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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Membre de la société du dix Décembre prenant le la pour crier vive l'Empereur..... avec deux bouteilles à la clé.‎

‎o.J. Mitglied der Gesellschaft des Zehnten Dezember, den A-Ton mit Hilfe von zwei Flaschen erzeugend, um "es lebe der Kaiser" zu schreien.. Altkolorierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie Pl. de la Bourse,29., sowie Imp. de Me.Ve.Aubert r.de l'Abbaye 5,Paris. Darstellungsgröße 25,2:22,8 cm, Blattgröße 35,7:26,1 cm. Literatur: Daumier-Register 2030 II (von 2); Delteil 2030 II (von 2), Blatt Nr. 198 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 27.09.1850 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen.‎

Bookseller reference : HD-216

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Oh! ciel, Madeleine !.... je suis sûr que vous avez laissé cet enfant-là crier dans la rue vive la République!....‎

‎o.J. Oh Himmel, Madeleine, ich bin sicher dass Sie das Kind auf der Strasse haben schreien lassen: Es lebe die Republik! Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie Pl. de la Bourse,29., sowie: Imp.de Me.Ve. Aubert 5 rue de l'Abbaya à Paris. Darstellungsgröße 22,7:20,9 cm, Blattgröße 28,6:22,4 cm. Literatur: Daumier-Register 2043 II (von 2); Delteil 2043 II (von 2), Blatt Nr. 34 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 06.12.1850 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. Der Ausruf "Vive la République !" wurde in dieser Zeit unter einer Republikanischen Verfassung als aufrührerisch eingestuft, während dagegen der Ausruf "Vive Napoléon !" alle Türen und Tore bei den Autoritäten öffnete.‎

Bookseller reference : HD-217

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LES FAUNES INDISCRETS. Viens, Chloé, viens ma s?ur; docile à mes prières, La vierge au carquoi d'or a purgé ces clairières Des faunes et des Taschereaux. Ainsi parle Nisa. Riant entre les branches Deux Taschereaux cachés promènent sur ses hanches La flamme de leur regard faux.‎

‎o.J. DIE INDISKRETEN FAUNE. Komm Chloe, komm meine Schwester, näher doch: Die Jungfrau erhört meine Gebete noch. Die Lichtung befreit von Taschereaux und Faunenliess Nisa lächelnd ihr Hüften bestaunen. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie Pl. de la Bourse,29., sowie: Imp. de Me.Ve.Aubert r.de l'Abbaye 5,Paris. Darstellungsgröße 20,9:26,7 cm, Blattgröße 27,4:36 cm. Literatur: Daumier-Register 2051 I (von 1); Delteil 2051 I (von 1), Blatt Nr. 2 der Serie ?IDYLLES PARLEMENTAIRES.?, erschienen 06.09.1850 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎IDYLLES PARLEMENTAIRES (Parlamentarische Idylle) ist eine Serie von 27 Lithographien, wovon die ersten 16 nummeriert sind und vom 2. September 1850 bis zum 24. Februar 1851 im Charivari publiziert wurden. Die restlichen 11 Lithographien (aus dem Jahr 1851) sind unnummeriert und wurden nie publiziert. Diese Blätter können als sehr selten betrachtet werden. Vier Blätter (DR 2070, 2071, 2074 und 2075) wurden von Delteil nicht abgebildet. Diese Serie von 16 Lithographien, ganz im Stil von Louis XV gehalten, ahmt auf originelle Weise den Stil von Fragonard nach. In keuscher Nacktheit, versehen mit kleinen Schmetterlingsflügeln und überdimensionierten Köpfen, flattern die Parlamentarier durch eine Märchenlandschaft, in welcher man Bacchus oder leichtfüssige Nymphen jederzeit hinter einem Busch vermutet. Thiers, Berryer und Molé werden als ätherische Elfen oder als Cupido dargestellt, und man kann sich am Tage des Erscheinens dieser Charivari Ausgabe gut die Reaktion auf den Parlamentsbänken vorstellen. Wir haben uns entschlossen, einige der gereimten französischen Texte nicht zu übersetzen, da die Bedeutung durch die Übersetzung verloren gegangen wäre. Andere Texte wiederum haben wir versucht sinngemäss und sehr frei zu übersetzen. TASCHEREAU, Jules-Antoine (1801-1874) war Literat und Politiker. Er begründete die Zeitschrift "Revue Rétrospective" in 1832. Er war Abgeordneter 1839-1842 und Verwalter der kaiserlichen Bibliothek 1852. DUPIN, André-Marie-Jean-Jacques, aîné, (1783-1865) war Jurist, Magistrat, Politiker, Präsident der Kammer und Oberstaatsanwalt. Ausserdem bekleidete er unzählige weitere wichtige Regierungsposten. Er wurde von Daumier sowohl als Tonfigur als auch in mehreren Lithographien dargestellt. Die Abkürzung "DUP..." wies auf eine beschränkte Intelligenz hin. Trotzdem war Dupin ein bekannter Anwalt, der erfolgreich Marschall Ney sowie den republikanischen Dichter und Sänger Béranger verteidigte. Dupin verdient Anerkennung als äusserst wichtiger Politiker seiner Epoche, der liberalen Ideen wohlgesinnt war. Auf seinen Rat hin nannte sich der Duc d?Orléans nicht Philippe VII, wie ursprünglich vorgesehen, sondern Louis-Philippe. 1832 wurde er zum Präsidenten der Kammer ernannt und wurde Mitglied der Académie Française. MONTALEMBERT, Charles Forbes de Thyon, Conte de (1810-1870) war Publizist, Politiker und anti-republikanischer Abgeordneter, der sich gegen die Pressefreiheit und das allgemeine Wahlrecht ausgesprochen hatte. Er wurde 1852 in die Académie Française aufgenommen und war ein enger Verbündeter der Monarchie.‎

Bookseller reference : HD-218

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Viens donc jouer dans la prairie, Lui dit un espiègle moutard; Barrot de la plaisanterie Ne se doute encore que trop tard! C'est bien en vain qu'il s'évertue, Car lorsqu'on s'est laissé tromper Là, comme ailleurs, place perdue, Est difficile à rattraper! Stances morales, par le général d'Hautpoul. (cultivant les muses en secret.)‎

‎o.J. DIE INDISKRETEN FAUNE. Komm Chloe, komm meine Schwester, näher doch: Die Jungfrau erhört meine Gebete noch. Die Lichtung befreit von Taschereaux und Faunenliess Nisa lächelnd ihr Hüften bestaunen. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie Pl. de la Bourse,29., sowie: Imp. de Me.Ve.Aubert r.de l'Abbaye 5,Paris. Darstellungsgröße 21:28,6 cm, Blattgröße 26,6:34,7 cm. Literatur: Daumier-Register 2058 I (von 1); Delteil 2058 I (von 1), Blatt Nr. 9 der Serie ?IDYLLES PARLEMENTAIRES.?, erschienen 30.10.1850 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎IDYLLES PARLEMENTAIRES (Parlamentarische Idylle) ist eine Serie von 27 Lithographien, wovon die ersten 16 nummeriert sind und vom 2. September 1850 bis zum 24. Februar 1851 im Charivari publiziert wurden. Die restlichen 11 Lithographien (aus dem Jahr 1851) sind unnummeriert und wurden nie publiziert. Diese Blätter können als sehr selten betrachtet werden. Vier Blätter (DR 2070, 2071, 2074 und 2075) wurden von Delteil nicht abgebildet. Diese Serie von 16 Lithographien, ganz im Stil von Louis XV gehalten, ahmt auf originelle Weise den Stil von Fragonard nach. In keuscher Nacktheit, versehen mit kleinen Schmetterlingsflügeln und überdimensionierten Köpfen, flattern die Parlamentarier durch eine Märchenlandschaft, in welcher man Bacchus oder leichtfüssige Nymphen jederzeit hinter einem Busch vermutet. Thiers, Berryer und Molé werden als ätherische Elfen oder als Cupido dargestellt, und man kann sich am Tage des Erscheinens dieser Charivari Ausgabe gut die Reaktion auf den Parlamentsbänken vorstellen. Wir haben uns entschlossen, einige der gereimten französischen Texte nicht zu übersetzen, da die Bedeutung durch die Übersetzung verloren gegangen wäre. Andere Texte wiederum haben wir versucht sinngemäss und sehr frei zu übersetzen. BAROCHE, Pierre Jules `(1802 ? 1870) war Anwalt und Politiker sowie Abgeordneter im Jahr 1840. Er war Mitglied beider Kammern sowie Generalstaatsanwalt in den berühmten Prozessen von 1849. Er agierte gegen die Pressefreiheit und wurde 1850 zum Innenminister ernannt, 1851 zum Aussenminister. Zwischen 1852 und 1860 war er Vizepräsident und dann Präsident des Staatsrates. Nach dem 4. September flüchtete er nach Jersey. BARROT, Camille-Hyacinthe-Odilon (1791 - 1873) war Anwalt und Politiker der Linken. Er amtierte als Justizminister von 1848-1849 und unterstützte die ersten Gewerkschaftsbewegungen. Unter der neuen Regierung Napoleons III musste er gezwungenermassen aus der Politik ausscheiden und kam erst 1872 wieder in den Regierungsrat zurück. Er war Mitglied der Anwaltskammer und nahm aktiv an der Juli Revolution von 1830 als Mitglied der Nationalgarde teil. Er war ein führendes links gerichtetes Reformations-Mitglied, blieb aber gleichzeitig immer ein überzeugter Monarchist. In den Banketten von 1847/48 spielte er eine bedeutende Rolle. Beim Ausbruch der Revolution von 1848 bemühte er sich, das Haus Orléans und speziell den Sohn von Louis-Philippe zu unterstützen. Als der Versuch fehlschlug, unterstützte er die Zweite Republik und wurde im Dezember 1848 zum Minister ernannt, ein Amt, welches er bis Oktober 1849 behielt. Zeitgenossen beschrieben ihn als eine Persönlichkeit, die zutiefst über unwichtige Kleinigkeiten nachdenken konnte und geistig immer einen Tag zu spät kam. HAUTPOUL, Alphonse Henri, Comte d? (1789-1865) General, Politiker und Abgeordneter von 1830-1837. Er wurde 1849-50 zum Verteidigungsminister ernannt und 1852 zum Senator. LAHITTE, Jean Ernest DU COS, Comte de (1789-1878) war Politiker und Abgeordneter sowie Aussenminister und nahm als Offizier an den Algerien Einsätzen teil. Unter Louis-Napoléon war er erneut Aussenminister und ab 1852 Senator. PARIEU, Marie Louis Pierre (1815-1893) war Anwalt, Politiker und Abgeordneter, sowie von 1849-1851 Unterrichtsminister. 1865 wurde er zum Vizepräsidenten des Staatsrates ernannt und wurde 1870 dessen Präsident. Von 1876-1885 war er Senator. ROUHER, Eugène (1814-1884) Politiker und Abgeordneter, sowie Justizminister von 1849 bis 1851. Er war Mitarbeiter am Entwurf der kaiserlichen Verfassung von 1852. Im Jahr 1855 wurde er Landwirtschaftsminister, in 1863 Präsident des Staatsrates und Ministerpräsident. 1869 wurde er Präsident des Senats, 1871 Deputierter von Korsika und bonapartistischer Abgeordneter von 1872-1881.‎

Bookseller reference : HD-219

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Empire, Orléanisme et Légitimité Se disputent le prix en une ardente lutte, Oubliant le dicton, si fréquemment cité, Au bout du fossé la culbute. (Quatrain trouvé dans la boite de l'Elysée.)‎

‎o.J. Bonapartisten, Orleanisten und Legitimisten wetteifern im heftigen Kampf um den Siegespreis und vergessen das oft zitierte Sprichwort: wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. (Vierzeiler aus der Schatulle des Elysée.) Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie Pl. de la Bourse,29., sowie: Imp. de Me.Ve.Aubert r.de l'Abbaye, 5,Paris. Darstellungsgröße 20,3:27,3 cm, Blattgröße 26,6:34,7 cm. Literatur: Daumier-Register 2060 I (von 1); Delteil 2060 I (von 1), Blatt Nr. 11 der Serie ?IDYLLES PARLEMENTAIRES.?, erschienen 04.11.1850 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎IDYLLES PARLEMENTAIRES (Parlamentarische Idylle) ist eine Serie von 27 Lithographien, wovon die ersten 16 nummeriert sind und vom 2. September 1850 bis zum 24. Februar 1851 im Charivari publiziert wurden. Die restlichen 11 Lithographien (aus dem Jahr 1851) sind unnummeriert und wurden nie publiziert. Diese Blätter können als sehr selten betrachtet werden. Vier Blätter (DR 2070, 2071, 2074 und 2075) wurden von Delteil nicht abgebildet. Diese Serie von 16 Lithographien, ganz im Stil von Louis XV gehalten, ahmt auf originelle Weise den Stil von Fragonard nach. In keuscher Nacktheit, versehen mit kleinen Schmetterlingsflügeln und überdimensionierten Köpfen, flattern die Parlamentarier durch eine Märchenlandschaft, in welcher man Bacchus oder leichtfüssige Nymphen jederzeit hinter einem Busch vermutet. Thiers, Berryer und Molé werden als ätherische Elfen oder als Cupido dargestellt, und man kann sich am Tage des Erscheinens dieser Charivari Ausgabe gut die Reaktion auf den Parlamentsbänken vorstellen. Wir haben uns entschlossen, einige der gereimten französischen Texte nicht zu übersetzen, da die Bedeutung durch die Übersetzung verloren gegangen wäre. Andere Texte wiederum haben wir versucht sinngemäss und sehr frei zu übersetzen. Alle drei führen einen Wahltanz auf und vergessen, dass wer anderen eine Grube gräbt, selbst hineinfällt. Die Texte als Vierzeiler gestaltet, stammten von Philipon. Wie der Text richtig voraussah, sollten alle drei unten genannten Politiker, die hier im Blatt dargestellt wurden, ihren Kampf um die Macht verlieren, als Napoléon III im Jahre 1851 an die Macht gelangte. THIERS, Marie Joseph Louis Adolphe (1797-1877) war Historiker, Staatsmann und Präsident Frankreichs. Er kam 1820 als Anwalt nach Paris und gründete 1830 die Zeitschrift "Le National". Er wurde Staatsrat und Staatssekretär für Finanzen, Innenminister 1832, Mitglied der Académie Française. In 1835 wurde er erneut Innenminister und war an den Reparations-Verhandlungen mit Amerika beteiligt. 1840 wurde er Aussenminister und Ministerratspräsident. 1848 unterstützte er die Kandidatur von Louis-Napoléon und opponierte gegen das allgemeine Wahlrecht von 1850. Unter ihm erfolgte die Einführung der neuen Pressegesetze vom Juli 1850. Ein Jahr später wurde er aus Frankreich ausgewiesen, kehrte in 1852 zurück und wurde Abgeordneter des Distrikts Seine, was er bis 1863 blieb. Wiederwahl in die provisorische Regierung und Kampf gegen die Pariser Kommune 1871. Staatspräsident 1871 und Ende seiner politischen Karriere 1873 nach seiner Wahlniederlage (wobei er trotzdem noch im Hintergrund politisch tätig geblieben ist). BERRYER, Pierre Antoine (1790-1868) war Rechtsanwalt und zusammen mit seinem Vater verteidigte er (erfolglos) Marschall Ney im Jahre 1815. Zwischen 1830 und 1868 war er (mit Unterbrüchen) royalistischer Abgeordneter. Als erklärter Gegner von freien Wahlen und der Pressefreiheit wurde als einer der ?Burgraves? bezeichnet (Victor Hugo). Er unterstützte Louis-Napoléon und wurde 1855 zum Mitglied der Académie Française ernannt. Er blieb A‎

