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Croisset, Francis de, Schriftsteller (1877-1937).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wohl Wien, o. D.
1 S. Qu.-8vo. Francois de Croisset schrieb u. a. die Libretti zu Jules Massenets "Chérubin" (1905) und Reynaldo Hahns "Ciboulette" (1923). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Hotels Meissl & Schadn in Wien.
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Csokor, Franz Theodor, Schriftsteller (1885-1969).
3 eigenh. (davon 2 Bild-)Postkarten mit U. Wien, 1957 bis 1968.
Zusammen 3 SS. auf 3 Bll. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag und zu Ostern.
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Csokor, Franz Theodor, Schriftsteller (1885-1969).
5 eigenh. (davon 2 Bild-)Postkarten mit U. und 1 gedr. Visitkarte mit eh. Grußzeile. Wien, 1948-1957.
Zusammen 6 SS. Meist Qu.-8vo. Die Visitkarte mit eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche.
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Csokor, Franz Theodor, Schriftsteller (1885-1969).
Eigenh. Albumblatt mit 4 Zeilen und U. O. O. u. D. [nach 1965]
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Wenn dein Weg sich neigt dem Ende | Und dein Stundenglas vergeht, | bleibt dir nurmehr deine Lende | oder nurmehr dein Gebet”. - Später Aphorimsus des 1946 nach Wien zurückgekehrten Emigranten, wohl mit Blick auf das eigene Lebensalter verfaßt.
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Csokor, Franz Theodor, Schriftsteller (1885-1969).
Eigenh. Albumblatt mit 4 Zeilen, Widmung, Datum und U. Wien, 9. II. 1965.
1 S. Qu.-8vo. "An Fritz Zelgar "für seine Handschriftensammlung": "'Zur Heimat hat jeder von uns die Welt / und zugleich das Nächste, darin er sich fühlt'. Aus meinem Drama 'Gesellschaft der Menschenrechte'".
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Csokor, Franz Theodor, Schriftsteller (1885-1969).
Eigenh. Briefkarte mit U. sowie 3 ms. Briefe mit U. Wien, 1953-55.
Zusammen 4 SS. Verschiedene Formate. An den Berufsoffizier und späteren Fabrikanten wie Übersetzer K. L. Ammer (d. i. Karl Klammer, 1879-1959) betreffs der Aufnahme in den P.E.N. Club, der Übersendung von dessen Statuten u. a.: "Lieber Herr Oberstleutnant und Kollege Herzlichsten Dank für den Beweis Ihrer Freundschaft! - der nicht zu spät kam, sondern sich eben jetzt erst voll bemerkbar macht [...]" (zweifarbig geschriebene Postkarte vom "6. IX. 1955 - 22. IX. 1955"). - Als Übersetzer zeichnete K. L. Ammer vor allem für Übersetzungen aus dem Französischen (Villon, Verlaine, Maeterlinck und Rimbaud) verantwortlich. - Die Briefe auf Briefpapier mit gedr. bzw. gepr. Briefkopf des P.E.N Club.
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Csokor, Franz Theodor, Schriftsteller (1885-1969).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 16. XII. [1956].
½ S. 4to. Gratuliert der Schauspielerin Lili Marberg zu ihrem 80. Geburtstag: "[...] spät, aber desto herzlicher sollen Sie meine Glückwünsche erreichen. Ein so in Hochspannung von Kunst verbrachtes Leben trägt seinen Lohn in sich [...]". - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936).
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Csokor, Franz Theodor, Schriftsteller (1885-1969).
Ms. Brief mit eigenh. U. ("F. T. Csokor"). Wohl Wien, o. D.
1 S. Qu.-gr.-8vo. An Richard Dolberg (1888-1972) vom "Österreich-Institut" zur Übersendung einer (hier nicht beiliegenden) Antwort nach der Frage um die Bedeutung des genannten Instituts. - Auf Briefpapier mit gestemp. Absender; im linken Rand gelocht (keine Textberührung).
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Czibulka, Alfons Frh. von, Schriftsteller (1888-1969).
9 eigenh. (davon 7 Bild-)Postkarten mit U. und 1 gedr. Billett mit U. Meist München, 1946-1968.
Zusammen 10 SS. Qu.-8vo. Mit einem ms. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche: “Mir hat ja der Krieg meinen einzigen Sohn und im Jahre 1944 auch noch mein Haus genommen (Bombenvolltreffer) [...]” (29. VI. 1946). - Alfons Frh. von Czibulka besuchte seit 1907 die Militärakademie in Wiener Neustadt und trat 1910 in das Regiment der Windischgrätzer Dragoner ein. Er ließ sich jedoch bald beurlauben, studierte als Gasthörer deutsche und französische Literaturgeschichte an der Pariser Sorbonne und bildete sich von 1912 bis 14 an der Kunstakademie in Breslau (Meisterklasse für Malerei) aus. Nach dem Ersten Weltkrieg als freier Schriftsteller in München ansässig, war er von 1919 bis 23 Hauptschriftleiter der von ihm gegründeten phantastisch-literarischen Zeitschrift "Der Orchideengarten" und schrieb zahlreiche Romane und Erzählungen, vorwiegend aus der Zeit des alten Österreich, sowie Rundfunkvorträge und kulturhistorische Hörbilder. Vgl. Kosch II, 901f.
