus der lebendigen Betätigung aller Volkskräfte lernt [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Durch die Förderung Georg Hauptmanns und Otto Brahms erreichten Hirschfelds Schriften um die Jahrhundertwende beachtliche Auflagenstärken (vgl. NDB IX, 224). In den 1920ern konnte Hirschfeld jährlich meist mehrere Werke veröffentlichen, darunter die Romane "Lord Byron" (Wien 1926) und "Das Heiligenblut" (München 1928). Koslowsky 159.
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Höcker, Paul Oskar, Schriftsteller (1865-1944).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Berlin, 1928.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Luther, Bach, Friedrich, Goethe, Beethoven, Bismarck, die deutschen Trutzgestalten der letzten vier Jahrhunderte, sie sind in ihrer Ewigkeitswirkung so unerschütterlich, daß uns um das Deutschland der kommenden vier Jahrhunderte nicht bange zu sein braucht [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Koslowsky 47.
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Huch, Rudolf (Pseud. A. Schuster), Schriftsteller (1862-1943).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
½ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Wenn sich das deutsche Volk auf sich selbst besinnt, wenn es den Geist des Mammon überwindet, wird keine Macht der Erde seinen Aufstieg verhindern [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Rudolf Huch, der Bruder der Schriftstellerin Ricarda Huch, lebte nach 1920 als Justizrat in Bad Harzburg und hatte neben seinen bekannten frühen, humorvoll konstruktiv-kritischen Werken "Die Familie Hellmann" und "Die beiden Ritterhelm" 1927 den Roman "Spiel am Ufer" geschaffen. Koslowsky 154.
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Hülsen, Hans von, Schriftsteller (1890-1968).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Berlin-Schöneberg, 11. VI. 1928.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). In Gedichtform zu drei Strophen mit je vier Zeilen: "Frag Silvester! Das Alte / Geht, und das Neue beginnt: / Während ich mählich erkalte, / Reckt sich zur Flamme mein Kind // Wache, Flämmchen, und glühe! [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Hans von Hülsen, Freund und Biograph Gerhart Hauptmanns, machte sich in den 1920er Jahren als Dichter von Romanen mit westpreußischen ("Fortuna von Danzig", "Güldenboden") und brandenburgischen Motiven ("Der Schatz im Acker") einen Namen. Koslowsky 159.
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Huppert, Hugo, Schriftsteller (1902-1982).
Eigenh. Auszüge "Aus Rilkes 'Stundenbuch'". O. O. u. D.
Ca. 48½ SS. auf 26 (von 27) Doppelbll. zweier gleichartiger Druckschrifthefte. (2), (4)-45, (5), (2) SS. (2), (4)-45, (5), (2) (davon 8 SS. Broschur) SS. 8vo. Die Hefte jeweils mit gedr. Originalbroschur, Klammerheftung und Frontispizportrait L. M. Kaganowitschs, zus. geheftet. Mit Schutzumschlag aus gedr. Buchseiten (Russisch) und hs. Titel. Die russische Druckschrift "Voprosy zheleznodorozhnogo transport v svyazi so Stakhanovskim svizheniem" ("Fragen der Eisenbahn in Zusammenhang mit der Stachanow-Bewegung", Moskau 1935) des Stalin-Vertrauten Lasar Kaganowitsch diente dem Schriftsteller, Kritiker und einstigen Literaturstudenten Hugo Huppert als meist interlinear benutztes Schreibheft für Auszüge aus Rainer Maria Rilkes "Stundenbuch", welches Rilke seinerzeit seiner Geliebten, der in St. Petersburg geborenen Schriftstellerin und Philosophin Lou Andreas-Salomé, gewidmet hatte. Es sind Auszüge aus zwei Teilen des "Stundenbuchs" wiedergegeben, dem "Buch vom mönchischen Leben" (1899, die Gedichte 6, 15, 16, 18, 19, 22-25, 28-31, 38,39, 41-43) und dem "Buch von der Pilgerschaft" (1901, die Gedichte 47, 52-55, 58, 60-62, 66-68, 70, 74, 80, 81, 83-88, 90, 91-95, 97): "Ich lebe grad, da das Jahrhundert geht, / Man fühlt den Wind von einem großen Blatt, / das Gott und du und ich beschrieben hat / und das sich hoch in fremden Händen dreht. / Man fühlt den Glanz von einer neuen Seite, / auf der noch alles werden kann [...]". - Huppert hatte in den 1930er Jahren am Marx-Engels-Institut an der Marx-Engels-Gesamtausgabe mitgearbeitet, danach studierte er bis 1935 Literatur am Moskauer "Institut der Roten Professur", wo er Maxim Gorki kennenlernte. - Einliegend drei Belege in russischer Sprache, verso mit zwei eh. Gedichten, ebenfalls in russischer Sprache ("Derevya" ["Bäume"] und "Moreplavately" ["Matrosen"]), datiert in die 1920er Jahre in Berlin. Leicht gebräunt an den Rändern, der Schutzumschlag papierbedingt etwas brüchig. Der hs. Text teilweise mit Rot- und Grünstift markiert mit Markierung übersprungener Textteile.
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[Huppert, Hugo, Schriftsteller (1902-1982)].
Kleine Foto- und Korrespondenz-Sammlung aus dem Freundeskreis Hupperts. Berlin, Wittenberg-Piesteritz und o. O., 1964, 1969, 1970 und o. D.
