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Bolt, Niklaus, Schriftsteller und Theologe (1864-1947).
Eigenh. Postkarte mit U. [Zürich], 10. VIII. 1939.
1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche. - Der evangelische Theologe Niklaus Bolt predigte folgte 1887 seiner fünf Jahre zuvor nach Nordamerika ausgewanderten Familie und gründete in St. Paul (Minnesota) eine deutsche presbyterianische Gemeinde. Seit 1895 predigte er in der deutschen Kolonie Chicago, kehrte 1901 wieder in die Schweiz zurück und wirkte bis 1924 als Pfarrer der deutsch-evangelischen Gemeinde in Lugano; von 1922 bis 36 war er im Auftrag der Feldprediger-Gesellschaft Seelsorger in der Militärheilstätte Novaggio. Seine "konservative, einer autoritären Pädagogik verbundene Jugendbücher (u. a. 'Svizzero!', 1913) fanden weite Verbreitung und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt; seine Lebenserinnerungen veröffentlichte er 1935 unter dem Titel 'Wege und Begegnungen'" (DBE). - Die Bildseite mit Text und Noten eines Kinderchors von Niklaus Bolt und Johannes Zentner.
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Boner, Charles, Schriftsteller und Journalist (1815-1870).
Eigenh. Brief mit U. “Goldener Hirsch” [?], 8. VII. 1848.
1 S. 8vo. An seine Schwester Emma: “Ich liege noch im Bette, es geht mir heute aber viel besser, einige Tage werde ich noch liegen müssen. Du darfst gar nicht besorgt sein, denn ich habe alles was ich brauche. Der Arzt ist sehr zufrieden und ich hoffe mich bald auf den Weg machen zu können [...]”. - Geboren in England, lebte Boner als Erzieher am Hof der Fürsten von Thurn und Taxis und war als Schriftsteller und Übersetzer deutscher Literatur tätig (u. a. von Andersens Märchen unter dem Titel ‘Tales from Denmark’, 1847). Später in München lebend, verkehrte er u. a. mit dem Chemiker Justus Liebig und dem Schriftsteller Friedrich von Bodenstedt, war Mitarbeiter des ‘Athenäum’, bereiste Paris, London und Siebenbürgen und veröffentlichte 1865 seine Studien unter dem Titel ‘Transsylvania’ (1868 vom Autor selbst ins Deutsche übertragen unter em Titel ‘Land und Leute in Siebenbürgen’). “One of the last events of importance in his life was a visit to Trieste, where he attended the funeral of Emperor Maximilian, and compiled a very interesting memoir of that unfortunate prince” (Dict. of National Biography II, 806). Seine letzten Lebensjahre verbrachte Boner als Korrespondent britischer und amerikanischer Zeitungen in Wien. - In altem Sammlungsumschlag.
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Bonn, Franz, Schriftsteller (1830-1894).
"Bonaventura". Eigenh. Gedicht mit U. O. O. u. D.
3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. "Zu Paris in hoher Aula stand einst Thomas von Aquin, | Der berühmte Theologe, u. die Jugend stand um ihn, | Denn Bonaventura schreitet ihm als Gegner in die Schranken - | Heute oder nie auf Erden wird der Ruhm Aquino's wanken. | Wer zum Ritter da berufen, hätte wohl ein schönes Amt, | Zu entscheiden, wer von beiden mehr von Gottes Geist entflammt. | Doch der schlichte Franziskaner schien noch mächtiger begeistert | Und von seinem letzten Worte stehen Alle stumm bemeistert. | Jeder rief: 'Er ist der Sieger u. besieget ist Aquin'. | Vom Katheder steiget dieser eilig u. umarmt ihn, | Denn erkannt in schlichter Kutte hatte er der Geister größten, | Dessen leuchtende Gedanken jeden dunklen Zweifel lösten [...]". - Franz Bonn, von 1862 bis 1865 Staatsanwalt, anschließend Richter in Ansbach, Bayreuth und München und später im Dienst des Fürsten von Thurn und Taxis in Regensburg, war zuletzt Präsident der Domänenkammer und Direktor des Zivilkollegialgerichts; von 1881 bis 86 gehörte er dem bayerischen Landtag an. Sein literarisches Werk umfaßt humoristische Gedichte, Schauspiele und Jugendliteratur. Sein Sohn war der Schauspieler und Schriftsteller Ferdinand Bonn (1861-1933). - Mit einigen von nicht identifizierter Hand stammenden Registraturvermerken in Farbstift.
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Bonn, Franz, Schriftsteller (1830-1894).
"Maria". Eigenh. Gedicht mit U. O. O. u. D.
2 SS. 8vo. "Aus der Dichtung: 'Wolfram' (Regensburg 1854 Verl. von Pustet)": "Schöner ist kein Frühlingsmorgen, | Als der Jungfrau süsser Blick | Wenn in ihrer Brust verborgen | Dämmert erster Liebe Glück. || Aber sanfter, als der Schimmer, | Der um solche Seelen webt, | Mild, wie selbst das Frührot nimmer | Auf der klarsten Woche bebt, || War im Fischerhaus, im schlichten, | Aufgeblüht das holde Kind, | Mit dem Blick, dem himmellichten, | Lieblich wie die Veilchen sind [...]". - Franz Bonn, von 1862 bis 1865 Staatsanwalt, anschließend Richter in Ansbach, Bayreuth und München und später im Dienst des Fürsten von Thurn und Taxis in Regensburg, war zuletzt Präsident der Domänenkammer und Direktor des Zivilkollegialgerichts; von 1881 bis 86 gehörte er dem bayerischen Landtag an. Sein literarisches Werk umfaßt humoristische Gedichte, Schauspiele und Jugendliteratur. Sein Sohn war der Schauspieler und Schriftsteller Ferdinand Bonn (1861-1933). - Mit einigen von nicht identifizierter Hand stammenden Registraturvermerken in Farbstift.
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Bonn, Franz, Schriftsteller (1830-1894).
"Vom Nachtgebet". Eigenh. Gedicht mit U. O. O. u. D.
