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‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Tel Aviv, 31. VII. 1959, 8° (21,5 x 14 cm). 2 Seiten. Briefkopf.‎

‎An den Schriftsteller Lutz Weltmann (1901-1967) in London: "[...] Ihr Artikel über mich im Isr. Wochenblatt gehörte zu den besten, die über mich erschienen sind [...] Der heute eingelangte Artikel über Hannah Arendt ist treffsicher und sehr interessant. Der Satz der Rahel, den Sie zitieren, ist mir neu - ich habe wohl damals, als ich meine Heine-Studien machte, die sich ja zum Teil mit den Feststellungen von H. Arendt decken, über ihn weggelesen - er berührt etwas Ähnliches wie meine Scheidung von edlem und u[nedlem] Unglück. Es fehlt aber bei ihr der Hauptgedanke, daß man bei unedlem (sozialem) Unglück die Pflicht hat, dynamisch einzugreifen, wenn man auch dem edlen Unglück gegenüber demütig zurückhaltend bleiben muß. Die Rahel faßt das alles so egozentrisch auf [...]"‎

Referentie van de boekhandelaar : 57098

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Postkarte mit U.‎

‎o.J. Prag, 9. III. 1910, 9 x 14 cm. 1 Seite. Mit Adresse.‎

‎An den Schriftsteller Willy Haas (1891-1973) in Prag: "natürlich habe ich nichts dagegen, aber sie müßten einen weniger pompösen Titel wählen [...]"‎

Referentie van de boekhandelaar : 57127

‎Marschner, Heinrich, Komponist (1795-1861)‎

‎Eigenh. ausgefüllter Vordruck mit U.‎

‎o.J. Hannover, 19. IX. 1849, Qu.-4°. 1 Seite.‎

‎"Musik-Bestellungszettel." - Marschner bestellt einen Reichsthaler und ein Instrument für den Posaunisten Schwemmler als Ersatz für Herrn Schulze. - Interessantes Dokument.‎

Referentie van de boekhandelaar : 41436

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Tel Aviv, 24. V. 1952, Gr.-8° (22 x 14 cm). 2 Seiten. Absenderstempel.‎

‎An den Schriftsteller Lutz Weltmann (1901-1967) in London: "[...] Ich hoffe doch, dass der kommende Herbst und Winter mir ein ruhigeres Leben gestatten wird. Jetzt stecke ich nämlich in einem großen neuen Roman - und arbeite an der Dramatisierung von Kafkas 'Schloss' - möglicherweise wird mich dieses letztere Werk im Winter wieder in die Schweiz und einmal wohl auch nach London führen. Es wäre so schön, Sie einmal wieder zu sehen, mit Ihnen über Vergil und alles, was echt und unzerstörbar in unserem Leben ist, recht nach Herzensbehagen reden zu können. Und noch ein anderes Projekt könnte allenfalls eine Reise nach London zur Folge haben [...] Mein 'Meister' erscheint im August deutsch [...], geht Ihnen dann zu, ebenso meine beiden kleinen Romane 'Beinahe ein Vorzugsschüler' und 'Der Sommer, den man zurück wünscht' [...] Danke für Quellenangabe der Mendelssohnstelle bei Heine. Und noch ein zweiter Dank: In Jerusalem, wo ich gestern bei S. Schocken war (nebenbei bemerkt: dem glücklichen Besitzer unveröffentlichter Manuskripte von Heine, Novalis etc.), sagte mir jemand, er hätte Ihre Kritik über der 'Master' in der 'Neuen Zeitung' gelesen [...] Über hebräische Literatur hier könnte ich nicht schreiben, ich lese zu wenig - meist nur die Dramen, deren Lektüre mir ohnehin über den Kopf wächst [...]"‎

Referentie van de boekhandelaar : 57081

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Tel Aviv, 22. XI. 1954, Fol. (30 x 17 cm). 1 1/2 Seiten. "Aerogramm"-Faltbrief mit Adresse.‎

‎An seine Cousine Steffi Glaser (Schwester von Willy Brod) in Montreal über seine dreimonatige Europareise und das Zusammentreffen mit Verwandten in Wien: "[...] ich habe mich gut erholt und ich möchte die Kräfte, die ich aus Europa mitgebracht habe, jetzt benützen, um wieder mal etwas zu schaffen. Denn seit Abschluß meines Prager Romans ['Prager Tagblatt'], für den ich noch immer einen Verleger suche, habe ich nichts Rechtes geleistet, nur einen Roman über das Thema 'Cicero' begonnen - und es ist mein fester Entschluß, jetzt alles, was ich etwa wert bin, auf die Vollendung dieses sehr schwierigen, viele Quellenstudien verlangenden Werkes zu konzentrieren [...] Zu Deinem letzten Brief will ich nur bemerken, daß ich mit Freimaurerei nie etwas zu tun gehabt habe und nur einen sehr unklaren Begriff von diesem Bereich habe [...]"‎

Referentie van de boekhandelaar : 57142

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Berlin, 10. III. 1921, 8° (20 x 12,5 cm). 2 Seiten. Doppelblatt. Grau getöntes Papier.‎

‎An den Schriftsteller Emil Faktor (1876-1942) in Berlin: "[...] Am 20. III. spreche ich, zusammen mit Ernst Deutsch, in einer Matinée im Deutschen Theater. Ich bin dann nur noch denselben Nachmittag (Sonntag) in Berlin. Wenn Sie mir noch am Tage zuvor (da komme ich abends an) ins Hotel Koschel, Motzstraße Nachricht zukommen lassen, so können wir vielleicht am Sonntagnachmittag eine Weile miteinander verbringen [...] Hier ein kleiner Beitrag für den 'Börsencourier'. Er ist so eingerichtet, daß ihm eine Fortsetzung (über die Radikalen) folgen kann, aber nicht muß [...]"‎

Referentie van de boekhandelaar : 57112

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Tel Aviv, 1. XII. 1953, Fol. (31 x 21 cm). 1 Seite. "Aerogramm"-Faltbrief mit Adresse.‎