Zus. 6 Bll. Eine hs. Briefkarte, ein ms. Brief mit hs. Zusatz. Mit 2 Kuverts, davon eines mit hs., eines mit ms. Adresse. 9 Originalphotographien (davon 8 in Farbe u. eine Portraitphotographie), 2 Portraitkarten (davon eine mit hs. Widmung) u. eine Postkarte mit zwei Signaturen [?]. 8vo und 4to. Mit Beilagen (s. u.). Der ms. Brief mit eh. Zusatz und U. ("ich"), die eh. Briefkarte mit U. ("Hans") von dem Schriftsteller Hans Lorbeer an seinen Freund Hugo Huppert. Mit besten Grüßen zum 62. Geburtstag Hupperts auch im Namen seiner Ehefrau Elsa (geborene Brahms) und "Martchen", mit einer Klage darüber, ganz von seinem Verlag aufs Abstellgleis geschoben worden zu sein, sowie mit Grüßen an Hupperts dritte Frau "Finni": "Wahrscheinlich hängt es mit dem Bitterfelder Weg zusammen: der historische Roman ist nach der Meinung der Literaturpäpste nicht mehr dran (obgleich Walter Ulbricht ihn in mir doch mit dem Nationalpreis auszeichnete) [...]" (2. VI. 1964). In der Erwartung, Hupperts Werk "Münzen im Brunnen" zu erhalten, und mit Komplimenten: "Dein Aufsatz über die Kasmader hat mir helle Freude bereitet. Da glüht Deine Feder wieder einmal richtig schön rot [...] Die Aufsätze über Wittenberg hat nun Lothar Lang geschrieben [...]" (o. D.). - Eh. Portraitkarte mit U. und Widmung verso von Marianne Werthmann, Tochter von Hans Lorbeer, für Huppert und "Fini": "Mit freundlichen Grüßen [...] von Marianne Werthmann: (Nanni = Erstausgabe des Hans Lorbeer und seiner Elsa)" (1969). Die Photographien und Portraitkarten zeigen Marianne Werthmann (geb. Lorbeer), Hans Lorbeer, Hugo Huppert und vermutlich Hupperts dritte Ehefrau Finni sowie eine weitere, nicht identifizierte männliche Person. Die Postkarte mit den Signaturen "Berchtold" und "Tatz" verso. - Beiliegend Hans Lorbeers Werk "Die Legende vom Soldaten Daniel" (Greifenverlag Rudolstadt, "Lizenz-Nr. 116 der Sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland"), eine Werbekarte für eine Abendveranstaltung im London, verso die hs. Londoner Adresse des Literaturnobelpreisträgers Elias Canetti "Canetti E. J, 8 Thurlow Rd NW3" incl. Telefonnummer.
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Jelusich, Mirko, Schriftsteller (1886-1969).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 7. I. 1957.
1 S. Qu.-8vo. Mit ms. adr. Kuvert. An Josef Höbinger vom Gasthof "Schwarzer Adler" in Bruck an der Leitha: "Als ich kürzlich mit Frau Breitschopf und meiner Frau bei Ihnen speiste, vergaß ich zwei Zigaretten anzusagen, die meine Frau bestellt hatte. Ich sende Ihnen den ungefähren Gegenwert in Marken und bitte Sie, das Versehen zu entschuldigen [...]". - Ohne die erwähnten Marken.
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Vallas, A(lexander) M(aximilian), Dichter (1884-1943).
Ms. Gedichtbrief mit eigenh. U. Wien, 10. VI. 1931.
18 Zeilen auf 1 S. Qu.-4to. An eine Dame mit einem Abschiedsgruß, da ein Wiedersehen ungewiss sei: "Ich melde gehorsamst auf eigene Weise, / Dass ich jetzt zu weekend auf Urlaub verreise, | Ich bin bis dahin leider mächtig benommen, / Hab' einige Arbeit für Werbe bekommen [...]". - "Ab ca. 1910 betätigte sich Vallas schriftstellerisch und feierte vor dem 1. Weltkrieg als Kabarettist Erfolge. 1915-18 leistete er Kriegsdienst an verschiedenen Fronten, veranstaltete aber auch Benefizprogramme zugunsten des Roten Kreuzes. Daneben war er ab 1915 Hrsg. der 'Wiener Kunst-Korrespondenz'. Nach Kriegsende nahm er seine Schriftsteller- und Vortragstätigkeit wieder auf und veröffentlichte 1919-20 mehrere Bände mit Satiren und Grotesken. 1919 gründete Vallas eine Künstlervereinigung, der der Theaterverein Wiener Reformbühne angeschlossen war [...] Daneben verfasste er mehrere von Franz Lehár vertonte Texte" (ÖBL XV, 164). 1943 von der Gestapo verhaftet, starb Vallas im KZ Auschwitz.
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Weinheber, Josef, Dichter (1892-1945).
Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo.
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Hensel, Heinrich, Sänger (1874-1935).
Eigenhändige Sentenz mit U. München, 15. XI. 1927.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Wir haben nur einen Feind: Frankreich / 'Deutschlands Zukunft' kann nur dann wieder leuchten, wenn sich der Deutsche auf sein Nationalgefühl besinnt. 'Ich bin stolz dass ich ein Deutscher bin', dies sei die Devise. Nicht alles ausländische verachten sondern Freundschaften suchen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Mit rotem Adressenstempel "Ständige Adresse: Hotel Königshof München".
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Pittrich, Georg, Kapellmeister und Komponist (1870-1934).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Frankfurt a. M., 31. XII. 1902.
4 Zeilen. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. An den Schriftsteller und Redakteur W. A. Eberwein in Dresden mit Wünschen zu Neujahr: "Herzlich dankend für Ihre freundlichen Weihnachtswünsche sende ich Ihnen [...] die besten Glückwünsche für das neue Jahr [...]". - Anschließend an seine musikalische Tätigkeit als Korrepetitor am Dresdner Hoftheater wurde Pittrich Dirigent an verschiedenen deutschen Theatern, unter anderem ab 1901 in Frankfurt a. M. - Mit kleinem Randeinriss und kleinen Läsuren in einer Ecke.
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Albers, Hans, Schauspieler und Sänger (1891-1960).
Theaterprogramm mit eigenh. U. [Wien, 19. II. 1960].
8vo. Programm zu einer Aufführung von Mischa Spolianskys Musical "Katharina Knie" nach Carl Zuckmayers gleichnamigem Theaterstück am Wiener Raimundtheater. Hans Albers, der in der Rolle des Karl Knie senior, gen. Vater Knie, zu sehen gewesen war, hatte sich mit dem Stück, das am 18. II. 1957 am Münchner Gärtnerplatztheater seine Uraufführung erlebt hatte, von der Bühne verabschiedet. Die Wiener Erstaufführung hatte am 6. Februar stattgefunden. Einen Monat darauf, am 7. März, sollte Albers während einer Aufführung mit inneren Blutungen zusammenbrechen; drei Monate später, am 24. Juli, starb er 68-jährig in einer Klinik am Starnberger See. - Beiliegend zwei Eintrittskarten zu der Aufführung am 19. Februar.
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Bayer-Bürck, Marie, Schauspielerin (1820-1910).
Lithographiertes Portrait mit eigenh. Widmung. Wien, Mai 1853.