Bookseller reference : HD-220

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LE DÉPART DE 1850. La France. - Adieu.... bon voyage...... le diable t'emporte!...‎

‎o.J. ABSCHIED VOM JAHR 1850. - Frankreich-Adieu... gute Reise... geh' zum Teufel.... Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie Pl. de la Bourse,29., sowie: Imp.de Me.Ve.Aubert, 5, rue de l'Abbaye,Paris. Darstellungsgröße 20,9:26,7 cm, Blattgröße 27,7:36 cm. Literatur: Daumier-Register 2080 I (von 1); Delteil 2080 I (von 1), Blatt Nr. 51 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 04.01.1851 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. Frankreich, in einem antiken Sessel sitzend schickt mit einer abweisenden Geste das zu Ende gehende Jahr 1850 fort. Man liest dort auf einer der Keulen Begriffe wie Gesellschaft des 10. Dezember, Philanthropische Gesellschaft etc. Alles Überreste der Gewalt, die in diesem Jahr vorherrschte.‎

Bookseller reference : HD-221

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Mr. De Montalembert marchant à l'assaut du Panthéon afin d'en chasser les grands hommes pour y installer les Capucins.‎

‎o.J. Mr. de Montalembert attackiert das Panthéon, um die Grossen Männer herauszujagen und statt ihrer die Kapuziner zu installieren. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert Pl. de la Bourse,29.Paris., sowie Lith. de Me.Ve.Aubert r. de l'Abbaye 5.Paris. Darstellungsgröße 21,3:27,3 cm, Blattgröße 27,5:36,2 cm. Literatur: Daumier-Register 2097 II (von 2); Delteil 2097 II (von 2), Blatt Nr. 108 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 21.04.1851-22.04.1851 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. Im Hintergrund dieses Blattes erkennt man die von Soufflot zwischen 1764 und 1789 erbaute Kirche Sainte Geneviève, welche später als Panthéon umgewidmet wurde. 1806 wurde sie erneut zur Kirche und 1830 wiederum zum Panthéon erklärt. 1851 zum nationalen Monument ausgerufen, wurde sie 1855 erneut Panthéon und Grab von Victor Hugo. Hier sehen wir Montalembert mit dem Kerzenauslöscher in der Hand, das Ende der Erleuchtung symbolisierend. Ihm folgend Kapuziner-Mönche beim Sturm auf das Panthéon. MONTALEMBERT, Charles Forbes de Thyon, Conte de (1810-1870) war Publizist, Politiker und anti-republikanischer Abgeordneter, der sich gegen die Pressefreiheit und das allgemeine Wahlrecht ausgesprochen hatte. Er wurde 1852 in die Académie Française aufgenommen und war ein enger Verbündeter der Monarchie.‎

Bookseller reference : HD-222

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Un nouveau Bélisaire. - Ein neuer Belisar.‎

‎o.J. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie. Pl. de la Bourse,29 Paris., sowie: Imp. de Me.Ve.Aubert, 5, rue de l'Abbaye,Paris. Darstellungsgröße 21,5:26,7 cm, Blattgröße 27,7:36 cm. Literatur: Daumier-Register 2107 I (von 1); Delteil 2107 I (von 1), Blatt Nr. 128 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 08.05.1851 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. Auf diesem Blatt erkennt man eine alte Frau, welche die Zeitschrift La Patrie personifiziert. Neben ihr sitzt ein alter General, für den sie um Almosen bittet. Thiers und Molé genießen den Moment, einen alten Widersacher am Boden zu sehen und begeben sich in die Nationalversammlung. Dieses Blatt ist als Analogie zu Belisarius zu verstehen, einen alten General am Hofe von Byzanz, der von den Persern geschlagen worden war und von den Politkern und dem Hofstaat unter Justitian (494 - 565) und Theodora im 6. Jahrhundert B.C. vergessen worden war. WOHLTÄTIGKEIT. Ein für die damalige Zeit neuer Trend machte sich im Geld-Bürgertum bemerkbar. Nach dem Motto: "Tue Gutes und rede davon" zeigt Daumier auf höchst kritische Art das pseudo-humanitäre Verhalten des Bürgertums gegenüber den Opfern der Industrialisierung. THIERS, Marie Joseph Louis Adolphe (1797-1877) war Historiker, Staatsmann und Präsident Frankreichs. Er kam 1820 als Anwalt nach Paris und gründete 1830 die Zeitschrift "Le National". Er wurde Staatsrat und Staatssekretär für Finanzen, Innenminister 1832, Mitglied der Académie Française. In 1835 wurde er erneut Innenminister und war an den Reparations-Verhandlungen mit Amerika beteiligt. 1840 wurde er Aussenminister und Ministerratspräsident. 1848 unterstützte er die Kandidatur von Louis-Napoléon und opponierte gegen das allgemeine Wahlrecht von 1850. Unter ihm erfolgte die Einführung der neuen Pressegesetze vom Juli 1850. Ein Jahr später wurde er aus Frankreich ausgewiesen, kehrte in 1852 zurück und wurde Abgeordneter des Distrikts Seine, was er bis 1863 blieb. Wiederwahl in die provisorische Regierung und Kampf gegen die Pariser Kommune 1871. Staatspräsident 1871 und Ende seiner politischen Karriere 1873 nach seiner Wahlniederlage (wobei er trotzdem noch im Hintergrund politisch tätig geblieben ist). BONAPARTE, Gérôme (1784 ? 1860) war Bruder NAPOLEON?s I und König von Westfalen. 1850 wurde er zum Marschall von Frankreich ernannt und 1852 zum Senatspräsidenten. Er wurde bekannt dafür, dass er von der Regierung die Summe von 250'000 Francs als ausständigen Generalssold zurückforderte (und erhielt). DAVID, Jacques Louis (1748-1825) David war Maler und Politiker und wurde nach der zweiten Restauration ins Exil nach Belgien geschickt. Er stellte seine Bilder an fast allen wichtigen Salons zwischen 1781 und 1808 in Paris aus. DELAMARRE, Théodore, Casimir (1797 ? 1870) war Journalist und Banquier sowie Mitglied der Nationalbank im Jahre 1832. Er wurde Direktor der Zeitschrift ?La Patrie? im Jahre 1840, die er 1844 kaufte und 1867 wieder verkaufte. Er war Gegner des allgemeinen Wahlrechts und der sozialistischen Bewegung. ?La Patrie? unterstützte die Kandidatur von Louis Napoléon. MOLE, Louis Mathieu, Conte (1781-1855) war Staatsrat und Politiker. Im Jahr 1813 war er Justizminister und unterstützte Ludwig XVIII. Von 1817 bis 1818 Marineminister und 1830 Ernennung zum Aussenminister. Von 1836 bis 1839 amtierte er als Präsident des Rates und wurde in 1840 zum Mitglied der Académie Française ernannt. Als antirepublikanischer Abgeordneter hatte er sich klar gegen die Pressefreiheit und das allgemeine Wahlrecht ausgesprochen. Er war einer von Victor Hugo?s ?Burgraves? und zog sich 1852 aus der Politik zurück.‎

Bookseller reference : HD-223

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Une conversion inattendue. - Eine unerwartete Bekehrung.‎

‎o.J. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie. Pl. de la Bourse,29 Paris., sowie: Imp. de Me.Ve.Aubert, 5, rue de l'Abbaye,Paris. Darstellungsgröße 24,5:20,8 cm, Blattgröße 36:27,5 cm. Literatur: Daumier-Register 2112 II (von 2); Delteil 2112 II (von 2), Blatt Nr. 139 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 02.06.1851 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. Gegen das neue Pressegesetz vom 30. Mai 1850, welches die Berichterstattung durch die Presse massiv einschränkte, verstärkte dich der Widerstand von allen politischen Richtungen. Im hier gezeigten Blatt unterstützt die sonst immer regierungstreue Zeitung von Véron das allgemeine Wahlrecht... eine unerwartete Wende. Hier sehen wir Véron als Verleger des Constitutionnel, vor der Verfassung knieend, die das allgemeine Wahlrecht im Arm hält und schützt. VÉRON, Louis Désiré (1798-1867) war Mediziner, Apotheker (er brachte das Medikament "Regnault" auf den Markt), Literat, Verleger und Politiker.1829 gründete er die "Revue de Paris", war von 1831-1835 Leiter der Pariser Oper und kaufte 1839 die alte Zeitung "Constitutionnel", mit welcher er Thiers und den König unterstützte. Im Gegensatz zum ?Charivari? favorisierte diese regierungstreue Zeitung ab 1848 Napoléon III. Aufgrund seiner Verdienste wurde Véron 1852 zum Abgeordneten ernannt. Véron zahlte Eugène Sue für den "Juif Errant" die enorme Summe von 100'000 Francs (10'000 Francs pro Ausgabe). Er reduzierte den Abonnentenpreis des Constitutionnel von 80 auf 40 Francs und nahm 300'000 Francs an Annoncengeldern ein. In 1945 erschien ein Buch über VÉRON vom Docteur M.-E. Binet: Un medecin pas ordinaire. Le Docteur Véron. Editions Albin Michel, 1945. Es ist illustriert mit zahlreichen Daumier Karikaturen.‎

Bookseller reference : HD-224

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Passez au large! - Hände weg!‎

‎o.J. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie. Pl. de la Bourse,29 Paris., sowie: Imp. de Me.Ve.Aubert, 5, rue de l'Abbaye,Paris. Darstellungsgröße 21,7:27 cm, Blattgröße 27,5:35,8 cm. Literatur: Daumier-Register 2114 II (von 2); Delteil 2114 II (von 2), Blatt Nr. 144 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 12.06.1851 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. Gegen das neue Pressegesetz vom 30. Mai 1850, welches die Berichterstattung durch die Presse massiv einschränkte, verstärkte dich der Widerstand von allen politischen Richtungen. Im hier gezeigten Blatt unterstützt die sonst immer regierungstreue Zeitung von Véron das allgemeine Wahlrecht... eine unerwartete Wende. Hier sehen wir ihn in der Uniform des Nationalgardisten, der die Wahlurne gegen die sich nähernden Thiers, Molé und Berryer beschützt. THIERS, Marie Joseph Louis Adolphe (1797-1877) war Historiker, Staatsmann und Präsident Frankreichs. Er kam 1820 als Anwalt nach Paris und gründete 1830 die Zeitschrift "Le National". Er wurde Staatsrat und Staatssekretär für Finanzen, Innenminister 1832, Mitglied der Académie Française. In 1835 wurde er erneut Innenminister und war an den Reparations-Verhandlungen mit Amerika beteiligt. 1840 wurde er Aussenminister und Ministerratspräsident. 1848 unterstützte er die Kandidatur von Louis-Napoléon und opponierte gegen das allgemeine Wahlrecht von 1850. Unter ihm erfolgte die Einführung der neuen Pressegesetze vom Juli 1850. Ein Jahr später wurde er aus Frankreich ausgewiesen, kehrte in 1852 zurück und wurde Abgeordneter des Distrikts Seine, was er bis 1863 blieb. Wiederwahl in die provisorische Regierung und Kampf gegen die Pariser Kommune 1871. Staatspräsident 1871 und Ende seiner politischen Karriere 1873 nach seiner Wahlniederlage (wobei er trotzdem noch im Hintergrund politisch tätig geblieben ist). BERRYER, Pierre Antoine (1790-1868) war Rechtsanwalt und zusammen mit seinem Vater verteidigte er (erfolglos) Marschall Ney im Jahre 1815. Zwischen 1830 und 1868 war er (mit Unterbrüchen) royalistischer Abgeordneter. Als erklärter Gegner von freien Wahlen und der Pressefreiheit wurde als einer der ?Burgraves? bezeichnet (Victor Hugo). Er unterstützte Louis-Napoléon und wurde 1855 zum Mitglied der Académie Française ernannt. Er blieb Abgeordneter von 1863 bis 1868 und war ein Freund des Malers Delacroix. MOLE, Louis Mathieu, Conte (1781-1855) war Staatsrat und Politiker. Im Jahr 1813 war er Justizminister und unterstützte Ludwig XVIII. Von 1817 bis 1818 Marineminister und 1830 Ernennung zum Aussenminister. Von 1836 bis 1839 amtierte er als Präsident des Rates und wurde in 1840 zum Mitglied der Académie Française ernannt. Als antirepublikanischer Abgeordneter hatte er sich klar gegen die Pressefreiheit und das allgemeine Wahlrecht ausgesprochen. Er war einer von Victor Hugo?s ?Burgraves? und zog sich 1852 aus der Politik zurück. VÉRON, Louis Désiré (1798-1867) war Mediziner, Apotheker (er brachte das Medikament "Regnault" auf den Markt), Literat, Verleger und Politiker.1829 gründete er die "Revue de Paris", war von 1831-1835 Leiter der Pariser Oper und kaufte 1839 die alte Zeitung "Constitutionnel", mit welcher er Thiers und den König unterstützte. Im Gegensatz zum ?Charivari? favorisierte diese regierungstreue Zeitung ab 1848 Napoléon III. Aufgrund seiner Verdienste wurde Véron 1852 zum Abgeordneten ernannt. Véron zahlte Eugène Sue für den "Juif Errant" die enorme Summe von 100'000 Francs (10'000 Francs pro Ausgabe). Er reduzierte den Abonnentenpreis des Constitutionnel von 80 auf 40 Francs und nahm 300'000 Francs an Annoncengeldern ein. In 1945 erschien ein Buch über VÉRON vom Docteur M.-E. Binet: Un medecin pas ordinaire. Le Docteur Véron. Editions Albin Michel, 1945. Es ist illustriert mit zahlreichen Daumier Karikaturen.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎JEAN GOUJON ET PHILIBERT DELORME CHERCHANT LA COUR DU LOUVRE. Le Bourgeois - La cour du Louvre?... messieurs vous y êtes!‎

