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Anzahl der Treffer : 68.821 (1377 seiten)

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‎Puff, Wilhelm‎

‎Handgeschriebene Briefkarte.‎

‎(Nürnberg, 1966). 1 in blauschwarzer Tinte einseitig von Hand beschriebene Karte. Format ca. 9 x 14,5 cm (verso von anderer Hand die Absender-Adresse mit Bleistift vermerkt).‎

‎Neujahrsgruß des Nürnberger Dichters W. Puff an A. Paul Weber. "... Und lassen Sie mich Ihnen herzlichst danken, Dr. Drexel, gestattet zu haben, dem Werkchen ["Makabre Stati-on"]aus der Folge Ihrer "Gefangenen"-Blätter die großartige, treffend witzige Dokumentation des "Fraßempfangs in der Zelle" beizufügen". Den "Gefangenen"-Zyklus hatte Weber hauptsächlich in den 60er Jahren lithographiert, in Erinne-rung an seine Untersuchungshaft 1937. - Puff, Wilhelm (1889-1983), dt. Schriftsteller u. Übersetzer. . - Gutes Exemplar.‎

Referenz des Buchhändlers : 57903

‎Pittoni [Ritter von Dannenfeld(t)], Ferdinand, österr. Offizier‎

‎Liebster Vater!. Saubere Abschrift eines Briefes an "Se. Hochwohlgeboren Herren ... J. C. Pittoni Ritter v. Dannenfeldt in Graz".‎

‎Bergamo, 1859. 2 Bll., davon 1 w., die ersten 2 S. in brauner Tinte in überwiegend deutscher Kurrentschrift beschrieben. 4to (Briefbogen gefalzt zu 29 x 23 cm).‎

‎Brief des "tiefbetrübten" Ferdinand, der auf österr. Seite am 2. italien. Unabhängigkeitskrieg teilnahm, datiert "Bergamo am 9. Juni 1859". Darin teilt er seinem Vater mit, daß er "während einer Recognoszirung von einer feindlichen [= italienischen] Patrouille bei Cologno [al Serio] überrascht u. kriegsgefangen nach Bergamo gebracht" worden ist. "Was mein weiteres Schicksal ist, kann ich noch nicht sagen". Allerdings lobt er "die chevalereske Aufnahme" durch den Kommandanten u. die Offiziere, aber "Kriegsgefangenschaft ist das härteste Loos...". - Die militärische Karriere war für den Österreicher dennoch nicht beendet; 1879 wurde er als Oberst des k.k. Infanterie-Regiments Nr. 73 berufen. - Der Adressat Joseph Claudius Pittoni Ritter von Dannenfeld (1797-1878), war ein österreichischer Botaniker. - Mit Kreuzbugfalte, mäßig fleckig auf der unbeschrieb. Rückseite, kurzer Einriß im unt. Falz‎

Referenz des Buchhändlers : 71990

‎Piper, Klaus, dt. Verleger (1911-2000)‎

‎1 masch. Brief mit eigenh. U., auf dem Papier des R. Piper & Co. Verlags, München, mit dessen gedrucktem Briefkopf.‎

‎München, den 18. Juni 1957. 1 Bl., 8°.‎

‎An den Schriftkünstler, Buchgestalter u. späteren Professor für Gestaltung Martin Andersch (1921-1992) in Hamburg-Finkenwerder, der die Neuausgabe des Romans Der Bastard von Brigitte von Tessin gestaltet hatte. "Ich freue mich über das schöne Ergebnis bei der BASTARD-Gestaltung. Ich habe die Zuversicht, daß dieser Umschlag die Erwartungen erfüllen wird, die wir in ihn als wichtigen Verkaufs-Mitträger für die Volksausgabe des Buches setzen." Sendet "den eben bei uns in Neuausgabe erschienenen ersten Gedichtband von Ingeborg Bachmann DIE GESTUNDETE ZEIT, der vielleicht auch Ihre Gattin interessiert..." - Mit 1 Bugfalte.‎

Referenz des Buchhändlers : 62017

‎Otte, Kurt‎

‎Maschinenschriftlicher Brief an den Hamburger Architekten Friedrich Richard Ostermeyer. Unterzeichnet vom Leiter des Kubin Archivs Kurt Otte.‎

‎Hamburg, 26.1.1950. Getöntes Papier im DIN A4-Format.‎

‎Dankesbrief mit gedrucktem Briefkopf "Kubinarchiv Hamburg, Fischmarkt 3" und getippter Absenderadresse Hochallee 43 a. - Anlaß des Schreibens war ein Gespräch über den möglichen Wiederaufbau der historischen Apotheke am Fischmarkt, wo sich bis zur Zerstörung im Krieg das Kubin-Archiv befunden hatte. - BEIGABEN: [1] Der im Brief angekündigte Privatdruck des Spätexpressionisten Rudolf Adrian Dietrich: Abend im Kubin-Archiv. ...Hamburg, zum 65. Geburtstag von Alfred Kubin, 10. April 1942. (Passau, Passavia, 1942. 2 BüttenBll. Mit 1 Illustr. Eins von 250 hs. num. Expl.). [2] Konvolut von 4 Dokumenten in Xerokopie: Widmung Fritz Schumachers für Kurt Otte, auf dem Titel seiner Rede anläßlich der Verleihung des Lessingpreises der Hansestadt Hamburg 1944. 1 Bl. / Dankesbrief des Kultursenators Hans-Harder Biermann-Ratjen an Kurt Otte / Bescheinigung des Senatsdirektors Siemssen aus der Hamburger Kulturbehörde vom 17.1.1948 über die Verbringung der teils beschädigten Kubin-Sammlung aus dem Staatbunker Eiffestraße in die Privatwohnung des Archivleiters in der Hochallee mit Befürwortung der Freistellung des Wohn- und Archivraumes. / Kurzmeldung aus: Echo der Heimat vom 22. Nov. 1945 über Rettung und Neuaufbau des Kubin-Archivs. - Alfred Leopold Isidor Kubin (1877-1959), österreichischer Graphiker, Illustrator u. Schriftsteller. - Kurt Otte (1902-1983), Apotheker u. Kunstsammler‎

Referenz des Buchhändlers : 78809

‎Neunzig, Hans A‎

‎Maschinenschriftl. Brief an Kurt Lothar Tank mit eigenhändiger Unterschrift. Datiert 28. August 1961.‎

‎Hamburg, 1961. 1 Bl. 21 x 15 cm.‎

‎Begleitschreiben zu einem Rezensionsexemplar des Romans "Der Fremde im Weinberg" von Bernard Clavel, erschienen im Christian Wegner Verlag, für den Hans A. Neunzig mehrere Jahre als Lektor tätig war. Er bittet den langjährigen Chefredakteur Kurt Lothar Tank (1910-1978), eine Rezension im "Sonntagsblatt" zu veröffentlichen. Der Roman sei "ungewöhnlich eindrucksvoll" und "in seiner Gesinnung so unantastbar... daß er eine Würdigung an hervorragender Stelle" vielleicht verdiene. Hans A. Neunzig (geb. 1911) verfaßte u.a. Biographien über Johannes Brahms und Dietrich Fischer-Dieskau. - Auf Geschäftspapier mit Briefkopf. Der Christian Wegner Verlag residierte damals im Haus am Domplatz, Curienstr. 2 in der Altstadt. - Mit größerem Buchpreisvermerk von fremder Hand‎

Referenz des Buchhändlers : 91305

‎Motte-Fouqué, Friedrich de la (1843-1921), Kgl. Preußischer Generalmajor‎

‎Hs. Brief mit eigenh. Unterschrift. Infanterie-Regiment 76. J. No. 461 IV. / ,.‎

‎O. U. Dewitz, d. 4. 9. [18]95. 2 Bll. (= 1 gefalt. Bogen), davon das erste einseitig in deutscher Kurrent-Schrift mit schwarzer Tinte beschrieben. 4to. 32,5 x 21 cm.‎

‎An den Königlichen Rittmeister der Landwehr Kavallerie I, Herrn Tesdorpf Hochwohlgeboren, Hamburg: "Euer Hochwohlgeboren / benachrichtigt das Regiment auf die an den Unterzeichneten gerichtete Anfrage vom 28. v. Mts., daß das diesseitige IV. Bataillon angewiesen ist, die erforderlichen Bekleidungs- und Ausrüstungsstücke leihweis zur Verfügung zu stellen. Von der Ausrüstung sind beispielsweis Helme, Patrontaschen etc. nach damaligem Muster nicht mehr vorhanden und würden von diesen daher nur Stücke unserer Proben verabfolgt werden können. / Die zur dauernden Ausstattung gewünschte Feldausrüstung ist das Regiment - ausschließlich Waffen - bereit, gegen Erstattung der Selbstkosten zu überlassen, indessen würde von unseren Stücken zuvor eine Neubeschaffung erfolgen müssen. / LamotteFouqué / Oberst und Regiments Commandeur." - Das Infanterie-Regiment 76 "Hamburg" war das 2. Hanseatische Infanterie-Regiment, stationiert in Hamburg u. Lübeck, dessen Kommandant Friedrich Wilhelm Waldemar Baron de la Motte-Fouqué (1843-1921), Sohn des Dichters de la Motte Fouqué, war. - Mit Kreuzbugfalte u. unauffällig hinterlegten, kurzen Einrissen in den Falzen. Papier gebräunt, eine Blaustift-Anstreich., Blatt 2 verso mit Bleistift-Notiz betr. Ausrüstung‎