2 SS. 8vo. "Aus 'Jugend - Lust u. Leid' gesammelte Erzählungen u. Gedichte für die Jugend. Stuttgart u. Leipzig Verl. v. Otto Risch". - "Das Kindlein lag in stiller Rast, | Vom Spiele war's ermüdet fast | Und schlief drum bald im Abendschein | Ganz ohne 'Vaterunser' ein. | So lag es nun geraume Frist, | Da plötzlich, wie im Traum es ist, | Glüht auf ein Licht - das Kindlein schaut. | Von Engelsstimmen tönt es laut, | Und hell, wie goldner Morgenschein, | Die Mutter Gottes kommt herein [...]". - Franz Bonn, von 1862 bis 1865 Staatsanwalt, anschließend Richter in Ansbach, Bayreuth und München und später im Dienst des Fürsten von Thurn und Taxis in Regensburg, war zuletzt Präsident der Domänenkammer und Direktor des Zivilkollegialgerichts; von 1881 bis 86 gehörte er dem bayerischen Landtag an. Sein literarisches Werk umfaßt humoristische Gedichte, Schauspiele und Jugendliteratur. Sein Sohn war der Schauspieler und Schriftsteller Ferdinand Bonn (1861-1933). - Mit einigen von nicht identifizierter Hand stammenden Registraturvermerken in Farbstift.
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Boon, Louis Paul, Schriftsteller und Journalist (1912-1979).
2 eigenh. Briefe mit U. ("LP Boon). Erembodegem bei Aalst, 1976.
Zusammen (½+½ =) 1 S. auf 2 Bll. Gr.-4to. Mit zwei eh. adr. Kuverts. In niederländischer Sprache an einen Sammler.
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Borges, Jorge Guillermo, lawyer and writer (1874-1938).
Autograph manuscript signed ("Jorge Borges"). N. p., January 1914.
8vo. 4 pp. on 3 ff. Spanish translation of Keats's ballad "La Belle Dame Sans Merci". - Slightly browned due to paper; some slight paper defects, otherwise very well preserved.
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Bowitsch, Ludwig, Schriftsteller (1818-1881).
„An die Philosophie (In trüben Stunden)“. Eigenh. Gedicht mit U. O. O. u. D., o. J.
2 SS. 4to. Fünfstrophiges Gedicht mit je vier Zeilen: "Wunderkräfte hab ich zugemutet / Der Philosophie als bestem Hort- / Aber jetzt, wo meine Seele blutet, / Hast du nicht ein einzig Trostes Wort! [...]". - Bowitsch mußte aus finanziellen Gründen sein Jurastudium in Wien aufgeben und trat 1839 in den Kanzleidienst der Hofkammer. Seit 1842 Praktikant, wurde er 1850 Registraturleiter der Gendarmerieinspektion, später auch deren Kanzleivorstand, bis er 1879 als kaiserlicher Rat in den Ruhestand trat. Der volkstümliche Dichter der Spätromantik veröffentlichte Lyrik, Novellen, Sagen sowie Romanzen und wurde als Mitherausgeber des "Österreichischen Balladenbuchs" bekannt. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf. - An den Rändern etwas gebräunt und mit minimalen Einr.
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Bowitsch, Ludwig, Schriftsteller (1818-1881).
“An Ihn”. Eigenh. Gedicht mit U. O. O. u. D.
1 S. 4to. “Ob Du auch tief u. schmerzlich mich gedrückt | Nicht zürnen will ich Dir: es sei verziehen - | Im Geiste hör’ ich rauschen wundervoll | Der Jugendzeit verklung’ne Melodien! | Ich hab’ geruht an Deiner theuren Brust, | Ich hab’ geträumt von wonnevollen Stunden - | Der Schlummer brach, der süsse Traum zerstob, | Und nimmer wird dies kranke Herz gesunden! Ich steh’ allein im weiten Lebenskreise | Mit meinem Dichten, Trachten, Hoffen, Werben - | Und schmerzlich fühl’ ich wie ich nie gefühlt: Ich werde einsam leben, einsam sterben! | Doch nicht im Groll gedenken werd’ ich Dein, | Ich hab’ geliebt - in Liebe sei’s vergeben - | Und aus den Trümmern meines morschen Glücks | Soll glänzender das Deine sich erheben!” - Der volkstümliche Dichter der Spätromantik veröffentlichte Lyrik, Novellen, Sagen sowie Romanzen (‘Blumenromanzen’, 1855) und wurde als Mitherausgeber des ‘Österreichischen Balladenbuchs’ bekannt, das über 300 österreichische Balladendichter anführt. Vgl. Kosch I, 205 und Giebisch-G. 36. - Beiliegend ein eh. Brief von Theresia Bowitsch (?) an ihre Familie (dat. 21. II. 1861. 1 S. auf Doppelblatt, 8vo).
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Bowitsch, Ludwig, Schriftsteller (1818-1881).
“Mährchen”. Eigenh. Gedicht mit U. O. O. u. D.
1 S. Folio. "Eine Rose üppig blühend | Leuchtete an Baches Rand - | Ging ein Mägdelein vorüber, | Brach sie ab mit kühner Hand | Und vergönnte | Ihm zu welken neben ihrem Busenband. || Doch der Elfengeist der Blume | Hub im Schmerz zu sprechen an: | Kind auch dir wird einst geschehen, | Wie du es an ihr gethan, | Die so friedlich | Sich des Lenzes hat erfreut auf grünem Plan. || Wird ein schöner Buhle kommen | Grausam schön, wie du es bist | Wird dein armes Herzlein brechen, | Dich vergöttern kurze Frist | Und verwerfen, | So der Schönheit flüchtger Reiz erloschen ist". - Bowitsch mußte aus finanziellen Gründen sein Jurastudium in Wien aufgeben und trat 1839 in den Kanzleidienst der Hofkammer. Seit 1842 Praktikant, wurde er 1850 Registraturleiter der Gendarmerieinspektion, später auch deren Kanzleivorstand, bis er 1879 als kaiserlicher Rat in den Ruhestand trat. Der volkstümliche Dichter der Spätromantik veröffentlichte Lyrik, Novellen, Sagen sowie Romanzen und wurde als Mitherausgeber des "Österreichischen Balladenbuchs" bekannt.
