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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎PRESTATION DE SERMENT D'UN NOUVEAU MEMBRE DE LA SOCIÉTÉ PHILANTROPIQUE DU DIX DÉCEMBRE. - Je jure d'assommer tous les Parisiens qui ne crieront pas avec moi: vive l'empereur!‎

‎o.J. EIDESLEISTUNG EINES NEUEN MITGLIEDS DER PHILANTHROPISCHEN GESELLSCHAFT VOM 10. DEZEMBER.- Ich schwöre, alle Pariser niederzuschlagen, die nicht in meinen Ruf einstimmen: Es lebe der Kaiser! Zeitgenössisch aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Aubert & Cie Pl. de la Bourse,29.Paris., sowie: Imp. de Me.Ve.Aubert 5. r.de l'Abbaye,Paris. Darstellungsgröße 25:20,7 cm, Blattgröße 34,5:26,2 cm. Literatur: Daumier-Register 2029 II (von 2); Delteil 2029, I1 (von 2), Blatt 1 der Serie ?Actualités? Erschienen am 28.09.1850 in ?Le Charivari?.. ? Sur blanc.‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen) Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen.‎

Bookseller reference : HD-164

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎A LA PORTE DE L'ÉLYSÉE. - Messieurs, le Prince m'a chargé de vous dire qu'il n'y était pas! - Comment! est-ce qu'il ne voudrait plus suivre nos conseils! - Non, il prétend que vous l'avez assez fourré dedans comme ça..... - Malheureuse France! malheureux Prince!‎

‎o.J. AM EINGANG ZUM ELYSÉE. - Meine Herren, der Prinz hat mich beauftragt, Ihnen mitzuteilen, dass er nicht zu sprechen ist.- Soll das heissen, dass er unserem Rat nicht länger folgt?- Nein, er meint, Sie haben ihn lange genug reingeritten. Armes Frankreich! Armer Prinz. Zeitgenössisch aquarellierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit der Adresse: Chez Aubert Pl. de la Bourse,29. Paris., sowie: Lith. de Me.Ve.Aubert r. de l'Abbaye 5.Paris. Darstellungsgröße 23,5:20,2 cm, Blattgröße 35,8:27,2 cm. Literatur: Daumier-Register 2041 II (von 2); Delteil 2041, I1 (von 2), Blatt 29 der Serie ?Actualités? Erschienen am 22.11.1850 in ?Le Charivari?. ? Sur blanc.‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen) Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. In dieser Darstellung sind Thiers und Molé zu sehen. Wie es scheint, hat Ramus ein Exemplar "avant la lettre" gesehen, welches aber bei Delteil nicht verzeichnet war. Wir bezeichnen diesen Zustand als 1. Zustand und den "avec la lettre" als 2. Zustand. - THIERS, Marie Joseph Louis Adolphe (1797 - 1877) war Historiker, Staatsmann, und Präsident Frankreichs. Er kam 1820 als Anwalt nach Paris und gründete 1830 die Zeitschrift "Le National". Er wurde Staatsrat und Staatssekretär für Finanzen, Innenminister 1832, Mitglied der Académie Française. Erneut Innenminister 1835 und beteiligt an den Reparations-Verhandlungen mit Amerika. Aussenminister und Ministerratspräsident 1840. 1848 unterstützte er die Kandidatur von Louis-Napoléon und war gegen das allgemeine Wahlrecht von 1850. Unter ihm Einführung der neuen Pressegesetze vom Juli 1850. Nach seiner Ausweisung aus Frankreich 1851, Rückkehr 1852 und Abgeordneter des Distrikts Seine bis 1863. Wiederwahl in die provisorische Regierung und Kampf gegen die Pariser Kommune 1871. Staatspräsident 1871 und Ende der politischen Karriere 1872. - MOLE, Louis Mathieu, Conte (1781-1855) war Staatsrat und Politiker. Im Jahr 1813 war er Justizminister und unterstützte Ludwig XVIII. Von 1817 bis 1818 Marineminister und 1830 Ernennung zum Aussenminister. Von 1836 bis 1839 amtierte er als Präsident des Rates und wurde in 1840 zum Mitglied der Académie Française ernannt. Als antirepublikanischer Abgeordneter hatte er sich klar gegen die Pressefreiheit und das allgemeine Wahlrecht ausgesprochen. Er war einer von Victor Hugo?s ?Burgraves? und zog sich 1852 aus der Politik zurück. - BURGRAVES. Der Name ?Burgraves? wurde durch das Theaterstück von Victor Hugo zu einem Synonym für Konservativismus, Unbeweglichkeit und ?Démodé?, obwohl sein Theaterstück kein Erfolg war. Auch acht Jahre nach Erscheinen des Stücks war der Name noch ein Begriff, als man in der Zeit relativer Pressefreiheit zwischen 1848 und 1852 unter ?Burgraves? die unverbesserlichen Nicht-Republikaner wie Thiers, Berryer, Molé und Montalembert verstand. Einen Monat nach der Uraufführung der ?Burgraves? von Hugo wurde ein ?Gegenstück? von F.Ponsard unter dem Titel ?Lucrèce? in den Theatern der Stadt gespielt (DR 1010). Charivari reagierte prompt und verglich beide Stücke miteinander, indem DR 1010 von Daumier in der Zeitschrift‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎- Vois-tu cet imbécile qui ne s'apperçoit pas que son tonneau fuit..... - T'es bête! c'est fait exprès, c'est du chlorure qu'on répand dans les rues pour les désinfecter..... c'est le système Labaraque, appliqué à la ville de Paris‎

‎o.J. - Die Fremden in Paris.- Sieh Dir diesen Dummkopf an, er merkt nicht, dass sein Fass rinnt...- Du bist vielleicht dumm... Das ist Chlor, welches man auf die Strassen von Paris spritzt, um sie zu desinfizieren. Es nennt sich das "System Labaraque". Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie.Pl. de la Bourse 29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 23:18 cm, Blattgröße 33,8:26,6 cm. Literatur: Daumier-Register 1290 II (von II); Delteil 1290 II (von 2), Blatt 19 der Folge ?Les Etrangers à Paris.?, erschienen 28.08.1844 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc! - Insgesamt fleckig.‎

‎LES ÉTRANGERS À PARIS (Ausländer in Paris) ist eine Serie bestehend aus 20 nummerierten Lithographien, die zwischen Juni und September 1844 im Charivari erschienen sind.Separat dazu erschien ungefähr zu gleichen Zeit sur blanc ein Album mit Jagddrucken als Album in.4° demi chagr, welches heute als ausgesprochen selten bewertet werden kann. Diese Serie beschreibt den plötzlichen Anstieg des Tourismus, von Besuchern aus dem Ausland sowie aus den französischen Provinzen, die alle zu der "Exposition de 1844" nach Paris strömten. Sie zeigt, wie die Pariser Händler oftmals die Unerfahrenheit und Hilflosigkeit dieser Reisenden in die Hauptstadt ausnützten. Das hier gezeigte Blatt aus dem Metropolitan Museum of Art in New York ist "sur blanc" und trägt den mit Tinte versehen handschriftlichen Text unterhalb der Zeichnung, sowie den Namen der Serie "Les Etrangers à Paris" und die Blattnummer oberhalb der Darstellung. Es ist nicht bekannt, wer der Verfasser des Textes war. Der handschriftliche Text wurde mit Tinte und Feder auf ein separates dünnes Blatt geschrieben und am unteren Rand des Blattes angeklebt. Diese Lithographie stammt aus der Maroni Sammlung (siehe Sammler Stempel in roter Farbe). Der ursprüngliche Serientext wurde vom Texter durchgestrichen und mit dem Serientitel "Actualités" versehen. Erschienen ist das Blatt trotzdem unter dem alten Titel. Das Blatt ist ein Hinweis auf Antoine Labarraque, der sich mit Forschung auf dem Gebiete der Desinfektion beschäftigte. Er erhielt den Prix Montyon für seine Entdeckung der Bedeutung von Kaliumchloride bei der Wasserpurifikation. Zur gleichen Zeit veröffentlichte Aubert das Werk von Huart: "Les Prodiges de l'Industrie". - DAUMIER, Honoré Victorin (1808 ? 1879). Es wird angenommen, dass Daumier sich auf diesem Blatt selbst dargestellt hat. - LABARRAQUE, Antoine Germain (1777-1850) Chemiker und Pharmazeut. Er entdeckte 1820 die desinfizierende Wirkung des ?Eau de Javel?, auch heute noch ein gebräuchliches Bleichmittel.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎- Monsieur voilà vingt ans que je poursuis l'union de la reinette et de la pomme d'apis..... je suis enfin arrivé cette année à produire ce fruit vert qui me revient à trois mille sept cent quatre vingt sept francs.... mais qui me vaudra une mention bien honorable à la Société Centrale de Pommiculture!...‎

‎o.J. Jetzt versuche ich schon seit zwanzig Jahren, die Reinette mit dem Apisapfel zu kreuzen. In diesem Jahr ist es mir endlich gelungen, diese grüne Frucht zu produzieren. Sie kostet mich zwar 3'787 Francs, aber sie bringt mir eine ehrenvolle Erwähnung in der Apfelzüchter-Gesellschaft ein. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse,29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 25,5:21.9 cm, Blattgröße 33:24,2 cm. Literatur: Daumier-Register 1428 II (von II); Delteil 1428 II (von 2), Blatt 41 der Folge ?PASTORALES.?, erschienen 06.03.1846 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎PASTORALES (Idyllisches Landleben) ist eine Serie von 50 nummerierten Lithographien, welche zwischen Mai 1845 und Mai 1846 im CHARIVARI erschienen sind, mit Ausnahme der Blätter 39 und 43, die ausserhalb des CHARIVARI publiziert wurden. - ALBUM PASTORALES. Die Serie wurde auch als Album herausgegeben, ebenfalls unter dem Titel: "Pastorales". Album comique par Daumier. Publication: Paris. En vente Au Bureau du Journal Amusant & Petit Journal pour Rire. n.d. 4to. Es enthielt alle 50 Blätter der Serie sur blanc. Bemerkenswert ist der Titel "Pastorales", eine künstlerisch literarische Art der Idealvorstellung des Landlebens, welche auf die Epoche des 16 und 17. Jahrhunderts zurückgeht. Besonders die Rolle des Schäfers als friedlicher, unbestechlicher Zeitgenosse findet sich in mehreren Blättern von Daumier wieder. In einigen Blättern allerdings wird die Rolle vertauscht, und es ist der harmlose, etwas naive Bürger aus der grossen Stadt, der mit einer durchaus realitätsnahen Reaktion des Schäfers zu rechnen hat.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Quelle heureuse rencontre ! . . . c'est ce cher Stanislas que je n'avais pas revu depuis que nous avons fait ensemble notre sixème au college de Landernau . . . . . . jadis tout était common entre nous . . . . . . rien ne doit changer; prête moi donc une pièce de vingt ou vingt -cinq francs.‎

‎o.J. Was für ein glückliches Zusammentreffen!... da ist ja mein lieber Stanislaus, den ich seit der sechsten Klasse im Landernau nicht mehr gesehen habe... damals teilten wir alles zwischen uns.... nichts sollte sich ändern... borg mir doch mal ein 20 oder 25 Franc Stück!Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie.Pl. de la Bourse 29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 24,1:18,1 cm, Blattgröße 34,2:26 cm. Literatur: Daumier-Register 1380 II (von II); Delteil 1380 II (von 2), Blatt 2 der Folge ?LES AMIS.?, erschienen 12.05.1845-13.05.1845 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc! ? Insgesamt fleckig.‎

‎LES AMIS. (Freunde) ist eine Serie von 9 Lithographien, die zwischen Mai und August 1845 im Charivari erschienen sind. - ALBUM COMIQUE. Die ganze Serie wurde ebenfalls in einem Album publiziert, dem Album Comique.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LA MANOEUVRE A BORD. (Le Capitaine hurlant dans son porte-voix.) - Gabier, voici un grain qui se prépare . . . . carguez toutes les voiles! . . . . - C'est bon . . c'est bon! . . est-ce que tu ne pourrais pas me dire ça tout tranquillement, au lieu de me fourrer ton grand diable d'instrument dans l'oreille! . . . . ça mà rendu si sourd que je n'en vois plus clair! . . . . .‎

‎o.J. DAS BORDMANÖVER. - (Kapitän, in sein Sprachrohr brüllend) - Gabier, eine Bö kommt auf... raffen Sie alle Segel!... - Schon gut... schon gut!... Könntest du mir das nicht in aller Ruhe sagen, anstatt mir die Ohren mit Deinem verdammten grossen Ding da vollzublasen!... Das hat mich so taub gemacht, dass ich nicht mehr klar sehe!... Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Pannier . R. du Croissant. 16., sowie: Chez Aubert & Cie. Pl. de la Bourse 29. und: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 20,4:25,9 cm, Blattgröße 26,6:34,9 cm. Literatur: Daumier-Register 1031 II (von 3); Delteil 1031 II (von 3), Blatt 9 der Folge ?LES CANOTIERS PARISIENS.?, erschienen 17.06.1843 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc! ? Insgesamt fleckig. Provenienz: zugeschrieben Coll. Hazard, Nicolas-Auguste (Lugt 1279), vgl. Lugt 1975.‎

‎LES CANOTIERS PARISIENS (Die Pariser Ruderer) ist eine Serie von 20 Lithographien, die zwischen April und September 1843 im Charivari erschienen sind. Die Texte stammen zumeist von Louis Huart. Es wurde ebenfalls ein Album sur blanc von Pannier und Aubert zum Preis von 12,50 Francs herausgegeben. - HUART, Louis (1813-1865) Schriftsteller, Journalist und bedeutender Mitarbeiter beim Charivari ab 1835. Chefredakteur bis 1848. Veröffentlichte unter anderem: "Les 101 Robert Macaire?, "Les Canotiers Parisiens?, "Physiologie du Flâneur", "Physiologie de la Grisette", "Musée Philipon", "Voyage d?Agrément à Paris", "Parodie du Juif Errand", "Messieurs les Cosaques?, "Comique Almanach?, "Ulysse ou les Porcs Vengés" (letztere war eine Parodie auf Gounod?s und Ponsard?s "Ulysse", welches unter musikalischer Leitung von Jacques Offenbach in der Comédie Française aufgeführt wurde).‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎UNE RECEPTION. Messieurs . . . . buvons à la santé des marins français en général et a celle de notre nouvel équipier Greluchon en particulier! . . . . et en attendant le baptême du feu, qu'il reçoive celui de l'eau! . .‎

‎o.J. EIN EMPFANG. Meine Herren,..... lassen Sie uns auf die Gesundheit der französischen Seeleute im Allgemeinen und auf das neue Mitglied Greluchon im Besonderen trinken.... und während wir auf seine Feuertaufe warten, taufen wir ihn schon mal mit Wasser. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Pannier& Cie.Edrs. R. du Croissant. 16., sowie: Chez Aubert & Cie. Pl. de la Bourse und: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 22,9:19,8 cm, Blattgröße 34,9:26,5 cm. Literatur: Daumier-Register 1032 III (von 4); Delteil 1032 III (von 4), Blatt 10 der Folge ?LES CANOTIERS PARISIENS.?, erschienen 26.05.1843 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc! Provenienz: zugeschrieben Coll. Hazard, Nicolas-Auguste (Lugt 1279), vgl. Lugt 1975.‎

‎LES CANOTIERS PARISIENS (Die Pariser Ruderer) ist eine Serie von 20 Lithographien, die zwischen April und September 1843 im Charivari erschienen sind. Die Texte stammen zumeist von Louis Huart. Es wurde ebenfalls ein Album sur blanc von Pannier und Aubert zum Preis von 12,50 Francs herausgegeben. - HUART, Louis (1813-1865) Schriftsteller, Journalist und bedeutender Mitarbeiter beim Charivari ab 1835. Chefredakteur bis 1848. Veröffentlichte unter anderem: "Les 101 Robert Macaire?, "Les Canotiers Parisiens?, "Physiologie du Flâneur", "Physiologie de la Grisette", "Musée Philipon", "Voyage d?Agrément à Paris", "Parodie du Juif Errand", "Messieurs les Cosaques?, "Comique Almanach?, "Ulysse ou les Porcs Vengés" (letztere war eine Parodie auf Gounod?s und Ponsard?s "Ulysse", welches unter musikalischer Leitung von Jacques Offenbach in der Comédie Française aufgeführt wurde).‎

