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Jeserich, Paul, Chemiker (1854-1927).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O., 5. X. 1927.
¼ S. (3 Zeilen). Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). Etwa eineinhalb Monate vor seinem Tod verfasste Sentenz: "Ein arbeitsreiches Leben ist ein schwerer Kampf, der aber leichter wird, wenn man sich stets seiner Pflichten bewusst bleibt [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Paul Jeserich hatte größtenteils als Gerichtschemiker gewirkt, in der Forensik gelangen ihm Durchbrüche in der biologischen Blutspurensuche (cf. "Mordfall Lucie Berlin") und der Ballistik. Koslowsky 147.
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Juckenack, Adolf, Lebensmittelchemiker (1870-1939).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
½ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Nicht politisches Geschwätz, nur Arbeit schafft Werte. Arbeit muß vorurteilslos im Rahmen des Ganzen bewertet werden. Der Staat braucht Arbeiter aller Art. Diese müssen sich gegenseitig achten, wenn der Staat gedeihen und damit die Lebenshaltung aller Volksgenossen besser werden soll [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Adolf Juckenack hielt, nach seiner leitenden Tätigkeit am Preußischen Nahrungsmitteluntersuchungsamt in Berlin, seit Ende des Ersten Weltkriegs Vorlesungen an der Technischen Hochschule in Berlin-Charlottenburg. Koslowsky 80.
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Heinemann, Fritz, Bildhauer (1864-1932).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
½ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Ich glaube an den Aufstieg Deutschlands, wenn es, eingedenk seiner großen Vergangenheit, unter starker Führung bei objektiver Beurteilung der Weltlage alle Kräfte zur Arbeit anspannt und durch intensive Förderung der Landwirtschaft unser täglich Brot sicherstellt [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Fritz Heinemann schuf in fast allen Bereichen der Bildhauerei: Er portraitierte historische Persönlichkeiten wie Wilhelm I. und Karl den Großen (Rathaus, Duisburg), Privatpersonen (wie in "Edith und Alexandra", wo er seine Töchter darstellte) und gestaltete Allegorien wie die weibliche Statue der "Anmut", die Wilhelm II. für das Achilleion in Korfu erwarb. Koslowsky 57.
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Hoess, Eugen Ludwig, Maler (1866-1955).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Nur in dem Lande, in welchem die wirtschaftlichen Verhältnisse gesund sind, kann die Kunst gedeihen - / In Deutschlands Bevölkerung steckt eine so gesunde Kraft, das [!] sie nur zur Höhe führen kann! [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Eugen Hoess, der Abkömmling einer Brauerfamilie, entwarf für die Stadtverwaltung Immenstadt u. a. eine Urkunde für den Ehrenbürger und Reichskanzler Paul von Hindenburg. Koslowsky 307.
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Kress, Otto, Wiener Künstler (fl. 1845).
Eigenh. Albumblatt mit montiertem Scherenschnitt und Namenszug. Wien, 12. VII. 1845.
Ca. 90:72 mm. Der Scherenschnitt mit reliefierter Binnenzeichnung zeigt einen Pfeifenraucher mit langer Pfeife. Auf dem Trägerpapier darunter datiert und bezeichnet: "Otto Kress s[einem] Speci Grüsser zu s[einer] Erinnerung". - Verso Additionsreihen von alter Hand in Bleistift.
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Alban, Piero, Venetian merchant (fl. late 15th century).
Autograph letter signed. Venice, 11. VIII. 1494.
4to (205 x 205 mm). ¾ p. With autograph address. Unpublished letter to the Venetian merchant Giovanni Andrea di Bartolomeo di Salodio in Damascus, answering a missive from 6 March with instructions for Salodio’s departure. Salodio was supposed to import cloth or kerchiefs ("fazuoli") dyed in "the most beautiful colours" and thus of the "most striking" appearance: "Chomo tu say al tuo partire de qui [?] te hordenasemo dovessi mandare alchuni fazuoli [...]". - This beautiful letter, written in the dialect of the Venetian merchants known as "zergo", highlights the vast Venetian trade networks in the Middle East. Damascus was of particular interest to the Venetians, as it was one of the few cities in the region where they could rent houses and apartments without restrictions. In the late 15th century as many as 40 Venetians resided permanently in Damascus, and many more merchants, such as Giovanni Andrea di Bartolomeo, visited the city regularly. Damascus offered important trade routes to Central Asia, Arabia, and India, which might have been the origin of the cloth sought after by Piero Alban. - With a small tear from breaking the seal and six pinholes. Occasional damage to the text due to ink corrosion and some browning. D. Howard, "Death in Damascus: Venetians in Syria in the Mid-Fifteenth Century", in: Muqarnas 20 (2003), pp. 143–57.
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[Album amicorum].
Stammbuch des C. Franck. Greifswald, Berlin, Jena, Stralsund, 1797-1799.
Deutsche, schwedische, französische, lateinische und niederländische Handschrift auf Papier. 266 (recte 262) SS. mit 137 Einträgen und einem aquarelliertem Frontispiz. Mit 4 eingeklebten Silhouetten, 3 Tuschezeichnungen und 1 Bleistiftzeichnung. Roter Ledereinband der Zeit (stellenweise berieben) mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung, Goldschnitt und marmorierten Vorsätzen. Mit vergoldetem Monogramm "C. F." am Vorderdeckel und der Jahreszahl 1797 am Rückdeckel. Qu.-8vo (114:196 mm). Schönes Stammbuch eines Greifswalder Medizinstudenten mit Eintragungen von Kollegen, Professoren und Freunden aus Greifswald, Jena, Berlin und Stralsund. Unter den Greifswalder Professoren sind die schwedisch-deutschen Mediziner und Botaniker Christian Ehrenfried von Weigel (1748-1831) und Karl Asmund Rudolphi (1771-1832), der Mediziner Lorenz Wilhelm von Haselberg (1764-1844) und der Mediziner und Universitätsrektor Georg Ernst Kletten (1759-1827) vertreten (SS. 9ff. und 171). Weitere eng mit der Stadt Greifswald verbundene Persönlichkeiten sind der Hofsgerichtsrat Gustav von Klinkowström (1739-1808), der Lehrer und Dichter Johann Gottlieb Hagemeister (1762-1806), der Mediziner und Stadtphysikus Ehregott Ulrich Warnekros (1779-1830) sowie der Historiker und Bürgermeister Carl Gesterding (1774-1843), der als Begründer der Greifswalder Stadtgeschichtsforschung gilt (SS. 23, 40, 71 und 76). Neben den bereits genannten schwedisch-deutschen Professoren wird die Zugehörigkeit Greifswalds zu Schwedisch-Pommern durch die Einträge von Axel Johan Lindblom (1781-1838), Sohn des schwedischen Erzbischofs Jacob Axelssohn Lindblom, und Johan Stålbom (geb. 1773), Privatsekretär des schwedischen Staatsmanns Friedrich Wilhelm von Hessenstein, verdeutlicht (SS. 22 und 120). Ein ansonsten unbekannter Kommilitone Francks namens C. F. Wägner zitiert eine Passage aus Carl Ditters von Dittersdorfs 1786 uraufgeführtem Singspiel "Doktor und Apotheker": "Galenus und Hippocrates sind gegen mir nur Stimper [!] / [...] Nur Paracelsus ist mein Mann / Und wenn ich den erreichen kann / Dann gute Nacht Doctores" (Greifswald, 19. VIII. 1799, S. 29). Mit dem Vanitas-Motiv "Aufblühen! Staubwerden!" verewigte sich der deutsch-britische Naturforscher und spätere Kustos der Abteilung für Naturgeschichte des British Museum, Karl Eberhard König (1774-1851), im Februar 1799 in Berlin (S. 61). Weitere prominente Einträge stammen von Carl Schlettwein, dem Sohn des Ökonomen August Schlettwein (S. 63), dem Theologen und Maler Theodor Schwarz vor dessen Abschied nach Jena 1798 (S. 75), Hermann Baier, Pastor zu Altenkirchen auf Rügen (S. 77), von dem Mediziner und Professor in Würzburg und Jena Johann Friedrich Fuchs (S. 97), von Heinrich Kohlrausch, später Hausarzt der Familie Humboldt (S. 88), sowie von dem Theologen und Generalsuperintendenten von Schwedisch-Pommern Gottlieb Schlegel (S. 225). Unter den prominenten Familien, die auch oder ausschließlich durch weniger prominente Mitglieder im Stammbuch vertreten sind, befinden sich die bereits genannten Gesterdings und Warnekros, die bedeutende Greifswalder Kaufmannsfamilie Vahl, die Bremer Familie Gildemeister, das Rügener Uradelsgeschlecht von Normann (S. 81) sowie die Rügener Familien Benedix und Breitsprecher. Das Stammbuch wird bereichert durch das aquarellierte Frontispiz, ein in Tusche ausgeführtes Bouquet (S. 70), die Tuschezeichnung einer Landschaft mit Brunnen nach einer Grafik Christian von Mechels (S. 138), eine Berglandschaft in Tusche, die wohl in Zusammenhang mit der nebenstehenden Eintragung "Zur Erinnerung an Seedorf" eines nicht identifizierten Gutsbesitzers von 1797 steht (S. 158f.), und eine kleine Bleistiftvedute (S. 164). Hinzu kommen vier eingeklebte Silhouetten (SS. 68, 77, 133 und 266), ein eingelegtes Stoffherz sowie zahlreiche kleine Federzeichnungen von Gräbern aus der Hand des Besitzers, der so den Tod seiner Freunde und Weggefährten dokumentierte. Handschriftliche Notizen zum weiteren Lebensweg und Tod der Eintragenden sind ebenfalls häufig und wurden bis in die 1830er Jahre hinzugefügt. - Wohlerhalten.
