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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LE BRODEUR. Exemple des erreurs que commet parfois la nature dans l'étiquette des sexes. Ainsi, de même qu'on voit de soi-disant femmes qui portent la culotte, une façon de moustaches, qui jouent du cornet-à-piston, de la contre basse, ou qui composent des romans humanitaires; de même on voit de soi-disant hommes, qui pincent de la harpe, ourlent des cravattes, brodent au tambour avec leurs mains d'homme, et qui au besoin, font un peu de cuisine.‎

‎o.J. DER STICKER. Dies ist ein Beispiel für die Fehler, die der Natur gelegentlich bei der Zuordnung der Geschlechter unterlaufen. So sieht man manchmal sogenannte Frauen die Hosen tragen oder auch einen Schnurrbart, das Jagdhorn blasen oder den Contrabass spielen und humanitäre Romane schreiben. Man trifft sogar gelegentlich sogenannte Männer, die die Harfe zupfen, Kravatten besticken, und mit Männerhänden den Häkelrahmen bedienen... und im Notfall können sie sogar kochen. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 33:24,5 cm. ? Besonders im oberen Bildteil braunfleckig. Literatur: Daumier-Register 859, II (von 2); Delteil 859, II (von 2), Nr. 2 der Serie ?Monomanes?. - Sur blanc!‎

‎MONOMANES (Die Eigenbrödler) ist eine Serie von 8 Lithographien, welche zwischen 25. Oktober 1840 und 5. März 1841 in Le Charivari und (die Nr.3) in La Caricature erschienen sind.Es existiert ein Album in-4° demi basane, Paris, L. Pannier, welches die folgenden kompletten Serien enthält: Coquetterie, Silhouettes, Monomanes, Scènes grotesques, Sentimens et Passions. Es kann als recht selten bewertet werden.Ein weiteres Album der Monomanes und der Silhouettes in-4° demi chagr. kolriert sur blanc wurde ebenfalls angeboten. - JUNGGESELLEN. Daumier hatte selber erst mit 38 Jahren die junge Schneiderin Alexandrine Dassy geheiratet, kannte sich also mit den Problemen des bürgerlichen Junggesellen bestens aus. Nur hatte er, im Gegensatz zu seiner Kunstfigur, Monsieur Coquelet, es gewagt, den Sprung in die Ehe zu wagen, während Coquelet aus Ersparnisgründen oder Geiz auf eine feste Bindung verzichtete. Daumier zielt in dessen Person nicht nur auf die Eintönigkeit des Junggesellendaseins ab, sondern vor allem auf den Geiz eines solchen Mitglieds der Gesellschaft. Die damit verbundene Einsamkeit des Einzelgängers steigert sich in einer übertriebenen Liebe zum Tier, meist Hund , Katze, Kanarienvogel aber auch einer Pflanze, die im Fenster-Blumentopf liebevoll gepflegt wird und als Ersatz dienten. Wehmut auf verpasste Gelegenheiten schimmert gelegentlich durch, während der voll kontrollierte Tagesablauf zwischen 7 Uhr morgens und 9 Uhr abends die Limiten der menschlichen Entfaltung und die Verschwendung wertvoller Zeit auf subtile Art anprangert.‎

Bookseller reference : HD-114

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Le savant. Il y a Savants et Savants, comme il y a Fagots et Fagots. D'abord le Savant qui sait (c'est l'espèce la plus rare); puis le Savant qui ne sait rien ou qui sait des choses niaises et inutiles, c'est-à-dire moins que rien. Le Savant de ces diverses Catégories passe pour un homme grave, profond; il a de très bonnes places et fait du bruit dans le monde, comme tout ce qui est creux. Il coule des jours remplis d'agréments et exempts d'infirmités, sauf qu'il est sujet à la croix d'honneur et à l'Académie.‎

‎o.J. Der Wissenschaftler. Es gibt Wissenschaftler und Wissenschaftler, keiner ist wie der andere. Einmal gibt es den, der alles weiss (das ist das seltenste Exemplar); dann gibt es jenen, der nichts weiss oder nur vollkommen unwichtige und unnütze Dinge, mit anderen Worten: er weiss weniger als nichts. Der Wissenschaftler all dieser Kategorien wird als tiefschürfender und ernsthafter Mensch gesehen: er ist immer im Mittelpunkt und ist laut, wie alle, die nichts wissen. Seine Tage sind angenehm und ereignislos, ausser wenn ihm das Ehrenkreuz oder die Mitgliedschaft in der Akademie aufgedrängt werden. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 32,1:24,7 cm. ? Linke untere Ecke fehlt, mehrere Druckstellen und zwei Einrisse in den Seitenrändern. Literatur: Daumier-Register 860, II (von 2); Delteil 860, II (von 2), Nr. 3 der Serie ?Monomanes?. - Sur blanc!‎

‎MONOMANES (Die Eigenbrödler) ist eine Serie von 8 Lithographien, welche zwischen 25. Oktober 1840 und 5. März 1841 in Le Charivari und (die Nr.3) in La Caricature erschienen sind. Es existiert ein Album in-4° demi basane, Paris, L. Pannier, welches die folgenden kompletten Serien enthält: Coquetterie, Silhouettes, Monomanes, Scènes grotesques, Sentimens et Passions. Es kann als recht selten bewertet werden.Ein weiteres Album der Monomanes und der Silhouettes in-4° demi chagr. kolriert sur blanc wurde ebenfalls angeboten. - ZU DIESEM BILD. Das Blatt erschien in La Caricature 2e année, Nr. 43. Wir haben hier einen neuen Zustand hinzugefügt, welcher bei Delteil nicht registriert worden war. Er wird hier als dritter Zustand beschrieben.A.B.‎

Bookseller reference : HD-115

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Le savant. Il y a Savants et Savants, comme il y a Fagots et Fagots. D'abord le Savant qui sait (c'est l'espèce la plus rare); puis le Savant qui ne sait rien ou qui sait des choses niaises et inutiles, c'est-à-dire moins que rien. Le Savant de ces diverses Catégories passe pour un homme grave, profond; il a de très bonnes places et fait du bruit dans le monde, comme tout ce qui est creux. Il coule des jours remplis d'agréments et exempts d'infirmités, sauf qu'il est sujet à la croix d'honneur et à l'Académie.‎

‎o.J. Es gibt Wissenschaftler und Wissenschaftler, keiner ist wie der andere. Einmal gibt es den, der alles weiss (das ist das seltenste Exemplar); dann gibt es jenen, der nichts weiss oder nur vollkommen unwichtige und unnütze Dinge, mit anderen Worten: er weiss weniger als nichts. Der Wissenschaftler all dieser Kategorien wird als tiefschürfender und ernsthafter Mensch gesehen: er ist immer im Mittelpunkt und ist laut, wie alle, die nichts wissen. Seine Tage sind angenehm und ereignislos, ausser wenn ihm das Ehrenkreuz oder die Mitgliedschaft in der Akademie aufgedrängt werden. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 36,1:23,9 cm. ? Horizontale Mittelfalte geglättet, fleckig, die rechten Ecken etwas knitterfaltig. Literatur: Daumier-Register 860, II (von 2); Delteil 860, II (von 2), Nr. 3 der Serie ?Monomanes?. - Sur blanc!‎

‎MONOMANES (Die Eigenbrödler) ist eine Serie von 8 Lithographien, welche zwischen 25. Oktober 1840 und 5. März 1841 in Le Charivari und (die Nr.3) in La Caricature erschienen sind. Es existiert ein Album in-4° demi basane, Paris, L. Pannier, welches die folgenden kompletten Serien enthält: Coquetterie, Silhouettes, Monomanes, Scènes grotesques, Sentimens et Passions. Es kann als recht selten bewertet werden.Ein weiteres Album der Monomanes und der Silhouettes in-4° demi chagr. kolriert sur blanc wurde ebenfalls angeboten. - ZU DIESEM BILD. Das Blatt erschien in La Caricature 2e année, Nr. 43. Wir haben hier einen neuen Zustand hinzugefügt, welcher bei Delteil nicht registriert worden war. Er wird hier als dritter Zustand beschrieben.A.B.‎

Bookseller reference : HD-116

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LE GUITTARISTE-AMATEUR. Narguant le baillement immense / Qu'il provoque en chantant ses vers, / Il chanterait une romance, / Sur les débris de l'univers...‎

‎o.J. DER AMATEUR GITARRIST. Er missachtet das allgemeine Gähnen / und singt seine kleinen Verse; / wie gern würd' er Romancen erwähnen / statt das Ende des Universums. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 33:24,7 cm. ? Etwas braunfleckig. Literatur: Daumier-Register 861, II (von 2); Delteil 861, II (von 2), Nr. 4 der Serie ?Monomanes?. - Sur blanc!‎

‎MONOMANES (Die Eigenbrödler) ist eine Serie von 8 Lithographien, welche zwischen 25.10.1840 und 5.03.1841 in ?Le Charivari? und (die Nr.3) in ?La Caricature? erschienen sind.‎

Bookseller reference : HD-117

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LE RÉGULATEUR. Le mot régulateur s'appliquant d'ordinaire à une espèce de machine, peut très bien s'appliquer à l'individu ci-dessus. On trouve à Paris, dit la ville la plus spirituelle du pays le plus spirituel de l'Univers, plusieurs douzaine de particuliers dont l'unique occupation intellectuelle est de régler, chaque jour, leur montre au coup de midi sur le coup de canon du Palais-Royal. Ici, la poudre fait le bonheur de ceux qui ne l'ont pas inventée.‎

‎o.J. DER REGULATOR. Diesen Begriff benutzt man üblicherweise in Zusammenhang mit einer Maschine. Er mag aber auch für das hier gezeigte Individuum gelten. In Paris, angeblich die geistvollste Stadt der Welt, findet man ein paar Dutzend höchst eigenartiger Männer, deren einzige intellektuelle Beschäftigung darin besteht, pünktlich am Mittag zum Kanonenschuss am Palais Royal ihre Uhren einzustellen. Hier wird das Kanonenpulver wenigstens für einen guten Zweck benutzt. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 33,1:24,7 cm. ? Etwas braunfleckig. Literatur: Daumier-Register 862, II (von 2); Delteil 862, II (von 2), Nr. 5 der Serie ?Monomanes?. Selten! - Sur blanc!‎

‎MONOMANES (Die Eigenbrödler) ist eine Serie von 8 Lithographien, welche zwischen 25. Oktober 1840 und 5. März 1841 in Le Charivari und (die Nr.3) in La Caricature erschienen sind.Es existiert ein Album in-4° demi basane, Paris, L. Pannier, welches die folgenden kompletten Serien enthält: Coquetterie, Silhouettes, Monomanes, Scènes grotesques, Sentimens et Passions. Es kann als recht selten bewertet werden.Ein weiteres Album der Monomanes und der Silhouettes in-4° demi chagr. kolriert sur blanc wurde ebenfalls angeboten. - ZU DIESEM BILD. Das Blatt bezieht sich auf den täglichen Kanonenschuss, welcher exakt um 12 Uhr mittags losging, und nach welchem die Pariser ihre Uhren einstellten. Dieser kleine Kanonen-Chronometer war bereits 1786 installiert worden und wurde bis Oktober 1914 benutzt‎

Bookseller reference : HD-118

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎L'Adoption. Ah ça! Robert, mon ami, tu tombes dans le pastoral, tu te livres à l'adoption?.?. tu vas bientôt couronner des rosières ! .?. (Robert) oui, j?ai adopté cette enfant, je veux goûter le bonheur de la famille?? (Wormspire) tu veux marier ta pupille?.. ? Oui, la bien marier ? Oui, la marier richement, préparer pour ma vieillesse?? - Préparer pour ta vieillesse?. une bonne pension alimentaire?. et gagner le prix Monthion?? connu, connu!‎

‎o.J. Die Adoption. - Na sowas! Robert, mein Freund, Du wirst ja langsam häuslich. Du beschäftigst Dich mit Adoption?... Fehlt nur noch, dass Du die Jungfrauen beim Dorffest mit Rosen krönst... (Robert) - Ja, ich habe dieses Kind adoptiert. Auch ich möchte Familienglück erleben... (Wormspire) - Du möchtest wohl das Mündel heiraten?... - Ja, gut verheiraten. Reich verheiraten als Vorsorge für mein Alter. - Ah, als Deine Altersvorsorge, eine gute Pension.... und ausserdem den Preis Monthion gewinnen.... kennen wir alles, kennen wir alles!... Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Chez Aubert gal. Vero-Dodat, und: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 34:25,2 cm. Literatur: Daumier-Register 875, II (von 3); Delteil 875, II (von 3), Nr. 10 der Serie ?Robert Macaire??. Selten! - Sur blanc!‎

‎ROBERT MACAIRE (2. Serie). Serie von 20 Blättern, publiziert im Charivari von Oktober 1840 bis November 1841. Die Blätter Nr. 2 und 20 wurden ausserdem in La Caricature (2. Serie) veröffentlicht. Die Blätter tragen jeweils den Serientitel ?Robert Macaire? oben in der Mitte, und oben rechts steht ?2e Série? und die jeweilige Blattnummer. - ALBUM. 1840/41 wurde ein ?Album Robert Macaire 2ème série? veröffentlicht. Es enthielt alle 20 Blätter dieser Serie. Herausgeber waren Philipon und Aubert. Unter dem Begriff "Le couronnement de la Rosière" verstand man früher eine jährliche Dorfveranstaltung, bei welcher Mädchen für ihr sittenhaftes Benehmen mit einem Rosenkranz geehrt wurden. Ausserdem erhielten sie dazu eine kleine Mitgift, an die sich hier Robert Macaire heranmacht. - ROBERT MACAIRE. So realistisch die Person des Robert Macaire erscheinen mag, so sehr ist sie doch nur eine Kunstfigur, entstanden aus der Phantasie von Frédéric Lemaitre, der sie im Jahr 1834 für ein Theaterstück einsetzte. Bereits im Jahre 1823 wurde die Figur von Benjamin Antier für ein Stück mit dem Titel ?L?Auberge des Adrets? zum ersten Mal benutzt, bevor sie unter Lemaitre zum Bühnenerfolg wurde. Dieser fügte noch die Personen von Serres, bzw. Bertrand als leicht dümmlichen Partner des gerissenen Macaire hinzu. Ursprünglich geht jedoch die Figur des Macaire bis ins Jahr 1371 zurück, als - so lautet die Legende - Aubri de Montdidier, ein Adliger am Hofe von Charles V von Macaire ermordet wurde. Die Tat wurde gerächt durch seinen Hund, der dem Mord beigewohnt hatte. In einem Duell zwischen dem Hund und Macaire wurde Macaire getötet, jedoch nicht ohne vorher die Tat gestanden zu haben. Macaire personifizierte den cleveren Geschäftemacher, dem ein schnell verdienter Franc wichtiger war als Moral oder Geschäftsethik. Seine Persönlichkeit passte hervorragend in die von Alexis de Tocqueville beschriebene Epoche der Selbstbereicherung und der Staatsführung nach Aktionärsprinzipien. Luftgeschäfte, Pyramidensysteme und Aktienspekulationen mit Papieren nicht existierender oder bankrotter Gesellschaften wurden dem Leser dank Macaire verständlich vor Augen geführt. Daumier und Philipon verschafften Macaire den endgültigen Durchbruch an die Öffentlichkeit.‎

Bookseller reference : HD-119

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Floureries Modernes. ANCIENNE MAISON MACAIRMANN. ? Monsieur, nous ne pouvons vous offrir pour trois places de nourrice, deux de femme de ménage et une de premier clerc chez un charcutier. ? Alors rendez-moi mes 20 fr. ? Comment, mon cher, mais ils sont placés vos 20 fr. !!? - Il paraît qu?ils sont plus heureux que moi.‎

‎o.J. DAS EHRENWERTE HAUS MACAIRMANN. - Monsieur, im Moment können wir Ihnen nur drei Stellen als Amme, zwei als Putzfrau, und eine als erster Sekretär bei einem Metzger offerieren. - Dann geben Sie mir meine 20 Francs zurück. - Aber mein Lieber, das ist unmöglich, wir haben Ihre 20 Francs bereits gut plaziert. - Dann sind sie also besser plaziert als ich. Zeitgenöss. aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 35,9:24,7cm. ? Horizontale Mittelfalte geglättet. Literatur: Daumier-Register 885, II (von 3); Delteil 885, II (von 3), Nr. 20 der Serie ?Robert Macaire?, erschienen 11.09.1842 in ?La Caricature?. - Sur blanc!‎