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Boyer von Berghof, Emmerich Baron, Schriftsteller und Journalist (1890-1950).
Ms. Postkarte mit eigenh. U. Wien, 11. II. 1948.
1 S. Qu.-8vo. An Josef Wesely: "Verzeihen Sie den so lange verzögerten Dank [...] Ich bin tief gerührt durch Ihre Anteilnahme. Ich habe jetzt 3 Werke fertiggestellt, eine Sittengeschichte nach J. Selleny (dem grossen Onkel, Schöpfer d[.] Wr[.] Stadtparks, Künstlerhauses etc[.]) dann kom[m]t heraus im Humboldtverlag eine Serie ‘Wie sie starben' u[.] im Sommer mein [‘]Jahrbuch d[.] öst. Gesellsch.' [...]". - Anfangs Redakteur im Dresdner Verlag des ‘Salonblatts', bei der ‚Österreichischen Illustrierten Zeitung' und Chefredakteur der ‘Österreichischen Rundschau', war B. v. B. während des Ersten Weltkriegs Mitglied des Kriegspressequartiers und der Künstlerkriegsfürsorge. 1920 wurde er Pressechef an der staatlichen Filmhauptstelle, war als Dramaturg und Regisseur von Operetten- und Revueproduktionen tätig und war nach dem "Anschluß" Österreichs Pressechef der Organisation "Kraft durch Freude". Vgl. Kosch I, 837f. - Die U. in Bleistift, die Adreßseite mit Namensstempel.
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Bracco, Roberto, Schriftsteller (1861-1943).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-12mo. "À quoi bon?" - Der italienische Journalist, Novellist und Dramatiker schuf vorwiegend unter dem Einfluß Ibsens stehende psychologische Dramen.
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Bracco, Roberto, Schriftsteller (1861-1943).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 12. II. 1898.
1 S. Qu.-gr.-8vo. "Badate: anche un autografo è una menzogna quando l'autografo è di un nomo". - Der italienische Journalist, Novellist und Dramatiker schuf vorwiegend unter dem Einfluss Ibsens stehende psychologische Dramen.
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Bradbury, Ray, Schriftsteller (geb. 1920).
Ms. Billett mit wiederholter eigenh. U. O. O., 27. IV. 1971.
3 SS. auf Doppelblatt. 48mo. Mit ms. adr. Kuvert. An einen Sammler "[...] Most of my books are published in Stockholm, and I suggest you just dip into one or another to see how you like them! My mother was born in Stockholm, so I feel a vast kinship with all of you there [...]". - Das auf der Recto-Seite von Bl. 1 mit einem gedr. Ballon (nach einer Zeichnung) versehene Kärtchen träge ebendort noch eine eh. Widmung mit U.
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Bradbury, Ray, Schriftsteller (geb. 1920).
Ms. Brief mit eigenh. U. O. O., 12. VIII. 1973.
1 S. Gr.-4to. Mit ms. adr. Kuvert. An einen Sammler "[...] You find me in the busiest month of my life, so I hope you will forgive me if instead of returning your book (which would mean a trip to the post-office for me to check postage) I simply send you the enclosed label, signed, so that you can purchase another copy of F. 451 and paste it in [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Theaterproduktion seines Schauspiels "Leviathan".
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Brandenburg, Hans, Schriftsteller (1885-1968).
Eigenh. Postkarte mit U. München, 20. X. 1942.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adr. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche, "[...] darf Sie aber freundschaftlich bitten, das eine Mal für alle Mal zu nehmen, denn es tritt bei weitem zu viel an mich heran [...]". - Brandenburg befaßte sich in dramaturgischen Schriften mit den neuen Formen des Ausdruckstanzes und -theaters der Zeit um den Ersten Weltkrieg (u. a. ‘Der moderne Tanz', München 1913). Von den Nationalsozialisten trotz seiner weitgehend unpolitischen Haltung als Wegbereiter der faschistischen "Thingspiele" vereinnahmt, wurde Brandenburg als "literarischer Beirat der Hauptstadt der Bewegung" eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb er Erinnerungsbücher über seine Wahlheimat München; 1967 wurde ihm der Schwabinger Kunstpreis verliehen. Vgl. Kosch I, 866. - Die Adreßseite mit Namensstempel.
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Brandes, Georg, Literaturkritiker, Philosoph und Schriftsteller (1842-1927).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
¾ S. Gr.-8vo. An eine Dame: "Wollen Sie gütigst mit den umstehenden Zeilen für lieb nehmen. Ich habe mein Versprechen so lange vergessen, dass ich mich über die so späte Erfüllung des Wunsches Ihres Frl. Tochter fast schäme [...]". - Mit kleinem Aus- und Einriß am unteren Rand sowie einem kleineren Einriß in einer von insg. fünf Faltungen; Spuren einer alt entfernten Büroklammer. - Die Verso-Seite mit einem kl. Registraturetikett und hs. Numerierung "20".
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Braumann, Franz, Schriftsteller (1910-2003).
2 (1 eigenh. und 1 ms.) Briefe mit eigenh. U Großköstendorf, 1952 und 1956.
Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Mit 2 (1 eh. und 1 ms.) Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche und wünscht seinerseits das Beste zum Neuen Jahr. - Franz Braumann schrieb zahlreiche Romane, Erzählungen sowie Kinder- und Jugendbücher; 1958 wurde ihm der Österreichische Staatspreis für Jugendliteratur verliehen. Vgl. Kosch I, 903f. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Braun, Felix, Schriftsteller (1885-1973).
2 eigenh. Gedichte mit U. O. O., 16. II. 1955.