‎o.J. JEAN GOUJON UND PHILIBERT DELORME AUF DER SUCHE NACH DEM HOF DES LOUVRE. Der Bürger: - Aber meiner Herren, Sie stehen direkt drin! Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie. Pl. de la Bourse,29 Paris., sowie: Imp. de Me.Ve.Aubert, 5, rue de l'Abbaye,Paris. Darstellungsgröße 19,9:27,7 cm, Blattgröße 27,1:35,6 cm. Literatur: Daumier-Register 2124 I (von 1); Delteil 2124 I (von 1), Blatt Nr. 164 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 12.06.1851 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. Diese Zeichnung bezieht sich auf den Beginn der Bauarbeiten am Louvre, nachdem die Gebäude zwischen dem Louvre und dem Karussell abgerissen worden waren. Die zwei Renaissance-Baumeister trauen ihren Augen nicht, als sie die architektonische Veränderung in der Hauptstadt sehen. DELORME, Philibert (1515-1570) Bekannter französischer Architekt und Erbauer des Château des Tuileries. GOUJON, Jean (1510-1567) Bildhauer, der auch an der Gestaltung des Louvre mitarbeitete. Er schuf die Skulptur: ?Fontaine des Innocents?. HAUSSMANN, George Eugène, Baron (1809-1891), Financier und genialer Stadtplaner, war unter NAPOLEON III für die Neugestaltung von Paris verantwortlich. Während seiner Aktivzeit wurden der Bois de Boulogne angelegt und die Staatsoper gebaut. Darüber hinaus entstanden über eine Bauzeit von 15 Jahren neue Brücken, und die engen Strassen wurden durch Boulevards ersetzt, die alle ins Zentrum führten. Diese "Schnellstrassen" ermöglichten gleichzeitig der Nationalgarde eine effizientere Kontrolle revolutionärer Aktivitäten in der Bevölkerung. - Staatsgalerie Stuttgart: "Der Architekt Philibert Delorme (um 1510-1570) und der Bildhauer Jean Goujean (vor 1510-1572) werden von Honoré Daumier in die Gegenwart versetzt. Sie suchen den Hof des Louvre und sind entsetzt über das Ergebnis, als ein Passant ihnen verkündet, sie seien bereits dort. Die Karikatur wurde in der Reihe der »Actualités« am 7.7.1851 in »Le Charivari« publiziert. Seit 1931/32 schuf Daumier Lithographien für die satirischen Zeitschriften »La Caricature« und »Le Charivari«. Humorvolle bis hin zu derben Szenen aus dem Alltag der Spießbürger, Modetorheiten aber auch die Kehr- und Schattenseiten von Ereignissen des Lebens und der Politik gibt er der Lächerlichkeit preis, nicht platt, sondern feinsinnig und intellektuell. "‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Le célèbre Odilon Barrot promu à la dignité de Mamamouchi impérial.‎

‎o.J. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie. Pl. de la Bourse,29 Paris., sowie: Imp. de Me.Ve.Aubert, 5, rue de l'Abbaye,Paris. Darstellungsgröße 28:21,3 cm, Blattgröße 36:26,2 cm. Literatur: Daumier-Register 2128 II (von 2); Delteil 2128 II (von 2), Blatt Nr. 174 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 28.07.1851 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. Im Vordergrund des Blattes sehen wir Barrot als Mamaouchi, der einen napoleonischen Dreispitz trägt, und im Hintergrund knien Ratapoil und Lucinet vor ihm in Bewunderung. Der Name Mamaouchi stammt aus einem Theaterstück von Molière: "Le Bourgeois Gentilhomme" übernommen, in welchem ein türkischer Würdenträger in theatralischer Sinnlosigkeit zum Mamaouchi gekrönt wird und eine Position ohne Macht erhält. Rossini kreierte eine ähnliche Figur mit dem Namen Pappataci in seiner Oper "L'Italiana in Algeri". BARROT, Camille-Hyacinthe-Odilon (1791 - 1873) war Anwalt und Politiker der Linken. Er amtierte als Justizminister von 1848-1849 und unterstützte die ersten Gewerkschaftsbewegungen. Unter der neuen Regierung Napoleons III musste er gezwungenermassen aus der Politik ausscheiden und kam erst 1872 wieder in den Regierungsrat zurück. Er war Mitglied der Anwaltskammer und nahm aktiv an der Juli Revolution von 1830 als Mitglied der Nationalgarde teil. Er war ein führendes links gerichtetes Reformations-Mitglied, blieb aber gleichzeitig immer ein überzeugter Monarchist. In den Banketten von 1847/48 spielte er eine bedeutende Rolle. Beim Ausbruch der Revolution von 1848 bemühte er sich, das Haus Orléans und speziell den Sohn von Louis-Philippe zu unterstützen. Als der Versuch fehlschlug, unterstützte er die Zweite Republik und wurde im Dezember 1848 zum Minister ernannt, ein Amt, welches er bis Oktober 1849 behielt. Zeitgenossen beschrieben ihn als eine Persönlichkeit, die zutiefst über unwichtige Kleinigkeiten nachdenken konnte und geistig immer einen Tag zu spät kam.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Docteur, je vous assure que je ne suis pas aussi malade que vous me le dites!..‎

‎o.J. Doktor, glauben Sie mir, ich bin nicht so krank, wie Sie meinen!... Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie. Pl. de la Bourse,29 Paris., sowie: Imp. de Ch.Trinocq, Cour des Miracles 9 à Paris. Darstellungsgröße 25,4:21,8 cm, Blattgröße 36,2:27,8 cm. Literatur: Daumier-Register 2131 II (von 2); Delteil 2131 II (von 2), Blatt Nr. 186 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 12.08.1851 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. Dr. Véron bemüht sich hier, die Idee der Monarchie zu verbreiten. Er überprüft den Puls einer Frau, die die Nationalversammlung verkörpert. VÉRON, Louis Désiré (1798-1867) war Mediziner, Apotheker (er brachte das Medikament "Regnault" auf den Markt), Literat, Verleger und Politiker.1829 gründete er die "Revue de Paris", war von 1831-1835 Leiter der Pariser Oper und kaufte 1839 die alte Zeitung "Constitutionnel", mit welcher er Thiers und den König unterstützte. Im Gegensatz zum ?Charivari? favorisierte diese regierungstreue Zeitung ab 1848 Napoléon III. Aufgrund seiner Verdienste wurde Véron 1852 zum Abgeordneten ernannt. Véron zahlte Eugène Sue für den "Juif Errant" die enorme Summe von 100'000 Francs (10'000 Francs pro Ausgabe). Er reduzierte den Abonnentenpreis des Constitutionnel von 80 auf 40 Francs und nahm 300'000 Francs an Annoncengeldern ein. In 1945 erschien ein Buch über VÉRON vom Docteur M.-E. Binet: Un medecin pas ordinaire. Le Docteur Véron. Editions Albin Michel, 1945. Es ist illustriert mit zahlreichen Daumier Karikaturen.‎

Bookseller reference : HD-228

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Je vous dis que le moment n'est pas encore venu d'aborder!...‎

‎o.J. Ich sage Ihnen, der Moment um anzulegen ist noch nicht gekommen!... Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie. Pl. de la Bourse, 29 Paris., sowie: Imp. de Ch.Trinocq, Cour des Miracles 9. Paris. Darstellungsgröße 21,4:27 cm, Blattgröße 28:35,9 cm. Literatur: Daumier-Register 2154 II (von 3); Delteil 2154 II (von 3), Blatt Nr. 216 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 02.10.1851 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. Joinville ist bereit, die französische Küste zu betreten, wovon ihn aber Thiers zurückhält. Zu diesem Zeitpunkt waren die politischen Entscheidungen bereits gefallen, Napoleon hatte die Wahlen gewonnen, der einzige valable Kandidat Cavaignac hatte verloren und die Legitimisten hatten keinen starken Kandidaten vorzuweisen. In der Ausschnittsvergrösserung der beiden Charivaris erkennt man den grossen Qualitätsunterschied. Ausserdem hat Napoléon im Boot sitzend in der belgischen Version 5 Finger, in der französischen Vergrösserung nur 4 Finger. THIERS, Marie Joseph Louis Adolphe (1797-1877) war Historiker, Staatsmann und Präsident Frankreichs. Er kam 1820 als Anwalt nach Paris und gründete 1830 die Zeitschrift "Le National". Er wurde Staatsrat und Staatssekretär für Finanzen, Innenminister 1832, Mitglied der Académie Française. In 1835 wurde er erneut Innenminister und war an den Reparations-Verhandlungen mit Amerika beteiligt. 1840 wurde er Aussenminister und Ministerratspräsident. 1848 unterstützte er die Kandidatur von Louis-Napoléon und opponierte gegen das allgemeine Wahlrecht von 1850. Unter ihm erfolgte die Einführung der neuen Pressegesetze vom Juli 1850. Ein Jahr später wurde er aus Frankreich ausgewiesen, kehrte in 1852 zurück und wurde Abgeordneter des Distrikts Seine, was er bis 1863 blieb. Wiederwahl in die provisorische Regierung und Kampf gegen die Pariser Kommune 1871. Staatspräsident 1871 und Ende seiner politischen Karriere 1873 nach seiner Wahlniederlage (wobei er trotzdem noch im Hintergrund politisch tätig geblieben ist). JOINVILLE, François Ferdinand Philippe d?Orléans, Prince de (1818-1900) Dritter Sohn von Louis-Philippe, Teilnehmer an den Algerien Kriegen mit Aumale. General Gouverneur 1848 und Abgeordneter in der National Versammlung von 1871.‎

Bookseller reference : HD-229

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Un représentant républicain en vacances.‎

‎o.J. Ein Republikanischer Abgeordneter in den Ferien. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie. Pl. de la Bourse,29 Paris., sowie: Imp. de Ch.Trinocq, Cour des Miracles 9. Paris. Darstellungsgröße 26,5:22,8 cm, Blattgröße 35:24,6 cm. Literatur: Daumier-Register 2160 II (von 3); Delteil 2160 II (von 3), Blatt Nr. 237 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 25.10.1851 (?) in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. Im Anschluss an die Demission von Faucher am 14.Oktober, wurde am 27. Oktober bereits eine neue Regierung ernannt. Beteiligt waren: Thorigny (Innenministerium), Corbin (Justiz), Turgot (Aussenminister), Casanova (Handel und Landwirtschaft), Saint-Arnaud (Verteidigung) , Fortoul (Marine) und Maupas (Polizeipräfektur). Nach der Rückkehr aus den Ferien war mit der Verhaftung einiger Abgeordneter zu rechnen. In diesem Blatt nimmt Daumier die Ernennung von Maupas zum Polizeipräfekten bereits vorweg. FAUCHER, Léon Léonard Joseph (1803-1854) war Wirtschaftspublizist und vertrat die Politik des Freihandels. Er war Chefredakteur des "Courrier Français" und sprach sich 1850 gegen die Pressefreiheit und das allgemeine Wahlrecht aus. Er war mehrmals Innenminister, involviert in Börsenspekulationen. 1851 gründete er die noch heute bestehende Bank "Crédit Foncier".‎

Bookseller reference : HD-230

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Rencontre d?une ancienne connaissance qu?on ne se soucie pas de reconnaître.‎

‎o.J. Begegnung mit einer alten Bekannten, die man nicht gerne wiedererkennen möchte. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Maison Martinet,r.Vivienne 41 et 11 r.du Coq St.Ho, sowie: Imp.de Ch.Trinocq,Cour des Miracles 9. Paris. Darstellungsgröße 23,7:22 cm, Blattgröße 33,9:26,1 cm. Literatur: Daumier-Register 2203 II (von 3); Delteil 2203 II (von 3), Blatt der Serie ?TOUT CE QU'ON VOUDRA?, erschienen 28.05.1852 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎TOUT CE QU'ON VOUDRA. (Wie es euch gefällt) Serie von 94 im CHARIVARI publizierten Blättern (28.3.1847 bis 30.11.1852). Die Blätter sind zum Teil unnummeriert. Wir fügen ausserdem DR 1717 bis 1720 hinzu. Diese Blätter könnten zur Serie passen, sind aber unveröffentlicht geblieben.Das hier gezeigte unnummeriert Blatt erschien auch separat sur blanc in einem Album in-4° demi chagr und kann heute als Selheitswert eingestuft werden. Ähnlich wie in der Serie "Les Bons Bourgeois" befasst sich Daumier auch in dieser Serie vor allen mit den kleinen alltäglichen Missgeschicken des Bürgers. Besonders bewegte die Pariser nach dem Beginn der industriellen Revolution die Erfindung der Dampfmaschine. Die Bahn eröffnete Möglichkeiten, aus dem engen, gewohnten Bereich auszubrechen und Reisen in die Umgebung oder in die Provinz zu unternehmen. Es waren aufregende und gleichzeitig auch beängstigende Perspektiven. Turner und später auch Monet nahmen das Thema in ihren Gemälden mehrmals auf, fasziniert von Dampf, Geschwindigkeit und Stimmung der Bahnhöfe, die in Paris entstanden. Daneben erscheinen in dieser Serie wunderschöne Darstellungen, wie beispielsweise der Rückblick eines älteren Paares in die Jugend, Besinnung über Vergänglichkeit (wie schön ist doch die Antike..... ja, ja in Marmor schon!) Alles was Daumier in dieser Serie zeigt ist lebensnah, humorvoll, nachdenklich, und nie verletzend. JUNGGESELLEN. Daumier hatte selber erst mit 38 Jahren die junge Schneiderin Alexandrine Dassy geheiratet, kannte sich also mit den Problemen des bürgerlichen Junggesellen bestens aus. Nur hatte er, im Gegensatz zu seiner Kunstfigur, Monsieur Coquelet, es gewagt, den Sprung in die Ehe zu wagen, während Coquelet aus Ersparnisgründen oder Geiz auf eine feste Bindung verzichtete. Daumier zielt in dessen Person nicht nur auf die Eintönigkeit des Junggesellendaseins ab, sondern vor allem auf den Geiz eines solchen Mitglieds der Gesellschaft. Die damit verbundene Einsamkeit des Einzelgängers steigert sich in einer übertriebenen Liebe zum Tier, meist Hund , Katze, Kanarienvogel aber auch einer Pflanze, die im Fenster-Blumentopf liebevoll gepflegt wird und als Ersatz dienten. Wehmut auf verpasste Gelegenheiten schimmert gelegentlich durch, während der voll kontrollierte Tagesablauf zwischen 7 Uhr morgens und 9 Uhr abends die Limiten der menschlichen Entfaltung und die Verschwendung wertvoller Zeit auf subtile Art anprangert.‎