‎ROBERT MACAIRE (2. Serie). Serie von 20 Blättern, publiziert im Charivari von Oktober 1840 bis November 1841. Die Blätter Nr. 2 und 20 wurden ausserdem in La Caricature (2. Serie) veröffentlicht. Die Blätter tragen jeweils den Serientitel ?Robert Macaire? oben in der Mitte, und oben rechts steht ?2e Série? und die jeweilige Blattnummer. - ALBUM. 1840/41 wurde ein ?Album Robert Macaire 2ème série? veröffentlicht. Es enthielt alle 20 Blätter dieser Serie. Herausgeber waren Philipon und Aubert. - ZU DIESEM BILD. Das Blatt stammt aus der Serie LA CARICATURE (provisoire) 3e année, nr 38. Bei der vorliegenden Abbildung handelt es sich um ein ungewöhnliches Blatt, dessen Margen mit dem folgenden Text handschriftlich beschrieben wurden: Modèle / Edouard / 3 8bre 1842 / Bouvenne. Es ist einer der Farbentwürfe von Bouvenne, welche vermutlich später für die Kolorierung der Farbausgabe dieser Lithographie benutzt wurde. Es ist ungeklärt, ob die Bouvenne Modelle tatsächlich als Vorlagen benützt wurden, da die endgültige Farbwahl Unterschiede zu Bouvennes Vorschlägen aufzeigt. Siehe auch DR 875 und DR 433. Das letztere Blatt befindet sich im British Museum. - ROBERT MACAIRE. So realistisch die Person des Robert Macaire erscheinen mag, so sehr ist sie doch nur eine Kunstfigur, entstanden aus der Phantasie von Frédéric Lemaitre, der sie im Jahr 1834 für ein Theaterstück einsetzte. Bereits im Jahre 1823 wurde die Figur von Benjamin Antier für ein Stück mit dem Titel ? L?Auberge des Adrets? zum ersten Mal benutzt, bevor sie unter Lemaitre zum Bühnenerfolg wurde. Dieser fügte noch die Personen von Serres, bzw. Bertrand als leicht dümmlichen Partner des gerissenen Macaire hinzu. Ursprünglich geht jedoch die Figur des Macaire bis ins Jahr 1371 zurück, als - so lautet die Legende - Aubri de Montdidier, ein Adliger am Hofe von Charles V von Macaire ermordet wurde. Die Tat wurde gerächt durch seinen Hund, der dem Mord beigewohnt hatte. In einem Duell zwischen dem Hund und Macaire wurde Macaire getötet, jedoch nicht ohne vorher die Tat gestanden zu haben. Macaire personifizierte den cleveren Geschäftemacher, dem ein schnell verdienter Franc wichtiger war als Moral oder Geschäftsethik. Seine Persönlichkeit passte hervorragend in die von Alexis de Tocqueville beschriebene Epoche der Selbstbereicherung und der Staatsführung nach Aktionärsprinzipien. Luftgeschäfte, Pyramidensysteme und Aktienspekulationen mit Papieren nicht existierender oder bankrotter Gesellschaften wurden dem Leser dank Macaire verständlich vor Augen geführt. Daumier und Philipon verschafften Macaire den endgültigen Durchbruch an die Öffentlichkeit. Die Serie ?Caricaturana? (August 1836 bis November 1838) und Les Cent et un Robert Macaire, welche von Menut-Alophe nachgezeichnet und über Aubert im Jahre 1839 mehrfach als Bücher in den verschiedensten Formaten veröffentlicht wurden (eine Publikation stammt sogar aus Mexiko), entwickelten sich zum durchschlagenden Erfolg. Die meisten dieser Blätter sind seitenverkehrt gedruckt worden. Im Jahre 1861 erschienen sie nochmals im Journal Amusant als Serie ? Les Robert Macaire - Album de 100 dessins composés par Daumier sur les légendes de Philipon?.‎

Bookseller reference : HD-120

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Nourri dans le Sérail, j'en connais les détours. (Bajazet).‎

‎o.J. Aufgewachsen im Serail, kenne ich alle Tricks. (Bajazet). Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Aubert gal. Véro-Dodat, sowie: Imp. d?Aubert & Cie, und: Se vend chez Bauger & Cie. Éditeurs des Dessins de la Caricature, du Figaro et du Charivari, Rue du Croissant 16. Blattgröße 26,4:34 cm. ? Knickfalte in der rechten oberen Ecke, etwas braunfleckig. Die Darstellung zeigt Osmin und Acomat in Racine's Theaterstück "Bajazet" (Akt 4, Szene 7). Literatur: Daumier-Register 899, II (von 3); Delteil 899, II (von 3), No. 10 der Serie ?Physionomie Tragico-Classiques?, erschienen 15.04.1841 in ?Le Charivari?. - Sur blanc!‎

‎PHYSIONOMIES TRAGICO-CLASSIQUES (Tragisch-klassische Physionomien) ist eine Serie von 15 Lithographien, welche im ?Charivari? zwischen Januar und November 1841 publiziert wurden. Die Lithographie Nr. 15 erschien bereits früher in der ?Caricature?. Die klassische Theatertradition war mit der Zeit steif und leblos geworden. Die Romantiker wehrten sich gegen die Exklusivität des klassischen Theaters. Der Höhepunkt war erreicht mit Victor Hugo's "Hernani" in 1830, ein Stück, das trotz heftiger Kritik beim Publikum sehr erfolgreich war. Auch für Daumier war die Zeit gekommen, die griechische Tragödie wiederzubeleben, jedoch auf seine eigene Art. Die Helden der Antike wurden wohl nie zuvor so gnadenlos von ihrem Sockel gehoben wie mit Daumier's Federstrich. Dies ist in dieser Serie, sowie auch in der Serie "Histoire Ancienne" klar ersichtlich. Offenbach seinerseits hatte ähnliche Vorstellungen auf der musikalischen Seite und brachte die Götter auf den "Boden der Realität".‎

Bookseller reference : HD-121

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎... Qu'il mourut! ... (Les Horaces).‎

‎o.J. Möge er sterben! (Les Horaces). Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Aubert gal. Véro-Dodat, sowie: Imp. d?Aubert & Cie, und: Se vend chez Bauger & Cie. Éditeurs des Dessins de la Caricature, du Figaro et du Charivari, Rue du Croissant 16. Blattgröße 24,9:33 cm. ? Durchgehend braunfleckig. Literatur: Daumier-Register 900, II (von 3); Delteil 900, II (von 3), No. 11 der Serie ?Physionomie Tragico-Classiques?, erschienen 27.02.1841 in ?Le Charivari?. - Sur blanc!‎

‎PHYSIONOMIES TRAGICO-CLASSIQUES (Tragisch-klassische Physionomien) ist eine Serie von 15 Lithographien, welche im ?Charivari? zwischen Januar und November 1841 publiziert wurden. Die Lithographie Nr. 15 erschien bereits früher in der ?Caricature?. Die klassische Theatertradition war mit der Zeit steif und leblos geworden. Die Romantiker wehrten sich gegen die Exklusivität des klassischen Theaters. Der Höhepunkt war erreicht mit Victor Hugo's "Hernani" in 1830, ein Stück, das trotz heftiger Kritik beim Publikum sehr erfolgreich war. Auch für Daumier war die Zeit gekommen, die griechische Tragödie wiederzubeleben, jedoch auf seine eigene Art. Die Helden der Antike wurden wohl nie zuvor so gnadenlos von ihrem Sockel gehoben wie mit Daumier's Federstrich. Dies ist in dieser Serie, sowie auch in der Serie "Histoire Ancienne" klar ersichtlich. Offenbach seinerseits hatte ähnliche Vorstellungen auf der musikalischen Seite und brachte die Götter auf den "Boden der Realität".‎

Bookseller reference : HD-122

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Je suis jeune, il est vrai, mais aux âmes bien nées. La valeur n'attend pas le nombre des années! (Le Cid).‎

‎o.J. Es ist wahr, ich bin jung.... aber der Wert eines Menschen wird nicht in Jahren gezählt. (Le Cid). Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Aubert gal. Véro-Dodat, sowie: Imp. d?Aubert & Cie, und: Se vend chez Bauger & Cie. Éditeurs des Dessins de la Caricature, du Figaro et du Charivari, Rue du Croissant 16. Blattgröße 24,7:33,5 cm. ? Ca. 3 cm langer Einriss im Unterrand und ca. 1 cm langer Einriss im Oberrand hinterlegt. Gezeigt wird hier eine Szene aus "Le Cid" von Corneille. Literatur: Daumier-Register 901, III (von 3); Delteil 901, III (von 3), No. 12 der Serie ?Physionomie Tragico-Classiques?, erschienen 30.04.1841 in ?Le Charivari?. - Sur blanc!‎

‎PHYSIONOMIES TRAGICO-CLASSIQUES (Tragisch-klassische Physionomien) ist eine Serie von 15 Lithographien, welche im ?Charivari? zwischen Januar und November 1841 publiziert wurden. Die Lithographie Nr. 15 erschien bereits früher in der ?Caricature?. Die klassische Theatertradition war mit der Zeit steif und leblos geworden. Die Romantiker wehrten sich gegen die Exklusivität des klassischen Theaters. Der Höhepunkt war erreicht mit Victor Hugo's "Hernani" in 1830, ein Stück, das trotz heftiger Kritik beim Publikum sehr erfolgreich war. Auch für Daumier war die Zeit gekommen, die griechische Tragödie wiederzubeleben, jedoch auf seine eigene Art. Die Helden der Antike wurden wohl nie zuvor so gnadenlos von ihrem Sockel gehoben wie mit Daumier's Federstrich. Dies ist in dieser Serie, sowie auch in der Serie "Histoire Ancienne" klar ersichtlich. Offenbach seinerseits hatte ähnliche Vorstellungen auf der musikalischen Seite und brachte die Götter auf den "Boden der Realität".‎

Bookseller reference : HD-123

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎- Ne laissez donc pas votre ami dans cet état là! - Ça mon ami... c'est mon portier!‎

‎o.J. - Lassen Sie doch Ihren Freund nicht in diesem Zustand liegen! - Das, mein Freund?... das ist mein Pförtner! Zeitgenöss. aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Aubert Place de la Bourse, sowie: Imp. d?Aubert & Cie, und: Se vend chez Bauger & Cie. Éditeurs des Dessins de la Caricature, du Figaro et du Charivari, R. du Croissant 16. Blattgröße 31,4:26,1 cm. ? Linke obere Ecke fehlt (ohne Bildverlust), leicht stockfleckig. Literatur: Daumier-Register 908, III (von 3); Delteil 908, III (von 3), Blatt 4 der Serie ?Vulgarités?. Erschienen am 1.06.1841 in ?Le Charivari?.‎

‎VULGARITÉS. (Vulgaritäten) ist eine Serie von 10 nummerierten Lithographien, welche zwischen Februar 1841 und Mai 1842 publiziert wurden: DR 905, 906, 908, 909, 913, 914 im Charivari und DR 907, 910, 911, 912 in La Caricature (2e série).‎

Bookseller reference : HD-124

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎- Vous viendrez diner, ma femme soupe en ville: nous serons en garçons. - Ah! diable, j'ai la migraine! (à part) et sa femme qui m'attend chez moi!‎

‎o.J. - Sie müssen heute zu mir zum Essen kommen... meine Frau isst in der Stadt, und es sind nur wir zwei Männer. - Oh zum Teufel.. ich hab' schreckliche Kopfschmerzen (zu sich: und seine Frau wartet schon auf mich!) Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Banger & Cie. Éditeurs R. du Croissant 16, sowie: Chez Aubert Place de la Bourse, und: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 33:24,6 cm. ? Papierabrieb links. Literatur: Daumier-Register 911, IV (von 4); Delteil 911, IV (von 4), Blatt 7 der Serie ?Vulgarités?. Erschienen am 18.07.1841 in ?La Caricature?.‎

‎VULGARITÉS. (Vulgaritäten) ist eine Serie von 10 nummerierten Lithographien, welche zwischen Februar 1841 und Mai 1842 publiziert wurden: DR 905, 906, 908, 909, 913, 914 im Charivari und DR 907, 910, 911, 912 in La Caricature (2e série).‎

Bookseller reference : HD-125

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎- Ne m'en parlez pas, ça fait pitié: voilà un homme qui aura consommé sa semaine en liqueurs fortes, on devrait préserver ces malheureux-là... - Mais au moins relevez le!... - Du tout... ce n'est pas chez moi qu'il s'est grisé!..‎

‎o.J. - Hören Sie, das ist ja zum Erbarmen, da liegt ein Mann, der sein Wochengehalt für Schnaps ausgegeben hat. Man müsste diese Unglückseligen vor sich selbst schützen. - Aber helfen Sie ihm doch wenigstens auf die Beine! - Kommt gar nicht in Frage, er hat sich ja nicht bei mir betrunken! Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Banger & Cie. Éditeurs R. du Croissant 16, sowie: Chez Aubert Place de la Bourse, und: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 29,9:21,9 cm. ? Einriss im Oberrand hinterlegt. Literatur: Daumier-Register 912, IV (von 4); Delteil 912, IV (von 4), Blatt 8 der Serie ?Vulgarités?. Erschienen am 18.07.1841 in ?La Caricature?.‎

‎VULGARITÉS. (Vulgaritäten) ist eine Serie von 10 nummerierten Lithographien, welche zwischen Februar 1841 und Mai 1842 publiziert wurden: DR 905, 906, 908, 909, 913, 914 im Charivari und DR 907, 910, 911, 912 in La Caricature (2e série).‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎? ?Ton, ton, ton, ton, ton, taine, ton, ton.... - "Vous tairez-vous! Ma femme a la migraine. Lisez donc un drame en cinq actes avec un orchestre pareil. Finissez vous mon petit à la colique. A la garde! " Ton, ton, ton taine, ton ton......?. ? ?Ton, ton, ton, ton, ton, t....‎

‎o.J. meine Frau hat die Migräne!! - Dann lesen Sie doch ein Drama in fünf Akten mit passendem Orchester! - Hören Sie auf, mein Sohn bekommt eine Kolik. - Ton, ton, ton, taine,... ton ton??. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Banger & Cie. Éditeurs R. du Croissant 16, sowie: Chez Aubert Place de la Bourse, und: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 34,3:25,6 cm. Literatur: Daumier-Register 920, II (von 3); Delteil 920, II (von 3), Blatt 2 der Serie ?Les Musiciens de Paris?. Erschienen am 24.10.1841 in ?La Caricature?. ? Sur blanc.‎

‎LES MUSICIENS DE PARIS (Die Pariser Musikanten) ist eine Serie von 6 Lithographien, welche zwischen dem 22.08. und dem 21.11.1841 in La Caricature (2. Serie) erschienen ist, anschließend im Charivari zwischen dem 1.02. und dem 6.03.1843.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎En choeur. "Le soleil est si beau!" (à part) coquin de temps! (en choeur): Et puis de ma Bretagne le soleil est si beau!......Vive Loisa Puget!!!!!....‎

‎o.J. (Im Chor) Die Sonne strahlt! (zu sich)...Verdammtes Wetter! (Im Chor): auch in meiner Betragne... Die Sonne strahlt... Es lebe Loisa Puget!!!... Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Banger & Cie. Éditeurs R. du Croissant 16, sowie: Chez Aubert Place de la Bourse, und: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 34,2:25,7 cm. Das Blatt erschien in La Caricature 2e série, 3e année, Nr. 44. Was den Text betrifft, ist zu beachten, dass die Bretagne für ihr verregnetes Wetter bekannt ist. Hier sehen wir ein Beispiel aus der Serie ?Les Musiciens de Paris?, erschienen im Charivari am 14.2.1843 (DR921): Blatt 3 zeigt eine angetrunkene Gruppe Pariser Bürger, die bei strömendem Regen vom Sonnenschein grölt. Will man den kritischen Tenor der Beispiele auf einen Nenner bringen, so geht es in ihnen um das nach außen gewandte prätentiöse Gehabe, das in Verkennung und Überschätzung der eigenen Lage und Möglichkeiten den realistischen Sinn für die Wirklichkeiten des sozial gesellschaftlichen Zusammenlebens verloren hat. Literatur: Daumier-Register 921, II (von 3); Delteil 921, II (von 3), Blatt 3 der Serie ?Les Musiciens de Paris?. Erschienen am 31.10.1841 in ?La Caricature?. ? Sur blanc.‎

‎LES MUSICIENS DE PARIS (Die Pariser Musikanten) ist eine Serie von 6 Lithographien, welche zwischen dem 22.08. und dem 21.11.1841 in La Caricature (2. Serie) erschienen ist, anschließend im Charivari zwischen dem 1.02. und dem 6.03.1843.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Paganini moderne, se brulant le toupet, dans le feu de l'exécution!‎

‎o.J. Ein moderner Paganini.... der im Feuer seines Spiels sein Toupet versengt. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger & Cie. Éditeurs R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 34,1:25,6 cm. ? Gering braunfleckig. Die Lithographie Daumiers (DR922), die am 9. Febraur 1843 im ?Le Charivari? als Nr. 4 der Serie ?Les musiciens de Paris? veröffentlicht wurde, bietet den Blick in einen recht reich geschmückten Salon eines Wohlstandsbürgers, der das Violinspiel übt oder ausübt. Gekleidet in einen üppig verzierten Hausrock spielt er allein und nur für sich. Er ist so sehr mit Feuer und Flamme dabei, dass sich an den Kerzen, die auf dem Notenständer stehen, sein Toupet entzündet und in Brand gerät. Der unterlegte Text besagt ?Paganini moderne, se brulant le toupet dans le feu de l'exécution?. So wie das Bürgertum die Adelssalons nachahmte, so sah sich der emporgekommene Kleinbürger liebend gern als ein künstlerisch aristokratischer Gernegroß. ( Heine-Jahrbuch 2008/47. Jahrgang © 2008 Verlag J.B. Metzler, Musik im Sprach- und Bildwitz bei Daumier und Heine, Friedrich W. May, S. 23). Literatur: Daumier-Register 922, II (von 3); Delteil 922, II (von 3), Blatt 4 der Serie ?Les Musiciens de Paris?. Erschienen am 7.11.1841 in ?La Caricature?. ? Sur blanc.‎

