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‎Lobmeyr, Ludwig, österr. Industrieller (1829-1917)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎Wien, 27. II. 1915. 1 S., 4°.‎

‎Mit gedrucktem Briefkopf ?Wiener Zweigverein der Deutschen Schiller-Stiftung?. - Der Kunstfabrikant u. Glaswarenerzeuger übernahm 1855 mit seinem Bruder Josef die väterliche Firma (gegründet 1823). Josef wurde kaufmännischer Leiter, Ludwig übernahm die künstlerische Gestaltung. Lobmeyr verbesserte das farbige Kristallglas und versah es mit kunstvollem Verzierungs- und Figurenschliff. Seine Vasen, Schalen, Lampen usw. wurden auf zahlreichen Weltausstellungen präsentiert und trugen wesentlich zur Reform der Glaskunst und zum Weltruf der Wiener Geschmackskultur bei. Lobmeyr wurde als erster bürgerlicher Industrieller in das Herrenhaus berufen. - Kl. Randeinrisse u. Knickspuren.‎

Référence libraire : 41936

‎Löwenstein-Wertheim-Rosenberg, Karl Heinrich zu, Politiker (1834-1921)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎, 23. VII. 1857. 7 S., 8°.‎

‎Fürst Karl Heinrich Ernst Franz zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg war Reichstagsabgeordneter und langjähriger Präsident des ?Kommissariats der Deutschen Katholikentage?; als Witwer wurde er Dominikaner und lebte unter Verzicht aller Titel bzw. Ämter im Kloster. - Der Empfänger des auf Französisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 41929

‎Lubienski, Eduard (Edward) Graf, poln. Schriftsteller u. kath. konservativer Aktivist (1819-1867)‎

‎3 eigenh. Briefe m. Unterschrift.‎

‎Karlsbad, Rom u. Wien, 1859-1867. Zus. 5 S., 4°.‎

‎Lubienski ist u.a. Verfasser von ?Das Concordat in Oesterreich? (1868). - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 41965

‎Meglia, Pier Francesco, ital. Kardinal (1810-1883)‎

‎2 eigenh. Briefe m. Unterschrift.‎

‎Paris, 1857-1858. Zus. 2 S., 8°.‎

‎Meglia war Erzbischof von Damaskus sowie apostolischer Nuntius in Mexiko, Deutschland u. Frankreich. - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 41955

‎Morlot, Francois Nicolas Madeleine, franz. Kardinal u. Erzbischof von Paris (1795-1862)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎, 12. VII. 1861. 1 S., 8°.‎

‎?Er erhielt seine Ausbildung im Kolleg seiner Heimatstadt Langres und im Grand Séminaire von Dijon. Am 27. Mai 1820 wurde er dort zum Priester geweiht. Über den Weg als Generalvikar kam er ins dortige Domkapitel. Am 10. März 1839 wurde er vom französischen König Louis-Philippe zum Bischof von Orléans ernannt und am 18. August desselben Jahres fand die Weihe durch den Bischof von Nancy Charles-Auguste-Marie-Joseph Forbin-Janson in Paris statt. 1842 wurde er Erzbischof von Tours. Am 7. März 1853 wurde er vom Papst zum Kardinal ernannt. Als Titelkirche erhielt er die Basilika der Santi Nereo e Achilleo in Rom zugewiesen. Nach der Ermordung des Pariser Erzbischofs Sibour wurde er am 24. Januar 1857 zu dessen Nachfolger bestimmt. Die Amtseinführung erfolgte im März/April desselben Jahres. Nach seinem Tod im Jahr 1862 wurde er in der Kathedrale Notre Dame de Paris begraben? (Wikipedia). - Der Empfänger des auf Französisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag. - Knickspuren.‎

Référence libraire : 41962

‎Nabl, Franz, österr. Schriftsteller (1883-1974)‎

‎Eigenh. Postkarte m. Unterschrift.‎

‎St. Georgen ob Murau, 1. VII. 1951. 1 S., Kl.-8°.‎

‎An den österr. Schriftsteller Ernst Hammer (1924-1990). - ?[...] Darf ich Sie auch mit einer Bitte belästigen? Wenn Sie ihr Weg in die Stempfergasse führt, machen Sie einen Sprung zu Frl. Schantl und ersuchen Sie sie, mir ein Exemplar der ?Lebenswanderung? hierher schicken zu lassen [...]?. - Leichte Knickspuren.‎

Référence libraire : 41922

‎Rignon, Fulgence, franz. Schriftsteller‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎Paris, 4. IV. 1861. 1 S., 8°.‎

‎Rignon war u.a. ?Commissaire Général? der franz. theologischen Zeitschrift ?Terre Sainte?. - Der Empfänger des auf Französisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 41964

‎Scherr, Gregor von, dt. Abt des Benediktinerklosters Metten u. Erzbischof von München u. Freising (1804-1877)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎München, 28. X. 1860. 1 S., 4°.‎

‎?Leonhard Andreas [so der Taufname] Scherr war der Sohn des Gastwirts Wolfgang Scherr und seiner Frau Barbara geb. Pößl. Er studierte Philosophie und Theologie an der Universität Landshut und am Lyzeum in Regensburg und war Mitglied des Corps Palatia München. Er wurde 1829 zum Priester geweiht. 1833 legte er in Metten seine Profess als Benediktinermönch ab und erhielt den Ordensnamen Gregor. 1840 wurde er zum ersten Abt des 1830 wiedererrichteten Klosters Metten berufen. 1856 wurde der als gemäßigt geltende Abt Gregor Scherr als Nachfolger für den nach Rom abberufenen ultramontanen Karl August Graf von Reisach zum Erzbischof von München und Freising ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm am 3. August 1856 Antonino Saverio De Luca. 1860 wurde er mit Verleihung des Ritterkreuzes des Verdienstordens der Bayerischen Krone in den bayerischen persönlichen Ritterstand erhoben. Scherr nahm 1869/70 am 1. Vatikanischen Konzil teil, wo er erfolglos gegen die Dogmatisierung der päpstlichen Unfehlbarkeit kämpfte. Seine letzten Amtsjahre waren von den Auseinandersetzungen um die Entstehung der Altkatholiken und vom Kulturkampf überschattet. Vergeblich bemühte er sich darum, den Münchner Kirchengeschichtler Ignaz von Döllinger und dessen Schüler Johann Friedrich zum Einlenken zu bewegen? (Wikipedia). - Der Empfänger des auf Deutsch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 41961

‎Schmid von Baar, Karl Josef (Heinrich IV. Schmid von Baar), schweiz. Geistlicher (1801-1874)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎Einsiedeln, 19. I. 1860. 1 S., 4°.‎