‎An den Schriftsteller Lutz Weltmann (1901-1967) in London: "[...] Es war einer der besten Momente meiner Reise, als ich in einer Zürcher Buchhandlung Ihren Artikel, die Kritiken über meine Bücher kaufen konnte, auf die mich Freunde aufmerksam gemacht hatten. Hier im Lande hätte ich mir die Kritiken nicht kaufen können, da hier die 'N[eue] Lit[erarische] Welt' nicht zu haben ist [...]" - Randschäden, kleiner Ausriß.‎

Referentie van de boekhandelaar : 57088

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Tel Aviv, 27. I. 1952, Gr.-8° (22 x 14 cm). 2 Seiten. Absenderstempel.‎

‎An den Schriftsteller Lutz Weltmann (1901-1967) in London: "Vielen Dank für Ihren Brief und die Kritik, in der Sie so freundschaftlich Ihre Zustimmung zu meinem 'Master' gestaltet haben. Ich bin Ihnen wieder einmal für Ihre verständnisvolle Interpretation sehr verpflichtet! - Was Sie zu Varus brieflich bemerken, ist ein bewußter Anachronismus. Der Judenschlächter und Kreuziger Varus, der 5 v. Chr. In Galiläa wütete, ist aber wirklich im Teutoburger Wald gefallen. Er ist identisch. Doch die ganze Legende von dem Kreuzabnehmenden Später-selbst-Gekreuzigten ist meine freie Dichtung. Und ich halte was von ihrem Symbolgehalt. Auch sonst habe ich viele Anachronismen riskiert, da ich der Meinung bin, daß für den Dichter auch das Frühere wie das Spätere im Strom der Gegenwart lebendig ist [...] Das Buch findet viele glänzende Kritiken, [...] doch auch scharfe Angriffe beidseitiger orthodoxer Kreise, wie Sie richtig prophezeit haben [...] Inzwischen haben Sie hoffentlich auch mein Büchlein 'Franz Kafka als wegweisende Gestalt' [...] erhalten? Ich ließ es Ihnen wie auch [Alan] Pryce-Jones zugehen [...] Sensationell hat auf mich die Heine-Stelle über Mendelssohn gewirkt. Ist mir ganz neu! Wo kann man die finden? Sie schreiben 'Ungedrucktes Manuskript aus dem Jahr 1844, aus dem Nachlaß der Kaiserin Elisabeth'. - Ungedruckt? Also doch gedruckt? Wo kann man sich das beschaffen, wer hat es ediert? [...] Mein Buch über Israel-Musik ist hier auch in deutscher Ausgabe erschienen, eine seltene Ausnahme [...]" - Bei der Mendelssohn-Stelle könnte es sich um seine Erwähnung in "Deutschland, ein Wintermärchen" handeln, zu dem die Kaiserin Elisabeth 4 Blätter des Brouillons besaß (1915 als Faksimiledruck erschienen).‎

Referentie van de boekhandelaar : 57080

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Prag, 2. IV. 1909, Kl.-4° (15 x 11,5 cm). 4 Seiten. Doppelblatt.‎

‎An den Schriftsteller Emil Faktor (1876-1942) in Berlin: "[...] ich höre, daß Sie eine Kritik über mein neues Buch für die 'Bohemia' schreiben. Sie wissen, wie hoch mir Ihr literarisches Urteil steht, und deshalb begrüße ich diese Kritik, freue mich schon auf sie. - Nur möchte ich Sie bitten, diesmal sehr vorsichtig zu sein und den nationalen Punkt nur nebenbei zu berühren. Sie wissen, auch mir selbst war das Literarische tausendmal wichtiger als das Nationale. Ich kann mich Ihnen gegenüber kurz fassen: ich bin Schüler Flauberts, also konsequenter Vertreter des l'art pour l'art Prinzips. - Deshalb ist es mir doppelt unangenehm, wenn man mein Buch als für die Tschechen tendenziös auffaßt. Ebenso gut könnte man ja auch, weil die Heldin eine Dirne und Lügnerin ist und von sich selbst sagt: 'Ich bin halt so a Luder', daraus schließen, daß ich gegen die Tschechen bin. - Nein, mein Buch hat gar keine Tendenz, es ist nichts als Kunstwerk, ein Traum: ich hasse den Realismus!! - Sie würden mir einen großen Dienst erweisen, wenn Sie in Ihrer Kritik meine deutschnationale Verläßlichkeit im Leben feststellen würden und damit als vereinbar: die Tendenzlosigkeit dieses Buches. Das 'Prager Tagblatt' hat mich schon sehr stupide mit Verkennung all diese Prinzipien angegriffen [...] ich bin seit 14 Tagen bei der Post angestellt und es würde meiner Stellung dort sehr schaden, wenn Sie nicht in ihrer Kritik für die 'Bohemia' gegen die im 'Prager Tagblatt' aufgestellte Ansicht meine nationale Zuverlässigkeit betonen würden. Ich bitte Sie also recht sehr darum, als um einen wichtigen Freundschaftsdienst [...] Damit will ich natürlich Ihrem literarischen Werturteil über mein Buch nicht vorgreifen. Nur die menschliche Seite Ihres Urteils wollte ich beeinflussen [...]"‎

Referentie van de boekhandelaar : 57110

‎Fry, Christopher, Schriftsteller und Dramatiker (1907-2005)‎

‎Eigenh. Brief mit U. und Porträtfotografie mit eigenh. Widmung und U.‎

‎o.J. The Toft, East Dean, Chichester, 27. XII. 1986, Groß-8°. 3 Seiten.‎

‎An Wolfgang Windhausen: "[...] I thought I was entering onto my 80th year, I'd better get another play in before it was too late, so I wrote one called One Thing More, which had been commissioned by the BBC Radio, and Chelmsford Cathedral. The broadcast took place a month ago. Perhaps one day it will be done in Germany [...]".‎

Referentie van de boekhandelaar : 52174

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Tel Aviv, 13. I. 1954, Gr.-8° (21 x 14,5 cm). 2 Seiten. Mit Absenderstempel und eigenh. Umschlag.‎

‎An seine Cousine Steffi Glaser (Schwester von Willy Brod) in Montreal: "[...] ich stecke jetzt wirklich Hals über Kopf in meinen Cicero-Studien und kann an gar nichts anderes denken [...]" Über "brother Edvard".‎