‎LES MUSICIENS DE PARIS (Die Pariser Musikanten) ist eine Serie von 6 Lithographien, welche zwischen dem 22.08. und dem 21.11.1841 in La Caricature (2. Serie) erschienen ist, anschließend im Charivari zwischen dem 1.02. und dem 6.03.1843.‎

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‎- Si vous saviez comme vous êtes jolie! faites semblant de jouer - Taisez-vous do. - Vous ne m'aimez pas si. - Et je serai toujours! la mi.‎

‎o.J. Wenn Sie wüssten, wie schön Sie sind! tun Sie so, als wenn Sie spielen. - Schweigen Sie....DO - Sie lieben mich nicht...RE - Ich werde immer die Ihre sein...MI. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger & Cie. Éditeurs R. du Croissant 16, sowie: Chez Aubert Pl. de la Bourse, und: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 34,2:25,6 cm. Literatur: Daumier-Register 924, II (von 3); Delteil 924, II (von 3), Blatt 6 der Serie ?Les Musiciens de Paris?. Erschienen am 21.11.1841 in ?La Caricature?. ? Sur blanc.‎

‎LES MUSICIENS DE PARIS (Die Pariser Musikanten) ist eine Serie von 6 Lithographien, welche zwischen dem 22.08. und dem 21.11.1841 in La Caricature (2. Serie) erschienen ist, anschließend im Charivari zwischen dem 1.02. und dem 6.03.1843.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LA COLÈRE D'AGAMEMNON. En vain le Rois des Rois épuisant sa rage/Ses jurons de troupiers qu'ici nous abrégeons./Achille restait sourd et cloué sur la plage/Pleurant sa Briséis en pèchant des goujons. (Iliade. Traduction libre de Mr. Vatout).‎

‎o.J. AGAMEMNONS ZORN. Der König er flucht hier in wilder Wut;/seine Worten zu drucken, das täte nicht gut/Achilles blieb taub, hockt am Strand, angelt Fisch,/beweint seine Briseis wie herrlich sie isch (sic). (Ilias, frei übersetzt von M. Vatout). Lithographie und gelbe Tonplatte, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 25:30,6 cm. ? Mit 1-1,5 cm breitem Rändchen rundum, mehrere kleine Einrisse in den Rändern hinterlegt, linke untere Ecke knickfaltig. Literatur: Daumier-Register 932, III (von 3); Delteil 932, II (von 2), Blatt 8 der Serie ?Histoire Ancienne?. Erschienen am 25.06.1842 in ?Le Charivari?. ? Sur blanc.‎

‎HISTOIRE ANCIENNE (Geschichten der Antike) ist eine Serie bestehend aus 50 Blättern, die zwischen Dezember 1841 und Januar 1843 im Charivari erschienen sind.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎UNE RENCONTRE DE JOYEUX AUGURES. Les Augures, dit-on, ne pouvaient s'aborder/Sans rire de leur fourberie:/Mais nos chevaliers d'industrie/Se traitent gravement et sans se dérider. (Viennet. Fable nouvelle).‎

‎o.J. EIN TREFFEN LÄCHELNDER AUGUREN. Es heisst, dass Auguren nicht zusammentreffen konnten, ohne über ihre Schurkenstreiche zu lächeln. Aber unsere Industrieritter begegnen sich ernsthaft, und ohne Heiterkeit. Zeitgenöss. aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 33,6:25,1 cm. Literatur: Daumier-Register 936, III (von 3); Delteil 936, II (von 2), Blatt 12 der Serie ?Histoire Ancienne?. ? Sur blanc.‎

‎ALBUM. Alle Lithographien dieser Serie sind sowohl im ?Album Comique? (1841-1843) als auch im ?Album Histoire Ancienne? (1841-1842) enthalten. Das ?Album Comique? enthielt sämtliche 50 Lithographien der Serie auf weißem Papier ohne rückseitigen Text; Vorder- und Rückseite wurden mit einem hell-grünen beschrifteten Deckblatt geschützt. Das Album wurde in zwei verschiedenen Formen aber immer im gebundenen Schutzkarton (vorne und hinten) angeboten. In der einfacheren Version wurden die einzelnen Lithographien, wie beim Buchbinden üblich, direkt in den Albumrücken eingenäht. Oftmals waren die Nähte sehr eng, sodass beim Öffnen des Buches die linke Seite des Bildes nur erschwert zu sehen war. In einer zweiten, selteneren Version wurden die einzelnen Blätter hinterlegt und das größere Hintergundblatt ins Album eingeklebt. Dadurch wurde das ganze Blatt voll sichtbar. Von beiden Alben gab es auch handkolorierte Versionen. In jedem Fall sind komplette Alben dieser Serie als sehr selten zu betrachten. - HISTOIRE ANCIENNE (Geschichten der Antike) ist eine Serie bestehend aus 50 Blättern, die zwischen Dezember 1841 und Januar 1843 im Charivari erschienen sind.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LE FIL D'ARIANE. Au rebours des guerriers qui marchent d'ordinaire/En tête de leur peloton;/Thésée en royal rejeton/Marchait après le sein pour se tirer d'affaire. (Apologue de Mr. Cuvillier Fleury).‎

‎o.J. DER FADEN DER ARIADNE. Ein Krieger, der was auf sich hält,/ an der Spitze des Bataillons quält./Nur Theseus, als königlicher Spross/hinter den Soldaten hinterher floss. (Gleichnis von M. Cuvillier Fleury). (Anmerkung: Das Wortspiel beruht auf der doppelten Bedeutung von "peloton"= Unterabteilung eines Bataillons und Knäuel). Zeitgenöss. aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 33,5:25 cm. Literatur: Daumier-Register 940, II (von 3); Delteil 940, II (von 3), Blatt 16 der Serie ?Histoire Ancienne?. ? Sur blanc.‎

‎ALBUM. Alle Lithographien dieser Serie sind sowohl im ?Album Comique? (1841-1843) als auch im ?Album Histoire Ancienne? (1841-1842) enthalten. Das ?Album Comique? enthielt sämtliche 50 Lithographien der Serie auf weißem Papier ohne rückseitigen Text; Vorder- und Rückseite wurden mit einem hell-grünen beschrifteten Deckblatt geschützt. Das Album wurde in zwei verschiedenen Formen aber immer im gebundenen Schutzkarton (vorne und hinten) angeboten. In der einfacheren Version wurden die einzelnen Lithographien, wie beim Buchbinden üblich, direkt in den Albumrücken eingenäht. Oftmals waren die Nähte sehr eng, sodass beim Öffnen des Buches die linke Seite des Bildes nur erschwert zu sehen war. In einer zweiten, selteneren Version wurden die einzelnen Blätter hinterlegt und das größere Hintergundblatt ins Album eingeklebt. Dadurch wurde das ganze Blatt voll sichtbar. Von beiden Alben gab es auch handkolorierte Versionen. In jedem Fall sind komplette Alben dieser Serie als sehr selten zu betrachten. - HISTOIRE ANCIENNE (Geschichten der Antike) ist eine Serie bestehend aus 50 Blättern, die zwischen Dezember 1841 und Januar 1843 im Charivari erschienen sind.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎JEUNESSE D'ALCIBIADE. Ce dandy rutilant, auréolé de fleurs,/Si crânement galbé dans sa prestance riche,/Voulant faire un beau jour la queue à ses blagueurs,/Coupa celle de son caniche. (Ballade grecque de Mr. Théoph.le Gautier).‎

‎o.J. DIE JUGEND DES ALKIBIADES. Schwatzt, was Ihr wollt! Was schiert mich das Gehudel? Ich bin doch wohl noch Herr von meinem eignen Pudel. Ja, anglisiert hab' ich das liebe Tier. Weshalb? Warum? Wozu? Car tel est mon plaisir. (Aus der alten Übersetzung aus dem Jahre 1902 von Polstorff - Fuchs "Die ollen Griechen"). (Griechische Ballade von M. Théophile Gautier). Zeitgenöss. aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 33,7:24,7 cm. ? Reste alter Verklebung am linken Rand verso. Anmerkung: Das Wortspiel "faire la queue à quelqu'un" bedeutet wörtlich: jemandem einen Schwanz machen, d.h. "jemanden zum Narren halten". Literatur: Daumier-Register 943, II (von 3); Delteil 943, II (von 3), Blatt 19 der Serie ?Histoire Ancienne?. ? Sur blanc. Wiederum gelingt es Daumier auf unnachahmliche Weise, die Klassik in seine Gegenwart zu versetzen und Personen seiner Zeit historisch verändert darzustellen. In diesem Fall zeigt er den Dandy mit Monokel und geschorenem Pudel. Alkibiades sollte hier wahrscheinlich George Sand darstellen, die als Mann gekleidet immer interessiert war, in der Öffentlichkeit aufzufallen.‎

‎ALBUM. Alle Lithographien dieser Serie sind sowohl im ?Album Comique? (1841-1843) als auch im ?Album Histoire Ancienne? (1841-1842) enthalten. Das ?Album Comique? enthielt sämtliche 50 Lithographien der Serie auf weißem Papier ohne rückseitigen Text; Vorder- und Rückseite wurden mit einem hell-grünen beschrifteten Deckblatt geschützt. Das Album wurde in zwei verschiedenen Formen aber immer im gebundenen Schutzkarton (vorne und hinten) angeboten. In der einfacheren Version wurden die einzelnen Lithographien, wie beim Buchbinden üblich, direkt in den Albumrücken eingenäht. Oftmals waren die Nähte sehr eng, sodass beim Öffnen des Buches die linke Seite des Bildes nur erschwert zu sehen war. In einer zweiten, selteneren Version wurden die einzelnen Blätter hinterlegt und das größere Hintergundblatt ins Album eingeklebt. Dadurch wurde das ganze Blatt voll sichtbar. Von beiden Alben gab es auch handkolorierte Versionen. In jedem Fall sind komplette Alben dieser Serie als sehr selten zu betrachten. - HISTOIRE ANCIENNE (Geschichten der Antike) ist eine Serie bestehend aus 50 Blättern, die zwischen Dezember 1841 und Januar 1843 im Charivari erschienen sind.‎

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‎TÉLÉMAQUE RENDU A LA VERTU. Son coeur, que trop longtemps Eucharis occupa,/ Rompit un jour enfin ce honteux esclavage:/Et ce jeune héros, beau, frais, gros, gras et.... sage./Dit à Mentor joyeux: Allons chercher papa. (Fénélon, L. XII).‎

‎o.J. TELEMACH WIRD WIEDER VERNÜNFTIG. In der alten Übersetzung aus dem Jahre 1902 von Polstorff - Fuchs: "Die ollen Griechen": Das Schmachten und die Löffelei/Mit Eucharis, gottlob, das ist vorbei./Es spricht der Jüngling stark und schön und weise:/"Ich melde wieder fertig mich zur Reise!" (Fénélon, Buch XII). Zeitgenöss. aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 33,6:24,8 cm. ? Reste alter Verklebung am linken Rand verso, rechte untere Ecke schräg geschnitten. Literatur: Daumier-Register 956, III (von 4); Delteil 956, II I (von 4), Blatt 32 der Serie ?Histoire Ancienne?. ? Sur blanc.‎

‎ALBUM. Alle Lithographien dieser Serie sind sowohl im ?Album Comique? (1841-1843) als auch im ?Album Histoire Ancienne? (1841-1842) enthalten. Das ?Album Comique? enthielt sämtliche 50 Lithographien der Serie auf weißem Papier ohne rückseitigen Text; Vorder- und Rückseite wurden mit einem hell-grünen beschrifteten Deckblatt geschützt. Das Album wurde in zwei verschiedenen Formen aber immer im gebundenen Schutzkarton (vorne und hinten) angeboten. In der einfacheren Version wurden die einzelnen Lithographien, wie beim Buchbinden üblich, direkt in den Albumrücken eingenäht. Oftmals waren die Nähte sehr eng, sodass beim Öffnen des Buches die linke Seite des Bildes nur erschwert zu sehen war. In einer zweiten, selteneren Version wurden die einzelnen Blätter hinterlegt und das größere Hintergundblatt ins Album eingeklebt. Dadurch wurde das ganze Blatt voll sichtbar. Von beiden Alben gab es auch handkolorierte Versionen. In jedem Fall sind komplette Alben dieser Serie als sehr selten zu betrachten. - HISTOIRE ANCIENNE (Geschichten der Antike) ist eine Serie bestehend aus 50 Blättern, die zwischen Dezember 1841 und Januar 1843 im Charivari erschienen sind.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LES FILETS DE VULCAIN. Ce vilain serrurier sachant que son épouse/Parlait à Mars d'un peu trop près,/Forgea d'impitoyables rets,/Et les pinça tout deux jasant sur la pelouse. (Un célibataire D.M.F.P.).‎

‎o.J. VULKANS NETZE. Dieser widerliche Schlosser, der ja wusste, dass seine Gattin mit Mars rumschmuste, schmiedete unbarmherzig mit feinen Netzen und ertappte wie sie beide auf dem Rasen schwätzten. (Von einem Junggeselle D.M.F.P.). Zeitgenöss. aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 33,7:24,8 cm. ? Reste alter Verklebung am linken Rand verso. Literatur: Daumier-Register 958, III (von 4); Delteil 958, III (von 4), Blatt 34 der Serie ?Histoire Ancienne?. ? Sur blanc.‎

‎ALBUM. Alle Lithographien dieser Serie sind sowohl im ?Album Comique? (1841-1843) als auch im ?Album Histoire Ancienne? (1841-1842) enthalten. Das ?Album Comique? enthielt sämtliche 50 Lithographien der Serie auf weißem Papier ohne rückseitigen Text; Vorder- und Rückseite wurden mit einem hell-grünen beschrifteten Deckblatt geschützt. Das Album wurde in zwei verschiedenen Formen aber immer im gebundenen Schutzkarton (vorne und hinten) angeboten. In der einfacheren Version wurden die einzelnen Lithographien, wie beim Buchbinden üblich, direkt in den Albumrücken eingenäht. Oftmals waren die Nähte sehr eng, sodass beim Öffnen des Buches die linke Seite des Bildes nur erschwert zu sehen war. In einer zweiten, selteneren Version wurden die einzelnen Blätter hinterlegt und das größere Hintergundblatt ins Album eingeklebt. Dadurch wurde das ganze Blatt voll sichtbar. Von beiden Alben gab es auch handkolorierte Versionen. In jedem Fall sind komplette Alben dieser Serie als sehr selten zu betrachten. - HISTOIRE ANCIENNE (Geschichten der Antike) ist eine Serie bestehend aus 50 Blättern, die zwischen Dezember 1841 und Januar 1843 im Charivari erschienen sind.‎

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‎LE SUPPLICE DE TANTALE. /Hélas! plus d'un de nous en la verte jeunesse,/A vu devant son nez passer tous les plaisirs;/Sans pouvoir de ses dents qui s'aiguisaient sans cesse:/Comme TANTALE en sa détresse,Mordre à l'objet de ses désirs. Résignation par M. Ste. Beuve).‎

‎o.J. DIE QUALEN DES TANTALUS. Schlimm ist's, wenn ein verliebter Mann Nicht zum ersehnten Ziel gelangen kann, Er ist fürwahr nicht zu beneiden; Doch schlimmer noch ist Tantalus daran, Der hier Unsägliches muss erleiden. (Resignation von Monsieur Sainte-Beuve). Zeitgenöss. aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 33,7:24,9 cm. ? Reste alter Verklebung am linken Rand verso. Literatur: Daumier-Register 961, IV (von 4); Delteil 961, IV (von 4), Blatt 37 der Serie ?Histoire Ancienne?. ? Sur blanc.‎

‎ALBUM. Alle Lithographien dieser Serie sind sowohl im ?Album Comique? (1841-1843) als auch im ?Album Histoire Ancienne? (1841-1842) enthalten. Das ?Album Comique? enthielt sämtliche 50 Lithographien der Serie auf weißem Papier ohne rückseitigen Text; Vorder- und Rückseite wurden mit einem hell-grünen beschrifteten Deckblatt geschützt. Das Album wurde in zwei verschiedenen Formen aber immer im gebundenen Schutzkarton (vorne und hinten) angeboten. In der einfacheren Version wurden die einzelnen Lithographien, wie beim Buchbinden üblich, direkt in den Albumrücken eingenäht. Oftmals waren die Nähte sehr eng, sodass beim Öffnen des Buches die linke Seite des Bildes nur erschwert zu sehen war. In einer zweiten, selteneren Version wurden die einzelnen Blätter hinterlegt und das größere Hintergundblatt ins Album eingeklebt. Dadurch wurde das ganze Blatt voll sichtbar. Von beiden Alben gab es auch handkolorierte Versionen. In jedem Fall sind komplette Alben dieser Serie als sehr selten zu betrachten. - HISTOIRE ANCIENNE (Geschichten der Antike) ist eine Serie bestehend aus 50 Blättern, die zwischen Dezember 1841 und Januar 1843 im Charivari erschienen sind.‎