Referenz des Buchhändlers : 82220

‎Milhaud, Darius (1892-1974), französ. Komponist‎

‎Eigenhändiger Brief mit U. "Milhaud". Schwarze Tinte auf vorgedrucktem Luftpostleichtbrief (Aérogramme).‎

‎Oakland Cal. 19. Mai 1955. 1 S. (patentgefalt. Bogen), verso adressiert u. mit eig. Absenderstempel. 4to (30 x 18 cm). Poststempel vom 20. Mai 1955.‎

‎An einen Hamburger Journalisten u. Hörfunkredakteur, dem er für einen Brief zur deutschen Uraufführung von Milhauds "David" (Hamburg am 31.März 1955) dankt. - Mit 3 BEIGABEN: [1.] Programmheft u. Eintrittskarte zur konzertanten Aufführung (deutsche Uraufführung) von Milhauds Oper "David" (Libretto von Armand Lunel) in der Hamburger Musikhalle am 31. März 1955, mit dem Sinfonie-Orchester des NWDR unter der Leitung von Hans Schmidt-Isserstedt. Den jungen David sang Hermann Prey. 12 S. Mit 1 montierten Portrait-Tafel. Illustr. OKart. (Umschlag u. Innendeckel vorn teils stärker gebräunt). Mit einem Text von Heinz Joachim. - [2.] Zwei Rezensionen (Hamburger Abendblatt und die ZEIT) vom 1. April 1955. - [3.] Rostand, Claude: Gespräche mit Darius Milhaud. [Ins Deutsche übertragen von Richard Moering]. Hamburg, Claassen, [1954]. 165 S. Mit 4 s/w Abb. auf Tafeln. 20,5 cm. OLn. - Erste deutsche Ausgabe. - U.a. über den "Unhold" Wagner, die Kritiker, Skandale und Erfolge, Schönberg und das Zwölftonsystem, Bühnenmusik u.a.m. - Der aus wohlhabender jüdisch-provenzal. Familie stammende Darius Milhaud war ein führender Vertreter der neuen französischen Musik. Er lebte, arbeitete u. lehrte bis 1971 im US-amerikan. Exil. -‎

Referenz des Buchhändlers : 87906

‎Mimi [Grah]‎

‎Hs. Postkarte mit Unterschr. Wiesbaden, 27. Juni 1881.‎

‎o.J. 2 Seiten. Ca. 9,2 x 13,9 cm. Gehämmerter Feinkarton mit vorgedrucktem Adressfeld der Deutschen Reichspost u. Postwertzeichen.‎

‎An Herrn Peter Grah, Sundwig bei Iserlohn: "Papa ist heute früh angekommen. Ich erwarte Dich also Mittwoch Abend 8 Uhr 27 - am Bahnhof! H. Gr. u. K. Mimi ". Peter Grah (1852-1935) war ein Stahlfabrikant u. Gründer der Sundwiger Eisenhütte. - Mit Poststempel. Leicht gebräunt u. etwas begriffen.‎

Referenz des Buchhändlers : 78987

‎Mayer, Wilhelm, deutsch-peruanischer Kaufmann (1912-1993)‎

‎Maschinenschriftlicher Brief mit eigenhändigem Gruß und Unterschrift. Huancayo, Peru, Casilla 284, den 15.10.1961.‎

‎o.J. 2 Bl., Luftpostpapier, einseit. beschrieben. 28 x 21,5 cm. Mit gedrucktem Briefkopf.‎

‎An die "liebe Familie Möller" in Hamburg. Kurze Schilderung einer aufreibenden Reise von Buenos Aires zur Milchfarm seines Bruders [Reinhard] in Huancayo, Peru, gefolgt von der Wiedergabe des spanischen Textes von Calderon de la Barcas "El Alcalde de Zalamea" (Der Richter von Zalamea. 2. Akt, letzte Szene) mit parallel getippter Übersetzung ins Deutsche. Nach einigen eher familiären Anmerkungen (Abreise der Schwester Franziska, erwarteter Besuch aus Amsterdam etc.) schließt der Brief mit der Bitte, Frau Leimkuehler zu grüßen, denn "bei der Anrede kann ich weder Mutter, noch Schwiegermutter, noch Grossmutter benutzen". - Wilhelm Mayer, Sohn jüd. Eltern, war 1935 über Antwerpen nach Peru ausgewandert, wo er die Fa. Guillermo Mayer & Co., Eisenhandlung und Haushaltsartikel aufbaute. Seine Eltern waren der in Theresienstadt ermordete Hamburger Kaffee-Importeurs Heinrich Mayer (1866-1942) und Marie Auguste geb. Dehn (geb. 1880), die 1944 in Auschwitz umkam. - Mit Querbugfalten und einem kurzem Randeinriß‎

Referenz des Buchhändlers : 79088

‎Marchtaler, Hildegard‎

‎Eigenhändige, beidseitig beschriebene Briefkarte.‎

‎(Hamburg, 1972). (ca. 9 x 14,5 cm) an [Kurt Detlev] Möller, datiert 20. V. 1972.‎

‎Die Hamburger Historikerin u. Genealogin H. von Marchtaler ("Die Slomans", "Aus Althamburger Senatorenhäusern" u.a.m.) dankt dem Archivrat des Vereins für Hamburgische Geschichte K. D. Möller für seine Glückwünsche zu ihrem 75. Geburtstag u. berichtet u.a. von dem Besuch von Margret Kümmell aus Kiel. - Gutes, sauberes Exemplar.‎

Referenz des Buchhändlers : 52842

‎Matthaei, Emma‎

‎Handschriftlicher Brief "an den Herrn Doctor Matthaei in Göttingen". In gefälliger deutscher Kurrentschrift in schwarzer Tinte, mit Datum u. Unterschrift "Emma Mattaei geb. Jochheim".‎

‎Weihnachten, 1837. Rosenfarbener Doppelbogen mit umlaufender Bordüre u. Schreiblinierung als großflächigem Wasserzeichen, gefaltet zu 21,5 x 12,8 cm.‎

‎Georg Christian Rudolph Matthaei [Matthäi (1798-1872)], Dr. der Theologie in Göttingen, "der durch seine an Hegel angelehnte Theologie des Geistes und durch Angriffe auf die Professoren seiner Fakultät einen Skandal erregte", ließ sich nach 24 Jahren in Halle habilitieren (Johannes Tütken, Privatdozenten im Schatten der Georgia Augusta, Tl. I, 2005. S. 330). Werke: "Die Lehre vom Geiste, wider ihre Gegner allseitig gerechtfertigt, in Briefen" (1834); "Auslegung des Evangeliums Johannes" (1837) u.a. - Die Schreiberin macht ihrem "verehrte[n] Herr[n] Bruder" (= Schwager?) ein kleines Festgeschenk, nämlich "die heilige Schrift mit den von mir selbst gearbeiteten Bildnissen unseres Meisters und seines liebsten Jüngers" (diese nicht erhalten). - Partiell etwas verblasst u. knitterig; 2 Querbugfalten mit feinen Brüchen u. Einrissen. In schönem liniehaltenden Duktus (siehe Wasserzeichen).‎

Referenz des Buchhändlers : 93144

‎Loeffler, Ludwig, Jurist (1906-1989)‎

‎Eigenh. Brief mit Unterschrift.‎

‎Hamburg, Rathenaustr. 27, 11. Mai 1982. 1 S., mit schwarzer Tinte in deutscher Kurrent-Schrift beschrieben. 4to. Kreuzbugfalte.‎