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[Album amicorum].
Stammbuch des Friedrich Keil. Wittenberg, Jena, Hamburg, 1644-1659.
Lateinische, griechische, hebräische, deutsche und arabische Handschrift auf Papier. 34 Bll. mit 36 Einträgen. Moderner schwarzer Ledereinband mit vergoldetem Monogramm "F. K." vorn und Jahreszahl 1644 hinten. Qu.-12mo (95:132 mm). Stammbuch des Jenenser Theologiestudenten Friedrich Keil mit Einträgen zahlreicher bedeutender Professoren und Gelehrter. Besonders spannend ist der arabische und lateinische Eintrag des lutherischen Theologen Josephus Adjutus (1602-68), datiert Wittenberg, 28. IV. 1644. Adjutus entstammte einer christlichen Familie aus Ninive, dem heutigen Mosul, und wurde in Jerusalem erzogen. Von dort gelangte er nach Neapel, wo er dem Franziskanerorden beitrat. 1637 erlangte er in Bologna den Doktor der katholischen Theologie und leitete bald darauf das Franziskanerkonvent St. Jakob in Prag. Als Adjutus aufgrund eines Konflikts im Konvent nach Italien zurückversetzt werden sollte, floh er nach Wittenberg und konvertierte am 9. Juni 1643 öffentlich. Kurfürst Johann Georg I. unterstützte den prominenten Konvertiten und verschaffte ihm eine außerordentliche Professur für italienische Sprachen in Wittenberg. - Weitere prominente lutherische Theologen unter den Einträgern sind Balthasar Balduin (1605-52), Gottfried Cundisius (1599-1651), Michael Hunold (1621-72), Daniel Lüdemann (1621-77), der ab 1648 als Hof- und Feldprediger des Pfalzgrafen und späteren schwedischen Königs Karl X. Gustav wirkte, Wihelm Lyser I. (1592-1649), Johannes Tobias Major (1615-55), Samuel Pomarius (1624-83), der berühmte Prediger Paul Röber (1587-1651), Johann Rothmaler (1601-50) und der Kirchenhistoriker und Hofprediger in Altenburg Johann Christfried Sagittarius (1617-89). - Hinzu kommen bedeutende Mediziner und Naturwissenschafter wie der Mediziner Marcus Banzer (1592-1664), der Wittenberger Anatom Jermias Bertram, der Mathematiker und Astronom Christoph Notnagel (1607-66), der Mathematiker Nikolaus Pompeius (1591-1659), der Jenenser Mediziner und Botaniker Werner Rolfinck (1599-1673), der Mediziner Konrad Viktor Schneider (1614-80), der Mediziner und Zoologe Johann Sperling (1603-58) und der Jenenser Professor der Physik Johann Zeisold (1599-1667). Der Gräzist Johann Erich Ostermann (1611-68), die Juristen Jeremias Reusner (1590-1652) und Christoph Wacke (1596-1649), der Orientalist Andreas Sennert (1606-89), der Philologe Paul Slevogt (1596-1655) sowie die Jenenser Professoren für Logik und Metaphysik Daniel Stahl (1589-1654) und Christian Trentsch (1605-77) sind ebenfalls unter den Einträgern. Ein besonders charmanter Eintrag stammt von Keils Kommilitonen Andreas Schwalb (1623-62), künftiger Rechtsgelehrter und brandenburgischer Hofrat, der sich mit dem auf den 1632 erschienenen Schäferroman "Jüngst-erbawete Schäfferey" zurückgehenden Liedrefrain "Ach, ach! Wie wohl ist der daran, der liebt und auch genießen kann" verewigte, ergänzt um die französische Sentenz "Tout avec le temps". Der poesiebegeisterte Schwalb war mit dem Dichter Sigmund von Birken bekannt, der 1662 ein Memorialgedicht für seinen Freund verfasste. - Der Jenenser Student Friedrich Keil ist selbst in einem Stammbuch bezeugt: Er trug sich im Februar 1644 in Jena im Album amicorum des Christian Fuhrmann ein, das in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek aufbewahrt wird (Stb 536). - Gebräunt, die rechte obere Ecke braunfleckig, leicht angestaubt. Mehrere Seiten mit kleinen Löchern, eine Seite mit einem restaurierten Seiteneinriss. Aus der berühmten Autographensammlung des Gotthilf Sebastian Rötger mit seinen typischen hs. Ergänzungen in rostroter Tinte. Rötger identifiziert die meisten Einträger anhand des Gelehrtenkompendiums von Jöcher und Adelung.
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[Album amicorum].
Stammbuch des G. L. Fabri. Halle, Oels, Breslau, Berlin, Bernstadt, Leipzig, Festenberg und Schmollen, 1776-1780.