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‎LE JARDIN DES TUILERIES. - On ne fume pas ici, messieurs..... - C'est dans le jardin que vous voulez dire?‎

‎o.J. IM GARTEN DER TUILERIEN. -Rauchen verboten, mein Herr! -Sie meinen im Garten? Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Pannier Edit. R. du Croissant, 16., sowie: Chez Aubert Pl. de la Bourse und: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 24,4:20,4 cm, Blattgröße 33,8:25,3 cm. Literatur: Daumier-Register 1071 II (von 3); Delteil 1071 II (von 3), Blatt 10 der Folge ?LE CHAPITRE DES INTERPRÉTATIONS.?, erschienen 26.12.1843 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LE CHAPITRE DES INTERPRÉTATIONS (Eine Frage der Auslegung) ist eine Serie von 10 Blättern, die zwischen September und Dezember 1843 im CHARIVARI erschienen sind. TUILERIES. Der Begriff der ?Jardins des Tuileries? ist weniger prosaisch, als man im ersten Moment annehmen könnte. Oftmals wird er als Tulpengarten bezeichnet, da dort heute Tausende von Tulpen im Sommer blühen. Das Wort ?Tuileries? bezeiht sich aber in Wirklichkeit auf den französischen Begriff ?Tuiles? oder Ziegel. Während des 19. Jahrhunderts befand sich an dieser Stelle eine hässliche Mine, aus welcher der Rohstoff für die roten Pariser Dachziegel gefördert wurde. Die Gartenanlage wurde von Le Nôtre entworfen.‎

Bookseller reference : HD-171

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎QUAND ON A SON PORTRAIT AU SALON. - C'est tout d'même flatteur, Eudoxie, d'être exposé comme ça en public et je ne regrette pas les deux cents francs que ça nous a coûté..... voilà un monsieur qui nous regarde, il a l'air de nous trouver bien! .... (Le Rapin) Est-il Dieu permis de se faire peindre, quand on a des balles pareilles.‎

‎o.J. WENN DAS EIGENE PORTÄT IN DER AUSSTELLUNG HÄNGT. Es ist doch recht schmeichelhaft, Eudoxie, so in der Öffentlichkeit ausgestellt zu sein, und ich bereue auch nicht im geringsten die 200 Francs, die wir ausgegeben haben... Siehst Du diesen Herrn, wie er uns beobachtet; er scheint uns wirklich gut zu finden! (der Kunststudent) Ein Sakrileg, sich mit einer solchen Birne porträtieren zu lassen. Altkolorierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie.Pl. de la Bourse 29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 24,5:23 cm, Blattgröße 34,3:25,3 cm. Literatur: Daumier-Register 1147 III (von 3); Delteil 1147 III (von 3), Blatt 59 der Folge ?LES BEAUX JOURS DE LA VIE.?, erschienen 26.04.1845 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LES BEAUX JOURS DE LA VIE (Die schönen Tage des Lebens), Serie von 101 (und nicht, wie bei Hazard und L. Delteil erwähnt, nur 100) Lithographien. Das Blatt Nr. 56 existiert in zwei leicht veränderten Darstellungen. Die Drucke sind durchnummeriert und sind im CHARIVARI von Dezember 1843 bis September 1846 erschienen. Abgesehen von den politischen Darstellungen dürfte es sich bei dieser Serie um eine der wichtigsten Genredarstellungen der Zeit handeln, die von Daumier gezeichnet wurde: der Bürger, der sein eigenes Porträt ausgestellt sieht und vor Stolz zu schweben scheint, das Kunst-Unverständnis gegenüber den neuen Tendenzen in der Malerei, die selbstgefälligen Experten an den Kunstsalons, aber auch die Folgen der Industrialisierung. Der Charivari berichtete in seinen Ausgaben auf drei Seiten über das Tagesgeschehen, während die vierte Seite (die dritte Innenseite) für eine Karikatur über eben diese täglichen Begebenheiten reserviert war. Fast alle kleinen Eitelkeiten und Missgeschicke des Kleinbürgers dieser Epoche begegnen uns dort. Die Eisenbahn, Symbol des Fortschritts, liess das entstehen, was wir heute als Tourismus bezeichnen. Aus ganz Europa und, zum Entsetzen der Pariser, auch aus der Provinz kamen die Besucher per Bahn angereist, um die Hauptstadt und ihre Ausstellungen zu besichtigen. "Shopping" wurde zur Mode erklärt, und es entstanden übergrosse Kaufhäuser. Orte wie Barbizon wurden dank der Erreichbarkeit mit der Eisenbahn zur Künstlerkolonie, und für die Pariser wurde es möglich, Reisen an entfernte Orte in der Bretagne oder der Normandie zu unternehmen. Die Infrastruktur von Hotels und Restaurants entwickelte sich erst langsam, was zur Folge hatte, dass Touristen regelmässig mit Bettenproblemen zu kämpfen hatten. Das "Prix fixe diner" entstand und hatte aufgrund seines tiefen Preises oftmals unerwünschte gesundheitliche Nebenwirkungen beim Konsumenten zur Folge. Dem Einfallsreichtum der Köche bei der Verfeinerung der Küche vom Strassenkater über das Kaninchen bis zum Hasenbraten schienen keinerlei Grenzen gesetzt. Daumier gelang es, all diese kleinen Missgeschicke und Gaunereien aufzuzeigen. SALON. Der Salon war eine jährliche Pariser Kunstausstellung, an der Hunderte von Malern teilnahmen, und an welcher übers Jahr bis zu einer Million Besucher aus der Hauptstadt und der Provinz anreisten.‎

Bookseller reference : HD-172

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LA VISITE A LA NOURRICE. - Allons, embrassez papa, petit n'enfant chéri! - Il ne veut pas aujourd'hui, mais d'ordinaire il est bien gentil allez! .. avant z'hier encore sa maman est venu le voir avec votre cousin à moustaches et il l'a embrassé tout de suite!...‎

‎o.J. BESUCH BEI DER AMME. - Komm' her, mein kleines süsses Kind... umarme Papa! - Heute mag er nicht, aber normalerweise ist es ein liebes Kind. Vor zwei Tagen kam seine Mutter und Ihr Cousin, der mit dem Bart, ihn zu besuchen... und den hat er gleich umarmt. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert Pl. de la Bourse 29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 22,5:22,3 cm, Blattgröße 31,1:24,5 cm. Literatur: Daumier-Register 1148 II (von 3); Delteil 1148 II (von 3), Blatt 60 der Folge ?LES BEAUX JOURS DE LA VIE.?, erschienen 25.04.1848 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LES BEAUX JOURS DE LA VIE (Die schönen Tage des Lebens), Serie von 101 (und nicht, wie bei Hazard und L. Delteil erwähnt, nur 100) Lithographien. Das Blatt Nr. 56 existiert in zwei leicht veränderten Darstellungen. Die Drucke sind durchnummeriert und sind im CHARIVARI von Dezember 1843 bis September 1846 erschienen. Abgesehen von den politischen Darstellungen dürfte es sich bei dieser Serie um eine der wichtigsten Genredarstellungen der Zeit handeln, die von Daumier gezeichnet wurde: der Bürger, der sein eigenes Porträt ausgestellt sieht und vor Stolz zu schweben scheint, das Kunst-Unverständnis gegenüber den neuen Tendenzen in der Malerei, die selbstgefälligen Experten an den Kunstsalons, aber auch die Folgen der Industrialisierung. Der Charivari berichtete in seinen Ausgaben auf drei Seiten über das Tagesgeschehen, während die vierte Seite (die dritte Innenseite) für eine Karikatur über eben diese täglichen Begebenheiten reserviert war. Fast alle kleinen Eitelkeiten und Missgeschicke des Kleinbürgers dieser Epoche begegnen uns dort. Die Eisenbahn, Symbol des Fortschritts, liess das entstehen, was wir heute als Tourismus bezeichnen. Aus ganz Europa und, zum Entsetzen der Pariser, auch aus der Provinz kamen die Besucher per Bahn angereist, um die Hauptstadt und ihre Ausstellungen zu besichtigen. "Shopping" wurde zur Mode erklärt, und es entstanden übergrosse Kaufhäuser. Orte wie Barbizon wurden dank der Erreichbarkeit mit der Eisenbahn zur Künstlerkolonie, und für die Pariser wurde es möglich, Reisen an entfernte Orte in der Bretagne oder der Normandie zu unternehmen. Die Infrastruktur von Hotels und Restaurants entwickelte sich erst langsam, was zur Folge hatte, dass Touristen regelmässig mit Bettenproblemen zu kämpfen hatten. Das "Prix fixe diner" entstand und hatte aufgrund seines tiefen Preises oftmals unerwünschte gesundheitliche Nebenwirkungen beim Konsumenten zur Folge. Dem Einfallsreichtum der Köche bei der Verfeinerung der Küche vom Strassenkater über das Kaninchen bis zum Hasenbraten schienen keinerlei Grenzen gesetzt. Daumier gelang es, all diese kleinen Missgeschicke und Gaunereien aufzuzeigen.‎

Bookseller reference : HD-173

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LE JOUR OÙ IL FAUT SE MONTRER GALANT. - Combien ce gros bouquet-là?... - Dix francs - Sapristi!... et ce petit bouquet-ci? - Quinze francs - Saperlotte!....‎

‎o.J. EIN TAG FÜR GALANTERIEN. - Was kostet der grosse Strauss dort? - Zehn Francs - Verdammt, und der Kleine?- Fünfzehn Francs. - Teufel! Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert Pl. de la Bourse 29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 23:21,5 cm, Blattgröße 33:25 cm. Literatur: Daumier-Register 1150 II (von 2); Delteil 1150 II (von 2), Blatt 62 der Folge ?LES BEAUX JOURS DE LA VIE.?, erschienen 08.05.1845 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LES BEAUX JOURS DE LA VIE (Die schönen Tage des Lebens), Serie von 101 (und nicht, wie bei Hazard und L. Delteil erwähnt, nur 100) Lithographien. Das Blatt Nr. 56 existiert in zwei leicht veränderten Darstellungen. Die Drucke sind durchnummeriert und sind im CHARIVARI von Dezember 1843 bis September 1846 erschienen. Abgesehen von den politischen Darstellungen dürfte es sich bei dieser Serie um eine der wichtigsten Genredarstellungen der Zeit handeln, die von Daumier gezeichnet wurde: der Bürger, der sein eigenes Porträt ausgestellt sieht und vor Stolz zu schweben scheint, das Kunst-Unverständnis gegenüber den neuen Tendenzen in der Malerei, die selbstgefälligen Experten an den Kunstsalons, aber auch die Folgen der Industrialisierung. Der Charivari berichtete in seinen Ausgaben auf drei Seiten über das Tagesgeschehen, während die vierte Seite (die dritte Innenseite) für eine Karikatur über eben diese täglichen Begebenheiten reserviert war. Fast alle kleinen Eitelkeiten und Missgeschicke des Kleinbürgers dieser Epoche begegnen uns dort. Die Eisenbahn, Symbol des Fortschritts, liess das entstehen, was wir heute als Tourismus bezeichnen. Aus ganz Europa und, zum Entsetzen der Pariser, auch aus der Provinz kamen die Besucher per Bahn angereist, um die Hauptstadt und ihre Ausstellungen zu besichtigen. "Shopping" wurde zur Mode erklärt, und es entstanden übergrosse Kaufhäuser. Orte wie Barbizon wurden dank der Erreichbarkeit mit der Eisenbahn zur Künstlerkolonie, und für die Pariser wurde es möglich, Reisen an entfernte Orte in der Bretagne oder der Normandie zu unternehmen. Die Infrastruktur von Hotels und Restaurants entwickelte sich erst langsam, was zur Folge hatte, dass Touristen regelmässig mit Bettenproblemen zu kämpfen hatten. Das "Prix fixe diner" entstand und hatte aufgrund seines tiefen Preises oftmals unerwünschte gesundheitliche Nebenwirkungen beim Konsumenten zur Folge. Dem Einfallsreichtum der Köche bei der Verfeinerung der Küche vom Strassenkater über das Kaninchen bis zum Hasenbraten schienen keinerlei Grenzen gesetzt. Daumier gelang es, all diese kleinen Missgeschicke und Gaunereien aufzuzeigen. JUNGGESELLEN. Daumier hatte selber erst mit 38 Jahren die junge Schneiderin Alexandrine Dassy geheiratet, kannte sich also mit den Problemen des bürgerlichen Junggesellen bestens aus. Nur hatte er, im Gegensatz zu seiner Kunstfigur, Monsieur Coquelet, es gewagt, den Sprung in die Ehe zu wagen, während Coquelet aus Ersparnisgründen oder Geiz auf eine feste Bindung verzichtete. Daumier zielt in dessen Person nicht nur auf die Eintönigkeit des Junggesellendaseins ab, sondern vor allem auf den Geiz eines solchen Mitglieds der Gesellschaft. Die damit verbundene Einsamkeit des Einzelgängers steigert sich in einer übertriebenen Liebe zum Tier, meist Hund , Katze, Kanarienvogel aber auch einer Pflanze, die im Fenster-Blumentopf liebevoll gepflegt wird und als Ersatz dienten. Wehmut auf verpasste Gelegenheiten schimmert gelegentlich durch, während der voll kontrollierte Tagesablauf zwischen 7 Uhr morgens und 9 Uhr abends die Limiten der menschlichen Entfaltung und die Verschwendung wertvoller Zeit auf subtile Art anprangert.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎UN PÈRE HEUREUX. - Voila donc mon enfant vacciné.... je suis certain maintenant qu'il conservera désormais toute sa beauté!...‎

‎o.J. EIN GLÜCKLICHER VATER. Endlich, mein Kind ist geimpft .... ich bin sicher, dass er von nun an seine ganze Schönheit für immer behalten wird. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie. Pl. de la Bourse,29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 25:22 cm, Blattgröße 33,3:24,7 cm. Literatur: Daumier-Register 1173 II (von 2); Delteil 1173 II (von 2), Blatt 85 der Folge ?LES BEAUX JOURS DE LA VIE.?, erschienen 22.03.1846 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LES BEAUX JOURS DE LA VIE (Die schönen Tage des Lebens), Serie von 101 (und nicht, wie bei Hazard und L. Delteil erwähnt, nur 100) Lithographien. Das Blatt Nr. 56 existiert in zwei leicht veränderten Darstellungen. Die Drucke sind durchnummeriert und sind im CHARIVARI von Dezember 1843 bis September 1846 erschienen. Abgesehen von den politischen Darstellungen dürfte es sich bei dieser Serie um eine der wichtigsten Genredarstellungen der Zeit handeln, die von Daumier gezeichnet wurde: der Bürger, der sein eigenes Porträt ausgestellt sieht und vor Stolz zu schweben scheint, das Kunst-Unverständnis gegenüber den neuen Tendenzen in der Malerei, die selbstgefälligen Experten an den Kunstsalons, aber auch die Folgen der Industrialisierung. Der Charivari berichtete in seinen Ausgaben auf drei Seiten über das Tagesgeschehen, während die vierte Seite (die dritte Innenseite) für eine Karikatur über eben diese täglichen Begebenheiten reserviert war. Fast alle kleinen Eitelkeiten und Missgeschicke des Kleinbürgers dieser Epoche begegnen uns dort. Die Eisenbahn, Symbol des Fortschritts, liess das entstehen, was wir heute als Tourismus bezeichnen. Aus ganz Europa und, zum Entsetzen der Pariser, auch aus der Provinz kamen die Besucher per Bahn angereist, um die Hauptstadt und ihre Ausstellungen zu besichtigen. "Shopping" wurde zur Mode erklärt, und es entstanden übergrosse Kaufhäuser. Orte wie Barbizon wurden dank der Erreichbarkeit mit der Eisenbahn zur Künstlerkolonie, und für die Pariser wurde es möglich, Reisen an entfernte Orte in der Bretagne oder der Normandie zu unternehmen. Die Infrastruktur von Hotels und Restaurants entwickelte sich erst langsam, was zur Folge hatte, dass Touristen regelmässig mit Bettenproblemen zu kämpfen hatten. Das "Prix fixe diner" entstand und hatte aufgrund seines tiefen Preises oftmals unerwünschte gesundheitliche Nebenwirkungen beim Konsumenten zur Folge. Dem Einfallsreichtum der Köche bei der Verfeinerung der Küche vom Strassenkater über das Kaninchen bis zum Hasenbraten schienen keinerlei Grenzen gesetzt. Daumier gelang es, all diese kleinen Missgeschicke und Gaunereien aufzuzeigen.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎MARIEZ VOUS DONC... EN CHINE. Une chinoise qui n'apporte rien à son mari, met le ménage dans la gêne car sa toilette coûte beaucoup. Une chinoise qui apporte quelque chose, met le ménage dans l'embarras car sa toilette coûte davantage. Une chinoise qui apporte beaucoup, met le ménage dans la misère: ses caprices mangent tout!‎