Referentie van de boekhandelaar : 57141

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Ansichtskarte mit U.‎

‎o.J. Teplitz, 23. VII. 1906, 9 x 14 cm. 1 Seite. Mit Adresse.‎

‎An den Schriftsteller Emil Faktor (1876-1942) in Prag: "Beste Grüße aus meiner gänzlichen faulen Ruhe, die mich nicht einmal zu einem Sonntagsfeuilleton leider freigibt. Ich bitte um Entschuldigung, es geht mir hier so gut! [...]" - Ansicht: Teplitz, Seume-Denkmal.‎

Referentie van de boekhandelaar : 57108

‎Pastior, Oskar, Schriftsteller (1927-2006)‎

‎Eigenh. Gedichtmanuskript (12 Zeilen) mit Widmung U.‎

‎o.J. Berlin, 12. III. 1995, 4°. 1 Seite. In adressiertem Umschlag.‎

‎"Junikäfer | Ich bin ein falsch geleimtes Kind | - wenn ich heule pfeift der Jund | Pfeift der Hund auf einem Bein | fällt vom Herzen mir ein Stuhl [...]". - Aus den "Lesungen mit Tinnitus. Gedichte 1980-1985".‎

Referentie van de boekhandelaar : 52596

‎Hüge, Bernd-Dieter, Schriftsteller (1944-2000)‎

‎Eigenh. Briefentwurf mit U. und masch. Brief (Reinschrift) mit eigenh. Nachschrift und U.‎

‎o.J. Halle, 13. XI. 1997, Fol. 3 Seiten.‎

‎Großer Brief des Schriftstellers und ehemaligen DDR-Häftlings Hüge an Egon Krenz in der Haftanstalt Berlin-Moabit: "Allein Daß Sie öffentlich angeklagt worden sind, so wie auch andere Ihrer einstigen verantwortlichen Genossen, erfüllt mich mit einer sehr beruhigen Gelassenheit. Diese Anklage ich auch notwendig gewesen gegenüber allen Getöteten des DDR-Grenzregimes [...]. Aber sie gibt auch jenen Opfern des Staatsterrors der DDR ihre Würde zurück, die sich in der Regel und in der Überzahl nicht wehren konnten (selbst Haftbeschwerde einzulegen wäre so gut wie aussichtslos gewesen in praxi) ggen den von Ihnen politisch vertretenen Apparate-Mechanismus [...]". - Nach einem Fluchtversuch aus der DDR 1967 war Hüge bis 1970 "wegen Passvergehens" im Gefängnis. Danach arbeitete er im Braunkohlentagebau, später als freier Schriftsteller. 1981 erschien "Mein Knastbuch. Erzählbericht" im Aufbau-Verlag. - Im August 1997 verurteilte das Landgericht Berlin Egon Krenz wegen Totschlags in vier Fällen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten. Aufgrund einer Haftbeschwerde kam er schon nach 18 Tagen wieder frei.‎

Referentie van de boekhandelaar : 52241

‎Ginzkey, Franz Karl, Schriftsteller (1909-1939)‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. und eigenh. Albumblatt mit U.‎

‎o.J. Wien, 6. III. 1916, Quer-8° und 8°. 3 Seiten.‎

‎An Ella Triebnigg in Wien: "[...] Oberst Schönthal willigt also ein, das Sie seinen demnächst (vermutlich sehr bald) als Feuilleton der N. Fr. Presse erscheinenden Artikel 'Angriff' für Ihr Buch (unentgeltlich) verwenden. - Von S. Fischer ist die Antwort noch abzuwarten. Unterdessen hat aber die Sache mit dem Schulbürgerverlag eine merkwürdige Wendung genommen. Dort hat man mir nämlich aufs dringendste nahegelegt, alle meine auf den Krieg sich beziehenden Artikel in Langform herauszugeben - sie bilden tatsächlich einen ganzen Band u. so habe ich aus mehrfachen Gründen Ja und Amen dazu gesagt [...]". - Gemeint ist wohl der bei S. Fischer 1916 veröffentlichte Band "Die Front in Tirol".‎

Referentie van de boekhandelaar : 52189

‎Roth, Eugen, Schriftsteller (1895-1976)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. München, 14. V. 1954, 4°. 1 Seite auf einem Doppelblatt mit gedrucktem Briefkopf und blindgeprägtem Signet.‎

‎An Ludwig Bäte: "[...] ich danke Ihnen sehr für die Einladung auf die Wartburg - ich habe sie erst dieser Tage auf der Reise nach Berllin überflogen, es hat mich grosse Sehnsucht erfasst, sie richtig wiederzusehen [...]".‎

Referentie van de boekhandelaar : 52485

‎Röhrig, Tilman, Schriftsteller (geb. 1945)‎

‎Eigenh. Manuskriptseite und eigenh. Brief, jeweils mit U.‎

‎o.J. Hürth, 17. II. 2004, Fol. 2 Seiten. In adressiertem Umschlag.‎

‎Auszug aus "Wir sind das Salz von Florenz": "[...] Geißel Liebe! Im Obergeschoss des Klosters San Marco, in der siebten Zelle [...] lag Frau Gerolamo vor dem Fresco des verhöhnten Christus auf den Knien [...]". - Dazu ein Begleitbrief an einen Autographensammler.‎

Referentie van de boekhandelaar : 52479

‎Röhrig, Tilman, Schriftsteller (geb. 1945)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U.‎

‎o.J. Wien, 17. III. 1932, 8°. 1 Seite, gefalzt.‎

‎"Die ihr jung seid, in euer Herz empfehle ich mein Lied [...]".‎

Referentie van de boekhandelaar : 52482

‎Rathenow, Lutz, Schriftsteller (geb. 1952)‎

‎2 Typoskripte mit eigenh. Korrekturen, Ergänzungen und U., dazu ein Begleitbrief.‎