Deutsche, französische, griechische, lateinische und englische Handschrift auf Papier. 114 Bll. mit ca. 170 Einträgen. Mit eingebundener Gouache auf Seide sowie 2 Aquarellen, 5 Federzeichnungen und 3 Bleistiftzeichnungen. In reich geprägtem hellbraunem Pergamenteinband der Zeit mit Monogramm "G.L.F." und Jahreszahl "1777" auf dem Vorderdeckel. Gestempelte Vorsätze. Qu-8vo. Zusammen mit einem fadengebundenen Heft mit alphabetischem Verzeichnis und fünf weiteren Einträgen. 16 Bll. Qu.-8vo. Spannendes Stammbuch eines Schülers des berühmten Oelser Gymnasiums, der 1777 zum Studium nach Halle ging. Ein vierseitiges Gedicht, das wohl aus der Hand des Besitzers stammt, thematisiert den schweren Abschied aus Oels und begründet das Stammbuch: "Schreibt izt, um zur Erinnerung euren Namen mir zu schenken". - Fabri, wie der Besitzer in zumindest zwei Einträgen angesprochen wird, wurde reich beschenkt. Mit Ephraim Gotthold Dominici (1744-1809) und Karl Ehrenfried Günther (1757-1826) sind zwei Rektoren des Gymnasiums vertreten, wobei Dominici ab 1776 die Schule leitete und Günther ein Mitschüler Fabris war. Ebenfalls in Oels trugen sich der Theologe Richard Gottlob Reiber (1744-1809), der Lehrer Karl Wilhelm Chlebus (1756-1820), Christian Heinrich von Warnery (1763-1818), jüngster Sohn des Husarengenerals und Militärtheoretikers Charles-Emmanuel de Warnery, Graf Heinrich Friedrich von Logau und Altendorf, sowie Mitglieder der Adelshäuser Dyhrn, Ferentheil, Guttschreiber sowie Solms und Tecklenburg ein. - Die prominentesten Beiträge stammen aus der Studienzeit Fabris, ganz besonders hervorzuheben ist der große Chemiker und Erfinder des Rübenzuckers Franz Carl Achard (1753-1819). Achard trug sich am 30. Dezember 1779 in Berlin mit dem schönen Motto "Finis coronat opus" ein. Ebenfalls in Berlin verewigte sich der bedeutende Botaniker und Arzt Johann Gottlieb Gleditsch (1714-86). Der einzige datierte Eintrag aus Leipzig, vom 14. Mai 1779, stammt von dem Logikprofessor, Dichter und Philosophen Christian August Clodius (1737-84). Ohne Ort und Datum kommt der Eintrag des in Leipzig wirkenden Historikers, Ethnologen und Staatswissenschaftlers Gottfried August Arndt (1748-1819) aus. - Aus Halle, dem häufigsten Eintragungsort, sind der spätere Rektor der evangelischen Schule Landshut Christian Gottlieb Glauber (1755-1804), der preußische Kriegs- und Obergerichtsrat Ludwig Daniel Le Coq (1756-1816), ein nicht identifiziertes Mitglied der Familie von Münchhausen, der Pädagoge und Theologe Johann Christoph Neide (1756-1836), der Botaniker Albrecht Wilhelm Roth (1757-1834), der in Halle Medizin studierte, der Philosophieprofessor und frühe Kant-Apologet Christian Gottfried Schütz (1747-1832) und der Jurist August Christian Wilmanns (1757-1839) hervorzuheben. Ein ebenfalls in Halle am 25. September 1779 verfasster Eintrag des Beamten und Botanikers Friedrich Wilhelm von Leysser (1731-1815) mit einem Zitat aus Plinius' Naturgeschichte findet sich im beiliegenden Heft. - Unter den Einträgen aus Breslau sticht jener des königlich preußischen Hof- und Kriminalrats Johann Jacob von Wunster (1753-1809) hervor. Neben Einträgen von Mitschülern, Kommilitonen und Professoren finden sich auch zahlreiche Einträge von Frauen, meist die Ehefrauen von Einträgern, etwa Anna Henriette Schütz, geb. Danovius, Christina Sophia von Leysser und Christiane Eleonore von Wunster, geb. Bornagius von Bornack. Auch mehrere Mitglieder der preußischen Husarenregimenter Podjursky und Somogyi verewigten sich im Stammbuch. Unter den schönen Illustrationen sind hervorzuheben eine ausfaltbare aquarellierte Ansicht von Frankfurt a. d. Oder ("C. G. Jachmann, Siles[us] ad vivum pinxit 1777, d[ie] 2. Mart[ii]"), eine schöne Landschaftsdarstellung in roter Tinte eines Moritz Gebhard, die lavierte, ausfaltbare Federzeichnung eines wissenschaftlichen Instruments in einer Rocaille, signiert "Schmidt", eine in Bleistift ausgeführte Ansicht von Oels, ein aquarellierter Putto mit Füllhorn sowie die ungewöhnliche Gouache auf Seide mit Büsten des Horaz, des Anakreon und der Sappho. Eine ursprünglich eingeklebte Federzeichnung einer Dorfstraße des nicht identifizierten Grafen von Solms und Tecklenburg ist lose. - Die alte Paginierung und das Verzeichnis sind unvollständig und fehlerhaft, einige Seiten wurden wohl entfernt. Vereinzelte Seiten leicht brüchig und mit Seiteneinrissen, die ausfaltbare Zeichnung der Rocaille mit mehreren Ein- und Ausrissen ohne Bildberührung. Minimal braun- und stockfleckig.
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[Album amicorum].
Stammbuch des Johann Friedrich Moritz. Göttingen u. Straßburg, 1775-1781.
162 (statt 176) SS. mit 125 Einträgen, (22) SS. Register. Marmorierter Lederband der Zeit mit floraler Rückenvergoldung und schmaler Deckelbordüre. Marmorvorsätze, dreiseitiger Goldschnitt. In marmoriertem Kartonschuber der Zeit. Qu.-8vo (106:168 mm). Stammbuch des aus Frankfurt am Main stammenden Jusstudenten Johann Friedrich Moritz mit Einträgen seiner Göttinger Kommilitonen in deutscher, französischer, lateinischer und englischer Sprache. Als bemerkenswerteste Beiträger dieses teils in hübscher Kalligraphie gestalteten Albums sind der Jurist und Diplomat Georg Friedrich Martens (1756-1821), der Rechtsgelehrte und bayerische Staatsminister Georg Friedrich von Zentner (1752-1835) und der Physiker Johann Tobias Mayer (1752-1830) zu erwähnen. Letzterer führte zusammen mit Alexander von Humboldt Inklinationsbeobachtungen an der alten Göttinger Sternwarte durch. Aus einem Brief des Astronomen Carl Ludwig Harding an Humboldt vom November 1806 geht hervor, dass Mayer und er weitere erdmagnetische Beobachtungen planten. Was aus diesem Vorhaben wurde, ist unbekannt, aber es verblüfft, dass in Göttingen, von Humboldt initiiert, schon vor Gauß' Berufung solche Pläne geschmiedet worden waren. - Unter den übrigen Beiträgern sind zu nennen: Johann Georg Druffel (1759-1834), münsterisch und preußischer Beamter, Vincent Dresky, Leiter des Hamburger Staatsarchivs, Ludwig Christian von Jossa, Regierungssekretär und Archivar im Herzogtum Nassau, "G. D. Lamprecht J.U.C. Lubecensis", wohl Dietrich Gottfried Lamprecht (1726-1798), Jurist und Ratsherr der Hansestadt Lübeck, sowie "Schleiermacher", wohl der Naturwissenschaftler und Museumsdirektor Ernst Schleiermacher (1755-1844). Neben den Einträgen aus Göttingen stammen 5 Beiträge aus Straßburg, darunter einer des Studenten Christian Casimir Ehrlen, selbst Initiator eines bei der Société des Amis des Arts et des Musées de Strasbourg aufbewahrten Stammbuches. - Einbandkanten minimal berieben, 2 kleine Schabspuren an den Deckeln. Mehrere Bll. herausgetrennt. 2 Bll. etwas wasserfleckig, sonst vereinzelt leicht gebräunt, frisch und gut erhalten. Schuber etwas beschabt und bestoßen.
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[Boxerkrieg]. - Freyberg, Ludwig Frh. v., Militär (1878-1914).
Eigenh. Brief mit U. "Peking, Kaiserpalast", 8. XI. 1900.