‎An Peter Freimark (1972-1993), Leiter des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden, u. Günter Marwedel: "Sehr geehrte Herren! Bitte nehmen Sie meinen von Herzen kommenden Dank entgegen: vor wenigen Tagen ist Ihr Band über die Geschichte der Juden in H., A., W. eingetroffen, mit welchem Sie mich riesig erfreut und überrascht haben..." [Es handelte sich um: Günter Marwedel: Geschichte der Juden in Hamburg, Altona und Wandsbek. Hamburg, Christians, 1982. 55 S.] - Freimark u. Marwedel waren Dozenten am Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg. - Der Jurist L. LOEFFLER war Rechtsberater der Jüdischen Gemeinde Hamburg von 1939 bis zu seiner Deportation nach Theresienstadt im Sommer 1943. Er überlebte die Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz u. Groß-Rosen; nach dem Krieg leitete er die Beratungsstelle für Wiedergutmachung in Hamburg u. übernahm zahlreiche Ehrenämter in jüdischen Organisationen (B. Meyer, Verfolgung u. Ermordung der Hamburger Juden, S. 130). - DABEI: Fotokopie des Briefes sowie Fotokopie einer Rezension des Buches in der FAZ vom 30.8.82 von Ernst G. Lowenthal. - Mit Kreuzbugfalte. Gutes Exemplar‎

Referenz des Buchhändlers : 57858

‎Magersuppe, Karl (1900 - 1981), Puppenspieler u. Prinzipal‎

‎Maschinenschriftl. Brief mit Stempel "Die Holzköppe" u. Unterschr. "Ihr Karl Magersuppe".‎

‎Brüder-Grimm-Stadt Steinau, 1972. 1 Oktav-Bogen, quer (15 x 21 cm), mit Briefkopf, im Umschlag mit Briefmarkenausschnitt. - BEILAGEN: [1.] 1 gedruckte Glückwunschkarte mit Figurenfoto aus dem Fernsehfilm "Pole Poppenspäler" (24. Dezember 1968). - [2.] Spielplan 1975 des Steinauer Marionettentheaters, zweifach. - [3.] 2 Sonderdrucke aus der Fuldaer Zeitung, 31. Dez. 1974 und 24. Dez. 1975. Gebräunt.‎

‎An die Volkskundlerin Gotthilde Güterbock (1906 - 1992) in Friedelsheim in der Pfalz mit Datum 26. Januar 1972. - Dankt "ein wenig verspätet" für ein "freundliches Schreiben vom 7. Dezember". Berichtet, "nach der Turbulenz der vorweihnachtlichen Spiele nun im Januar Betriebsferien gemacht zu haben... Es war sicher für Sie recht interessant, die Prager zu erleben und Sie haben also auch die Unterschiede durchaus erkannt." (Gemeint ist wohl "Das Prager Marionetten-Theater Spejbl und Hurvínek" das 1972 in der BRD gastierte). - Verso hs. Adressangabe in dt. Kurrentschrift in Blei "Steinau a. d. Str. / Postfach 42".‎

Referenz des Buchhändlers : 92255

‎Lappenberg, Johann Martin (1794-1865), Historiker und Archivar‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit schwarzer Tinte auf dünnem Schreibpapier mit Wasserzeichen-Prägestempel (Superfine Paper Bath mit Krone). Blankenese d. 4. Sept. 1854.‎

‎o.J. 1 Bl. (21 x 13 cm). Einmal quer gefaltet.‎

‎An Friedrich Lorenz Hoffmann (1790-1871), Hamburger Jurist, Zensor, Bibliothekar und Bibliograph publizierte ab 1852 23 Folgen über "Hamburger Bibliophilen, Bibliographen und Litterarhistoriker". - Lappenberg dankt Hoffmann "für eine sehr interessante Symbole zur Hamburgischen Buchdrucker Geschichte. Ihre Mitteilungen haben wie immer, so besonders diesesmal, nicht nur das Verdienst der Reichhaltigkeit, sondern besonders das des inneren Werthes". Offenbar war Hoffmann im Besitz einer Ausgabe von Joh. Aepinus' "Pinacidion de Romane ecclesiae... adversus impudentem Hamburgensium canonicorum autonomiam" (1530), um dessen Zusendung Lappenberg bittet, da er infolge eines Ischias-Anfalls "Muße für leichte Nebenbeschäftigungen" habe. - Johann Martin Lappenberg war von 1823 bis 1864 Hamburger Archivar und arbeitete u.a. an der "Monumenta Germaniae Historica" mit. Er initiierte die Edition der Hanserezesse, gab Hamburger Urkunden, verschiedene Chroniken und Rechtstexte heraus und war über Jahre der maßgebliche Erforscher zur Hamburger Geschichte und ihrer Quellen‎

Referenz des Buchhändlers : 79608

‎Kudriaffski, Eufemia von (1820-1881), österreichische Schriftstellerin u. Malerin‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit blauer Tinte in Kurrentschrift geschrieben. München 1872.‎

‎München, 1872. 2 Bll., davon 3 S. beschrieben (17,5 x 11 cm).‎

‎An einen nicht namentlich genannten Freund. Kudriaffski berichtet von ihren Unternehmungen in den letzten Tagen (Besuche von Sammlungen und. Kirchen) und weiteren Plänen und hofft auf ein baldiges Wiedersehen: "Verehrter Herr Professor! Ich habe die herrlichen Bücher beendet und seufze nach Mehr! ... ich bringe die Bücher zurück und hole Weiteres - mit Ihrer Erlaubniß". - Zu E. Kudriaffski siehe BLKÖ 13, S. 306 f.; Pataky I, S. 462. - Mit 1 Querfalte‎

Referenz des Buchhändlers : 79643

‎Kudriaffsky, Eufemia von (1820-1881), österreichische Schriftstellerien u. Malerin‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit schwarzer Tinte auf grünlichem Papier. Ohne Ort u. Jahr.‎

‎o.J. 2 Bl., davon die ersten 2 S. beschrieben (14 x 11 cm).‎

‎An einen nicht namentlich genannten Freund, den die zeitweilig in Dresden lebende Wienerin bittet, ihr in München ein Hotel in Bahnhofsnähe zu melden: "Hochverehrter Freund! Mein Lebensschifflein steuert mich so Gott will am 12 Mai Münchenwärts wo ich am 13 Mittags anlange und am 14 ins gelobte Land weiterfahre. Ich rechne stark darauf im Casa Ille ein gutes Plauderstündchen zu erleben..." - Zu Eufemia (auch: Euphemia) Kudriaffsky siehe BLKÖ 13, S. 306 f.; Pataky I, S. 462‎

Referenz des Buchhändlers : 79642

‎Kudriaffski, Eufemia von (1820-1881), österreichische Schriftstellerin u. Malerin‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit blauer Tinte in Kurrentschrift geschrieben. München 1872.‎

‎o.J. 2 Bll., davon 2 1/2 S. beschrieben (17,5 x 11 cm).‎

‎An einen nicht namentlich genannten Professor. Sie sucht Rat für eines ihrer Bilder, berichtet von ihren Erlebnissen in den letzten Tagen u. weiteren Plänen, dankt für ihr verschaffte Bücher etc.: "Sehr bedauerte ich Ihren lieben Besuch verfehlt zu haben. Ich war von 10 - ? 12 Uhr im Nationalmuseum von H. v. Altenek selbst liebenswürdig geleitet". - Zu E. Kudriaffski siehe BLKÖ 13, S. 306 f.; Pataky I, S. 462. - Jakob Heinrich von Hefner Alteneck (1811-1903) war seit 1868 Direktor des Bayrischen Nationalmuseums in München (vgl. NDB 8, S. 204 f.). - Mit 1 Querfalte‎

Referenz des Buchhändlers : 79644

‎Kruglewsky-Anders, Lieselotte‎

‎Maschinenschriftlicher Brief mit Unterschrift. An den Hamburger Kultursenator Reinhard Philipp.‎

‎1974. 1 Blatt mit Briefkopf der Griffelkunst-Vereinigung in Hamburg. 29,5 cm.‎

‎Datiert 26.2.74. Lieselotte Kruglewsky-Anders (1915-2009), damals Geschäftsführerin der Griffelkunst-Vereinigung (ab 1991 deren 1. Vorsitzende), an den Hamburger Kultursenator und FDP-Politiker Reinhard Philipp (1925-1988) betreffend A. Paul Webers Buch "Kritische Graphik". Reinhard bekam es verspätet, dafür aber mit einer handkolorieten Lithographie zugeschickt. - Gut und sauber‎

Referenz des Buchhändlers : 91331

‎Kopitzsch, Franklin, Prof. Dr., dt. Historiker u. Politiker (geb. 1947)‎

‎Maschinenschriftlicher Brief mit U.‎

‎Hamburg, 7. Mai 1982. 1 Blatt, einseitig beschrieben. 4to.‎

‎An Dr. Peter Freimark in Hamburg: "Haben Sie vielen Dank für die Zusendung des Büchleins von Herrn Marwedel. Ich finde es sehr gut, daß nun eine knappe Übersicht zur Geschichte der Juden... vorliegt, die auch für ein größeres Publikum als erster Einstieg u. als Leitfaden geeignet ist..." (= Günter Marwedel: Geschichte der Juden in Hamburg, Altona und Wandsbek. Hamburg, Christians, 1982. 55 S.) - Freimark u. Marwedel waren Dozenten am Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg. - Der Brief enthält u.a. einige Hinweise auf die Vorbereitungen zur Bürgerschaftswahl in Winterhude. - Kopitzsch, 1991-2001 sozialdemokrat. Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, stellt Freimark im Postscriptum einen Sonderdruck seiner "Grundzüge einer Sozialgeschichte der Aufklärung in Hamburg und Altona" in Aussicht. - Mit Kreuzbugfalte. Gutes Exemplar.‎