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‎MARS ET VÉNUS. Dans ce traquenard érotique/En voyant les amans, tous les dieux furent pris/De ce fameux rire homérique,/Reservé depuis lors aux malheureux maris. (Quatrain familier de M. A***...).‎

‎o.J. MARS UND VENUS. Als sie die Liebenden in der Falle erblickten, brachen die Götter in "homerische Gelächter" aus, Welches sie dann zur Erde hinschickten als betrogener Ehemänner' Los. (Bekannter Vierzeiler von Monsieur A.).Zeitgenöss. aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 33,7:24,7 cm. ? Reste alter Verklebung am linken Rand verso. Literatur: Daumier-Register 962, II (von 3); Delteil 962, II (von 3), Blatt 38 der Serie ?Histoire Ancienne?. ? Sur blanc.‎

‎ALBUM. Alle Lithographien dieser Serie sind sowohl im ?Album Comique? (1841-1843) als auch im ?Album Histoire Ancienne? (1841-1842) enthalten. Das ?Album Comique? enthielt sämtliche 50 Lithographien der Serie auf weißem Papier ohne rückseitigen Text; Vorder- und Rückseite wurden mit einem hell-grünen beschrifteten Deckblatt geschützt. Das Album wurde in zwei verschiedenen Formen aber immer im gebundenen Schutzkarton (vorne und hinten) angeboten. In der einfacheren Version wurden die einzelnen Lithographien, wie beim Buchbinden üblich, direkt in den Albumrücken eingenäht. Oftmals waren die Nähte sehr eng, sodass beim Öffnen des Buches die linke Seite des Bildes nur erschwert zu sehen war. In einer zweiten, selteneren Version wurden die einzelnen Blätter hinterlegt und das größere Hintergundblatt ins Album eingeklebt. Dadurch wurde das ganze Blatt voll sichtbar. Von beiden Alben gab es auch handkolorierte Versionen. In jedem Fall sind komplette Alben dieser Serie als sehr selten zu betrachten. - HISTOIRE ANCIENNE (Geschichten der Antike) ist eine Serie bestehend aus 50 Blättern, die zwischen Dezember 1841 und Januar 1843 im Charivari erschienen sind.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LA MÈRE DES GRACQUES. Un jour qu'une Lorette avec effronterie/Lui vantait des joyaux qui valaient quelque sous,/En montrant ses deux fils, l'espoir et la patrie,/Cette Romaine dit: Voilà mes seuls bijoux!! (Plutarque.).‎

‎o.J. DIE MUTTER DER GRACCHEN. Als eine Dame mit Ketten geprahlt/Und Broschen, die sie noch nicht bezahlt,/Da sprach die brave Mutter der Gracchen:/"Ich mache mir nichts aus solchen Sachen./Wer meine Pretiosen will besehn,/Der muss in die Kinderstube gehen." (Plutarch, in der alten Übersetzung aus dem Jahre 1902 von Polstorff - Fuchs: "Die ollen Griechen"). Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 32,4:25,3 cm. ? Einriss an der rechten oberen Ecke. Literatur: Daumier-Register 970, IV (von 4); Delteil 970, IV (von 4), Blatt 46 der Serie ?Histoire Ancienne?. ? Sur blanc. Dieses etwas bösartige Bild die Tugend der Mutterschaft betreffend ist eine Persiflage auf Philipp F. Hetschs Cornelia, Mutter der Gracchen. Das Gemälde aus dem Jahre 1794 ist heute in der Stuttgarter Staatsgalerie zu sehen.‎

‎ALBUM. Alle Lithographien dieser Serie sind sowohl im ?Album Comique? (1841-1843) als auch im ?Album Histoire Ancienne? (1841-1842) enthalten. Das ?Album Comique? enthielt sämtliche 50 Lithographien der Serie auf weißem Papier ohne rückseitigen Text; Vorder- und Rückseite wurden mit einem hell-grünen beschrifteten Deckblatt geschützt. Das Album wurde in zwei verschiedenen Formen aber immer im gebundenen Schutzkarton (vorne und hinten) angeboten. In der einfacheren Version wurden die einzelnen Lithographien, wie beim Buchbinden üblich, direkt in den Albumrücken eingenäht. Oftmals waren die Nähte sehr eng, sodass beim Öffnen des Buches die linke Seite des Bildes nur erschwert zu sehen war. In einer zweiten, selteneren Version wurden die einzelnen Blätter hinterlegt und das größere Hintergundblatt ins Album eingeklebt. Dadurch wurde das ganze Blatt voll sichtbar. Von beiden Alben gab es auch handkolorierte Versionen. In jedem Fall sind komplette Alben dieser Serie als sehr selten zu betrachten. - HISTOIRE ANCIENNE (Geschichten der Antike) ist eine Serie bestehend aus 50 Blättern, die zwischen Dezember 1841 und Januar 1843 im Charivari erschienen sind.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LES BERGERS DE VIRGILE. Air suffisamment connu./Ces beaux enfans de l'Italie/ Célébraient ainsi tour à tour,/Le bois, le côteau, la prairie/,Et le doux ciel qui leur donna le jour. (Paroles et Musique de Mr. F. Bérat).‎

‎o.J. DIE HIRTEN DES VIRGIL. Diese schönen Kinder Italiens feierten der Reihe nach den Wald, den Hügel, die Wiesen und Pinien. Und auch die Ruinen so alt. (Text und Music von Monsieur F. Bérat). Zeitgenöss. aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 33,6:24,7 cm. ? Reste alter Verklebung am linken Rand verso. Literatur: Daumier-Register 972, III (von 3); Delteil 972, III (von 3), Blatt 48 der Serie ?Histoire Ancienne?. ? Sur blanc.‎

‎ALBUM. Alle Lithographien dieser Serie sind sowohl im ?Album Comique? (1841-1843) als auch im ?Album Histoire Ancienne? (1841-1842) enthalten. Das ?Album Comique? enthielt sämtliche 50 Lithographien der Serie auf weißem Papier ohne rückseitigen Text; Vorder- und Rückseite wurden mit einem hell-grünen beschrifteten Deckblatt geschützt. Das Album wurde in zwei verschiedenen Formen aber immer im gebundenen Schutzkarton (vorne und hinten) angeboten. In der einfacheren Version wurden die einzelnen Lithographien, wie beim Buchbinden üblich, direkt in den Albumrücken eingenäht. Oftmals waren die Nähte sehr eng, sodass beim Öffnen des Buches die linke Seite des Bildes nur erschwert zu sehen war. In einer zweiten, selteneren Version wurden die einzelnen Blätter hinterlegt und das größere Hintergundblatt ins Album eingeklebt. Dadurch wurde das ganze Blatt voll sichtbar. Von beiden Alben gab es auch handkolorierte Versionen. In jedem Fall sind komplette Alben dieser Serie als sehr selten zu betrachten. - HISTOIRE ANCIENNE (Geschichten der Antike) ist eine Serie bestehend aus 50 Blättern, die zwischen Dezember 1841 und Januar 1843 im Charivari erschienen sind.‎

Bookseller reference : HD-140

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LES HABITS DU TAILLEUR BANEKOSKI. - Quels noms dois-je annoncer messieurs? - Un instant!... un instant!... donnez moi donc le temps de retourner mon habit! ... pour entrer dans un salon je le mets toujours du côté noir.... - Tiens ça me fait penser que moi je dois retourner mon pantalon.‎

‎o.J. DIE KLEIDER DES SCHNEIDERS BANEKOSKI. - Monsieur, wen darf ich melden? - Moment, Moment, geben Sie mir noch einen Augenblick, damit ich mein Jacket umdrehen kann... Wenn ich abends in einen Salon gehe, kleide ich mich immer gerne schwarz. ? Gut, dass Du mich dran erinnerst... ich muss noch meine Hosen umdrehen. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16, sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 33,3:25,3 cm. ? Mit Lichtrand rundum, linke untere Ecke ergänzt. Literatur: Daumier-Register 980, IV (von 4); Delteil 980, IV (von 4), Blatt 93 der Serie ?Actualités?. ? Sur blanc.‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen) Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. - ZU DIESEM BILD. Der Schneider Banekoski hatte anscheinend als erster Kleidung entworfen, die reversibel war, also von beiden Seiten getragen werden konnte. Leider haben wir davon keine Annoncen in den Zeitungen der Zeit gefunden. Baudelaire definierte die Existenz des Flaneurs oder Dandys folgendermassen: ?Das Dandytum erscheit vor allem in den Übergangsepochen, in denen die Demokratie noch nicht allmächtig ist und die Aristokratie erst teilweise wackelt, nur teilweise herabgezogen ist. In den Wirren einer solchen Zeit können ein paar gesellschaftliche abgehobene, degoutierte, müssige Männer, die freilich reich an angeborener Kraft sind, den Plan fassen, eine neue Aristokratie zu gründen, die umso schwieriger zu zähmen sein wird, als sie auf den kostbarsten und am schwersten zu erwerbenden Fähigkeiten und den Gaben des Himmels beruht, die Arbeit und Geld alleine nicht verleihen können. Das Dandytum ist der letzte Ausbruch von Heroismus in der Dekadenz. ? Es ist ein Sonnenuntergang, und wie das Gestirn bei seinem Niedergang ist es prachtvoll, ohne Wärme und voller Melancholie?.‎

Bookseller reference : HD-141

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LES JOURNAUX BIENFAISANS. Oui Monsieur! ... moyennant vingt quatre francs par an vous recevez notre journal..... plus soixante quinze volumes..... six albums... le portrait du Gérant.... vingt trois billets de concerts.... trois paquets de cigarres et un bocal de cornichons!...‎

‎o.J. DIE WOHLTÄTIGE ZEITUNG. Ja Monsieur, mit Ihrer Zahlung von 24 Francs pro Jahr erhalten Sie unsere Zeitung... plus 75 Bände ... 6 Alben... das Porträt des Direktors.... 23 Konzertkarten... 3 Päckchen Zigarren und ein Glas Gurken. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit dem Namen: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 26,3:34 cm. ? Mit Löchlein innerhalb der Darstellung. Literatur: Daumier-Register 983, III (von 3); Delteil 983, III (von 3), Blatt 100 der Serie ?Actualités?, erschienen in ?La Caricature? am 20.03.1842. ? Sur blanc. Wir sehen einen Zeitungsverlag, in welchem ein Angestellter einem Vater mit Sohn die Prämiengeschenke des Journals zeigt, die auf dem Tisch vor ihm liegen. Viele Zeitungen kämpften ums Überleben und versuchten, Abonnenten mit kleinen Geschenken zu ködern.‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen) Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. - Baudelaire definierte die Existenz des Flaneurs oder Dandys folgendermassen: ?Das Dandytum erscheit vor allem in den Übergangsepochen, in denen die Demokratie noch nicht allmächtig ist und die Aristokratie erst teilweise wackelt, nur teilweise herabgezogen ist. In den Wirren einer solchen Zeit können ein paar gesellschaftliche abgehobene, degoutierte, müssige Männer, die freilich reich an angeborener Kraft sind, den Plan fassen, eine neue Aristokratie zu gründen, die umso schwieriger zu zähmen sein wird, als sie auf den kostbarsten und am schwersten zu erwerbenden Fähigkeiten und den Gaben des Himmels beruht, die Arbeit und Geld alleine nicht verleihen können. Das Dandytum ist der letzte Ausbruch von Heroismus in der Dekadenz. ? Es ist ein Sonnenuntergang, und wie das Gestirn bei seinem Niedergang ist es prachtvoll, ohne Wärme und voller Melancholie?.‎

Bookseller reference : HD-142

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LE PUITS DE GRENELLE. Le directeur Mr. Mulot père et fils arrivé au terme de ses travaux se croise les bras en se mettant les mains dans les poches, et se félicite de ce que la postérité ne pourra pas lui reprocher de n'avoir fait que de l'eau claire!...‎

‎o.J. DER BRUNNEN VON GRENELLE. Der Direktor, Mr. Mulot und sein Sohn haben endlich das Ziel ihrer Arbeit erreicht. Sie kreuzen die Arme, stecken die Hände in die Taschen und beglückwünschen sich, dass die Nachwelt ihnen nicht vorwerfen kann, dass sie kein sauberes Wasser produziert hätten. Zeitgenöss. aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger & Cie. R. du Croissant 16, mit dem Namen: Imp. d?Aubert & Cie. Blattgröße 25,9:35 cm. ? Gering fleckig. Literatur: Daumier-Register 993, III (von 3); Delteil 993, III (von 3), Blatt 46 der Serie ?Caricatures du Jour?, erschienen in ?La Caricature? am 16.10.1842. ? Sur blanc.‎

‎CARICATURES DU JOUR. (Karikaturen vom Tag) ist eine Serie bestehend aus 20 Lithographien von Daumier, die vom 3.4.1842 bis zum 31.3.1843 in der CARICATURE erschienen sind, mit Ausnahme der beiden letzten Blätter (Blattnummern 86 und 98), die im CHARIVARI erschienen. Mehrere Blätter sind zusätzlich unter dem Serientitel ?Actualités? auch im Charivari publiziert worden. Die Serie ?Caricatures du jour? enthielt ausserdem auch Lithographien von Gavarni. - ZU DIESEM BILD. Dieses Blatt erschien in La Caricature, 3e série, Nr. 42. Die Ingenieure Mulot (Vater und Sohn) werden hier als eine einzige Person mit zwei Köpfen dargestellt, die mit Freude einen hydraulischen Springbrunnen betrachten. Im Hintergrund erkennt man eine Anzahl Personen, die sich der neuen Attraktion erfreuen. - LA CARICATURE. Unterschiedlich zur alten "Caricature", wurde diese zweite Version entpolitisiert und erschien als "Caricature Provisoire", für welche Daumier die "Types Parisiens" schuf. Die "Cinq Sens" wurden in diese Serie integriert. Es gelang Daumier, den kleinbürgerlichen Spiessbürger, wie er in Österreich und Deutschland in der Biedermeierzeit zu finden war, in dieser Serie überzeugend darzustellen. Ähnlich wie bei Spitzweg sehen wir hier nicht den armen Poeten, sondern den Junggesellen, der seinen Haushalt führt und eng an die kleinen Freuden der bürgerlichen Existenz gebunden ist: Blumen im Fenster, der kleine Hund, und ein geregelter Tagesablauf. Daumier moralisiert nicht, sondern zeigt humorvoll die kleinen Schwächen der Gesellschaft und damit seiner Leserschaft auf, die sich in einem der vielen Karikaturen des Meisters mit Sicherheit selbst erkennt. Selbst die Mode entgeht dem Spott nicht.... der klassische Pamela-Hut, das bürgerliche Häubchen der Dame sowie der etwas verbeulte und abgetragene Zylinder des Ehemannes gehören genauso zu dieser Genrebeschreibung wie das stolze Elternpaar, welches den erfolgreichen Sprössling und Gewinner scholastischer Preise der Eliteschule in den Strassen von Paris vorführt.A.B.‎

Bookseller reference : HD-143

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎10 HEURES DU MATIN. Mr. Coqueles ayant rencontré au jardin des Plantes Mlle Palissandre à laquelle il eût le bonheur d'offrir une rose pompon le 1er mai 1804, a obtenu un rendez vous, et s'etant mais en frais d'une paire de gants a 29 sous, il jette un coup d'oeil à son miroir avant d'aller en bonne fortune.‎

‎o.J. (ZEHN UHR MORGENS. Monsieur Coquelet, der im Botanischen Garten Mademoiselle Palissandre begegnet ist und das Vergnügen hatte, ihr am 1. Mai 1804 eine Rose überreichen zu dürfen, hat nun ein Rendezvous mit ihr, und nachdem er sich mit einem neuen Paar Handschuhe zu 29 Sous in Unkosten gestürzt hat, wirft er noch einen flüchtigen Blick in den Spiegel, bevor er zu seinem Glücke eilt). Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Imp. d?Aubert & Cie., sowie: Edité par le Charivari rue du Croissant 16. Blattgröße 32,8:24 cm. Literatur: Daumier-Register 610; Delteil 610, Blatt 4 aus der Serie ?La Journée du Célibataire?, erschienen 16.05.1839 in ?Le Charivari?. ? Sur blanc!‎