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D’Ovidio, Francesco, Italian philologist and literary critic (1849-1925).
Autograph postcard signed. Naples, 14. X. 1880.
Oblong 8vo. 1 p. With autograph address. To the German linguist Gustav Meyer (1850-1900) with apologies for not being able to meet after an initial visit by Meyer due to a grave illness of D'Ovidio's mother: "Due giorni dopo quello in cui Ella mi onorò di una sua visita, mi s'ammalò gravissimamente mia madre. Quando essa risanò, e io venni a cercarla al suo albergo, Ella era già partito non so più per dove. Così io non potei fare per Lei neanche quel pochissimo che altrimenti avrei saputo fare. Gliene esprimo tutto il mio rincrescimento, e Le chiedo mille scuse [...]". In a short postscript, D'Ovidio sends greetings to the philologist Hugo Schuchardt, a colleague of Meyer at the University of Graz: "Voglia salutarmi il prof. Schuchardt". - From the collection of Eduard Fischer von Röslerstamm (1848-1915).
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Dahn, Felix, Schriftsteller (1834-1912).
3 eigenh. Postkarten mit Unterschrift. Breslau, 18. u. 22. V. 1894 u. 27. X. 1909.
Zus. 2½ Seiten. Qu.-8vo. Mit Adresse. An den Journalisten, Schriftsteller und Herausgeber der ‘Deutschen Dichterhalle’ Ernst Eckstein (1845-1900) bzw. dessen Witwe Claudine. - Dahn bedankt sich u. a. "für die gütige Gabe der ganz ausgezeichnet schönen, vollendeten Uebertragungen! Das thut Ihnen in Deutschland keiner nach!" - 1894 war von Eckstein ‘Lyra germano-latina’ erschienen, eine Übertragung deutscher Gedichte ins Lateinische.
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Dahn, Felix, Schriftsteller (1834-1912).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
½ S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Karl Schönwiese: "Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk". - Aus der Sammlung Karl Schönwiese und in Umschlag derselben.
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Dahn, Felix, Schriftsteller (1834-1912).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. "Das höchste Gut des Mannes ist sein Stat[!]".
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Dahn, Felix, Schriftsteller (1834-1912).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-16mo. "Das höchste Gut des Mannes ist sein Stat [!]".
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Dahn, Felix, Schriftsteller (1834-1912).
Eigenh. Billett mit Initialen. O. O. u. D.
1 S. Carte de Visite-Format. "Geehrter Herr! Sie finden das gewünschte Verzeichnis meiner Dichtungen im V. Jahrgang von Kürschners Literatur Kalender (biographische Daten in Meiers [!] Konversationslexikon". - Papierbedingt etwas gebräunt. - In altem Sammlungsumschlag.
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Dahn, Felix, Schriftsteller (1834-1912).
Eigenh. Brief mit U. Scheveningen, 16. VIII. 1885.
2 SS. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Herzlichen Dank für die so überaus freundlichen Zeilen und die gütige Uebersendung Ihrer schönen Arbeit, welche ich mit lebhaftem Interesse und warmen Beifall zu lesen begonnen habe. Das gewünschte Autogramm liegt bei. Der liebenswürdigen Einladung in das schöne Ungarn und zu der reichen Ausstellung kann ich leider nicht Folge leisten: der Rest meiner Ferien gehört meinen alten Aeltern in München [...]". - Der Sohn des Schauspielers Friedrich Dahn studierte in München Rechtswissenschaft und Philosophie, habilitierte sich 1857 an der Universität München für Deutsches Recht und wurde Mitglied der "Gesellschaft der Krokodile". Seit 1863 Professor in Würzburg, wechselte er 1872 nach Königsberg und 1888 nach Breslau. Zunächst Autor wissenschaftlicher Literatur, schrieb er später überwiegend historische Romane, darunter den Bestseller "Ein Kampf um Rom".
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Dahn, Felix, Schriftsteller (1834-1912).
Eigenh. Sentenz mit U. O. O. u. D.
1/2 S. Qu.-8vo. "Wahre Schönheit ist schöne Wahrheit". - Der Sohn des Schauspielers Friedrich Dahn studierte in München Rechtswissenschaft und Philosophie, habilitierte 1857 an der Univ. München für Deutsches Recht und wurde Mitglied der "Gesellschaft der Krokodile". Seit 1863 a.o.Prof. an der Univ. Würzburg, wechselte er 1872 als Lehrstuhlinhaber an die Univ. Königsberg, 1888 nach Breslau. D. war seit 1872 Mitglied des Gelehrtenausschusses des Germanischen Museums in Nürnberg. Zunächst Autor wissenschaftlicher Literatur, schrieb er später überwiegend historische Romane, darunter den Bestseller "Ein Kampf um Rom". Zu Dahn vgl. Kosch I, 310f.
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Dahn, Felix, Schriftsteller und Rechtshistoriker (1834-1912).
Eigenh. Widmung mit U. in: Paul Lindau (Hrsg.): Nord und Süd. Eine deutsche Monatsschrift. Sonderabdruck. Breslau, S. Schottlaender, [1895].