‎Schmid von Baar besuchte das ?Gymnasium in Zug und Einsiedeln. 1819 Eintritt ins Noviziat in Einsiedeln, 1820 Profess, 1824 Priesterweihe. Lehrer an der Stiftsschule, 1833 Stiftsarchivar, 1839 Statthalter, 1846 Abt. S. setzte sich für das Bauwesen, die Forstwirtschaft und die Pferdezucht sowie für eine moderne Geschäftsführung ein. Nach dem Sonderbundskrieg wurde das Kloster mit der Hälfte der Staatsschulden des Kt. Schwyz belastet, weshalb S. 1849 die Herrschaft Gachnang verkaufte. 1852 verlor das Kloster die Residenz Bellinzona. Als die Jesuitenschulen verboten wurden, baute S. die Stiftsschule aus. Unter seiner Amtszeit erlebte das Kloster eine Blüte mit 80 Neueintritten. Klosterfeindl. Tendenzen in der Schweiz führten 1854 zur Gründung des Priorats St. Meinrad (ab 1870 Abtei) in Indiana. Der Aufschwung der Wallfahrt, die mit dem Millenarium 1861 einen Höhepunkt erfuhr, brachte S. und Einsiedeln europaweite Beachtung. S. war ab 1846 Präses der Schweiz. Benediktinerkongregation und nahm in dieser Funktion 1869-70 am 1. Vatikan. Konzil teil? (Hist. Lexikon der Schweiz). - Der Empfänger des auf Deutsch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 41960

‎Schwayer, Adolf, österr. Schriftsteller (1858-1922)‎

‎Eigenh. Briefkarte m. Unterschrift.‎

‎Losenstein, 3. VII. 1918. 2 S., Qu.-Kl.-8°.‎

‎?An den Verband deutscher Schriftsteller Österreichs?. - Adolf Schwayer war anfangs als Lehrer, später als Beamter und zuletzt als Bahnrat der österreichischen Eisenbahnen beschäftigt; daneben veröffentlichte er Dramen und Erzählungen.‎

Référence libraire : 41939

‎Wilder, Thornton, amerik. Schriftsteller (1897-1975)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎New Haven, 29. IX. 1939. 2 S. auf Briefpapier mit gedrucktem Briefkopf, 8°.‎

‎An den österr. Schriftsteller Ernst Waldinger (1896-1970), der nach dem Anschluss 1938 vor den Nationalsozialisten nach New York floh. - ?[...] I am surprised that the Southwest Review editors should be behaving so inconsiderately in regard to your article. If, after a month, you have still received no answer from them, do not hesitate to write again, respectfully asking for the return of your article. I am coming to New York next Wednesday, Oct. 4th. Would it be possible for you to meet me [...], so that we can have a talk [...]?. - Gefaltet. Min. Knickspuren.‎

Référence libraire : 41921

‎Wrany, Eugen, österr. Schriftsteller (geb. 1854)‎

‎Eigenh. Gedicht m. Unterschrift.‎

‎Ohne Ort, o. J. (um 1920). 2 S. auf Doppelblatt, 8°.‎

‎?Eriken. Herbstbild? (28 Zeilen).‎

Référence libraire : 41945

‎Champagny, Franz de (eig. Francois Joseph Marie Thérèse Nompère de Champagny, Marquis de Cadore), franz. Historiker u. Publizist (1804-1882)‎

‎2 eigenh. Briefe m. Unterschrift.‎

‎Paris, 1858. Zus. 5 S., 8°.‎

‎Champagny war der dritte Sohn von Jean-Baptiste Nompère de Champagny und Mitarbeiter am ?Ami de la religion? und am ?Correspondant?. Champagny gehörte mit zu den Gründern der ?Revue contemporaine? und wurde 1869 zum Mitglied der Académie francaise gewählt. - Champagny, dessen Patenonkel Kaiser Franz I. von Österreich war, schrieb zahlr. historische Bücher über Rom und das frühe Christentum. - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 41994

‎Cuculla, Francesco, Bischof von Santorini u. Erzbischof von Naxos (1787-1864)‎

‎Brief m. eigenh. Unterschrift.‎

‎Naxos, 7. VIII. 1855. 1 S. auf Doppelblatt, 4°.‎

‎Francesco Cuculla war Bischof von Santorini u. Erzbischof von Naxos (beides in Griechenland), wo er auch am 24. März 1864 verstarb. - Der Empfänger des auf Italienisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42009

‎Damas, Amédée Jean Marie Paul Père de, franz. Jesuit u. Schriftsteller (1821-1903)‎

‎10 eigenh. Briefe m. Unterschrift.‎

‎Paris u.a., 1862-1868. Zus. 35 S., Kl.-8°. u. 8°.‎

‎Damas war Militärkaplan während des Krim-Krieges im Jahre 1856 (u.a. bei der Belagerung von Sewastopol) und war danach im Orient (u.a. Syrien) tätig. Er verfasste zahlr. Schriften, darunter ?Souvenirs religieux et militaires de la Crimée? (1857); ?En Orient. Voyage à Jérusalem? (1864); ?Souvenirs de guerre et de captivité? (1874); ?Voyages en Orient : La Judée? (1882) u.a. 1908 erschien eine Biographie von J. Burnichon, ?Un jésuite, Amédée de Damas?. - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 41998

‎De Luca, Antonino Saverio (Antonius Xaverius), ital. Kardinal und Bischof (1805-1883)‎

‎Schreiben m. eigenh. Unterschrift.‎

‎, 1857. 4 S., 4°.‎

‎Briefkopf mit gest. Wappen; weiters mit Prägestempel sowie zwei Zusätzen. - ?Nach Studien am Collegio Capizzi in Bronte und an den Priesterseminaren von Monreale und Neapel kam De Luca 1829 nach Rom, wo er von 1833 bis 1836 Privatsekretär des Kardinals Thomas Weld war. Er wurde am 10. Februar 1839 im Alter von 33 Jahren in Rom zum Priester geweiht. Am 24. November 1845 wurde er zum Bischof von Aversa ernannt und zwei Monate später zum Bischof geweiht. Am 22. Dezember 1853 wurde er als Titularerzbischof von Tarsus eingesetzt. Pius IX. bestellte ihn am 24. Dezember 1853 zum Päpstlichen Nuntius in München und am 9. September 1856 wurde er Apostolischer Nuntius am Kaiserhof in Wien. Am 16. März 1863 im Alter von 57 Jahren wurde De Luca zum Kardinalpriester von Santi Quattro Coronati ernannt. Von 1864 bis 1878 war er Präfekt der Indexkongregation. Von 1873 bis 1874 war er Kämmerer des Kardinalskollegiums. 1878 wurde er zum Kardinalbischof von Palestrina und zum Vizekanzler der Heiligen Römischen Kirche ernannt und erhielt den titulus San Lorenzo in Damaso in commendam. Er hat am Ersten Vatikanischen Konzil und am Konklave zur Wahl Leos XIII. teilgenommen. De Luca starb 1883 im Alter von 78 Jahren in Rom? (Wikipedia). - Der Empfänger des auf Lateinisch abgefassten Schreibens ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand.‎