13 SS. auf 4 Doppelbll. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Mit Beilage (s. u.). Feldpostbrief, geschrieben als Leutnant im 1. Ostasiatischen Infanterieregiment an seinen Vater Julius Frhr. von Freyberg (1832-1912), den kaiserlich deutschen Bezirkspräsidenten von Unter-Elsass in Straßburg, mit einer detaillierten Beschreibung der Reise (zu Fuß, mit der Eisenbahn und zu Pferd), Zwischenstationen, Landschaften und Verpflegung während des Nachrückens seiner Einheit von Tianjin nach Peking zur Niederschlagung des chinesischen Boxeraufstands. Mit teils drastischen Schilderungen der Zerstörung und über die französischen, russischen, britisch-indischen, amerikanischen und japanischen Interventionstruppen sowie zum Zustand Pekings, insbesondere des verheerten Botschaftsviertels und des geplünderten Kaiserpalastes, wo der Verfasser dann der Leibwache des Generalfeldmarschalls Alfred von Waldersee angehörte. Abschließend mit dem Ausblick auf eine geplante internationale Militärexpedition unter General Yorck von Wartenburg nach "Kalgan" (Zhangjiakou), um Kamele und Pelze einzuziehen, während derer die Chinesische Mauer zweimal überquert werden müsse: "Am 2. traten wir (1. Comp. 3 Comp., 2 Geschütze, 40 Reiter) den Vormarsch auf Peking an. Uns hatten sich angeschlossen, um sicher u. unter Bedeckung nach P. zu gelangen: unser neuer Brig. Komm. General v. Trotha [i. e. Lothar von Trotha, 1848-1920] [...] Unser Zug hatte ein buntes Aussehen. Darin befanden sich ein Teil chasseurs d'Afrique, Zuaven und Indier. In unserem Coupé saßen die dazu gehörigen Offiziere, unter diesen der Indierfürst Maradjah Singh [...] Unterwegs schossen die Franzosen (natürlich die Franz.!) auf wilde Hunde u. vielleicht auch auf chines. Landleute, die ganz friedlich ihre übriggebliebene Kaulian, so nennt man hier die bis zu 2-3 m hochstehenden Maiskoben, mähten [...] Im Palast selbst nahmen wir unser Quartier. Er ist, was die Gebäude betrifft, vollständig erhalten, aber innen sah es toll aus. Alles, was auf irgendwelche Weise sich transportiren ließ, war verschwunden, Russen und Japaner hatten ihn in der unglaublichsten Weise zugerichtet [...]". - Alfred Graf Waldersee hatte im September desselben Jahres den Oberbefehl über die europäischen Streitkräfte im Boxeraufstand übernommen. Graf Maximilian Yorck von Wartenburg starb noch im selben Monat an einer Kohlenmonoxidvergiftung, kurze Zeit nach Beginn der oben genannten Expedition. - Die U. mit einem kleinen Wasserfleck, das Kuvert mit Poststempel "K. D. Feldpoststation No. 2". - Beiliegend zwei Bildpostkarten aus Tianjin. Eine Postkarte von Lt. Richard Frh. von Allweyer (geb. 1872) auf seiner Rückreise aus dem Boxerkrieg: "Meine Lieben! Dies wird wohl der letzte Brief sein, den Ihr von mir erhalten werdet, denn dann komme ich ja selbst: Wann, das steht allerdings in den Sternen [...]" (24. VI. 1901). Eine Postkarte, frankiert und gestempelt, von einem gewissen Unteroffizier namens Adolf Pidun an seinen gleichnamigen Vater in Hannover: "Links Indus rechts Russe. Herzl. Gruß Adolf" (6. V. 1902). Detaillierte Beschreibung beiliegend.
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Burton, Richard Francis, English explorer and diplomat (1821-1890).
Autograph letter signed ("Yrs truly, Rich. F. Burton") [London], 5. X. 1872.
8vo (177 x 114 mm). 1 p. on bifolium. On blue letterheaded notepaper of the Royal Geographical Society. Dear Sir, Kindly give to the bearer a copy of my book (2 vols.) on Zanzibar [...] P.S. Of course this will be placed to my account.
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Carl August, Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757-1828).
Eigenh. Schriftstück mit U. ("C. Aug.") und eh. Notiz. O. O., 29. IV. 1813.
½ S. und 2 Zeilen. 8vo. Davon ein Blatt montiert mit Siegelwachs auf Umschlagblatt (Ausschnitt). Im Frühjahr vor der Leipziger Völkerschlacht: "Mich freut es unendl. daß Sie Trost erlangt haben; etwas gedult wird noch nöthig seyn, denn die schriftl. Expeditionen gehen nicht so schnell bey den Frz. wie die welche mit den Füßen bewerkstelligt werden. Das waren ein paar wundersame Tage [...]" (29. IV. 1813). - "Der Pr. Carl von Mecklenburg soll geblieben seyn - ich schicke Ihnen die relation selbst" (o. D.). - Sachsen hatte nach der Niederlage Napoleons im Russlandfeldzug und während des Waffenstillstands zwischen dem österreichischen Hilfskorps unter General Schwarzenberg und Russland, einige Tage zuvor am 26. April 1813, ein Bündnis mit Österreich unterzeichnet. Carl Friedrich August, Herzog von Mecklenburg-Strelitz, nahm 1813 im Stab des preußischen "Marschall Vorwärts", Gebhard Leberecht von Blücher, an den Befreiungskriegen und der Völkerschlacht bei Leipzig teil. Bereits im März desselben Jahres waren die Mecklenburgischen Herzogtümer dem preußisch-russischen Aufruf zum Austritt aus dem Rheinbund gefolgt. - Leicht gebräunt und leicht braunfleckig.
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Cornelius, Carl Adolf, Kirchenhistoriker (1819-1903).
Eigenh. Manuskriptseite. [Wien, Jänner 1870].
1 S. Folio. In Bleistift. Notierte Namen italienischer, deutscher und englischer Schriftsteller, Lyriker und Philosophen des 13. und 14. Jahrhunderts, darunter mehrere Franziskanermönche, sowie ein längerer Textabschnitt aus der "Göttlichen Komödie" (Paradiso XXV, 1-9 und XVII, 130-135): "Joachim Proto / Astende von Parma / Minoriten / Conrad von Halberstadt / Jacopone du Todi / Salimbene / Sil poema sacro al he haposto mano e cielo e Terra / Giovanni da Parma / di spiritu prophesaro dotato / Se mai continga che il poema suivo al che ha poste mano e ciele e terra e che m'ha fatto per piu anni macro inca la crudelta che fuor mir serra del bel ovil ove io dormii agnello [...] Umberto da Casale 1305 [...] Roger Bacon [...]". - Der Text teilweise von Kritzeleien überlagert. Mit Vermerk in Tinte und Bleistift verso.
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D’Ávalos d'Aquino d'Aragona, Fernando Francesco, 7th marquis of Pescara, Governor of Milan and Viceroy of Sicily (1530-1571).
Document signed. Milan, 2. III. 1562.
Folio. 1 p. on bifolium. Together with two documents signed by Don Avaro de Luna, castellane of Cremona. Gubernatorial decree concerning tax reductions or forbearances for the merchants of Milan and travelling merchants in Alessandria: "Havemo inteso quanto ci hanno supplicato i Regulatori del datio, et augmenti della Mercantia di Milano, et Città unite intorno alli scudi sette millia bolettini essenti del anno 1559. Fattili buoni ne l’anno 1560, delli danari delle reduttioni; et anco intorno all’ essentione delle mercantie ne le fiere di Alessandria, che in virtù di nostre lettere hanno lasciato passar’ essente, et il tutto ben considerato siamo venuti in parere, et ci conteniamo, che l’espeditioni, et scritture di detti 77000 o circa, reportati d’un anno in l’altro, restino ferme è stabilite per hora, et per sempre, et che li bolettini de gli’altri anni se gli faccino buoni anno per anno ne li medesimi anni, delli danari delle reduttioni, non ostante che diminuischino il Bilancio, poi che non si puo per giustitia fare altrimente, com’anche per altre nostre de’ viiii del pa[assa]to vi habbiamo scritto [...]". - Francesco Ferdinando d’Ávalos d'Aquino was a courtier of King Philip II. In December 1555 he succeeded the Duke of Alba as commander-in-chief of the Spanish army in Lombardy and Piedmont, achieving an advantageous truce with France in March 1556. Between 1560 and 1563 d'Ávalos d'Aquino served as acting Governor of Milan on behalf of Gonzalo II Fernández de Córdoba, 3rd Duke of Sessa, who resumed the post in 1563. From 1568 until his death in 1571, Francesco Ferdinando d’Ávalos d'Aquino was Viceroy of Sicily. - With papered seal, address to the magistrates of Milan and counter-signed by two officials. Well preserved with minimal tears and minor browning to the margins.
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D’Ávalos d'Aquino d'Aragona, Fernando Francesco, 7th marquis of Pescara, Governor of Milan and Viceroy of Sicily (1530-1571).
Document signed. Milan, 3. I. 1563.