(1), 25 SS. Originalbroschur. 8vo. Für “Herrn Josef Longo mit bestem Dank und Gruss [-] Sursum corda!”. - Der Sonderabdruck enthält einen Aufsatz Dahns aus Anlaß von Bismarcks 80. Geburtstag. - Joseph Johann Karl Longo (geb. 1869) war Gymnasialprofessor für Deutsch, Geographie und Geschichte. - Umschlag mit Stempel des Adressaten.
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Dahn, Felix, Schriftsteller und Rechtshistoriker (1834-1912).
Gedr. Visitkarte mit eigenh. Sinnspruch und Namenszug verso. O. O. u. D.
1 S. “Pflicht macht stark”.
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Dahn, Felix, Schriftsteller (1834-1912).
Portraitphotographie mit eigenh. Sinnspruch (verso) und wiederholter U. (r/v). O. O. u. D.
96:61 mm. "Wahre Schönheit ist schöne Wahrheit". - Die Bildseite mit einem Brustbild im Profil. - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett und hs. Numerierung "48".
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Dahn, Felix, Schriftsteller und Rechtshistoriker (1834-1912).
Portraitpostkarte mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. Schönes Altersbildnis im Sessel sitzend. - Die Widmung an "sein liebes Elferl".
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Dallas, Eneas Sweetland, Journalist und Schriftsteller (1828-1879).
Eigenh. Brief mit U. "6 Hanover Square, Wednesday".
1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "I was sorry that I was not in a condition to see you yesterday morning when you called, having been up late the previous night. Accept my best thanks for your beautiful volume which I have been reading with great interest [...]". - "Neither biography, politics, literary criticism, nor any other subject came amiss to his comprehensive intellect", heißt es würdigend im entsprechenden Artikel der DNB. "Few men wrote more careful, graceful English, a merit well worth recording [...]".
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Danszky, Eduard Paul, Schriftsteller (1884-1971).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, September 1951.
½ S. Kl.-4to. "... Darauf drehte sich Raimund zu ihm herum und bemerkte: 'Ja, lieber Herr Hofschauspieler Kettel, Sie sind aus einem reichen Haus und hängen schon von Geburt an zwei Goldketteln. So wer braucht freilich keinen Kork zum Hinaufschwimmen!' Aus 'Flitterwochen der Madame Schröder' [...]". - Danszky war als freier Schriftsteller und einige Jahre lang auch in der Porzellanindustrie tätig, ehe er Kulturredakteur des "Neuen Wiener Tagblatts" und Mitarbeiter der "Volks-Zeitung" wurde. Er schrieb erzählende Prosa vor allem aus der österreichischen Geschichte und biographische Romane u. a. über Goethe und Ferdinand Raimund ("Da leg ich meinen Hobel hin...", 1939).
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Danszky, Eduard Paul, Schriftsteller (1884-1971).
Eigenh. Briefkarte mit U. [Wien], 15. II. 1966.
2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum 82. Geburtstag. - Danszky war als freier Schriftsteller und einige Jahre lang auch in der Porzellanindustrie tätig, ehe er Kulturredakteur des "Neuen Wiener Tagblatts" und Mitarbeiter der "Volks-Zeitung" wurde. Er schrieb erzählende Prosa vor allem aus der österreichischen Geschichte und biographische Romane u. a. über Goethe und Ferdinand Raimund ("Da leg ich meinen Hobel hin...", 1939).
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Daudet, Ernest, Schriftsteller (1837-1921).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 8.V. o.J.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Der Bruder des Schriftstellers Alphonse Daudet, der "neben Romanen auch der literarischen Forschung dienliche Werke über Politik und Gesellschaft der Revolutionszeit" schrieb (Brockhaus, 17. A., s. v.), bittet den namentlich nicht genannten Adressaten, von dem er durch seinen Bruder erfahren hat, daß er zur Zeit verreist sei, sich des übersandten Buches anzunehmen und ein Treffen in Paris vorzuschlagen.
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Defner, Adalbert, Lichtbildner (1884-1969).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. O. O., 1960.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adr. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Geboren im kärntnerischen Millstatt, studierte Defner Naturwissenschaften in Wien, arbeitete als Mittelschullehrer und war während des Ersten Weltkriegs als Heeresphotograph eingesetzt. 1919 übersiedelte er nach Wernigerode/Harz und gründete dort eine Werkstatt für künstlerische Fotografie. 1924 zurück in Österreich, gründete er in Innsbruck eine zweite Lichtbildwerkstätte und einen bis heute (in Igls) bestehenden Verlag. Landesweit bekannt als bedeutender Landschaftsphotograph für Postkarten und Kalender, veröffentlichte Defner hochwertige Ansichtskarten zahlreicher Orte und Objekte, Bildbände und Kalender. Öst. Lex. I, 209. - Die Bildseite der Karte zeigt eine von Defners Aufnahmen, eine Ansicht der Kanzel im Stephansdom.
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Deinhard-Deinhardstein, Johann Ludwig, Schriftsteller (1794-1858).
"Ode an Seine Majestät den Kaiser zu Seinem 66. Geburtstage". Eigenh. Gedicht mit U. O. O. u. D., [1834].