Referenz des Buchhändlers : 57864

‎Kogan, Leonid Borissowitsch‎

‎PORTRAIT Leonid Borissowitsch Kogan. Schwarz-Weiss-Fotografie (Original-Abzug), Hüftbild des musizierenden Geigers im Profil, mit Autogramm, datiert 7. II. 72).‎

‎[Hamburg], 1972]. 17,5 x 12,8 cm. Autogramm des Künstlers auf Trägerkarton (dieser verso mit leeren Fotoecken).‎

‎Aufgenommen während eines Konzertes in der Hamburger Musikhalle (heute Laeiszhalle) im Februar 1972. - Leonid Borissowitsch Kogan (1924-1982), ein sowjetischer Violinist jüdisch-ukrainischer Abstammung, war einer der berühmtesten Geigenvirtuosen seiner Zeit. Der enge Freund von David Oistrach konzertierte, obwohl als öffentlichkeitsscheu bekannt, fast in der ganzen Welt. Sein stets auswendig gespieltes umfangreiches Repertoire (zunächst auf einer Stradivari, später auf einer Guarneri) reichte von Bach über Mozart bis Brahms und Beethoven bis zu Alban Berg und Schostakowitsch. - Wenig auffällige Griffspur am linken Rand.‎

Referenz des Buchhändlers : 91278

‎Knudsen, Knud‎

‎Eigenhändig beschriebene Foto-Postkarte an Kurt Lothar Tank. Datiert 20.1.70.‎

‎(Frankfurt a. M.), 1970. Einseitig mit blauer Tinte beschriebene Karte; auf der Bildseite ein s/w Foto der Max Horkheimer-Bronze des Künstlers K. K. von 1966 in der Stadt- u. Universitäts-Bibliothek in Frankfurt am Main.‎

‎Knud Christian Knudsen (1916-1998), deutscher Bildhauer, Verleger, Autor, dankt dem Freund Kurt Lothar [Tank] für dessen "wohlwollenden Hinweis" auf sein Buch* im "Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt" u. verweist ferner auf den 75. Geburtstag Max Horkheimers am 14. Februar: "Vielleicht ein Anlass, meine hier abgebildete Bronze zu bringen". - *K. Knudsen: Die zwölf Temperamente. Eine Figurenreihe zur Selbsterkenntnis und Beurteilung anderer. München, Thiemig, 1969.‎

Referenz des Buchhändlers : 77585

‎Kraske, Bernd M. (Hrsg.)‎

‎Scripta. Aus der Autographen-Sammlung Rolf Italiaander. Auswahl u. Kommentar von Bernd M. Kraske.‎

‎(Hamburg), Edition Museum Rade, (1984). 86 S. Mit zahlr. Abb. u. Faks. 4to, 29,5 cm. OKart.‎

‎Eines von 600 von Rolf Italiaander numerierten u. signierten Exemplaren. Mit hs. WIDMUNG Italiaanders a. d. Titel, dat. 1. 9. '84. - Autographen von Jorge Luis Borges, Benjamin Britten, Alfred Döblin, Gustaf Gründgens, Theodor Heuss, Oskar Kokoschka, Frans Masereel, Rudolf Nurejew, Pablo Picasso, Albert Schweitzer u.v.a. Mit Register. - Zu dem Schriftsteller, Übersetzer u. Ethnographen R. Italiaander (1913-1991), Begründer des Museum Rade bei Hamburg, siehe R. Kirchhof (Hamburger Bibliographien, 20). - Gutes Exemplar mit schwach gebräuntem Umschlagkarton.‎

Referenz des Buchhändlers : 50711

‎Holstein, [Friedrich] Franz von (1826-1878) Komponist u. Schriftsteller‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit violetter Tinte in deutscher Kurrentschrift, datiert L. d. 17. 10. 1877.‎

‎o.J. 4 beschriebene S. mit wenigen eigenhändigen Korrekturen. 21,5 x 14,5 cm.‎

‎An einen nicht namentlich genannten Tenorsänger. Bericht von Probenarbeiten an der Leipziger Oper, von dem großen Erfolg seiner Oper "Die Hochländer" in Braunschweig, vvon dem Abt geschrieben habe: " ... daß man sie wenigstens 8 Mal im Winter geben werde, sehr viel für Braunschweig", wünscht sich den Freund für die Hauptrolle des Reginald; ferner schreibt er "ganz...im Vertrauen" von seinem Zwist mit Pollini, dem Direktor der Hamburger Oper. - F. F. von Holstein verfaßte die Libretti seiner Opern selbst; außerdem war er Leiter der Bach-Gesellschaft in Leipzig; er starb etwa ein halbes Jahr nach diesem Brief (vgl. ADB 13, S. 1 f.). - Franz Wilhelm Abt (1819-1885), Komponist, seit 1853 Hofkapellmeister in Braunschweig (ADB 45, S. 686 f.); Bernhard Pollini (eigtl. Baruch Pohl, 1838-1897), Tenor, Intendant, seit 1874 Direktor der Hamburger Oper, seit 1876 auch Leiter des Altonaer Stadttheaters‎

Referenz des Buchhändlers : 79667

‎Höllerer, Walter (1922-2003), deutscher Schriftsteller u. Literaturkritiker‎

‎Eigenhänd. Brief mit U. Berlin, 26.8.68. Auf dem Briefpapier des Literarischen Colloquiums Berlin mit gedr. Briefkopf u. Fußzeilen.‎

‎[1968]. 2 S. 29,5 cm. (DIN A4 hoch).‎

‎An den Literaturkritiker u. Feuilletonredakteur Kurt Lothar Tank: "Hier schicke ich Ihnen, als Vorausexemplare, die ersten 7 Bde der LCB-Publikationen*. Mir scheint, Sie werden sich besonders für die Geschichten von Knoff**, der eine Weltentdeckung ist, für Bisinger, Brandner und für Grass interessieren. Vielleicht können Sie unsere "Sitzriesen", die für die Semantik wichtigen Cover-Fotos***, in Ihrer Zeitung abdrucken: grosszügig ohne Honorar gestattet. - ..." - * 1963 von Höllerer begründete Reihe. - ** Artur Knoff = Günter Grass. - *** "Stuhl-Porträts" von Renate von Mangoldt. - Flüchtige Schrift mit blauem Kugelschreiber auf beidseitig beschrieb. Papier. Mit Kreuzbugfalte‎

Referenz des Buchhändlers : 76571

‎Hofer, Theodor Louis, Bibelverleger u. -missionar‎

‎Eigenh. POSTKARTE mit U. Wien, 24. Mai 1910. Qu.-Kl.-8vo. 1 S. An Rudolf Baumann, Oberrevisor des Eisenwerks in Witkowitz, Mähren.‎

‎o.J. Im Druck frankierte Postkarte, ca. 9 x 14 cm, mit beidseitigem Stempel der Britischen u. Ausländischen Bibelgesellschaft, Wien. Anschrift u. rückseitiger Text in schwarzer Tinte in lateinischer Schrift.‎

‎Beantwortet die Anfrage nach einer Großdruck-Ausgabe des Neuen Testaments in schwedischer Sprache u. schließt mit der Bitte, "bei eventueller Bestellung angeben zu wollen, ob die betreffende Ausgabe in lateinischer oder gotischer Schrift gedruckt sein soll." - Theodor L. Hofer war seit 1902 in der Nachfolge Henry Millards, Sohn des Engländers Edward Millard (1822-1906), Geschäftsführer der gegen d. Widerstand der römisch-katholischen Kirche nach englischem Vorbild tätigen Bibelgesellschaft in Österreich-Ungarn. (Geschichte der ÖBG). - Etw. gebräunt; mit Knickspuren.‎

Referenz des Buchhändlers : 56595

‎Hertel, Gernot‎

‎Eigenhändiger Brief in blauer Tinte auf weißem Papier, datiert 25.III.65. "Lieber Felix, Ich möchte Dich heute mit einem jungen Mann bekannt machen, der Dich interessieren dürfte - Chansonssänger [sic!] Peter Rohland"...‎

‎Kippenheim, 1965. 4 1/2 S. Handschrift, beigefügt 2 Bll. maschinenschr. Text. 30 x 21 cm. Klammerheftung in der ob. linken Ecke.‎