1 Zeile. 525:420 mm. Montiert auf Karton. Schönes hochovales Hüftbild der Schauspielerin (ca. 275:240 mm) aus der Hand des bedeutenden Lithographen und Malers Josef Kriehuber, datiert 1853 und publiziert vom Wiener Kunstverlag Anton Paternos Witwe & Sohn mit Bayer-Bürcks Widmung: "Zu freundlicher Erinnerung". Die Unterschrift ist ebenfalls lithographiert. - Die Tochter des Schauspielers Franz Rudolf Bayer debütierte 1835 in Goethes "Hermann und Dorothea" in Prag. 1838 wurde sie Ensemblemitglied des Hoftheaters in Hannover, wechselte aber bereits 1841 auf Betreiben Ludwig Tiecks nach Dresden. Bald galt sie als eine der ersten Darstellerinnen Dautschlands. Von 1850 bis 1857 gastierte Bayer-Bürck jährlich am Wiener Burgtheater. Bald nach ihrem 50. Bühnenjubiläum 1886 zog sie sich ins Privatleben zurück. - Leicht stockfleckig. Der Karton mit minimalen Seiteineinrissen und Knickfalten sowie einem kleinen Wasserfleck am unteren Rand.
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[Burgtheater]. - Beil, Hermann u. a. (Hrsg.).
Weltkomödie Österreich. 13 Jahre Burgtheater 1986-1999. Herausgegeben von Hermann Beil, Jutta Ferbers, Claus Peymann, Rita Thiele. 2 Bde. Wien, Zsolnay, 1999.
871 und 475 SS mit unzähligen Abbildungen. OPbd. 4to. Tadellos erhaltenes Exemplar des prächtigen Dokumentationsbandes, mit dem die Ära Peymann beschlossen wurde, der besonders hervorsticht durch 61 eigenh. U. von Zeitgenossen und Weggefährten, namentlich Therese Affolter, Elisabeth Augustin, Hermann Beil, Anne Bennent, David Bennent, Bernd Birkhahn, Krista Birkner, Lutz Blochberger, Martin Brambach, Rudolf Buczolich, Andrea Clausen, Thomas Clemens, Eckstein Detlev, Annemarie Düringer, Jutta Ferbers, Regina Fritsch, Heinz Frölich, Brigitta Furgler, Urs Hefti, Frank Hoffmann, Ursula Höpfner, Roland Kenda, Hans Dieter Knebel, Lotte Ledl, Joseph Lorenz, Sylvia Lukan, Peter Matic, Paul Matic, Rudolf Melichar, Tamara Metelka, Johann Adam Oest, Nicholas Ofczarek, Claus Peymann, Josefin Platt, Claudia Rohnefeld, Hilke Ruthner, Branko Samarovski, Hermann Scheidleder, Hermann Schmid, Steffen Schroeder, Martin Schwab, Julia von Sell, Maik Solbach, Edd Stavjanik, Erwin Steinhauer, Egon Strasser, Rita Thiele, Gusti Wolf und Bibiana Zeller sowie zwölf weiteren, nicht identifizierten Unterschriften.
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Chamberlain, Richard, Schauspieler (geb. 1934).
Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo.
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Himmighoffen, Thur, Theaterregisseur und -intendant (1891-1944).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Lübeck, o. D.
¾ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Solange ein Volk selbst in den kleinsten Zentren eine solch' hohe Kultur des Theaters aufzuweisen hat wie wir, ist mir um seine Zukunft nicht bange. Drum wahret Euere heiligsten Güter!! [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Leicht fingerfleckig. Koslowsky 375.
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Jeritza, Maria, Opernsängerin (1887-1982).
Portraitphotographie mit eigenh. U. O. O. u. D.
95:74 mm. Mit Beilage (s. u.). Portraitphotographie im Rollenkostüm der Floria Tosca in Puccinis "Tosca". - Auf Veranlassung Kaiser Franz Josephs, der die Künstlerin bereits 1910 in Bad Ischl gehört hatte, erhielt Maria Jeritza ihre Berufung an die Wiener Hofoper. In Folge avancierte sie zur Primadonna assoluta und begeisterte mit großem Erfolg ihr Publikum. - Verso mit Stempel der österreichischen Photographin Marie Tschiedel. Beiliegend zwei gedr. Konzertprogramme zu Aufführungen Jeritzas sowie ein gedr. Programmzettel.
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Wagner, Josef, Schauspieler (1818-1870).
Lithographiertes Portrait mit eigenh. Widmung und U. O. O., [nach 1855].
1 Zeile auf Karton. 520:389 mm. Schönes Hüftbild des Schauspielers (ca. 310:260 mm) aus der Hand des bedeutenden Lithographen und Malers Josef Kriehuber, datiert 1855 und publiziert vom Wiener Kunst- und Musikverleger Leopold Theodor Neumann mit Wagners Widmung: "Zur Erinnerung an Ihren Sie verehrenden Collegen". - Der Sohn eines Bahnbeamten debütierte 1835 am Theater in der Josefstadt; es folgten Gastspiele u. a. in Pest, Leipzig und Berlin. 1850 wurde Wagner von Heinrich Laube ans Burgtheater geholt, wo er bis an sein Lebensende wirkte. Seine größten Erfolge hatte er in Helden- und Liebhaberrollen wie Hamlet, Karl Moor, Wilhelm Tell und Romeo. - Leicht stockfleckig. Der Karton mit kleineren Seiteneinrissen und zwei Eckausrissen sowie Knickfalten.
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Ascherson, Paul, Botaniker (1834-1913).
3 eigenh. Postkarten mit U. [Poststempel: Berlin, 1886-1893.
(1+1+1 =) 3 SS. auf 3 Bll. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Günther Beck von Mannagetta und Lerchenau, den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums). Mit Dank für Korrekturen und die Übersendung der "Annalen" des Museums, fachkundigen Anmerkungen zur Flora in Rappoltenkirchen und der Ankündigung der Zusendung eines Sonderdrucks: "So eben Ihre Correctur erhalten [...] mache ich erst einmal darauf aufmerksam dass ich diese Angabe in der Flor. Rappoltenkirchen des Pfarrers Wiedermann nicht finden konnte. Sollte hier nicht in Ihren Notizen ein Versehen vorliegen? [...]" (27. II. 1886). Seine frühere Systematisierungsfrage habe sich geklärt: "Ein glücklicher Zufall hat mir die Frage beantwortet die ich Ihnen neulich stellte [...]" (Poststempel: 1. III. 1886). Mit weiteren informativen Details zu einem verspäteten Druck und mit der Bitte um Klärung eines Pflanzenstandorts des "Wald-Rispengrases": "Der Druck des Floraberichts hat sich diesmal sehr verspätet [...] Ist Ihnen das Indigenat der Poa chaixi im Park von Rappoltenkirchen unzweifelhaft? [...]" (Poststempel: 11. IV. 1893). - Eine Postkarte mit größerem Randeinriss.