1½ SS. 127:127 mm. "Kirchhof, Begräbnis, Geldsack, Tulpe, Frösche - - Der Geldsack starb und sein Begräbnis | War für die Frösche ein Erlebnis. | Sie hopsten auf dem Kirchhof auf und ab | Und jeder legte eine Tulpe auf das Grab. - - Glashaus, Muff, Affe und Mann - - Im Glashaus war es schrecklich heiß. | Ein Mann, der dring ging, geriet in Schweiß. | Dem großen Affen doch war es so kalt, | Mit den Pfoten im Muff rannt' er in den Wald". - In Bleistift.
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Braun, Felix, Schriftsteller (1885-1973).
Das innere Leben. Gedichte. Beiliegend ein eh. Gedicht mit U. Leipzig, Insel, 1926.
114, (2) SS. Originalleinenband mit Deckelprägung. 8vo. Erste Ausgabe. - Aus dem Nachlaß des Schriftstellers u. Germanisten Johann Gunert (1903-82). Das in Reinschrift verfaßte und signierte Gedicht "Akazienduft" (2 SS. auf 2 Bll. 8vo) mit kl. Abweichungen zur Druckfassung auf den SS. 70f. WG² 35.
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Braun, Felix, Schriftsteller (1885-1973).
"Die Lebensmitte". Eigenh. Brief mit U. O. O., 12. X. 1964.
1 S. 8vo. "Paul S. war längst über die Lebensmitte, | Als er sich - welch ein arger Schreck! - | Wider jedwede kosmische Sitte | Verliebte. (Alles war darüber weg). | Jedoch es stellte sich zum Glück heraus, | Daß die Erkorne im gefärbten Haar | (Sie sah wie eine Spitzmaus darin aus) | Um ein Jahr älter als er selber war". - Geschrieben, wie am unteren Blattrand vermerkt, "im Spital".
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Braun, Felix, Schriftsteller (1885-1973).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 19. IV. 1917.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An den Schriftsteller Eugen Guglia, dem er mitteilt, daß das Buch, das dieser wünscht, noch nicht erschienen ist: "[...] leider kann ich Ihnen das Buch nicht senden, ich habe es nämlich selbst noch nicht, es ist noch gar nicht erschienen [...]. Aber ich hoffe, es läßt nicht mehr allzu lange auf sich warten [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Adreßzeile.
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Braun, Felix, Schriftsteller (1885-1973).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 27. IV. 1917.
2 SS. 8vo. An den Berufsoffizier und späteren Fabrikanten wie Übersetzer K. L. Ammer (d. i. Karl Klammer, 1879-1959): „Was die Angelegenheit meines Bildnisses betrifft, so wäre ich Herrn Oberst sehr verbunden, wenn jenes nach der Büste von Ambrosi, das im nächsten Heft des ‚Donauland‘ erscheinen soll, auch für den Prospekt verwendet werden könnte. Ich besitze im Augenblick keine gute Photographie von mir, aber [...] ich verhehle nicht daß ich eine Publikation eines photographischen Bildes von mir nur mit schlechtem Gewissen geschehen lassen würde [...] Ihrer freundlichen Einladung, an ‚Donauland‘ fleißig mitzuarbeiten, werde ich mit Freude nachkommen; ich danke herzlich auch für dieses Zeichen Ihres Interesses an meiner Arbeit [...]“. - Als Übersetzer zeichnete K. L. Ammer vor allem für Übersetzungen aus dem Französischen (Villon, Verlaine, Maeterlinck und Rimbaud) verantwortlich. - Mit Blei- bzw. Buntstiftvermerk des Empfängers auf der Recto-Seite, im rechten Blattrand gelocht (unbedeutender Buchstabenverlust).
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Braun, Felix, Schriftsteller (1885-1973).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 25. XII. 1951.
1½ SS. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Dr. Norbert Nedwed in Wien: "Von Herzen erwidere ich Ihre lieben Wünsche für Sie, Ihre Frau Gemahlin, Ihre Kinder. Möge das Jahr ein gutes für Sie alle sein! Ich bin so froh, daß ich Ihnen begegnet bin. Sie haben meine Mutter gerettet [...]".
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Braun, Felix, Schriftsteller (1885-1973).
Eigenh. Manuskriptfragment. O. O. u. D., [1907].
5 SS. auf 5 Bll. 8vo. Sehr frühes, wohl um 1907 entstandenes Fragment einer Besprechung von Baudelaires Briefen, die "als Schlußstein der deutschen Gesamtausgabe bei Bruns in Minden" soeben - d. i. 1907 - erschienen waren. Braun, der 1904 Germanistik und Kunstgeschichte zu studieren begonnen hatte, veröffentlichte seit 1905 erste literarische Arbeiten in der "Neuen Freien Presse", der "Österreichischen Rundschau", der "Neuen Rundschau". - "Dieses Lesen ist ein fortwährendes Hoffen. Wären in jedem, auch dem unbedeutendsten dieser Briefe nicht Funken des Geistes, der die 'Blumen des Bösen' zug, man wäre auf jeder Seite versucht, das Buch zu schließen, lieber zu den 'Blumen' oder einem jener unheimlichen Gedichte in Prosa zurückzukehren, die ein besserer Spiegel dieser Seele sind, mag er es auch mit einer dandyhaften Geste bestreiten [...]". - Jeweils am rechten oberen Blattrand mit arabischen Ziffern numeriert.
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Braun, Felix, Schriftsteller (1885-1973).
Eigenh. Widmung mit Datum und Namenszug in: Laterna Magica. Ausgewählte Erzählungen und Legenden. Graz u. a. O., Bergland, 1932.
325, (3) SS. Mit Portraitfrontispiz. Originalleinenband mit Deckelprägung. 8vo. Erste Ausgabe. - Titel mit kl. Knickspur. Am vorderen Vorsatz die eh., mit "Graz, 31. VIII. 1934" datierte Widmung an Hans Albert Kaiser "zur Erinnerung an meinen ersten Besuch bei ihm und seinen Büchern herzlich verehrt". WG² 38.
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Braun, Felix, Schriftsteller (1885-1973).
Eigenh. Widmung mit Datum und Namenszug in: Laterna Magica. Ausgewählte Erzählungen und Legenden. Graz u. a. O., Bergland, 1932.