‎Der Schreiber berichtet, wie er in mehrmonatiger Zusammenarbeit unter anderem zu dem Programm "In Deutschland gelebt - unter Deutschland gelitten" den Sänger kennengelernt habe, dessen "hohe Begabung gepaart mit völliger Geschäftsuntüchtigkeit" ihm aufgefallen sei. Er berichtet von Rohland als einem der ersten Vertreter jiddischer Folklore u. von dessen neuestem Programm "Landstreicherlieder", die am 15. April bei Polydor erscheinen werden. Um nun Rohland zum Erfolg zu verhelfen, bittet er den Adressaten inständig, eine Besprechung aufzunehmen u. alle publizistischen Mittel aufzubieten. - Beilagen: Kurzer Abriß vom musikalischen Werdegang des aus der Jugendbewegung kommenden Liedermachers u. Volksliedforschers Peter Rohland (1933-1966) sowie eine Einführung zu der erwähnten Veranstaltung "In Deutschland gelebt...". - Der junge Schauspieler Gernot Hertel (geb. 1940) stand derzeit kurz vor seiner Abschlußprüfung an der Reinhardt-Schule in Berlin u. vor seinem ersten Engagement in Hannover. Der Adressat ist vermutlich Felix Schmidt (geb. 1934), seinerzeit verantwortlicher Redakteur für Musik u. Schallplatten beim "Spiegel". - Ecken l. geknickt, Blätter links gelocht, 1 Beilage gebräunt‎

Referenz des Buchhändlers : 85337

‎Heiseler, Bernt von‎

‎[Autograph].‎

‎Ohne Ort, ohne Jahr. Zweizeiliges Motto "Was Sonderung war, wird Versöhnung sein", handgeschrieben und signiert vom Schriftsteller Bernt von Heiseler (1907-1969).‎

‎Loses Blatt (ca. 19 x 11,5 cm), undatiert. Zitat zum Roman "Versöhnung"(1953), geschrieben in blaugrauer Tinte. - Papier leicht gebräunt‎

Referenz des Buchhändlers : 62607

‎Hausmann, Manfred, dt. Schriftsteller (1898-1986)‎

‎Eigenh. Brief mit U. Datiert 10. 6. 1955.‎

‎Oberstdorf/Allgäu, Kuranstalt Stillachhaus, 1955. 2 S. In blauer Tinte. DIN A5 mit Briefkopf u. Fußzeile, quergefaltet im frankiertem, adressiertem Briefumschl. mit gedrucktem Absender.‎

‎An einen Dorfschullehrer in Flechtdorf/Waldeck, der den Rat u. das Urteil des Dichters über die lyrischen Versuche eines seiner halbwüchsigen Schüler erbeten hatte: "(...) Wie W.?s Entwicklung sich auch gestalten mag: Die Verse, die er jetzt zu formen versucht, sind ernst zu nehmen. Kein Mensch kann sagen, ob sein Bedrängtsein nur eine Erscheinung des Zwischenalters oder ein echtes Begnadet- und Verfluchtsein (...) ist. (...) Ich glaube, Sie müssen mit Ihrem Schüler noch eine Weile Geduld haben. Wenn Sie ihm helfen wollen, schenken Sie ihm doch Rilkes "Briefe an einen jungen Dichter" (Inselbüchlein). Darin ist alles hundertmal besser gesagt, als ich es kann." - Inhaltsreicher Brief in guter Erhaltung.‎

Referenz des Buchhändlers : 86232

‎Gottschall, Rudolph (1823-1909), Dramatiker, Erzähler u. Literaturkritiker‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit schwarzer Tinte auf einfachem Schreibpapier mit Briefkopf (Blätter für Literarische Unterhaltung). Leipzig, den 23 Ags. 1875.‎

‎o.J. 1 Bl. (22,5 x 14 cm). Zweimal gefaltet.‎

‎An: "Herrn Dr. Ed. Rueffer, hier" - wohl Eduard Rueffer (1835-1878), in Prag ansässiger deutscher Schriftsteller, der belletristische und militärhistorische Werke verfaßte.- Mahnung an den säumigen Mitarbeiter, endlich die lang zugesagte Rezension mehrerer Bücher, darunter des ersten Bandes der Sammlung "Amerikanische Humoristen", abzuliefern. "Inzwischen ist der zweite und dritte Band dieser jedenfalls ( ) hervorragenden ( ) ... erschienen; wir möchten Sie daher, indem wir diese wieder beilegen, ersuchen, Ihre Kritik des ersten Bandes zurück zubehalten und mit einer Besprechung der Weiteren zu einer Gesamtkritik der Sammlung zu verschmelzen". - Rudolph Gottschall war Autor von zu seinen Lebzeiten vielgespielten Theaterstücken und langjähriger Chefredakteur der Leipzig "Blätter für literarische Unterhaltung". Er initiierte die Gründung des Zusammenschlusses "Deutscher Schachbund".‎

Referenz des Buchhändlers : 79599

‎Gollwitzer, Helmut‎

‎[Redeentwurf (Fragment)] in blauer Tinte. Unterzeichnet "Helmut Gollwitzer".‎

‎[ca. 1978]. 1 Bl. 21 x 15 cm.‎

‎Gollwitzer, Helmut (1908-1993), ev. Theologe. - 10. und letztes Blatt mit Kladdenotizen zu einer Rede, in Tinte geschrieben und mit Kugelschreiber korrigiert und ergänzt. Überwiegend unleserlich bis auf die Unterschrift und die Begriffe "FDGO" (mehrfach), "polit. Wirklichkeit", "Zukunft": "Niemand anderes [einige Wörter durchgestrichen] entscheidet über Verwirklich[un]g u. Zukunft uns[erer] Demokratie als allein wir selbst, ..." .‎

Referenz des Buchhändlers : 82682

‎Ghelfi, Augusto (1911-2000), ital. Künstler‎

‎Eigenh. Brief mit U. Brescia, 25.10.[19]71.‎

‎o.J. 1 Seite. 4to. Mit eigenh. Briefumschlag (des Arici Club Brescia). - Mit 2 schmalen Katalogen der Galleria d'arte "San Michele" Brescia, November 1971, Umschl., 4 S., u. November 1973, Umschl., 8 S.‎

‎An eine Hamburgerin mit Dank für "le belle foto di Hamburgo", den Erwerb einer Zeichnung: "Sono veramente lieto che il disegno che ha acquisato da me le sia piaciuto." Bereitet sich auf eine neue Ausstellung vor u. hofft auf eine Fortsetzung der Freundschaft. - Der aus einer toskanischen Familie stammende Augusto Ghelfi, älterer Bruder der Künstler Gianni u. Luigi, lebte u. wirkte in Brescia. - Mit doppelter Querbugfaltung, Einriss am linken Rand, der Umschlag seitlich grob aufgerissen. Alle Teile unterschiedlich gebräunt, stellenweise gering fleckig.‎

Referenz des Buchhändlers : 85919

‎Gesetzentwurf‎

‎Handgeschriebener Nachtrag(sentwurf) zur Hamburger Zollordnung. Additament zur Hamburgischen Zoll-Ordnung vom 16ten December 1816. Subadjunctum sub litt. A.‎

‎(Hamburg, [ca. 1823]). 3 gefalt. Bögen, davon 10 S. mit brauner Tinte in deutscher Kurrent-Schrift beschrieben. Blattgröße ca. 32 x 20 cm. Fadengeheftet.‎

‎Auf Bütten mit dem Wasserzeichen HWS u. Emblem (= Löwe mit Schwert auf Sockel mit Inschrift "Vryheyt" u. Umschrift "Pro patria eiusque libertate"). - Enthält u.a.: Herabsetzung des Zolls für "sowohl seewärts als land- u. flußwärts ausgehende Waaren"; Befreiung kleiner "Versendungen bis 100 Pf. an Gewicht" bis zu einem besteimmten Wert, gegen Vorlage einer entsprechenden Deklaration; der Schiffszoll für Seeschiffe "bis 20 Commerzlasten" wird herabgesetzt u. sie sind vom Lotsengeld befreit, "sofern sie sich keines Lootsen bedient haben"; Berichtigung von Zollangaben ist straffrei, wenn sie freiwillig u. nicht von der Zollbehörde veranlaßt geschieht; ferner Einzelbestimmungen zu Zollstrafen; alle "zum Behuf einer Zolldefraudation gebrauchte Transportmittel sind der Confiscation unterworfen"; u.a.m. - Mäßig angestaubt, Ecken etw. bestoßen, entlang der Heftung teils gebrochen.‎

Referenz des Buchhändlers : 57909

‎Garvens, Erwin‎

‎Maschinenschriftlicher Brief von Theodor Hagelberg an Erwin Garvens. Mit gedrucktem Briefkopf "Ehemalige Wilhelm-Gynasiasten e. V.".‎