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Beck, Günther, Rt. von Mannagetta und Lerchenau, Botaniker (1856-1931).
Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 30. I. 1885.
1 S. Postkartenformat. An den Autor von Wanderführern Heinrich Kempf, mit dem Hinweis auf Becks Publikation "Hernstein in Niederösterreich" als mögliche Quelle für die zweite Auflage von Kempfs botanischem Führer "Die Flora des Schneeberges in Nieder-Oesterreich": "Wie ich vernommen habe, beabsichtigen Sie eine 2. Auflage Ihrer Schneebergflora zu publizieren. Ich erlaube mir Sie daher zu benachrichtigen, dass Sie das wesentlichste über die Flora des Schneebergs in meiner Flora von Hernstein, welche als Geschenk des Erzherzog Leopold auch der K. K. zoolog. botanischen Gesellschaft übermittelt wurde, vorfinden. Auch würde ich Ihnen mit Vergnügen 1 Exemplar derselben zur Benützung überlassen. Ausserdem habe ich die Absicht 1 Exemplar dem öst. Tour. Club für das Baumgartnerhaus in Anerkennung der Verdienste desselben zu übergeben [...]". - Wohlerhalten.
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Broca, Paul, physician and anatomist (1824-1880).
Autograph letter signed. Paris, 20. IV. 1872.
8vo. 4 pp. on bifolium. To a colleague, concerning the establishment of the "Association française pour l'avancement des sciences" and its future statutes and organisation. The Association is intended later to be consolidated with the "Association scientifique de France", then under the presidency of the astronomer Urbain Le Verrier, who - as Broca notes - is willing to resign from this position to enable the merger. Three representatives of both associations have already met to discuss the principal issues: the chemist Charles A. Wurtz, the physicist Alfred Cornu, and Broca himself. Broca further informs his correspondent about their quest for a suitable location for the new association's first conference, and for the necessary support by the local scientists: Lyon, Lille, and Bordeaux all seem possibles. Broca, the self-declared Gironist, proposes to sound out the situation in Bordeaux: "M. Leverrier avait dit que si la ree[li]gibilité des présidents faisait obstacle à la fusion, il était prêt à donner sa démission [...] Je suis toujours Girondin, et ce serait un titre honorable pour la cité Bordelaise, qui aspire fortement à devenir la capitale scientifique du sud ouest, d'avoir été le siege de la première session de l'association française [...]". - The "Association française pour l'avancement des sciences" (AFAS) was founded later that same year. It was recognized as being of public benefit a few years later and finally fused with the "Association scientifique de France" in 1884. - Paul Broca is best known for his research on "Broca's area", a region of the frontal lobe that is named after him. His work revealed that the brains of patients suffering from aphasia contained lesions in a particular part of the cortex, in the left frontal region. This was the first anatomical proof of localization of brain function. Broca's work also contributed to the development of physical anthropology, advancing the science of anthropometry. - Very slightly brownstained. With the writer's raised monogram "PB".
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Broca, Paul, physician and anatomist (1824-1880).
Autograph letter signed. Paris, [1872].
8vo. 2 pp. On headed stationery of the École des Hautes Études, Laboratoire d'Anthropologie. A "personal letter" in which Broca states the ongoing debate among the members of the "Association française pour l'avancement des sciences" (AFAS), founded in 1872, about which city - Lyon, Lille, or Bordeaux - might be the most suitable location to host the Association's first conference. The letter also provides insights into the municipalities' reactions. Bordeaux, apparently favoured by Broca, is objected to by the physiologist Claude Bernard, who prefers Lyon, but the reaction from Lyon appears to have been unenthusiastic due to financial constraints: "Bordeaux a passé à l'avancement, mais non sans quelques objections de Claude Bernard qui tenais pour Lyon. Les Lyonnais ne nous avaient fais d'abord qu'un accueil trop froid pour cette année à cause de leur compte Médical pour lequel ils avaient des inquiétudes [...]". - Paul Broca is best known for his research on "Broca's area", a region of the frontal lobe that is named after him. His work revealed that the brains of patients suffering from aphasia contained lesions in a particular part of the cortex, in the left frontal region. This was the first anatomical proof of localization of brain function. Broca's work also contributed to the development of physical anthropology, advancing the science of anthropometry. - Light brownstaining.
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Engler, Adolf, Botaniker (1844-1930).
3 eigenh. Postkarten davon zwei mit eh. mit U. Berlin und Breslau, 1888-1894.
Zusammen 3 SS. Postkartenformat. Dankschreiben an Günther Beck von Mannagetta und Lerchenau, Leiter der botanischen Abteilung des k. k. Naturhistorischen Hofmuseums in Wien, für Zusendungen und Hinweise zur Korrektur einer wissenschaftlichen Illustration. Im frühesten Schreiben dankt Engler dem Empfänger für eine Ausgabe von Heinrich Wawra v. Fernsees botanischen Reisebericht "Itinera principum S. Coburgi" und bittet um eine Zusammenfassung für ein Jahrbuch: "Möchten Sie nicht vielleicht hierüber selbst ein Referat anfertigen? Wenigstens eine Inhaltsangabe mit Hervorhebung des Wesentlichen, der ich dann am Anfang und Ende wenige allgemeine Bemerkungen beifügen könnte? Überhaupt wären mir hier hin und wieder einzelne Besprechungen aus Ihrer Feder für das Jahrb. erwünscht" (Breslau, 3. VII. 1888). Am 18. IV. 1893 (Poststempel) schreibt Engler aus Berlin: "Bei der Herstellung der Figur von Lathraea muss irgend ein Missverständnis obgewaltet haben; seinerzeit war von Ihnen der Ansatz einer Wurzel mit Standorten beantragt worden; es wird nun Alles nach Ihren Correcturen erledigt". - Minimal angeschmutzt.
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Hansen, Carl Adolph, Botaniker (1851-1920).