Folio. ½ p. on bifolium. Together with a supplication to the Governor of Milan. Gubernatorial decision regarding an attached petition in the name of Maria de Medici, prioress of the Monastero delle Dame Vergini alla Vettabbia in Milan, granting the monastery additional salt rations. The decision was issued in view of the "quality of the supplicant" and the "minor importance of the matter": "Vi mandiamo l’incluso memoriale de la molto Rever. suor. Laura di Medici Priora nel Monasterio de le Vergini di questa città: et considerata la qualita de la intercedente, la poca importanza de la cosa, la qual va à benefitio di esse Religiose, vi remettiamo, che al prezzo, che si daño al detto Monasterio l’altre ventiquattro stara, et tre quarti di sale provediate, che gliene sian dati altri due stara, et un quarto, che intutto saranno ventisette stara. Et questo si faccia per questa volta tanta […]". - As the petition states, Maria de Medici was a legitimate sister of Pope Pius IV, born Giovanni Angelo Medici di Marignano (1499-1565). Surprisingly, her name is misspelled both in the petition (as Maura, though possibly a monastic name) and in the official response (as Laura). Although the Milanese branch of the Medici family, the Medici di Melegnano or Marignano, had no actual family ties to the Florentine dynasty, it had been recognized by the Florentine Medicis in the early 16th century and used the same arms. - Francesco Ferdinando d’Ávalos d'Aquino was a courtier of King Philip II. In December 1555 he succeeded the Duke of Alba as commander-in-chief of the Spanish army in Lombardy and Piedmont, achieving an advantageous truce with France in March 1556. Between 1560 and 1563 d'Ávalos d'Aquino served as acting Governor of Milan, on behalf of Gonzalo II Fernández de Córdoba, 3rd Duke of Sessa, who resumed the post in 1563. From 1568 until his death in 1571, Francesco Ferdinando d’Ávalos d'Aquino was Viceroy of Sicily. - With papered seal and address to the magistrates of Milan; counter-signed by two officials. Well preserved. With insignificant tears and minor browning to the margins.
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Heim, Georg, Politiker (1865-1938).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
½ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). In Bleistift. "Deutschland's Zukunft? Sein Volk! [dies unterstrichen] Wir brauchen: zeugende Männer, säugende Mütter [dies durchgestrichen] Frauen! [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Georg Heim begann "aus dem Nichts ein fundiertes Wirtschaftsunternehmen aufzubauen, die spätere 'Regensburger Zentralgenossenschaft des Bayerischen Bauernvereins für Ein- und Verkauf'; sie bestand bis zur Vereinheitlichung des bayerischen Genossenschaftswesens 1933. Aus dem Reingewinn des Unternehmens finanzierte H. soziale Einrichtungen und Bildungskurse für junge Bauern" (NDB VIII, 267f.). Koslowsky 272.
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Heimburg, Friedrich von, Politiker (1859-1935).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
1 S. 4to. Montiert auf Albumblatt (223:282 mm) mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). Mit nostalgisch-wehmütigem Blick auf Deutschlands Vergangenheit: "Bismarck war zu gewaltig, als daß wir in der heutigen Zeit seine ganze Größe verstehen könnten. Doch voller Bewunderung und Verehrung wollen wir an die Periode deutscher Geschichte zurückdenken, da es Glanz und Gepränge gab. Sehnsuchtsvoll träumen wir von der Wiederkehr eines solchen Mannes und einer solchen Zeit [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Leicht fingerfleckig. Koslowsky 323.
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Heintze, Traugott Frh. von, Verwaltungs- und Kirchenjurist (1877-1946).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Kiel, o. D.
¾ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Die Zukunft Deutschlands hängt auf das engste zusammen mit der Stellung des deutschen Volkes zu den Worten der Bibel: Jesus Christus [...] wird je nach dem Ausfall der Entscheidung entweder zu dem Grundstein eines verheißungsvollen Neubaues oder aber zu dem Eckstein, an dem das Schicksal des deutschen Volkes zerbrechen wird, weil sein Bauleute diesen Stein verworfen haben [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Traugott von Heintze wurde, nach seiner Betätigung als Regierungsassessor und dann als Konsistorialrat am schleswig-holsteinischen Konsistorium in Kiel, in den 1920ern erst Vizepräsident, schließlich Präsident des Landeskirchenamtes der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schleswig-Holsteins. Koslowsky 121.
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Hellpach, Willy, Politiker und Arzt (1855-1977).
Eigenhändige Sentenz mit U. Heidelberg, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Deutschlands Zukunft kann ebensowohl ganz groß wie ganz erbärmlich sein. Dies wird davon abhängen, daß das deutsche Volk die Bestimmung seiner Geschicke selber in der Hand behält und durch eine unbeirrbare Selbsterziehung in langen Menschenaltern die grundlegende Innerlichkeit schafft [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Willy Hellpach war zur Zeit der Weimarer Republik für die Liberalen Unterrichtsminister, Staatspräsident und Kabinettschef. Auf Hellpach gehen die Verordnungen des noch heute existierenden dualen Berufsausbildungssystems zurück. Koslowsky 283.
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Hempel, Fritz, Rechtsanwalt (fl. 1920).
Eigenhändige Sentenz mit eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Schwerin
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Als Genossenschaftler denke ich bei den Mitteln und Wegen zum Wiederaufstieg Deutschlands an die genossenschaftliche Arbeit [...] Ganze Bevölkerungsschichten wie Berufszweige und Stände stehen sich heut noch fremd und verständnislos gegenüber [...] Daß Fleiß, Sparsamkeit und Lust und Liebe zur Arbeit hinzutreten müssen, ist selbstverständlich [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Fritz Hempel wurde für die Anthologie als Direktor des Raiffeisenverbands in Schwerin angefragt. Koslowsky 324.
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Henle, Julius von, Politiker (1864-1944).
Ms. Sentenz. Würzburg, Juni 1928.
1 S. Qu.-8vo Montiert auf einem Albumblatt (223:282 mm) mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Die besten Bausteine für Deutschlands Zukunft sind Arbeit, Geduld und Schweigen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Julius von Henle war bis zu seiner Pensionierung Regierungspräsident in Unterfranken und Aschaffenburg. Koslowsky 284.
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Hensel, Paul, Theologe (1867-1944).
Eigenhändige Sentenz mit U. (Kopfzeile), eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Johannisburg (Masuren), 28. VIII. 1928.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Es ist der Geist, der sich den Körper baut. Dieses Naturgesetz in der Geisteswelt gilt auch für Deutschlands Zukunft. Zur Zeit ist die deutsche Volksseele krank. Materielle Belange überwiegen die geistigen. Die Diesseitigkeitsgesinnung verdrängt das Ewige. So sind selbstsüchtige Beweggründe bei der Mehrzahl des Volkes stärker geworden [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Paul Hensel, der nach dem ersten Weltkrieg als einer der ersten für den Verbleib der Masuren beim deutschen Reich plädierte, war bis 1929 in seiner ostpreußischen Heimatgemeinde Johannisburg (Pisz) als Superintendent tätig. - Etwas fingerfleckig, mit feinen Einschnitten im Formularteil. Koslowsky 199.
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Hentig, Otto von, Politiker (1852-1932).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
½ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Je früher und tiefer sich die Deutschen im Inlande und Auslande über den Erdball hin ihrer inneren Lebensgemeinschaft bewußt werden, desto schneller und sicherer wird Deutschland der ersehnten Zukunft entgegenreifen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Leicht fingerfleckig. Koslowsky 311.
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Hepp, Karl, Politiker (1889-1970).
Ms. Sentenz mit eigenh. U. O. O. u. D.
¾ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und montiertem Schildchen "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Einst warnte Bismarck: 'Ich halte den Verfall der Landwirtschaft für eine der größten Gefahren für unseren staatlichen Bestand.' Die Gegenwart unterstreicht diese Warnung [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Koslowsky 138.
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Hergt, Oscar, Politiker (1869-1967).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Berlin-Westend, o. D.
¼ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Ich glaube! [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Hergt, langjähriger Parteivorsitzender der DNVP, war im Jahr des Erscheinens der Anthologie Reichjustizminister und stellvertretender Reichskanzler. Koslowsky 90.
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Hermes, Andreas, Politiker (1874-1964).
Eigenhändige Sentenz mit eh. ausgeülltem Formularteil und eh. Namenszug, und eh. Brief mit U. Dickelschwaig bei Oberammergau und Berlin, 2. IX. 1928 und o. D.