Titel und 2 SS. (9 Strophen zu je vier Verszeilen) auf Doppelblatt. 4to. An Franz II. (I.) im Jahr vor dessen Ableben: "Der Tag des Segens, welcher Dich Herr! gebar | Er regt nicht Jubel auf nur und laute Lust, | Er ruft ans Licht auch stille Wünsche, | Dir in den Tiefen des Busens schlummernd [...]".
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Deißinger, Hans, Schriftsteller (1890-1986).
5 eigenh. Postkarten mit U. Salzburg und Anthering b. Salzburg, 1948-1968.
Zusammen 6 SS. 8vo. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche: “Das Einerlei der Ereignisse und Verpflichtungen hat mich so vergeßlich gemacht, - bin ich Ihnen einmal persönlich begegnet oder durch einen Brief bekannt geworden? [...]” - Hans Deißinger war Professor an der Staatsgewerbeschule Salzburg, trat frühzeitig in den Ruhestand und lebte als freier Schriftsteller in Anthering bei Salzburg, seit 1966 auch wieder in Salzburg. Er veröffentlichte Romane, Gedichte und Schauspiele; 1959 wurde ihm der Sudetendeutsche Förderungspreis zugesprochen. Vgl. Kosch III, 52f. - Die Karte vom 21. VII. 1967 mit einem achtzeiligen ms. Gedicht.
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Delpit, Albert, writer (1849-1893).
ALS. Probably Paris ("8. Avenue Percier"), 26 March 1890 or 1896.
8vo. 2 pp. on bifolium. To an unnamed addressee, regarding the publication of "Fils de Coralie" or "Père de martial" in "La vie", "Le voleur", and "Journal du Dimanche".
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Dèreme, Tristan, Schriftsteller (1889-1941).
Eigenh. Brief mit U. [Paris], 7. IV. 1940.
5½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Schöner und ausführlicher Brief an einen namentlich nicht genannten Adressaten, dem er herzlich für dessen wohlwollenden Artikel über sein ‘Fable et Ballet de l'Alphabet’ dankt. Die Artikel des Empfängers schätze er wegen dessen großer Liebe zur französischen Sprache, wegen deren meisterlicher Handhabung und nicht zuletzt wegen ihrer gemeinsamen Liebe zu Afrika, wo er selbst zwar noch nie gewesen sei, doch könne er sich keines Mittagstisches entsinnen, da sein Vater, der an der Expedition von 1880/81 teilgenommen habe, nichts über Afrika, das Land und seine Menschen, erzählt habe. - Tristan Dèreme zählt zu den bedeutendsten Künstlern der um 1912 hervorgetretenen "Fantaisistes", "die dem Gefühl mit Ironie begegneten und den französischen Vers durch oft gekünstelte Spielereien zu erneuern suchten" (Brockhaus, 17. Aufl., s.v.).
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Deschmann, Ida Maria, Schriftstellerin (1886-1976).
2 eigenh. Bildpostkarten mit U. Wien, 1951 und 1968.
Zusammen 2 SS. 8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihr übersandte Geburtstagswünsche. - I. M. Deschmann, seitens ihrer Mutter eine Enkelin des Historienmalers Josef Zeleny, war bis 1917 im Staatsdienst, später als freie Schriftstellerin und Vorsitzende des Ebner-Eschenbach-Gesellschaft tätig. Ihr Werk umfaßt überwiegend Novellen und Erzählungen sowie eine Studie über ihren Onkel. Vgl. Kosch III, 113f.
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Diers, Marie, Schriftstellerin (1867-1949).
Eigenh. Albumblatt mit U. Charlottenburg, Dezember 1920.
1 S. Qu.-8vo. Sinnspruch: "Was ich mir wünsche? Nicht 'mildere' Feinde, nicht Erleichterung, nicht einmal Glück. Nur eins: ein stolzeres Vaterland!". - Marie Diers gehörte mit über 40 Romanen und Novellenbänden "zu den meistgelesenen Autorinnen ihrer Zeit" (DBE).
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Dilke, Charles Wentworth, Literaturwissenschaftler (1789-1864).
Eigenh. Brief mit U. Wohl London, o. D.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Achille mit der Bitte, ihm die in Vichy veröffentlichten Bücher zu schicken, und über ein Buch über Blasenentzündungen ("livre sur les inflammations de la vessie provenants [!]"). - Mit kleiner Schabstelle im Mittelteil. Die Recto-Seite von Bl. 1 mit dem verschlungenen Monogrammstempel "LS", mit einem kl. Registraturetikett und der hs. Numerierung "77".
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Dincklage, Friedrich Frh. v., Ps. Hans Nagel v. Brawe, Militär und Schriftsteller (1839-1918).
2 eigenh. Briefe mit U. Berlin, o.D. bzw. 15.V. 1897.