Eigenh. Postkarte mit U. Gießen, 6. XII. 1891.
1 S. Postkartenformat. Dankschreiben an den Botaniker Günther Beck von Mannagetta und Lerchenau, Leiter der botanischen Abteilung des k. k. Naturhistorischen Hofmuseums in Wien: "Meinen besten Dank für Ihre freundlichen Glückwünsche. Ich denke noch immer mit Vergnügen an den angenehmen Morgen bei Ihnen in Wien. Durch die viele Arbeit, die ich hier übernehmen musste, wurde ich verhindert, das Buch zu Lech zu lesen. Ich möchte dies in den Weihnachtsferien thun u. werde es Ihnen dann gleich zurückschicken. Sollten Sie Ihren Prof. Kranitz sehen, bitte ich, demselben meinen Gruss zu bestellen". - Nach naturwissenschaftlichen Studien an der Universität Bonn und Stationen in Basel, Erlangen, Würzburg und Darmstadt folgte Hansen 1891 einem Ruf als Professor für Botanik an die Universität Gießen. Sein Forschungsschwerpunkt war die Pflanzenphysiologie, wobei er sich insbesondere mit der chemischen Physiologie von Arzneipflanzen beschäftigte. - Bei dem im Brief erwähnten Kranitz handelt es sich zweifellos um den ungarischen Botaniker August Kranitz, der an der Universität Klausenburg unterrichtete und sich um die Erforschung der Flora Rumäniens und des Balkans verdient gemacht hat. - Wohlerhalten.
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Heinricher, Emil, Botaniker (1856-1934).
Eigenh. Postkarte mit U. Innsbruck, 4. IV. 1897.
1 S. Postkartenformat. An Günther Beck von Mannagetta und Lerchenau, Leiter der botanischen Abteilung des k. k. Naturhistorischen Hofmuseums in Wien, im Vorfeld einer Tagung mit Kritik an Theorien des Botanikers Richard Wettstein: "Besten Dank für Ihre freundliche Zusage. Ich pflichte Ihrer Ansicht vollständig bei. Ich halte die ganze W’sche Geschichte mit den ästival- und autumnal-Arten für sehr zweifelhaft; insbesondere die zur Unterscheidung herangezogenen Merkmale - Blüthezeit u. Verzweigungsschema. Letzteres ist bei den Parasiten wesentlich von den Ernährungsverhältnissen abhängig. Ich möchte indes mit experimentellen Belegen kommen. Übrigens wird auch meine im Herbst erscheinende Veröffentlichung (Pringsheim’s Jahrb.) zeigen, wie verlässlich W’s experimentelle Befunde sind". - Der wissenschaftliche Disput zwischen Heinricher und Wettstein wurde in mehreren Zeitschriftenartikeln fachöffentlich ausgetragen: Im 48. Band der Österreichischen Botanischen Zeitschrift erschien 1898 eine an Wettstein gerichtete Erwiderung Heinrichers, die auch persönliche Attacken kritisiert. - Papierbedingt etwas gebräunt.
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Kanitz, August, Botaniker (1843-1896).
2 eigenh. Postkarten mit U. [Poststempel: Kolozsvár, 30. VII. und 10. IX. 1886].
2 SS. auf 2 Bll. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Gelehrte Karten an den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums), Günther Beck, Ritter von Mannagetta und Lerchenau, bezüglich der Arbeit an einer Biographie des Botanikers Christian Reichardt (1685-1775). - Mit der Bitte um weiterführende Informationen zu Modellen von Reichardts Mikroskop: "So weit ich mich [erinner]e war es ein kleines [Mikroskop-]Modell von Nachet [...] ich will nämlich einiges über die bo[tanische]n Collegien wie sie bis zur Mitte der sechziger Jahre gehalten [wurden] in meine R. Biographie einflechten [...]" (30. VII. 1886). - Mit Dank für Leihgaben ("Reichardtiana") und mit dem Angebot zur Übersendung von Pflanzenkollektionen: "Da ich in den nächsten Tagen die noch bei mir befindlichen Paar Halorageen des Herbars zurücksenden will, erlaube ich mir die Anfrage ob das Herbar des Hofmuseums Phanerogamen aus der Umgebung von Faenza [...] besitzt, wenn nicht würde ich eine Collection beilegen [...]" (10. IX. 1886). - August Kanitz, ab 1872 Professor für Botanik an der neu eröffneten Universität Klausenburg, erwarb sich große Verdienste in der Benennung von Pflanzen in Slawonien, Rumänien, Bosnien, Montenegro, Albanien und Serbien. - Eine Postkarte mit schmalem seitlichem Abriss (Textverlust), papierbedingt etwas gebräunt.
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Keck, Karl, Botaniker (1825-1894).
3 eigenh. Postkarten mit U. Aistersheim, 1886-1889.
3 SS. auf 3 Bll. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. An den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums), Günther Beck, Ritter von Mannagetta und Lerchenau. Mit Dank für eine Büchersendung: "Meinen verbindlichsten dank f. gütige übersendung der Flora v. Jan Mayen [...]" (6. VIII. 1886). Bezüglich des Erwerbs einer Pflanzensammlung: "Ich erlaube mir die ergebenste anfrage, ob Sie vielleicht in der lage wären, eine ziemlich vollständige sammlung Ihrer bosnischen pflanzen (exclus. Kryptogamen) abzugeben, eventuell zu welchem preise? [...]" (9. II. 1887). Mit Dank für Hinweise zu bosnischen Akeleien und einer Terminvormerkung: "Besten dank f. Ihre güt. bemerkungen über die bosnische Aquilegia. Ich habe Ihr Museum für die im nächsten jahre zu erhoffenden Exsiccata Pringle's [d. i. der Mykologe Cyrus Guernsey Pringle, 1838-1911] aus Mexico vorgemerkt [...]". - Papierbedingt leicht gebräunt.
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Keissler, Karl von, Botaniker (1872-1965).
Eigenh. Postkarte mit U. [Poststempel: Wien], 6. X. 1898.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums), Günther Beck, Ritter von Mannagetta und Lerchenau, mit Dank: "Ich erlaube mir, Ihnen für die Übersendung eines Separatums Ihres interessanten Vortrages über 'Die Wachau' bestens zu danken [...]". - Karl von Keissler, erst Assistent am Botanischen Garten und Institut in Wien, forschte und arbeitete ab 1899 im botanischen Hofkabinett und befasste sich insbesondere mit Kryptogamen und hier mit Pilzen und Flechten. - Papierbedingt etwas gebräunt.