3 SS. auf 3 Bll. Folio. Davon zwei Albumbll. (223:282 mm) mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Deutschlands Zukunft liegt in unseren eigenen Händen. Ein Volk in der Lage des deutschen kann wohl in tiefe Not geraten aber nie durch fremde Willkür allein um seine Zukunft gebracht werden [...]". Mit Begleitschreiben: "Ew. Hochwohlgeboren beehre ich mich in der Anlage den gewünschten Beitrag ergebenst zu übermitteln, indem ich bitte, die durch starke dienstliche Inanspruchnahme entstandene Verjährung jetzt zu entschuldigen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Andreas Hermes war in der Weimarer Republik Reichslandwirtschaftsminister, Reichsminister der Finanzen und gegen Ende der 1920er Jahre Präsident der "Vereinigung der deutschen Bauernvereine". - Ein Albumblatt am oberen Rand beschnitten. Mit gedr. Briefkopf, teilweise leicht knittrig, fingerfleckig, mit feiner Rostspur einer Büroklammer und feinen Einschnitten im Formularteil. Koslowsky 349.
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Herold, Karl, Politiker (1848-1931).
Eigenhändige Sentenz mit eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug Gut Lervelinkloe (Münster), o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Die völlige Wiedergewinnung der Weltgeltung Deutschlands muß auch in Zukunft die höchste nationale Aufgabe der deutschen Politik sein, denn die Gesundung der europäischen wie aussereuropäischen Verhältnisse ist ohne gleichberechtigte Wiedereingliederung der deutschen Nation in die Weltwirtschaft [...] nicht möglich [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Karl Herold war bis zu seinem Tode Landtagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender der Zentrumspartei in Preußen. - Mit feinen Einschnitten im Formularteil. Koslowsky 140.
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Hertzberg, Gertzlaff von, Politiker (1880-1945).
Eigenhändige Sentenz mit U. Berlin, 13. V. 1926.
½ S. 4to. Montiert auf Albumblatt (223:282 mm) mit gedruckter Bordüre und montiertem Schildchen "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Feldherrn gewinnen Schlachten, Staatsmänner Kriege. Ein solcher Staatmann war Bismarck. Er fehlte uns im Weltkrieg, deshalb ging er verloren [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Gertzlaff von Hertzberg, der in der Anthologie als ehemaliger Polizeipräsident angeführt ist, wirkte zur Zeit der Weimarer Republik erst als Vorsitzender im "Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund" und später als Leiter des "Alldeutschen Verbandes". Koslowsky 285.
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Hildebrand, Jakob, Textilindustrieller (fl. 1920).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Zillerthal, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). Umfangreiche Sentenz mit einer Klage über rückläufige Exportzahlen: "Die schaffende Wirtschaft Deutschlands ist durch die Folgen des unglücklichen Kriegsausgangs in besonderem Masse auf das schwerste betroffen. Sie hat speciell die Belastungen durch die Reparationsverpflichtungen, die sich in einem nie gekannten Steuerdruck und in der Höhe der Frachten auswirken, zu tragen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Jakob Hildebrand war Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der "Erdmannsdorfer AG für Flachsgarn-Maschinen-Spinnerei und Weberei". Koslowsky 105.
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Hoernemann, Willy, Unternehmer (fl. 1920).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Steglitz, 2. IX. 1928.
1½ SS. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, montiert auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). Umfangreiche Sentenz mit der Betonung der Wichtigkeit des christlichen Glaubens: "Nur, wenn wir wieder lernen, still die Hände zum Gebet zu falten, nur wenn wir bereit sind, unsere Seele zu öffnen Dem, Der da spricht: 'Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht', ist auf Wiederaufstieg zu hoffen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Willy Hoernemann wurde als Abteilungsleiter im Raiffeisen-Konzern für die Anthologie angefragt. - Etwas fingerfleckig. Koslowsky 328.
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Hoffmann, Konrad, Theologe (1867-1959).
Eigenhändige Sentenz mit U. Ulm-Donau, Dezember 1927.
½ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben (Sprüche 14, 34). Gerecht ist nur, wer sich seiner Verantwortung vor Gott bewußt ist, und die Sünde überwindet nur der von Martin Luther verstandene Christus. Daran hängt Deutschlands Zukunft [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. Koslowsky 124.
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Hofmann, Rudolf, Verleger (1854-1932).
Ms. Sentenz mit eigenh. U. O. O. u. D.
1½ SS. auf 2 Bll. Folio (225:283 mm). Jedes Blatt aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). Umfangreiche Sentenz mit dem Titel "Wie wird sich die Zukunft Deutschlands gestalten?": "Alle Illusionen, von denen die heutigen Machtschichten erfüllt sind, werden in Nichts vergehen, der Glaube an den Segen internationaler Verbrüderung, an Pazifismus und an die alleinseligmachende parlamentarische Staatsgewalt wird schwinden und mit dieser Erkenntnis wird sich jenes grosse nationale Empfinden automatisch einstellen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Der Buchhändler Rudolf Hofmann wurde für die Anthologie als Herausgeber der satirischen Wochenschrift "Kladderadatsch" angefragt. - Papierbedingt etwas gebräunt, mit einem größeren Eckabriss. Koslowsky 302.
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Hofmann, Wolfgang, Redakteur (fl. 1920er Jahre).
Ms. Sentenz mit eigenh. U. und eh. Korrekturen. O. O. u. D.
2 SS. auf 2 Bll. Folio (210:330 mm). Jedes Blatt aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). Mit einem einleitenden "Lobspruch" Walters von der Vogelweide auf die deutsche Erziehung ("tiutschiu zuht") aus der strophischen Dichtung "Ir sult sprechen willekomen": "Wir liegen heute rettungslos in den Ketten des Versailler Vertrages, und es gibt nach menschlichem Ermessen kein Mittel der Gewalt oder auch nur der Diplomatie, dieses Joch in absehbarer Zeit abzuschütteln. Und das wäre noch nicht einmal das Schlimmste: gefährlicher scheint mir die immer weiteren Kreisen unseres Volkes Platz greifende Gewöhnung an dieses Zustand [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Wolfgang Hofmann wurde als Schriftleiter der satirischen Wochenschrift "Kladderadatsch" für die Anthologie angefragt. Koslowsky 340.
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Hoinka, Georg, Militärgeistlicher (fl. 1920).
Eigenhändige Sentenz mit eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Oppeln, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Deutschland kann nicht zu Grunde gehen. Sein Name bedeutet die größte Kraft. Sein Name bedeutet die höchste Ehre. Sein Name bedeutet die ganze Welt. Sein Name bedeutet das Feuer, das vom Himmel fiel. Einst wird kommen ein Tag, da werden verschwinden die Müden und Entseelten [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Mit feinen Einschnitten im Formularteil. Koslowsky 49.
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Holleben, Franz von, Vizeadmiral (1863-1938).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
½ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Bismarck'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Nur Völker mit stark ausgeprägtem Nationalgefühl und Nationalstolz können parlamentarisch und demokratisch regiert werden. Das deutsche Volk ist vorläufig seiner ganzen Geschichte und seiner eigenbrödlerischen Eigenart nach noch nicht dafür geeignet [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. Koslowsky 66.
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Horn, Rudolf von, Militär (1866-1934).
Eigenhändige Sentenz mit U. Berlin, 11. VII. 1928.
1 S. Folio (218:287 mm). Aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Ein Volk, das seine stolze Vergangenheit vergißt, wird niemals eine große Zukunft haben. Dem Andenken an unsere gefallenen Söhne, Brüder und Kameraden sind wir es schuldig, uns unserer ruhmreichen Geschichte stets bewußt zu bleiben und unsere Jugend mit den Großtaten ihrer Väter vertraut zu machen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Rudolf von Horn trat nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Militärdienst vor allem als Präsident des Reichskriegerbundes "Kyffhäuser" in Erscheinung. Koslowsky 93.
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Hüpgens, Theodor, Journalist und Politiker (1886-1969).
Ms. Sentenz mit eigenh. U., eh. Korrekturen und ms. ausgefülltem Formularteil. Berlin, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit ms, Kopfzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft'" und ms. Formular für biograph. Daten (Kopie), aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Die Zerrissenheit des deutschen Volkes, unter der wir alle leiden und die immer wieder auch die grossherzigsten Pläne zerstört und alle geistigen Aufgaben im letzten Sinne unlöslich zu machen scheint, stammt aus der Zerklüftung unseres Bildungswesens. Jede Schicht, ja jeder Stand lebt in einer anderen geistigen Welt [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Der Zentrumspolitiker Theodor Hüpgens wurde als Generaldirektor des "Bühnenvolksbunds" für die Anthologie angefragt. Koslowsky 316.