‎o.J. Berlin, 18. VIII. 1995, Fol. 14 Seiten.‎

‎Sechseitiger Auszug aus dem Typoskript zu "Floh Dickbauch", insgesamt zwei Korrekturgänge "an der letzten Fassung" mit ausführlichen Ergänzungen, die die Arbeit mit dem Verlag kurz vor der Drucklegung dokumentieren. - Dazu ein Begleitbrief an einen Sammler: "[...] Dann lege ich Ihnen vier verschiedene Fassungen des Kinderbuches 'Floh Dickbauch' bei - als Geschenk. Zum Teil mit Korrekturen von Hand [...]. Ich wünsche Ihnen und den Schülern viel Vergnügen [...]". - "Floh Dickbauch" erschien 1988 im Verlag Grobidon.‎

Referentie van de boekhandelaar : 52474

‎Radecki, Sigismund von, Schriftsteller (1891-1970)‎

‎Eigenh. Postkarte und eigenh. Brief, jeweils mit U.‎

‎o.J. Zürich, 10. X. und 8. XI. 1962, Quer-8° und Fol. 2 Seiten.‎

‎An K. G. Werber, wegen einer Lesung: "[...] ich treffe ich Honnef am Donnerstag dem 18. 10. um 11.40 ein und werde folgendes lesen: 'Die gerupfte Feder' aus d. Buche 'Der runde Tag', 'Merkblatt für sich Ärgernde' aus d. Buche 'Im Vorübergehen' [...]". Es werden weitere drei Titel genannt. Im Brief von November geht es um ein Foto, das während der Lesung gemacht wurde.‎

Referentie van de boekhandelaar : 52477

‎Prevost, Marcel, Schriftsteller (1862-1941)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Siena, "Villa Chiusarelli", ohne Jahr (1898), 8°. 4 Seiten.‎

‎An eine Dame aus Italien über die "affaire Lebaude" und die Todkrankheit von Jacques Saint-Cère (d. i. Jacob Rosenthal; 1855-1898), einem Mitarbeiter von Leopold von Sacher-Masoch in Leipzig, der mit dessen Frau Wanda 1883 nach Paris durchgebrannt war und dort als Journlist arbeitete. - In Deutschand waren die Romane Prevosts so populär, weil sie von Albert Langen in den Übersetzungen von Franzioska von Reventlov 1895-1913 in künstlerischer Ausstattung herausgebracht wurden.‎

Referentie van de boekhandelaar : 52567

‎Pressler, Mirjam, Schriftstellerin (1940-2019)‎

‎Manuskriptseite, dazu eine eigenh. Ansichtskarte mit U. und ein Prospekt mit eigenh. U.‎

‎o.J. Landshut, 6. XI. 2008, Fol. und 4°. In adressiertem Umschlag.‎

‎"Nathans Kinder. Was sollte ich tun? Irgendjemand musste mir sagen, was ich tun sollte, irgendjemand müsste mir den Weg aus diesem Wirrwarr der Gefühle und Gedanken zeigen. Ich faltete die Hände, um noch ein Vaterunser zu beten, und da kam mir der rettende Gedanke! Der Patriarch! [...]". - Begleitbrief an einen Sammler: "[...] von 'Kratzer im Lack' habe ich nichts mehr, deshalb schicke ich Ihnen eine Seite aus einem Manuskript, das nächstes Jahr erscheinen wird [...]". - 2009 erschien "Nathan und seine Kinder. Roman für Kinder" (Weinheim, Beltz & Gelberg, Weinheim).‎

Referentie van de boekhandelaar : 52473

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Prag, 24. VIII. (1928), Gr.-8° (23 x 14 cm). 2 Seiten. Doppelblatt. Briefkopf "Prager Tagblatt".‎

‎An den Schriftsteller Willy Haas (1891-1973) in Prag: "[...] hier sende ich Ihnen den Schlußakt meines 'Lord Byron kommt aus der Mode' zum Vorabdruck. Das Buch dürfte in etwa 4-6 Wochen erscheinen. Interessant ist Folgendes: [Victor] Barnowsky schien entschlossen, das Stück zu bringen. Ernst Deutsch war für die Titelrolle Feuer und Flamme. Übrigens hat Herr Hartung das Stück sogar schon in seinem Repertoire vorangezeigt. Mit einem Mal ist alles wieder unsicher [... es folgt ein vertrauliches Briefzitat des 3-Masken-Verlags ...] Es ist mir der Einfall gekommen, ob nicht Sie diese 'dritte Seite' sein könnten, die Barnowski diese Ermunterung zukommen läßt, die er so notwendig zu brauchen scheint? Oder wissen Sie sonst einen Rat in dieser Sache? [...]"‎

Referentie van de boekhandelaar : 57135

‎Mundstock, Karl, Schriftsteller (1915-2008)‎

‎1 Typoskript mit eigenh. Korrekturen, 1 Manuskript und 1 eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Berlin, ohne Ort (ca. 1995), Fol. 6 Seiten. Mit Umschlag.‎

‎Typoskript eines Beitrages für die Weltbühne: "Abenteuer des Entspekter Bräsig, bürtig aus Meckelborg-Schwerin, von ihm selbst erzählt", dazu das Manuskript einer "Schreibübung" mit dem Titel "Das Schnarchmobil" und ein Begleitbrief an einen Sammler: "[...] Ich hebe nichts auf, handschriftliches kommt zusammengeknüllt in den Papierkorb, nach dem es heruntergetippt worden ist. Die Rückseiten von Manuskripten werden genutzt, um Neues daraufzuschreiben. Da ich viel verbessere, drüberschreibe, drunterschreibe, zwischenschreibe, an den Rand schreibe, schließlich die Seite wegwerfe und alles noch einmal und noch einmal und immer wieder anders schreibe, nie zufrieden bin, an den schon abgeschickten Manuskripten, sogar am Ausgedruckten und Erschienenen oft noch weiterarbeite, so habe ich kaum etwas Handschriftliches! [...]". - Einblick in die Schreibwerkstatt des Autors mit amüsanten, sprachkräftigen Textproben.‎

Referentie van de boekhandelaar : 52435

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Prag, 13. III. (1928), Gr.-8° (22,5 x 14,5 cm). 1 Seite. Doppelblatt. Briefkopf "Prager Tagblatt".‎