‎Hamburg, 1962. 1 Bl. , einseitig beschrieben. 21 x 15 cm.‎

‎Mit Bezug zu einem Treffen ehemaliger Abiturienten der Michaelisklasse 1902 am Wilhelm-Gymasium in Hamburg. Erwin Garvens, (1883-1969), Hamburger Jurist, Verwaltungsbeamter und Publizist, Verfasser des Buches "Der fröhliche Jungfernstieg". - Theodor Hagelberg (1. Vorsitzender des Vereins "Ehemalige Wilhelm-Gymnasiasten"), mit dessen Unterschrift‎

Referenz des Buchhändlers : 91303

‎Friedländer, Max‎

‎Maschinenschriflticher Brief mit eigenhändiger Unterschrift. Datiert Berlin, 1. Febr. 1907.‎

‎1907. 2 S. Feinkarton (17,5 x 12,6 cm), 1x gefaltet.‎

‎Max Friedländer 1852-1934) Sänger und Musikwissenschaftler. Nach einer kurzen Karriere als Bassist wandte er sich der Forschung. Franz Schuberts Liedern und dem deutschen Volkslied galt sein Interesse besonders; so betreute er als Leiter des preußischen Volksliedausschusses die sogenannten Kaiserliederbücher. Er war zudem Gründer des Musikarchivs des deutschen Volksliedes in Berlin.. - Der Brief richtet sich an einen unbekannten Professor. Dieser hatte ihn um Pressematerial gebeten, um Werbung für einen Vortrag Friedländers zu machen, der wohl Ende Februar stattfand. - Ohne die im Brief erwähnten Pressestimmen. - Gut und sauber‎

Referenz des Buchhändlers : 91294

‎Freimark, Peter‎

‎Kleines Autographenkonvolut, enthaltend einen Brief von Peter Freimark (als Durchschlag) und 4 handgeschriebene Briefe bzw. Karten an den Autoren und Orientalisten. Aus den Jahren 1964-1994.‎

‎1964 ff.‎

‎[1.] Durchschlag eines maschinenschriftl. Briefes (Münster 7.10.1964) von Peter Freimark an Prof. Ch. Pellat in Paris wg. Abklärung von Freimarks geplantem Dissertations-Thema "Die Einleitung arabischer Bücher als literarische Form in der frühen Abassiden-Zeit". 1967 erschien seine Dissertation unter dem Titel "Das Vorwort als literarische Form in der arabischen Literatur". - [2.] Maschinenschriftl. Postkarte des Orientalisten Karl-Heinz Pampus (Bonn 15.8.66) mit eigenhändiger Unterschrift: "In medias res: die strittige Arbeit liegt mir vor, - d. h. es ist keine eigentliche Arbeit, sondern lediglich ein wiss. Aufsatz von acht doppelspaltigen Quartseiten - also wohl keine Konkurrenz für eine Diss., el-hamdulüllah!... Herzl. Grüße für Weib und Mutter! Dein Pimp". - Leicht gebräunt. - [3.] Handschriftl. Kärtchen (6,5 x 12,5 cm) des Hamburger Druckers und Verlegers Kurt J. Christians für die Zusendung eines Saas-Fée-Artikels: "Mußte ihn gleich im Kontor lesen, großartig geschrieben". - [4.] Kopie der Dankesrede von Barbara Gerber anlässlich der Verleihung des Kurt-Hartwig-Siemers-Preises 1989 für ihre Arbeit "Jud Süß. Aufstieg und Fall im 18. Jahrhundert". Mit handgeschrieb. Umschlag (Adresse, Absender und Postskriptum). - [5.] Maschinenschriftl. Brief des ehemaligen Hamburger Kultursenators Wolfgang Tarnowski (dat. 13.3.1991) mit eigenhändiger Unterschrift. "Hut ab vor so viel Fleiß und Gelehrsamkeit... Es ist einfach fabelhaft, was für eine Förderung von Ihrem Institut ausgeht.". - Der Judaist und Islamkundler Peter Freimark (1934-2008) leitete von 1972 bis 1993 das "Institut für die Geschichte der deutschen Juden" in Hamburg und publizierte u.a. zur Geschichte der Hamburger Juden, zu den Weltreligionen u.a.m. und widmete sich intensiv den Fragen historischen Erinnerns.‎

Referenz des Buchhändlers : 82655

‎Frapan-Akunian, Ilse (1849-1908), Schriftstellerin‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "I. Fra Pan". Mit schwarzer Tinte in deutscher Kurrentschrift. Hamburg, 1882.‎

‎o.J. 2 Bl., davon 1 S. beschrieben . (22,5 x 14,5 cm).‎

‎[Nebst zwei Beigaben]. - An den nicht namentlich genannten Redakteur einer nicht genannten Zeitschrift, mit der Bitte um Abdruck einer der Novellen Frapan-Akunians: " ... ist doch das Interesse augenblicklich mehr denn je auf Rußland, also auch auf seine typischen Figuren gelenkt; die Hauptperson ... giebt sich durchaus als eine solche, nach dem Leben gezeichnete". - S. 1 oben links mit fremdem Vermerk: Mskr. zurück 28/8. 82. - BEIGABE A: 1 Eigenhändige Postkarte von ders. an "Herrn Dr. Adolf Philipp, p. Adr. Stadttheater-Direktion, Hamburg" aus Genf-Onex vom 7.6.1902 , betr. ihre Komödie "Phitje Ohrtens Glück": "Ist es schon bestimmt, wer die Titelrolle spielen wird? " -Gestempelt u. gelocht - BEIGABE B: Eigenhändiger Brief von ders. aus Genf-Onex, 16.4.1906 an einen Redakteur: "Für die Ausschnitte aus der 'Märkischen Volksstimme' besten Dank. Wie mir mein Verleger mitteilt, ist der Roman 'Arbeit' zum Zweit-abdruckvon dem gen. Blatte angekauft worden".- Beide Beigaben m. Unterschr. Ilse Frapan-Akunian. - Zu Ilse Frapan (d.i. Elise Therese Levien) siehe NDB 14, S. 398 f.‎

Referenz des Buchhändlers : 79630

‎Fischer, Pit‎

‎[Collage].‎

‎[Hamburg, [vor 1999]. 1 gefalzter, schmaler Querbogen braunen Papiers mit mont. farb. Bilder-Collage aus ausgeschnittenen u. gezeichneten Teilchen, handsigniert. In maschinenschriftl. adressiertem, gefüttertem weißen Briefumschlag.‎

‎Als Brief an Rolf Mares. Rechts: "Lieber Rolf - falls Du keine Illusionen mehr hast - anbei eine kleine Auswahl. Zum Geburtstag alles Liebe und weiter viel Glück" (vermerkt auf einem ausgeschnittenen, bemalten Osterei, aus dem sich der Kopf eines Rehbocks hervorarbeitet), daneben eigenhändig in Rot "Dein Pit" u. in Blau "+ Deine Nicole [Heesters]". Links: in der oberen Ecke gedruckt "pit fischer", ein mont. Kopf eines singenden Mannes mit Zwicker u. Hut über einer aus einem Notenblatt ausgeschnitten Wolke u. eine mild lächelnde gelbe Sonne. - Pit Fischer (1937-2010), Bühnenbildner, war verheiratet mit der Schauspielerin Nicole Heesters; Rolf Mares (1930-2002), Hamburger Politiker u. Kulturschaffender, war zeitweilig Direktor mehrerer Hamburger Bühnen. - Die leere Außenseite mit 2 Braunflecken, der mit gedrucktem Absender versehenen Briefumschlag leicht fleckig; sonst gutes Exemplar eines originellen Glückwunsches.‎

Referenz des Buchhändlers : 62639

‎Fahrenholtz & Sievers, Hamburger Handelshaus‎

‎Handgeschriebener Geschäftsbrief mit U. Hamburg d 20 Aug 1753. 1 1/2 S. eines gefalt. Bogens mit hs. Anschrift verso.‎

‎o.J. Gefalzter Briefbogen mit Wasserzeichen, mit brauner Tinte beschrieben. (23,5 x 18,2 cm). Patentbrief-Faltung. Gesiegelt u. gestempelt "Hambourg".‎

‎[An die] Herren Kaufleute Schröder & Schyler, Bourdeaux (sic!), ein noch heute bestehendes familiengeführtes Unternnehmen, eine Gründung der Lübecker Jean Henri Schyler u. Jacques Schröder aus dem Jahre 1739. - Verhandelt wird eine Bestellung von "feine(m) Martinique Caffe", die mit verschiedenen Wechseln der Kaufleute Guilliam Clamer bzw. Stisser & Schmidt, Amsterdam, bezahlt werden soll. - Die "Hamburger Kaufleute und Falliten Fahrenholtz & Sievers" erscheinen in Akten des Staatsarchivs von 1757-1762 als Empfänger eines Darlehns in Höhe von 1.000 Reichstalern, das offenbar mit einer vorgetäuschten Bürgschaft gesichert war. - Mit Siegelresten. Die Außenfalze beim Öffnen des Briefes teils beschnitten.‎