‎LA JOURNÉE DU CÉLIBATAIRE (Der Tagesablauf eines Junggesellen) ist eine Serie von 12 Lithographien, welche zwischen dem 14. April und dem 15. September 1839 im Charivari erschienen sind. - ALBUM. Die ganze Serie erschien auch in einem Album gleichen Namens: La Journée du Célibataire. Paris, Bauger (Drucker Aubert). Die 12 Lithographien (DR 607-618) sur blanc in schwarz-weiß waren für 12 Francs erhältlich; außerdem gab es eine farbige Ausgabe zu 18 Francs. Das Album wurde in ?Le Charivari? vom 5.11.1839 annonciert. - ZU DIESER SERIE. Daumier geht durch den Tag eines Junggesellen, der hier Monsieur Coquelet heisst, und zeigt seine Beschäftigung. Er beginnt um 7 Uhr morgens und endet um 9 Uhr abends. Die Serie ist wie eine fortlaufende Geschichte und eignet sich daher auch sehr gut als Album. - Baudelaire definierte die Existenz des Flaneurs oder Dandys folgendermaßen: ?Das Dandytum erscheint vor allem in den Übergangsepochen, in denen die Demokratie noch nicht allmächtig ist und die Aristokratie erst teilweise wackelt, nur teilweise herabgezogen ist. In den Wirren einer solchen Zeit können ein paar gesellschaftliche abgehobene, degoutierte, müßige Männer, die freilich reich an angeborener Kraft sind, den Plan fassen, eine neue Aristokratie zu gründen, die umso schwieriger zu zähmen sein wird, als sie auf den kostbarsten und am schwersten zu erwerbenden Fähigkeiten und den Gaben des Himmels beruht, die Arbeit und Geld alleine nicht verleihen können. Das Dandytum ist der letzte Ausbruch von Heroismus in der Dekadenz. ? Es ist ein Sonnenuntergang, und wie das Gestirn bei seinem Niedergang ist es prachtvoll, ohne Wärme und voller Melancholie?. - JUNGGESELLEN. Daumier hatte selber erst mit 38 Jahren die junge Schneiderin Alexandrine Dassy geheiratet, kannte sich also mit den Problemen des bürgerlichen Junggesellen bestens aus. Nur hatte er, im Gegensatz zu seiner Kunstfigur, Monsieur Coquelet, es gewagt, den Sprung in die Ehe zu wagen, während Coquelet aus Ersparnisgründen oder Geiz auf eine feste Bindung verzichtete. - Daumier zielt in dessen Person nicht nur auf die Eintönigkeit des Junggesellendaseins ab, sondern vor allem auf den Geiz eines solchen Mitglieds der Gesellschaft. Die damit verbundene Einsamkeit des Einzelgängers steigert sich in einer übertriebenen Liebe zum Tier, meist Hund, Katze, Kanarienvogel aber auch einer Pflanze, die im Fenster-Blumentopf liebevoll gepflegt wird und als Ersatz dienten. Wehmut auf verpasste Gelegenheiten schimmert gelegentlich durch, während der voll kontrollierte Tagesablauf zwischen 7 Uhr morgens und 9 Uhr abends die Limiten der menschlichen Entfaltung und die Verschwendung wertvoller Zeit auf subtile Art anprangert.‎

Bookseller reference : HD-144

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Mr. POT DE NAZ.‎

‎o.J. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Lith. de Becquet,rue Furstemberg N°6., sowie: On s'abonne chez Aubert, galerie véro dodat. Darstellungsgröße 24,9:18,3 cm, Blattgröße 33,5:25,8 cm. Mit geglätteter horizontaler Mittelfalte. Literatur: Daumier-Register 52 II (von II); Delteil 52, II, Blatt 270 der Folge ?Célébrités de la Caricature?, erschienen 02.05.1833 in ?LA CARICATURE?. ? Sur blanc!‎

‎CÉLÉBRITÉS DE LA CARICATURE (Berühmte Persönlichkeiten aus der Caricature) ist eine Serie von 26 Lithographien, welche zwischen dem 26. April 1832 und dem 9. November 1833 in La Caricature erschienen sind. Bei den ersten acht Bildern handelt es sich um Portraits berühmter Politiker der Zeit. Darunter befindet sich jeweils ein ausdrucksvolles Phantasie-Wappen, das die Eigenheiten der Person ausdrückt. Das Wappen nimmt fast gleichviel Platz ein wie das Portrait und ist oftmals in Farbe, obwohl das Portrait in schwarz-weiss gehalten ist. Die restlichen 18 Darstellungen sind Portraits in voller Grösse, jedoch ohne Wappen. - ZU DIESER SERIE. Philipon bat erst Traviès und später auch Daumier, Karikaturen von Politikern aus dem Orléans-Lager zu zeichnen, wozu er den Text und den dazugehörenden Waffenschild lieferte. Am 26. April 1832 erklärte Philipon seinen Abonnenten im Charivari in einem detaillierten Zeitungsartikel sein Vorhaben, welcher bei den Lesern sofort Begeisterung auslöste. Das Projekt litt einige Zeit unter Verzögerungen, da Daumier von den Politikern erst Tonentwürfe formen wollte, bevor er sie auf den Lithographiestein übertrug. Diese sogenannten ?Célébrités de la Caricature? erschienen unter DR 43, 45, 46, 48, und 51 und begannen mit Monsieur de Lameth. Im März 1833 wurden bekanntlich alle Aktivitäten von La Caricature auf den Charivari verlegt, und drei weitere politische Persönlichkeiten erschienen mit DR 144, 150 und 173. Danach ging diese Serie weiter, allerdings nicht mehr mit dem beliebten Waffenschild sondern nur noch mit Köpfen oder ganzen Figuren. Der dritte Teil, der 1833 in La Caricature erschien, zeigte 18 verschiedene Portraits in voller Grösse. Während die früheren Darstellungen von der Form her eher Vignetten entsprachen, zeigte Daumier nunmehr seine Politiker in voller Darstellung, einschliesslich ihrer teilweise etwas ungewöhnlichen Kleidung. Gelegentlich überzeichnete er absichtlich die ?theatralische? Art der Selbstdarstellung, um die menschlichen Qualitäten des ?Opfers? besser darstlen zu können. Diese Drucke finden wir unter folgenden DR Nummern: DR 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60, 62, 63, 64, 68, 69, 70, 72, 74, und 75. - ZU DIESEM BILD. Dieses Blatt erschien in LA CARICATURE (Journal) N° 130/ Pl. 270. Es ist ein Portrait von Podenas. - PODENAS, JOSEPH, Baron de (1782-1851) wird als wichtiger aber bösartiger Politiker beschrieben. De Podenas war Mitglied einer Adelsfamilie, die aus der Gegend von Armagnac stammte. Sein Name eignete sich hervorragend zum Wortspiel: "Topf von Nase". Zu Beginn seiner Karriere war er noch als liberaler Politiker im Fall von Charles X involviert, richtete sich dann aber bald (1833) politisch nach rechts aus und unterstützte die Regierung von Louis-Philippe. Im ?Charivari? wird er als ?eingebildet? und ?egozentrisch? beschrieben. Seine äusserliche Erscheinung war für Daumier ein "gefundenes Fressen?: sein formloser Kopf wird gekrönt von einem wirren Haarbüschel. In den Wahlen von 1834 verlor Podenas seinen Sitz als Abgeordneter für Narbonne, den er seit 1829 innehatte.‎

Bookseller reference : HD-145

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Baissez le rideau, la farce est jouée. - Herunter mit dem Vorhang. Das Possenspiel ist aus.‎

‎o.J. Lithographie, auf cremefarbenem Velin, mit den Adressen: Au bureau ,chez Aubert, pass. Véro-Dodat., sowie: Lith: Delaunois,r. du Bouloy,19. Darstellungsgröße 19,9:27,7 cm, Blattgröße 26,8: 33,5 cm. Literatur: Daumier-Register 86; Delteil 86; erschienen am 11.09.1834 in ?LA CARICATURE?., Nr. 201, Blattnummer 421. - Selten! - Sur blanc!‎

‎Ein meisterhaft dargestellter König steht als Clown verkleidet im Theater, während der Vorhang sich senkt. Dabei weist er auf die "blinde Justitia" und erklärt lächelnd die Gerechtigkeit zur Farce. Gleichzeitig entziehen sich die Parlamentarier ihrer Verantwortung, indem sie sich in der Dunkelheit verlieren. Der Text ist ein Zitat der letzten Worte von Rabelais. Es ist interessant zu sehen, dass der König nicht einen Platz innerhalb des Parlaments einnehmen durfte, sondern in einer speziellen Loge sass, die mit einem Vorhang zum Plenarsaal versehen war. Von 1828 bis 1832 hatte der Architekt Jules de Joly den Parlamentssaal des Palais Bourbon neu gestaltet. Die neue Struktur - ein Halbkreis mit aufsteigenden Bankreihen - erinnert an antike römische Theater. Daumier bediente sich öfters der Parallele zwischen Politik und Theater in seinen Zeichnungen. Ähnlich wie in der englischen Machtaufteilung war es auch in Frankreich dem König nicht gestattet, den Parlamentssal zu betreten. Er musste "draussen" bleiben, im sogenannten "Salon du Roi", von wo aus er die Sitzung verfolgen und die Abgeordneten ansprechen konnte. Man kann annehmen, dass dieses Blatt sich auf eine ministerielle Debatte bezieht, in der Massnahmen gegen die Opposition nach den April Aufständen getroffen wurden. Der Clown (Pierrot) ist die klassische Darstellung der traditionellen Pantomime. Es dürfte weiterhin von Interesse sein, dass der russische Filmregisseur Eisenstein, ein begeisteter Bewunderer von Daumiers Werk, DR131 und DR86 in einem Film zu "Das Kapital" von Marx benutzen wollte. Leider ist das Projekt nie realisiert worden (siehe A. Ackerman in Pratiques sur l?Art nr. 20, Les Images mouvantes, 2009, pp 21-36). - LOUIS-PHILIPPE I (1773-1850), Sohn von Philippe-Egalité. Er war Duc de Chartres und später Duc d?Orléans, und hielt sich von 1796 bis 1799 in Amerika auf. Anschließend kehrte er nach einem Aufenthalt in England 1817 nach Frankreich zurück, wo er sich mit Louis XVIII versöhnte. Er wurde Generalleutnant des Reiches im Juli 1830 und am 9. August 1830 zum König der Franzosen ernannt. Bereits 1831 erste Interventionen in Spanien und Einschränkung der Pressefreiheit. 1833 machte er den Vorschlag, Paris mit einer Festungsmauer zu umgeben. 1834 Massaker in der Rue Transnonain, Börsenspekulationen und Brand des Gefängnisses von Mont-Saint-Michel. Es folgten die Reklamationsforderungen der Amerikaner für Schäden während der Seeblockade unter Napoleon. 1835 Tod von Lafayette und Prozess gegen die Teilnehmer der Aprilaufstände. 1848 Exil in England, wo er 1850 starb. - RABELAIS, François (ca. 1494 ? 1553) war französischer Humanist und Schriftsteller. Vielseitig interessiert, war er anfänglich Benediktinermönch, dann Priester. Später studierte er Medizin. Zu seinen Werken gehören ?Faits et dits héroïques du grand Pantagruel? (1532) und ?La Vie inestimable de Gargantua? (1534). Sein Wissensdurst war grenzenlos ; er interessierte sich für alle Belange im Bereich der Philosophie, Moral, Religion, Politik und Gesellschaft seiner Zeit und bekämpfte aktiv die traditionellen Ansichten des Mittelalters.A.B.‎

Bookseller reference : HD-146

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Le Moulin du Télégraphe. - Die Windmühle des Telegraphen.‎

‎o.J. Lithographie, auf cremefarbenem Velin, mit den Adressen: Au bureau, chez Aubert, pass. Véro-Dodat., sowie: Lith: Delaunois,r. du Bouloy,19. Darstellungsgröße 32,3:24,6 cm, Blattgröße 34,1:25,7 cm. Literatur: Daumier-Register 91 II, (von II); Delteil 86 II; erschienen am 11.09.18 16.10.1834 in ?LA CARICATURE?., Nr. 206, Blattnummer 431. - Selten! - Sur blanc!‎

‎Die Säcke welche hier von Thiers, Soult und Persil aus der Mühle getragen werden, sind mit Gold gefüllt. Daumier spielt auf die Korruption des regierenden Systems an. Ein dazu passender Artikel des Charivari vom 8. März 1835 weist auf eine ähnliche Verbindung hin, in welcher man versucht hatte, die telegraphische Nachricht über den Tod des österreichischen Kaisers zurückzuhalten, um an der Börse entsprechende Spekulationen à la baisse zu ermöglichen. Hier kann man auf den Flügeln der Mühlen lesen "Nouvelles d'Espagne" (Neuigkeiten aus Spanien). In 1834 war der Krieg der Karlisten in Spanien ausgebrochen. Mit Hilfe der Engländer war es Don Miguel gelungen, seinen Bruder Don Pedro bei Evora zur Kapitulation zu zwingen. Gezieltes Zurückhalten dieser Nachricht ermöglichte es wiederum, an der Pariser Börse spekulative Gewinne zu realisieren. Dieses Bild bezieht sich auf die neu in Betrieb genommenen Telegraphen. Ein interessantes Zeugnis bietet die hier gezeigte Photographie des Turms von Baccon (Loiret). Dieser 13 Meter hohe Telegraphenturm wurde für die Linie Paris-Bayonne benützt. Er wurde 1822 aufgestellt, um zu helfen, die Ereignisse in Spanien besser verfolgen zu können. (Information freundlicherweise zur Verfügung gestellt von J.-C. Bastian in ?Relais? n°103, Sept. 2008, S. 44).- Thiers, der gerade zum Innenminister ernannt worden war, war frisch verheiratet und machte ein Vermögen mit Insider Handel. Er benützte den Telegraphen zu seinem Vorteil und wurde verurteilt wegen illegalen Geschäften durch Insider Informationen. Die Anklage hielt natürlich vor Gericht nicht. (Information freundlicherweise zur Verfügung gestellt von J.-C. Bastian in ?Relais? n°103, Sept. 2008, S. 25). Die hier gezeigten Personen sind: Persil, Soult, Thiers, Humann, während König Louis-Philippe und d'Argout aus dem Fender zuschauen. - THIERS, Marie Joseph Louis Adolphe (1797-1877) war Historiker, Staatsmann und Präsident Frankreichs. Er kam 1820 als Anwalt nach Paris und gründete 1830 die Zeitschrift "Le National". Er wurde Staatsrat und Staatssekretär für Finanzen, Innenminister 1832, Mitglied der Académie Française. In 1835 wurde er erneut Innenminister und war an den Reparations-Verhandlungen mit Amerika beteiligt. 1840 wurde er Aussenminister und Ministerratspräsident. 1848 unterstützte er die Kandidatur von Louis-Napoléon und opponierte gegen das allgemeine Wahlrecht von 1850. Unter ihm erfolgte die Einführung der neuen Pressegesetze vom Juli 1850. Ein Jahr später wurde er aus Frankreich ausgewiesen, kehrte in 1852 zurück und wurde Abgeordneter des Distrikts Seine, was er bis 1863 blieb. Wiederwahl in die provisorische Regierung und Kampf gegen die Pariser Kommune 1871. Staatspräsident 1871 und Ende seiner politischen Karriere 1873 nach seiner Wahlniederlage (wobei er trotzdem noch im Hintergrund politisch tätig geblieben ist). - D'ARGOUT, Antoine-Maurice-Apollinaire, Comte (1782-1858) war wegen seiner grossen Nase ein beliebtes Opfer der Karikaturisten. In seine Zeit als Innenminister fielen die Seidenweber-Aufstände in Lyon, für deren brutale Niederschlagung er verantwortlich war. Da d'Argout zu Sprachschnitzern neigte, findet sich in seinem von Daumier entworfenen Wappen eine Eselsmütze, Synonym für Dummheit. Die Schere im Wappen steht für seine Arbeit als Theater-Zensor. Anfänglich unterstützte D'Argout Louis XVIII im Jahre 1814 und wurde zum Staatsrat ernannt. Später liierte er sich mit dessen Nachfolger Charles X und dann wiederum mit Louis-Philippe, unter dem er zum Marineminister ernannt wurde. Im Jahre 1831 wurde er Handelsminister, Minister für öffentliche Arbeiten und Kulturminister. Von 1832 bis 1834 fungierte er als Innenminister und übernahm nach 2 Jahren als Gouverneur der Nationalbank 1836 das Finanzministerium. 1852 eine erneute Kehrtwendung: er engagierte sich mit dem neuen Kaiserreich. Er wurde zum Senator und Gouverneur der Bank von Frankreich auf Lebenszeit ernannt. Ein unveröffentlichtes Porträt von ihm befindet sich in der Sammlung Lecomte (siehe DR 4001). - HUMANN, Jean Georges (1780-1842) Händler und Bankier aus Strassburg. Er wurde Abgeordneter und ab 1832 Finanzminister. 1837 wurde er geadelt und blieb Finanzminister bis zu seinem Tode im Jahre 1842. - LOUIS-PHILIPPE I (1773-1850), Sohn von Philippe-Egalité. Er war Duc de Chartres und später Duc d?Orléans, und hielt sich von 1796 bis 1799 in Amerika auf. Anschließend kehrte er nach einem Aufenthalt in England 1817 nach Frankreich zurück, wo er sich mit Louis XVIII versöhnte. Er wurde Generalleutnant des Reiches im Juli 1830 und am 9. August 1830 zum König der Franzosen ernannt. Bereits 1831 erste Interventionen in Spanien und Einschränkung der Pressefreiheit. 1833 machte er den Vorschlag, Paris mit einer Festungsmauer zu umgeben. 1834 Massaker in der Rue Transnonain, Börsenspekulationen und Brand des Gefängnisses von Mont-Saint-Michel. Es folgten die Reklamationsforderungen der Amerikaner für Schäden während der Seeblockade unter Napoleon. 1835 Tod von Lafayette und Prozess gegen die Teilnehmer der Aprilaufstände. 1848 Exil in England, wo er 1850 starb. - PERSIL, Jean Charles (1785-1870) Anwalt, Politiker und Abgeordneter von 1830 bis 1839. Im Jahr 1834 erfolgte die Ernennung zum Generalstaatsanwalt und Justizminister. Er war an der Niederschlagung der berüchtigten April-Aufstände im Jahre 1834 in Lyon und Paris beteiligt. Persil war ein Gegner der Pressefreiheit und nahm am Prozess der April-Angeklagten teil. 1848 wurde er Direktor der staatlichen Münzanstalt und 1864 wurde er zum Senator ernannt. Er war Urgrossvater von Dunoyer de Segonzac. - SCHONEN, Auguste Jean-Marie, Baron de (1782-1849) war Anwalt und Berater am Hof bis 1819, sowie Abgeordneter von 1827 bis 1837. - SOULT, Nicolas Jean de Dieu (1769-1851), Kriegsminister und Ministerpräsident, Herzog von Dalmatien und Marschall unter Napoléon I. Sein Wappen enthielt das Kreuz (Kirchenverbindung), die Kokarde (Revolutionäre Aktivitäten), den Hut ( Napoléon) und die Lilie (Bourbonenkönige). In allen Regierungen gelang es Soult, politisch bedeutende Positionen einzunehmen.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎MÉNÉLAS VAINQUEUR. Sur les remparts fumants de la superbe Troie,/Ménélas, fils des Dieux, comme une riche proie,/Ravit sa blonde Hélène et l'emmène à sa cour/Plus belle que jamais de pudeur et d'amour. (ILLIADE Traduction Bareste).‎