‎An den Schriftsteller Emil Faktor (1876-1942) in Berlin: "[...] Wolfgang E. Ollendorff war bis jetzt Dramaturg der 'Habimah'. Da die 'Habimah' Europa verläßt, möchte er journalistisch arbeiten, wie er dies in früheren Jahren getan hat. Ich gestatte mir, Sie auf diesen begabten Schriftsteller, der ein Neffe Alfred Kerrs ist, aufmerksam zu machen [...]" - 1928 ging ein Teil des Theater-Ensembles, nach fortgesetzten Belästigungen in Deutschland, nach Palästina.‎

Referentie van de boekhandelaar : 57114

‎Kyber, Manfred, Schriftsteller (1880-1933)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Berlin-Lichterfelde, 19. X. 1918, Fol. 1 Seite.‎

‎An den Ministerialdirektor Hermann von Seefeld (1863-1943) über eine bevorsthemde Reise: "Die Weltkatastrophe, von der ich öfter mit Ihnen sprach, geht nun weiter von Osten nach Westen und ich fürchte auch, dass es uns kaum gelingen wird, sie zu mildern, da die Fehler der Vergangenheit doch zu groß waren [...] Meine Hoffnungen darin sind gering. Heute übersende ich Ihnen noch mein neuestes Buch 'Genius astri' das leider auf scheußlichen Kriegspapier herausgekommen ist. Ideen für ein besseres Verhalten den Tieren gegenüber sind auch darin enthalten, Früchte alter Hochkulturen, die die heutige Menschheit leider sehr vergessen hat [...]" - Eckfehlstelle.‎

Referentie van de boekhandelaar : 56958

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Tel Aviv, 5. XII. 1954, Fol. (30 x 17 cm). 1 Seite. "Aerogramm"-Faltbrief mit Adresse.‎

‎An seine Cousine Steffi Glaser (Schwester von Willy Brod) in Montreal: "[...] Wo ich das Streben nach Vollkommenheit finde, da ist für mich Gott und ich knie gerne nieder. Allerdings ist es mir nicht gegeben, auf so direkte Art Antwort zu erhalten wie Du. Mir genügt die Empfindung, mit dem Höchsten konfrontiert zu sein; die Richtung zu ahnen, in der es liegt. Und dahin mich zu mühen. Ich habe viele Vorträge gehalten. Einer davon 'Der Mensch vor dem Unendlichen' hätte Dich, wie ich glaube, thematisch interessiert. Mein Roman 'Armer Cicero' war vor meiner Abreise fertig, er wird ab März oder April in der 'Neuen Zürcher Zeitung' in Fortsetzungen erscheinen [...]"‎

Referentie van de boekhandelaar : 57139

‎Mechtel, Angelika, Schriftstellerin (1943-2000)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Köln, 28. II. 1999, Fol. 1 Seite. Mit gedrucktem Briefkopf.‎

‎An einen Sammler: "[...] Ich gebe grundsätzlich keines meiner Manuskripte aus der Hand und ich bitte Sie, dies nicht als Mißachtung Ihrer Bemühungen zu betrachten. Da aber an irgendeiner Wand Ihres Hauses anscheinend noch ein Fleckchen für mich reserviert ist, bin ich diesmal eitel genug Ihnen zumindestens einen handgeschriebenen Brief zu schicken [...]" - Beiliegend: 2 masch. Briefe von Mechtels Sekretärin. - Angelika Mechtel arbeitete seit 1962 zunächst als Zimmermädchen, Lager- und Fabrikarbeiterin und setzte sich in ihren Werken mit der "Brutalität alltäglicher bürgerlicher Existenz in der Wohlstands- und Leistungsgesellschaft" (u.a. in Die feinen Totengräber, 1968) auseinander. Sie erkrankte 1987 an Brustkrebs.‎

Referentie van de boekhandelaar : 52426

‎Lubliner, Hugo (Pseud.: Hugo Bürger), Schriftsteller (1846-1911)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Berlin, 24. XII. 1891, Gr.-8°. 2 1/2 Seiten.‎

‎An eine Geheimrätin mit einem mitfühlenden Kondolenzbrief zum Tod ihres Gatten. - "Charakteristisch für die Lustspiele Lubliners ist eine stark selektierende Sichtweise, die gesellschaftliche Formen, sozial und ideologisch geprägte Verhaltensweisen genau nachzeichnet [...] Seine Stücke waren auch deshalb so erfolgreich, weil sie das sentimentale Lebensgefühl des Publikums im Parkett so sicher trafen." (NDB XV, 266).‎

Referentie van de boekhandelaar : 52566

‎Meyer, Alfred Richard (Pseud. Munkepunke), Schriftsteller und Verleger (1882-1956)‎

‎Eigenh. Gedichtmanuskript (30 Zeilen) mit U.‎

‎o.J. Berlin, 21. VI. 1942, Fol. 2 Seiten, auf einem Doppelblatt.‎

‎"Ludwig Bäte zum 22. Juni 1942 | Ein halbes Jahrhundert - ja, Ludwig Bäte, | Kommt schnell beinander. Wie eine Gräte | Im Halse kitzelt, so auch der Gedanke | Verwirrt: als ob plötzlich in uns etwas schwanke. | [...] Der Dichter versteht sich auf das Probieren | Des Artgeschmackes und auf das Servieren . | Im Kräutergarten wächst tausenderlei. | So war auch Ludwig Bäte so frei. | Kraft seiner Erkenntnis Schöpfer zu sein [...]".‎

Referentie van de boekhandelaar : 52601

‎Heyse, Paul, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1830-1914)‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U.‎

‎o.J. M(ünchen), 19. XI. 1907, 9 x 11 cm. 2 Seiten.‎

‎An den Kunsthistoriker Ernst Wilhelm Bredt (1869-1938): "Mit lebhaftestem Interesse [...] habe ich auch den zweiten Theil Ihrer Schrift gelesen, in der Sie ein so glücklich gewähltes fruchtbares Thema mit größtem Wissen und feinem Eindringen in das künstlerische und kulturhistorische Problem behandelt haben. Wenn Sie Ihr freundliches Versprechen, mich zu besuchen, wahr machen, wird es mich freuen, mich noch weiter mit Ihnen mündlich zu unterhalten [...]".‎

Referentie van de boekhandelaar : 52234

‎Heuschele, Otto, Schriftsteller (1900-1996)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Waiblingen, 10. VIII. 1949, Fol. 1 Seite.‎