Zusammen 4 SS. Kl.-4to und 8vo. An einen namentlich nicht genannten Redakteur (wohl der Zeitschrift ‘Gegenwart’): "Beiliegend erlaube ich mir ein Ms. anzubieten, das vielleicht für einen Leser Ihres Blattes Interessantes bieten dürfte [...]" (Br. v. 15.V. [18]97). - Der Bruder der Schriftstellerinnen Clara und Emmy von Dincklage schied 1883 als Generalleutnant aus dem Militärdienst aus und lebte als Verfasser zahlreicher Novellen, Erzählungen und Romane auf dem Rittergut Campe und in Berlin. Vgl. Kosch I, 351. - Auf Briefpapier mit gepr. kalligraph. Briefkopf und Stempel "Generallieutnant Freiherr von Dincklage [...]" bzw. "Baron von Dincklage-Campe [...]". - Beiliegend ein Brief seiner Schwester Clara (1829-1919; vgl. DBE): "Ich erlaube mir der Redaction der 'Gegenwart' ein kleines Manuscript aus dem Nachlaß meiner Schwester Emmy von Dincklage anzubieten. Im Falle der Nichtbenutzung darf ich wohl um baldige Rücksendung bitten [...]" (Br. v. 20.XI. 1892. 1 S. 8vo).
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Dirnböck, Jakob, Schriftsteller und Buchhändler (1809-1861).
Eigenh. Brieffragment mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. "[...] Was gehen uns die Wiener an und warum sollen wir uns erst nach diesen richten und Besprechungen halten bei einer Sache die klar zu tage liegt [...]". - Dirnböck, hauptberuflich Buchhändler in Graz, war "Schöpfer des Liedes 'Hoch vom Dachstein an' (1844), das später von L. Seydler vertont wurde[, und] Verleger eines heimatkundlich wertvollen Kalenders 'Der innerösterreichische Heimatfreund' (erstmalig 1847)" (ÖBL I, 187). Vgl. auch Giebisch-G. 62 und Kosch I, 353. - Verso von alter Hand hinterlegt und mit 2½ Zeilen eines anderen Briefes mit U.
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Dirnböck-Schulz, Johanna, Schriftstellerin (1850-1918).
3 eigenh. Manuskripte, 6 eigenh. Briefe mit U. und 2 gedr. Visitkarten mit jeweils mehreren Zeilen. Wien, 1908 und 1909.
11 SS. Manuskripte. 4to und 8vo. Briefe und Visitkarten zusammen 23½ SS. Meist 8vo. Über private Belange und sehr ausführlich über ihre Arbeit sowie insbesondere die Schwierigkeiten, die ihr Werk zu gewärtigen hat: “Ich habe mir erlaubt vor ungefähr 3 [?] Wochen an Euer Hochwohlgeboren brieflich mit der Bitte heranzutreten [mit einem] Gesuch an den hochlöblichen Stadtrat Wien, die Ermöglichung der Herausgabe des Werkes Elisabeth Rosen durch Subskription einer Anzahl dieser Bücher für die Volks- und Bürgerschulen Wiens zu fördern [...] Es ist für mich als Geschichtsforscherin wohl sehr traurig, wenn ich zeitgemäße Romane schreiben muß wie die ‘Wiener Heiratsvermittler’ und ‘Familie Bröselmeier’ und Studien unter Heiratsvermittlern [...] machen muß, während meine für die Stadt Wien nach Jahrhunderten noch wertvollen historischen Manuskripte den Mäusen zum Opfer fallen [...]” (Br. v. 25. II. 1908). - Nach abgeschlossener Lehrerinnenausbildung seit 1869 im öffentlichen Schuldienst in Krems und Wien tätig, ehelichte Johanna Dirnböck 1874 einen Gutsbesitzer, von dem sie nach drei Jahren wieder geschieden wurde. Neben ihrem Beruf war sie schriftstellerisch tätig, arbeitete für die ‘Österreichische Volkszeitung’ sowie für mehrere ausländische Blätter und veröffentlichte neben Gedichtsammlungen und Erzählungen eine Reihe von Romanen, die die Vor- und Frühgeschichte Österreichs thematisieren, darunter ‘Der Freithof von Ottachring’ (1899). Vgl. Kosch I, 353f. - Die Manuskripte (zwei Gedichte und ein Aufsatz) mit den Titeln ‘Der Blinde und der Lahme’, ‘Herzog Godemund’ (je 2 SS.) sowie ‘Esaias Tegnérs ‘Frithjofssage’ und Longfellows ‘Hyawatha’” (7 SS. auf 7 num. Bll. 8vo). - Zwei Br. im linken Rand gelocht (geringfügige Textberührung); zwei Br. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf (davon einer am Kopf beschnitten, der andere mit tls. farb. gedr. Briefkopf “Elisabeth Rosen”). - Beiliegend 5 Bll. Prospektmaterial (“Vortrags-Ordnung für die Johanna Dirnböck-Schulz-Feier” sowie ein Rundbrief über die Gründung der Johanna Dirnböck-Schulz-Gesellschaft). - In altem Sammlungsumschlag.
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Doczi, Ludwig Frh. von, Schriftsteller (1845-1919).
“Erdbeben-Glossen”. Eigenh. Manuskript mit U. Wien, Mai 1895.