‎o.J. MENELAOS ALS SIEGER. Auf den rauchenden Wällen des herrlichen Troja raubt Menelaos, der Göttersohn, als reiche Beute seine blonde Helena und entführt an seinen Hof sie, schöner denn je in ihrer Schamhaftigkeit und ihrer Liebe. (Ilias-Übersetzung von Barest.). Zeitgenöss. aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger & Cie. Edits. R. du Croissant 16., sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Darstellungsgröße 23,8:19 cm, Blattgröße 33,6:25,1 cm. Literatur: Daumier-Register 925, II (von III); Delteil 925, II (von III), Blatt 1 der Serie ?Histoire Ancienne?. Erschienen am 22.12.1841 in ?Le Charivari?. ? Sur blanc.‎

‎HISTOIRE ANCIENNE (Geschichten der Antike) ist eine Serie bestehend aus 50 Blättern, die zwischen Dezember 1841 und Januar 1843 im Charivari erschienen sind. - ALBUM. Alle Lithographien dieser Serie sind sowohl im ?Album Comique? (1841-1843) als auch im ?Album Histoire Ancienne? (1841-1842) enthalten. Das ?Album Comique? enthielt sämtliche 50 Lithographien der Serie auf weissem Papier ohne rückseitigem Text; Vorder- und Rückseite wurden mit einem hell-grünen beschrifteten Deckblatt geschützt. Das Album wurde in zwei verschiedenen Formen aber immer im gebundenen Schutzkarton (vorne und hinten) angeboten. In der einfacheren Version wurden die einzelnen Lithographien, wie beim Buchbinden üblich, direkt in den Albumrücken eingenäht. Oftmals waren die Nähte sehr eng, sodass beim Öffnen des Buches die linke Seite des Bildes nur erschwert zu sehen war. In einer zweiten, selteren Version wurden die einzelnen Blätter hinterlegt und das grössere Hintergundblatt ins Album eingeklebt. Dadurch wurde das ganze Blatt voll sichtbar. Von beiden Alben gab es auch handkolorierte Versionen. In jedem Fall sind komplette Alben dieser Serie als sehr selten zu betrachten. - ZU DIESEM BILD. Im vorliegenden Blatt werden Menelaos und Helena als bürgerliches Paar dargestellt, überzeugend durch ihre Jugend und Schönheit. Menelaus als Sieger nach dem Raub der schönen Helena. Im Hintergrund das brennende Troja. Als dieses erste Bild der Serie "Histoire Ancienne" erschien, publizierte der Charivari gleichzeitig einen Kommentar, der Daumier und Ingres als siamesische Zwillinge der Malerei zeigte. Man behauptete, Daumier sei gerade von einer Reise aus Griechenland zurückgekehrt, von der er Entwürfe für die neue Serie mitgebracht hatte. Die schöne Helena machte ihrem Menelaus eine lange Nase, eine absolut moderne Geste, die - so der Verfasser - Daumier am Hofe des Bayerischen Königs gesehen haben soll.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎DENYS LE TYRAN. S'il choisit cet état dans sa triste fortune,/C'est qu'en fait d'écoles toujours/Les tyrans en font trop pour que dans leurs vieux jours,/Ils n'en retrouvent au moins une. (Feu Barthelemy.)‎

‎o.J. DIONYS ALS SCHULMEISTER. Als ausser Dienst gekommen der Tyrann,/Da legt er eine Knabenschule an/Und schwang den Stock beim Schreiben und beim Lesen./Das heisst, wenn man es recht zu deuten weiss:/Im Kleinen blieb er noch als Greis,/Was er als Mann im Grossen war gewesen. (Nach dem verstorbenen Barthélemy). Zeitgenöss. aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Bauger R. du Croissant 16., sowie: Imp. d?Aubert & Cie. Darstellungsgröße 23:21 cm, Blattgröße 35,1:26,7 cm. Literatur: Daumier-Register 954, III (von IV); Delteil 954, III (von III), Blatt 30 der Serie ?Histoire Ancienne?. Erschienen am 23.10.1842 in ?Le Charivari?. ? Sur blanc.‎

‎HISTOIRE ANCIENNE (Geschichten der Antike) ist eine Serie bestehend aus 50 Blättern, die zwischen Dezember 1841 und Januar 1843 im Charivari erschienen sind. - ALBUM. Alle Lithographien dieser Serie sind sowohl im ?Album Comique? (1841-1843) als auch im ?Album Histoire Ancienne? (1841-1842) enthalten. Das ?Album Comique? enthielt sämtliche 50 Lithographien der Serie auf weissem Papier ohne rückseitigem Text; Vorder- und Rückseite wurden mit einem hell-grünen beschrifteten Deckblatt geschützt. Das Album wurde in zwei verschiedenen Formen aber immer im gebundenen Schutzkarton (vorne und hinten) angeboten. In der einfacheren Version wurden die einzelnen Lithographien, wie beim Buchbinden üblich, direkt in den Albumrücken eingenäht. Oftmals waren die Nähte sehr eng, sodass beim Öffnen des Buches die linke Seite des Bildes nur erschwert zu sehen war. In einer zweiten, selteren Version wurden die einzelnen Blätter hinterlegt und das grössere Hintergundblatt ins Album eingeklebt. Dadurch wurde das ganze Blatt voll sichtbar. Von beiden Alben gab es auch handkolorierte Versionen. In jedem Fall sind komplette Alben dieser Serie als sehr selten zu betrachten.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎L'UNITÉ ALLEMANDE. - DEUTSCHE EINHEIT.‎

‎o.J. Gillotage/Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin. Darstellungsgröße 20,8:17,8 cm, Blattgröße 32,1:22,8 cm. Literatur: Daumier-Register 3831 II (von III); Delteil 925, II (von III), Blatt 265 der Serie ?ACTUALITÉS?. Erschienen am 23.12.1870 in ?Le Charivari?. ? Sur blanc.‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. - TECHNISCHE INFORMATION. Dieses Blatt wurde als GILLOTAGE produziert. ?In einzelnen Blättern dieser Serie können kleine Unterschiede, wie Punkte, Bindestriche, etc bedingt durch den Übertrag von der Lithographie zur Gillotage entstanden sein?, eine Information basierend auf den Recherchen von Herrn F. Ennser in Österreich. - ALBUM DU SIÈGE. Das Album Du Siège enthält insgesamt 40 Lithographien inkl. Titelblatt und besteht aus Zeichnungen von Cham und Daumier (10 Stück). Das Album kann als Geschäftspromotion verstanden werden, da aufgrund des Kriegszustandes die Abonnenten rar wurden. Es wurde zum Preis von 5 Francs angeboten. (Sehen Sie hier eine Ankündigung des Charivari für das Album du Siège).Vom Album existieren zwei Auflagen. Bei zwei Blättern von Daumier gibt es kleinere Unterschiede: sie sind ohne dem Serientitel ?Actualités? gedruckt worden. - ZU DIESEM BILD. Der Sieg Preussens über Frankreich hat sicherlich das Entstehen der deutschen Einheit unter preussischer Führung bewirkt. Es entstand eine neue Grossmacht, die in Zukunft in Europa bedeutend sein würde. Hier erkennen wir Preussen, Württemberg, Hessen, Hannover, Baden etc.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Magot de la Chine. (Tiré du Cabinet de Mr. Ch. Philipon.) - Eine Porzellanfigur aus China (stammt aus der Privatsammlung von Mr. Charles Philipon) ODER: Ein Schatz aus China..‎

‎o.J. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Au bureau,chez Aubert, pass. Véro-Dodat., sowie: Lith. Delaunois,rue du Bouloy,19. Darstellungsgröße 21,4:24,1 cm, Blattgröße 27,3:35,4 cm. Mit geglätteter vertikaler Mittelfalte. Literatur: Daumier-Register 83; Delteil 83, Blatt 416 der Serie ?ACTUALITÉS?. Erschienen am 28.08.1834 in ?LA CARICATURE?, Nr. 199. ? Sur blanc.‎

‎Dies ist das erste Mal, dass Daumier einen Chinesen darstellt. Viele weitere Blätter zum Thema China werden zu einem sehr viel späteren Zeitpunkt folgen. In diesem Blatt wird Louis-Philippe's Buddha-ähnliche Porzellan-Figur gezeigt. Der benutzte Begriff "Magot" ist zweideutig zu verstehen: einmal als "groteske Darstellung" und zum andern als "Geldsack". Mit dieser Darstellung lag Daumier ganz im Trend der Zeit. In Frankreich sowie auch in England war das Sammeln von chinesischen Buddhafiguren gross in Mode. - POTICHOMANIE. Das Herstellen und Sammeln von Keramik und Porzellan begann in den fünfziger Jahren. Es gehörte zum guten Ton, "Chinoiseries" (chinesische antike Vasen) zu sammeln oder doch wenigstens zu versuchen, sie selber zu kreieren. Das Interesse an China begann bereits um 1840. Daumier wählte bewusst China als Thema, nachdem ab 1840 eine gewisse Exotik in Paris in Mode kam. Die Bürgerschaft folgte hierin dem Beispiel des Königs, der 1842 einen Teil seines Schlosses in chinesischem Stil dekorieren liess. China war in Mode gekommen, und Daumier benutzte die Gelegenheit, seine Vorstellung des Landes und seiner Bewohner den Parisern zu übermitteln. Die in den Darstellungen gezeigte "chinesische" Kleidung wurde dem bürgerlich französischen China-Verständnis angepasst. Pumphosen und operettenhaft geschwungene Schuhspitzen, sowie Haarzopf bei den Männern ergänzten das Bild vom chinesischen Kleinbürger. Dass die Sammelleidenschaft von Porzellan in eine Manie ausartete, entsprach natürlich eher der Phantasie des Künstlers, als der Realität, wobei dem Texter mit dem Begriff "Potichomanie" = "Topfophobie" eine Wortkreation gelang, die in keinem seriösen Lexikon zu finden ist. - CHINA. Die Blätter DR 3096 bis DR 3124 beziehen sich alle auf die Intervention von England und Frankreich in China. Nachdem mehrere christliche Missionare in China ermordet worden waren, wurde 1857 Kanton von europäischen Truppen besetzt. Der Vertrag von Tien-Tsin erlaubte den Westmächten, Botschafter an den Kaiserhof.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎très humbles, très soumis, très obéissans............... et surtout très voraces Sujets.‎

‎o.J. Sehr demütige, sehr ergebene, sehr gehorchende... und vor allem sehr gefrässige Untertanen. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: On s'abonne chez Aubert, galerie véro dodat.. Darstellungsgröße 20,6:32,7 cm, Blattgröße 24,8:35 cm. Mit geglätteter vertikaler Falte, im Unterrand beschnitten unter Verlust der zweiten Textzeile. Literatur: Daumier-Register 40 ? (von II); Delteil 40 ?, (von II), Blatt 136, erschienen am 09.02.1832 in ?LA CARICATURE?, Nr. 67. ? Sur blanc.‎

‎Daumiers Darstellung erschien am 9. Februar 1832. Sein Kollege beim Charivari, Ramelet, zeichnete einen thematisch ähnlichen Druck, der am 12. Februar 1832 im Charivari erschien, wobei er durch eine geschickte Auswahl des Sujets allerdings bemüht war, einen Konflikt mit der Zensurbehörde zu vermeiden. Hier wird die Unterwürfigkeit der politischen Opportunisten gezeigt und ihre Abhängigkeit zum System. Gewarnt von den juristischen Risiken und Konsequenzen im Falle seiner "Gargantua", zeigt Daumier hier nichts vom König... die Symbolkraft bleibt auf raffinierte Art trotzdem voll erhalten. Das Blatt zeigt inhaltlich eine frappierende Ähnlichkeit zu "Gargantua" auf, scheint aber bei weitem raffinierter und vollendeter gestaltet zu sein. Im Vordergrund sieht man Dupin, Kératry, Lobau sowie Thiers, die mit dünnen Fäden dem Thron verbunden sind. Die gegenseitige Abhängigkeit zwischen dem Hause Orléans und dem Bürgertum wird dadurch offensichtlich. Man beachte ausserdem das fett gedruckte Wort "Sujet" (Subjekte). Montalivet war es, der dem Parlament diesen Ausdruck empfahl, statt des üblichen "citoyen" (Bürger). Dies zeigt, in wieweit sich die regierende Klasse vom Volk bereits entfernt hatte.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Chimère de l'imagination. - Mon dieu! si j'allais faire un enfant à tête de Poire...... ou bien un Lobeau..... un d'Argout.... un/Soult.... un Dupin...... ah! mon dieu!! un Kératry!!!!‎

‎o.J. Ein Streich der Phantasie. Mein Gott! Wenn mein Kind mit einem Birnenkopf zur Welt käme, oder als Lobau, oder als D?Argout, als Dupin... Um Gottes Willen! ein Kératry!... Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: L.de Becquet,rue Childebert n°9., sowie: On s'abonne chez Aubert, galerie véro dodat. Darstellungsgröße 24:19,3 cm, Blattgröße 35,5:27,3 cm. Minimal stockfleckig, mit geglätter horizontaler Falte, nur verso sichtbar. Literatur: Daumier-Register 50 III (von III); Delteil 50 II, (von II), Blatt 244, erschienen am 07.02.1833 in ?LA CARICATURE?, Nr. 118. ? Selten! Sur blanc.‎

‎Laut Delteil wurde dieses Blatt nicht von Daumier, sondern von Charles Ramelet lithographisch hergestellt. Ramelet war einige Zeit Lehrer für Technik der Lithographie. Cherpin's Kommentare zu diesem Thema sind überprüfenswert. Während der Zeit von Daumier's Verhaftung entstand eine ganze Anzahl von Zeichnungen und Aquarellen. Einige, wie DR50, wurden von Ramelet auf den lithographischen Stein übertragen und anschliessend in der Caricature sowie später im Charivari publiziert. Laut Champfleury gehören zu dieser Gruppe auch die Appendix Nummern 29 bis 43 (DR4010 bis DR4024). Der Charivari teilte in seiner Ausgabe vom 14. Januar 1833 seinen Abonnenten auf publikumswirksame Weise mit, dass Daumier eine Serie "L'Imagination" publizieren werde, die auf der Basis und in der Art des vorliegenden Blattes, DR 50, sein werde. Die Blätter der Serie ?L?Imagination? sind besonders eindrucksvoll. Sie sind entstanden, als Daumier seine Gefängnisstrafe in der Klinik von Dr.J.P. Casimir Pinel (1800-1856?) absolvierte. Pinel betrieb an der rue de Chaillot, Nr. 67 in Paris eine private Klinik für Geisteskranke. Seine grosszügige Auslegung von Geisteskrankheiten erlaubte es ihm, geistig geschädigten Politikern seine Klinik als Ersatz für das Gefängnis anzubieten (siehe DR4024). Diese Möglichkeit wurde von zahlreichen Künstlern und Politikern ausgenutzt. Der Aufenthalt in der Klinik erlaubte sogar, subversive Tätigkeiten bis zu einem gewissen Umfang weiterzuführen. Einige wenige Personen in Daumier's Appendix Blättern konnten von Cherpin identifiziert werden: Philipon in ?La Colique?, Philipon?s Adoptivtochter Emma in ?des pouchinels... des dadas...? und Dr. Pinel selber in ?Le Médecin?. Weiterhin erkennt man: Dupin, D'Argout, Kératry, Lobau, Louis-Philippe, Soult.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Mr. FULCHIR ..‎

‎o.J. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: L.de Becquet,rue Furstemberg N°6., sowie: On s'abonne chez Aubert, galerie véro dodat. Darstellungsgröße 25,9:17,2 cm, Blattgröße 34,7:26 cm. Literatur: Daumier-Register 53 II (von II); Delteil 53 II, (von II), Blatt 273, der Serie: ?Célébrités de la Caricature?, erschienen am 16.05.1833 in ?LA CARICATURE?, Nr. 132. ? Sur blanc.‎