‎An einen Sammler: "[...] Männer wie Sie, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Bücher zu sammeln, legen ja mit allem guten Recht einen besonderen Wert auf die Ausstattung. Ich hoffe natürlich, dass der Inhalt des Buches nicht hinter der guten Ausstattung zurückstehen werde, und ich hoffe noch mehr, dass das Buch die Hofmannsthal-Gemeinde zu vergrössern mag [...]." - 1930 erschien von Heuschele in Tübingen "Hugo von Hofmannsthal. Dank und Gedächtnis".‎

Referentie van de boekhandelaar : 52238

‎Heuschele, Otto, Schriftsteller (1900-1996)‎

‎Manuskript mit eigenh. U.‎

‎o.J. Waiblingen, 14. XI. 1995, Gr.-8°. 2 Seiten. Mit eigenh. adressiertem Umschlag.‎

‎"Wenn die jungen Menschen nicht mit dem geistigen Leben des Abendlands vertraut gemacht werdne, wird es ihnen auch nicht möglich sein das vereinte Europa, nach dem alle verlangen, aufzubauen [...]". - Beiliegend ein signiertes Faltblatt (Verlagswerbung) und ein weiterer Briefumschlag.‎

Referentie van de boekhandelaar : 52237

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Tel Aviv, 21. VI. 1950, Gr.-8° (22 x 14 cm). 2 Seiten. Absenderstempel.‎

‎An den Schriftsteller Lutz Weltmann (1901-1967) in London: "[...] der Grund meiner Schreibfaulheit wird Sie als einen Freund gewiß freuen: ich stecke Hals über Kopf in meiner Arbeit an dem Jesusroman, von dem ich Ihnen ja geschrieben habe. Es kam schon vor, daß ich zu Mittag ein Butterbrot esse, um Zeit zu sparen. So intensiv arbeite ich. - Pardon, es muß oben natürlich Margarinebrot heißen. Butter ist bei uns eine Rarität geworden. Ejn dawar, das heißt Hebräisch etwa: 'Es liegt nichts daran'. - Wie gesagt, ich arbeite auf höchsten Touren. Und nun erhielt ich gar noch die freudige Nachricht, daß ein großer amerikanischer Verlag diesen Roman angenommen hat. Ich bemühe mich, zum Jahresende fertig zu werden, dann wird das Buch im Herbst 1951 übersetzt vorliegen und, wie ich hoffe, meine ganze literarische Position ändern, die darunter leidet, daß ich in angelsächsischen Ländern wenig bekannt bin [...] Daß Sie aber schon heute für das Verständnis meiner Werke kämpfen: dafür bin ich Ihnen aufrichtig dankbar. Bin schon sehr gespannt auf ihren Essay in 'German Life and Letters'. Wann erscheint er? Ich weiß nicht genau, ob ich Ihnen mein Buch 'Diesseitswunder' geschickt habe. Ich wollte es tun, lebe aber jetzt so fanatisch in meinem neuen Roman, daß ich vieles vergesse oder falsch erledige [...] Besonders hat mich gefreut, daß Sie einiges für Ihr Leben aus meiner Unterscheidung 'Edles' und 'unedles' Unglück entnommen haben. Bei Diskussionen, die ich hier mit der Jugend eines Gymnasiums über Kafka hatte (in hebräischer Sprache!), zeigte es sich, wie diesen radikalisierten Linkselementen gegenüber meine Unterscheidung fruchtbar werden könnte, - wenn, ja wenn man von ihr Notiz nähme. Kein Zweifel, das wird noch kommen aber inzwischen kann die Welt kaputtgeschlagen sein. Wundervoll und völlig meine Auffassung deckend ist der von Ihnen zitierte Goethe-Vierzeiler über Jesus. Wo steht er? Ich kannte ihn nicht [...]" - Weltmanns Aufsatz "Kafka's Friend, Max Brod: The Work of a Mediator" erschien in: German Life and Letters, vol. IV/1, October 1950, p. 46-50. Mit dem Vierzeiler Goethes ist wohl "Jesus fühlte rein und dachte [...]" aus dem West-Östlichen Diwan (An Suleika) gemeint.‎

Referentie van de boekhandelaar : 57076

‎Herzog, Rudolf, Schriftsteller (1869-1943)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Berlin, 17. I. 1908, 8°. 2 Seiten. Doppelblatt mit gedrucktem Briefkopf.‎

‎Über Herzogs 1907 erschienenen Roman "Der Abenteurer": "[...] Der Roman erschien zuerst in der Berliner Illustrierten Zeitung. Der Verlag konstatierte zu seiner und meiner Freude ein außergewöhnliche starkes Interesse der Leser. Am 15ten Oktober 1907 erfolgte die Buchausgabe durch die J. H. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger Stuttgart [...]".‎

Referentie van de boekhandelaar : 52236

‎Halm, Friedrich (d. i. Franz Josef von Münch-Bellinghausen), Schriftsteller (1806-1871)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Wien, 2. VIII. 1852, Gr.-8°. 1 Seite. Doppelblatt mit Siegel.‎

‎An Heinrich Landermann: "[...] Ihrem Wunsche zu entsprechen, Ihnen für Hn. Schücking eine Probe meiner Handschrift zu übersenden, kann ich nicht umhin, Ihnen meinen verbindlichsten Dank dafür auszudrücken, daß Sie bey dieser Gelegenheit auch ein längst gewünschtes Autograph des Dichters des 'Abdul' meine eigne kleine Sammlung ######### wolten [...]".‎

Referentie van de boekhandelaar : 52226

‎Greif, Martin (d. i. Friedrich Hermann Frey), Schriftsteller (1839-1911)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. München, 9. VI. 1908, 8°. 1 Seite. Doppelblatt.‎