1 S. 8vo. Zehn heitere, jeweils zweizeilige Strophen über Erdbeben: “'Gib mir zu steh’n!' rief einst zu Haus der Weise, | 'Und deine Erde heb’ ich aus dem Gleise!' | 'Steh, wenn du kannst', so höhnt’s vom Götterherde. | Ein Ruck - verheerend zittert’s durch die Erde. | [...] | Der Philosoph ruft: 'Halt! Soll mir was glücken, | So darf man mir den Standpunkt nicht verrücken!' | Der Fromme: 'Freilich ist das Heil nur drüben, | Doch hier das Feld, in Dulden uns zu üben.' [...]” - Doczi redigierte 1866 die ‘Kleine Kriegschronik’ und ging dann als Korrespondent der Wiener ‘Neuen Freien Presse’ nach Budapest. Nach der Einrichtung des ungarischen Ministeriums unter Gyula Andrassy wurde er dessen Stenograph und Sekretär; als Andrassy die Leitung des Außenministeriums übernahm, folgte ihm Doczi nach Wien und wurde dort Leiter des Pressebüros, 1871 auch Sektionschef. 1901 in den Freiherrnstand erhoben, schied er aus dem Staatsdienst aus und widmete sich seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Durch Übersetzungen klassischer Texte in die ungarische und in die deutsche Sprache vermittelte er zwischen beiden Literaturen; er selbst verfaßte Schauspiele sowie das Libretto zu Strauß’ Operette ‘Ritter Pázman’ (1892). Vgl. Kosch III, 353f. - Mit alten Sammlungsvermerken in Bleistift; die alt abgetrennt Unterschrift am rechten unteren Blattrand alt montiert; in altem Sammlungsumschlag; beiliegend ein zeitgenössisch beschr. Sammlungskuvert.
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Doderer, Heimito von, Schriftsteller (1896-1966).
Ms. Briefkärtchen mit eigenh. U. [Wien, 29. IX. 1957].
1 S. Carte-de-Visite-Format. Mit ms. adr. Kuvert An Josef Wesely mit Dank für dessen "liebe Wünsche zu meinem Geburtstag".
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Dönniges, Helene von, Schriftstellerin (1843-1911).
Hektographierte Vollmacht mit eigenh. Namenszug ("Helene von Racovitz, geb. Dönniges"). Wien, 31. I. 1874.
1 S. Folio. Vollmachtserklärung für den Wiener Advokaten Heinrich Jaques. - Helene von Dönniges, Tochter des Historikers und Diplomaten Wilhelm Dönniges, war seit ihrer Jugend eng mit Ferdinand Lassalle befreundet, der von ihrem Verlobten, Fürst Racowitza, 1864 im Duell getötet wurde. Nach dem Tod Racowitzas, der nach nur fünfmonatiger Ehe verstarb, wurde sie in Berlin Schauspielerin. Ihren zweiten Ehemann, den Schauspieler Siegwart Friedmann, verließ sie 1873 nach fünfjähriger Ehe, wandte sich dem Theater zu und reiste 1877 mit ihrem dritten Gatten, dem russischen Sozialisten Serge von Schewitz, nach Amerika, wo sie neben der Theaterarbeit schriftstellerisch tätig wurde und sich mit theosophischen und medizinischen Studien befaßte. 1890 kehrte sie nach Europa zurück und lebte seit 1897 in München. In ihren Memoiren "Meine Beziehungen zu Lassalle" (1879) und Romanen spiegelt sich ihr wechselvolles Schicksal wieder, dem sie aus eigener Hand 1911 ein Ende setzte.
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Döring, Georg, Dramatiker und Erzähler (1789-1833).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 3. I. 1833.
1 S. 4to. "Ach wie würde der Jubel meines Jubelstücks erhöht worden seyn, wenn Sie [...] an demselben hätten Theil nehmen können! [...]" - Seine vielseitigen Beziehungen - u. a. zu W. Hauff, W. Müller und dem Herzog von Meiningen (in dessen Dienst er 1825 getreten war) - verschafften dem Hoftheaterdichter, Theatermusiker und Redakteur von Almanachen einen gewissen Ruf in ganz Deutschland, der jedoch mit seinem Tod (10 Monate nach diesem Schreiben) ausklang. - Aus der Sammlung des Adalbert Freiherr von Lanna.
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Dörmann, Felix, d. i. F. Biedermann, Schriftsteller (1870-1928).
Albumblatt mit eigenh. U. Wien, 27. VI. 1896.
1 S. Qu.-12mo. Der in Wien geborene Schriftsteller zählt zu den “vielseitigsten Literaten des Fin de siècle” (Czeike II, 81), war 1890 Mitarbeiter von Eduard Michael Kafkas Monatsschrift ‘Moderne Dichtung’ und saß in Hermann Bahrs Tischgesellschaft, wo er u. a. Henrik Ibsen begegnete. 1891 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband ‘Neurotica’ in der Tradition stilisierter Resignation über Leben und Welt im Gefolge Nikolaus Lenaus. Neben eigenen erzählerischen und lyrischen Werken übersetzte Dörmann aus dem Englischen und Französischen, schrieb Opernlibretti (u. a. für Oscar Straus’ ‘Walzertraum, 1907) und gründete 1912 die ‘Vindobona-Film’, die - später in ‘Helios’, ‘Duca’ und ‘Austria’ umbenannt - bis 1914 mehrere Filme produzieren sollte. Nach dem Ersten Weltkrieg als Romanautor hervortretend, schuf Dörmann mit ‘Jazz’ eine beklemmende Milieustudie aus dem Wien der Nachkriegszeit.
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Dörmann, Felix, (d. i. F. Biedermann), Schriftsteller (1870-1928).