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Knoblauch, Emil, Botaniker (1864-1936).
Eigenh. Postkarte mit U. Tübingen, 18. I. 1896.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums), Günther Beck, Ritter von Mannagetta und Lerchenau, mit der Bitte um Verleihung eines Buches und zur Übersendung eines kleinen eigenen Werks: "Ihre geschätzte Flora von Hernstein kann ich leider nicht im Buchhandel erhalten. Darf ich Sie daher wohl darum bitten, mir ein Exemplar leihweise zu überlassen, falls Sie nicht noch mehrere zu Verfügung haben [...]". - Emil Knoblauch veröffentlichte 1896 seine "Ökologische Anatomie der Holzpflanzen der südafrikanischen immergrünen Buschregion". - Papierbedingt leicht gebräunt und mit kleinem Randeinriss.
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Koch, Ludwig, Botaniker (1850-1938).
6 eigenh. Postkarten mit U. Heidelberg [u. Poststempel: Darmstadt], 1886.
6 SS. auf 6 Bll. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Sämtlich an den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums), Günther Beck, Ritter von Mannagetta und Lerchenau, mit der Bitte um fachkundige Unterstützung bei Kochs Publikation "Die Entwicklungsgeschichte der Orobanchen" (Heidelberg 1887). Mit einer ersten diesbezüglichen Kontaktaufnahme: "Professor Wiesner [d. i. der Botaniker Julius von Wiesner] hatte die Güte mir bei der Aufnahme über das Vorkommen der landwirthschaftl. schädlichen Orobanchen in den Culturen Ihre freundliche Mitwirkung [...] in Aussicht zu stellen [...]" (7. IV. 1886). Mit Bitte um fachspezifische Informationen: "Nach weiterer Verfolgung der Literatur scheint es mir, daß [...] die Orobanche (Speciosa) gar nicht in Deutschland (in diesem Maaße) vorkommt [...]" (23. V. 1886). Mit Dank für eine positive Rückmeldung: "Sehr gefreut hat es mich, daß Sie die Zusammenstellung der Nährpflanzen & der auf ihnen vorkommenden Orobanchen (auch die nicht culturschädlichen, wie bei Caspary) übernehmen wollen [...]" (8. VI. 1886). Mit einer Anfrage zur Übersendung der Zusammenstellung wegen Drängen des Druckers: "Bis Mitte des Monats hätte die Sache noch Zeit. Darüber hinaus würde eine Druckverzögerung bedingen [...]" (9. VII. 1886). Mit Dank für das übersandte Manuskript: "Von einer Spanien Reise zurückgekehrt, finde ich Ihre Arbeit eben vor & beeile mich Ihnen meinen besten Dank auszusprechen [...]" (21. VII. 1886). Zur Übersendung eines Druckbogens mit der Bitte um Überprüfung von Becks Beitrag und weiteren thematischen Überlegungen: "Es macht mir jetzt den Eindruck als sei der Name Orobanche der ursprünglich (Theophr.) für die Crenata gegeben worden, für die er sich auch besser eignet [...]" (8. XII. 1886). - Günther Beck hatte 1890 eine "Monographie der Gattung Orobanche" (bei Theodor Fischer in Cassel) veröffentlicht. - Jeweils mit Adressenstempel, papierbedingt leicht gebräunt, teilweise mit Tintenwischern, leicht braun- und fingerfleckig.
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Koehne, B. A. Emil, Botaniker (1848-1918).
Eigenh. Postkarte mit U. Friedenau, 30. V. 1887.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums), Günther Beck, Ritter von Mannagetta und Lerchenau, zu dem Versäumnis der Rückgabe eines Buches durch den Botaniker Adolf Weiß: "Es ist mir höchst peinlich, daß Dr. Weiß sich Ihnen gegenüber so wenig sorgfältig bewiesen hat. Ich schreibe ihm gleichzeitig, daß er Ihnen das Buch umgehend zusenden soll [...] Am letzten Ende [dies unterstrichen] werde ich Sie bitten auf meine Kosten ein neues Exemplar zu erwerben [...]". - Papierbedingt leicht gebräunt.
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Krasan, Franz, Botaniker (1840-1907).
3 eigenh. Postkarten mit U. Graz, 1898-1890.
(½+1+1 =) 2½ SS. auf 3 Bll. 8vo. Jeweils mit eh. Adresse. An den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums), Günther Beck, Ritter von Mannagetta und Lerchenau. Mit Dank für dessen Einschätzung einer Schrift Krasans: "Danke Ihnen verbindlichst für die Beurtheilung jener literarischen Kleinigkeit [...]". Mit Dank für die Übersendung von zwei Werken sowie dem Hinweis auf ein eigenes Werk zum selben Thema, das dem Schreiben gefolgt sei: "Einen ähnlichen Gegenstand wie die pflanzengeographischen und geschichtlichen Erörterungen 'Die Wachau' behandelte ich vor Kurzem in den 'Mittheilungen des Naturw. Vereins für Steiermark' [...]". - Mit Dank für eine weitere Buchsendung: "Ich bitte meinen verbindlichsten Dank für die freundliche Zusendung des IV. Th. der Flora von Südbosnien entgegenzunehmen. Es ist eine schöne und anerkennenswerthe Arbeit, und ich werde demnächst, da nun alle 4 Theile erschienen sind (vorausgesetzt dass Sie es gestatten) ein Referat darüber in die 'Österr. botan Zeitschr.' einsenden [...]". - Papierbedingt etwas gebräunt.
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Linsbauer, Ludwig, Botaniker (1869-1940).
Eigenh. Briefkarte mit U. [Poststempel: Wien, 7. I. 1897].
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. An den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums), Günther Beck, Ritter von Mannagetta und Lerchenau, bezüglich des nächsten Sektionsabends mit einer Idee für einen Vortrag: "Ich lasse durch H. Frank einen Vortrag von meiner Wenigkeit über Ameisenpflanzen auf die Tagesordnung setzen, wenn nichts Wichtigeres da ist. Vielleicht wäre es durch Ihre Liebenswürdigkeit möglich, einiges darauf bezügliche aus dem Besitze der botanischen Abtheilung zu demonstrieren? [...]". - Lichtbedingt leicht verfärbt.