‎o.J. HEIRATEN SIE DOCH... IN CHINA. Eine Chinesin ohne Mitgift belastet den Haushalt, denn ihre Kleidung kostet viel Geld. Eine Chinesin mit einer kleinen Mitgift ist eine noch grössere Belastung, denn ihre Kleidung kostet noch mehr Geld. Eine Chinesin mit einer grossen Mitgift stürzt den Haushalt ins Unglück, denn ihre Launen fressen alles. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie. Pl. de la Bourse,29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 23,1:18,9 cm, Blattgröße 34,2:25,4 cm. Literatur: Daumier-Register 1196 II (von 2); Delteil 1196 II (von 2), Blatt 8 der Folge ?VOYAGE EN CHINE.?, erschienen 14.05.1844 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎VOYAGE EN CHINE (Reise nach China) ist eine Serie von 32 Lithographien, welche in der Zeit von Dezember 1843 bis Juni 1845 im Charivari erschienen. Die Blattnummer 17 existierte ursprünglich 2 mal. Ein Blatt wurde später mit der Blattnummer 31 versehen. Ausser den 32 Lithographien existiert ein weiteres Blatt, welches am 25. Mai 1845 veröffentlicht wurde und von Delteil und Hazard nicht beschrieben wurde (DR 3990). ALBUM VOYAGE EN CHINE. Es existierte ein Album, welches circa 1845 erschien, bestehend aus 32 Lithographien in schwarz-weiss (DR 1189-1220): Voyage en Chine. Paris, chez Aubert, circa 1845, in-4 Bradel pleine percale verte, pièces titre au dos et au centre du 1er plat, non rogné, couverture: "Album comique". Lange vor der berühmten Japan- Ausstellung des Jahres 1867 bestand in Paris grosses Interesse am exotischen Fernen Osten. Ähnlich wie bei der "HISTOIRE ANCIENNE" gelang es Daumier bei der "VOYAGE EN CHINE"-Serie den Abstand zum Fremdartigen zu entschärfen und die eigenen Schwächen wie ein Spiegelbild zu karikieren. Ungewöhnlich ist, dass das Blatt zwar am 14. Mai 1844 im Charivari veröffentlicht wurde; das Dépot Légal datiert aber vom April 1844. CHINA. Daumier gehörte zu jenen wenigen Künstlern, die in der Lage waren, tägliche Gegebenheiten in ein exotisches Ambiente zu versetzen und trotzdem dem Betrachter zu ermöglichen, auch ohne Lesen des Textes die Aussage der Zeichnung zu verstehen. Es gelang ihm typisch französische Eigenheiten mit chinesischen Darstellung ad absurdum zu führen, ohne dass das Verständnis verloren ging.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Adieu, mon cher, je vais chez mes éditeurs;... je ne rentrerai probablement que fort tard... ne manquez pas de donner encore deux fois la bouillie à Dodore... s'il a besoin... d'autre chose... vous trouverez ça sous le lit...‎

‎o.J. Wiedersehen mein Lieber, ich geh jetzt zu meinem Herausgeber und werde wahrscheinlich erst spät zurück sein. Denk' bitte dran, Dodore noch zweimal zu füttern... und wenn er das andere..... braucht, das steht unter dem Bett. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert Pl. de la Bourse 29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 27,8:17,9 cm, Blattgröße 34,2:26,4 cm. Literatur: Daumier-Register 1223 III (von 3); Delteil 1223 III (von 3), Blatt 3 der Folge ?LES BAS-BLEUS.?, erschienen 08.02.1844 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LES BAS-BLEUS. (Blaustrümpfe) ist eine Serie von 40 numerierten Lithographien, die zwischen dem 30. Januar 1844 und dem 7. August 1844 im Charivari erschienen sind. ALBUM LES BAS-BLEUS. Die Serie ?Les Bas-Bleus? war so erfolgreich bei der Leserschaft des Charivari, dass eine separate Ausgabe einzelner Blätter auf weissem Papier gedruckt wurde, welche an Sammler verkauft wurden. Ausserdem wurde im selben Jahr (1844) ein Album LES BAS-BLEUS herausgegeben. BLAUSTRÜMPFE. Der Begriff "Blaustrümpfe" stammte aus dem England des 18. Jahrhunderts. Damals trugen junge Gentlemen, wenn sie sich im Montague Haus in London zu literarisch-politischen Protestdiskussionen trafen, blaue Wollsocken, statt der üblichen schwarzen Seidenstrümpfe. Im Frankreich des frühen 19.Jahrhunderts wurde der Begriff als " Bas-Bleu" übernommen, um die neu entstandenen Frauenbewegungen unter Jeanne Désirée (1832), Cécile Fourmel, Suzanne Vailquin und Claire Demar abzuwerten. Später stiessen George Sand und Flora Tristan zu dieser Gruppe. BUFFON, Leclerc de (1707-1788), Schriftsteller und Naturwissenschaftler, sowie Madame de Staël (1766-1817) unterstützten die gerade entstandene Frauenbewegung. Die Theaterwelt reagierte mit neuen, antifeministischen Stücken von Langle, Villeneuve, Balzac und Proudhon. FRAUEN UND KINDER BEI DAUMIER. Viele Kunsthistoriker hat die Frage beschäftigt, warum Daumier in dieser sowie in anderen Serien Frauen und Kindergestalten meist als relativ hässliche Personen dargestellt hat. Selbst in den berühmten "Baigneuses" werden Frauen mit eher unvorteilhaften Figuren gezeigt. Fosca meint, dass die Frauen "vermännlicht" ( virilisées) dargestellt werden, was den Anhängern von Freud die schlimmsten Vermutungen ermöglichen würden, wobei Daumier's Insensibilität Frauen und Kindern gegenüber noch die mildeste Form der Erklärung wäre. Le Foyer (Daumier au Palais de Justice. S. 43) dagegen ist überzeugt, dass Daumier von der Hässlichkeit geradezu angezogen wurde, was er als Erklärung für Daumier's " Bitterkeit" definiert. Wir können uns beiden Meinungen nicht anschliessen, da wir der Überzeugung sind, dass es nicht die Aufgabe eines Karikaturisten sein konnte, gefällige Schönheit und Eleganz im Stil eines Gavarni oder Vernet darzustellen. Ein Rückschluss auf eine latente "Bitterkeit" scheint uns daher doch sehr weit hergeholt und durch kaum eine Darstellung in Daumier's Arbeiten untermauert. Die Schriftsteller und Maler des CHARIVARI lagen perfekt im Zeittrend mit ihren beissenden anti-feministischen Karikaturen und Kommentaren. In fast 60 Blättern der Serien LES BAS BLEUS, LES DIVORCEUSES and LES FEMMES SOCIALISTES zog Daumier die feministische Bewegung ins Lächerliche. Dabei konzentrierte er sich vor allem auf die hohen Priesterinnen des neuen Systems und deren teilweise geistlosen Mitläuferinnen. In den letzten 3 Blättern der Serie richtete er allerdings den Spott auf sich selbst, indem er sich von einer militanten Gruppe Sufragetten bedrohen lässt.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Femme de lettre humanitaire se livrant sur l'homme, à des réflexions crânement philosophiques!‎

‎o.J. Humanitär gesinnte Literatin, die sich dem Menschen widmet, mit Reflexionen, die ganz toll- Köpfchen! - philosophisch sind! Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert Pl. de la Bourse 29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 23,2:18,1 cm, Blattgröße 33,1:25,4 cm. Literatur: Daumier-Register 1235 IV (von 4); Delteil 1235 IV (von 4), Blatt 15 der Folge ?LES BAS-BLEUS.?, erschienen 10.03.1844 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LES BAS-BLEUS. (Blaustrümpfe) ist eine Serie von 40 numerierten Lithographien, die zwischen dem 30. Januar 1844 und dem 7. August 1844 im Charivari erschienen sind. ALBUM LES BAS-BLEUS. Die Serie ?Les Bas-Bleus? war so erfolgreich bei der Leserschaft des Charivari, dass eine separate Ausgabe einzelner Blätter auf weissem Papier gedruckt wurde, welche an Sammler verkauft wurden. Ausserdem wurde im selben Jahr (1844) ein Album LES BAS-BLEUS herausgegeben. Daumier unterstreicht auch in diesem Blatt die angebliche Hässlichkeit intellektueller Blaustrümpfe. Die Gestalt der nachdenklichen Frau geht auf ein Bild von Georges De la Tour (Maria Magdalena) zurück sowie auf Bilder der "Vanitas". Wahrscheinlich kannte Daumier auch das Ölgemälde von Jose de Ribera (1591 - 1652), mit dem Titel Maria Aegyptiaca (Maria aus Ägypten) aus dem Jahre 1641, welches im Fabre Museum in Montpellier ausgestellt ist. Siehe hierzu die Photographie RIBERA . BLAUSTRÜMPFE. Der Begriff "Blaustrümpfe" stammte aus dem England des 18. Jahrhunderts. Damals trugen junge Gentlemen, wenn sie sich im Montague Haus in London zu literarisch-politischen Protestdiskussionen trafen, blaue Wollsocken, statt der üblichen schwarzen Seidenstrümpfe. Im Frankreich des frühen 19.Jahrhunderts wurde der Begriff als " Bas-Bleu" übernommen, um die neu entstandenen Frauenbewegungen unter Jeanne Désirée (1832), Cécile Fourmel, Suzanne Vailquin und Claire Demar abzuwerten. Später stiessen George Sand und Flora Tristan zu dieser Gruppe. BUFFON, Leclerc de (1707-1788), Schriftsteller und Naturwissenschaftler, sowie Madame de Staël (1766-1817) unterstützten die gerade entstandene Frauenbewegung. Die Theaterwelt reagierte mit neuen, antifeministischen Stücken von Langle, Villeneuve, Balzac und Proudhon. FRAUEN UND KINDER BEI DAUMIER. Viele Kunsthistoriker hat die Frage beschäftigt, warum Daumier in dieser sowie in anderen Serien Frauen und Kindergestalten meist als relativ hässliche Personen dargestellt hat. Selbst in den berühmten "Baigneuses" werden Frauen mit eher unvorteilhaften Figuren gezeigt. Fosca meint, dass die Frauen "vermännlicht" ( virilisées) dargestellt werden, was den Anhängern von Freud die schlimmsten Vermutungen ermöglichen würden, wobei Daumier's Insensibilität Frauen und Kindern gegenüber noch die mildeste Form der Erklärung wäre. Le Foyer (Daumier au Palais de Justice. S. 43) dagegen ist überzeugt, dass Daumier von der Hässlichkeit geradezu angezogen wurde, was er als Erklärung für Daumier's " Bitterkeit" definiert. Wir können uns beiden Meinungen nicht anschliessen, da wir der Überzeugung sind, dass es nicht die Aufgabe eines Karikaturisten sein konnte, gefällige Schönheit und Eleganz im Stil eines Gavarni oder Vernet darzustellen. Ein Rückschluss auf eine latente "Bitterkeit" scheint uns daher doch sehr weit hergeholt und durch kaum eine Darstellung in Daumier's Arbeiten untermauert. Die Schriftsteller und Maler des CHARIVARI lagen perfekt im Zeittrend mit ihren beissenden anti-feministischen Karikaturen und Kommentaren. In fast 60 Blättern der Serien LES BAS BLEUS, LES DIVORCEUSES and LES FEMMES SOCIALISTES zog Daumier die feministische Bewegung ins Lächerliche. Dabei konzentrierte er sich vor allem auf die hohen Priesterinnen des neuen Systems und deren teilweise geistlosen Mitläuferinnen. In den letzten 3 Blättern der Serie richtete er allerdings den Spott auf sich selbst, indem er sich von einer militanten Gruppe Sufragetten bedrohen lässt.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎CAROTTE DU CALICOT. - L'ÉTOFFE PASSÉE DE MODE Ça sort de la fabrique, nuance délicieuse; madame est la première à qui je l'ai montrée, toutes nos jeunes femmes vont se l'arracher, dessin charmant! qui doit faire à merveille sur une taille élégante; c'est juste ce qu'il faut à madame.‎

‎o.J. DER VERKÄUFERTRICK. - DER STOFF, DER AUS DER MODE IST. Dieses Material fällt vorzüglich; Madame ist die erste, der ich es zeige.... alle jungen Damen werden sich um diesen Stoff reissen! Was für ein eleganter Design... und er steht Ihnen so gut..... Madame müssen diesen Stoff unbedingt haben. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert Pl. de la Bourse 29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 22,5:17,8 cm, Blattgröße 35,4:27,5 cm. Literatur: Daumier-Register 1262 II (von 2); Delteil 1262 II (von 2), Blatt 2 der Folge ?LES CAROTTES.?, erschienen 26.03.1844 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LES CAROTTES, Serie von 6 nummerierten Lithographien, die im CHARIVARI in der Zeit von März bis Mai 1844 erschienen sind. LES CAROTTES bezieht sich auf ein Vaudeville-Stück: "L'Art de Tirer les Carottes" von Jaime, welches 1843 aufgeführt wurde. Unter dem Ausdruck "tirer une carotte à quelqu'un" versteht man: "jemandem ein Bein stellen". Der Text zu diesem Blatt wurde mit ziemlicher Sicherheit von Jaime geschrieben. JAIME, Ernest (1802-1884) Journalist und Autor zahlreicher Theaterstücke, sowie Texter für einige von Daumiers Lithographien wie in dieser Serie. Er arbeitete 1830 mit Charlet zusammen und veröffentlichte 1843 das Vaudeville- Stück " L'Art de tirer des Carottes" , oder "Die Kunst, jemandem ein Bein zu stellen".‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Le mari veut qu'on regarde sa couche, l'ami ne songe à voir que sa femme.‎

‎o.J. Der Ehemann will ihm seine Gemüse-Beete zeigen, der Freund dagegen träumt nur davon seine Frau zu sehen. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie.Pl. de la Bourse 29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 23,3:18,7 cm, Blattgröße 34:25,8 cm. Literatur: Daumier-Register 1381 II (von 2); Delteil 1381 II (von 2), ein Blatt der 9 Blatt-Folge ?LES AMIS.?, erschienen 16.05.1845 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LES AMIS. (Freunde) ist eine Serie von 9 Lithographien, die zwischen Mai und August 1845 im Charivari erschienen sind. ALBUM COMIQUE. Die ganze Serie wurde ebenfalls in einem Album publiziert, dem Album Comique. Doppelbedeutung des Wortes "couche". Es heisst sowohl Bett als auch Pflanzenbeet.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎- Ton habit me convient, je te l'emprunte . . . . seulement ferme la porte il me semble que j'ai un courrant d'air dans le dos! - Ah! malheureux . . . la porte est fermée . . . . c'est mon unique habit que tu as ouvert! . . . . .‎

‎o.J. Dein Anzug gefällt mir, ich borg ihn mir aus. Schliess' bitte die Türe, es zieht im Rücken! - Unglückseliger, die Tür ist geschlossen, Du hast meinen einzigen Anzug geöffnet. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie.Pl. de la Bourse 29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 23,8:18,1 cm, Blattgröße 34,1:25,9 cm. Literatur: Daumier-Register 1383 II (von 2); Delteil 1383 II (von 2), Blatt der 5 Folge ?LES AMIS.?, erschienen 21.05.1845 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LES AMIS. (Freunde) ist eine Serie von 9 Lithographien, die zwischen Mai und August 1845 im Charivari erschienen sind. ALBUM COMIQUE. Die ganze Serie wurde ebenfalls in einem Album publiziert, dem Album Comique.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Un ami est un crocodile donné par la civilisation.‎