325, (3) SS. Mit Portraitfrontispiz. Originalleinenband mit Deckelprägung und Original-Umschlag. 8vo. Erste Ausgabe. - Am vorderen Vorsatz die eh., "Wien, Weihnachten 1966" datierte Widmung an den "Dichter und Freund Johann Gunert. Dieses frühe (schlecht geschriebene) Buch mit der dringenden Bitte, es nicht zu lesen, aber zu behalten zur Erinnerung an seinen Felix". WG² 38.
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Braun, Felix, Schriftsteller (1885-1973).
"Geist und Buchstabe. Un-Roman von RascharKlaus Abwatschbär (n-1te Fortsetzung)". Eigenh. Manuskript. O. O. u. D.
1 S. 4to. "Als ich heute bei meinem Freund Maxhans eintrat, fand ich ihn gerade damit beschäftigt, sich ein X für ein U vorzumachen. 'Mensch!'[,] rief ich ihm zu, 'bist du denn ganz verrückt geworden?' - 'AH', antwortete er gelassen, 'man sieht, daß du gar keine blasse ID vom Alphabeth [!] hast. G! Ich bitte dich! Und verschon mich mit deinen p. t. Belästigungen! Es gibt keinen Geist am ND! Nur Buchstaben! Nur Lettern! Nur - AuW!'[,] schrie er plötzlich, denn er hatte sich beim heftigen Arbeiten sein linkes O-Bein beschädigt [...]". - Mit kl. Einr. im rechten Rand (keine Textberührung).
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Braun, Felix, Schriftsteller (1885-1973).
"Raub der Proserpina. Nach Rembrandt". Eigenh. Gedichtmanuskript. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Unvollständig; es fehlt zumindest ein zweites Bl. Das Vergleichsmanuskript der Wiener Stadt- und Landesbibliothek zählt um ein Bl. mehr (im Format A4). - Incipit: "'Oh sieh -!' - 'Zur Seite spring!'", Explicit: "'Gleichviel! Zum Hügel hin und laß uns schauen!'".
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Braun, Hans Maria, Schriftsteller und Regisseur (geb. 1910).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 27. VI. 1944.
1 S. 4to. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche: "Leider besitze ich im Augenblick nur noch ein paar Exemplare der ‘Kriegslieder' [...]". - Hanns Maria Braun, häufig unter dem Ps. Johann Gottlieb Dietrich publizierend, war Lektor im Heitz Verlag und Herausgeber der ‘Kulturpolitischen Rundschau', danach Schriftleiter beim ‘Völkischen Beobachter' und zuletzt Filmregisseur. Vgl. Kosch I, 911. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Oberkommandos der Wehrmacht (Befehlshaber des Ersatzheeres)".
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Braun, Robert, Schriftsteller und Journalist (1896-1972).
Eigenh. Gedicht mit Widmung und U. O. O., 24. XII. 1937.
1 S. 8vo. "Leicht erscheint sinnlos und schal, | was die Welt uns zusammenwürfelt. | Ordnung ins Ganze bringt nur | opferwilliger Geist. * Uli als Gegenmittel gegen die Mittel lyrischen Hausapotheke mit den herzlichsten Weihnachtswünschen!" - Robert Braun, Bruder von Felix und von Käthe Braun-Prager studierte Naturwissenschaften, war bis 1925 als Chemiker in der Industrie und hernach als freier Schriftsteller und Journalist tätig, stand in Berlin mit Stefan Zweig und Jakob Wassermann in Verbindung, trat 1934 zur katholischen Kirche über und kam in Kontakt mit dem Kreis um Dietrich von Hildebrand. 1938 emigrierte er nach Schweden und war von 1943 bis 65 Bibliothekar am Kunsthistorischen Institut der Universität Uppsala. Als Journalist schrieb er u. a. für das Svenska Dagbladet, die FAZ, Die Presse und die Basler Nachrichten und war als Übersetzer, Essayist und Lyriker tätig.
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Braun von Braunthal, Johann Karl Rt., Schriftsteller (1802-1866).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. VII. 1854.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse. An Johann Baron von Paumann, Bibliothekar im Ministerium des Unterrichts: "Meine Stimmung, verehrter Freund, ist seit mehre[re]n Tagen eine so tief schmerzliche, daß ich Sie bitten muß, die Zusammenkunft noch zu verschieben. Poesie erfordert freien Kopf, ruhiges Gemüth, heitere Stimmung; ein Kunstwerk zu beurtheilen - ist eine geistige Gewissenssache. Übrigens, offen gestanden, wäre es, auch abgesehen von allem andren [m]omentan mir lieber, Ihre dramatische Dichtung selbst zu lesen; denn klar, ganz klar - wird mir ein fremdes Gedicht nur, sobald ich es selbst lese: und Ihnen ist gewiß um mein offenes Urtheil zu thun [...]". - Braun von Braunthal wurde 1837 Herausgeber des "Österreichischen Musenalmanachs", zerstritt sich dann jedoch mit Anastasius Grün und ging nach Dresden, wo er 1845 Archivar des Fürsten Colloredo-Mannsfeld wurde. Seit 1850 wieder in Wien, war er bis 1855 Bibliothekar der Polizeihofstelle und widmete sich dann ausschließlich seinem literarischen Schaffen. Neben Gedichten, Dramen und gesellschaftskritischen Romanen schrieb er u. a. das Textbuch zu Conradin Kreutzers "Nachtlager von Granada" (1844); er gilt als "einer der österreichischen Weggefährten des 'Jungen Deutschland'" (DBE). - Bl. 2 mit kl. Ausschnitt durch Siegelbruch (keine Textberührung).
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Brehm, Bruno, Ps. Bruno Clemens, Schriftsteller (1892-1974).
7 eigenh. Bildpostkarten mit U. Ried im Innkreis und Alt Aussee, 1949-1966.