‎CÉLÉBRITÉS DE LA CARICATURE (Berühmte Persönlichkeiten aus der Caricature) ist eine Serie von 26 Lithographien, welche zwischen dem 26. April 1832 und dem 9. November 1833 in La Caricature erschienen sind. Bei den ersten acht Bildern handelt es sich um Portraits berühmter Politiker der Zeit. Darunter befindet sich jeweils ein ausdrucksvolles Phantasie-Wappen, das die Eigenheiten der Person ausdrückt. Das Wappen nimmt fast gleichviel Platz ein wie das Portrait und ist oftmals in Farbe, obwohl das Portrait in schwarz-weiss gehalten ist. Die restlichen 18 Darstellungen sind Portraits in voller Grösse, jedoch ohne Wappen. - ZU DIESER SERIE. Philipon bat erst Traviès und später auch Daumier, Karikaturen von Politikern aus dem Orléans-Lager zu zeichnen, wozu er den Text und den dazugehörenden Waffenschild lieferte. Am 26. April 1832 erklärte Philipon seinen Abonnenten im Charivari in einem detaillierten Zeitungsartikel sein Vorhaben, welcher bei den Lesern sofort Begeisterung auslöste. Das Projekt litt einige Zeit unter Verzögerungen, da Daumier von den Politikern erst Tonentwürfe formen wollte, bevor er sie auf den Lithographiestein übertrug. Diese sogenannten ?Célébrités de la Caricature? erschienen unter DR 43, 45, 46, 48, und 51 und begannen mit Monsieur de Lameth. Im März 1833 wurden bekanntlich alle Aktivitäten von La Caricature auf den Charivari verlegt, und drei weitere politische Persönlichkeiten erschienen mit DR 144, 150 und 173. Danach ging diese Serie weiter, allerdings nicht mehr mit dem beliebten Waffenschild sondern nur noch mit Köpfen oder ganzen Figuren. Der dritte Teil, der 1833 in La Caricature erschien, zeigte 18 verschiedene Portraits in voller Grösse. Während die früheren Darstellungen von der Form her eher Vignetten entsprachen, zeigte Daumier nunmehr seine Politiker in voller Darstellung, einschliesslich ihrer teilweise etwas ungewöhnlichen Kleidung. Gelegentlich überzeichnete er absichtlich die ?theatralische? Art der Selbstdarstellung, um die menschlichen Qualitäten des ?Opfers? besser darstllen zu können. Diese Drucke finden wir unter folgenden DR Nummern: DR 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60, 62, 63, 64, 68, 69, 70, 72, 74, und 75. - FULCHIRON, Jean Claude (1774-1859) Schriftsteller, Industrieller und Politiker sowie Abgeordneter von 1831-1845, unterstützte 1835 de Broglie. Hier handelt es sich um eine Lithographie, die auf einer früheren Skulptur basiert, obwohl er in der Lithographie jünger aussieht. Er war Mitglied der Académie Française und schrieb zwei Tragödien, die jedoch nie aufgeführt wurden (Pizarre und Saül). Darüber hinaus betätigte er sich erfolgreich als Reiseschriftsteller. Die gleichnamige Skulptur zeigt einen noch unbeweglicher, fast erstarrt wirkenden Fulchiron.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Le cauchemar . - Der Albtraum.‎

‎o.J. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Lith. de Delaporte., sowie: On s'abonne chez Aubert, galerie véro dodat. Darstellungsgröße 23,3:29,4 cm, Blattgröße 26,6:36,3 cm. Literatur: Daumier-Register 41; Delteil 41, Blatt 139, der Serie: ?Célébrités de la Caricature?, erschienen am 16.05.1833 in ?LA CARICATURE?, Nr. 69. ? Selten! Sur blanc.‎

‎Daumier unterschrieb mit dem Pseudonym "ROGELIN" (eine Anspielung seitens Philipon's auf "Rosolin", einen der sechs Namen des Thronfolgers Ferdinand Philippe Louis Charles Henri Rosolin d?Orleans. Das ist aber wenig plausibel, weil die mit ?Rogelin? unterschriebenen Karikaturen weder inhaltlich noch irgendwie sonst mit Ferdinand Philippe zusammenhängen. Wahrscheinlicher ist die Annahme, dass Philipon an die ursprüngliche Bedeutung des Namens Rogelin bzw, Roger im Sinne von ?berühmte Lanze? gedacht hatte. Nach dem bekannten Skandal um ?Gargantua? (s. DR34) war Daumier tatsächlich eine berühmte Lanze geworden. Die Darstellung zeigt General Lafayette, einmal nicht in Uniform, den Held der polnischen und amerikanischen Revolution. Sein Portrait erinnert an ein Bild von Ary Scheffer aus dem Jahr 1822. Das vorliegende Blatt soll das Unwohlsein illustrieren, welches Lafayette bei der Zusammenarbeit mit Louis-Philippe fühlt. (Erst später wird er sich vom König und der Juli-Revolution distanzieren). In der rechten Hand hält er das "Programme de l'hôtel de ville" mit seinen revolutionären Forderungen, welches er dem König nie vorgetragen hatte. (Siehe auch DR 25, bei dem es sich wahrscheinlich ebenfalls um Lafayette, und nicht wie häufig angenommen um Périer handelt). Hier wird der König wird zum ersten Mal in La Caricature als Birne dargestellt, eine Figur, welche Philipon am 24.11.1831 erstmals lithographisch zu Papier brachte. Die Birne als ?Markenzeichen? von König Louis-Philippe soll Dummheit und Einfältigkeit darstellen. Das deutsche Magazin ?Der Spiegel? kreierte in seiner Ausgabe vom 3. Oktober 1976 eine ähnliche Darstellung für den zukünftigen Kanzler Helmut Kohl. - LAFAYETTE, Marie Joseph Paul Yves Roch Gilbert MOTIER (1757-1834) Offizier, der auch am amerikanischen Freiheitskampf teilnahm. Er unterschrieb den Entwurf zur Charta der Menschenrechte. Er war mehrmals Abgeordneter und Kommandant der Nationalgarde. Er verhalf Louis-Philippe auf den Thron, einen Schritt den er später bedauerte. Von ihm stammt der von Revolutionären so gerne benutzte Spruch: ?L?Insurrection est le plus saint des Devoirs?. - LOUIS-PHILIPPE I (1773-1850), Sohn von Philippe-Egalité. Er war Duc de Chartres und später Duc d?Orléans, und hielt sich von 1796 bis 1799 in Amerika auf. Anschließend kehrte er nach einem Aufenthalt in England 1817 nach Frankreich zurück, wo er sich mit Louis XVIII versöhnte. Er wurde Generalleutnant des Reiches im Juli 1830 und am 9. August 1830 zum König der Franzosen ernannt. Bereits 1831 erste Interventionen in Spanien und Einschränkung der Pressefreiheit. 1833 machte er den Vorschlag, Paris mit einer Festungsmauer zu umgeben. 1834 Massaker in der Rue Transnonain, Börsenspekulationen und Brand des Gefängnisses von Mont-Saint-Michel. Es folgten die Reklamationsforderungen der Amerikaner für Schäden während der Seeblockade unter Napoleon. 1835 Tod von Lafayette und Prozess gegen die Teilnehmer der Aprilaufstände. 1848 Exil in England, wo er 1850 starb. - ROGELIN: Pseudonym von Daumier.‎

Bookseller reference : HD-155

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Mr. ARLÉPAIRE.‎

‎o.J. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Lith. de Becquet,rue Furstemberg N°6., sowie: L.de Benard,rue de l'Abbaye 4. Darstellungsgröße 26,5:17,9 cm, Blattgröße 33,6:25,5 cm. Mit geglätteter horizontaler Falte. Literatur: Daumier-Register 55; Delteil 55, Blatt 280, der Serie: ?Célébrités de la Caricature?, erschienen am 05.06.1833 in ?LA CARICATURE?, Nr. 136. ? Sur blanc.‎

‎CÉLÉBRITÉS DE LA CARICATURE (Berühmte Persönlichkeiten aus der Caricature) ist eine Serie von 26 Lithographien, welche zwischen dem 26. April 1832 und dem 9. November 1833 in La Caricature erschienen sind. Bei den ersten acht Bildern handelt es sich um Portraits berühmter Politiker der Zeit. Darunter befindet sich jeweils ein ausdrucksvolles Phantasie-Wappen, das die Eigenheiten der Person ausdrückt. Das Wappen nimmt fast gleichviel Platz ein wie das Portrait und ist oftmals in Farbe, obwohl das Portrait in schwarz-weiss gehalten ist. Die restlichen 18 Darstellungen sind Portraits in voller Grösse, jedoch ohne Wappen. - ZU DIESER SERIE. Philipon bat erst Traviès und später auch Daumier, Karikaturen von Politikern aus dem Orléans-Lager zu zeichnen, wozu er den Text und den dazugehörenden Waffenschild lieferte. Am 26. April 1832 erklärte Philipon seinen Abonnenten im Charivari in einem detaillierten Zeitungsartikel sein Vorhaben, welcher bei den Lesern sofort Begeisterung auslöste. Das Projekt litt einige Zeit unter Verzögerungen, da Daumier von den Politikern erst Tonentwürfe formen wollte, bevor er sie auf den Lithographiestein übertrug. Diese sogenannten ?Célébrités de la Caricature? erschienen unter DR 43, 45, 46, 48, und 51 und begannen mit Monsieur de Lameth. Im März 1833 wurden bekanntlich alle Aktivitäten von La Caricature auf den Charivari verlegt, und drei weitere politische Persönlichkeiten erschienen mit DR 144, 150 und 173. Danach ging diese Serie weiter, allerdings nicht mehr mit dem beliebten Waffenschild sondern nur noch mit Köpfen oder ganzen Figuren. Der dritte Teil, der 1833 in La Caricature erschien, zeigte 18 verschiedene Portraits in voller Grösse. Während die früheren Darstellungen von der Form her eher Vignetten entsprachen, zeigte Daumier nunmehr seine Politiker in voller Darstellung, einschliesslich ihrer teilweise etwas ungewöhnlichen Kleidung. Gelegentlich überzeichnete er absichtlich die ?theatralische? Art der Selbstdarstellung, um die menschlichen Qualitäten des ?Opfers? besser darstellen zu können. Diese Drucke finden wir unter folgenden DR Nummern: DR 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60, 62, 63, 64, 68, 69, 70, 72, 74, und 75. - ZU DIESEM BILD. Dieses Blatt erschien in LA CARICATURE (Journal) N° 136/ Pl. 280. Es ist ein Portrait von Harlé Père, der von Daumier nochmals unter DR 171 dargestellt wurde. - HARLÉ Père, Jean Marie (1765-1838) war liberaler oppositioneller Politiker und von 1816-1838 mit Unterbruch Abgeordneter für die Region Calais. Er war bekannt dafür, seine Reden im Parlament zu unterbrechen, um sich lautstark die Nase zu putzen. Er kam aus kleinsten ländlichen Verhältnissen und schaffte es, mehrmals zwischen 1815 und 1837 zum Abgeordneten gewählt zu werden. Laut Charivari konsumierte er Unmengen an Schnupftabak und unterbrach mit seinem lauten Niesen die parlamentarischen Diskussionen. Die Grösse seiner Nase ist auf seine Tabak-Leidenschaft zurückzuführen. Daumier hat von Harlé Père auch eine Büste gemacht, die in Gobin unter Nr. 32 beschrieben ist.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Mr. SÉBAST ....‎

‎o.J. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert,Galerie véro dodat., sowie: L.de Becquet,rue. Furstemberg N°6. Darstellungsgröße 26,7:19,1 cm, Blattgröße 36,5:27 cm. Literatur: Daumier-Register 56 II (vonII); Delteil 56 II (vonII); Blatt 281, der Serie: ?Célébrités de la Caricature?, erschienen am 13.06.1833 in ?LA CARICATURE?, Nr. 136. ? Sur blanc.‎

‎CÉLÉBRITÉS DE LA CARICATURE (Berühmte Persönlichkeiten aus der Caricature) ist eine Serie von 26 Lithographien, welche zwischen dem 26. April 1832 und dem 9. November 1833 in La Caricature erschienen sind. Bei den ersten acht Bildern handelt es sich um Portraits berühmter Politiker der Zeit. Darunter befindet sich jeweils ein ausdrucksvolles Phantasie-Wappen, das die Eigenheiten der Person ausdrückt. Das Wappen nimmt fast gleichviel Platz ein wie das Portrait und ist oftmals in Farbe, obwohl das Portrait in schwarz-weiss gehalten ist. Die restlichen 18 Darstellungen sind Portraits in voller Grösse, jedoch ohne Wappen. - ZU DIESER SERIE. Philipon bat erst Traviès und später auch Daumier, Karikaturen von Politikern aus dem Orléans-Lager zu zeichnen, wozu er den Text und den dazugehörenden Waffenschild lieferte. Am 26. April 1832 erklärte Philipon seinen Abonnenten im Charivari in einem detaillierten Zeitungsartikel sein Vorhaben, welcher bei den Lesern sofort Begeisterung auslöste. Das Projekt litt einige Zeit unter Verzögerungen, da Daumier von den Politikern erst Tonentwürfe formen wollte, bevor er sie auf den Lithographiestein übertrug. Diese sogenannten ?Célébrités de la Caricature? erschienen unter DR 43, 45, 46, 48, und 51 und begannen mit Monsieur de Lameth. Im März 1833 wurden bekanntlich alle Aktivitäten von La Caricature auf den Charivari verlegt, und drei weitere politische Persönlichkeiten erschienen mit DR 144, 150 und 173. Danach ging diese Serie weiter, allerdings nicht mehr mit dem beliebten Waffenschild sondern nur noch mit Köpfen oder ganzen Figuren. Der dritte Teil, der 1833 in La Caricature erschien, zeigte 18 verschiedene Portraits in voller Grösse. Während die früheren Darstellungen von der Form her eher Vignetten entsprachen, zeigte Daumier nunmehr seine Politiker in voller Darstellung, einschliesslich ihrer teilweise etwas ungewöhnlichen Kleidung. Gelegentlich überzeichnete er absichtlich die ?theatralische? Art der Selbstdarstellung, um die menschlichen Qualitäten des ?Opfers? besser darstellen zu können. Diese Drucke finden wir unter folgenden DR Nummern: DR 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60, 62, 63, 64, 68, 69, 70, 72, 74, und 75. - ZU DIESEM BILD. Dieses Blatt erschien in LA CARICATURE (Journal) N° 136/ Pl. 281. Es ist ein Portrait von Sébastiani, der auch in DR 156 nochmals von Daumier dargestellt wurde. - SEBASTIANI, Comte Horace-François (1772-1852). In jüngeren Jahren war Sébastiani ein gut aussehender Mann und bekannt als der Don Juan des Reiches. Daumier zeigte ihn in seiner Darstellung aus dem Jahre 1833 als älteren Mann, dessen beste Jahre bereits vorbei sind. Laut Beurteilung des Charivari ist die einzige Qualität, die ihm noch verblieben ist, seine masslose Selbsteinschätzung. Als Anhänger von Napoleon Bonaparte wurde er des Landes verwiesen, kehrte aber im Rahmen der Restauration nach 1816 nach Frankreich zurück. Aufgrund seiner Vergangenheit erhielt er allerdings nur die Hälfte des ihm zustehenden Beamtengehaltes. Im Laufe seine Lebens nahm er eine Reihe wichtiger Positionen ein: Abgeordneter für Korsika, Marineminister (1830), Botschafter in England (1835), Marschall von Frankreich (1840) und General der Landstreitkräfte (1848). Im Anschluss an die Ermordung seiner Tochter zog er sich aus der aktiven Politik zurück. Sie war im Jahre 1847 von ihrem Mann, dem Duc de Choiseul-Praslin, der eine Affäre mit dem Babysitter der Familie hatte, umgebracht worden. Daumier schuf ebenfalls eine Skulptur aus Ton von Sébastiani, die später als Bronze vervielfältigt wurde und in Gobins Werkkatalog der Skulpturen unter Nr. 19 mit dem Titel "Le Fat", der Eingebildete, veröffentlicht wurde‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎PHYSIONOMIES TRAGIQUES.‎

‎o.J. Komplette Folge von 10 Blatt Lithographien, erschienen Januar ? Juli 1851 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc. Literatur: Daumier-Register 2175-2184 II, (vonII); Delteil 2175-2184 II (vonII); Sämtliche Blätter mit geringfügigen Randbeschädigungen, aufgezogen. Blatt 1 mit größerer ergänzter Eckfehlstelle links unten. [6 Warenabbildungen]‎

‎PHYSIONOMIES TRAGIQUES. Serie von 11 im CHARIVARI in der Zeit von Januar bis Juli 1851, sowie Oktober 1852 veröffentlichten Lithographien.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Ksssse! Pedro...Ksssse! Ksssse! Miguel!/(Ces deux capons là ne se feront jamais grand mal)‎

‎o.J. Ksssss Pedro..............Kssss Miguel!/(Diese beiden Feiglinge werden sich niemals weh tun). Zeitgenöss. Aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert,galerie véro dodat., sowie: L.de Becquet,rue Furstemberg N°6. Darstellungsgröße 22,5:28,3 cm, Blattgröße 27,5:35,3 cm. Literatur: Daumier-Register 61 I, (vonII); Delteil 61 I (vonII); Blatt 291, erschienen am 11.07.1833 in ?LA CARICATURE?, Nr. 140. ? Sur blanc.‎