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Loesener, Theodor, Botaniker (1865-1941).
Eigenh. Postkarte mit U. und kleiner eh. Textzeichnung. Schöneberg, 16. V. 1895.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. An den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums), Günther Beck, Ritter von Mannagetta und Lerchenau, betreffend eine Illustration der Frucht des Pfaffenhütchens: "Bezüglich der Abbildung von Euonymus latifolia Frucht in meiner Arbeit [...] so muß ich darauf zu achten bitten, daß auf Herrn Prof. [Adolf] Englers Wunsch die Fr. hängend dargestellt ist [...]". - Leicht staubrandig.
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Lutz, Louis, französischer Botaniker (1871-1952).
Eigenh. Briefkarte mit U. Paris, 8. I. 1908.
¾ S. Qu-8vo. Begleitschreiben zu einer jährlichen Beitragszahlung für die Französische Botanische Gesellschaft an ein Vereinsmitglied: "Veuillez trouver ci-joint la quittance de votre cotisation pour 1908 et recevoir, avec mes remerciements, l'expression de mes sentiments dévoués [...]". - Mit gedr. Briefkopf "Société botanique de France [...] L. Lutz, Secrétaire-Général".
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Maracic, Ambroz, Botaniker (1855-1916).
Eigenh. Postkarte mit U. Lussinpiccolo (Mali Lošinj), 22. V. 1895.
1 S. Postkartenformat. Dankschreiben an Günther Beck von Mannagetta und Lerchenau, Leiter der botanischen Abteilung des k. k. Naturhistorischen Hofmuseums in Wien, für erhaltene Publikationen: "Le accuso il ricevimento dei suoi 3 preg. opuscoli (che lessi con molto interesse) La ringrazio infinitamente del graziosissimo dono". - Wohlerhalten.
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Molisch, Hans, Botaniker (1856-1937).
Eigenh. Briefkarte mit U. [Poststempel: Wien], 14. IX. 1889.
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse verso. An den Botaniker Günther Beck von Mannagetta und Lerchenau (1856-1931), den Kustos der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums), bedauernd, Beck vor seiner Abreise nicht mehr gesehen zu haben: "Mein Versuch Sie zu sehen und noch einmal vor meiner Abreise nach Graz zu sprechen, mis[s]glückte. Ich nehme daher schriftlich von Ihnen herzlichen Abschied und scheide mit dem Wunsche, Sie möchten mir auch in Zukunft ein treuer College bleiben wie bisher. Falls Sie einmal Graz passieren, dann klopfen Sie gütigst bei mir an [...]".
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Müller, Carl Alfred, Botaniker (1855-1907).
Eigenh. Postkarte mit U. Berlin, 27. X. 1894.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums), Günther Beck, Ritter von Mannagetta und Lerchenau, bezüglich der Veröffentlichung einer Mitteilung: "Falls es in Ihrer Absicht liegt, die auf der Wiener Versammlung vorgetragene Mittheilung über die Flora der Balkanländer in dem Ber. der D. Bot. Ges.t zu veröffentlichen, möchte ich Sie bitten, das Manuscript bis spätestens Ende der laufenden Woche an mich einzusenden, da der Druck des Generalversammlungsheftes bereits begonnen hat [...]". - Leicht staubrandig.
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Neuburger, Max, Arzt und Medizinhistoriker (1868-1955).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 12. I. 1920.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Hofrat mit Bitte um Einsichtnahme in Akten des Staatsarchivs zwecks Forschungen zu dem Leibarzt von Kaiser Franz I., Andreas Joseph Frh. von Stifft: "Als alter Rigorosant erlaube ich mir, mit folgender Bitte an Ew. Hwgb. heranzutreten. Ich möchte gerne, auf den Leibarzt v. Stifft bezügliche Akten bearbeiten, sind mir diese im Staats-Archiv vielleicht durch Ihre Güte zugänglich? Wann dürfte ich zu diesem Zwecke zu Ihnen kommen? [...]". - Max Neuburger veröffentlichte die Ergebnisse seiner Studien in seinem Werk "Die Wiener Medizinische Schule im Vormärz" (1921).
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Oborny, Adolf, Botaniker (1840-1924).
Eigenh. Postkarte mit U. Znaim, 28. I. 1887.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Alexander Skofitz, Botaniker und Redakteur der "Österreichischen Botanischen Zeitschrift", zur Übersendung des vierten Teils von Obornys "Flora von Mähren": "Ich bitte mir gefälligst mitzutheilen, ob ich an die Redaction schon den IV. Theil (Schlußtheil) meiner Flora v. Mähren geschickt habe od. nicht, im entgegengesetzten Falle würde ich umgehend das Werk einliefern [...]". - Adolf Obornys "botanische Arbeiten, Früchte zahlreicher Exkursionen in Mähren, österreichisch Schlesien und in verschiedenen Teilen des heutigen Österreich, sind durchwegs floristisch-systematischer Natur. Sie sichern ihm einen hervorragenden Platz unter den österreichischen Botanikern des 19. Jahrhunderts, vor allem sein umfangreiches Hauptwerk, die 'Flora von Mähren und österreichisch Schlesien'" (ÖBL VII, 200). - Darauf hinzugefügt eine eh. Notiz Skofitz' mit der Bitte um ein "Referat" über den genannten vierten Teil. Leicht fingerfleckig.
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Pfitzer, Ernst, Botaniker (1846-1906).
Eigenh. Brief mit U. Heldelberg, 1. V. 1894.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Gelehrtes Schreiben an Günther Beck von Mannagetta und Lerchenau, den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums), der in seinem Werk "Flora von Südbosnien und der angrenzenden Hercegovina" (Bd. 9) das Orchideengewächs "Ionorchis" (dt. "Dingel") beschrieben hatte, und hinsichtlich Recherchen zur Systematisierung verschiedener Knabenkräuter: "Recht sehr bedauere ich in meinem Aufsatz Ihre 'Ionorchis' nicht berücksichtigt zu haben - Ihre Flora ist mir nicht zugänglich gewesen. Was die Sache betrifft, es ist Swartz's Centrosis von 1814 freilich ein Name ohne Diagnose: aber durch die Beziehung auf Linnés Orchis abortiva [...] ist angegeben, was Swartz meinte [...] Entschuldigen Sie, dass ich erst heute antworte, der Beginn des Semesters hat mich sehr in Anspruch genommen [...]".