‎o.J. Ein Freund ist ein Krokodil, Produkt unserer Zivilisation. Literatur: Daumier-Register 1384 II (von 2); Delteil 1384 II (von 2), Blatt der 6 Folge ?LES AMIS.?, erschienen 19.06.1845 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LES AMIS. (Freunde) ist eine Serie von 9 Lithographien, die zwischen Mai und August 1845 im Charivari erschienen sind. ALBUM COMIQUE. Die ganze Serie wurde ebenfalls in einem Album publiziert, dem Album Comique.‎

Bookseller reference : HD-182

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎- C'est bien parce que c'est votre ami, et qu'il m'est amené par vous que je consens à lui laisser souscrire les vingt dernières actions de mon journal colossal l'EUROPÉEN . . . . . c'est une affaire d'or qu'il fait là et dont il vous remerciera bien dans la suite! . . . .‎

‎o.J. Nur weil er Ihr Freund ist und er mir durch Sie vorgestellt wurde, erlaube ich ihm, die letzten zwanzig Aktien meiner kolossalen Zeitung Der EUROPÄER zu zeichnen.... ein Bombengeschäft für ihn, für das er Ihnen eines Tages noch dankbar sein wird! Literatur: Daumier-Register 1385 II (von 2); Delteil 1385 II (von 2), Blatt der 7 Folge ?LES AMIS.?, erschienen 08.08.1845 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc! - Mit Einriß bis in die Darstellung reichend am rechten Rand.‎

‎LES AMIS. (Freunde) ist eine Serie von 9 Lithographien, die zwischen Mai und August 1845 im Charivari erschienen sind. ALBUM COMIQUE. Die ganze Serie wurde ebenfalls in einem Album publiziert, dem Album Comique.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Inconvénient pour un propriétaire de ne pas bien se rappeler au juste ou il a fait placer des pièges à loup.‎

‎o.J. Peinlich, wenn sich ein Besitzer nicht daran erinnert, wo er seine Wolfsfallen aufgestellt hat. Altkolorierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie. Pl. de la Bourse 29 Chez Aubert, Pl. de la Bourse,29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 25,8:22,8 cm, Blattgröße 35:27 cm. Literatur: Daumier-Register 1431 II (von 2); Delteil 1431 II (von 2), Blatt der 44 Folge ?PASTORALES.?, erschienen 14.03.1846 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎PASTORALES (Idyllisches Landleben) ist eine Serie von 50 nummerierten Lithographien, welche zwischen Mai 1845 und Mai 1846 im CHARIVARI erschienen sind, mit Ausnahme der Blätter 39 und 43, die ausserhalb des CHARIVARI publiziert wurden. ALBUM PASTORALES. Die Serie wurde auch als Album herausgegeben, ebenfalls unter dem Titel: "Pastorales". Album comique par Daumier. Publication: Paris. En vente Au Bureau du Journal Amusant & Petit Journal pour Rire. n.d. 4to. Es enthielt alle 50 Blätter der Serie sur blanc. Bemerkenswert ist der Titel "Pastorales", eine künstlerisch literarische Art der Idealvorstellung des Landlebens, welche auf die Epoche des 16 und 17. Jahrhunderts zurückgeht. Besonders die Rolle des Schäfers als friedlicher, unbestechlicher Zeitgenosse findet sich in mehreren Blättern von Daumier wieder. In einigen Blättern allerdings wird die Rolle vertauscht, und es ist der harmlose, etwas naive Bürger aus der grossen Stadt, der mit einer durchaus realitätsnahen Reaktion des Schäfers zu rechnen hat.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎- J'ai vu un lièvre de l'autre côté d'la ferme.... (à part) il y a huit jours!...‎

‎o.J. Ich hab' einen Hasen am andern Ende der Farm gesehen (leise): vor acht Tagen. Altkolorierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse,29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 27,9:23 cm, Blattgröße 33,1:24,7 cm. Literatur: Daumier-Register 1437 II (von 2); Delteil 1437 II (von 2), Blatt der 50 Folge ?PASTORALES.?, erschienen 13.05.1846 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎PASTORALES (Idyllisches Landleben) ist eine Serie von 50 nummerierten Lithographien, welche zwischen Mai 1845 und Mai 1846 im CHARIVARI erschienen sind, mit Ausnahme der Blätter 39 und 43, die ausserhalb des CHARIVARI publiziert wurden. ALBUM PASTORALES. Die Serie wurde auch als Album herausgegeben, ebenfalls unter dem Titel: "Pastorales". Album comique par Daumier. Publication: Paris. En vente Au Bureau du Journal Amusant & Petit Journal pour Rire. n.d. 4to. Es enthielt alle 50 Blätter der Serie sur blanc. Bemerkenswert ist der Titel "Pastorales", eine künstlerisch literarische Art der Idealvorstellung des Landlebens, welche auf die Epoche des 16 und 17. Jahrhunderts zurückgeht. Besonders die Rolle des Schäfers als friedlicher, unbestechlicher Zeitgenosse findet sich in mehreren Blättern von Daumier wieder. In einigen Blättern allerdings wird die Rolle vertauscht, und es ist der harmlose, etwas naive Bürger aus der grossen Stadt, der mit einer durchaus realitätsnahen Reaktion des Schäfers zu rechnen hat.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Jeunes collégiens trop propres, et lavant jusqu' à leur dictionnaire latin. - Saubere junge Gymnasiasten, die sogar ihr lateinisches Wörterbuch verscheuern.‎

‎o.J. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse,29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 19:24,3 cm, Blattgröße 27,7:36,1 cm. Literatur: Daumier-Register 1461 II (von 2); Delteil 1461 II (von 2), Blatt der 24 Folge ?PROFESSEURS ET MOUTARDS.?, erschienen 14.05.1846 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎PROFESSEURS ET MOUTARDS (Lehrer und Schüler) ist eine Serie von 32 nummerierten Lithographien, welche zwischen Dezember 1845 und Juni 1846 im CHARIVARI publiziert wurden. Die Blatt-Nummern 18, 28, 30 und 32 existieren nur als "sur blanc", ohne rückseitigen Text. Die lithographischen Steine mit den Nummern 829-833 wurden gemeinsam an Daumier geliefert, und die drei ersten Blätter der Serie wurden bereits im November 1845 bei der Bibliothèque Nationale deponiert.Dieses Blatt erschien sur blanc ebenfalls als Teil eines Albums in-4° demi chagr. Der Begriff "Moutards" steht für "Bengel". Er entstand im Pariser Jargon der 1820iger Jahre und wurde häufig während der Aufstände von 1830 benutzt. Später schliesslich blieb er als "Schüler-Lausejunge" im Sprachgebrauch. Zur Zeit des Erscheinens dieser Serie war das Problem der allgemeinen Erziehung von grösster politischer Brisanz. Daumier verzichtete zwar auf politisierende Hinweise, die Publizierung dieser Serie aber genau zu diesem Zeitpunkt deutet auf sein Engagement in dieser Frage hin. Besonders wehrte er sich gegen den Einfluss der katholischen Kirche auf das Erziehungswesen. Bemerkenswert ist weiterhin, dass Daumier die Kleinen nicht gerade liebevoll darstellte. Ausser ganz kleine Kinder, die er charmant zeichnete, schien er ein ambivalentes Verhältnis zu der Altersgruppe zwischen 5 und 15 Jahren zu haben. In der Serie "Les Papas" beispielsweise werden bei insgesamt 23 Drucken immerhin 14 mal die Väter von den lieben Kleinen malträtiert. Bei den "Professeurs et Moutards" sieht es nicht viel anders aus: es werden vor allem die Lehrer von den Schülern tyrannisiert, wobei Daumier häufig die Schüler mit auffallend "alten" Gesichtern darstellte. Man beachte, dass fast die gesamte Serie in Breitformat gehalten ist. Dies ermöglichte Daumier, die Grössenunterschiede zwischen Lehrern und Schülern eindrucksvoller darzustellen. Im hier gezeigten Blatt zeigt Daumier ein paar hoffnungsvolle Sprösslinge, die offensichtlich bemüht sind, ihr karges Taschegeld aufzubessern, indem sie ihre Schulbücher an einen Buchhändler an der Seine zum Verkauf anbieten. Daumier selber hatte ganz in der Nähe, auf dem 9, Quai d'Anjou gewohnt, und hat vielleicht tatsächlich ähnliche Szenen beobachten können.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Mission pénible et délicate du professeur de dessin, c'est à lui qu'est reservée constamment la tâche difficile de redresser les tords et les travers de ses jeunes élèves!‎

‎o.J. Die mühsame und heikle Aufgabe des Zeichenlehrers: Es liegt an ihm, die Abweichungen und Verunstaltungen, die seine jungen Schüler produzieren, zurecht zu biegen. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie, Pl. de la Bourse, sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 18,2:24,4 cm, Blattgröße 26,1:34 cm. Literatur: Daumier-Register 1468 II (von 2); Delteil 1468 II (von 2), Blatt der 31 Folge ?PROFESSEURS ET MOUTARDS.?, erschienen 11.06.1846 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎PROFESSEURS ET MOUTARDS (Lehrer und Schüler) ist eine Serie von 32 nummerierten Lithographien, welche zwischen Dezember 1845 und Juni 1846 im CHARIVARI publiziert wurden. Die Blatt-Nummern 18, 28, 30 und 32 existieren nur als "sur blanc", ohne rückseitigen Text. Die lithographischen Steine mit den Nummern 829-833 wurden gemeinsam an Daumier geliefert, und die drei ersten Blätter der Serie wurden bereits im November 1845 bei der Bibliothèque Nationale deponiert.Dieses Blatt erschien sur blanc ebenfalls als Teil eines Albums in-4° demi chagr. Der Begriff "Moutards" steht für "Bengel". Er entstand im Pariser Jargon der 1820iger Jahre und wurde häufig während der Aufstände von 1830 benutzt. Später schliesslich blieb er als "Schüler-Lausejunge" im Sprachgebrauch. Zur Zeit des Erscheinens dieser Serie war das Problem der allgemeinen Erziehung von grösster politischer Brisanz. Daumier verzichtete zwar auf politisierende Hinweise, die Publizierung dieser Serie aber genau zu diesem Zeitpunkt deutet auf sein Engagement in dieser Frage hin. Besonders wehrte er sich gegen den Einfluss der katholischen Kirche auf das Erziehungswesen. Bemerkenswert ist weiterhin, dass Daumier die Kleinen nicht gerade liebevoll darstellte. Ausser ganz kleine Kinder, die er charmant zeichnete, schien er ein ambivalentes Verhältnis zu der Altersgruppe zwischen 5 und 15 Jahren zu haben. In der Serie "Les Papas" beispielsweise werden bei insgesamt 23 Drucken immerhin 14 mal die Väter von den lieben Kleinen malträtiert. Bei den "Professeurs et Moutards" sieht es nicht viel anders aus: es werden vor allem die Lehrer von den Schülern tyrannisiert, wobei Daumier häufig die Schüler mit auffallend "alten" Gesichtern darstellte. Man beachte, dass fast die gesamte Serie in Breitformat gehalten ist. Dies ermöglichte Daumier, die Grössenunterschiede zwischen Lehrern und Schülern eindrucksvoller darzustellen. Das Blatt erinnert an Daumier's eigene Lehrzeit bei Alexandre Lenoir, und zeigt die schwierige Position des Lehrers, der auch mit weniger begabten Schülern die Nerven nicht verlieren darf.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎-Ah! il est frais ...... ah! il est frais......mais t'nez donc, garçon, décidément est-il frais!..‎

‎o.J. Ah, er ist frisch! er ist frisch... Riechen Sie mal, Garçon, das soll frisch sein!... Altkolorierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie, Pl. de la Bourse, 29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 26,2:23,4 cm, Blattgröße 33,8:25 cm. Literatur: Daumier-Register 1502 II (von 2); Delteil 1502 II (von 2), Blatt der 26 Folge ?LES BONS BOURGEOIS.?, erschienen 30.11.1846 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LES BONS BOURGEOIS. (Die braven Bürger) Serie von 95 Lithographien, die in der Zeit zwischen dem 21. April 1846 und dem 30. Januar 1865 im CHARIVARI erschienen sind, mit Ausnahme der Blätter Nr. 10, 33, 42, 48, 52, 56, 58, 60, 69, 70, 74, 82. Darüberhinaus wurden die Blätter DR 1559 bis DR 1567 nie veröffentlicht. Man geht davon aus, dass sie für diese Serie bestimmt waren. Diese Serie ist zweifellos eine der bedeutendsten aus Daumiers nicht-politischen Serien. Daumier beobachtet den Kleinbürger bei allen Gelegenheiten des täglichen Lebens in der Stadt, aber auch seine Ängste und Unsicherheit auf dem Lande. Es war das Bestreben des Kleinbürgers, dem Grossbürgertum nachzueifern und am grossartigen Lebensstil teilzuhaben. Daumier stellt den Bourgeois häufig mit Zipfelmütze und Nachthemd dar, Themen, die auch in der Biedermeierzeit zum gleichen Zweck benutzt wurden. Parallel zum Wunsch des Bürgers an geistigen und kulturellen Dingen Teil zu haben, steht dessen Unverständnis für neue Entwicklungen in der Kunst. Wichtiger als die künstlerische Aussage eines Gemäldes ist, ob es von der Grösse her ins Wohnzimmer passt. Auch die Ungleichheit zwischen Mann und Frau wird in dieser Serie erneut aufgezeigt, jedoch ohne Engagement Daumier?s für die Emanzipationsbewegung. In dieser Hinsicht war er vielleicht nicht ganz "de son temps".‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Un malheur domestique. - Ein häusliches Drama.‎

‎o.J. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse, 29., sowie: Imp. d'Aubert & Cie. Darstellungsgröße 25:20,3 cm, Blattgröße 35,7:28 cm. Literatur: Daumier-Register 1534 II (von 2); Delteil 1534 II (von 2), Blatt 58 der Folge ?LES BONS BOURGEOIS.?, erschienen 1847 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc! Rechte untere Ecke fehlt.‎

‎LES BONS BOURGEOIS. (Die braven Bürger) Serie von 95 Lithographien, die in der Zeit zwischen dem 21. April 1846 und dem 30. Januar 1865 im CHARIVARI erschienen sind, mit Ausnahme der Blätter Nr. 10, 33, 42, 48, 52, 56, 58, 60, 69, 70, 74, 82. Darüberhinaus wurden die Blätter DR 1559 bis DR 1567 nie veröffentlicht. Man geht davon aus, dass sie für diese Serie bestimmt waren. Diese Serie ist zweifellos eine der bedeutendsten aus Daumiers nicht-politischen Serien. Daumier beobachtet den Kleinbürger bei allen Gelegenheiten des täglichen Lebens in der Stadt, aber auch seine Ängste und Unsicherheit auf dem Lande. Es war das Bestreben des Kleinbürgers, dem Grossbürgertum nachzueifern und am grossartigen Lebensstil teilzuhaben. Daumier stellt den Bourgeois häufig mit Zipfelmütze und Nachthemd dar, Themen, die auch in der Biedermeierzeit zum gleichen Zweck benutzt wurden. Parallel zum Wunsch des Bürgers an geistigen und kulturellen Dingen Teil zu haben, steht dessen Unverständnis für neue Entwicklungen in der Kunst. Wichtiger als die künstlerische Aussage eines Gemäldes ist, ob es von der Grösse her ins Wohnzimmer passt. Auch die Ungleichheit zwischen Mann und Frau wird in dieser Serie erneut aufgezeigt, jedoch ohne Engagement Daumier?s für die Emanzipationsbewegung. In dieser Hinsicht war er vielleicht nicht ganz "de son temps".‎

Bookseller reference : HD-191

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Vois comme ils m'avaient abimé mes murailles avec leurs conduits de cheminée..... on ne devrait pas permettre aux locataires de faire du feu!.....‎