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Jacquard, Joseph Marie Charles, weaver and early ‘computer programmer’ (1752-1834).
Handwritten receipt for rent, signed "J. C. Jacquard". Oullins, 19. V. 1823.
19 x 11 cm, docketed in a contemporary hand on verso. Also signed by a certain Madame Fleury. Jacquard spent his retirement in Oullins, just outside Lyon, where he died in 1834. "He played an important role in the development of the earliest programmable loom (the ‘Jacquard loom’), which in turn played an important role in the development of other programmable machines, such as computers" (Center for Computing History). Charles Babbage (1791-1871) would go on to adapt Jacquard’s programmable loom into his celebrated (but never completed) ‘Analytical Engine’, which ran on Jacquardian punch-cards. - The text reads: "Nous soussigniés avons recus de Monsieur Dombre la somme de Deux cents cinquante francs, pour le segond [sic] et dernier demi Terme, des Apartments que nous lui avons loués a Oullin, le tous conforme au Bail que nous avons passers Double a Lyon le 23 Septembre 1822" ("We the undersigned have received from Monsieur Dombre the sum of two hundred and fifty francs, for the second and last half-term, of the apartments which we rented to him in Oullin, all in accordance with the lease which we both signed in Lyon on 23 September 1822"). - Jacquard autographs are formidably rare in the trade. The only recorded specimen, a 2½ page manuscript by Jacquard about his loom, commanded $26,400 at Christie's in 2005.
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Kronfeld, Robert, Segelflugpionier (1904-1948).
Visitkarte mit U. O. O. u. D.
Visitkartenformat. Schönes Autogramm von Robert Kronfeld, der am 29. Mai 1929 als erster Mensch mehr als 100 km im Segelflug zurücklegte und mehrere Strecken- und Höhenrekorde aufstellte. Am 21. Juni 1931 überquerter er als erster Segelflieger den Ärmelkanal in beiden Richtungen. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft emigrierte Kronfeld 1933 nach England und nahm 1939 die britische Staatsbürgerschaft an. Im 2. Weltkrieg diente er in der Royal Air Force und erreichte den Rang eines Staffelführers. Am 12. Februar 1948 führte Kronfeld einen Probeflug mit dem Nurflügel-Gleiter General Aircraft GAL.56 durch. Das noch unausgereifte Fluggerät geriet bald nach dem Ausklinken ins Trudeln, überschlug sich und stürzte aus 5000 m Höhe nahe dem Ort Lasham in Südengland ab. Ein ebenfalls an Bord befindlicher Beobachter konnte sich mit einem Fallschirmsprung retten, Robert Kronfeld selbst kam bei dem Absturz ums Leben. - Auf der Versoseite der Visitkarte eines Heinrich Wallechners. Mit Spuren von alter Montage und Sammlervermerk in Blei. Der Name des Visitkartenbesitzers in blauer Tinte durchgestrichen.
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Marcheselli, Stefano, Jesuit (fl. 1773).
Manuskript mit eigenh. U. [Parma], 18. Jh.
(20) SS. auf 5 Doppelbl. Italienische Handschrift auf Papier. Kl.-Folio (ca. 205 x 296 mm). Lobgedicht auf Kardinal Scipione Borghese (1734-82), der sich als einer der engsten Mitarbeiter von Papst Clemens XIII. in den letzten Jahren seines Pontifikats vehement für die Jesuiten einsetzte. Diese Position änderte er jedoch schnell unter dem Pontifikat von Clemens XIV., der schließlich die Gesellschaft Jesu 1773 auflöste. Auf dem Umschlag wohl fälschlich Giuseppe Marcheselli zugeschrieben. - Beiliegend ein eh. Sonett mit U. desselben an Luigi Parisi in Ferrara, datiert Comacchio, 22. X. 1773 (1 S. auf Doppelblatt, 4to, mit eh Adresse verso). Auf dem Gegenblatt eine anonyme Notiz, die von einem Zusamentreffen mit Marcheselli am 13. Oktober 1773 in Comacchio berichtet und erklärt, dass das Sonett auf den heftigen Sturm, der zu diesem Zeitpunkt die Stadt heimsuchte, Bezug nehme: "Ai 13. di ottobre del 1773 fui in Comacchio, e mi venne à trovar due volte in casa il Signore Marcheselli. Non mi ci trovó mai; la terza volta ni incontró appena rescito di casa in compagnia di alcuni altri [...] in qual giorno era un vento terribile, che non si potea star fermo per istrada. Á ció allude il Sonetto del mentovato Signor Marcheselli, che si fermó pochi momenti á discorrer meco, ambedue soprafati dal vento, e dalla polvere inalzata". - Mit kleinen Einrissen durch Siegelöffnung.
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Marx, Karl, philosopher and economist (1818-1883).
Autograph letter signed ("Karl Marx"). [London], 41 Maitland Park Road, 28. VIII. 1878.
8vo (115 x 175 mm). Ink on paper. ½ p. Stored in custom-made red half morocco case. To "Mess. Longmans & Co", in English: "Sirs, The firm of Faesy and Frick (Vienna) have asked me to forward them through you 2 copies of my book 'Misere de la Philosophie'. Please to inform them that the edition is completely exhausted. I have myself in vain tried to get some copies second hand for a correspondent at St. Petersburgh. Yours obediently [...]". - Traces of a vertical and horizontal fold. Well preserved. Not in: Marx/Engels, Werke vol. 34 (Briefe Januar 1875 - Dezember 1880).
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Napoleon / Lapi, Pierre Joseph Christian / Marchand, Louis Joseph.
Proclamation of the Governor of Elba after the Departure of Bonaparte dated 27 February 1815. Proclama. Il Generale Lapi Governatore dell'Isola dell' Elba, Ciambellano di S. M. L'Imperatore Napoleone, Direttore dei Domini, e beni Particolare della Corona…. Publicato in Portoferraio li 27 febraio 1815. Portoferraio, Elba, 27. II. 1815.
3 items: 1) Single folio [29 x 20.7 cm] on laid paper, watermarked with a fleur-de-lis, with Italian text beginning: "Abitanti. Il Nostro Augustissimo Sovrano richiamato dalla Divina Providenza alla sua antica gloria, ha dovuto abbandonare la nostra Isola…". Docketed on verso by a contemporary English hand: "Proclamation of the Governor of Elba after the Departure of Bonaparte dated 27 February 1815". - 2) Bifolium [26 x 20 cm] on laid paper, watermarked with an unidentified two-letter monogram, with fair copies of the same Italian text repeated on each recto. - 3) Single folio notepaper [19 x 13 cm] on laid, unwatermarked paper, with 1.5 pp of English text, headed "Proclamation to the Soldiers of the 7th Military Division". With a handful of corrections. A remarkable assortment of contemporary manuscript ephemera relating to Napoleon's infamous escape from Elba on the night of 26 February 1815. Lapi, a medic by profession, had been secretly promoted to Brigadier General by Napoleon upon his departure. The present proclamation, dated the day after the escape, was probably intended to be copied and circulated in manuscript for the benefit of the inhabitants of Elba, and we have traced no record of its having been printed. - The text of Lapi's proclamation explains to the Elbans that he has been placed in charge of the island in Napoleon's stead, and exhorts them to keep order during the Emperor's absence. Marchand (1791-1876) was a 24-year-old devotee and valet-du-chambre of Napoleon, but issued his own proclamation as a 'Lieutenant General' - here rendered into slightly unidiomatic English by a contemporary hand. The text was meant to urge French soldiers to re-embrace their former leader: - "Soldiers, Bonaparte has landed on our coast, and advences [sic] into the interior of France. Let us Remember that he has disengaged us from our oaths, and that we have taken others to the king. You will be faithfull to Honour and to your Duty and this storm will be soon Dispersed. We will see then a beautifull Country be come Powerfull and happy. But if on the Contrary you suffer yourselves to be led by perfidious Councils every unhappiness will be thundred [sic] upon us. France will be again Invaded by Foreign armies, your Parents Pillaged, your villages ravaged, and our Enemies Divid among themselves our Country. Soldiers, you know your cheifs [sic], you know that they are incapable of conducting you otherwise than on the Road of Hoñor. Your cheifs [sic] have an entire confidence in you; Listen always to their vice [sic], and the Country will not be come a Prey to the Enemy. Signed the Lieutenant General Count Marchand". - The English docket inscription on Lapi's proclamation and the English translation of Marchand's proclamation strongly suggest that the present documents originated in the British commission resident on Elba, led by Colonel Neil Campbell.