Bookseller reference : HD-231

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎L'artiste. - Voilà qui est terminé ! ... Le bourgeois - Ça me fait tout d'même un drôle d'effet de me voir en terre!..‎

‎o.J. Der Künstler: - Voilà, es ist vollendet. Der Bürger: - Schon ein irgendwie komisches Gefühl, mich so in Ton zu sehen. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Pannier & Cie. rue du Croissant,16, sowie: Imp.de Ch.Trinocq,Cour des Miracles 9. Paris. Darstellungsgröße 23,7:21,3 cm, Blattgröße 34:25,3 cm. Literatur: Daumier-Register 2290 II (von 3); Delteil 2290 II (von 3), Blatt 2 der Serie ?SCÈNES PARISIENNES?, erschienen 20.04.1852 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎SCÈNES PARISIENNES (Pariser Szenen) ist eine Serie bestehend aus 5 Lithographien, wovon drei im April 1852 und zwei im Dezember 1853 im CHARIVARI erschienen sind.Dieses Blatt erschien sur blanc ebenfalls als Teil eines Albums in-4° demi chagr. PIANO. Das Piano verwandelte sich bereits zu Louis Philippes Zeiten von einem dekorativen Möbelstück, welches individuellen Musikgenuss ermöglichte, zu einem bourgeoisen Unterhaltungs-Zentrum der Familie. Private Salons kamen in Mode, an denen die neuesten Werke von Chopin, Liszt oder Henri Herz vorgestellt wurden. Die Symbiose zwischen Malerei und Musik erlebte neue Höhepunkte; die Evolution beider Kunstformen ging Hand in Hand und öffnete der Musik sowie der Malerei neue Wege. Wie so häufig entstanden in beiden Kunstformen sich konkurrenzierende Richtungen. Henri Fantin-Latour präsentierte im Salon von 1885 ein Gemälde unter dem (doppelten) Titel ?Les wagnéristes? oder ?Autour du piano?. Es zeigte die damaligen Vertreter der ?direction germanique?: den Pianisten/Komponisten Emmanuel Chabrier, Vincent d?Indy den grossen Wagner-Interpreten, sowie E. Maître, Antoine Lascoux, A. Boisseau, A. Juillien, A. Pigeon und als Aussenseiter den damaligen Direktor des Louvre, C. Benoît. Die spätere Gegenbewegung zur ?Rettung? der gallischen Musik entstand in einer Gruppe, die sich ?Les Apaches? nannte. Zu ihr gehörten Musiker wie Debussy, Franck, Saint-Saëns, P. de Bréville, C. Bordes, E. Fauré etc. In etwas direkterer Art brachte es Debussy auf einen Nenner: ?Les Français oublient trop facilement les qualités de clareté et d?élégance qui leur sont propres, pour se laisser influencer par les longueurs et les lourdeurs germaniques?. (François Porcile, ?Images de la Musique Française de Piano?, Musée des beaux-arts d?Orléans, 2008, p. 28). In Daumiers Arbeiten finden wir die ersten Hinweise über die Bedeutung der Salonmusik auf etwas frivolere, weniger ernst gemeinte Art dargestellt als sie später von Debussy ausgedrückt wurde.‎

Bookseller reference : HD-232

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎- Je vous arrête, mauvais sujet .... je parie que vous allez faire votre cour aux dames!..‎

‎o.J. Ich verhafte Sie, Sie Wüstling... Ich wette Sie machen schon wieder den Frauen den Hof!... Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Pannier & Cie. rue du Croissant,16. Paris, sowie: Imp.de Ch.Trinocq, Cour des Miracles, 9. Paris. Darstellungsgröße 23:21,3 cm, Blattgröße 34:25,3 cm. Literatur: Daumier-Register 2291 II (von 3); Delteil 2291 II (von 3), Blatt 3 der Serie ?SCÈNES PARISIENNES?, erschienen 14.04.1852 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎SCÈNES PARISIENNES (Pariser Szenen) ist eine Serie bestehend aus 5 Lithographien, wovon drei im April 1852 und zwei im Dezember 1853 im CHARIVARI erschienen sind.Dieses Blatt erschien sur blanc ebenfalls als Teil eines Albums in-4° demi chagr. JUNGGESELLEN. Daumier hatte selber erst mit 38 Jahren die junge Schneiderin Alexandrine Dassy geheiratet, kannte sich also mit den Problemen des bürgerlichen Junggesellen bestens aus. Nur hatte er, im Gegensatz zu seiner Kunstfigur, Monsieur Coquelet, es gewagt, den Sprung in die Ehe zu wagen, während Coquelet aus Ersparnisgründen oder Geiz auf eine feste Bindung verzichtete. Daumier zielt in dessen Person nicht nur auf die Eintönigkeit des Junggesellendaseins ab, sondern vor allem auf den Geiz eines solchen Mitglieds der Gesellschaft. Die damit verbundene Einsamkeit des Einzelgängers steigert sich in einer übertriebenen Liebe zum Tier, meist Hund , Katze, Kanarienvogel aber auch einer Pflanze, die im Fenster-Blumentopf liebevoll gepflegt wird und als Ersatz dienten. Wehmut auf verpasste Gelegenheiten schimmert gelegentlich durch, während der voll kontrollierte Tagesablauf zwischen 7 Uhr morgens und 9 Uhr abends die Limiten der menschlichen Entfaltung und die Verschwendung wertvoller Zeit auf subtile Art anprangert.‎

Bookseller reference : HD-233

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎- Pouvez-vous me recevoir à diner ces jours-ci? - J'aimerais mieux aller diner chez vous, si ça ne vous dérange pas.‎

‎o.J. Würden Sie mich an einem dieser Tage zum Abendessen empfangen? - Ach, ich würde eigentlich lieber das Abendessen bei Ihnen einnehmen, wenn es Ihnen nichts ausmacht. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Maison Martinet, r. Vivienne 41 et 11 r. du Coq, sowie: Imp. Ch.Trinocq Cour des Miracles, 9, Paris. Darstellungsgröße 24,2:21,5 cm, Blattgröße 34,1:26 cm. Literatur: Daumier-Register 2353 II (von 2); Delteil 2353 II (von 2), Blatt 10 der Serie ?CROQUIS PARISIENS?, erschienen 03.05.1853 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎CROQUIS PARISIENS (Pariser Skizzen) sind insgesamt 120 Lithographien entstanden, die in der Zeit zwischen September 1852 und Februar 1877 im Charivari, im Journal Amusant und im Petit Journal pour Rire erschienen sind. Ähnlich wie in der Serie "Les Bons Bourgeois" befasst sich Daumier auch in dieser Serie vor allen mit den kleinen alltäglichen Missgeschicken des Bürgers. Besonders bewegte die Pariser nach dem Beginn der industriellen Revolution die Erfindung der Dampfmaschine. Die Bahn eröffnete Möglichkeiten, aus dem engen, gewohnten Bereich auszubrechen und Reisen in die Umgebung oder in die Provinz zu unternehmen. Es waren aufregende und gleichzeitig auch beängstigende Perspektiven. Turner und später auch Monet nahmen das Thema in ihren Gemälden mehrmals auf, fasziniert von Dampf, Geschwindigkeit und Stimmung der Bahnhöfe, die in Paris entstanden. Daneben erscheinen in dieser Serie wunderschöne Darstellungen, wie beispielsweise der Rückblick eines älteren Paares in die Jugend, Besinnung über Vergänglichkeit (wie schön ist doch die Antike..... ja, ja in Marmor schon!) Alles was Daumier in dieser Serie zeigt ist lebensnah, humorvoll, nachdenklich, und nie verletzend.‎

Bookseller reference : HD-234

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎- Votre visite a été bien courte, madame Fremouillet! ... -Que voulez-vous, le monde a ses exigences, et quand on est très répandu dans la société comme nous, on n'est plus maître de son temps... nous avons encore cinq personnes à voir dans cette après-midi avant de rentrer manger la soupe...‎

‎o.J. Ihr Besuch war aber sehr kurz, Madame Fremouillet. - Was kann man tun, man hat halt seine Verpflichtungen wenn man in der Gesellschaft bekannt ist. Man ist einfach nicht mehr Herr seiner Zeit.... wir müssen heute Nachmittag noch 5 Leute besuchen, bevor wir daheim unsere Suppe nehmen. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: maison.Martinet 146,r.Rivoli et 41 ,r.Vivienne., sowie: Imp. Ch.Trinocq Cour des Miracles, 9, Paris. Darstellungsgröße 23,8:21,4 cm, Blattgröße 34,1:25,9 cm. Literatur: Daumier-Register 2354 III (von 3); Delteil 2354 III (von 3), Blatt 9 der Serie ?CROQUIS PARISIENS?, erschienen 23.04.1853 (?) in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎CROQUIS PARISIENS (Pariser Skizzen) sind insgesamt 120 Lithographien entstanden, die in der Zeit zwischen September 1852 und Februar 1877 im Charivari, im Journal Amusant und im Petit Journal pour Rire erschienen sind. Ähnlich wie in der Serie "Les Bons Bourgeois" befasst sich Daumier auch in dieser Serie vor allen mit den kleinen alltäglichen Missgeschicken des Bürgers. Besonders bewegte die Pariser nach dem Beginn der industriellen Revolution die Erfindung der Dampfmaschine. Die Bahn eröffnete Möglichkeiten, aus dem engen, gewohnten Bereich auszubrechen und Reisen in die Umgebung oder in die Provinz zu unternehmen. Es waren aufregende und gleichzeitig auch beängstigende Perspektiven. Turner und später auch Monet nahmen das Thema in ihren Gemälden mehrmals auf, fasziniert von Dampf, Geschwindigkeit und Stimmung der Bahnhöfe, die in Paris entstanden. Daneben erscheinen in dieser Serie wunderschöne Darstellungen, wie beispielsweise der Rückblick eines älteren Paares in die Jugend, Besinnung über Vergänglichkeit (wie schön ist doch die Antike..... ja, ja in Marmor schon!) Alles was Daumier in dieser Serie zeigt ist lebensnah, humorvoll, nachdenklich, und nie verletzend.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Les délices de Paris. - Un diner dans un restaurant du Palais-Royal. --- Suite des mêmes délices. - Monsieur, une loge au Palais-Royal... moins chère qu'au bureau... Mr. Grassot dans trois pièces... Régalez votre dame de Mr. Grassot!...‎

‎o.J. Die Genüsse von Paris - Ein Essen in einem der Restaurants des Palais Royal. --- Eine Folge ähnlicher Genüsse. - Monsieur, eine Loge im Palais Royal... billiger als im Bureau.... Monsier Grassot in drei Akten.... Gönnen Sie Madame doch M. Grassot! ! Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Maison Martinet, r.Vivienne, 41 et r.d.Coq 11., sowie: Imp. Ch.Trinocq, Cour des Miracles, 9, Paris. Darstellungsgröße 21:26,5 cm, Blattgröße 25,8:34 cm. Literatur: Daumier-Register 2356 II (von 3); Delteil 2356 II (von 3), Blatt der Serie ?Les Délices de Paris?, erschienen 14.01.1853 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LES DÉLICES DE PARIS (Pariser Freuden) ist eine Serie bestehend aus 4 Lithographien. Sie sind zwischen dem 5. Januar und dem 11. Februar 1853 im Charivari erschienen. GRASSOT, Paul Louis Auguste (1800-1860) war Schauspieler am Théatre du Palais-Royal im Jahr 1838.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎UNE TABLE INDISCRÈTE. - Comment! cette table ose dire que j'ai quarante-huit ans!... ah! quelle horreur..... ah! mes nerfs!..... mes nerfs! (La dame se trouve mal, ce qui ne prouve pas qu'elle n'ait pas quarante huit ans).‎

‎o.J. EIN INDISKRETER TISCH. - Was? Dieser Tisch wagt zu behaupten, dass ich achtundvierzig Jahre alt bin?... Oh welche Schande... meine Nerven..... meine Nerven! (Der Dame wird schlecht, was nicht heissen will, dass sie nicht tatsächlich achtundvierzig Jahre alt ist). Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Maison Martinet r.Vivienne 41 et 11 r.du Coq, sowie: Imp. Ch.Trinocq, Cour des Miracles, 9, Paris. Darstellungsgröße 19,7:25,7 cm, Blattgröße 26,4:35 cm. Literatur: Daumier-Register 2407 II (von 2); Delteil 2407 II (von 2), Blatt 11 der Serie ?LA FLUIDOMANIE.?, erschienen 15.06.1853 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LA FLUIDOMANIE, Serie von 12 nummerierten und im CHARIVARI von Mai bis Juni 1853 erschienenen Blättern. Separat dazu erschien zur gleichen Zeit ein Album in-4° demi chagr. sur blanc, welches heute als selten betrachtet werden kann. SPIRITISMUS, OKKULTISMUS, FLUIDOMANIE. Der Begriff ?Fluidomanie? ist ein Kunstbegriff, der von einem heute unbekannten Texter des Charivari kreiert wurde. Er lässt sich am Besten mit dem deutschen Begriff ?Unterhaltsame Geistereien? erfassen. Die ?bessere? bürgerliche Gesellschaft von Paris übernahm aus England und Amerika das Tischrücken, Handlesen sowie das Beschwören von Geistern. Erfahrungen mit der Esoterik gehörten zum guten Ton und wurden zum festen Bestandteil bürgerlicher Abendunterhaltung. Wie man an Daumiers Blättern sehen kann, gerieten die Geister gelegentlich etwas ausser Kontrolle und richteten kleinere Schäden an.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Eh! bien, madame Poupinel, vous voilà déjà sortie de l'eau! - Je crois que j'ai vu un requin!‎