‎o.J. Siehst Du, wie sie meine Wände mit ihren Kaminabzügen ruiniert haben? Man sollte Mietern wirklich nicht erlauben zu heizen! Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: mp. Aubert & Cie., sowie: Chez Aubert. Pl. de la Bourse. Darstellungsgröße 26:22 cm, Blattgröße 32,9:24,6 cm. Literatur: Daumier-Register 1623 II (von 2); Delteil 1623 II (von 2), Blatt 30 der Folge ?LOCATAIRES ET PROPRIÉTAIRES.?, erschienen am 19.09.1848 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LOCATAIRES ET PROPRIETAIRES (Mieter und Vermieter), eine Serie von 52 Lithographien, die in drei verschiedenen Zeitperioden im Charivari erschienen sind: Die erste zwischen Januar 1847 und September 1848; die zweite zwischen Februar und April 1854; die dritte zwischen September und November 1856. Die Blätter 9, 18 und 32 wurden außerhalb des CHARIVARI als Sonderdrucke herausgegeben. 4 unveröffentlichte Lithographien (DR 1625 bis DR 1628) werden dieser Serie beigefügt, da sie laut L.DELTEIL dazu gehören könnten. ALBUM. Es gab ein spezielles Album mit dem Titel: "Les Gueux de Bourgeois. Études de Leurs Moeurs Féroces et de Leurs Habitudes Criminelles". Paris: Aubert & Cie. Editeurs du journal pour rire (ca. 1850). Folio (33? x 26 cm). Es enthielt handkolorierte Lithographien (Gummi Arabicum). 13 der Drucke von Daumier kamen aus der Serie ?Les Papas? (DR 1568-1571, 1574-1575, 1578, 1581-1583, 1585, 1588-1589), 5 aus der Serie ?Locataires et Propriétaires? (DR 1598-1600, 1602, 1606), 2 Blätter stammen nicht von Daumier. Ausserdem entstand 1848 ein Album mit dem Titel ?Locataires et Propriétaires?, welches 30 Lithographien der ersten Serie aus den Jahren 1847 und 1848 enthielt (DR 1594 bis 1623). Während der Juli-Monarchie stieg die Einwohnerzahl von Paris rapide an. Neue Quartiere wurden im Norden der Stadt für die Mittelklasse und das Bürgertum gebaut, während die Arbeiterquartiere im Osten verwahrlosten. Die Geduld der Mieter sowie auch der Vermieter wurde auf eine harte Probe gestellt, was aus vielen Bildern dieser Serie auf eindrückliche Weise hervorgeht. STADTERNEUERUNG. Viele Häuser wurden im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms von Haussmann abgerissen, um breiten Boulevards Platz zu machen. Daumier zeigt in seiner Serie ?Locataires et Propriétaires? eindrücklich die Wohnungsprobleme der Pariser auf. HAUSSMANN, George Eugène, Baron (1809-1891), Financier und genialer Stadtplaner, war unter NAPOLEON III für die Neugestaltung von Paris verantwortlich. Während seiner Aktivzeit wurden der Bois de Boulogne angelegt und die Staatsoper gebaut. Darüber hinaus entstanden über eine Bauzeit von 15 Jahren neue Brücken, und die engen Strassen wurden durch Boulevards ersetzt, die alle ins Zentrum führten. Diese "Schnellstrassen" ermöglichten gleichzeitig der Nationalgarde eine effizientere Kontrolle revolutionärer Aktivitäten in der Bevölkerung.‎

Bookseller reference : HD-192

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Le spectacle est une chose bonne pour le peuple de Paris, il vient s'y délasser le soir des fatigues de la journée.‎

‎o.J. Das Theater ist eine gute Einrichtung für das Volk. Es kommt am Abend her, um sich von den Mühen des Tages zu erholen. . Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie. Pl. de la Bourse,29., sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 22,9:21,1 cm, Blattgröße 33:25 cm. Literatur: Daumier-Register 1679 II (von 2); Delteil 1679 II (von 2), Blatt 33 der Folge ?TOUT CE QU'ON VOUDRA?, erschienen am 14.02.1849 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎TOUT CE QU'ON VOUDRA. (Wie es euch gefällt) Serie von 94 im CHARIVARI publizierten Blättern (28.3.1847 bis 30.11.1852). Die Blätter sind zum Teil unnummeriert. Wir fügen ausserdem DR 1717 bis 1720 hinzu. Diese Blätter könnten zur Serie passen, sind aber unveröffentlicht geblieben. Ähnlich wie in der Serie "Les Bons Bourgeois" befasst sich Daumier auch in dieser Serie vor allen mit den kleinen alltäglichen Missgeschicken des Bürgers. Besonders bewegte die Pariser nach dem Beginn der industriellen Revolution die Erfindung der Dampfmaschine. Die Bahn eröffnete Möglichkeiten, aus dem engen, gewohnten Bereich auszubrechen und Reisen in die Umgebung oder in die Provinz zu unternehmen. Es waren aufregende und gleichzeitig auch beängstigende Perspektiven. Turner und später auch Monet nahmen das Thema in ihren Gemälden mehrmals auf, fasziniert von Dampf, Geschwindigkeit und Stimmung der Bahnhöfe, die in Paris entstanden. Daneben erscheinen in dieser Serie wunderschöne Darstellungen, wie beispielsweise der Rückblick eines älteren Paares in die Jugend, Besinnung über Vergänglichkeit (wie schön ist doch die Antike..... ja, ja in Marmor schon!) Alles was Daumier in dieser Serie zeigt ist lebensnah, humorvoll, nachdenklich, und nie verletzend.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎DEMESMAY. Ami des b?ufs: - Grâce à Demesmay, l'impôt sur le sel est aboli et le bétail peut en manger à bouche que veux-tu, ce qui, pour lui, est une grande douceur. Du reste il est à peu près prouvé que le sel n'engraisse pas l'homme.‎

‎o.J. DEMESMAY. Ein Rinderfreund. Dank Demesmay wurde die Salzsteuer aufgehoben, und das Vieh kann nach Herzenslust schlecken... für ihn eine süsse Freude. Ansonsten ist fast sicher, dass Salz den Menschen nicht dick macht. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse., sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 25,2:20,4 cm, Blattgröße 33,3:25 cm. Literatur: Daumier-Register 1869 II (von 2); Delteil 1869 II (von 2), Blatt 21 der Folge ?LES REPRÉSENTANS REPRÉSENTÉS?, erschienen am 03.07.1849 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LES REPRÉSENTANS REPRÉSENTÉS (Die Repräsentanten repräsentiert) ist eine Serie von 109 Lithographien, die in zwei Teile aufgeteilt ist. Der erste Teil enthält die Portäts der ?Assemblée Constituante?, und der zweite Teil die Porträts der ?Assemblée Législative?. Die Serie ist zwischen November 1848 und August 1850 entstanden und wurde im Charivari publiziert, mit Ausnahme der Blätter DR 1797, 1848, 1878, 1886-1903. Darüberhinaus gibt es ein weiteres unpubliziertes Blatt, das weder von Hazard noch von Delteil beschrieben wurde. Wir fügen es dieser Serie bei und beschreiben es unter der DR Nummer 4000. ALBUM. Zwischen 1848 und 1850 entstanden zwei Alben: ?Album Les représentans représentés. 1ère série? und ?Album Les représentans représentés. 2ème série?, die viele Porträts aus dieser Serie enthalten. ZU DIESEM BILD. Zweiter Teil, "Assemblée Législative". DEMESMAY, Philippe Auguste (1805-1853) Schriftsteller, Politiker und Abgeordneter beider Kammern. Er forderte die Abschaffung der Salzsteuer (er vertrat als Abgeordneter jene Region, in der sich die Salzminen befanden). Er unterstützte Louis Napoléon und wurde zum Staatsrat ernannt.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Un homme dans ces petits souliers. - Ein Mann in der Klemme.‎

‎o.J. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse., sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 26:21,6 cm, Blattgröße 34,6:26,2 cm. Literatur: Daumier-Register 1708 II (von 2); Delteil 1708 II (von 2), Blatt 63 der Folge ?TOUT CE QU'ON VOUDRA?, erschienen am 05.10.1849 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎TOUT CE QU'ON VOUDRA. (Wie es euch gefällt) Serie von 94 im CHARIVARI publizierten Blättern (28.3.1847 bis 30.11.1852). Die Blätter sind zum Teil unnummeriert. Wir fügen ausserdem DR 1717 bis 1720 hinzu. Diese Blätter könnten zur Serie passen, sind aber unveröffentlicht geblieben. ZU DIESER SERIE. Ähnlich wie in der Serie "Les Bons Bourgeois" befasst sich Daumier auch in dieser Serie vor allen mit den kleinen alltäglichen Missgeschicken des Bürgers. Besonders bewegte die Pariser nach dem Beginn der industriellen Revolution die Erfindung der Dampfmaschine. Die Bahn eröffnete Möglichkeiten, aus dem engen, gewohnten Bereich auszubrechen und Reisen in die Umgebung oder in die Provinz zu unternehmen. Es waren aufregende und gleichzeitig auch beängstigende Perspektiven. Turner und später auch Monet nahmen das Thema in ihren Gemälden mehrmals auf, fasziniert von Dampf, Geschwindigkeit und Stimmung der Bahnhöfe, die in Paris entstanden. Daneben erscheinen in dieser Serie wunderschöne Darstellungen, wie beispielsweise der Rückblick eines älteren Paares in die Jugend, Besinnung über Vergänglichkeit (wie schön ist doch die Antike..... ja, ja in Marmor schon!) Alles was Daumier in dieser Serie zeigt ist lebensnah, humorvoll, nachdenklich, und nie verletzend. Der Mann fühlt sich unbehaglich, weil er seinen Schuhmacher trifft, dem er noch Geld schuldet. Daumier hatte seine Wohnung und sein Atelier in der Zeit zwischen 1841 und 1863 am Quai d?Anjou, Nummer 9 auf der Ile St.-Louis in Paris. Die Insel, die man hier zum Teil sieht, war mit dem Festland über eine Brücke verbunden. Die jetzt noch bestehende Brücke stammt aus der Zeit von 1860.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎- Et plus un grain de poudre ! ... - Und nicht ein Pulverkorn mehr übrig.‎

‎o.J. Altkolorierte Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie.Pl. de la Bourse,29., sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 26:20,4 cm, Blattgröße 33,4:25,5 cm. Literatur: Daumier-Register 1730 II (von 2); Delteil 1730 II (von 2), Blatt 2 der Folge ?QUAND ON A DU GUIGNON?, erschienen am 22.02.1848 (?) in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎QUAND ON A DU GUIGNON (Vom Pech verfolgt) ist eine Serie von 11 Lithographien, wovon 9 zwischen Februar 1848 und Juni 1850 im CHARIVARI publiziert wurden. Die Blätter 6 und 11 wurden ausserhalb des CHARIVARI als "sur blanc" gedruckt.‎

Bookseller reference : HD-196

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎UN CITOYEN EXASPÉRÉ PAR LES BUFFLETERIES. - Dire que nous avons pu nous débarasser de Louis-Philippe et qu'il n'y a pas moyen de se délivrer de ces bricoles là!.......‎

‎o.J. EIN ÄUSSERST KONSTERNIERTER BÜRGER, DER DAS LEDERZEUG SEINER UNIFORM VON SICH WIRFT. Wir haben uns Louis-Philippe vom Halse geschafft, aber es scheint viel schwieriger zu sein, diesen Kram hier loszuwerden. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse, sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 24,4:19,5 cm, Blattgröße 34,9:25,9 cm. Literatur: Daumier-Register 1749 II (von 2); Delteil 1749 II (von 2), erschienen am 01.04.1848 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎Bei diesem Blatt dürfte es sich um eines der seltenen Selbstporträts von Daumier handeln. Es zeigt ihn bei der "Entwaffnung" der Nationalgarde, zu der er eingezogen worden war. Insgesamt wurden 150'000 bürgerliche "Freiwillige", die die Nationalgarde darstellten, heimgeschickt.‎

Bookseller reference : HD-197

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Quelle fichu idée nous avons eu de venir contempler l'arrivée de la marée!....‎

‎o.J. Was für eine dumme Idee, hierher zukommen, um die Ankunft der Flut zu beobachten! Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse, sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 25,4:20,7 cm, Blattgröße 34,3:26,5 cm. Literatur: Daumier-Register 1790 III (von 3); Delteil 1790 III (von 3), Blatt Nr. 9 der Serie ?LES BANQUETEURS.?, erschienen 1849 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎LES BANQUETEURS (Die Armee feiert) ist eine Serie von 10 Lithographien, wovon 6 zwischen November 1848 und Januar 1849 im CHARIVARI publiziert wurden. Die Blatt-Nummern 2, 8, 9 und 10, wurden ausserhalb des CHARIVARI veröffentlicht. Es folgt ein 11. Blatt (DR 1792), welches Delteil ebenfalls dieser Serie zuschrieb. Bereits 1904 war Hazard nur ein einziges Exemplar dieses Blattes bekannt. ALBUM. Es erschien ebenfalls zu dieser Serie ein Album: Les Banqueteurs. Paris, Aubert ca. 1849, in-4, demi-basane verte, coins, dos orné en long. Es enthielt 10 schwarz-weisse Lithographien auf Velin von Daumier (DR 1782-1791). Drei dieser Blätter sind besonders selten, da sie nicht in einer der üblichen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Die Banqueteurs waren Nationalgardisten, die in grosser Zahl aus der Provinz nach Paris angereist waren, um den Parisern beizustehen. Der Besuch in der Hauptstadt führte zu Empfängen und Festen, welche die Provinzler feucht-fröhlich genossen. Die Pariser Bürger feierten ihre bürgerliche Nationalgarde, da sie es war, die bei der Niederschlagung der Arbeiteraufstände vom vorausgegangenen Juni entscheidend mitgewirkt hatte. Am 21. Juni 1848 wurde ein Verlautbarung erlassen, wonach alle Arbeiter zwischen 18 und 25 Jahren der Armee beitreten mussten. Alternativ konnten sie zum Bahnbau oder zur Entwicklung der Sologne Gegend einberufen werden. Für viele Arbeiter hätte dies den Verlust des täglichen Verdienstes von 1 Franc bedeutet, mit dem sie ihre Familien über die Runden brachten. Als sie sich weigerten dem Befehl zu folgen, errichteten sie Barrikaden in der Stadt. Daraufhin rief die Nationalversammlung den Belagerungszustand über Paris aus und bat die Nationalgarden aus den Provinzen um Hilfe. Unter dem Kommando von Kriegsminister Cavaignac (1802-1857) wurde der Aufstand mit Hilfe der Garde und von Artillerie blutig niedergeschlagen.‎

Bookseller reference : HD-198

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎GARNIER-Pagès. Ex-membre du gouvernement provisoire, ex Maire de Paris, ex ministre des Finances; Garnier-Pagès a l'habitude d'avoir ses mains dans ses poches, ce qui est une grande preuve d'honnêteté, surtout à une époque où tant d'autres citoyens se plaisent à fourrer leurs mains dans les poches de leurs voisins. - Notons en outre que Garnier-Pagès est aime de tous ceux qui le connaissent, bien qu'il ait une légère verrue sur le front.‎

‎o.J. GARNIER-Pagès. Ex-Mitglied der Provisorischen Regierung, Ex-Bürgermeister von Paris, Ex-Finanzminister; GARNIER-Pagès pflegt die Angewohnheit, seine Hände in den Hosentaschen zu haben... was man als Beweis seiner Ehrlichkeit deuten kann... vor allem in einer Zeit, in der viele Mitbürger sich damit vergnügen, mit ihren Händen in den Taschen Anderer herumzuwühlen. Zu bemerken wäre weiterhin, dass alle, die GARNIER-Pagès kennen, ihn auch mögen, obwohl er eine Warze auf der Stirne hat. . Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse, sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 24,4:17,2 cm, Blattgröße 35,8:27,5 cm. Literatur: Daumier-Register 1815 III (von 3); Delteil 1815 III (von 3), Blatt Nr. 17 der Serie ?LES REPRÉSENTANS REPRÉSENTÉS?, erschienen 02.02.1849 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc! Mit kleineren Papierverlusten in den Ecken.‎