Eigenh. Brief mit U. Liezen, 18. VIII. 1906.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “[...] ausnahmsweise will ich Ihnen eine kleine Novelle für Kronen 50 überlassen. Wenn die Arbeit Ihnen zusagt, bitte ich um Verständigung [...]”. - Der in Wien geborene Schriftsteller zählt zu den “vielseitigsten Literaten des Fin de siècle” (Czeike II, 81), war 1890 Mitarbeiter von Eduard Michael Kafkas Monatsschrift ‘Moderne Dichtung’ und saß in Hermann Bahrs Tischgesellschaft, wo er u. a. Henrik Ibsen begegnete. 1891 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband ‘Neurotica’ in der Tradition stilisierter Resignation über Leben und Welt im Gefolge Nikolaus Lenaus. Neben eigenen erzählerischen und lyrischen Werken übersetzte Dörmann aus dem Englischen und Französischen, schrieb Opernlibretti (u. a. für Oscar Straus’ ‘Walzertraum, 1907) und gründete 1912 die ‘Vindobona-Film’, die - später in ‘Helios’, ‘Duca’ und ‘Austria’ umbenannt - bis 1914 mehrere Filme produzieren sollte. Nach dem Ersten Weltkrieg als Romanautor hervortretend, schuf Dörmann mit ‘Jazz’ eine beklemmende Milieustudie aus dem Wien der Nachkriegszeit. Vgl. auch Kosch I, 163 (Biedermann).
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Domanig, Karl, Schriftsteller und Numismatiker (1851-1913).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. "Je schöner die Musik, je zuwid'rer war die Prob'". - Domanig war Lehrer für Literatur und Kunst im österreichischen Kaiserhaus, seit 1884 auch Kustos-Adjunkt. Nachdem er sich durch numismatische Fachveröffentlichungen hervorgetan hatte, übernahm er 1910 die Direktion des Münz- und Antikenkabinetts des Kunsthistorischen Museums. Als Schriftsteller dem "Gral"-Kreis um Richard Rt. Kralik von Meyrswalden angehörig, veröffentlichte Domanig Erzählungen, Versepen und heimatverbundene Dramen wie die mehrfach preisgekrönte Trilogie "Der Tiroler Freiheitskampf". - Rabenlechner, als Gymnasialprofessor in Triest und Wien lebend und 1925 als Regierungsrat in den Ruhestand tretend, war Mitbegründer und Vorsitzender der Wiener Bibliophilengesellschaft, veröffentlichte zahlreiche literaturwissenschaftliche Schriften und trat auch als Herausgeber hervor. - Mit gedr. Zierbordüre "Aus der Autographenmappe der deutsch-österreichischen Schriftsteller-Genossenschaft in Wien".
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Domanig, Karl, Schriftsteller und Numismatiker (1851-1913).
Eigenh. Brief mit U. Kritzendorf, 29. VII. 1890.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Beiliegend eine Visitkarte mit zwei eh. Zeilen und Datum verso sowie ein eh. Brief mit U. des Pfarrers Florian Werr (1 S., 8vo). An den Pädagogen und Literarhistoriker Michael Maria Rabenlechner (1868-1952): "Heute komme ich mit einer Bitte. Ich bin, da ich eben eine größere Arbeit in Angriff genommen habe, ganz außer Stande dem in beiliegendem Schreiben ausgedrückten Wunsche zu entsprechen. Wollten nicht Sie die Güte haben, sich dieser an sich ja leichten Arbeit zu unterziehen [...]? Es handelt sich lediglich darum, aus einer Geschichte der Universität Wien ein kurzes lesbares Excerpt (für Couleur-Studenten) herzustellen [...]". - Aus dem beiliegenden Brief Werrs an Domanig vom 14. VII. 1890: "Ich habe die Absicht, die kurz gefaßten Geschichten der Universitäten nach dem Muster jener von Heidelberg in der Academia zu veröffentlichen. Es sollte nun zunächst eine österreichische Universität folgen. Darum ersuche ich Dich recht sehr, eine originelle Geschichte der Universität Wien zu verfassen, die in 3 oder 4 Fortsetzungen aufgenommen werden könnte [...]" (auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Academia). - Domanig war Lehrer für Literatur und Kunst im österreichischen Kaiserhaus, seit 1884 auch Kustos-Adjunkt. Nachdem er sich durch numismatische Fachveröffentlichungen hervorgetan hatte, übernahm er 1910 die Direktion des Münz- und Antikenkabinetts des Kunsthistorischen Museums. Als Schriftsteller dem "Gral"-Kreis um Richard Rt. Kralik von Meyrswalden angehörig, veröffentlichte Domanig Erzählungen, Versepen und heimatverbundene Dramen wie die mehrfach preisgekrönte Trilogie "Der Tiroler Freiheitskampf". - Rabenlechner, als Gymnasialprofessor in Triest und Wien lebend und 1925 als Regierungsrat in den Ruhestand tretend, war Mitbegründer und Vorsitzender der Wiener Bibliophilengesellschaft, veröffentlichte zahlreiche literaturwissenschaftliche Schriften und trat auch als Herausgeber hervor. - Florian Werr, Pfarrer in Rohrbach, war neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit von 1888 bis 1896 mit der Herausgabe der "Akademischen Monatsblätter" für die katholischen Studentenverbindungen Deutschlands und Österreichs beschäftigt und nebenher ein emsiger Förderer der Bauernvereine. - Die beiliegende Visitkarte datiert vom 11. VII. 1911.