Référence libraire : 42008

‎Du Lac et d?Aure, Jean-Melchior, franz. kathol. Journalist (1806-1872)‎

‎13 eigenh. Briefe m. Unterschrift.‎

‎Paris, 1865-1871. Zus. 31 S., 8°.‎

‎Du Lac war u.a. Redakteur der Zeitschriften ?L?Univers? u. ?Le Monde?, auf deren Briefpapier die Briefe auch abgefasst sind. Zu du Lac vgl. ausführlich: ?Un journaliste catholique. Melchior Du Lac? von Grégoire Celier. - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42001

‎Etienne de Djunkovskij, Graf Paul Marie, erster Leiter der kathol. Nordpolmission (1821-1870)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎Lappland, 23. VII. 1857. 2 S. auf Doppelblatt, 4°.‎

‎Mit gedrucktem Briefkopf ?Praefectura Apostolica Poli Arctici?. - ?Die Nordpolmission (Praefectura Apostolica Poli Arctici) war eine katholische Apostolische Präfektur, die im Jahr 1855 zum Ziel der Missionsarbeit errichtet wurde. Diese sollte vor allen Dingen in Gebieten nördlich des Polarkreises erfolgen, aber auch andere Gebiete wurden hinzugenommen [...]. Die Errichtung der Präfektur wurde am 8. Dezember 1855 von der Congregatio de Propaganda Fide [...] vorgenommen. Ihr erster Leiter war der in St. Petersburg geborene Graf Paul Marie Etienne de Djunkovskij (1821?1870) von 1855 bis 1861. Nach dem Rücktritt Djunkovskijs wurde sein Vize-Präfekt, der französische katholische Priester Bernard Bernard (1821?1895), am 20. April 1862 zum Apostolischen Präfekten für die Nordpolmission ernannt [...]? (Wikipedia). - Der Empfänger des auf Französisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42017

‎Guérin, Louis-François, franz. Schriftsteller u. Journalist (1814-1872)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎Orleans, 20. XI. 1857. 1 S., 8°.‎

‎Guérin, Verfasser zahlr. religiöser Werke, war u.a. auch Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift ?Le memorial catholique?, auf deren Briefpapier der vorliegende Brief abgefasst ist. - Der Empfänger des auf Französisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42014

‎Lavigerie, Charles Martial, franz. Kardinal u. Ordensgründer (1825-1892)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎Paris, 1858. 3 S., 8°.‎

‎Mit gedrucktem Briefkopf ?Oeuvre des Écoles d?Orient?. - ?Charles Martial Allemand Lavigerie wurde am 2. Juni 1849 zum Priester geweiht. Er wurde 1854 Professor für Kirchengeschichte an der Sorbonne in Paris und 1861 Auditor bei der Rota Romana. 1863 wurde er zum Bischof von Nancy ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm am 22. März 1863 Clément Kardinal Villecourt. Bereits 1867 wurde er Erzbischof von Algier. 1868 gründete er die Weißen Väter und 1869 die Weißen Schwestern als Missionsgesellschaften für Afrika. 1872 weihte er die Basilika Unserer Lieben Frau von Afrika in Algier. Im Konsistorium vom 27. März 1882 wurde er durch Papst Leo XIII. als Kardinalpriester mit der Titelkirche Sant?Agnese fuori le mura in das Kardinalskollegium aufgenommen. 1884 wurde er außerdem Erzbischof von Karthago und Primas von Afrika? (Wikipedia). - Der Empfänger des auf Französisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 41997

‎Maniel, Vincent Joseph Jacques, Generaldirektor der k. k. österr. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft (1813-1871)‎

‎5 eigenh. Briefe m. Unterschrift.‎

‎Wien, Paris u. Bad Ischl, 1858-1869. Zus. 9 S., Kl.-8° u. 8°.‎

‎Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42003

‎Maniel, Vincent Joseph Jacques, Generaldirektor der k. k. österr. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft (1813-1871)‎

‎Gedruckte, handschriftl. ausgefüllte Einladung m. eigenh. Unterschrift.‎

‎Wien, 16. VII. 1858. 2 S. auf Doppelblatt, 4°.‎

‎?Am 18. Juli l. J. wird aus Anlaß der Eröffnung der Eisenbahn-Strecke von Temesvar nach Basiasch [Bazias] ein Personen-Zug zwischen diesen beiden Stationen verkehren [...]. Es folgt eine kurze Erläuterung zum Ablauf der Feierlichkeiten. - Der Empfänger der Einladung ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand.‎

Référence libraire : 42004

‎Martini, Anton Stephan Ritter von, österr. Vizeadmiral, Feldzeugmeister u. Diplomat (1792-1861)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎Ohne Ort, o. J. (1860). 2 S., 8°.‎

‎?[...] Im Folgejahr wurde er, ohne vorher jemals im Seedienst gewesen zu sein, zum Vizeadmiral und Oberkommandierenden der Marine befördert, gleichzeitig wurde er zum Geheimen Rat ernannt. Schon Ende März 1847 später geriet er in Unruhen in Venedig, bei denen er selbst gefangen genommen und Oberst Marinovich ermordet wurde. Am 25. Juli endete seine Haft und wenig später stellte er ein Gesuch auf erneute Übernahme in die Landarmee. Im Februar 1849 übergab er das Marine-Oberkommando an den Zivil- und Militärgouverneur von Triest und ging selbst in das Lager Olmütz. Von dort wurde er als Diplomat an den Hof in Neapel gesandt, wo er am 22. März 1849 in Gaeta König Ferdinand seine Beglaubigung überreichte. Bis 1860 blieb er dort als kaiserlicher Gesandter und bat dann aus gesundheitlichen Gründen um seinen Abschied. Aus diesem Anlass wurde er zum Feldzeugmeister befördert und mit dem Großkreuz des Leopold-Ordens ausgezeichnet? (Wikipedia). - Der Empfänger des auf Französisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42007

‎Montléart-Sachsen-Curland (geb. Fitzgerald), Wilhelmine Fürstin von, adelige Wohltäterin (1820-1895)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎, 29. VI. 1858. 2 S., 8°.‎