Zusammen 7 SS. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zu Geburtstag, Neujahr u. a. - Im Ersten Weltkrieg schwer verwundet, zwei Jahre in russischer Gefangenschaft zubringend und von 1916-18 an der Italienfront kämpfend, studierte der aus Laibach stammende Sohn eines österreichischen Hauptmanns nach dem Krieg Kunstgeschichte, promovierte 1922 und wurde Assistent am Kunsthistorischen Institut. Nebenher auch im Verlagswesen tätig, veröffentlichte Brehm unterhaltende Romane und lebte seit 1927 als freier Schriftsteller, der u. a. mit "Apis und Este. Ein Franz-Ferdinand-Roman" (1931) den Untergang der Donaumonarchie beschrieb. Der seit Beginn der dreißiger Jahre überzeugte Nationalsozialist war nach dem "Anschluß" Herausgeber der Zeitschrift "Der getreue Eckart" und wurde 1945, als nationalsozialistisch belastet, vorübergehend in Haft genommen. Hernach sich in Altaussee niederlassend, schrieb der Rosegger-Preisträger des Jahres 1962 vornehmlich Hitler und das Dritte Reich verharmlosende Romane, darunter die 1960/61 entstandene Romantrilogie "Das zwölfjährige Reich". Vgl. Kosch I, 217 und Öst. Lex. I, 146.
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Brehm, Bruno, Ps. Bruno Clemens, Schriftsteller (1892-1974).
Ms. Brief mit eigenh. U. Alt Aussee, Ostermontag 1958.
2¾ SS. auf 2 Bll. 4to. An den Chirurgen und Krebsforscher Leopold Schönbauer betr. eines Nostrifizierungsansuchens der aus Bulgarien gebürtigen Ärztin Julia Popnoeva, einer Kollegin seines Sohnes Roland am Paracelsus Institut in Bad Hall, die 1947 die österreichische Staatsbürgerschaft erworben hatte: "Ihr Nostrifizierungsansuchen wurde jedoch vom Akademischen Senat am 18. März mit der Begründung abgelehnt, dass die Erlangung des Diploms des medizinischen Institutes 'W Tscherwenkov" in Sofia nicht vergleichen [!] werden könne mit einem in Oesterreich erworbenen Doktordiplom, da dieses mit einem Promotionsakt verbunden sei [...] Auf diese Weise wurde aus formalen und nicht aus fachlich-sachlichen Gründen die Nostrifizierung verwehrt [...] Müsste Julia Popnoeva, weil sie hier das Doktorat nicht erhält, nach Bulgarien zurückkehren, so hätte dieser Schritt nur zur Folge: 1) Reperessalien [!] gegen ihre im Arztberuf tätigen Eltern, 2) Betrafung der Julia Popnoeva, weil sie die österreichische Staatsbürgerschaft angenommen hat". - Leopold Schönbauer (1888-1963) war Begründer der Neurochirurgie in Österreich und errichtete zusammen mit Karl Honey und Julius Tandler die erste Krebsberatungsstelle in Wien; von 1945 bis 61 Direktor des Allgemeinen Krankenhauses und provisorischer Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin - dessen "Beiträge" er ab 1948 herausgab -, war Schönbauer zusammen mit dem Psychiater und Neurologen Hans Hoff und dem Internisten Karl Fellinger an den Planungen zum Neubau des Allgemeinen Krankenhauses beteiligt.
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Brink, André, Schriftsteller (geb. 1935).
Ms. Brief mit eigenh. U. Grahamstown, 20. I. 1984.
½ S. 4to. An den schwedischen Schriftsteller und Journalisten Ingmar Björkstén: “By and large I think you have admirably captured the essence of our conversation. There is only one slip which I should like to point out: in part 2 of page 2 (of the translation of our interview), where I talk about expressing experience in different languages, it is much more concrete and thus better adaptable for the philosophic and the abstract: first I think ‘emotional threshold’ is a better expression of my thoughts than ‘pressure’. But much more importantly, I was referring to ENGLISH as being more suited to philosophical and abstract thought, NOT Afrikaans! [...] - Brink, Professor am English Department der Rhodes University, zählt zu den renommiertesten Schriftstellern Südafrikas. Sein Roman ‘A Dry White Season’ (‘Weiße Zeit der Dürre’) wurde 1989 von Euzhan Palcy mit Donald Sutherland, Susan Sarandon und Marlon Brando verfilmt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; mit kl. Einr. in der linken oberen Ecke.
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Britting, Georg, Schriftsteller (1891-1964).
2 eigenh. Postkarten mit U. München, 1938 und 1948.
Zusammen 2 SS. (Qu.-)8vo. Jeweils mit eh. Adr. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Als Offizier im Ersten Weltkrieg schwer verwundet, war Britting nach Kriegsende als Mitglied des revolutionären Arbeiter- und Soldatenrats und nebenbei als Theaterkritiker tätig. 1919 gründete er zusammen mit dem Maler Josef Achmann die spätexpressionistische Literatur- und Kunstzeitschrift ‘Die Sichel’. Seit 1921 als freier Schriftsteller in München lebend, war er u. a. Mitglied des Dichterstammtisches "Unter den Fischen", zu dem u. a. Paul Alverdes, Eugen Roth und Carl Hanser gehörten. Vgl. Kosch II, 66f.
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Brociner, Marco, Schriftsteller und Librettist (1852-1942).
1 eigenh. Brief, 1 eh. Quittung und 1 gedr. Visitkarte mit 6 eh. Zeilen und U. Wien, 1895-1898.