‎Über die Aufnahme in eine Anthologie.‎

Referentie van de boekhandelaar : 52222

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Postkarte mit U.‎

‎o.J. Prag, 29. I. 1910, 9 x 14 cm. 1 Seite. Mit Adresse.‎

‎An den Schriftsteller Emil Faktor (1876-1942) in Berlin: "der [Prager] Verein 'Frauenfortschritt ist prinzipiell zu dem Vortrage Kraus bereit und hat Ihnen wohl schon in diesem Sinne geschrieben [...] Ich selbst bin leider somit Arbeiten überhäuft, daß ich mich nicht weiter aktiv mit dieser Sache beschäftigen kann, obwohl ich mich sehr für sie interessiere [...]"‎

Referentie van de boekhandelaar : 57121

‎Galsworthy, John, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1867-1933)‎

‎Porträt mit eigenh. U. auf Untersatzkarton.‎

‎o.J. Ohne Ort, ohne Jahr, Fol. 1 Seite. Unter Passepartout.‎

Referentie van de boekhandelaar : 52206

‎Leuteritz, Gustav, Schriftsteller (1903-1956)‎

‎Eigenh. Gedichtmanuskript (20 Zeilen) mit Widmung und U.‎

‎o.J. Hamburg, 25. II. 1942, Fol. 1 Seite.‎

‎"Zuversicht | Blätter verwehen, | Malven und Wein, | Schmerzen wie Schlehen | Schließen uns ein [...]". - Über Leuteritz ist fast nichts bekannt. Der gebürtige Dresdner war Buchdrucker, Journalist und Redakteur in Hamburg, Mitglied der SPD, verschollen im Lager Workuta. - Vgl. Kosch IX, 1325f.‎

Referentie van de boekhandelaar : 52422

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Tel Aviv, 20. VI. 1953, Fol. (30 x 17 cm). 1 Seite. "Aerogramm"-Faltbrief mit Adresse.‎

‎An seine Cousine Steffi Glaser (Schwester von Willy Brod) in Montreal mit Dank für eine Sendung mit Geschenken sowie über Briefe eines "Brother Edvard": "[...] Das wirkt ungewollt aufhetzerisch - und ist auch gar nicht wahr, da die Anhänger von Jesus doch selbstverständlich Juden waren, die ihn liebten, natürlich hatte er auch Feinde in seinem Volk (wie Sokrates unter den Athenern), seine Hauptfeinde aber waren doch die Römer, die ihn auch umgebracht haben. Die zum Teil geschichtsfälschenden Evangelien haben das in den Hintergrund geschoben und das Gift frißt weiter. Deshalb ist es so wichtig, daß ich im 'Meister' die Rolle der Römer richtig und wahr geschildert habe. Es wirkt gegen jenes Gift, allmählich [...]"‎

Referentie van de boekhandelaar : 57143

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Postkarte mit U.‎

‎o.J. Prag, 9. I. 1909, 9 x 14 cm. 2 Seiten. Mit Adresse.‎

‎An den Schriftsteller Emil Faktor (1876-1942) in Berlin: "[...] ich erhielt vom Observer Ihre Kritik, die also auch noch im Leipziger Tagblatt erschienen ist! Das ist ja eine wichtige Position, so an der Quelle des Buchhandels. Nehmen Sie nochmals meinen besten Dank. Jetzt hab ich schon wirklich fast ganz vergessen, was Sie einst über 'Weg des Verliebten' schrieben! - Bitte erhalten Sie mir Ihre milde Ansicht jetzt; auch über die beiden Bücher, die ich Anfang März herausgebe, bitte ich um Ihr Interesse [...] Im Beruf geht es mir ausdauernd schlecht. Dafür ist mein neuer schöner Roman im 12. Kapitel schon! [...]"‎

Referentie van de boekhandelaar : 57117

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Prag, 10. II. 1928, Gr.-8° (22,5 x 14,5 cm). 2 Seiten. Doppelblatt. Briefkopf "Prager Tagblatt". Mit Umschlag.‎

‎An die Kritikerin und Mitarbeiterin der "Weltbühne" Martha Maria (Milli) Gehrke (1904-1986) in Frankfurt am Main, wegen seines Romans "Die Frau, nach der man sich sehnt" (1927): "[...] Ich habe mich über die Kritik in der Voss. so gefreut! Sie haben mich ganz verstanden. Und auch das, was Sie über die Frau schrieben, die Nicht-Heldin ist, war ganz in meinem Sinne, - denn gerade aus dem, was auch Sie als tragisch empfinden, wächst ja für Mayreder das Gefühl der Verantwortung für die Liebe, des Liebesgrams, der Liebesunmöglichkeit überhaupt. Und es wäre sehr interessant, denselben Konflikt von Seite der Frau aus zu schreiben, die ihn in gewissen Punkten wohl noch empfindlicher erlebt. Sie schreiben ja, daß Sie das vorhaben. Ein solches Buch (oder Novelle) müßte viel zu sagen haben - für Frauen wie für Männer! [...]"‎

Referentie van de boekhandelaar : 57103

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Komotau, 5. IX. 1907, Gr.-8° (23 x 14,5 cm). 1 1/2 Seiten. Doppelblatt. Karopapier.‎

‎An den Schriftsteller Emil Faktor (1876-1942): "[...] es war mir leider unmöglich, von Ihnen persönlich Abschied zu nehmen [...] Ja, ich bin in diese kleine Stadt gesetzt worden, wo man (schon aus Sehnsucht nach Kontrasten) ungeheuer raffiniert werden muß. Ich bin fast immer allein und schließe mich in die Welt meines großen Romans 'Schloß Nornepygge' ein, der hier bald zu Ende geschrieben sein wird. Gleichzeitig sende ich Ihnen heute eine Skizze 'Inneres und äußeres Gespräch am Strande'. Es ist seit langer Zeit die erste feuilletonistische Arbeit, und sie sollen sehen, dass ich sofort an Sie denke. Die 'Bohemia' hat ja jetzt schon lange keinen Beitrag von mir gehabt [...] Sie werden sich erinnern, daß Sie mich im Frühjahr bei der 'Concordia' angemeldet haben ... Trotzdem erhielt ich bisher keine Erledigung meines Mitgliedschafts-Gesuches und fühle mich dadurch zurückgesetzt [...]" - In Komotau hatte Brod kurzzeitig eine Anstellung bei der Finanzbehörde.‎

Referentie van de boekhandelaar : 57107

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Tel Aviv, 27. IV. 1951, Gr.-8°. (22 x 14 cm). 2 Seiten. Absenderstempel.‎