‎Die in Dublin geborene Wohltäterin ?lebte im Haus ihrer Erzieherin Pauline von Metternich [...]. 1855 heiratete Wilhelmine Fürst Moritz von Montléart-Sachsen-Curland [...]. 1822 war Graf Montléart in den erblichen österreichischen Fürstenstand erhoben worden und hatte 1824 sehr umfangreichen Grundbesitz auf dem Gallitzinberg im heutigen 16. Wiener Gemeindebezirk, Ottakring [...]. Ein Jahr nach dem Tod seines Vaters schenkte Moritz 1866 seiner Gattin Schloss und Umgebung auf dem Gallitzinberg und ließ, da die Gemeinde Ottakring die offizielle Umbenennung abgelehnt hatte, das Areal mit Schildern Wilhelminenberg versehen, einem Namen, der bis heute für Berg und Schloss in Gebrauch ist; der Gallitzinberg wurde allerdings offiziell bis heute nicht umbenannt [...]. 1888 widmete sie der Gemeinde Ottakring aus Anlass des 40-Jahre-Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. 150.000 Gulden [...] zum Bau eines Spitals. Es wurde 1891 eröffnet und ihr zu Ehren Wilhelminenspital genannt [...]. Zur Erinnerung an die Fürstin wurden neben dem Wilhelminenberg und dem nach ihm benannten Schloss Wilhelminenberg 1872 die Wilhelminenstraße (in den heutigen Bezirken Ottakring und Hernals), 1889 die Montleartstraße (in den heutigen Bezirken Ottakring und Penzing), 1891 das Wilhelminenspital in Ottakring und 1892 die Curlandgasse im nunmehrigen 17. Wiener Gemeindebezirk, Hernals, benannt [...]? ((Wikipedia). - Der Empfänger des auf Französisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42015

‎Paumgarten, Marie von, österr. Adelige (1824-1889)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎Pressburg, 29. X. o. J. (um 1870). 3 S., 8°.‎

‎Der Empfänger des auf Französisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42011

‎Schmude, Theodor, Jesuit u. Schriftsteller (1823-1889)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎Posen, 28. III. 1862. 1 S. auf Doppelblatt, 4°.‎

‎Der Empfänger des auf Lateinisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42012

‎Spiegelfeld, Franz Xaver von, österr. Beamter u. Politiker (1802?1885)‎

‎Brief m. eigenh. Unterschrift.‎

‎Innsbruck, 6. IV. 1859. 1 S. auf Doppelblatt m. papiergedecktem Siegel.‎

‎Der Empfänger wird eingeladen, den Trauungsgottesdienst für Kaiserin Maria Ludovica ?am 7. April um 10 Uhr Vormittag in der St. Jakobs Stadtpfarrkirche abzuhalten?. - Der Empfänger des auf Deutsch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42010

‎Wigley, George J., engl. Architekt u. Journalist (gest. 1866)‎

‎3 eigenh. Briefe m. Unterschrift.‎

‎London, 1864. Zus. 11 S., 8°. u. 4°.‎

‎?By profession he was an architect, but subsequently devoted himself to journalism in Paris. He was one of the band of laymen who surrounded Frederick Ozanam and who founded with him the Society of St. Vincent de Paul. At Ozanam's suggestion he wrote some letters to The Tablet describing the aims and the work of the new Society. Frederick Lucas, editor of The Tablet, then wrote some articles on the same subject and in January, 1844, the English branch was formed, Wigley, who was by then living in London, becoming one of the original thirteen members. In or about 1860 Wigley took a leading part in forming both in England and in France the Peterspence Association for assisting the Pope. Shortly after, Pius IX bestowed on him the Cross of St. Gregory the Great. He met his death in attending one of the St. Vincent de Paul cases in Rome, a Protestant English sailor. Wigley nursed him, and had him received into the Catholic Church on his death-bed. Then falling ill himself, he went to the hospital of the Brothers of St. John of God, where he died on 20 January 1866? (Wikipedia). - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42013

‎Braun, Felix, österr. Schriftsteller (1885-1973)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎Wien, 17. XII. 1952. 3 S., 8°.‎

‎Felix Braun studierte Germanistik und Kunstgeschichte an der Univ. Wien und wurde 1908 promoviert. Nach kurzer Zeit als Chefredakteur der "Nationalzeitung" in Berlin ging er als freier Schriftsteller nach Wien, wo er u.a. mit Hugo von Hofmannsthal befreundet war. 1928-37 lehrte er als Dozent für deutsche Literatur in Palermo, 1937/38 in Padua und emigrierte 1939 nach Großbritannien, wo er in der Erwachsenenbildung tätig war. Seit 1951 wieder in Wien ansässig, wurde er Dozent für Kunstgeschichte, Theater und dramatische Kunst am Reinhardt-Seminar und an der Akademie der Angewandten Künste. Braun schrieb u.a. klassizistische Versdramen und Romane. Er war Mitglied des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller (S.D.S.) und des P.E.N.‎

Référence libraire : 42198

‎Braun, Felix, österr. Schriftsteller (1885-1973)‎

‎Eigenh. Briefkarte m. Unterschrift.‎

‎Wien, 25. XII. 1959. 2 S., Qu.-Kl.-8°.‎

‎Felix Braun studierte Germanistik und Kunstgeschichte an der Univ. Wien und wurde 1908 promoviert. Nach kurzer Zeit als Chefredakteur der "Nationalzeitung" in Berlin ging er als freier Schriftsteller nach Wien, wo er u.a. mit Hugo von Hofmannsthal befreundet war. 1928-37 lehrte er als Dozent für deutsche Literatur in Palermo, 1937/38 in Padua und emigrierte 1939 nach Großbritannien, wo er in der Erwachsenenbildung tätig war. Seit 1951 wieder in Wien ansässig, wurde er Dozent für Kunstgeschichte, Theater und dramatische Kunst am Reinhardt-Seminar und an der Akademie der Angewandten Künste. Braun schrieb u.a. klassizistische Versdramen und Romane. Er war Mitglied des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller (S.D.S.) und des P.E.N.‎

Référence libraire : 42196

‎Braun, Felix, österr. Schriftsteller (1885-1973)‎

‎Eigenh. Briefkarte m. Unterschrift.‎

‎Wien, 28. XII. 1960. 1 S., Qu.-Kl.-8°.‎

‎Felix Braun studierte Germanistik und Kunstgeschichte an der Univ. Wien und wurde 1908 promoviert. Nach kurzer Zeit als Chefredakteur der "Nationalzeitung" in Berlin ging er als freier Schriftsteller nach Wien, wo er u.a. mit Hugo von Hofmannsthal befreundet war. 1928-37 lehrte er als Dozent für deutsche Literatur in Palermo, 1937/38 in Padua und emigrierte 1939 nach Großbritannien, wo er in der Erwachsenenbildung tätig war. Seit 1951 wieder in Wien ansässig, wurde er Dozent für Kunstgeschichte, Theater und dramatische Kunst am Reinhardt-Seminar und an der Akademie der Angewandten Künste. Braun schrieb u.a. klassizistische Versdramen und Romane. Er war Mitglied des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller (S.D.S.) und des P.E.N.‎