Referenz des Buchhändlers : 81669

‎Drexler, Julius (1870-1927 ?), dt. Bildhauer‎

‎Handgeschriebene Postkarte mit Unterschrift, an "Frau D. Wennecker (sic!)" in Hamburg-Blankenese. 14 Zeilen in schwarzbrauner Tinte. In deutscher Kurrentschrift; die Anschrift in Blei in latein. Ausgangsschrift. Dat. 26. Feb. (19)23.‎

‎1923. Beiseitig beschrieben. Ca. 9 x 14 cm. .‎

‎Absenderadresse Adalbertstr. 51, München. Empfängerin Dora Wenneker in Hamburg-Blankenese, Goethestr. 3. - Drexler teilt der Landschaftsmalerin u. Fabrikantentochter Dora Wenneker-Iven (1889-1980) mit, "der Broncegießer [habe] bis jetzt die Figur noch nicht in Angriff genommen" u. begründe dies damit, dass die Gusskosten jetzt allein schon den angesetzten Betrag ausmachten. "Unter diesen Umständen werden wir wohl beide auf das Werk verzichten müssen." - BEIGABE: 3 weitere handbeschrieb. Postkarten, eine davon von Wilhelm M. Busch ("Circus Busch"). - Mit Briefmarke u. Poststempel. Die amtl. Postkarte [Vordruck mit Schriftbändern: "Nimm ein Postscheckkonto" u. "Preis: Freigebühr + Papierzuschlag"] gebräunt, mit leichtem Eckenknick.‎

Referenz des Buchhändlers : 92054

‎Einem, Gottfried von‎

‎PORTRAIT Gottfried von Einem. Schwarzweiß-Fotografie. Brustbild im Halbprofil mit Autogramm, datiert Hamburg, 17.9.1964.‎

‎[Hamburg], 1964. 17,5 x 13 cm auf Trägerkarton montiert. Der Karton vom Künstler großzügig signiert und um ein eigenhändiges Notenbeispiel aus "Der Zerissene" ergänzt.‎

‎Gottfried von Einem (1918-1996) war ein österreichischer Komponist. - Er kompnierte Opern und Ballette, aber auch Sinfonien, Konzerte und Kammermusik. Libretti entstanden oft in Zusammenarbeit mit seinem Kompositionslehrer Boris Blacher und seiner zweiten Frau Lotte Ingrisch. - Vorliegendes Portrait entstand anläßlich der Uraufführung von von Einems Oper "Der Zerrissene" (nach einer Posse von Johann Nestroy), inszeniert von Oskar Fritz Schuh. - BEIGABE: 6 kl. s/w Fernaufnahmen (6 x 8 cm) von Bühne und Schlußapplaus.‎

Referenz des Buchhändlers : 87800

‎Eichstädt, Heinrich Carl Abraham (1771-1848), Altphilologe, Professor, Bibliothekar‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit schwarzer Tinte in deutscher Kurrentschrift,.‎

‎o.J. Benndorf (über Altenburg), 2. V. 1838. 3 S. Gefalt. Oktav-Bogen (20,5 x 16,5 cm). Gebräuntes Papier der Mühle Blankenburg. Mit Wasserzeichen.‎

‎An einen nicht namentlich genannten männlichen Adressaten: "Ew. Wohlgeboren gütige Zuschrift vom 6 April beantworte ich aus meinem ländlichen Asyl, wohin ich mich zur Herstellung meiner Gesundheit geflüchtet habe"... - Er verspricht genaue Nachrichten nach seiner Rückkehr nach Jena hinsichtlich einer Beschäftigung "an unserem Institut" u. diskutiert philologische Fragen. Heinrich Karl Abraham Eichstädt (1771-1848), einer der bedeutendsten klassischen Philologen seiner Zeit, Mitglied verschied. Akademien u. Gesellschaften, war von 1818 bis 1848 Besitzer von Rittergut und Schloss Benndorf, seinem "Asyl" (vgl. ADB 5, S. 742 f.). - Mit Kreuzbugfalten, verso schwacher Rotfleck durch Lackversiegelung (Couvert nicht erhalten).‎

Referenz des Buchhändlers : 79635

‎Eichstädt, Heinrich Carl Abraham (1771-1848), Altphilologe, Professor, Bibliothekar‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit schwarzer Tinte in deutscher Kurrentschrift,.‎

‎Jena, 7. XI. 1844. 2 S. Gefalt. Oktav-Bogen (27,7 x 22,5 cm).‎

‎An einen nicht namentlich genannten männlichen Adressaten: "Ew. Excellenz nicht mit einem zweyten Schreiben zu behelligen, verschob ich meinen ehrerbietigen Dank für Ihre sehr gütige Zuschrift vom 12. März d. J., bis ich von der mir gegebenen Erlaubniß, durch Ihre geneigte Vermittelung meinen Briefwechsel nach St. Petersburg u. Dorpat zu befördern, würde Gebrauch machen können [.]"... - Er berichtet, "zwey kleine litterar. Sendungen an [.] den Hn. Geheimen Rath v. Beck (Beek?) u. [.] Hn. Staatsrath v. Graefe in St. Petersburg" geschickt, aber "zur Zeit von keinem der beiden Freunde Antwort erhalten" zu haben. Bittet, "gelegentlich einmal nachfragen zu lassen". - Zu Heinrich Karl Abraham Eichstädt (1771-1848), einem der bedeutendsten klassischen Philologen seiner Zeit, Mitglied verschied. Akademien u. Gesellschaften, vgl. ADB 5, S. 742 f. - Robert Gabriel von Bacheracht (1798-1884), kaiserlich russischer Staatsrat, Diplomat, 1825-1849 mit der Schriftstellerin Therese von Bacheracht (geb. Struve) verheiratet. - Christian Friedrich von Graefe (1780-1851), Altphilologe u. Archäologe, Mitglied der St. Petersburger Akademie (ADB 9, S. 555 f.). - Heinrich Christian Samuel von Beck (1768-1853), kaiserlich russischer Geheimer Rat, enger Vertrauter des Zaren Alexander I. (Thüringer Allgemeine vom 26.10.2013). - Etwas knitterig, wasserrandig u. mit (teils alt-unterlegten Einrissen, wenige Buchstaben durch Tintenfraß verloren. Mit Kreuzbugfalte‎

Referenz des Buchhändlers : 82115

‎Duboc, Minna (geb. 1822), Liederdichterin u. Ehefrau von Charles Edouard Duboc (Pseud. Waldmüller)‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. [Dresden], 10.3.86 Carusstr. 17.‎

‎o.J. 1 Blatt (kariertes Schreibpapier), violette Tinte. (22 x 14 cm).‎

‎An einen namentlich hicht genannten Adressaten, der kürzlich nach Dresden gezogen war: "Daß wir uns zu Ihrem Bleiben bereits gratulieren dürfen steht wohl außer Zweifel! Aber selbst, wenn Dresden das Unbegreifliche verschuldete, würde wir nicht minder dankbar der uns durch Ihr Hiersein bescherten Kunstgenüsse eingedenk bleiben". Minna (eig. Wilhelmine) Duboc war die Gattin des Schriftstellers Charles Edouard Duboc (1822-1910), der unter dem Pseudonym Robert Waldmüller Romane, Dichtungen und Übersetzungen publizierte und in Dresden eine führende Figur der literarischen Szene war. Von Minna Duboc selber sind einige Liedertexte bekannt. Mit Kurzvermerk von alter Hand‎

Referenz des Buchhändlers : 79594

‎Claassen, Hildegard‎

‎Handschriftlicher Weihnachtsgruß auf einem Wolkenbütten-Kärtchen. Einseitig beschrieben in blauer Tinte.‎

‎Ohne Ort u. Jahr. 7 x 10,5 cm.‎

‎"Herzliche Weihnachtsgrüße, Hilde Claassen". Ohne Anrede. - Hildegard Classen (1897-1988), Kunsthistorikerin und Verlegerin, Witwe des Verlegers Eugen Claassen.‎

Referenz des Buchhändlers : 86859

‎Bußmann, Hadumod, dt. Sprachwissenschaftlerin (geb. 1933)‎

‎2 masch. Briefe mit U., auf dem Papier des S. Fischer Verlags, Theaterabteilung. Mit den Durchschlägen der Antworten des Adressaten, 1 mit Paraphe.‎

‎Frankfurt am Main, 21. u. 29.3.1961. 2 Bll., 4°. - DABEI: 2 Bll. (1 Durchschlagpapier), dito. Hamburg, 24.3. u. 18.4.1961.‎