‎An seine Cousine Steffi Glaser (Schwester von Willy Brod) in Montreal: "[...] Mein Buch kann ich Dir leider nicht senden, da ich von den früher erschienenen Werken keine Duplikate besitze. Aber bei meinem demnächst erscheinenden Buch will ich gern an dich denken. Es wird der Roman 'Der Meister' sein, der jetzt englisch gedruckt wird und, wie ich hoffe, im Spätherbst erscheint. Held des Buches ist Jeshua (Jesus von Nazareth), Du wirst wohl aus meiner Darstellung sehen, daß meine Weltschau sich in manchen Punkten mit der Deinen berührt. Noch näher aber stehe ich einem Buche, daß ich in letzter Zeit gefunden habe: es ist 'Der philosophische Glaube' von Karl Jaspers [...] Es ist ein ungemein klares, gehaltvolles, dabei kurzes Buch [...] Jedenfalls hast Du (meiner Meinung nach) vollkommen recht, wenn Du schreibst, daß die Menschen sehr 'schlampig' sind und das Wichtigste versäumen, wenn sie nicht an Gott glauben. Es ist das A und das O. Mein Leben lang habe ich von nichts anderem geschrieben. Der Wege sind viele. Man muß einander zu verstehen suchen [...]" Über eine Vortragsreise in die Schweiz.‎

Referentie van de boekhandelaar : 57138

‎Falke, Gustav, Schriftsteller (1853-1916)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Hamburg, 29. XII. 1900, 8°. 2 Seiten. Doppelblatt.‎

‎An einen Landgerichtsrat: "[...] Vielen Dank für Ihren Verlaine. Ich habe den ganzen Nachmittag darin geblättert. Sie haben da ein schweres, aber schönes Stück Arbeit geleistet [...]".‎

Referentie van de boekhandelaar : 52171

‎Falke, Konrad, Schriftsteller (1880-1942)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U.‎

‎o.J. Fellbach, 3. II. 1919, 13,5 x 11,5 cm. 1 Seite mit mont. Porträtfotografie.‎

‎"Man muss von den Menschen so niedrig denken, dass man auf alles gafasst ist: zugleich aber so hoch, dass man alles für sie tun kann [...]". - Von 1937 bis 1940 gab Falke gemeinsam mit Thomas Mann die Exilzeitschrift "Maß und Wert" heraus.‎

Referentie van de boekhandelaar : 52172

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Tel Aviv, 26. XII. 1950, Gr.-8° (22 x 14 cm). 3 1/2 Seiten. Absenderstempel.‎

‎An den Schriftsteller Lutz Weltmann (1901-1967) in London über dessen Essay "Kafka's friend, Max Brod: The work of a mediator" (in: German Life and Letters, vol. IV/1, Oct. 1950, p. 46-50): "Vor einigen Tagen brachte mir die Post Ihren Artikel, die Sonderdrucke, Ihren Brief und eine Postkarte - auch für einen früheren Brief habe ich zu danken. Vor allem aber für den warmherzigen Ton Ihrer Würdigung. - Vor allem macht es mich glücklich, daß Sie das Leitmotiv der Liebe in meinen Werken hervorgehoben haben. Und die Figur der Maria Celeste! Ich glaube, daß ich ihr nun im Jesusroman, in einer reinen Frauengestalt (Shoshana), ein würdiges Gegenstück gegeben habe. Der Roman ist zur Hälfte bereits übersetzt. Ich nehme an, daß er Mitte 1951 herauskommt (- wenn wir dann noch leben und atmen -); und dann wird wohl auch der ehrenwerte Mister [Alan] Pryce-Jones [1908-2000] eine etwas andere Haltung mir gegenüber einnehmen. Unsere Zeit ist geblendet vom Begriff des Stars - der Prominenz -; kein Wunder, daß meine Wenigkeit, deren Lehre letzten Endes auf ein großes Verzichten hinausläuft, nicht im Scheinwerferlicht der Rampe steht. Diese Lehre vom Verzicht, die ich in 'Diesseits und Jenseits', auch in 'Unambo' genauer entwickelt habe, hätte ich noch gern in ihrem Essay dargelegt gefunden. Wesentlich ist, daß die besondere Art von Verzicht, die ich lehre, nichts mit Askese, nichts mit Entsagung zu tun hat, - sondern aus Lebensfreude hervorgeht und eine echte geistige Freude ohne Fäulniskeime vermitteln will. Hierin sehe ich meine jüdische Sendung -, im Gegensatz zum christlich gefärbten Nihilismus und Pessimismus (Eliot) und zum Existenzialismus unserer Tage. In Hinblick auf meine Kafka-Deutung haben Sie das ja dankenswerterweise hervorgehoben, für diese klaren Worte schulde ich Ihnen besonderen Dank. - Eine einzige wirkliche Lücke finde ich in Ihrer Darstellung: Sie erwähnen nicht meine prinzipielle Unterscheidung von 'edlem' und 'unedlem' Unglück, die, würde sie bekannter sein, manche Konfusion ideologischer, auch politischer Art ins Reine bringen würde [...] Nachtrag: Ich bekam einen Brief von meinem in London lebenden Neffen, der für mich wie ein Sohn ist [...] Er schreibt mir, daß er (ohne mich vorher irgendwie zu fragen) bei Allen Price-Jones war - er wußte gar nicht, daß dieser das literarische Supplement der Times redigiert [...]"‎

Referentie van de boekhandelaar : 57078

‎Finckh, Ludwig, Schriftsteller (1876-1964)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Gaienhofen, 12. V. 1946, Quer-4°. 1 Seite..‎

‎"[...] Ich kann nicht nach Freudenschaft, ich muß arbeiten. Der D. Schriftstellerverband hette mich eigenmächtig eingekündigt, ohne zu fragen [...]".‎

Referentie van de boekhandelaar : 52170

‎Dulk, Hans, Verleger (nicht ermittelt)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Hamburg, 12. IX. 1963, 1 Seite. Gedruckter Briefkopf.‎

‎An Käte Siemen, über ein geplantes Irland-Buch.‎

Referentie van de boekhandelaar : 52153

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