Référence libraire : 42197

‎Bruun, Laurids, dän. Schriftsteller (1864-1935)‎

‎Eigenh. Manuskriptseite u. eigenh. Kuvert.‎

‎Kopenhagen, 1928. 1 S., 4° (Manuskript).‎

‎Laurids Bruun arbeitete als Einkäufer in Batavia (Jakarta) für das Handelshaus seines Onkels. Europäische Bekanntheit, auch in deutscher Übersetzung, erlangte er durch seine Robinsonaden, Liebes- und Südseegeschichten, die aus eigener Erfahrung resultieren. Er unternahm in den 1890er Jahren einige Studienreisen durch Europa, Kleinasien, Südostasien und in die Südsee. - Beiliegend ein masch. Brief des J. Engelhorns Nachf. Verlag in Stuttgart: ?Sehr geehrter Herr Steurer! Wie wir von früher wissen, sind Sie eifriger Autographensammler. Wir können Ihnen nun zu unserem Vergnügen anbei zwei Autographen von Laurids Bruun übersenden: einen an uns gerichteten Briefumschlag und eine ganze Manuskriptseite in Dänisch. Gerade die letztere ist für Bruun außerordentlich charakteristisch [...]?. - Manuskriptblatt m. Knickspuren.‎

Référence libraire : 42192

‎Fransoni, Luigi, ital. Erzbischof von Turin (1789-1862)‎

‎4 eigenh. Briefe m. Unterschrift.‎

‎Turin u. Lyon, 1850-1857. Zus. 9 S., 8° u. Gr.-8°.‎

‎Luigi Fransoni wurde 1820 Bischof von Fossano und war seit 1830 Erzbischof von Turin. 1850 trat er den kirchenfeindlichen Neuerungen der sardin. Regierung entgegen und lebt seitdem als Verbannter meistens in Frankreich. - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag. - Beiliegend ein eigenh. Briefentwurf Mislins (2 S., 8°).‎

Référence libraire : 42187

‎Gruscha, Anton Josef Kardinal, österr. Erzbischof von Wien (1820-1911)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎Wien, 8. XI. 1856. 2 S. auf Doppelblatt, 4°.‎

‎?Nachdem der Sohn eines Handwerkers erfolgreich die Matura (Abitur) abgelegt hatte, studierte Gruscha an der Universität Wien Katholische Theologie. Dort wurde er mit 23 Jahren 1843 zum Priester geweiht. Als solcher war er einige Jahre in der Seelsorge tätig. Während dieser Zeit absolvierte er sein Promotionsstudium und schloss es 1849 mit dem Titel Dr. theol. ab. Seit 1848 war Gruscha auch der Wortführer einer christlichen Volksbewegung in Wien. Vehement setzte er sich für eine freie Kirche ein und gründete zusammen mit Adolph Kolping deshalb ab 1852 mehrere katholische Gesellen- und Meistervereine. 1851 wurde Gruscha als Professor ans Theresianum berufen. Bis 1856 hatte er diese Stelle inne. Im Dezember 1855 wurde er zum Prediger am Dom St. Stephan ernannt. Als solcher lehrte er gleichzeitig auch Pastoraltheologie an der Universität Wien. 1871 wählte das Domkapitel Gruscha zu ihrem Mitglied. Weitere Stufen der Karriere war 1878 die Ernennung zum Militärbischof und zum Titularbischof von Carrhae. Die Bischofsweihe spendete ihm am 28. April 1878 der Wiener Erzbischof Johann Rudolf Kutschker. 1890 wurde er zum Erzbischof von Wien berufen, nachdem ihm dieses Amt bereits im Jahre 1881 nach dem Tod Kardinal Kutschkers angeboten worden war. Im Konsistorium am 1. Juni 1891 wurde er von Papst Leo XIII. als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santa Maria degli Angeli in das Kardinalskollegium aufgenommen. Gleichzeitig verlieh Kaiser Franz-Joseph ihm auch das Großkreuz des Leopold-Ordens. Ebenso wurde er Prälat des Ordens. Als Mitglied des österreichischen Herrenhauses votierte Gruscha immer gegen den Liberalismus; vor allem aber gegen das Staatskirchentum. In den letzten Lebensjahren war er fast blind und taub. Ab 1905 unterstützte ihn sein Generalvikar Godfried Marschall und ab 1910 der zum Koadjutorerzbischof ernannte Franz Xaver Nagl. Im Alter von 90 Jahren starb Kardinal Anton Joseph Gruscha am 5. August 1911 auf Schloss Kranichberg bei Kirchberg am Wechsel in Niederösterreich. Seit 1912 erinnert der Gruschaplatz im 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing an Anton Gruscha? (Wikipedia). - Der Empfänger des auf Deutsch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42203

‎Klinkowström, Josef, österr. Jesuit u. Prediger (1813-1876)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎Ohne Ort, ohne Jahr (um 1860). 1 S. auf Doppelblatt, Gr.-8°.‎

‎?Nach Abschluss der Gymnasialstudien im Klinkow?schen Institut, das ein Adeligeninstitut seines Vaters war, trat Josef Klinkowström 1831 in die Gesellschaft Jesu ein. Die höheren Studien absolvierte er in Graz (Rhetorik und Philosophie) und in Rom (Theologie). Nach längerer Lehrtätigkeit in Tarnopol, Innsbruck, Graz und Halle an der Saale wirkte er ab 1850 zunächst als Volksmissionar in Deutschland und Österreich und war von 1857-1872 als Hauptprediger an der Universitätskirche in Wien ? er war auch der Gründungssuperior der Residenz ? einer der beliebtesten und gefeiertsten Sonntagsprediger in Wien, zu dessen regelmäßigen Zuhörern auch der kaiserliche Hof gehörte? (Jesuiten in Österreich). - Der Empfänger des auf Französisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42202

‎Lesky, Albin, österr. klassischer Philologe (1896-1981)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎Graz, 6. III. 1949. 1 S., 4° (in eigenh. Kuvert).‎