Zusammen 2 SS. 8vo. bzw. 6:9,7 cm. Die Quittung bestätigt “den Empfang von 150 Gulden, die Herr Oscar Straus mir á conto der Tantiemen der Operette ‘Das Regimentsengerl” vorgeschossen hat” (Br. v. 21.VI. 1895), die weiteren Schreiben an einen ungenannten Rezensenten bzw. eine “Liebe Frau”. - Der aus Jassy (Rumänien) stammende Journalist war seit 1888 als Redakteur beim ‘Neuen Wiener Tagblatt’ tätig und verfaßte zahlreiche Novellen, Dramen (u. a. gemeinsam mit L. Ganghofer ‘Die Hochzeit von Valeni’, Stuttgart 1891) und Libretti; eine Zusammenarbeit mit Oscar Straus war weder über die einschlägigen Refernzwerke noch über Bibliothekskataloge nachweisbar. Vermutlich wurde die genannte Operette einer oft geübten Praxis entsprechend schließlich unter anderem Titel und wohl auch unter Weglassung des Librettistennamens veröffentlicht. Vgl. Giebisch/G. 41. - Beiliegend ein auf Papier montierter Zeitungsausschnitt mit dem Portrait des Schriftstellers sowie einigen biographischen Angaben. - Ein Brief mit gedr. Briefkopf der “Redaction des ‘Wiener Tagblatts’” (dieser mit kl. Randeinr.).
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Brockhaus, Wolfgang, Verleger (1903-1984).
2 ms. Briefe mit eigenh. U. Stuttgart, 1970.
Zusammen 3 SS. auf 2 Bll. 4to und qu.-8vo. An den Kulturattaché und Botschaftsrat Peter Schoenwaldt (1934-2004). I: "[Mit dem Tagebuch von Preuß haben wir uns noch nicht befassen können; zunächst müssen wir mit den Dingen, die wir angekündigt haben und mit denen wir Verpflichtungen eingegangen sind, vorankommen, das wird zunächst Tschudis fünfbändiges Südamerika-Werk sein, sowie Schoepfs Reise im Osten der USA nach Florida und auf die Bahamas, Schoepf war Arzt der Söldner Ende des 18. Jahrhunderts und ist vor allem bei den Medizinern und Zoologen angesehen [...]" (Br. v. 3. VIII. 1970). - II: "[...] Im Augenblick lasse ich sie [d. i. seine Tochter Christine] nur ungern reisen, da sie gerade den dritten Band von Humboldts 'Relation historique' verlegerisch betreut, der auch die auf die U.S.A. bezüglichen Ausführungen enthält, außerdem das ausführliche Register, mit dem Professor Beck [d. i. der Naturwissenschaftler und Historiker Hanno Beck, geb. 1923] sich ein großes Verdienst um die Wissenschaft erworben hat [...]" (Br. v. 7. X. 1970; mit kl. Randläsuren und -einrissen). - Jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; beiliegend ein gedr. Verlagsprospekt über die erwähnte "Relation historique".
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Bronner, Ferdinand, Ps. Franz Adamus, Schriftsteller (1867-1948).
Gedr. Visitkarte mit eigenh. Grußzeile und Datum. Wien, 19. X. 1935.
1 S. Mit eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Der in Auschwitz im damaligen Österr.-Schlesien geborene Sohn eines Beamten promovierte 1894 in Wien, unterrichtete als Realschullehrer in Jägerndorf (Schlesien) und als Gymnasialprofessor in Wien. Der Vater von Arnolt Bronnen (1895-1959) verfaßte vorwiegend Dramen, darunter auch den "viel beachteten Dramenzyklus" (DBE) ‘Jahrhundertwende’. Vgl. auch Kosch II, 113f.
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Bruckner, Ferdinand, d. i. Theodor Tagger, Dramatiker (1891-1958).
Eigenh. Bildpostkarte und ms. Brief mit U. Berlin und Königstein im Taunus, 1956.
Zusammen (1+½ =) 1½ SS. auf 2 Bll. (Gr.-)qu.-8vo. Die Karte mit eh. Adresse. Mit einigen Beilagen (s. u.). An den Journalisten und Hörfunkintendanten Franz Wallner-Basté (1896-1984) mit einem Gruß aus dem Parkhotel Bender, "wo man sich viel zu viel aufhält, weil es draussen viel zu viel regnet" (Bildpostkarte v. [31. VII. 1956]) und mit Dank "für Ihre guten Wünsche, die ich herzlich erwidere" (Br. v. 30. VIII. 1956). - Der aus Wien stammende Bruckner studierte Philologie, Musik, Medizin und Rechtswissenschaften, ließ sich in Berlin nieder, arbeitete als Lektor, schrieb für expressionistische Zeitschriften und gab 1917/18 die literarische Zeitschrift "Marsyas" heraus. 1923 gründete er das Berliner Renaissance-Theater und übernahm dessen Leitung, bis er 1927 Direktor des Theaters am Kurfürstendamm wurde. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte er über Österreich nach Frankreich und 1936 nach New York, wo er bei verschiedenen Exilzeitschriften mitarbeitete. 1951 nach Westberlin zurückgekehrt, war er seit 1953 am Schillertheater und am Schloßparktheater als Dramaturg tätig. - Franz Wallner-Basté lebte als Musik- und Theaterkritiker (u. a. für die "BZ am Mittag", die "Vossische Zeitung" und die "Berliner Morgenpost") in Berlin und wurde 1932 Leiter der Literarischen Abteilung des Südwestdeutschen Rundfunks in Frankfurt a. M. "1933 als politisch unzuverlässig entlassen, ging er einer dramaturgischen, literarischen und journalistischen Tätigkeit nach" (DBE) und wurde nach Kriegsende Leiter des Kulturamtes Berlin-Zehlendorf, Intendant des RIAS Berlin und seit 1948 Radiokritiker des "Münchner Merkur"; 1951 übernahm er die Leitung der Abteilung Kunst in der Senatsverwaltung für Volksbildung in Berlin. Er veröffentlichte u. a. "Verdi. Eine Biographie in Briefen" (1945) und "Verdi aus der Nähe" (1979) und war auch als Drehbuchautor und Übersetzer tätig. - Beiliegend einige Bll. Zeitungsausschnitte (darunter einer mit eh. Widmung und U. Bruckners, dat. September 1953), Prospektmaterial und ein gedr. Partezettel des am 5. Dezember 1958 verstorbenen Dramatikers.
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Brügel, Fritz, Diplomat und Schriftsteller (1897-1955).
3 ms. Briefe mit eigenh. U. Zürich, Februar und März 1930.