‎o.J. Nanu, Madame Poupinet, das war aber ein kurzes Bad! - Ich glaube, ich habe einen Hai gesehen!... Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Maison Martinet r.Vivienne 41 et 11 r.du Coq, sowie: Imp. Ch.Trinocq, Cour des Miracles, 9, Paris. Darstellungsgröße 21,1:26,9 cm, Blattgröße 26,1:34 cm. Literatur: Daumier-Register 2412 II (von 2); Delteil 2412 II (von 2), Blatt 2 der Serie ?CROQUIS AQUATIQUES.?, erschienen 05.08.1853 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎CROQUIS AQUATIQUES, Serie von 12 Blättern, die von 1 bis 15 nummeriert sind, erschienen von Juli bis September 1853 im CHARIVARI.Diese Serie erschien auch separat als Heft mit Drucken sur blanc. Laut Information von Provost lag eines der Badeboote, das "Petit, Ecole de Natation" direkt in der Nähe des Hauses von Daumier, am Quai d'Anjou vor Anker. Beim hier gezeigten Blatt ist nicht ganz klar, ob der Hai von der Bademode der Madame Poupinel genauso erschreckt war, wie sie vor dem angeblichen Haifisch. Poupinel ist eine "Karikatur" des Ausdrucks "poupin", eine etwas vollschlanke Dame. Schwimmen und Baden kam um diese Zeit in Mode.... Daumier war einer der ersten Maler, der den Trend erkannte. Ihm folgten Darstellungen von Badenden von Degas, Monet, Renoir und Morisot.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Un monsieur ayant semé des truffes.‎

‎o.J. Ein Herr, der Trüffeln aussäte. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Maison Martinet r.Vivienne 41 et 11 r.du Coq, sowie: Imp. Ch.Trinocq, Cour des Miracles, 9, Paris. Darstellungsgröße 25,6:21,8 cm, Blattgröße 34:25,2 cm. Literatur: Daumier-Register 2434 II (von 2); Delteil 2434 II (von 2), Blatt 2 der Serie ?SCÈNES PARISIENNES?, erschienen 02.12.1853 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎SCÈNES PARISIENNES (Pariser Szenen) ist eine Serie bestehend aus 5 Lithographien, wovon drei im April 1852 und zwei im Dezember 1853 im CHARIVARI erschienen sind.Dieses Blatt erschien sur blanc ebenfalls als Teil eines Albums in-4° demi chagr.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Un fâcheuse rencontre‎

‎o.J. Ein ärgerliches Zusammentreffen. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Maison Martinet r.Vivienne 41 et 11 r.du Coq, sowie: Imp. Ch.Trinocq, Cour des Miracles, 9, Paris. Darstellungsgröße 20,8:26,5 cm, Blattgröße 25,8:35,4 cm. Literatur: Daumier-Register 2454 II (von 2); Delteil 2454 II (von 2), Blatt 6 der Serie ?CROQUIS DE CHASSE?, erschienen 14.11.1853 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎CROQUIS DE CHASSE PAR DAUMIER sind zu verschiedenen Zeiten insgesamt 49 Lithographien im CHARIVARI erschienen. Die Blätter datieren zwischen 21.9.1853 und 11.12.1865. Separat dazu erschien ungefähr zu gleichen Zeit sur blanc ein Album mit Jagddrucken als Album in.4° demi chagr, welches heute als ausgesprochen selten bewertet werden kann.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎UNE FACHEUSE RENCONTRE. - Mais, je ne me trompe pas, voilà un chapeau qui sort de mon magasin... à la manière dont il est porté, je parie qu'il n'a pas encore été payé!‎

‎o.J. EINE ÄRGERLICHE BEGEGNUNG. Ich täusche mich nicht. Dieser Hut stammt aus meinem Geschäft... sieht man, wie er getragen wird, gehe ich jede Wette ein, dass er noch nicht bezahlt ist. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Maison Martinet r.Vivienne 41 et 11 r.du Coq, sowie: Imp. Ch.Trinocq, Cour des Miracles, 9, Paris. Darstellungsgröße 19,9:26,1 cm, Blattgröße 25,7:33,8 cm. Literatur: Daumier-Register 2565 II (von 2); Delteil 2565 II (von 2), Blatt 4 der Serie ?CROQUIS PARISIENS?, erschienen 31.01.1854 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc! Im unteren Rand beschnitten unter Verlust der zweiten Textzeile. Rare!‎

‎CROQUIS PARISIENS (Pariser Skizzen) sind insgesamt 120 Lithographien entstanden, die in der Zeit zwischen September 1852 und Februar 1877 im Charivari, im Journal Amusant und im Petit Journal pour Rire erschienen sind. Ähnlich wie in der Serie "Les Bons Bourgeois" befasst sich Daumier auch in dieser Serie vor allen mit den kleinen alltäglichen Missgeschicken des Bürgers. Besonders bewegte die Pariser nach dem Beginn der industriellen Revolution die Erfindung der Dampfmaschine. Die Bahn eröffnete Möglichkeiten, aus dem engen, gewohnten Bereich auszubrechen und Reisen in die Umgebung oder in die Provinz zu unternehmen. Es waren aufregende und gleichzeitig auch beängstigende Perspektiven. Turner und später auch Monet nahmen das Thema in ihren Gemälden mehrmals auf, fasziniert von Dampf, Geschwindigkeit und Stimmung der Bahnhöfe, die in Paris entstanden. Daneben erscheinen in dieser Serie wunderschöne Darstellungen, wie beispielsweise der Rückblick eines älteren Paares in die Jugend, Besinnung über Vergänglichkeit (wie schön ist doch die Antike..... ja, ja in Marmor schon!) Alles was Daumier in dieser Serie zeigt ist lebensnah, humorvoll, nachdenklich, und nie verletzend.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎L'envoyé américain obtenant une audience de l'Empereur de la Chine.‎

‎o.J. L'envoyé américain obtenant une audience de l'Empereur de la Chine. - Empfang des amerikanischen Gesandten beim chinesischen Kaiser. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Mon-Martinet,172 r.Rivoli et 41,r.Vivienne, sowie: Lith. Destouches,28,r.Paradis Pre-Paris. Darstellungsgröße 21,9:28,2 cm, Blattgröße 26,1:33,2 cm. Literatur: Daumier-Register 3116 II (von 2); Delteil 3116 II (von 2), Blatt 15 der Serie ?EN CHINE.?, erschienen 21.10.1859 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎EN CHINE. (In China) ist eine Serie von 27 Blättern, welche zwischen Dezember 1858 und April 1860 im Charivari erschienen sind. Die Lithographien sind von einem Doppelrahmen umgeben. Diese Serie ist unregelmässig nummeriert: die Nummern 1 bis 7 werden wiederholt, während die 11, 16, 20 und 22 fehlen. Die Blätter DR 3096 bis DR 3124 beziehen sich alle auf die Intervention von England und Frankreich in China. Nachdem mehrere christliche Missionare in China ermordet worden waren, wurde 1857 Kanton von europäischen Truppen besetzt. Der Vertrag von Tien-Tsin erlaubte den Westmächten, Botschafter an den Kaiserhof zu entsenden und die Handelshäfen für europäische Produkte zu öffnen. Nachdem der Vertrag von den Chinesen verletzt wurde, erfolgte die Besetzung Pekings und das Diktat eines neuen Vertrages im Jahre 1860. CHINA. Daumier gehörte zu jenen wenigen Künstlern, die in der Lage waren, tägliche Gegebenheiten, in ein exotisches Ambiente zu versetzen und trotzdem dem Betrachter zu ermöglichen, auch ohne Lesen des Textes die Aussage der Zeichnung zu verstehen. Es gelang ihm, typisch französische Eigenheiten mit chinesischen Darstellungen ad absurdum zu führen, ohne dass das Verständnis verloren ging.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Eh! bien...... as-tu l'intention de rester là ?... - Non, certes!... je t'attendais pour que tu me transportes sur ton dos jusqu'au village.... - Merci, à une lieue et demie d'ici!!... es-tu fou?.... - Allons! .... voyons mon ami..... fais comme si tu avais tué un chevreuil et que tu sois obligé de le rapporter chez toi!....‎

‎o.J. Na was ist... hast Du die Absicht, hier zu bleiben? - Sicher nicht... ich dachte Du würdest mich bis ins nächste Dorf tragen! - Vielen Dank... sieben Kilometer? Du bist wohl verrückt! - Komm schon mein Freund, was soll's denn.... hättest Du einen Hirsch geschossen, hättest Du das Gleiche tun müssen. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: mon. Martinet,172.r.Rivoli et 41 r. Vivienne, sowie: Litho. Destouches, Paris. Darstellungsgröße 20,8:26,2 cm, Blattgröße 26:32,8 cm. Literatur: Daumier-Register 3217 III (von 3); Delteil 3217 III (von 3), Blatt 7 der Serie ?CROQUIS DE CHASSE?, erschienen 04.11.1859 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎CROQUIS DE CHASSE (Jagdskizzen) ALBUM DES CHARGES DU JOUR. Das "Album des Charges du Jour" enthielt 30 Lithographien von Daumier, welche vorher im CHARIVARI in den folgenden Serien erschienen waren: Actualités, En Chine, Croquis de Chasse, Ces Bons Parisiens und Emotions nautiques. Die Lithographien von Daumier, die in diesem Album enthalten sind, tragen daher weder Titel noch eine Nummer.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎UNE APPLICATION UTILE DU DIAMANT MAGNÉTISEUR. - Ma femme est bien magnétisée!...... je peux filer tranquillement pour le bal de l'opéra.... dors bien bobonne!...‎

‎o.J. EINE NÜTZLICHE ANWENDUNG DES MAGNETISIERENDEN DIAMANTEN. Meine Frau ist hypnotisiert... ich kann mich beruhigt zum Opernball begeben.... Schlaf gut meine Liebe! Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Maison Martinet,172 r.Rivoli et 41,r.Vivienne, sowie: Lith. Destouches,28,r.Paradis Pre.Paris. Darstellungsgröße 21:26,6 cm, Blattgröße 26:33 cm. Literatur: Daumier-Register 3230 III (von 3); Delteil 3230 III (von 3), Blatt 140 der Serie ?ACTUALITÉS?, erschienen 24.01.1860 in ?LE CHARIVARI?. Exemplar des ?Album des Charges du Jour? ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. ALBUM DES CHARGES DU JOUR. Das "Album des Charges du Jour" enthielt 30 Lithographien von Daumier, welche vorher im CHARIVARI in den folgenden Serien erschienen waren: Actualités, En Chine, Croquis de Chasse, Ces Bons Parisiens und Emotions nautiques. Die Lithographien von Daumier, die in diesem Album enthalten sind, tragen daher weder Titel noch eine Nummer. Der Clown (Pierrot) ist die klassische Darstellung der traditionellen Pantomime. SPIRITISMUS, OKKULTISMUS, FLUIDOMANIE. Der Begriff ?Fluidomanie? ist ein Kunstbegriff, der von einem heute unbekannten Texter des Charivari kreiert wurde. Er lässt sich am Besten mit dem deutschen Begriff ?Unterhaltsame Geistereien? erfassen. Die ?bessere? bürgerliche Gesellschaft von Paris übernahm aus England und Amerika das Tischrücken, Handlesen sowie das Beschwören von Geistern. Erfahrungen mit der Esoterik gehörten zum guten Ton und wurden zum festen Bestandteil bürgerlicher Abendunterhaltung. Wie man an Daumiers Blättern sehen kann, gerieten die Geister gelegentlich etwas ausser Kontrolle und richteten kleinere Schäden an.‎

Bookseller reference : HD-244

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Ah! Théophile..., j'en apprends de belles sur ton compte...., d'après le livre de Mr. Desbarolles, je vois que tu as dans la main la ligne du libertinage!..... - Ah!... bah.....‎

‎o.J. Ah, Théopile, da kommen ja schlimme Dinge über Dich aus. Nach dem Buch von Desbarolles ist es klar, dass Du in Deiner Hand die Linie eines Wüstlings hast!... ? Ach was... Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: M.on Martinet,172 r.Rivoli et 41,r.Vivienne, sowie: Lith. Destouches,28,r.Paradis Pre.Paris. Darstellungsgröße 21:27,5 cm, Blattgröße 26:33 cm. Literatur: Daumier-Register 3241 III (von 3); Delteil 3241 III (von 3), Blatt 1 der Serie ?CES BONS PARISIENS.?, erschienen 30.01.1860 in ?LE CHARIVARI?. Exemplar des ?Album des Charges du Jour? ? Sur blanc!‎

‎CES BONS PARISIENS. (Diese braven Pariser) ist eine Serie bestehend aus 11 Lithographien, wovon 10 zwischen März 1855 und Mai 1858 im Charivari erschienen sind, und eine im Januar 1860. ALBUM DES CHARGES DU JOUR. Das "Album des Charges du Jour" enthielt 30 Lithographien von Daumier, welche vorher im CHARIVARI in den folgenden Serien erschienen waren: Actualités, En Chine, Croquis de Chasse, Ces Bons Parisiens und Emotions nautiques. Die Lithographien von Daumier, die in diesem Album enthalten sind, tragen daher weder Titel noch eine Nummer. SPIRITISMUS, OKKULTISMUS, FLUIDOMANIE. Der Begriff ?Fluidomanie? ist ein Kunstbegriff, der von einem heute unbekannten Texter des Charivari kreiert wurde. Er lässt sich am Besten mit dem deutschen Begriff ?Unterhaltsame Geistereien? erfassen. Die ?bessere? bürgerliche Gesellschaft von Paris übernahm aus England und Amerika das Tischrücken, Handlesen sowie das Beschwören von Geistern. Erfahrungen mit der Esoterik gehörten zum guten Ton und wurden zum festen Bestandteil bürgerlicher Abendunterhaltung. Wie man an Daumiers Blättern sehen kann, gerieten die Geister gelegentlich etwas ausser Kontrolle und richteten kleinere Schäden an. DESBAROLLES war Zauberkünstler in Paris. Er veröffentlichte 1859 ein Buch über die "Enthüllung des Handlesens".‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LE GARDE DU COMMERCE - Jolie prison! on en sort et on ne peut plus y rentrer!‎

‎o.J. DER GERICHTSDIENER AM HANDELSGERICHT. - Ein schönes Gefängnis! Wer herauskommt, kann nicht mehr hinein! Altkolorierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Mon. Martinet, Paris, sowie: Lith. Destouches, 28, r. Paradis, Pr. Darstellungsgröße 24,4:19,7 cm, Blattgröße 31,7:25,1 cm. Literatur: Daumier-Register 3431 II (von 2); Delteil 3431 II (von 2), Blatt 4 der Serie ?CROQUIS PARISIENS?, erschienen 13.05.1865 in ?LE CHARIVARI?. Sur blanc!‎