‎An den Hofrat Dr, Karl Köchl in Graz. - ?Nach einem Studium der Klassischen Philologie erhielt Lesky 1924 in Graz seine erste Dozentur. In den Jahren 1920 bis 1932 unterrichtete er als Lehrer am Akademischen Gymnasium in Graz. 1932 wurde er zum außerordentlichen Professor für Gräzistik in Wien berufen, 1936 zum ordentlichen Professor in Innsbruck. Lesky gehörte der NSDAP an [...], ohne jedoch politisch hervorzutreten. 1949 folgte er einem Ruf zurück an die Universität Wien, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1967 tätig war. 1963/64 war er zudem Rektor der Universität. Einen Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit kam dem griechischen Epos und seinem Bezug zum Mythos zu. Seine Studie über die griechische Tragödie und seine Geschichte der griechischen Literatur wurden zu philologischen Standardwerken. Daneben verfasste Lesky zahlreiche Artikel für die Neubearbeitung von Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE), Untersuchungen zur Rezeptionsgeschichte Homers sowie eine Studie über die kretische Schrift Linear B. Albin Lesky wurde 1950 zum ordentlichen Mitglied der österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Darüber hinaus war von 1963 bis 1969 deren Vize-Präsident und 1969/1970 deren Präsident. In dieser Funktion setzte er sich besonders für den Erhalt der humanistischen Gymnasien in Österreich ein. Zu seinen anderen wissenschaftlichen Mitgliedschaften zählte auch die eines korrespondierenden Mitgliedes des Deutschen Archäologischen Instituts. Für seine wissenschaftlichen Verdienste erhielt Lesky zahlreiche Auszeichnungen und Ehrendoktorwürden, u. a. der Universitäten von Innsbruck, Athen, Gent, Glasgow, Thessaloniki sowie einen Dr. h.c. rer. pol. der Universität Graz. Albin Lesky war nach einer geschiedenen Ehe, aus der sein Sohn, Peter Albin Lesky (1926?2008), hervorgegangen war, mit der Medizinhistorikerin und Professorin Erna Lesky (1911?1986) verheiratet. Im Jahr 1994 wurde in Wien Donaustadt (22. Bezirk) die Leskygasse nach Erna und Albin Lesky benannt? (Wikipedia).‎

Référence libraire : 42191

‎Paulhuber, Franz Xaver, dt. Theologe u.Schriftsteller‎

‎Eigenh. Breif m. Unterschrift.‎

‎Ingolstadt, 16. X. 1850. 3 S., 4°.‎

‎Dr. Franz Xaver Paulhuber war Prediger an der Stadtpfarrkirche zum heil. Moritz in Ingolstadt. - Der Empfänger des auf Deutsch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42186

‎Phillips, Georg, Rechtshistoriker u. Kirchenrechtler (1804-1872)‎

‎Eigenh. Brief m. Unterschrift.‎

‎München, 25. VII. 1854. 1 S. auf Doppelblatt, 4°.‎

‎?Georg Phillips wurde als Sohn des englischen Kaufmannes James Phillips und seiner Ehefrau Eleonore geboren. 1822 begann er das Studium der Rechtswissenschaften in Berlin, das er an der Universität Göttingen fortführte, wo er auch promovierte. Nachdem er sich zu Studienzwecken in Großbritannien aufgehalten hatte, habilitierte sich Phillips zum deutschen Recht in Berlin. 1827 wurde er zum außerordentlichen Professor in Berlin ernannt. 1828 trat er gemeinsam mit seiner Ehefrau Charlotte (geb. Housselle) zum katholischen Glauben über. 1833 wechselte er als Ministerialrat nach München. Dort nahm er im folgenden Jahr eine Professur für Geschichte an und wurde wenig später ordentlicher Professor der Rechte. Er gehörte 1838 zu den Mitgründern und -eigentümern der Historisch-politischen Blätter für das katholische Deutschland. Im Zusammenhang mit der Affäre um Lola Montez wurde er allerdings aus der Stellung als Professor enthoben [...]. 1850 erfolgte ein Ruf an die Universität Innsbruck. Phillips wechselte aber bereits 1851 auf einen Lehrstuhl der juristischen Fakultät der Universität Wien. Im Jahr 1894 wurde in Wien Penzing (14. Bezirk) die Phillipsgasse nach ihm benannt? (Wikipedia). - Der Empfänger des auf Deutsch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42188

‎Ranolder, János, ungar. Bischof u. Schriftsteller (1806-1875)‎

‎Brief m. eigenh. Unterschrift.‎

‎Veszprem, 12. II. 1852. 1 S. auf Doppelblatt, Fol.‎

‎Ranolder war Bischof von Veszprem und ?ein großer Mäzen, vor allem auf kulturellem Gebiet? (ÖBL). - Der Empfänger des auf Französisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42201

‎Siegwart-Müller, Constantin, schweiz. Politiker (1801-1869)‎

‎3 eigenh. Briefe m. Unterschrift.‎

‎Altdorf u. Augsburg, 1854-1866. Zus. 8 S., 8° u. 4°.‎

‎Constantin Siegwart-Müller war einer der Führer der Ultramontanen Partei in Luzern und spielte eine wichtige Rolle während des Sonderbundskrieges 1847. ?Siegwart-Müller wurde in Lodrino im Tessin geboren, wo sein Vater eine Glashütte besass. 1826 erhielt er das Landrecht von Uri und wurde 1827 Landesfürsprecher. 1832 zog er nach Luzern und erwarb das Bürgerrecht von Oberkirch LU. In Luzern wurde Siegwart-Müller 1834 Staatsschreiber und später Grossrat. In den 1830er Jahren trat er zur konservativen ultramontanen Partei von Josef Leu über und wurde deshalb als Staatsschreiber abgesetzt. 1841 gelang es ihm, als konservativer Vertreter wieder in den Grossrat zu gelangen und schliesslich sogar Regierungsrat, Schultheiss von Luzern und 1844 Präsident der eidgenössischen Tagsatzung zu werden. 1845 wurde er von der AV Semper Fidelis als Ehrenmitglied aufgenommen. Siegwart-Müller hielt eine Konfrontation zwischen den radikal-liberalen und den konservativ-katholischen Kantonen der Schweiz für unvermeidbar. Er betrieb aktiv die Eskalation der Streitigkeiten der Kantone und nahm als Vorsitzender des Kriegsrates des Sonderbundes Kontakt auf mit dem österreichischen Staatskanzler Metternich, den er zu einer Intervention auf der Seite des Sonderbundes gewinnen wollte. Die Niederlage des Sonderbundes 1847 trieb Siegwart-Müller ins Exil in die österreichische Lombardei, dann nach Innsbruck. 1857 kehrte er in die Schweiz zurück und lebte bis zu seinem Tod 1869 in Altdorf, wo er zwischen 1863 und 1866 seine Memoiren veröffentlichte? (Wikipedia). - Der Empfänger der auf Deutsch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 42189