‎LES REPRÉSENTANS REPRÉSENTÉS (Die Repräsentanten repräsentiert) ist eine Serie von 109 Lithographien, die in zwei Teile aufgeteilt ist. Der erste Teil enthält die Portäts der ?Assemblée Constituante?, und der zweite Teil die Porträts der ?Assemblée Législative?. Die Serie ist zwischen November 1848 und August 1850 entstanden und wurde im Charivari publiziert, mit Ausnahme der Blätter DR 1797, 1848, 1878, 1886-1903. Darüberhinaus gibt es ein weiteres unpubliziertes Blatt, das weder von Hazard noch von Delteil beschrieben wurde. Wir fügen es dieser Serie bei und beschreiben es unter der DR Nummer 4000. ALBUM. Zwischen 1848 und 1850 entstanden zwei Alben: ?Album Les représentans représentés. 1ère série? und ?Album Les représentans représentés. 2ème série?, die viele Porträts aus dieser Serie enthalten. Erster Teil, "Assemblée Constituante". Es existierte laut Hazard ein Exemplar mit handgeschriebenem Text, auf welchem Huart Daumier bittet, die Nase von Garnier etwas zu verändern, da sie ihm zu rund erschien. Der Laufbursche würde auf die Veränderung am Stein warten, und ihn dann gleich wieder zum Drucken in die Druckerei zurückbringen. Unterschrieben ist die Nachricht von "Proust". GARNIER-PAGES, Louis Antoine PAGES (1803-1878) Händler, Politiker und linksgerichteter Abgeordneter zwischen 1842 und 1848. Anschliessend wurde er ein eher zu Mitte tendierender Bürgermeister von Paris (1848). Ab 1849 war er Mitglied der provisorischen Regierung als Finanzminister, von 1864-1870 war er Abgeordneter, und 1871 Mitglied der Regierung der Nationalen Einheit.‎

Bookseller reference : HD-199

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎UNE VISITE DU MATIN A L'ÉLYSÉE.- Mais, Monsieur Véron, vous ne laisserez donc pas seulement une sous-préfecture à ma disposition!...‎

‎o.J. MORGENBESUCH IM ELYSÉE. - Aber, Monsieur Véron, Sie werden mir doch wohl nicht nur eine Unterpräfektur anbieten! Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse., sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 20:26,3 cm, Blattgröße 25,5:33,9 cm. Literatur: Daumier-Register 1914 II (von 3); Delteil 1914 II (von 3), Blatt Nr. 33 der Serie ?ACTUALITÉS?, erschienen 21.11.1849 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen) Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. Hier sehen wir Napoleon und Véron, wobei Letzterer alle Vorteile seiner neuen Position geniesst. VÉRON, Louis Désiré (1798-1867) war Mediziner, Apotheker (er brachte das Medikament "Regnault" auf den Markt), Literat, Verleger und Politiker.1829 gründete er die "Revue de Paris", war von 1831-1835 Leiter der Pariser Oper und kaufte 1839 die alte Zeitung "Constitutionnel", mit welcher er Thiers und den König unterstützte. Im Gegensatz zum ?Charivari? favorisierte diese regierungstreue Zeitung ab 1848 Napoléon III. Aufgrund seiner Verdienste wurde Véron 1852 zum Abgeordneten ernannt. Véron zahlte Eugène Sue für den "Juif Errant" die enorme Summe von 100'000 Francs (10'000 Francs pro Ausgabe). Er reduzierte den Abonnentenpreis des Constitutionnel von 80 auf 40 Francs und nahm 300'000 Francs an Annoncengeldern ein. In 1945 erschien ein Buch über VÉRON vom Docteur M.-E. Binet: Un medecin pas ordinaire. Le Docteur Véron. Editions Albin Michel, 1945. Es ist illustriert mit zahlreichen Daumier Karikaturen. NAPOLEON III, Charles Louis Napoléon BONAPARTE (1808-1873) war der Sohn von Louis Bonaparte und Hortense de Beauharnais. 1848 wurde er in die gesetzgebende Versammlung gewählt und am 10.12.1848 zum Präsidenten ernannt. Er erhielt 7'824?129 Ja -Stimmen gegen 253?149 Nein- Stimmen. Ab 1850 wurden die Pressegesetze verschärft. 1852 wurde er zum Kaiser der Franzosen ernannt, was er bis September 1870 blieb. Angeblich veruntreute er 25 Millionen Francs. Er unterstützte das Bürgertum und versuchte mit seiner Knüppelgarde (Ratapoil und die Sociéte du 10 Décembre) und dem Militär die Arbeiterklasse in Schach zu halten. 20 Jahre später endete sein Kaiserreich mit dem Krieg gegen Preussen und der endgültigen Abschaffung der Monarchie in Frankreich.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Ce char marchera toujours, ils auront beau vouloir mettre des bâtons dans les roues!‎

‎o.J. Dieser Wagen wird immer rollen, sie können noch so viele Knüppel zwischen die Speichen werfen. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse., sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 21,6:26,7 cm, Blattgröße 27,7:35,8 cm. Literatur: Daumier-Register 1915 II (von 2); Delteil 1915 II (von 2), Blatt Nr. 36 der Serie ?ACTUALITÉS?, erschienen 29.11.1849 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. In diesem Blatt versuchen Thiers, Montalembert und Molé vergeblich, den Fortschritt aufzuhalten. Die Zeit der verschärften Pressegesetze, der Klerikalisierung der Schulen sowie der Einschränkung des allgemeinen Wahlrechts sollten endlich vorbei sein (dargestellt durch die Frauengestalt auf dem antiken Kampfwagen). Römische Insignien, werden wieder bemüht, ähnlich wie während der Zeit der Revolution von 1798. Auch Siegesdenkmäler passen gut in diese Epoche. THIERS, Marie Joseph Louis Adolphe (1797-1877) war Historiker, Staatsmann und Präsident Frankreichs. Er kam 1820 als Anwalt nach Paris und gründete 1830 die Zeitschrift "Le National". Er wurde Staatsrat und Staatssekretär für Finanzen, Innenminister 1832, Mitglied der Académie Française. In 1835 wurde er erneut Innenminister und war an den Reparations-Verhandlungen mit Amerika beteiligt. 1840 wurde er Aussenminister und Ministerratspräsident. 1848 unterstützte er die Kandidatur von Louis-Napoléon und opponierte gegen das allgemeine Wahlrecht von 1850. Unter ihm erfolgte die Einführung der neuen Pressegesetze vom Juli 1850. Ein Jahr später wurde er aus Frankreich ausgewiesen, kehrte in 1852 zurück und wurde Abgeordneter des Distrikts Seine, was er bis 1863 blieb. Wiederwahl in die provisorische Regierung und Kampf gegen die Pariser Kommune 1871. Staatspräsident 1871 und Ende seiner politischen Karriere 1873 nach seiner Wahlniederlage (wobei er trotzdem noch im Hintergrund politisch tätig geblieben ist). MOLE, Louis Mathieu, Conte (1781-1855) war Staatsrat und Politiker. Im Jahr 1813 war er Justizminister und unterstützte Ludwig XVIII. Von 1817 bis 1818 Marineminister und 1830 Ernennung zum Aussenminister. Von 1836 bis 1839 amtierte er als Präsident des Rates und wurde in 1840 zum Mitglied der Académie Française ernannt. Als antirepublikanischer Abgeordneter hatte er sich klar gegen die Pressefreiheit und das allgemeine Wahlrecht ausgesprochen. Er war einer von Victor Hugo?s ?Burgraves? und zog sich 1852 aus der Politik zurück MONTALEMBERT, Charles Forbes de Thyon, Conte de (1810-1870) war Publizist, Politiker und anti-republikanischer Abgeordneter, der sich gegen die Pressefreiheit und das allgemeine Wahlrecht ausgesprochen hatte. Er wurde 1852 in die Académie Française aufgenommen und war ein enger Verbündeter der Monarchie.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Le Chevalier Véron défiant le Charivari à un singulier combat dans le champ clos de la 6e Chambre du Palais de Justice.‎

‎o.J. Ritter Véron fordert den Charivari zum grossen Kampf im Hofe der sechstem Kammer im Palais de Justice auf. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse., sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 21,5:27,6 cm, Blattgröße 27,3:36 cm. Literatur: Daumier-Register 1916 II (von 2); Delteil 1916 II (von 2), Blatt Nr. 49 der Serie ?ACTUALITÉS?, erschienen 22.12.1849 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. VÉRON, Louis Désiré (1798-1867) war Mediziner, Apotheker (er brachte das Medikament "Regnault" auf den Markt), Literat, Verleger und Politiker.1829 gründete er die "Revue de Paris", war von 1831-1835 Leiter der Pariser Oper und kaufte 1839 die alte Zeitung "Constitutionnel", mit welcher er Thiers und den König unterstützte. Im Gegensatz zum ?Charivari? favorisierte diese regierungstreue Zeitung ab 1848 Napoléon III. Aufgrund seiner Verdienste wurde Véron 1852 zum Abgeordneten ernannt. Véron zahlte Eugène Sue für den "Juif Errant" die enorme Summe von 100'000 Francs (10'000 Francs pro Ausgabe). Er reduzierte den Abonnentenpreis des Constitutionnel von 80 auf 40 Francs und nahm 300'000 Francs an Annoncengeldern ein. In 1945 erschien ein Buch über VÉRON vom Docteur M.-E. Binet: Un medecin pas ordinaire. Le Docteur Véron. Editions Albin Michel, 1945. Es ist illustriert mit zahlreichen Daumier Karikaturen. JURISTEN. Es kann angenommen werden, dass sich Daumier im französischen Rechtssystem einigermassen auskannte. Üblicherweise waren bei einer Verhandlung drei Richter sowie ein Staatsanwalt (Procureur Impérial) anwesend. Die Jury sass auf einer Bank seitlich vom Gericht, während sich die Bank des Angeklagten dem Richter gegenüber befand. In wichtigen Fällen standen neben dem Angeklagten zwei Polizisten als Wachen. Der Verteidiger sass vor dem Angeklagten, gegenüber vom Richter. Alle Verhandlungen waren öffentlich und stellten eine willkommene Gratisunterhaltung für die Pariser dar.‎

Bookseller reference : HD-202

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎DEUXIÈME SÉANCE. Un orateur américain prouve d'une manière irréfutable, que le seul moyen de pacifier le genre humain, est de forcer tous les hommes, à porter comme lui, un chapeau vert qu'ils ne devront jamais quitter sauf le soir en se couchant. Personne n'ose même essayer de combattre cette opinion.‎

‎o.J. ZWEITE SITZUNG. Ein amerikanischer Redner beweist mit seltener Eindeutigkeit, dass man den totalen Frieden der Menschheit nur dann erreichen kann, wenn Jedermann einen grünen Hut trägt. Er muss jederzeit getragen werden ausser nachts, wenn man sich schlafen legt. Niemand denkt nur im Traum daran, seine Postulate in Frage zu stellen. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse., sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 18,6:24,3 cm, Blattgröße 26,5:34,9 cm. Literatur: Daumier-Register 1941 I (von 1); Delteil 1941 I (von 1), Blatt Nr. 2 der Serie ?SOUVENIRS DU CONGRES DE LA PAIX.?, erschienen 07.09.1849 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎AIX (Erinnerungen an den Friedenskongress) ist eine Serie von 6 nummerierten Lithographien, die im CHARIVARI des Monats September 1849 erschienenen sind. Dieses Blatt erschien sur blanc ebenfalls als Teil eines Albums in-4° demi chagr. Der Friedenskongress fand vom 13. bis 25.August 1849 in Paris statt. Abgeordnete aus Frankreich, England und Amerika nahmen daran teil. Victor Hugo wurde zum Präsidenten des Kongresses gewählt. Man sieht Victor Hugo im Hintergrund sitzend, der Rede lauschend. DAUMIER UND VICTOR HUGO. Daumiers Verhältnis zu Victor Hugo kann als eher zurückhaltend bezeichnet werden, da er dessen rechtsgerichtete Haltung unter Louis-Philippe nicht schätzte. Daumier veröffentlichte nur ein Blatt in einem Werk Victor Hugos, den "Châtiments". Daumier schrieb, dass die vorliegende Lithographie 1-2 Wochen nach Veröffentlichung des Buches am 20.10.1870 entstanden ist. Anlässlich eines Essens mit Victor Hugo und Louis Blanc am 2.Januar 1871 entstand die Idee, dreissig Drucke "sur blanc" für Victor Hugo herzustellen. Einige wenige dieser Blätter wurden von Hugo und Daumier signiert. Das Blatt zeigt den französischen Kaiseradler, der von Victor Hugo's "Châtiments" wie vom Blitz getroffen wird. Laut Grass-Mick (La Lumière sur Daumier, 1931, p. 81) wurde die Lithographie "Les Châtiments" bereits 1853 hergestellt, aber erst 1872 (sic) veröffentlicht. Wir haben keine Möglichkeit, diese Aussage zu überprüfen. HUGO, Victor Marie, Vicomte (1802-1885) Schriftsteller, Dichter, Dramaturg, Mitglied der Académie Française und früher Mitarbeiter bei der ?Caricature? in 1831. Er schrieb viele bedeutende Werke und ging 1847 in die Politik, indem er Louis-Napoléon ab 1848 unterstützte. Präsident am Friedenskongress in Paris von 1849. 1852 des Landes verwiesen, kehrte er unter der Amnestie wieder zurück und wurde 1871 Abgeordneter. 1876 Ernennung zum Senator.‎

Bookseller reference : HD-203

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎- Dites donc, président, impossible d'attraper un lièvre cette année ci..... ils ne restent plus en place..... - Ça tient à ce que le gouvernement a oublié de les rendre inamovibles......‎

‎o.J. Herr Präsident, finden Sie nicht auch, dass es dieses Jahr fast unmöglich ist, einen schlafenden Beamten zu entlassen? - ... daran ist natürlich die Regierung schuld, die versäumt hat, sie nicht unkündbar zu machen. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse., sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 25,2:19,9 cm, Blattgröße 34:26 cm. Literatur: Daumier-Register 1946 II (von 2); Delteil 1946 II (von 2), Blatt Nr. 2 der Serie ?CROQUIS CHARIVARIQUES.?, erschienen 25.09.1849 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc! Rare!‎

‎CROQUIS CHARIVARIQUES (Charivarische Skizzen) besteht nur aus diesem einen Blatt, welches am 25. September 1849 im Charivari erschienen ist.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Cérémonie imposante du scrutin. Les différentes manières de boire le verre d'eau sucrée parlementaire.‎