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Radlkofer, Ludwig, Botaniker (1829-1927).
Eigenh. Postkarte mit U. München, 12. XI. 1986.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse An Günther Beck von Mannagetta und Lerchenau, den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums), mit Dank für eine Übersendung: "Ich statte hiermit meinen besten Dank für die jüngst erhaltenen Zusendungen ab und hoffe, dieselben in Bälde erwiedern zu können [...]". - Ludwig Radlkofer widmete viele Jahrzehnte seines Lebens der Erforschung der Pflanzenfamilie der Seifenbaumgewächse (Sapinaceae). - Papierbedingt leicht gebräunt, mit kleinen Eckabrissen.
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Rostan, Edouard, Botaniker (1826-1895).
Eigenh. Postkarte mit U. San Germano di Pinerolo, 2. XII. 1886.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. An den Botaniker Günther Beck von Mannagetta und Lerchenau (1856-1931), den Kustos der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums), über ein Paket mit botanischen Proben, mit der Bitte die noch unbekannten daraus zu bestimmen und innerhalb eines Monats zu retournieren, und aus den bereits bestimmten nach Belieben einige für die Wiener Sammlung auszuwählen, die übrigen aber ebenfalls zu retournieren: "Je vous ai expédié en même temps que la presente un paquet [...] contenant un fascicule de plantes non determinée pour m’être renvoyée après determination au possible et d’autre d’especes determinées où vous pouvez prendre les especes que vous désirez et me renvoyer les autres en même temps et avec le 1er fasciule dans un mois si possible [...]".
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Saint-Hilaire, Isidore Geoffroy, French naturalist (1805-1861).
Signed admission ticket to the Ménagerie. [Paris, ca. 1845].
Oblong small 8vo (11.6 x 9 cm), printed on green paper. The Lamarckian zoologist Saint-Hilaire, the son of Étienne Geoffroy Saint-Hilaire, also served as Director of the Menagerie at the Muséum d’Histoire Naturel. The text reads: "Entré pour quatre personnes de 1 heure à 4, lorsque les animaux ne sont pas exposés au dehors. Tout est gratuit dans l’Établissement". - With two out of four corners torn (to signify redemption?) - perhaps "Oiseaux" and "Animaux carnivores".
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Saloz, Charles Eugene, Arzt (1851-1917).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. ["Vendredi 6 h"].
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Freund: Saloz sei vollkommen erschöpft, müsse diese Nacht noch arbeiten und könne nicht kommen. Alles laufe bislang gut und sie würden einander am nächsten Tag treffen: "Je suis absolument éreinté; j'ai encore à travailler cette nuit, je ne viendrai pas ce soir. Tout va à peu près bien. À demain [...]". - Charles-Eugene Saloz war mit der russisch-schweizerischen Ärztin Henriette Saloz-Joudra verheiratet. - Papierbedingt leicht gebräunt.
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Schube, Theodor, Botaniker (1860-1934).
Eigenh. Briefkarte mit U. Breslau, 16. VIII. 1898.
3 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Gelehrtes Schreiben an Günther Beck von Mannagetta und Lerchenau, den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien (des heutigen Naturhistorischen Museums), mit Informationen zum geplanten Kommissionsbericht über die Blütenpflanzen Preußens, Österreichs und der Schweiz, der nun jedoch in geänderter Form umgesetzt werden solle und für welche Schube Becks Mitarbeit und fortwährende Kommissionsmitgliedschaft erbittet: "Ich möchte daher den Versuch machen, die gesamten Phanerogamen in 2 Verzeichnisse zu bringen, von denen das eine die obengenannten Länder, das andere, von mir verfasst, den Rest des Gebiets enthielte. Das erste Mal wenigstens wird diese Arbeit wohl leidlich zufriedenstellend geliefert werden können [...] Es wäre mir daher äußerst wünschenswert, wenn Sie bereit wären, auch wenn die Generalversammlung sich mit dieser Abänderung einverstanden erklärt, Mitglied der erweiterten Kommission zu bleiben [...]".
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Calder, Alexander, American sculptor (1898-1976).
Autograph letter signed ("Sandy"). Saché, 25. IV. 1966.
4to. 2½ pp. on 3 single sheets. To the French writer Jacques Prévert, mentioning the installation of his monumental stabile "La grande voile" in front of the M.I.T. in Cambridge, Massachusetts, announcing his departure for the United States on 5 May, and hoping to welcome the Prévert family upon his return: "Nous allons parce que ils vont deconné [!] sur un stabile de 12 m. de haut, que j'ai fait pour M.I.T - Massachussets Institute of Technology, à Cambridge Mass. (Boston) [...] C'est après ça que j'aimerais t'avoir ici - voulez vous, famille Prévert, venir un jour ou 2? [...]". - With thanks for an article Prévert wrote about him ("Oiseleur de fer"), which appeared in February 1966 in Maeght's review "Derrière le miroir", as well as for a book he gave him: "Pour toutes ces choses je ne t'ai jamais remercié - alors, tout de suite, je te remercie!".
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Chagall, Marc, Russian-French artist (1887-1985).
Autograph letter signed. Paris, [15] Nov. 1934.
4to. 1½ pp. With autograph envelope. In Yiddish, to the German Jewish painter and engraver Hermann Struck (1876-1944) in Haifa, discussing Judaism, the fate of Jews in Palestine, and his nostalgia for his native land: "Tayerer H. Struck. Es fardrist unz woss mir hobn aych nischt gezehen in Pariz. Mir zainen giwen in Spanye [...]" (translation: "Dear Mr. Struck, We regret very much that we did not see you in Paris. We were in Spain at the time. I received your package with your work from Mr. Robinot's transport company these days to be sent to London as you wish. I put it back in the same condition as I had received it from Mrs Thomson. And now, how are you? Are you happy now that the number of German Jews has increased in the country? Has not the spirit become worse? What are you working on? I am also working, in addition to various other concerns, but I am suffering - because I cannot breathe the air of my own country and its people. There is a lack of respect. I am not talking about the Russians ... I am talking about the Jews. I think we were born too late. Earlier, we would probably have found great Jews who would have given me 'walls' on which to express artistic feelings. But we wait in vain. Kiss your wife, my family sends its best regards. My daughter will soon be married. Write from time to time and don't forget your devoted Marc Chagall"). - With 2 small marginal flaws.
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