‎Binzer, Emilie von, dt. Schriftstellerin (1801-1891)‎

‎4 eigenh. Briefe m. Unterschrift.‎

‎Linz u. Aussee, 1855-1857. Zus. 14 S., 8°.‎

‎Über den Freiherrn von Zedlitz u.a. - Der Vater der geb. Emilie Henriette Adelheid von Gerschau (Pseudonym Ernst Ritter), Freiherr von Gerschau, ?war ein unehelicher Sohn des kurländischen Herzogs Peter von Biron und russischer Generalkonsul in Kopenhagen. Emilie wurde am Hof ihrer Tante, der Herzogin Wilhelmine von Sagan, aufgezogen und erhielt dort die bestmögliche Erziehung und Bildung. 1822 lernte sie August Daniel von Binzer kennen, der einer Einladung ihrer Tante zu einer literarisch-musischen Veranstaltung im Schloss gefolgt war. Nach ihrer Hochzeit noch im selben Jahr lebte das Ehepaar u. a. in Venedig, Köln, Leipzig (wo August Daniel von Binzer als Redakteur für die ?Zeitung für die elegante Welt? arbeitete), kurz in Augsburg und schließlich übersiedelte die Familie 1845 nach Wien. Die Dame des Hauses führte, so wie bereits zuvor in Leipzig, einen biedermeierlichen Salon, in dem Künstler, Literaten und Politiker ein und aus gingen. Das mit Freiherr von Zedlitz befreundete Ehepaar beschloss an einem österreichischen Alpensee gemeinsam ein Haus zu bauen. Die Wahl fiel auf Altaussee, wo im Jahr 1847 mit dem Bau des ?Seehauses? (später ?Parkhotel?) begonnen wurde. Im Jahr 1848 folgte das Ehepaar Adalbert Stifter nach Linz, wo sie im Winter das Eckhaus Promenade ? Klammstraße bewohnten, im Sommer aber in Altaussee lebten. Ihr Salon wurde hier der Treffpunkt der Linzer Gesellschaft sowie gehobener Wiener Gäste. Emilie von Binzer schrieb einige Werke, welche auch am Burgtheater aufgeführt wurden und stand Erzherzog Maximilian literarisch beratend zur Seite. Dieser besuchte sie noch kurz vor seiner Abreise nach Mexiko und sie erhielt nach seiner Hinrichtung einen Abschiedsbrief. Nachdem 1868 ihr Gatte und auch Adalbert Stifter verstorben waren übersiedelte sie zu einem ihrer Söhne nach München, wo sie im 90. Lebensjahr verstarb? (Wikipedia). - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 43050

‎Boussingault, Jean-Baptiste, franz. Chemiker u. Agrarwissenschaftler (1802-1887)‎

‎3 eigenh. Briefe m. Unterschrift.‎

‎Frauenberg bei Wörth am Rhein, 1856-1857. Zus. 7 S., 8°.‎

‎?Jean-Baptiste Boussingault, Sohn eines Kaufmanns, ging nach dem Studium als Bergbauingenieur 1821 im Auftrag einer englischen Firma nach Südamerika. Hier beschäftigte er sich vorrangig mit geologischen Untersuchungen. Auf Empfehlung Alexander von Humboldts unternahm er ausgedehnte Forschungsreisen in Südamerika und erwarb sich hohes wissenschaftliches Ansehen. Sein Versuch, 1831 den Chimborazo zu besteigen, scheiterte jedoch. 1832 kehrte er nach Frankreich zurück. 1834 wurde er Professor für Chemie in Lyon, 1839 erhielt er einen Lehrstuhl für landwirtschaftliche und analytische Chemie am Konservatorium in Paris. Bereits 1836 hatte Boussingault ein Landgut in Pechelbronn/Elsass gekauft und dort eine landwirtschaftliche Versuchsstation eingerichtet. Hier beschäftigte er sich mit Problemen der Tierernährung und der Photosynthese, vor allem aber mit Fragen der Bodenfruchtbarkeit, der Fruchtfolge und der Düngung. Sein besonderes Interesse galt dabei der Stickstoffernährung der Pflanzen. 1837 führte Boussingault Gefäßversuche mit Leguminosen durch. Ohne zusätzliche Stickstoffdüngung konnte er dabei in der geernteten Pflanzenmasse hohe Stickstoffgewinne nachweisen. Er folgerte daraus, dass die Pflanzen während ihres Wachstums Stickstoff aus der Luft aufnehmen. Obgleich er aufgrund von Ergebnissen anderer Experimente später von dieser Schlussfolgerung wieder abrückte, waren seine Versuche aus dem Jahre 1837 die Geburtsstunde der Idee von einer biologischen Fixierung elementaren Luftstickstoffs durch die Pflanzen. Erst 1886 konnte Hermann Hellriegel die Richtigkeit dieser Idee überzeugend nachweisen. Boussingault war aber nicht nur ein herausragender Chemiker, sondern auch ein praxiserfahrener Landwirt, der sein Gut nach wissenschaftlichen Grundsätzen bewirtschaftete. Mit seinem Buch ?Économie rurale? (2 Bände, Paris 1844 und 1845), das in mehrere Sprachen übersetzt wurde ? auch eine deutschsprachige Ausgabe ist erschienen ? hat er die Entwicklung der Pflanzenernährung, der Bodenkunde und des Pflanzenbaus zu eigenständigen Agrardisziplinen nachhaltig beeinflusst. 1848 wurde Boussingault als gemäßigter Republikaner in die Nationalversammlung gewählt und drei Jahre später aufgrund seines politischen Engagement aus dem Lehrdienst entlassen. 1878 wurde ihm für seine Verdienste um die Wissenschaft die Copley Medal verliehen, außerdem wurde der Mondkrater Boussingault nach ihm benannt? (Wikipedia). - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 43051

‎Goffinet, Adrien, belg. Diplomat u. Berater König Leopolds II. von Belgien (1812-1886)‎

‎8 (dav. 7 eigenh.) Briefe m. Unterschrift.‎

‎Brüssel, 1856-1858. Zus. 25 S., Kl.-8° bis 4°.‎

‎Baron Goffinet war neben Jules Van Praet und Edward Conway einer der wichtigsten Berater und Vertrauter von König Leopold II. von Belgien. - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 43055

‎Odescalchi, Victor Fürst, österr. Maler u. Militär (1833-1880)‎

‎3 eigenh. Briefe m. Unterschrift.‎

‎Wien u. Mödling, 1864 bzw. o. J. Zus. 5 S., 8°.‎

‎Fürst Odescalchi, der einer in Wien ansässigen Familie des römischen Hochadels angehörte, war als Genre- und Militärmaler tätig. Selbst dem Militär angehörend, hat er besondere Ereignisse seiner Dienstzeit in vielen Zeichnungen und Gemälden festgehalten. Kunstgeschichtliche Bekanntheit erlangte er indessen vor allem durch das Portrait Friedrich von Amerlings, das dieser von dem fünfjährigen, orientalisch kostümierten Prinzen angefertigt hat. - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag. - Beiliegend je ein Brief von Henriette u. Sophie Odescalchi.‎

Référence libraire : 43053

‎[Rezeptbuch]‎

‎?Manipulations-Buch im Gebrauche der Firma A. Franz Kroath? [in Graz]. Dt. Handschrift auf Papier.‎