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Padilla, Pedro de, Spanish military officer and statesman (d. 1599).
Document signed. Together with a printed decree. Milan, 6 March and 30 March 1595.
Folio. 2 pp. on bifolium with address and papered seal. Decree: large folio (ca. 430 x 540 mm) with printed coat of arms. Two documents from Padilla's short term in 1595 as acting Spanish Governor of Milan, substiting for Juan Fernández de Velasco, 5th Duke of Frías. The signed document concerns a new duty on salt shipments to Milan on the river Po imposed by the Duke of Mantua, Vincenzo I Gonzaga. Padilla approves the suggestion of the Milanese magistrate to send a legate to the Duke so as to "represent the damage to his Majesty" and negotiate the tax. - The printed decree announces an extensive privilege for the production, storage, acquisition, and sale of saltpeter in the Duchy granted to Ruggero Robecco and his representatives. - Pedro de Padilla was a general of John of Austria from 1569 to 1571, serving in the decisive Battle of Lepanto. From 1585 to 1589, Padilla served as Governor of Oran and Mazalquivir in Algeria. Following his brief assignment as acting Governor of Milan, Padilla returned to Granada, where he died in 1599. - Handwritten document co-signed by three Spanish officials and with parallel cuts typical for Spanish-Milanese documents. With browning to the margins and minor tears, several small holes partly affecting the text. - The printed decree shows traces of folds and two insignificant tears to the folds. The year 1595 and the word 'saltpeter' are noted in brown ink on the verso of the document.
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[Philip II, King of Spain (1527-1598)].
Eulogy for Philip II of Spain in an engraved frame. In Latin. N. p., 1599.
Large folio (ca. 428 x 291 mm). 1 p. Mounted on paper and modern cardboard, matted (565 x 411 mm). Beautiful calligraphy, apparently by two hands, of a eulogy for King Philip II of Spain, who had died at El Escorial near Madrid on 13 September 1598. Surprisingly, Philip's year of death is erroneously given as 1599 and his age as 72. The text focuses mostly on Spanish military achievements during Philip's reign, such as the Battle of St. Quentin against the French, which led to the Peace of Cateau-Cambrésis in 1559, successes in the Ottoman-Habsburg wars, the infamous Sack of Antwerp in 1576, which ultimately fueled the Dutch Revolt, and Philip's ascension to the Portuguese throne following the Battle of Alcântara (1580). His most important generals, the Duke of Alba and John of Austria, are personally mentioned. The bellicose theme of the eulogy is mirrored in the high-quality copper engraving of military trophies that frames the text. - Minimal foxing.
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[Pius VI., Papst (d. i. Giovanni Angelo Graf Braschi, 1717-1799)].
Päpstliches Breve. Rom, 7. XI. 1775.
Lateinische Handschrift auf Pergament. 1 S. Qu.-folio (ca. 175:415 mm). Mit Adresse verso. Erteilt Franz Xaver Dosch in Regensburg 13 Monate vor dem vorgeschriebenen Alter die Priesterweihe: "Tecum ut si, et quando tredecim menses tantum tibi de aetate ad id a sacro concilio Tridentino requisita defecerint, defectu huiusmodi non obstante, si nullum aliud canonicum tibi obstet impedimentum, et dummodo tu ad id reperiaris idoneus, servatisque alias servandis, ad dictum sacrum Presbiteratus Ordinem promoveri, et promotus in illo etiam in Altaris ministerio ministrare libere et licite valeas, auctoritate Apostolica tenore praesentium dispensamus [...]". - Mit der Unterschrift des Kardinals de Comitibus. Etwas wasserfleckig.
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Sonthonax, Léger-Félicité, abolitionist Governor of Saint-Domingue (1763-1813).
Autograph letter signed. Au Cap (Haiti), "le 24 Nivoise, l'an 5" [i.e., 14 Jan. 1796].
4to (225 x 190 mm). A bifolium on printed letterhead of the Revolutionary government in Saint-Domingue (Haiti), signed "salut et fraternité". Address and remains of red seal on verso of second leaf. In 1792 Sonthonax had been dispatched to Saint-Domingue to quell the slave rebellion, but due to his abolitionist ideas he became deeply unpopular with the white plantation owners. The 'grands blancs' of the island turned against him and invited the British to invade, hoping for the restoration of slavery. The present letter was written while Sonthonax was directing the defence of Le Cap Français, the northern port home to a large population of free black citizens: "Au directeur de l'Artillerie au Cap. Je vous renvoye, Citoyen, une demande qu'a addressee à la Commission le Commandant de Bombarde. Je vous invite à pèser l'utilité de l'objet de cette demande et à donner ensuite tels ordres que vous paraitront convenables. Vous voudrez bien m'accuser reception de cette Lettre et de la pièce qui y est Jointe. Salut et fraternité, Sonthonax". - Sonthonax was a prominent French abolitionist and became the first French legislator to outlaw slavery, promulgating a decree on 29 August 1793 to free slaves in the northern province of Saint-Domingue (modern-day Haiti). The Revolutionary Convention in Paris would subsequently pass a broader abolition of slavery in all French colonies on 4 February 1794.
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Ungarelli, Luigi Maria, Italian egyptologist and Barnabite (1779-1845).
Autograph manuscript signed. N. p., [1823].
4to. Latin manuscript on paper. 1½ pp. Beautiful manuscript of Ungarelli's extensive obituary for his fellow Barnabite Antonio Maria Grandio (1761-1822), published with slight departures in the "Effemeridi letterarie di Roma" (1823), pp. 266f. - Luigi Maria Ungarelli was a student of Ippolito Rosellini, the first Italian disciple of Jean-François Champollion and a participant in Champollion's Egyptian expedition of 1828-29. From 1839 Ungarelli was the first curator of the newly-founded Gregorian Egyptian Museum, today a part of the Vatican Museum. - Insignificant foxing; well preserved.
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Heine, Anselma, Schriftstellerin (1855-1930).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
½ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Was ist 'Zukunft'? Ein Endziel? Und wann ist 'Zukunft'? Morgen? Übermorgen? In hundert Jahren? Zukunft ist ein, immer wieder neuer, Übergang. Zukunft ist die ermutigende Fata morgana in der Wüste [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Anselma Heine lebte nach ersten schriftstellerischen Erfolgen als freie Autorin und Journalistin. Sie verkehrte in Berliner Künstler- und Literatenkreisen und unternahm zahlreiche Reisen innerhalb Europas. In den 1920ern veröffentlichte sie mehr als zehn Werke, darunter "Die Erscheinung" (Berlin 1927). - Mit leichtem Tintenabklatsch. Koslowsky 220.
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Heller, Leo, Schriftsteller (1876-1941).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Berlin, 9. VI. 1928.
¾ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Deutschlands Zukunft wird sich erst dann entscheiden, bis sich das deutsche Volk wieder gefunden haben wird ... der Finderlohn ist neue Kraft und Größe [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Leo Heller verfasste in den 1920er Jahren zahlreiche Werke, darunter sein bekanntester Titel "Aus Pennen und Kaschemmen: Lieder aus dem Norden Berlins" (Berlin 1921), außerdem eine Reihe von Studien zum Berliner Verbrechermilieu in Zusammenarbeit mit dem Kriminalkommissar Ernst Engelbrecht. Heller war ständiger Mitarbeiter im Kabarett "Die Wespen" und der "Wilden Bühne" unter der Leitung von Trude Hesterberg, der er auch die Nachlassverwaltung übertrug. - Leicht fingerfleckig. Koslowsky 90.
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