‎o.J. Eine imposante Abstimmungszeremonie. Verschiedene Arten, das parlamentarische Zuckerwasser zu trinken. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse., sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 25,4:21,5 cm, Blattgröße 34,3:26 cm. Literatur: Daumier-Register 1957 II (von 2); Delteil 1957 II (von 2), Blatt Nr. 11 der Serie ?PHYSIONOMIES DE L'ASSEMBLÉE.?, erschienen 27.11.1849 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎PHYSIONOMIES DE L'ASSEMBLÉE (Parade der Abgeordneten) ist eine Serie von 32 Lithographien. Sie sind zwischen Oktober 1849 und Februar 1851 im CHARIVARI erschienen, mit Ausnahme von DR 1978, welches unveröffentlicht geblieben ist. Es wurde jedoch bereits von Delteil als zu dieser Serie gehörend betrachtet. ALBUM. Die meisten Lithographien dieser Serie sind auch im ?Album Comique? enthalten, welches 1849-51 publiziert wurde. Die Lithographien dieser Serie zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle im Hochformat gehalten und in der Mitte unterteilt sind. Dadurch haben wir in jedem Blatt zwei Zeichnungen untereinander. Daumier ermöglichte es sich auf diese Art, Themen oder Persönlichkeiten von zwei Seiten her zu beleuchten. Wir sehen, wie drei verschiedene Redner ihr Zuckerwasser trinken. ZUCKERPRODUKTION. Der Name von DELESSERT ist mit der Zuckerproduktion in Frankreich und später auch in Europa eng verbunden. Nachdem von Delessert der Prozess der Zuckerproduktion aus Rüben entwickelt wurde, begann ab 1812 eine eigentliche Zuckerproduktion in grossem Stil. Der Zuckerverbrauch, bedingt durch den tiefen Zuckerpreis stieg rapide an. Während 1789 der jährliche pro Kopf Verbrauch in Frankreich noch bei zwei Pfund lag, stieg er bereits 1880 auf 17 Pfund an. Im europäischen Durchschnitt um 1900 erreichte der Verbrauch 66 Pfund und stieg bis 1972 auf 83 Pfund an. Der amerikanische Konsum liegt heute bei ca 130 Pfund pro Einwohner, wobei ein grosser Teil nicht direkt, sondern indirekt über Snacks und Softdrinks konsumiert wird. Delesserts Entdeckung des Extraktionsprozesses sollte einen ungeahnten Einfluss auf die Ernährungsgewohnheiten der Europäer und Amerikaner haben. LHERBETTE, Armand-Jacques (1791 - 1864), linker Politiker und Anwalt. BIXIO, Jacques-Alexandre (geboren in Chiavari, Italien 1808 - gestorben in Paris 1865) war Arzt und Politiker. Er arbeitete bei verschiedenen landwirtschaftlichen Zeitschriften, sowie beim "National". Er war Handels- und Landwirtschaftsminister vom 20. bis 29. Dezember 1848 und wurde beim anschliessenden Staatsstreich verhaftet. MOLE, Louis Mathieu, Conte (1781-1855) war Staatsrat und Politiker. Im Jahr 1813 war er Justizminister und unterstützte Ludwig XVIII. Von 1817 bis 1818 Marineminister und 1830 Ernennung zum Aussenminister. Von 1836 bis 1839 amtierte er als Präsident des Rates und wurde in 1840 zum Mitglied der Académie Française ernannt. Als antirepublikanischer Abgeordneter hatte er sich klar gegen die Pressefreiheit und das allgemeine Wahlrecht ausgesprochen. Er war einer von Victor Hugo?s ?Burgraves? und zog sich 1852 aus der Politik zurück. VESIN, Marie François Emile (1803-1867) war Beamter und rechtsgerichteter Abgeordneter. Er befürwortete die Salzsteuer.‎

Bookseller reference : HD-205

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Monsieur le sténographe, vous avez bien reproduit mon discours, mais vous avez oublié de noter à différens passages: - Vive sensation,..... je viens de faire ces petites corrections: Le Général Lebreton avançant à l'ordre.‎

‎o.J. Herr Stenograph, Sie haben meine Rede sehr gut widergegeben, aber wie es scheint, haben Sie bei verschiedenen Passagen versäumt hinzuzufügen:.... "lebhafte Emotionen des Abgeordneten"..... Ich habe mir erlaubt diese kleinen Veränderung zu ergänzen. General Lebreton empfängt seine Befehle. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse., sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 25,9:21,8 cm, Blattgröße 35,7:27,6 cm. Literatur: Daumier-Register 1958 II (von 2); Delteil 1958 II (von 2), Blatt Nr. 12 der Serie ?PHYSIONOMIES DE L'ASSEMBLÉE.?, erschienen 30.11.1849 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎PHYSIONOMIES DE L'ASSEMBLÉE (Parade der Abgeordneten) ist eine Serie von 32 Lithographien. Sie sind zwischen Oktober 1849 und Februar 1851 im CHARIVARI erschienen, mit Ausnahme von DR 1978, welches unveröffentlicht geblieben ist. Es wurde jedoch bereits von Delteil als zu dieser Serie gehörend betrachtet. ALBUM. Die meisten Lithographien dieser Serie sind auch im ?Album Comique? enthalten, welches 1849-51 publiziert wurde. Die Lithographien dieser Serie zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle im Hochformat gehalten und in der Mitte unterteilt sind. Dadurch haben wir in jedem Blatt zwei Zeichnungen untereinander. Daumier ermöglichte es sich auf diese Art, Themen oder Persönlichkeiten von zwei Seiten her zu beleuchten. THIERS, Marie Joseph Louis Adolphe (1797-1877) war Historiker, Staatsmann und Präsident Frankreichs. Er kam 1820 als Anwalt nach Paris und gründete 1830 die Zeitschrift "Le National". Er wurde Staatsrat und Staatssekretär für Finanzen, Innenminister 1832, Mitglied der Académie Française. In 1835 wurde er erneut Innenminister und war an den Reparations-Verhandlungen mit Amerika beteiligt. 1840 wurde er Aussenminister und Ministerratspräsident. 1848 unterstützte er die Kandidatur von Louis-Napoléon und opponierte gegen das allgemeine Wahlrecht von 1850. Unter ihm erfolgte die Einführung der neuen Pressegesetze vom Juli 1850. Ein Jahr später wurde er aus Frankreich ausgewiesen, kehrte in 1852 zurück und wurde Abgeordneter des Distrikts Seine, was er bis 1863 blieb. Wiederwahl in die provisorische Regierung und Kampf gegen die Pariser Kommune 1871. Staatspräsident 1871 und Ende seiner politischen Karriere 1873 nach seiner Wahlniederlage (wobei er trotzdem noch im Hintergrund politisch tätig geblieben ist). LHERBETTE, Armand-Jacques (1791 - 1864), linker Politiker und Anwalt. LEBRETON, Eugène-Casimir (1791 - 1876) war General und Politiker.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Lucien Murat et Antony Thouron, que l'on persiste à appeler Thouret, nous ne savons pourquoi. Le chapeau du Président servant d'éteignoir à la discussion.‎

‎o.J. Lucien Murat und Antony Thouron, den man überall Thouret nennt, warum, wissen wir nicht. Der Hut des Präsidenten dient als Finsterling für die Diskussion. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse., sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 26,2:22 cm, Blattgröße 34,3:25,9 cm. Literatur: Daumier-Register 1960 II (von 2); Delteil 1960 II (von 2), Blatt Nr. 14 der Serie ?PHYSIONOMIES DE L'ASSEMBLÉE.?, erschienen 18.12.1849 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎PHYSIONOMIES DE L'ASSEMBLÉE (Parade der Abgeordneten) ist eine Serie von 32 Lithographien. Sie sind zwischen Oktober 1849 und Februar 1851 im CHARIVARI erschienen, mit Ausnahme von DR 1978, welches unveröffentlicht geblieben ist. Es wurde jedoch bereits von Delteil als zu dieser Serie gehörend betrachtet. ALBUM. Die meisten Lithographien dieser Serie sind auch im ?Album Comique? enthalten, welches 1849-51 publiziert wurde. Die Lithographien dieser Serie zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle im Hochformat gehalten und in der Mitte unterteilt sind. Dadurch haben wir in jedem Blatt zwei Zeichnungen untereinander. Daumier ermöglichte es sich auf diese Art, Themen oder Persönlichkeiten von zwei Seiten her zu beleuchten. DUPIN, André-Marie-Jean-Jacques, aîné, (1783-1865) war Jurist, Magistrat, Politiker, Präsident der Kammer und Oberstaatsanwalt. Ausserdem bekleidete er unzählige weitere wichtige Regierungsposten. Er wurde von Daumier sowohl als Tonfigur als auch in mehreren Lithographien dargestellt. Die Abkürzung "DUP..." wies auf eine beschränkte Intelligenz hin. Trotzdem war Dupin ein bekannter Anwalt, der erfolgreich Marschall Ney sowie den republikanischen Dichter und Sänger Béranger verteidigte. Dupin verdient Anerkennung als äusserst wichtiger Politiker seiner Epoche, der liberalen Ideen wohlgesinnt war. Auf seinen Rat hin nannte sich der Duc d?Orléans nicht Philippe VII, wie ursprünglich vorgesehen, sondern Louis-Philippe. 1832 wurde er zum Präsidenten der Kammer ernannt und wurde Mitglied der Académie Française. MURAT, Napoléon Lucien Charles, Prince (1803-1878). 1848 kehrte er aus den Vereinigten Staaten nach Frankreich zurück und wurde im 1851 Abgeordneter und Senator. Er war Anwärter auf den Thron von Neapel 1861. THOURET, Vincent Ferrare François Anthony (1807-1857) war Anwalt, Publizist und Politiker. Er veröffentlichte eine grosse Anzahl Romane, die er während seiner zahlreichen Gefängnisaufenthalte schrieb. 1852 wurde er des Landes verwiesen.‎

Bookseller reference : HD-207

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Le sauvage Bineau faisant son entrée comme ministre - Tiens, c'est pas plus malin qu'ça d'parler à la tribune? - Oui, mais toi, Pierre, tu m'écoutes trop poliment, faudrait d'temps en temps me dire quelque sottise, sans cela il n'y a plus d'illusion, nous n'sommes plus en séance!‎

‎o.J. Der wilde Bineau bei seinem ersten Auftritt als Minister. - Na so schwierig ist es auch nicht, vom Pult aus zu reden! - Schon, Pierre, aber Du hörst viel zu höflich zu! Du musst mich zwischendurch mit etwas Unsinn unterbrechen... ohne dem können wir doch nicht die Illusion aufrecht erhalten, dass wir nicht mehr in der Sitzung sind. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse., sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 26:20,5 cm, Blattgröße 34,3:25,9 cm. Literatur: Daumier-Register 1962 II (von 2); Delteil 1962 II (von 2), Blatt Nr. 16 der Serie ?PHYSIONOMIES DE L'ASSEMBLÉE.?, erschienen 07.12.1849 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎PHYSIONOMIES DE L'ASSEMBLÉE (Parade der Abgeordneten) ist eine Serie von 32 Lithographien. Sie sind zwischen Oktober 1849 und Februar 1851 im CHARIVARI erschienen, mit Ausnahme von DR 1978, welches unveröffentlicht geblieben ist. Es wurde jedoch bereits von Delteil als zu dieser Serie gehörend betrachtet. ALBUM. Die meisten Lithographien dieser Serie sind auch im ?Album Comique? enthalten, welches 1849-51 publiziert wurde. Die Lithographien dieser Serie zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle im Hochformat gehalten und in der Mitte unterteilt sind. Dadurch haben wir in jedem Blatt zwei Zeichnungen untereinander. Daumier ermöglichte es sich auf diese Art, Themen oder Persönlichkeiten von zwei Seiten her zu beleuchten. BINEAU, Jean Martial (1805 ? 1855) war Mineningenieur und von 1841 bis 1848 Abgeordneter beider Kammern. Er setzte sich dafür ein, das Staatsbudget für die Künste zu reduzieren und war Gegner der Pressefreiheit. 1849 wurde er zum Minister für öffentliche Arbeiten ernannt. In dieser Zeit war er verantwortlich für die Asphaltierung der Pariser Boulevards. Von 1852 bis 1855 war er Finanzminister. LEROUX, Pierre-Henri (1797-1871) war Abgeordneter und Philosoph, Schriftsteller und Freund von George Sand. Er war Direktor und Gründungsmitglied der Zeitschriften: "Globe", "Revue encyclopédique" und "La République". Zwischen 1851 und 1869 hielt er sich im Exil in England auf.‎

Bookseller reference : HD-208

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Entrée en classe du jeune Estancelin. Sortie de la classe.‎

‎o.J. Erstes Erscheinen vom kleinen Estancelin in der Klasse. Schulschluss. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse., sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 24,7:20,8 cm, Blattgröße 36,1:27,5 cm. Literatur: Daumier-Register 1967 II (von 2); Delteil 1967 II (von 2), Blatt Nr. 16 der Serie ?PHYSIONOMIES DE L'ASSEMBLÉE.?, erschienen 29.04.1850 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎PHYSIONOMIES DE L'ASSEMBLÉE (Parade der Abgeordneten) ist eine Serie von 32 Lithographien. Sie sind zwischen Oktober 1849 und Februar 1851 im CHARIVARI erschienen, mit Ausnahme von DR 1978, welches unveröffentlicht geblieben ist. Es wurde jedoch bereits von Delteil als zu dieser Serie gehörend betrachtet. ALBUM. Die meisten Lithographien dieser Serie sind auch im ?Album Comique? enthalten, welches 1849-51 publiziert wurde. Die Lithographien dieser Serie zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle im Hochformat gehalten und in der Mitte unterteilt sind. Dadurch haben wir in jedem Blatt zwei Zeichnungen untereinander. Daumier ermöglichte es sich auf diese Art, Themen oder Persönlichkeiten von zwei Seiten her zu beleuchten. THIERS, Marie Joseph Louis Adolphe (1797-1877) war Historiker, Staatsmann und Präsident Frankreichs. Er kam 1820 als Anwalt nach Paris und gründete 1830 die Zeitschrift "Le National". Er wurde Staatsrat und Staatssekretär für Finanzen, Innenminister 1832, Mitglied der Académie Française. In 1835 wurde er erneut Innenminister und war an den Reparations-Verhandlungen mit Amerika beteiligt. 1840 wurde er Aussenminister und Ministerratspräsident. 1848 unterstützte er die Kandidatur von Louis-Napoléon und opponierte gegen das allgemeine Wahlrecht von 1850. Unter ihm erfolgte die Einführung der neuen Pressegesetze vom Juli 1850. Ein Jahr später wurde er aus Frankreich ausgewiesen, kehrte in 1852 zurück und wurde Abgeordneter des Distrikts Seine, was er bis 1863 blieb. Wiederwahl in die provisorische Regierung und Kampf gegen die Pariser Kommune 1871. Staatspräsident 1871 und Ende seiner politischen Karriere 1873 nach seiner Wahlniederlage (wobei er trotzdem noch im Hintergrund politisch tätig geblieben ist). LEBRETON, Eugène-Casimir (1791 - 1876) war General und Politiker. ESTANCELIN, Louis Charles Alexandre (1823-1906) war Diplomat, Politiker sowie einer der grösster Schweinezüchter in der Normandie. Von 1869-1870 war er Abgeordneter in der Gesetzgebenden Kammer. Freund des Duc d?Aumale. FAVRE, Jules Gabriel, Claude (1809-1880) als Anwalt war er einer der Verteidiger der April Angeklagten. Politiker, Abgeordneter und Mitglied der Opposition unter Napoleon 1857-1870. Vizepräsident der Übergangsregierung 1871. Senator ab 1876. (Es könnte sich hier auch um Ferdinand FAVRE handeln) THOURET, Vincent Ferrare François Anthony (1807-1857) war Anwalt, Publizist und Politiker. Er veröffentlichte eine grosse Anzahl Romane, die er während seiner zahlreichen Gefängnisaufenthalte schrieb. 1852 wurde er des Landes verwiesen.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Deux phénomènes, spectacle gratis. Taschereau dans l'exercice de ses interruptions.‎