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Dombrowski, Ernst Rt. von, Schriftsteller (1862-1917).
Ms. Brief mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ew. Exzellenz beehre ich mich, anbei ein Exemplar meiner von der Presse mit einhelligem Beifall aufgenommenen vaterländischen Dichtungen zu überreichen, deren Gesamterlös dem Reichsdeutschen Hilfsausschuß für die südlichen Alpenländer gewidmet ist, welcher den hier ansässigen Reichsdeutschen und allen mit dem Deutschen Reiche in Beziehung stehenden Österreichern in weitestgehendem Maße mit Rat und Tat beisteht [...]". - Dombrowski war von 1887 bis 1891 Chefredakteur des "Weidmann" und später Hofjägermeister beim regierenden Fürsten von Reuss in Greiz, unternahm zoologische Forschungsreisen am Balkan und verfaßte mehrere Bühnenwerke sowie Fachbücher. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Doretti, A. G., Beamter und Herausgeber.
Eigenh. Brief und eh. Quittung mit U. Wien, 6. VII. und 30. VII. 1857.
Zusammen 3 SS. 4to (Brief) bzw. qu.-8vo (Quittung). Der Br. mit eh. Adresse. Beiliegend ein hektogr. Rundschreiben betr. der Subskription des von ihm hrsg. Werkes (1 S., 4to). An August Hzg. von Sachsen-Coburg-Gotha mit der Bitte um Nachricht betr. des nach Pest gesandten Musikalbums, "dessen Erträgnis zur Unterstützung und Förderung junger deutscher Tondichter gehöret". - Mit der Quittung wird am Ende des Monats der Erhalt von 25 Gulden für besagtes Album bestätigt. - Doretti war lt. Absenderzusatz k. k. Ministerialbeamter und, wie den Schriftstücken zu entnehmen ist, Hrsg. eines Musikalbums. Des weiteren gab er den "Musen-Tempel. Belletristisches Album" (1862) und "Um die Welt" (1863) heraus.
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Drabble, Margaret, Schriftstellerin (geb. 1939).
Eigenh. Brief und ms. Postkarte mit eh. U. London und Hampstead, 12.III. 1978 und 30.III. 1983.
Zusammen 3 SS. (Qu.-)8vo. An den schwedischen Schriftsteller und Journalisten Ingmar Björkstén: “Alas, I am too obsessed with trying to finish this wretched volume to think about Europe. If I do nothing but Eng. Lit. solidly I may finish this year - otherwise Europe will never see me again [...]” (Postkarte v. 30. III. 1983 auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der “Oxford University Press | The Oxford Companion to English Literature”). - Die jüngere Schwester von Antonia S. Byatt ist als Autorin eigener Werke und seit langem als Herausgeberin des ‘Oxford Companion to English Literature’ tätig. - Der Brief auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
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Dreyer, Max, Schriftsteller (1862-1946).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 26. XI. 1896.
1 S. 4to. An die Redaktion des "Illustrierten Wiener Extrablattes": "Ihrem liebenswürdigen Anerbieten kann ich zu meinem Bedauern nicht entsprechen, da ich augenblicklich keine kürzen [!] Arbeit [!] fertig habe [...]". - Max Dreyer war anfangs Lehrer, widmete sich aber nach Differenzen mit der Schulleitung der Schriftstellerei, war bis 1898 Redakteur bei der ‘Täglichen Rundschau’ in Berlin und wurde Mitglied der "Freitagstisch"-Runde, in der er u.a. mit Richard Dehmel und den Brüdern Hart in Verbindung trat. Unter seinen Theaterstücken rief u. a. "Der Probekandidat" (1900) als Anklageschrift gegen das wilhelminische Bildungswesen öffentliche Kontroversen hervor. Dreyer gründete und leitete den "Verband der deutschen Bühnenschriftsteller und -komponisten". Nach seiner Übersiedelung an die Ostsee befaßte er sich zunehmend mit regionalen Themen und schrieb teilweise mundartlich gefärbte Unterhaltungsliteratur, so daß er über das Jahr 1933 hinaus ohne Behinderung publizieren konnte. Vgl. Kosch I, 377.
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Dubrovic, Milan, Journalist und Publizist (1903-1994).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 21. V. 1958.
1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Freund: Ich danke Dir nochmals herzlichst dür die hochprozentige Bücher-Anleihe! Sie trug reiche Zinsen für mich [...]". - Dubrovic war u. a. für die "Wiener Allgemeine Zeitung", das "Neue Wiener Tagblatt" und für den "Mittag" tätig; später leitete er den Chronikteil der "Presse" und war von 1953-61 auch deren Chefredakteur; 1961-70 österreichischer Presse- und Kulturattaché in Bonn, war er von 1970-77 Herausgeber der "Wochenpresse". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Presse".
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Dürrenmatt, Friedrich, Schriftsteller (1921-1990).
Albumblatt mit eigenh. Namenszug und montiertem Portrait. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Das Portrait im Format 58:48 cm.
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