‎CROQUIS PARISIENS (Pariser Skizzen) sind insgesamt 120 Lithographien entstanden, die in der Zeit zwischen September 1852 und Februar 1877 im Charivari, im Journal Amusant und im Petit Journal pour Rire erschienen sind. Ähnlich wie in der Serie "Les Bons Bourgeois" befasst sich Daumier auch in dieser Serie vor allen mit den kleinen alltäglichen Missgeschicken des Bürgers. Besonders bewegte die Pariser nach dem Beginn der industriellen Revolution die Erfindung der Dampfmaschine. Die Bahn eröffnete Möglichkeiten, aus dem engen, gewohnten Bereich auszubrechen und Reisen in die Umgebung oder in die Provinz zu unternehmen. Es waren aufregende und gleichzeitig auch beängstigende Perspektiven. Turner und später auch Monet nahmen das Thema in ihren Gemälden mehrmals auf, fasziniert von Dampf, Geschwindigkeit und Stimmung der Bahnhöfe, die in Paris entstanden. Daneben erscheinen in dieser Serie wunderschöne Darstellungen, wie beispielsweise der Rückblick eines älteren Paares in die Jugend, Besinnung über Vergänglichkeit (wie schön ist doch die Antike..... ja, ja in Marmor schon!) Alles was Daumier in dieser Serie zeigt ist lebensnah, humorvoll, nachdenklich, und nie verletzend. Das Blatt bezieht sich auf den "Schuldeneintreiber", den sogenannten "Garde de Commerce", der das Recht hatte, säumige Schuldner unter Gewaltanwendung auf offener Strasse zu verhaften. Ab 1867 wurde diese Truppe aufgelöst.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎- Dites-moi, l'ami, est-ce qu'il ne resterait pas un peu de l'or du dôme pour dorer mon nez d'argent?‎

‎o.J. Sag mir, mein Freund, ist nicht vielleicht ein bisschen Gold vom Dom übrig, womit ich meine Nase vergolden könnte? Altkolorierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: A. de Vresse,r. Rivoli 55, sowie: Lith Walter Fres- r. Paradis Pre 28. Darstellungsgröße 23,9:20,4 cm, Blattgröße 34,7:25,7 cm. Literatur: Daumier-Register 3734 III (von 3); Delteil 3734 III (von 3), Blatt 195 der Serie ?ACTUALITÉS?, erschienen 03.09.1869 in ?LE CHARIVARI?. Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. Die Kuppel des Invalidendoms wurde mit einem neuen Goldanstrich versehen. Zum gleichen Zeitpunkt ging es den invaliden Teilnehmern der napoleonischen Kriege finanziell schlecht. Hier fragt ein Invalider, der offensichtlich eine Nasenverletzung aus dem Krieg mit Russland (Erfrierung) davontrug, ob man nicht eher ihm die Nase vergolden könnte, statt das Monument für Invalide zu vergolden.‎

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‎BRUNNQUELL, Johann Salomon‎

‎Historia juris Romano-Germanici, a primis reipublicae Romanae atque Germanicae initiis ad nostra usque tempora ex suis fontibus deducta, et in usum Auditorii adornata. Accessit dissertatio praeliminaris de linguarum, philosophiae, antiquitatum, et historiarum studio cum jurisprudentia iungendo, nec non vita celebrimi auctoris.‎

‎Frankfurt u. Leipzig, Möller, 1742. 18 Bl., 468 S., 28 Bl. Pergament d. Zeit (verstaubt u. fleckig, Rückdeckel verzogen). [2 Warenabbildungen]‎

‎Brunquell (1683-1735) wird auf dem Titelblatt dieser posthumen Ausgabe als Britannischer Regierungsrat, Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften u. Mitglied der Juristischen Fakultät vorgestellt. Er war erst kurz vor seinem Tod von Leipzig nach Göttingen berufen worden. Die vorliegende Ausgabe enthält eine umfassende Vita und das Verzeichnis seiner Schriften. Die erste Ausgabe war 1727 erschienen. - Etwas gebräunt u. stockfleckig.‎

Bookseller reference : 379444

‎HEINECCIUS, Johann Gottlieb‎

‎Elementa juris civilis secundum ordinem institutionum, commoda auditoribus methodo adornata. Passim limavit et polivit libellum L. J. F. Hoepfner. Editio legitima quarta.‎

‎Göttingen, Vandenhoek & Ruprecht, 1746. XVI, 450 S., 15 Bl. Index. Mit 2 gefalteten Tabellen. Halbleder d. Zeit (beschabt, Ecken u. Kanten bestoßen). [2 Warenabbildungen]‎

‎Stellenw. leicht stockfleckig, mit zahlreichen Marginalien in Tinte u. Bleistift. Vorsätze mit Notizen, Titel mit altem Namenseintrag.‎

Bookseller reference : 150767

‎Kampmann-Hervest, Heinz‎

‎Spuren. 34 Original-Zinkätzungen, 18 Federzeichnungen. [Mit signierter Original-Grafik / with a signed original graphic art.]‎

‎Wuppertal, Verlag Hans Putty, [1959]. Quer-Klein-8°. 15,5 x 21,5 cm. Unpaginiert. Original-Englischbroschur. [2 Warenabbildungen]‎

‎1. Auflage. Mit 34 eingebundenen Original-Zinkätzungen, verschiedene Abbildungsgrößen: zwischen 6 x 6 cm und 8 x 12 cm, die erste von Heinz Kampmann-Hervest signiert und mit [19]59 datiert. Mit einer Einleitung von Günther Rehbein. Schutzumschlag, Vorderdeckel und die ersten 4 Blätter (darunter die signierte Grafik, jedoch außerhalb der Abbildung) an unterer Ecke leicht knickspurig, ansonsten sehr gutes Exemplar. First edition. German language edition. With 34 original etchings, bound to the spine, one of them signed by Heinz Kampmann-Hervest and dated [19]59, all bound to the spine. Original softcover. Cover and the first 4 sheets (including the signed etching, but outside the illustration) with slight crease marks at the lower corner, otherwise fine copy.‎

Bookseller reference : 9102EB

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‎Bucherer, Max und Ehlotzky, Fritz‎

‎Der Original-Holzschnitt. Eine Einführung in sein Wesen u. seine Technik.‎

‎München, Ernst Reinhardt, 1914. 4°. 27,5 x 21,5 cm. 122 (14) Seiten. Original-Broschur. [2 Warenabbildungen]‎

‎1. Auflage. Mit zahlreichen Schwarz-Weiß-Abbildungen im Text. Einband etwas fleckig, teils leicht gebräunt und mit Randläsuren, kleinen Randeinrissen. Blattecken teils leicht knickspurig, ein Blatt außerhalb der Zählung (im Anhang) mit oberflächlicher Kratzspur. Gutes Exemplar.‎

Bookseller reference : 9112EB

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Antiquariat Lenzen
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‎Kastenholz, Bernd - Wiegand, Volker‎

‎Bernd Kastenholz. Werkverzeichnis der Druckgrafik 1977 - 1994. [Mit Original-Zeichnung.]‎

‎Hamm, artcolor Verlag, 1994. 8°. 20,5 cm. 196 Seiten. Original-Pappband. (Edition Schnake Münster).‎

‎Eins von 1600 Exemplaren. Mit signierter und gewidmeter Original-Zeichnung von Bernd Kastenholz auf Titelblatt, ca. 12 x 15 cm, datiert 98. Mit zahlreichen Abbildungen in Farbe und s/w. Sehr gutes Exemplar. One of 1600 copies. German language edition. With a signed original drawing with a dedication by Bernd Kastenholz on title page, approx. 12 x 15 cm, dated 98. With many illustrations in color and b/w. Original hardcover. Fine copy.‎

Bookseller reference : 1218EB

Antiquariat.de

Antiquariat Lenzen
DE - Düsseldorf
[Books from Antiquariat Lenzen]

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‎Suhr, Chistoffer [Christoph, Christopher]‎

‎Krahn-leute [Kranleute]. Handkolorierte Reprogravüre auf van Gelder-Bütten nach einer Aquatinta-Radierung von Christoffer Suhr.‎

‎[Wien, Totius Mundi, ca. 1970]. Bildmaß ca. 16 x 25 cm; Blatt 37 x 29 cm. (= Kleidertracht in Hamburg, 19).‎

‎Drei Transporteure in Berufstracht ziehen mit aller Kraft und mittels Gurte einen mit großgewichtiger Holztransportkiste beladenem Pritschenwagen mit mannshohen Holzrädern über die Kopfsteinpflaster. - Christoffer [Christoph] Suhr (1771-1842), Hamburger Maler, Graphiker, Porträtkünstler und Verleger, berühmt durch seine Bilderserie "Kleidertracht und Gebräuche in Hamburg" (1800 ff.) und "Der Ausruf in Hamburg" (1806/1807). - Kräftiges Kolorit. Gutes und sauberes Exemplar‎

Bookseller reference : 93615

‎MANTZEL, Ernst Johann Friedrich‎

‎Neue Mecklenburgische Staats-Kanzley zur Kenntnis der Mecklenburgischen Staats-Verfassung und Rechts-Gelehrsamkeit. Teil 1-2 (von 3) in 2 Bänden.‎

‎Rostock, Adler, 1791-92. XLVIII, 312 S.; XII, 354 S., 1 Bl. Mit 2 gefalteten Tabellen. Umschläge d. Zeit (fleckig, Rückenbezug von Bd. 1 defekt). [2 Warenabbildungen]‎

‎Breitrandig. Etwas gebräunt u. stockfleckig, Titel mit alten gestrichenen Namenseinträgen.‎

Bookseller reference : 80719

‎GEISBERG, M‎

‎Die Anfänge des deutschen Kupferstiches und der Meister E.S.‎

‎Leipzig, Klinkhardt u. Biermann, (1909). 4to. 3 Bl., 132 S., 71 Lichtdrucktafeln m. 120 Abbildungen. (Meister der Graphik II). OLwd. m. Rsign. (etwas verblichen u. angestaubt, Bibl.-Stempel).‎

Bookseller reference : 1227049

‎STRUVE, Georg Adam‎

‎Dissertationes: 1. Laurus martia, sive dissertatio de victoria et clade. - 2. De ducibus et comitibus imperii Romano-Germanici.‎

‎Jena, Hertel, 1670. 4to. 2 Bl., 186 S., 13 Bl. Index. Ohne Einband (geheftet).‎

‎Nachdruck zweier Dissertationen Struves: Laurus martia von 1638, mit dem Praeses Johann Michael Dilherr u. seine Exercitatio de ducibus et comitibus imperii Germanici, mit dem Praeses Hermann Conring, von 1643, an der Academia Julia in Helmstedt. - VD 17 1:087210F. - Gebräunt, letzte Lagen eselsohrig.‎

Bookseller reference : 124883

‎Göes, Göes, fette Göes. [Gänse, fette Gänse!]. Kolorierte Aquatintaradierung von Christopher Suhr.‎

‎(Hamburg, 1808). Blattgröße 17,5 x 10,5 cm. Unter Passepartout.‎

‎Der Ausruf in Hamburg, 80. - Ein wandernder Händler trägt über der rechten Schulter drei tote Gänse, über der linken an einem langen Stock einen geflochtenen Korb. In bäuerlicher Tracht: flacher, breitkrempiger dunkler Hut, rotes Halstuch über altrosa Hemd u. dunkelblauer Jacke, braunen Kniebundhosen, blaugrauen Strümpfen u. dunklen Waden-Stiefeln. - Zu dem Hamburger Maler u. Radierer Christopher [Christoph, Christoffer] Suhr (1771-1842) siehe Der Neue Rump, S. 445 f.). - Mäßig gebräunt u. angestaubt, Löchlein im äußeren weißen Rand‎

Bookseller reference : 77390

‎Raare Englische Bleschticken! [Feine Englische Bleistifte!]. Kolorierte Aquatintaradierung von Christopher Suhr.‎

‎(Hamburg, 1808). Blattgröße ca. 19 x 13 cm. Unter handdekor. zweifachem Schrägschnittpassepartout im Mahagoni-Rahmen (37 x 28 cm).‎

‎Der Ausruf in Hamburg, 110. - Das Blatt zeigt den bekannten Hamburger Hausierer Benjamin, einen Kurzwarenhändler. Die hier angepriesenen englischen Bleistifte sind nach K. J. H. Hübbe (siehe seine Erläuterungen zu Chr. Suhrs Hamburger Ausrufen) für Fürther oder Nürnberger Ware. Der in braunem Mantel, Zweispitz und Stiefel gewandete Benjamin bietet neben Bleistiften u.a. spezielle Scherenzangen an. - Zu dem Hamburger Maler u. Radierer Christopher [Christoph, Christoffer] Suhr (1771-1842) siehe Der Neue Rump, S. 445 f.). - Rahmen mit leichten Gebrauchsspuren; das Blatt gering gebräunt (Stellen mit rückseitigen Montagepapierchen etwas heller)‎

Bookseller reference : 78941

‎[Schmier, Johannes Franz]‎

‎[Jurisprudentia publica universalis ex jure tum naturali tum divino positivo nec non jure gentium nova et scientifica methodo derivata, et juris publici facta]‎

‎[Salzburg, Mayr 1722]. (28), 436 Seiten, 38 Seiten Index. Mit einigen Vignetten und Kopfstücken in Holzschnitt. 2° (33,5 x 22,5 cm). Schöner Pergamentband der Zeit mit durchgezogenen Bünden, spanischen Deckelkanten, handschriftlichem Rückentitel und rot gefärbten Schnitten.‎

‎Der Benediktiner Schmier (1679-1728), Prior von Feldkirch, päpstlicher Protonotarius und Professor für Natur- und Völkerrecht in Salzburg, "gehörte als Jurist zu den kath. Naturrechtlern, die dieses Gebiet als selbständiges Fach betrieben. Er setzte sich mit Grotius und Pufendorf auseinander, vertrat jedoch selbst eine aristotelisch-thomistische Linie in der Nachfolge von Francisco Suárez (1548?1617). Ihm ist Gott Urheber des Naturrechts und der Rechtsentwicklung der Menschheit. S. gehört zu den letzten Vertretern eines ius divinum, das er mit dem Naturrecht verbindet [...] S. gilt als kanonistischer Klassiker des 18. Jh. und darüber hinaus als kath. Universaljurist." (NDB XXIII, 229f.). - Vorliegendes Werk enthält das allgemeine Staatsrecht, dem Schmier 1716 ein ausführliches kanonisches Recht vorausgeschickt hatte. - Durchaus bereits aufklärerisch zu nennendes juristisches Werk, das beispielsweise den Monarchen als "persona privata" und "persona publica" quasi-vertraglich an seine Untertanen gebunden sieht ("Schmier spricht hier kennzeichnend von der -nur nach heutiger Auffassung- scheinbar paradoxen "lex contractus"; Heinz Mohnhaupt: Von den "Leges fundamentales" zur modernen Verfassung in Europa, mit Verweis auf das für Schmier ergiebige Werk von Chr. Link: Herrschaftsordnung und bürgerliche Freiheit, 1979). - Pergamentbezug des Hinterdeckels etwas wellig, Rücken mit (leicht entfernbaren) Leimresten; offenbar von alter Papierkaschierung. - Einband etwas gebräunt und fleckig, insgesamt wohlerhalten. - Titelblatt fehlend. Vorderes Innengelenk und Bundstege der ersten Blätter mit Wurmspuren. Nur leicht gebräunt und mit ganz vereinzelten Braunflecken; erfreulich sauber. - Bis auf das fehlende Titelblatt gutes Exemplar.‎