‎An den Kritiker Edwin Montijo in Hamburg-Fuhlsbüttel, von dessen Wunsch nach Übersetzung eines italienischen Stückes B. durch Frau Dr. [Maria Müller-] Sommer vom Kiepenheuer-Verlag erfahren habe, weshalb sie anfragt, ob er mit einer Probeübersetzung von Testoris "L'Arialda" an einer Art Wettbewerb des Verlags teilnehmen wolle. Montijo stellt am 24.3. richtig, daß er so einen Wunsch nicht geäußert habe, wohl aber "als leidenschaftlicher Wahl-Italiener natürlich vor allem [sich] für italienische Literatur interessiere". Verbindlich antworten könne er erst, da er das Stück nicht kenne, nachdem er es gelesen habe u. vor allem die genauen Bedingungen u. Termine des "Wettbewerbs" kenne. Am 29.3. kündigt Frau Bußmann an, ihm so bald wie möglich den Text zur Verfügung zu stellen, der Wettbewerb solle zwischen 3 vom Verlag angeschriebenen Übersetzern stattfinden, der Verlag würde sich dann für die entscheiden, die ihm am Besten erscheine. Montijo bedankt sich am 18.4. (durch "eine kurze Reise" verspätet) für den inzwischen eingetroffenen "L'Arilda"-Text, findet seine Fragen bezüglich des Wettbewerbs aber nicht zureichend beantwortet, möchte auch wissen, wie die Probeübersetzung vergütet werde u. wie die Vertrags- u. Honorar-Bedingungen für eine endgültige Übersetzung aussehen. Außerdem mahnt er den "schmählich verwahrlosten u. ungepflegten Zustand" des Grabes von Alfred Kerr auf dem Ohlsdorfer Friedhof an, das "doch auch irgendwie in die Zuständigkeit des S. Fischer Verlages" fiele... - Die Philologin H. Bußmann (geb. 1933), die später an der Münchner Universität lehrte, arbeitete 1954-1961 als Lektorats-Assistentin in der Theater-Abteilung des Fischer-Verlags. - Frau Dr. Sommer (geb. 1922) begann 1946 als Dramaturgin in der Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs GmbH und wurde 1950 alleinige Gesellschafterin u. Geschäftsführerin des Verlags. - Das Theaterstück des Schriftstellers Giovanni Testori (1923-1993) "L'Arialda" über das Mailänder Arbeitermilieu, 1960 von Lucchino Visconti inszeniert u. von der Mailänder Staatsanwaltschaft verboten, erschien 1962 bei Fischer in der Übersetzung von Heinz Riedt (1919-1997). - Blätter mit Kreuzbugfalten u. Büroklammer-Spuren; der Durchschlag vom 29.4.61 tlw. gebräunt u. mit kleinen Läsuren im Falz. - Im Ganzen gut.‎

Referenz des Buchhändlers : 57829

‎Brinckmann, Justus‎

‎Eigenhänd. Brief mit U. (Hamburg,) 8. Juni 1890.‎

‎(Hamburg), 8. Juni 1890. 8vo. 4 S. Doppelblatt.‎

‎Justus Brinckmann, Kunsthistoriker, Jurist. (1843-1915). - An einen Herrn Konsul (wahrscheinlich Emile Nölting aus Hamburg). - Äußert sich ausführlich über "das Kummchen mit der Gräfin Kosel-Marke" "von altem japanischen Hizen-Porzellan", im Besitz des Konsuls, an dessen Erwerb B. stark interessiert ist. - In schwarzer Tinte, auf einem Bogen des "Hamburgischen Museum für Kunst und Gewerbe", dessen Gründer u. Leiter B. war. - Schwach gebräunt; Kreuzbugfaltung. Im Querbug sauber gebrochen.‎

Referenz des Buchhändlers : 26535

‎Busch, Wilhelm M‎

‎Und wenn Du denkst, ich seh Dich nicht ... Zwanzig Vexierbilder von Wilhelm Martin Busch.‎

‎Haarlem, Heinrich Ellermann, 1947. 12 nn. Bl. Mit 20 ganzseit. Illustr. 15 cm. OBroschur m. illustr. Orig.-SU.‎

‎Erste Ausgabe. - Bezauberndes Büchlein mit Suchbildern, die Wilhelm M. Busch für seine Kinder Thomas, Reinhold und Annettchen schuf. - BEIGABE: Eigenhändig beschriebene und unterzeichnete Kunstpostkarte (Post-Stempel unleserlich) mit Neujahrsgrüßen von Wilhelm M. Busch an einen Hamburger Sammler und Freund. - Wenig gebräunt, zwei Bilder zart ankoloriert. - Selten!‎

Referenz des Buchhändlers : 93408

‎Bilbo, Jack‎

‎Jack Bilbo: An autobiography. The first forty years of the complete and intimate life story of an Artist, Author, Sculptor, Art Dealer, Philosopher, Psychologist, Traveller, and a Modernist Fighter for Humanity.‎

‎London, The Modern Art Gallery, [1948]. 6 Bll., 468 S. (einige nicht paginiert). Mit zahlr. s/w. Illustr. u. Fotokollagen auf Tafeln sowie 20 mont. Farbtafeln. 4to. 35 cm. OLn. mit RVergold.‎

‎BEIGABE: Maschinenschriftlicher Brief mit dem Briefkopf Bilbos u. eigenhändiger Unterschrift an den Lithographen, Zeichner u. Maler A. PAUL WEBER (1893-1980) mit Dank für ein zu Weihnachten 1966 zugeschicktes Buch "mit Ihren wunderbaren Zeichnungen... es gibt zu wenige Paul Webers in diesem Scheissland. Machen Sie nur so weiter; die Menschheit braucht Sie". - Das Buch gibt einen ausgedehnten Überblick über Leben und Werk des Autors, Malers, Galeristen, Antifaschisten, Abenteurers, Seemanns und Gastwirts Jack Bilbo (d.i. Hugo Cyrill Kulp Baruch, 1907-1967). Bekannt wurde er bereits 1932 mit seinem Roman "Ein Mensch wird Verbrecher", in dem er seine angebliche Tätigkeit als Al Capones Leibwächter schildert. - Einband berieben u. leicht bestoßen, erste Blätter an den ob. Ecken geknickt, 1 Bl. gestaucht, 1 Bl. mit Randeinriß, 1 Bl. mit kleinem beigefügten Eckausriss.‎

Referenz des Buchhändlers : 84749

‎Becke, Franz Arnold von der (1754-1832), Politiker u. Jurist‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit schwarzer Tinte in deutscher Kurrentschrift geschrieben. (München) 17. Oct. 1812.‎

‎o.J. 1 Bl. (23,5 x 18,5 cm), einseitig beschrieben. In gefalztem bezeichneten Schutzbogen montiert.‎

‎An einen namentlich nicht genannten Adressaten. Brief zu einer Rechtsfrage: "Euer Hochwohlgebohren haben in ihrem gefälligen Schreiben vom 12. d.M. ohne Zweifel das allerhöchste Königl. Rescript vom 18. Sept. gemeint, welches durch das O.A.G.am 2. Oct. abschriftlich mitgetheilt worden ist, indem diese Stelle unter dem leztgenannten Datum meines Wissens über die Qualifications-Tabellen keine weitere Entschließung erlaßen hat". - Franz Arnold von der Becke wurde 1807 Oberjustizdirektor in München, 10 Jahre später Staatsrat u. Direktor beim Justizministerium, endlich 1823 Oberappellationsgerichts-Präsident. - Leicht knitterspurig u. stockfleckig, mit kurzem Randeinriß.‎

Referenz des Buchhändlers : 79634

‎Biermann-Ratjen, Hans Harder‎

‎Maschinenschriftlicher Brief an Kurt Otte. Mit Unterschrift. Auf Geschäftspapier (Kanzlei Crasemann, Biermann-Ratjen, Nissen, Notare).‎

‎Hamburg, 23. Dezember 1946. 1 Bl. 21 x 14,8 cm. - BEILAGE: Orig.-Foto Biermann-Ratjen tanzend. 12 x 9 (11 x 8) cm, matt. Phot. Rodestock, Elmau.‎

‎Mit Kopierstift signiert. Der Jurist, FDP-Politiker und Hamburger Kultursenator Hans Harder Biermann-Ratjen (1901-1969) bedankt sich bei Kurt Otte (1903-1982), Hamburger Kunstsammler und Begründer des Kubin-Archivs, für eine Graphik von Alfred Kubin. Der Beschenkte findet es "ganz herrlich und (hat) bereits einen Wechselrahmen gefunden und es aufgehängt". - Gut u. sauber‎

Referenz des Buchhändlers : 91315

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