‎Louis-Philippe und der russische Zar Nikolaus versuchen gemeinsam, die Brüder Pedro und Miguel zu motivieren, um die Krone Portugals zu kämpfen. - MIGUEL, Marie Evariste, Don (1802-1866), Bruder von Don Pedro, König von Portugal, 1828. Er nahm teil an der Revolte in Portugal, welche von England, Frankreich und Russland unterstützt wurde. In 1834 verzichtete er auf den Thron und wurde Kandidat für den Thron von Spanien. - PEDRO I d?ALCANTARA (1796-1834) war Kaiser von Brasilien im Jahr 1821 und König von Portugal in 1826. Er verzichtete auf seinen Thron zugunsten seiner Tochter Doña Maria (Portugal) und seines Sohnes (Brasilien). In 1833 eroberte er den portugiesischen Thron von seinem Bruder Don Miguel wieder zurück. - LOUIS-PHILIPPE I (1773-1850), Sohn von Philippe-Egalité. Er war Duc de Chartres und später Duc d?Orléans, und hielt sich von 1796 bis 1799 in Amerika auf. Anschließend kehrte er nach einem Aufenthalt in England 1817 nach Frankreich zurück, wo er sich mit Louis XVIII versöhnte. Er wurde Generalleutnant des Reiches im Juli 1830 und am 9. August 1830 zum König der Franzosen ernannt. Bereits 1831 erste Interventionen in Spanien und Einschränkung der Pressefreiheit. 1833 machte er den Vorschlag, Paris mit einer Festungsmauer zu umgeben. 1834 Massaker in der Rue Transnonain, Börsenspekulationen und Brand des Gefängnisses von Mont-Saint-Michel. Es folgten die Reklamationsforderungen der Amerikaner für Schäden während der Seeblockade unter Napoleon. 1835 Tod von Lafayette und Prozess gegen die Teilnehmer der Aprilaufstände. 1848 Exil in England, wo er 1850 starb. - NICOLAS I, Nicolas Pavlovitch (1796-1855) wurde 1825 zum Kaiser der Russen ernannt. Er beteiligte sich an dem Versuch, 1833 die Krone von Portugal zu übernehmen. Ab 1849 Probleme mit dem ottomanischen Sultan. 1850 engagiert in der Griechenfrage, und 1854 bis 1855 Teilnahme am Krimkrieg.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎La jument du prince et le chien de la princesse.‎

‎o.J. Die Stute des Prinzen und der Hund der Prinzessin. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Au bureau ,chez Aubert, pass. Véro-Dodat., sowie: Lith. Delaunois,r. du Bouloy,19. Darstellungsgröße 18,3:32,5 cm, Blattgröße 26,35:34,3 cm. Literatur: Daumier-Register 88 II, (vonII); Delteil 88 II (vonII); Blatt 424, erschienen am 25.09.1834 in ?LA CARICATURE?, Nr. 205. ? Sur blanc.‎

‎LA CARICATURE kann als die erste politische, satirische französische Zeitung aus dieser Zeit betrachtete werden, die Politik mit zeitgenössischer Kunst kombinierte. Das Format der 4-seitigen Zeitung war 36 x 27 cm. Jede Ausgabe enthielt üblicherweise zwei, manchmal drei, Lithographien. Sie waren in der Regel gefaltet, manchmal handkoloriert und auf weißem Bütten gedruckt ohne Text auf der Rückseite. Gelegentlich wurde ein übergroßer Druck beigelegt. Der Text wurde von Philipon, Balzac und anderen Autoren geschrieben. - ORLÉANS, Ferdinand Philippe Louis Charles Henri Rosolino, Duc d? (1810-1842) älterer Sohn von Louis-Philippe. Er nahm an den Carlistenkriegen in Spanien sowie an den Algerienfeldzügen teil. In 1837 heiratete er die Prinzessin von Mecklenburg-Schwerin. 1830 wurde er zum Prinzen ernannt und starb 1842 bei einem Verkehrsunfall.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Pour un pauvre Américain, s'il vous plaît. - Bitte eine kleine Spende für einen armen Amerikaner.‎

‎o.J. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Au bureau ,chez Aubert, pass. Véro-Dodat., sowie: Lith. Delaunois. Darstellungsgröße 21,7:27,8 cm, Blattgröße 25,5:29 cm. Literatur: Daumier-Register 108 I, (von III); Delteil 108 I (von III); Blatt 463, erschienen am 05.02.1835 in ?LA CARICATURE?, Nr. 222. ? Sur blanc.‎

‎LA CARICATURE kann als die erste politische, satirische französische Zeitung aus dieser Zeit betrachtete werden, die Politik mit zeitgenössischer Kunst kombinierte. Das Format der 4-seitigen Zeitung war 36 x 27 cm. Jede Ausgabe enthielt üblicherweise zwei, manchmal drei, Lithographien. Sie waren in der Regel gefaltet, manchmal handkoloriert und auf weißem Bütten gedruckt ohne Text auf der Rückseite. Gelegentlich wurde ein übergroßer Druck beigelegt. Der Text wurde von Philipon, Balzac und anderen Autoren geschrieben. - Amerika verlangte Reparationszahlungen in Höhe von 25 Millionen Francs für die durch die Seeblockade Napoléon's I entstandenen Schäden. Anfänglich hatte die Nationalversammlung am 1. April 1834 die Forderungen zurückgewiesen und jegliche Zahlungen abgelehnt. Damit sollten auch die Schäden bei der Beschlagnahmung amerikanischer Handelsschiffe abgegolten werden. Nachdem aber US Präsident Jackson mit der Enteignung französischen Besitzes in USA drohte, brach Paris die diplomatischen Beziehungen ab. Kurz danach wurde der geforderte Betrag dann doch an die USA überwiesen. Um einen Konflikt zu vermeiden, sammelt Thiers im vorliegenden Blatt Beiträge von den Abgeordneten ein. Thiers ist hier als Hund dargestellt, der von einem armen Bettler, Louis Philippe, an der Leine gehalten wird. An seinem Sack stehen Aufschriften wie "Bank of Amsterdam" und "Bank of America". - THIERS, Marie Joseph Louis Adolphe (1797-1877) war Historiker, Staatsmann und Präsident Frankreichs. Er kam 1820 als Anwalt nach Paris und gründete 1830 die Zeitschrift "Le National". Er wurde Staatsrat und Staatssekretär für Finanzen, Innenminister 1832, Mitglied der Académie Française. In 1835 wurde er erneut Innenminister und war an den Reparations-Verhandlungen mit Amerika beteiligt. 1840 wurde er Aussenminister und Ministerratspräsident. 1848 unterstützte er die Kandidatur von Louis-Napoléon und opponierte gegen das allgemeine Wahlrecht von 1850. Unter ihm erfolgte die Einführung der neuen Pressegesetze vom Juli 1850. Ein Jahr später wurde er aus Frankreich ausgewiesen, kehrte in 1852 zurück und wurde Abgeordneter des Distrikts Seine, was er bis 1863 blieb. Wiederwahl in die provisorische Regierung und Kampf gegen die Pariser Kommune 1871. Staatspräsident 1871 und Ende seiner politischen Karriere 1873 nach seiner Wahlniederlage (wobei er trotzdem noch im Hintergrund politisch tätig geblieben ist). - LOUIS-PHILIPPE I (1773-1850), Sohn von Philippe-Egalité. Er war Duc de Chartres und später Duc d?Orléans, und hielt sich von 1796 bis 1799 in Amerika auf. Anschließend kehrte er nach einem Aufenthalt in England 1817 nach Frankreich zurück, wo er sich mit Louis XVIII versöhnte. Er wurde Generalleutnant des Reiches im Juli 1830 und am 9. August 1830 zum König der Franzosen ernannt. Bereits 1831 erste Interventionen in Spanien und Einschränkung der Pressefreiheit. 1833 machte er den Vorschlag, Paris mit einer Festungsmauer zu umgeben. 1834 Massaker in der Rue Transnonain, Börsenspekulationen und Brand des Gefängnisses von Mont-Saint-Michel. Es folgten die Reklamationsforderungen der Amerikaner für Schäden während der Seeblockade unter Napoleon. 1835 Tod von Lafayette und Prozess gegen die Teilnehmer der Aprilaufstände. 1848 Exil in England, wo er 1850 starb.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Le Charenton Ministériel. Différentes monomanies des aliénés politiques. - Das ministerielle Irrenhaus.Verschiedene Besessenheiten geistesgestörter Politiker.‎

‎o.J. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: On s'abonne chez Aubert, galerie véro dodat., sowie: Lith. de Becquet,rue Childebert n°9. Darstellungsgröße 19,3:50,7 cm, Blattgröße 35,1:52,6 cm. Literatur: Daumier-Register 44 II, (von III); Delteil 44 II (von II); Blatt 166/167, erschienen am 31.05.1832 in ?LA CARICATURE?, Nr. 83. ? Sur blanc. - Charenton war ein kleiner Ort ausserhalb von Paris, welcher für geistig Kranke reserviert war.‎

‎In diesem außergewöhnlichen Blatt sind folgende Politiker mit Spitznamen dargestellt: SOUL (Synonym für Völlerei, betrunken) murmelt Gebete - PÈRE-SCIE (Vater-Säge aufgrund seiner Stimmlage) kontrollierte die Guillotine. - BARTH (Justizminister Barthe) misst die Gerechtigkeit mit der Geldwaage. - D'ARGO (D'Argout) vergnügt sich mit der Zensur. - SÉBASTI...(Sébastiani) spielt mit der Nationalität der Völker. - DUPIN wird als Schwätzer dargestellt. - THIERS Der Sohn eines Bäckers, der zum General der Apotheker wird. - LOBAU Der Ratspräsident als Irrer. - PERIER Die Freude des Händedrückens... - LOUIS-PHILIPPE Manisch Trickreicher. - LAMETH Freiheitsnarr und religiöser Irrer. - ABBÉ LOUIS. Betet vor einem Metallgott. - GIRANDELIN meint, er wäre ein geschickter Spieler mit der Kugel. - GUIZ (Guizot) als Prediger in der Wüste. - MONTALIVET mit dem grossen Spielpferd. - KERATRY (oberhalb von Thiers)‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎de Sémonville, Robert Macaire, Roederer. Caricature attribuée à Mr. Roederer.‎

‎o.J. de Sémonville, Robert Macaire, Roederer Mr. Roederer zugeschriebene Karikatur.. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Au bureau ,chez Aubert, pass. Véro-Dodat., sowie: Lith. Delaunois,rue du Bouloy,19. Darstellungsgröße 29,5:47,8 cm, Blattgröße 33,5:55,9 cm. Literatur: Daumier-Register 124 I, (von IV); Delteil 124 I (von II); Blatt 513/514/515, erschienen am 30.07.1835 in ?LA CARICATURE?, Nr. 247. ? Sur blanc.‎

‎Dies ist ein Dreifachblatt: 513 bis 515, entsprechend HD 175. Thiers wird hier als "früher" "Robert Macaire" dargestellt. Oftmals wurde dieses grosse Blatt in drei verschiedene Teil zerschnitten und anschliessend als Einzelblätter verkauft. Es ist selten, einen Druck dieses Blattes als Einzelblatt mit Mittelfalte zu finden. - APRIL PROZESSE. Die berüchtigten Prozesse vom April 1834 hatten monströse Ausmasse angenommen: 2?000 Verhaftungen, 4?000 Zeugen, 17?000 Akten, 164 Angeklagte. Die Anhörungen begannen am 5. Mai 1835 und liefen bis zum 23. Januar 1836 im Palais du Luxembourg. Daumier zeichnete insgesamt 21 Lithographien, die in der Caricature sowie im Charivari veröffentlicht wurden: DR85, DR93, DR115 - DR117, DR120 - DR126, DR128, DR129, DR197, DR241, DR243, DR246 - DR249. - JURISTEN. Es kann angenommen werden, dass sich Daumier im französischen Rechtssystem einigermaßen auskannte. Üblicherweise waren bei einer Verhandlung drei Richter sowie ein Staatsanwalt (Procureur Impérial) anwesend. Die Jury saß auf einer Bank seitlich vom Gericht, während sich die Bank des Angeklagten dem Richter gegenüber befand. In wichtigen Fällen standen neben dem Angeklagten zwei Polizisten als Wachen. Der Verteidiger saß vor dem Angeklagten, gegenüber vom Richter. Alle Verhandlungen waren öffentlich und stellten eine willkommene Gratisunterhaltung für die Pariser dar. - THIERS, Marie Joseph Louis Adolphe (1797-1877) war Historiker, Staatsmann und Präsident Frankreichs. Er kam 1820 als Anwalt nach Paris und gründete 1830 die Zeitschrift "Le National". Er wurde Staatsrat und Staatssekretär für Finanzen, Innenminister 1832, Mitglied der Académie Française. In 1835 wurde er erneut Innenminister und war an den Reparations-Verhandlungen mit Amerika beteiligt. 1840 wurde er Aussenminister und Ministerratspräsident. 1848 unterstützte er die Kandidatur von Louis-Napoléon und opponierte gegen das allgemeine Wahlrecht von 1850. Unter ihm erfolgte die Einführung der neuen Pressegesetze vom Juli 1850. Ein Jahr später wurde er aus Frankreich ausgewiesen, kehrte in 1852 zurück und wurde Abgeordneter des Distrikts Seine, was er bis 1863 blieb. Wiederwahl in die provisorische Regierung und Kampf gegen die Pariser Kommune 1871. Staatspräsident 1871 und Ende seiner politischen Karriere 1873 nach seiner Wahlniederlage (wobei er trotzdem noch im Hintergrund politisch tätig geblieben ist). - PIERRE LOUIS ROEDERER, Comte (1754-1835), Politiker und Ökonom. Im Alter von 25 Jahren wurde er Kanzler im Parlament von Metz. Er war ein starker Gegner der internen Zollämter. Seine Publikation stellt eine ausführliche Behandlung der Handelsgesetze und Theorie von Importzöllen dar. Er war Mitglied der gesetzgebenden Versammlung, erarbeitete einen Entwurf für ein neues Steuersystem, neue Patentgesetze und wehrte sich erfolgreich gegen die Einführung einer Einkommenssteuer.1815 zog er sich aus dem politischen Leben zurück und kam 1832 zurück in die Chambre des pairs, wo er den Titel des Pair de France erhielt. Er assoziierte sich mit Louis-Philippe und war einer der Richter an den April-Prozessen. - SEMONVILLE, Charles Louis HUGUET, Marquis de (1759-1839) war Diplomat, Staatsrat und Mitarbeiter von Louis-Philippe, sowie Richter an den berüchtigten April-Prozessen. - ROBERT MACAIRE. So realistisch die Person des Robert Macaire erscheinen mag, so sehr ist sie doch nur eine Kunstfigur, entstanden aus der Phantasie von Frédéric Lemaitre, der sie im Jahr 1834 für ein Theaterstück einsetzte. Bereits im Jahre 1823 wurde die Figur von Benjamin Antier für ein Stück mit dem Titel ? L?Auberge des Adrets? zum ersten Mal benutzt, bevor sie unter Lemaitre zum Bühnenerfolg wurde. Dieser fügte noch die Personen von Serres, bzw. Bertrand als leicht dümmlichen Partner des gerissenen Macaire hinzu. Ursprünglich geht jedoch die Figur des Macaire bis ins Jahr 1371 zurück, als - so lautet die Legende - Aubri de Montdidier, ein Adliger am Hofe von Charles V von Macaire ermordet wurde. Die Tat wurde gerächt durch seinen Hund, der dem Mord beigewohnt hatte. In einem Duell zwischen dem Hund und Macaire wurde Macaire getötet, jedoch nicht ohne vorher die Tat gestanden zu haben. Macaire personifizierte den cleveren Geschäftemacher, dem ein schnell verdienter Franc wichtiger war als Moral oder Geschäftsethik. Seine Persönlichkeit passte hervorragend in die von Alexis de Tocqueville beschriebene Epoche der Selbstbereicherung und der Staatsführung nach Aktionärsprinzipien. Luftgeschäfte, Pyramidensysteme und Aktienspekulationen mit Papieren nicht existierender oder bankrotter Gesellschaften wurden dem Leser dank Macaire verständlich vor Augen geführt. Daumier und Philipon verschafften Macaire den endgültigen Durchbruch an die Öffentlichkeit. Die Serie ?Caricaturana? (August 1836 bis November 1838) und Les Cent et un Robert Macaire, welche von Menut-Alophe nachgezeichnet und über Aubert im Jahre 1839 mehrfach als Bücher in den verschiedensten Formaten veröffentlicht wurden (eine Publikation stammt sogar aus Mexiko), entwickelten sich zum durchschlagenden Erfolg. Die meisten dieser Blätter sind seitenverkehrt gedruckt worden. Im Jahre 1861 erschienen sie nochmals im Journal Amusant als Serie ? Les Robert Macaire - Album de 100 dessins composés par Daumier sur les légendes de Philipon?.‎

Bookseller reference : HD-163

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