Bookseller reference : 1045261

‎Zinzendorf, Nikolaus Ludwig Graf von und Friedrich von Wattewille (Hrsg. von [III])‎

‎[I] Nikolaus Ludwig Grafen und Herrn von Zinzendorf und Pottendorf Reden über die Auslegung des zweyten Artikels, gehalten zu Berlin im Jahre 1738. - Angebunden: [II] Einige der letzten Reden des seligen Nicolaus Ludwig von Zinzendorf. - Angebunden: [III] Einige Reden des Ordinarii Fratrum, die er vornemlich Anno 1756. zur Zeit seiner Retraite in Bethel, an die gesamte Bertholdsdorfische Kirchfahrt gehalten hat. 3 Werke in 1 Band. - [I] 2. Auflage. - [III] 3. Auflage,‎

‎[I] Barby, Christian Friedrich Laux. - [II] Barby, Brüdergemeinde. - [III] Barby, [Brüdergemeinde]. [I] 1781. - [II] 1784. - [III] 1776. [I] 224 Seiten. - [II] 152 Seiten. - [III] 176 Seiten. - Mit einigen Titel-, Text- und Schlußvignetten in Holzschnitt, 8° (18 x 11,5 cm). Pappband der Zeit mit nachtblauem Papierbezug, dunkelbraunem, goldgeprägtem Rückenschild und gelb gefärbtem Schnitt.‎

‎Sammelband mit drei Predigtwerken, darunter die sog. Berliner und Berthelsdorfer Reden. - [I] Meyer, Bibliogr. Handbuch Zinzendorf-Forschung A 130 r 2. - Im Dezember 1737 war Zinzendorf nach Berlin gereist, weil "mir die Seelen am Herzen lagen, die mein seliger Pathe Spener und Schade und Lysius hier häufig erwekt [...] so war meine Hauptabsicht, solches durch die Predigt des Evangelii auch hier zu thun". Er legte in seinen Predigten "an die Mannspersonen den zweyten Artikel des Glaubensbekenntnisses, nach Lutheri Auslegung im kleinen Catechismo" zugrunde. "Wie ihm sonst dabey zumuthe gewesen, davon hat er sich selbst folgendermassen geäußert: 'Meine Präparation ist die Stunde vorher eine solche Beklemmung und Armuth, daß ich vielmals, ehe ich hinauf gehe, nicht weiß wo ich bin. Sobald ich anfange zu reden, so fühle ich die Kohle vom Altar. Ich fühle meine Zuhörer nach ihren unterschiedlichen Arten. Thränen sind nichts rares bey ihnen, auch bey den Soldaten'" (Spangenberg, Leben Zinzendorfs 1081ff.) - Bis in den April 1738 predigte Zinzendorf in Berlin; die erste Ausgabe der sog. Berliner Predigten erschien im selben Jahr. Vorliegend die 2. Auflage der von Zinzendorf 1758 selbst revidierten Fassung. "Eine seiner genialsten Schriften [...] seiner stürmischen Periode, in welcher er seine eigentliche Position entfaltet" (Erich Beyreuther, Vorrede zu Zinzendorfs Hauptschriften I, 1962, S. XVfff.) - [II] Meyer, Bibliogr. Handbuch Zinzendorf-Forschung A 217. - Erste Ausgabe der erst 24 Jahre nach Zinzendorfs Tod edierten Sammlung mit 27 Reden; jede Rede mit einer schönen figürlichen Holzschnittvignette geziert. - [III] Meyer, Bibliogr. Handbuch Zinzendorf-Forschung A 213.3. - Von Zinzendorfs engem Vertrauten und "Geschäftsführer" Friedrich von Wattewille (auch Wattenwyl, 1700-1777) erstmals 1758 herausgegebene Sammlung von Reden und Predigten, die Zinzendorf 1756 in Bethel (Berthelsdorf) gehalten hatte. - "Vom Anfange dieses Jahres bis zu Ende August wohnte der Graf in Bertholdsdorf [...] Die Anzahl der erwekten Leute, die an diesem Orte wohnhaft und miteinander verbunden waren, nahm immermehr zu, und er erlaubte ihnen wöchentlich einmal in seine Hausversamlungen zu kommen. Er machte aber auch allen Einwohnern des Orts Gelegenheit, Sonntags in seinem Hause ihn zu hören; und hielt ihnen sehr herzliche und gesegnete Reden. Diese Versamlung wurde so fleißig besucht, daß der Saal die Zuhörer nicht fassen konte" (Spangenberg, Leben Zinzendorfs 2043). - Zu Wattenwille vgl. BBKL XXIX, 1542. - ADB XLI, 248f. ("Während der Verbannung Zinzendorf?s aus Sachsen, 1737-47, überließ dieser seinem Vertrauten zum größten Theile die Verwaltung seiner Güter und die Leitung von Herrnhut [...] Er war seit 1723 mit einem Fräulein v. Zetzschwitz verheirathet, aber kinderlos geblieben, jetzt adoptirte er 1744 den Candidaten Michael Langguth, der nun den Namen 'Johannes v. Wattenwyl' annahm, und, auf diese Weise ebenbürtig geworden, sich mit einer Tochter Zinzendorf?s, der Gräfin Benigna, verehelichte. Derselbe ging, 1747 zum Bischof geweiht, bald darauf nach Amerika und nach Grönland und galt als der eigentliche Fortsetzer von Zinzendorf?s Werken, namentlich in Hinsicht auf die Mission unter den Heiden. Fr. v. W. blieb bis zum letzten Athemzuge im innigsten Umgang mit dem Stifter von Herrnhut und saß im Mai 1760 an dessen Sterbebette. Er selbst starb erst im April 1777. Der Biograph Zinzendorf?s charakterisirt v. W. mit den Worten: 'Er hatte lieb und wurde geliebt'"). - Einband etwas berieben, Kapitale und Kanten etwas beschabt. Ecken bestoßen, vordere untere Ecke des Hinterdeckels mit kleiner Fehlstelle im Bezugspapier. - Auf dem vorderen Vorsatz Besitzeintrag des frühen 19. Jahrhunderts in alter Tinte. - Gering stockfleckig, Schnitt und Kopfsteg des Mittelteils mit leichtem, kaum bräunendem Wasserrand. - Gutes Exemplar in einem schlichten, aber ansprechenden Einband der Zeit.‎

Bookseller reference : 1046537

‎[Zinzendorf, Nikolaus Ludwig Graf von] (Verf.) und Gottfried Clemens (Hrsg.)‎

‎Des Ordinarii Fratrum auf dem Synodo der Brüder zu Zeyst vom 11 Maj bis 21 Jun. 1746. geäusserte Haupt-Ideen und bey jedes Tages verlesenen Schrift-Texte gethane Erinnerungen, Von Ihm selbst revidirt und ausgefertiget. Herausgegeben von Gottfried Clemens, des Seminarii Theol. Decano und Schloß-Prediger zu Barby.‎

‎London und Barby, Seminarium Theologicum 1759. Titel in schwarz/rotem Druck, (10), 318, (24) Seiten. Mit einigen Kopfstücken, Vignetten und Initialen in Holzschnitt. 8° (18 x 11 cm). Brauner Lederband der Zeit auf fünf Bünden mit kleinen goldgeprägten Rosetten und Fileten auf dem Rücken, blindgeprägtem Filetenrahmen auf den Decken und rot gefärbtem Schnitt.‎

‎Zweite, erheblich entschärfte und veränderte Ausgabe der wichtigen Zeister Reden Zinzendorfs in einem guten Exemplar; selten und aus interessanter Herrnhuter Provenienz. - Zum Besuch des Grafen in Holland vgl. Spangenberg, Leben Zinzendorfs 1642f. - "Mit dem niederländischen Oranierhof kann Z. 1736 die Gründung von Heerendyk ('s Heerendijk, Baronie Ysselstein [Ijsselstein]) aushandeln, die zugleich Ausgangspunkt für die Seemission werden wird, doch sieht sich die Kolonie ab 1738 Anfeindungen der Reformierten (Hervormde Kerk) ausgesetzt, die den Herrnhutern ihre Kirchenräume und -einrichtungen verschließen; erst 1745 faßt die von den Mennoniten unterstützte Brüdergemeine in Zeist (Gemeindegründung 1746) richtig Fuß" (BBKL). - Die Reden vor den niederländischen Erweckten sind u.a. deswegen von Bedeutung, weil Zinzendorf in ihnen mehrfach ureigenste Herrnhuter-Themen wie Sekten, Separatismus, Absonderung von der Landeskirche, Blut- und Wundenkultus, Ehefragen etc. behandelt. Es gibt nur wenige Sammlungen von Reden und Predigten, in denen Zinzendorf sich derart explizit erklärt; die Deutlichkeit der Darlegungen in dem besonderen Kontext (Stärkung der rechten Gläubigkeit und des brüderlichen Zusammenhalts in der Diaspora) und die bildreich-drastische Sprache ist kennzeichnend für die sog. "Sichtungszeit". In der zweiten Ausgabe entschärfte und veränderte Zinzendorf diese Merkmale jedoch ganz erheblich; ein Vergleich der beiden Auflagen ist außerordentlich signifikant für die theologische Entwicklung im letzten Lebensjahrzehnt des Grafen. - "Was von den Theologis dabey ausgestellet worden, das hat er, wenn es nur auf die formulas cautius loquendi ankam, theils in meiner apologetischen Schlußschrift beantwortet, theils in der neuen Edition, entweder geändert oder weggelassen [...] Der darinnen gemachten Aenderungen sind auf allen Seiten viele, und ausser denen sind noch zehen Blätter voll Verbesserungen hinzugefügt. Viele Reden sind ganz weggelassen, und hier und da findet man nützliche Anmerkungen" (Spangenberg 1673f.). - Es fehlen die gewagteren, flammenderen Predigten wie etwa die erste ("Von dem Trost der Kinder GOttes, die um des Heilands und seiner sache willen, von ihrer väterlichen religion verlassen werden"), die starken Separatismusverdacht erregt hatte. - Zinzendorf selbst distanzierte sich in der angefügten 'Nota' keineswegs von seinen Reden, gibt aber interessante Hinweise auf seine damalige innere Verfassung: "Indem ich die zum Zeyster-Synodo A. 1746. gehörige Discurse wieder durchlese, so finde ich sie, in der that, unter allen meinen Schriften apart ausgezeichnet [...] Gleichwohl, seitdem ich aus dem damaligen schweren traume erwacht bin, und ihn, über noch schwerern umständen aber in alio genere, meist vergessen habe: so ists mir zwar nicht allemal möglich gewesen, den sinn ex post ganz zu machen; ich habs aber auch nicht höchst nöthig gefunden". - Aus guter Provenienz: Auf dem Vorsatz zeitgenössischer Vermerk "Für die Fremdenstube des ledigen Brüderhauses in Ebersdorf" (Zinzendorf hatte die Tochter des Grafen Heinrich XXIX. Reuß zu Ebersdorf bei Saalburg, Erdmuthe Dorothea, geheiratet; es bildete sich in Ebersdorf eine große Brüdergemeinde, die rege Beziehungen zu Herrnhut unterhielt). - Einband berieben, Ecken bestoßen, untere Einbandkanten etwas beschabt. Oberes Kapital mit kleiner Fehlstelle. Schnitt angestaubt und leicht fleckig. - Durchgehend etwas finger- und deutlich stockfleckig, zahlreiche nach dem Druckfehlerverzeichnis verbesserte Textstellen in feiner Tinte von alter Hand. - Gutes Exemplar. - Meyer, Bibliogr. Handbuch Zinzendorf-Forschung A 175.2. - VD18 10570977. - BBKL XIV, 509ff. - Realencyklopädie³ XXI, 679ff. - Zu dem Herausgeber, dem Zinzendorf-Vertrauten und Spangenberg-Freund Clemens (1706-1776), Herrnhuter Liederdichter und Gründer des Brüderseminars in Barby, vgl. ADB IV, 318. - BBKL I, 1067. - Meusel II, 140ff.‎

Bookseller reference : 1047214

‎Zinzendorf, Nikolaus Ludwig Graf von (Autor) und Gottfried Clemens (Hrsg.)‎

‎Auszüge aus des Seligen Ordinarii der Evangelischen Brüder-Kirche sowol ungedrukten als gedrukten Reden über biblische Texte, nach Ordnung der Bücher heiliger Schrift gefertigt und herausgegeben von Gottfried Clemens. Erster Band über das erste Buch Mose [bis dritter Band über das vierte und fünfte Buch Mose, nebst einem Register über alle drey Bände]. 3 Bände [= vollständig],‎

‎Barby, Seminario Theologico 1763-1765. Titel, (44), 575, (3); Titel, (32), 579-1160; Titel, (34), 1163-1506 Seiten, (70) Seiten Register. Titel in schwarz/rotem Druck. Mit einigen Kopfstücken und Vignetten in Holzschnitt, 8° (17,5 x 11 cm / 18 x 11,5 cm). Etwas abweichend gebundene, braune Lederbände der Zeit: [I] Gesprenkelter Lederband mit goldgeprägtem Rückenschild, blindgeprägten dezenten Fileten auf Decken und Rücken sowie rot geprenkeltem Schnitt. - [II] Geflammter Lederband mit goldgeprägten floralen Stempeln, Fileten und Titel auf dem Rücken sowie rot gefärbtem Schnitt. - [III] Rotbraun marmorierter Lederband mit reicher floraler Vergoldung und zwei goldgeprägten Titelschildern auf dem Rücken, vergoldeten Filetenrahmen auf den Decken, Stehkantenvergoldung, marmorierten Vorsatzpapieren und rot gefärbtem Schnitt.‎