‎Ohne Ort (Graz), o. J. (um 1890). Gr.-8°. 1 Bl., 85 num. S., 6 nn. S. (eine leere Bll. angebunden), Lwd. d. Zt. m. Deckelschild.‎

‎Interessantes handschriftliches Rezeptbuch der Drogerie ?Zur blauen Kugel? (Inh. A . Franz Kroath), die sich am Grazer Hauptplatz befand. - Mit den genauen Rezepturen für ?Apfel Aether?, ?Chinabitter Essenz?, ?Cognac Essenz?, ?Jagdliqueur Essenz?, ?Rum Aroma Essenz?, ?Punsch Essenz?, ?Rum Composition?, ?Breslauer Kümmel Öl?, ?Damenliqueur Öl?, ?Klostergeist Öl?, ?Kräutermagenbitter Öl?, ?Tinctura aloe?, ?Safran Tinctur?, ?Rosenwasser?, ?Eau de Cologne?, ?Anilin Lösung?, ?Bleiessig?, ?Gold Créme?, ?Pferdepulver?, Campfer Kugeln?, ?Politur braun?, ?Blutreinigungsthee?, ?Metall Tinte roth?, ?Bachpulver?, ?Hustenpulver?, ?Luftreinigungsäther?, ?Haartinctur?, ?Limonadenpulver?, ?Mundwasser?, ?Rattentod? usw. - Einband berieben u. fleckig. Etw. stock- u. fingerfleckig.‎

Référence libraire : 43331

‎Aliberti, Aline (d. i. Marie Knittelfelder-Leitner), österr. Schriftstellerin (1885-1959)‎

‎?Auf alten Wegen?. Dt. Handschrift auf Papier.‎

‎Ohne Ort (wohl Straß bei Spielfeld), 1912. 4°. 2 S. auf Doppelblatt.‎

‎Kurze geschichtliche Erzählung, am Ende mit dem Vermerk ??Tagespost? v. 7. April 1912?. - ?Marie Knittelfelder wirkte nach ihrer Ausbildung lange Jahre als Lehrerin an der Volksschule der Marktgemeinde Straß in Steiermark. Schon früh publizierte sie gelegentlich unter dem Pseudonym Aline Aliberti Gedichte in Anthologien und Zeitschriften. Im Jahre 1927 veröffentlichte sie unter ihrem Decknamen die Lebenserinnerungen des 1925 verstorbenen Bildhauers und Holzschnitzers Hans Brandstetters. In dem großen Sammelwerk: ?Ruf von der Grenze. Ein Buch steirischer Kunst?, das von Paul Anton Keller im Jahre 1942 herausgegebenen wurde und einen Querschnitt durch das damalige literarische Kunstschaffen der Steiermark offenbaren sollte, beteiligte sich die Dichterin unter ihrem Klarnamen. Marie Knittelfelder verbrachte nach der Pensionierung ihren Lebensabend in der Gemeinde Pölfing-Brunn unweit ihres Geburtsortes und war auch weiterhin schriftstellerisch tätig. Im Jahre 1952 erhielt sie den Lyrikpreis der Stadt Graz. Bereits 1960, ein Jahre nach ihrem Tode, benannte die Gemeinde Straß eine Grünanlage im Ort nach Marie Knittelfelder/Aline Aliberti und stellte dort eine Gedenktafel auf, zum ehrenden Gedächtnis an die dichtende Lehrerin? (Wikipedia). - Ränder etw. gebräunt u. mit kl. Einrissen bzw. Läsuren.‎

Référence libraire : 43920

‎Schmeidel, Viktor Ritter von., Bundesobmann des steirischen Sängerbundes (1856-1920)‎

‎Masch. Brief m. eigenh. Unterschrift.‎

‎Graz, 1. Juli 1903. 2 S. auf Doppelblatt, 4°.‎

‎An Ing. Karl Löschnigg. - ?Hochgeehrter Herr! Am Ende unserer Arbeiten angelangt, fühlen wir uns verpflichtet, Ihnen [...] für Ihre mühevolle, opferreiche Tätigkeit im engeren Bauausschusse den wärmsten Dank zu sagen. Die Halle des sechsten deutschen Sängerbundesfeste war nach dem übereinstimmenden Urteile der massgebenden Persönlichkeiten das schönste und zweckdienlichste Bauwerk seiner Art [...]?. - Viktor Ritter von Schmeidel war Landgerichtsrat in Graz und Bundesobmann des steirischen Sängerbundes. - 1902 veranstaltete der Steirische Sängerbund das VI. Bundesfest des Deutschen Sängerbundes, zu dem über 15.000 Sänger nach Graz kamen. Dazu wurde für sechs Tage eine Halle auf dem Messegelände aufgebaut. - Gefaltet.‎

Référence libraire : 43925

‎[St. Veit am Vogau]. - Gratzl, [?]‎

‎?St. Veit a. Vogau?. Dt. Handschrift auf Papier.‎

‎St. Veit am Vogau, 8. Oktober 1922. 8°. 12 einseitig beschriebene num Bll.‎

‎Kurzer geschichtlicher Abriß von St. Veit am Vogau. - Beiliegend ein Schreiben an ?Sr. Hw. Herrn Hofrat Dr. Karl Köchl, Landesschuinspektor? mit dem Vermerk: ?Der Gefertigte [?Ol. Gratzl?] übermittelt hiermit die [?] geschriebene Arbeit für das Heimatbuch?. - Mit Streichungen u. Korrekturen. Etw. gebräunt.‎

Référence libraire : 43919

‎Boré, Eugène, franz. Orientalist u. Linguist (1809-1878)‎

‎2 eigenh. Briefe m. Unterschrift.‎

‎, 1856. Zus. 4 S., 8°.‎

‎?[...] He published an illuminating report of the condition of the Holy Land whither he was sent by France to investigate in 1847. Entering the Congregation of the Mission in Jan., 1849, at Constantinople, he was ordained there, 7 April, 1850, and made his vows in Paris in Jan., 1851. Sent to Constantinople, as head of the College of Bebek, he remained fifteen years doing zealous work for the Mussulmans as well as Christians especially on the battlefield during the Crimean War. In Paris in 1866 he was made secretary general, and was elected superior general of the Congregation of the Mission, 11 Sept., 1874 [...]? (Catholic Encyclopedia). - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 43912

‎Jolly, André-Edouard Baron, belgischer General u. Politiker (1799-1883)‎

‎14 eigenh. Briefe m. Unterschrift.‎

‎Brüssel, 1855-1860. Zus. 57 S., 8°.‎

‎Jolly war nach der Septemberrevolution Mitglied der provisorischen Regierung und Chef des Kriegsdepartements bis zum 26. Februar 1831. Danach war er Generallieutenant in der Reserve. - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.‎

Référence libraire : 43914

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