‎o.J. Zwei Phänomene, eine Gratisvorstellung. Taschereau während seiner Unterbrechungsübungen. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert, Pl. de la Bourse., sowie: Imp. Aubert & Cie. Darstellungsgröße 27,3:22 cm, Blattgröße 36,1:27,5 cm. Literatur: Daumier-Register 1968 II (von 2); Delteil 1968 II (von 2), Blatt Nr. 22 der Serie ?PHYSIONOMIES DE L'ASSEMBLÉE.?, erschienen 27.02.1850 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎PHYSIONOMIES DE L'ASSEMBLÉE (Parade der Abgeordneten) ist eine Serie von 32 Lithographien. Sie sind zwischen Oktober 1849 und Februar 1851 im CHARIVARI erschienen, mit Ausnahme von DR 1978, welches unveröffentlicht geblieben ist. Es wurde jedoch bereits von Delteil als zu dieser Serie gehörend betrachtet. ALBUM. Die meisten Lithographien dieser Serie sind auch im ?Album Comique? enthalten, welches 1849-51 publiziert wurde. Die Lithographien dieser Serie zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle im Hochformat gehalten und in der Mitte unterteilt sind. Dadurch haben wir in jedem Blatt zwei Zeichnungen untereinander. Daumier ermöglichte es sich auf diese Art, Themen oder Persönlichkeiten von zwei Seiten her zu beleuchten. TASCHEREAU, Jules-Antoine (1801-1874) war Literat und Politiker. Er begründete die Zeitschrift "Revue Rétrospective" in 1832. Er war Abgeordneter 1839-1842 und Verwalter der kaiserlichen Bibliothek 1852. THIERS, Marie Joseph Louis Adolphe (1797-1877) war Historiker, Staatsmann und Präsident Frankreichs. Er kam 1820 als Anwalt nach Paris und gründete 1830 die Zeitschrift "Le National". Er wurde Staatsrat und Staatssekretär für Finanzen, Innenminister 1832, Mitglied der Académie Française. In 1835 wurde er erneut Innenminister und war an den Reparations-Verhandlungen mit Amerika beteiligt. 1840 wurde er Aussenminister und Ministerratspräsident. 1848 unterstützte er die Kandidatur von Louis-Napoléon und opponierte gegen das allgemeine Wahlrecht von 1850. Unter ihm erfolgte die Einführung der neuen Pressegesetze vom Juli 1850. Ein Jahr später wurde er aus Frankreich ausgewiesen, kehrte in 1852 zurück und wurde Abgeordneter des Distrikts Seine, was er bis 1863 blieb. Wiederwahl in die provisorische Regierung und Kampf gegen die Pariser Kommune 1871. Staatspräsident 1871 und Ende seiner politischen Karriere 1873 nach seiner Wahlniederlage (wobei er trotzdem noch im Hintergrund politisch tätig geblieben ist). MOLE, Louis Mathieu, Conte (1781-1855) war Staatsrat und Politiker. Im Jahr 1813 war er Justizminister und unterstützte Ludwig XVIII. Von 1817 bis 1818 Marineminister und 1830 Ernennung zum Aussenminister. Von 1836 bis 1839 amtierte er als Präsident des Rates und wurde in 1840 zum Mitglied der Académie Française ernannt. Als antirepublikanischer Abgeordneter hatte er sich klar gegen die Pressefreiheit und das allgemeine Wahlrecht ausgesprochen. Er war einer von Victor Hugo?s ?Burgraves? und zog sich 1852 aus der Politik zurück. THOURET, Vincent Ferrare François Anthony (1807-1857) war Anwalt, Publizist und Politiker. Er veröffentlichte eine grosse Anzahl Romane, die er während seiner zahlreichen Gefängnisaufenthalte schrieb. 1852 wurde er des Landes verwiesen.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Le banc des solliciteurs dans la salle des pas perdus. Un représentant ayant une légère distraction en pleine séance.‎

‎o.J. Bank der Lobbyisten in der Wandelhalle. Ein Abgeordneter, dem im Laufe der Sitzung eine kleine Unaufmerksamkeit unterlief. Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie. Pl. de la Bourse,29 Paris., sowie: Imp. de Me.Ve.Aubert, 5, rue de l'Abbaye,Paris. Darstellungsgröße 25,5:22 cm, Blattgröße 33,7:26,3 cm. Literatur: Daumier-Register 1976 II (von 2); Delteil 1976 II (von 2), Blatt Nr. 30 der Serie ?PHYSIONOMIES DE L'ASSEMBLÉE.?, erschienen 06.01.1851 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎PHYSIONOMIES DE L'ASSEMBLÉE (Parade der Abgeordneten) ist eine Serie von 32 Lithographien. Sie sind zwischen Oktober 1849 und Februar 1851 im CHARIVARI erschienen, mit Ausnahme von DR 1978, welches unveröffentlicht geblieben ist. Es wurde jedoch bereits von Delteil als zu dieser Serie gehörend betrachtet. ALBUM. Die meisten Lithographien dieser Serie sind auch im ?Album Comique? enthalten, welches 1849-51 publiziert wurde. Die Lithographien dieser Serie zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle im Hochformat gehalten und in der Mitte unterteilt sind. Dadurch haben wir in jedem Blatt zwei Zeichnungen untereinander. Daumier ermöglichte es sich auf diese Art, Themen oder Persönlichkeiten von zwei Seiten her zu beleuchten. BERGER, Jean Jacques (1790 ? 1859) war Anwalt und Politiker sowie 1830 auch Bürgermeister des 2. Pariser Arrondissements. Von diesem Amt wurde er 1840 abgewählt, um 1842 den gleichen Posten wieder zu übernehmen. Von 1848 bis 1853 wurde er Präfekt des Distrikts Seine. Seine Unterstützung der Kandidatur von Louis Napoléon führte zur Ernennung als Senator.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Les Augures de l'Empire s'apprêtant à consulter les entrailles des canards sacrés avant que César ne choisisse d'autres ministres.‎

‎o.J. Die Wahrsager begutachten die Eingeweide der heiligen Gänse, bevor Cäsar neue Minister auswählt. Lithographie, auf braünlichem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert Pl. de la Bourse., sowie: Imp.Aubert & Cie. Darstellungsgröße 26,3:21,1 cm, Blattgröße 34:27,6 cm. Literatur: Daumier-Register 1996 II (von 2); Delteil 1996 II (von 2), Blatt Nr. 97 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 27.03.1850 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren GruppenThiers bemühte sich, die Kandidatur des Prinz Präsidenten (des späteren Napoleon III) zu unterstützen. Dabei benützte er die Zeitschrift Le Constitutionnel zum Lancieren von Zeitungsenten um die Opposition zu desavouieren. Der Druck zeigt Molé und Thiers als Auguren vor einem Käfig mit heiligen Enten. Napoleon, noch Präsident, befragte seine Auguren, Thiers und Molé über ihre Voraussagen betreffend die kommenden Wahlen. BURGRAVES. Der Name ?Burgraves? wurde durch das Theaterstück von Victor Hugo zu einem Synonym für Konservativismus, Unbeweglichkeit und ?Démodé?, obwohl sein Theaterstück kein Erfolg war. Auch acht Jahre nach Erscheinen des Stücks war der Name noch ein Begriff, als man in der Zeit relativer Pressefreiheit zwischen 1848 und 1852 unter ?Burgraves? die unverbesserlichen Nicht-Republikaner wie Thiers, Berryer, Molé und Montalembert verstand. Einen Monat nach der Uraufführung der ?Burgraves? von Hugo wurde ein ?Gegenstück? von F.Ponsard unter dem Titel ?Lucrèce? in den Theatern der Stadt gespielt (DR 1010). Charivari reagierte prompt und verglich beide Stücke miteinander, indem DR 1010 von Daumier in der Zeitschrift erschien und zwar unter dem Titel ?Lucrèce et les Burgraves?. Ponsard?s Erfolg verärgerte das Establishment, wozu Hugo, Dumas, de Vigy und Sainte-Beuve gehörten. THIERS, Marie Joseph Louis Adolphe (1797-1877) war Historiker, Staatsmann und Präsident Frankreichs. Er kam 1820 als Anwalt nach Paris und gründete 1830 die Zeitschrift "Le National". Er wurde Staatsrat und Staatssekretär für Finanzen, Innenminister 1832, Mitglied der Académie Française. In 1835 wurde er erneut Innenminister und war an den Reparations-Verhandlungen mit Amerika beteiligt. 1840 wurde er Aussenminister und Ministerratspräsident. 1848 unterstützte er die Kandidatur von Louis-Napoléon und opponierte gegen das allgemeine Wahlrecht von 1850. Unter ihm erfolgte die Einführung der neuen Pressegesetze vom Juli 1850. Ein Jahr später wurde er aus Frankreich ausgewiesen, kehrte in 1852 zurück und wurde Abgeordneter des Distrikts Seine, was er bis 1863 blieb. Wiederwahl in die provisorische Regierung und Kampf gegen die Pariser Kommune 1871. Staatspräsident 1871 und Ende seiner politischen Karriere 1873 nach seiner Wahlniederlage (wobei er trotzdem noch im Hintergrund politisch tätig geblieben ist). MOLE, Louis Mathieu, Conte (1781-1855) war Staatsrat und Politiker. Im Jahr 1813 war er Justizminister und unterstützte Ludwig XVIII. Von 1817 bis 1818 Marineminister und 1830 Ernennung zum Aussenminister. Von 1836 bis 1839 amtierte er als Präsident des Rates und wurde in 1840 zum Mitglied der Académie Française ernannt. Als antirepublikanischer Abgeordneter hatte er sich klar gegen die Pressefreiheit und das allgemeine Wahlrecht ausgesprochen. Er war einer von Victor Hugo?s ?Burgraves? und zog sich 1852 aus der Politik zurück. AUGUREN: (Römische Geschichte) waren Weise, die ihre Voraussagungen aus dem Gesang, Flug und Verhalten der Vögel entnommen hatten.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎LE REMÈDE DE MIMI VÉRON apothicaire en chef du Constitutionnel. - Prenez....... prenez, il n'y a que cela qui puisse vous sauver!‎

‎o.J. DAS HEILMITTEL DES MIMI VÉRON. Chef-Apotheker des Constitutionnel. - Kommen Sie, das ist das einzige, was Sie noch retten kann! Lithographie, auf braünlichem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert Pl. de la Bourse., sowie: Imp.Aubert & Cie. Darstellungsgröße 20,9:27,1 cm, Blattgröße 26,1:33,7 cm. Literatur: Daumier-Register 2008 II (von 2); Delteil 2008 II (von 2), Blatt Nr. 124 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 14.05.1850 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. In diesem Blatt ging es darum, dass Véron den Vorschlag unterstützte, die Amtszeit des Präsidenten der Republik von ursprünglich 4 Jahren auf 10 Jahren zu verlängern. Ein Versuch, der auch im heutigen Frankreich (2003) immer wieder von den Politikern lanciert wird. VÉRON, Louis Désiré (1798-1867) war Mediziner, Apotheker (er brachte das Medikament "Regnault" auf den Markt), Literat, Verleger und Politiker.1829 gründete er die "Revue de Paris", war von 1831-1835 Leiter der Pariser Oper und kaufte 1839 die alte Zeitung "Constitutionnel", mit welcher er Thiers und den König unterstützte. Im Gegensatz zum ?Charivari? favorisierte diese regierungstreue Zeitung ab 1848 Napoléon III. Aufgrund seiner Verdienste wurde Véron 1852 zum Abgeordneten ernannt. Véron zahlte Eugène Sue für den "Juif Errant" die enorme Summe von 100'000 Francs (10'000 Francs pro Ausgabe). Er reduzierte den Abonnentenpreis des Constitutionnel von 80 auf 40 Francs und nahm 300'000 Francs an Annoncengeldern ein. In 1945 erschien ein Buch über VÉRON vom Docteur M.-E. Binet: Un medecin pas ordinaire. Le Docteur Véron. Editions Albin Michel, 1945. Es ist illustriert mit zahlreichen Daumier Karikaturen. NAPOLEON III, Charles Louis Napoléon BONAPARTE (1808-1873) war der Sohn von Louis Bonaparte und Hortense de Beauharnais. 1848 wurde er in die gesetzgebende Versammlung gewählt und am 10.12.1848 zum Präsidenten ernannt. Er erhielt 7'824?129 Ja -Stimmen gegen 253?149 Nein- Stimmen. Ab 1850 wurden die Pressegesetze verschärft. 1852 wurde er zum Kaiser der Franzosen ernannt, was er bis September 1870 blieb. Angeblich veruntreute er 25 Millionen Francs. Er unterstützte das Bürgertum und versuchte mit seiner Knüppelgarde (Ratapoil und die Sociéte du 10 Décembre) und dem Militär die Arbeiterklasse in Schach zu halten. 20 Jahre später endete sein Kaiserreich mit dem Krieg gegen Preussen und der endgültigen Abschaffung der Monarchie in Frankreich‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎Les caniches et les rentiers allant féliciter l'Assemblée nationale du rejet de l'impôt que l'on proposait sur le transfert des rentes et sur la race canine.‎

‎o.J. Pudel und Rentenbezieher auf dem Weg zur Nationalversammlung, um für die Abschaffung der Hundesteuer und Transfersteuer auf Renteneinkommen zu gratulieren. Lithographie, auf braünlichem Velin, mit den Adressen: Chez Me.Ve.Aubert Pl. de la Bourse.29, sowieLithie.de Me.Vve.Aubert r. Croix des Pts.Chps...... Darstellungsgröße 21,4:26,7 cm, Blattgröße 27,6:32,8 cm. Literatur: Daumier-Register 2016 II (von 2); Delteil 2016 II (von 2), Blatt Nr. 146 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 17.06.1850 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen) Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. Die Nationalversammlung hat den Vorschlag von Remilly, eine Hundesteuer einzuführen abgelehnt. Gleichzeitig wurde der Transfer der Renten abgewählt. Daher gratulieren hier die Rentner und die Hunde der Versammlung zu ihrer weisen Entscheidung.‎

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‎Daumier, Honoré - 1808 Marseille ? Valmondais 1879‎

‎SUITES DU MACADAMISAGE. Aspect des Boulevards dans six mois..... - désespoir des propriétaires!‎

‎o.J. DIE FOLGEN DER ASPHALTIERUNG. So sehen die Boulevards in sechs Monaten aus... Verzweiflung der Hausbesitzer! Lithographie, auf chamoisfarbenem Velin, mit den Adressen: Chez Aubert & Cie Pl. de la Bourse,29., sowie: Lithie.de Me.Vve.Aubert r. Croix des Pts.Chps.... Lith de Me.Ve.Aubert r. Croix des Pts.ChPs.21Paris. Darstellungsgröße 21,8:26,2 cm, Blattgröße 26,6:34,2 cm. Literatur: Daumier-Register 2020 I (von 1); Delteil 2020 I (von 1), Blatt Nr. 162 der Serie ?ACTUALITÉS.?, erschienen 12.07.1850 in ?LE CHARIVARI?. ? Sur blanc!‎

‎ACTUALITÉS (Tagesgeschehen). Ein sehr grosser Teil von Daumiers lithographischen Arbeiten sind von politischer Aussagekraft und als soziale und politische Protest-Karikaturen zu verstehen. In fast einem Viertel seines Lebenswerkes finden wir daher politische Karikaturen zum Tagesgeschehen, die zumeist in der Serie ACTUALITÉS im Charivari veröffentlicht wurden. Mit auffallender Regelmässigkeit erschienen die Blätter der Serie Actualités meist in grösseren Gruppen. STADTERNEUERUNG. Viele Häuser wurden im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms von Haussmann abgerissen, um breiten Boulevards Platz zu machen. Daumier zeigt in seiner Serie ?Locataires et Propriétaires? eindrücklich die Wohnungsprobleme der Pariser auf. BINEAU, Jean Martial (1805 ? 1855) war Mineningenieur und von 1841 bis 1848 Abgeordneter beider Kammern. Er setzte sich dafür ein, das Staatsbudget für die Künste zu reduzieren und war Gegner der Pressefreiheit. 1849 wurde er zum Minister für öffentliche Arbeiten ernannt. In dieser Zeit war er verantwortlich für die Asphaltierung der Pariser Boulevards. Von 1852 bis 1855 war er Finanzminister. McADAM, John Loudon (1756-1836) war schottischer Erfinder von Strassenbelägen. Er entwickelte einen Teerbelag, mit welchem der Sandboden bedeckt wurde, während gleichzeitig Wasser-Ablaufrinnen installiert wurden. Der Strassenbelag wurde nach ihm benannt und hiess auf französisch: Macadam. Bei der Asphaltierung der Strassen kam es sehr auf die richtige Mischung an, entweder löste sich der Belag auf und wurde zu Schlamm oder er wurde zu Sand. Während bereits um 1850 begonnen wurde, die Sandstrassen der Hauptstadt zu asphaltieren, sollte es in Manhattan bis 1880 dauern, bis die ersten grossen Boulevards wie Broadway und 5th Avenue. mit Strassenbelag versehen wurden. HAUSSMANN, George Eugène, Baron (1809-1891), Financier und genialer Stadtplaner, war unter NAPOLEON III für die Neugestaltung von Paris verantwortlich. Während seiner Aktivzeit wurden der Bois de Boulogne angelegt und die Staatsoper gebaut. Darüber hinaus entstanden über eine Bauzeit von 15 Jahren neue Brücken, und die engen Strassen wurden durch Boulevards ersetzt, die alle ins Zentrum führten. Diese "Schnellstrassen" ermöglichten gleichzeitig der Nationalgarde eine effizientere Kontrolle revolutionärer Aktivitäten in der Bevölkerung. Balzac kommentierte die grossen Boulevards in Paris folgendermassen: ?Der Boulevard, der niemals sich selber gleicht, verspürt jede Erschütterung von Paris, er hat seine Stunden der Melancholie und seine Stunden der Fröhlichkeit, seine öden Stunden und seine tumultuarischen Stunden, seine keuschen Stunden und seine schändlichen Stunden?.‎

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