‎Vollständige Folge der Predigten über die fünf Bücher Mose, die Zinzendorf ab 1755 gehalten hatte, posthum ediert. - Holzmann/Bohatta IV, 53. - BHZ A 70. - Zu dem Zinzendorf-Vertrauten und Spangenberg-Freund Clemens (1706-1776), Herrnhuter Liederdichter und Gründer des Brüderseminars in Barby, vgl. ADB IV, 318. - BBKL I, 1067. - Meusel II, 140ff. - "In den ersten 100 Jahren nach Zinzendorfs Tod konnte man kaum etwas von den seiner Zeit vorausgeeilten Ideen des Grafen lesen. Es erschienen zwar noch die von Gottfried Clemens edierten 'Auszüge aus ... Zinzendorf ... Reden' zu den fünf Bücher Mose (1763-65) und den Evangelien (1766-73), denn es tat Clemens 'wehe, daß so viele vortrefliche, erfahrungsvolle und zur Erbauung dienliche Gedanken und Einsichten des seligen Ordinarii unbenutzt bleiben sollten'. Aber dieses Unternehmen bricht mit den von Düvernoy betreuten Bänden zu Lukas und Johannes ab" (H.-C. Hahn, Das Bild Zinzendorfs nach seinem Tode. In: Neue Aspekte der Zinzendorf-Forschung, 260). - "Der Bruder Gottfried Clemens admirirte zwar den lautern und demüthigen Sinn des Grafen, der lieber alle seine unrevidirten Schriften selbst caßiren, und sich davon lossagen, als sie zu einer Gelegenheit zu mehrerem Streite in der Kirche machen wollen; er bedauerte aber zugleich, daß so viele in desselben übrigen Schriften [...] enthaltene unvergleichliche Gedanken verloren gehen solten. Dieses brachte ihn zu dem Entschluß, Auszüge aus des Grafen gedrukten und ungedrukten Reden nach der Ordnung der biblischen Bücher zu machen [...] Er machte also den Anfang mit den fünf Büchern Mose; und lieferte in drey Bänden die Auszüge der Reden über Texte aus denselben: sodann über die Texte aus dem Evangelio Matthäi wiederum drey Bände [...] Die Arbeit des Bruder Clemens verdienet demnach, meines Erachtens, alles Lob" (Spangenberg, Leben Zinzendorfs, S. 1995f.). - Die drei etwas abweichenden, im Gesamtcharakter aber halbwegs einheitlichen Einbände etwas berieben und leicht bestoßen, Kapitale von [II] und [III] etwas lädiert. - Innendeckel von [I] mit Resten montierter Papierschilder. Vorsätze gering fleckig und etwas leimschattig. Etwas gebräunt, einige Blätter leicht braun- und fingerfleckig. - [II] Vorsätze leimschattig, sonst sehr sauber und wohlerhalten. - [III] Etwas gebräunt und leicht stockfleckig, sonst sauber und gut erhalten. - Vordere Vorsätze mit alten Besitzeinträgen in Tinte. - Insgesamt gutes Exemplar; selten vollständig und so gut wie nie einheitlich gebunden.‎

Bookseller reference : 1046451

‎[Zinzendorf, Nikolaus Ludwig Graf von]‎

‎Die an den Synodum der Brüder, in Zeyst vom 11. May bis den 21. Junii 1746. gehaltene Reden, Nebst noch einigen andern zu gleicher Zeit in Holland geschehenen Vorträgen.‎

‎Ohne Ort [Büdingen?], Brüder-Gemeinen ohne Jahr [1747]. Titel, (14), 454, (2) Seiten. 8° (17,5 x 10,5 cm). Gesprenkelter brauner Lederband der Zeit mit dekorativer, kassettenförmiger Rokoko-Vergoldung und zwei farbigen, goldgeprägten Titelschildern auf dem Rücken, Stehkantenvergoldung, Vorsätzen aus Kamm-Marmorpapier und blau gefärbtem Schnitt.‎

‎Erste, noch nicht entschärfte Ausgabe der wichtigen Zeister Reden Zinzendorfs in einem schönen zeitgenössischen Einband, sehr selten. - Zum Besuch des Grafen in Holland vgl. Spangenberg, Leben Zinzendorfs 1642f. - Die Reden vor den niederländischen Erweckten sind u.a. deswegen von Bedeutung, weil Zinzendorf in ihnen mehrfach ureigenste Herrnhuter-Themen wie Sekten, Separatismus, Absonderung von der Landeskirche, Blut- und Wundenkultus, Ehefragen etc. behandelt. Es gibt nur wenige Sammlungen von Reden und Predigten, in denen Zinzendorf sich derart explizit erklärt; die Deutlichkeit der Darlegungen ist dem besonderen Kontext (Stärkung der rechten Gläubigkeit und des brüderlichen Zusammenhalts in der Diaspora) und der ohnehin bildreich-drastischen Sprache der 'Sichtungszeit' geschuldet. - "Mit dem niederländischen Oranierhof kann Z. 1736 die Gründung von Heerendyk ('s Heerendijk, Baronie Ysselstein [Ijsselstein]) aushandeln, die zugleich Ausgangspunkt für die Seemission werden wird, doch sieht sich die Kolonie ab 1738 Anfeindungen der Reformierten (Hervormde Kerk) ausgesetzt, die den Herrnhutern ihre Kirchenräume und -einrichtungen verschließen; erst 1745 faßt die von den Mennoniten unterstützte Brüdergemeine in Zeist (Gemeindegründung 1746) richtig Fuß" (BBKL). - Aus der ersten Rede ('Von dem Trost der Kinder GOttes, die um des Heilands und seiner sache willen, von ihrer väterlichen religion verlassen werden'): "Es kostet dem menschen etwas, seine geistlichen und leiblichen väter zu verleugnen, und zwischen ihnen heraus zu brechen, ums Heilands und seiner sache willen [...] Die anhänglichkeit oder furcht vor seinen eltern und vorfahren, von denen man entweder geboren und erzogen worden, oder die einem die principia der religion beygebracht haben, ... die gehet so weit, daß sie die idéen von sich selbst, noch übersteiget: so, daß es einem menschen eine grosse überwindung kostet, sich in ansehung des Heilandes, von seinen leiblichen eltern und vorfahren ... selbst im nothfall, loß zu machen [...] An statt eurer vorfahren, eures geschlechts, anstatt eurer vorgesetzten, lehrer und führer, anstatt der religion, darinnen ihr erzogen und geboren seyd, die euch aber nun nicht haben mag, sondern euch ausstößt ... wird der Heiland euch selber saamen und nachkommen geben, die werden wieder oeconomien anfangen, familien, vaterschaften...". - Die zweite Ausgabe von 1759 wurde von Zinzendorf um diese und andere Predigten gekürzt und deutlich entschärft; von der Sammlung selbst hat er sich aber nie distanziert: "Indem ich die zum Zeyster-Synodo A. 1746. gehörige Discurse wieder durchlese, so finde ich sie, in der that, unter allen meinen Schriften apart ausgezeichnet" (Nota zur zweiten Auflage). - Gering berieben, Rücken mit oberflächlichen kleinen Längsrissen im Bezug. Vergoldung etwas abgerieben. - Besitzeinträge auf dem Vorsatz, hinterer fliegender Vorsatz mit einer Liste von Bibelstellen eng von alter Hand beschrieben. - Einige saubere, ältere Unterstreichungen in blasser roter und schwarzer Tinte. - Einige Tintenflecke, ungefähr 15 Blätter mit bräunendem Wasserrand an der vorderen Blattecke unten. - Gering gebräunt. - Gutes und insgesamt sauberes Exemplar. - Meyer, Bibliogr. Handbuch Zinzendorf-Forschung A 175. - BBKL XIV, 509ff. - Realencyklopädie³ XXI, 679ff.‎

Bookseller reference : 1046539

‎Frohberger, Christian Gottlieb‎

‎Briefe über Herrnhut und die evangelische Brüdergemeine; nebst einem Anhange.‎

‎Budissin [Bautzen], Verlag des Verfassers (Druck von Georg Gotthold Monse / in Kommission bei J.D. Schöps, Zittau) ohne Jahr [1797]. Titel, (22), 430, (2 weiße), 136 Seiten, 8° (17,5 x 11 cm). Pappband der Zeit mit grauem geädertem Kleisterpapierbezug, goldgeprägtem Rückenschild und rot gefärbtem Schnitt.‎

‎Erste Ausgabe der wichtigen Quelle für die Wirkungsgeschichte und Wahrnehmung der Brüdergemeinschaft in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Mit ausführlichem Subscribentenverzeichnis. - Der Kirchenlieddichter Frohberger (1742-1827) wirkte als Pfarrer in der Nähe von Herrnhut. - Der Band enthält neben einer durchweg positiven Schilderung des "Merkwürdigsten aus dem Leben und Charakter des Grafen", der "örtlichen Beschreibung Herrnhuts" und der "Verfassung in der Brüdergemeine" (detailliert) im Anhang "Nachrichten von den Kolonien und Missionen der Brüder in sechs Briefen" (u.a. aus Nordamerika, Jamaica, Antigua, Barbados, Grönland, Astrachan und Labrador). - Für die Rezeptionsgeschichte der siebente Brief des Anhangs, der "Neuere Urtheile über die Brüdergemeine" enthält, besonders interessant. Unter anderem werden Leß, Büsching, Le Bret, von Moser und Schmidt zitiert. - Mit (allerdings stark affirmativen) Ausführungen zu vielen Details aus dem Brüderleben: Lehrvortrag, Taufgebräuche, Trauungszeremonien, Liebesmahle, Fußwaschungen, Synoden, Chöre, Direktion der Unität, Gebrauch des Looses, Erziehung und Schulanstalten und Heidenmission. - Bezugspapier v.a. am Rücken und Vorderdeckel oberflächlich abgerieben, Kanten und Ecken gering bestoßen. - Vorsätze und Titel etwas stockfleckig, leicht gebräunt, ansonsten nahezu fleckenfrei und sehr sauber. - Meyer, Bibliogr. Handbuch Zinzendorf-Forschung C 223. - Hamberger/Meusel IX, 384. - BBKL II, 140.‎

Bookseller reference : 1046496

‎Zinzendorf, Nikolaus Ludwig Graf von (Verf.) und Polycarp Müller (Vorrede)‎

‎Theologische und dahin einschlagende Bedencken Welche Ludwig Graf von Zinzendorff, Zeitheriger Bischoff Der Böhmisch- und Mährisch-Evangelischen Brüder, Seit 20. Jahren entworffen. Mit des Autoris Zuschrifft An alle Hohe Obrigkeiten Und einer Vorrede Polycarpi Müllers, Ehemahligen Professoris zu Leipzig und Directoris des Gymnasii zu Zittau / nunmehrigen Episcopi Fratrum.‎

‎Büdingen, Johann Christoph Stöhr 1742. Titel, (76) Seiten Zuschrift und Vorrede, 206 Seiten, (17) Seiten Register, (1) weiße Seite. Mit einigen Kopfstücken, Vignetten und Ziersleisten in Holzschnitt. 4° (21,5 x 17,5 cm). Pappband der Zeit mit Kiebitzpapierbezügen und rot gesprenkeltem Schnitt.‎

‎Erste Gesamtausgabe der seit 1721 vom Gründer der Herrnhuter Brüdergemeinde verfaßten apologetischen Kleinschriften und Memoranden aus guter Herrnhuter Provenienz. - In vier Abteilungen gegliederte, endgültige Zusammenstellung; die einzelnen Teile waren von 1734-41 erschienen. - Die Zuschrifft an alle "Obrigkeiten der evangelischen Kirche, die man seit drey hundert Jahren die Brüder nennt", verfaßte Zinzendorf auf seiner Reise nach Nordamerika (datiert 'Deal, 1. Oct. 1741'). - "Seine Absicht dabey war, ob er vielleicht bey den Obrigkeiten, unter denen die Brüder wohnen, es dahin bringen könte, daß sie geruhen möchten, der Brüder Sache, die so übel beschrien wurde, gründlich zu untersuchen. Er erbietet sich, einer jeden Landesobrigkeit über den Puncten, wovon in den Controversen hauptsächlich die Frage war, und die er der Reihe nach anzeigt, in seiner Abwesenheit schriftlich, und bey seiner Rückkunft aus America mündlich, Rede und Antwort nach der Wahrheit zu geben; und bittet nur, daß keine Obrigkeit gegen die Brüder einen Ausspruch thun möge, ohne sie vorher auch gehört zu haben" (Spangenberg, Leben Zinzendorfs 1363). - "Es sind sonderlich drey Ursachen, warum diese Theologische Bedencken wiederum gedruckt worden. Erstlich sind sie noch nie als ein einiges Buch ordentlich zusammengefasset, und mit einem Register versehen, heraus gekommen, wie man sie hier darstellet; sondern sie waren nur als besondere abgetheilte Stücke mit besondern Vorreden in der Welt [...] Zum andern hatten sie theils durch das Versehen derer, die sie zum Druck abgeschrieben [...] theils durch die Druck-Fehler, an vielen Orten eine solche Dunckelheit bekommen; daß man sie kaum vor das erkennen kunte, was sie waren. Zum dritten schiene es nöthig [...] ein solches Buch desselben der Christlichen und vernünfftigen Welt gantz und deutlich darzulegen, aus welchem sie ihn wahrhaftt, und gleichsam nach dem Leben, kennen kan" (Vorrede Polycarp Müllers). - Berieben und bestoßen, Kapitale und Außengelenke etwas beschabt. Rücken mit Spuren eines entfernten Papierschildchens. - Innendeckel, Titel und letztes Blatt leicht stockfleckig, ansonsten sehr sauber und mit nur gelegentlichen leichten Anflügen von Flecken. Einige Lagen etwas gebräunt. - Gutes Exemplar. - Auf dem Innendeckel Widmung in Tinte, datert 'Hhut 5. Oct. 1845': "Dem lieben Pastor Pfeifer zu Radmeritz von sn. Freund u. Vetter Ludwig von Schweinitz zu Herrnhut" [Radmeritz, heute Radomierzyce, südöstlich von Görlitz in der Niederlausitz]. Die Familie von Schweinitz war familiär mit Zinzendorf verbunden und hatte über Generationen eine führende Rolle innerhalb der Brüder-Unität inne; Ludwig von Schweinitz war von 1841-59 Leiter des Unitäts-Archivs. - Meyer, Bibliogr. Handbuch Zinzendorf-Forschung A 120.3. - OCLC 83301988. - BBKL XIV, 509ff. - Realencyklopädie³ XXI, 679ff.‎

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