Zusammen 2½ SS. 4to. Inhaltsreiche Briefe (wohl an den namentlich nicht genannten Musikhistoriker Otto Erich Deutsch) über die Beziehung zwischen Michail Bakunin und Ferdinand Kürnberger, die gemeinsam nach der Dresdner Revolution 1849 inhaftiert waren: “[...] es gibt scheinbar doch eine Duplizität der Fälle. Während wir die ‘Freyung’ vorbereiten und darin Ihre Bakuninpublikation, erscheint eine sehr interessante Arbeit, die ebenfalls unter anderem auf Kürnberger-Bakunin Bezug nimmt. Ich entnehme als Wichtigstes für Sie daraus, dass der Kürnbergersche Aufsatz ausser in der ‘Norddeutschen Freien Presse’ und der ‘Tageschronik’ in Bremen auch in Adolf Streckfuss’ Buch ‘Das Volksarchiv’, Berlin 1850 [...] abgedruckt wurde. Die Bakuninarbeit, von der ich spreche, stammt von B[oris] Nikolajewski, der noch mehr als Nettlau von all diesen Dingen weiss. Sie ist in russischer Sprache geschrieben [...] Ich habe Nikolajewski, der Sie natürlich zitiert, veranlasst, Ihnen ein Exemplar seiner Arbeit (Separatum) zu senden [...] Nun fragt mich Nikolajewski: a) ob es in Wr. Archiven Material über Bakunin noch gibt, das nicht auf die Gefängniszeit Bezug hat, b) ob es Material gibt über eine Verbindung Bakunins mit Ottendorfer und Haeffner, Mitglieder einer Gruppe, die Bakunin April 1849 zur Agitation unter den Deutschen in Böhmen begründete [...]” (Br. v. 13. II. 1930). - “Nikolajewski schreibt mir, er habe Ihnen seinen Separatabdruck gesendet und bittet mich, ihm eine Photokopie des Artikels über [Alexander] Herzen zu besorgen, den wir in Nr. 2 der ‘Freyung’ bringen wollen. Könnte ich diese Kopie oder ein Exemplar der Fahnen für den Mann bekommen? Weiters fragt Nikolajewski ob sich in Kürnbergers Nachlass etwas über Bakunin befindet [...]” (Br. v. 27. II. 1930). - Aufgewachsen in Prag, wurde Brügel nach Studium und Promotion Leiter der Sozialwissenschaftlichen Studienbibliothek der Wiener Arbeiterkammer, engagierte sich in der sozialdemokratischen Bildungsarbeit, war Mitglied der KPÖ und als Publizist und Journalist tätig. 1934 emigrierte er nach der Teilnahme an den Februarkämpfen in die Tschechoslowakei, 1938 nach Frankreich und 1941 über Spanien und Portugal nach Großbritannien. 1945 in den diplomatischen Dienst der Tschechoslowakei eintretend, wurde er 1949 Leiter der Abteilung Deutschland und Österreich des tschechischen Außenministeriums, quittierte aber aus Protest gegen die Willkür der Justiz seinen Dienst und floh über die Bundesrepublik Deutschland und die Schweiz 1950 nach Großbritannien. Von der erwähnten ‘Freyung’ - deren Mitherausgeber Deutsch lt. DBE gewesen sein soll - sind nur zwei Exemplare nachgewiesen (ZDB-ID 275112-4). - O. E. Deutsch (1883-1967), ehedem Kunstkritiker der Wiener Tageszeitung ‘Die Zeit’ und Assistent am Kunsthistorischen Institut der Universität Wien, erwarb nach der Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg eine Buchhandlung, gliederte ihr einen Verlag an und war seit Mitte der zwanziger Jahre als Privatgelehrter und als Bibliothekar der Musiksammlung Anthony van Hoboken in Wien tätig. 1938 nach Großbritannien emigriert, gab er den ‘British Union Catalogue of music published before 1800’ heraus, erwarb die britische Staatsbürgerschaft und war als Gelehrter und Dozent in Cambridge sowie am British Council tätig. Nach Österreich zurückgekehrt, wurde er Mitglied des Zentralinstituts für Mozartforschung am Salzburger Mozarteum, dessen Vorsitz er 1962-65 gemeinsam mit Bernhard Paumgartner und Alfred Orel innehatte. Deutschs Bedeutung “liegt vor allem in seinen dokumentarischen Arbeiten zu Franz Schubert” (DBE). 1907 gab Deutsch ‘Ferdinand Kürnbergers Briefe an eine Freundin (1859-1879)’ heraus, 1910-14 die ‘Gesammelten Werke’, 1912 ‘Die Deutsche Schiller-Stiftung. Aufsätze. Literaturberichte und Gutachten von Ferdinand Kürnberger’, 1919 die Briefe an Heinrich Laube und 1926 ‘Drei Erzählungen’. Vgl. auch Czeike II, 20f. - Der erwähnte sozialistische Schriftsteller Boris Nikolajewski (1887-1966) veröffentlichte u. a. eine biographische Darstellung von Jenny Marx (1931; vgl. Emig A1159) sowie gemeinsam mit Otto Maenchen-Helfen eine Biographie über Karl Marx (vgl. ebd. A1276). - Mit einigen eh. Ergänzungen in Bleistift; 2 Br. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des ”Handbuchs des Sozialismus und der Arbeiterbewegung [...]”.
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Brunngraber, Rudolf, Schriftsteller (1901-1960).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Techendorf am Weißensee, o. D.
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Der aus Wien stammende Schriftsteller war u. a. Präsident der Vereinigung sozialistischer Schriftsteller Österreichs, Mitglied des P.E.N.-Clubs und korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Für seine in zahlreiche Sprachen übersetzten kultur- und gesellschaftskritischen Romane und Essays wurde er 1932 mit dem Julius-Reich-Preis und 1950 mit dem Literaturpreis der Stadt Wien ausgezeichnet; nach ihm benannt ist eine Wohnhausanlage in Wien-Favoriten. Vgl. Kosch II, 181f., Öst. Lex. I, 155 und Czeike I, 485f.
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Brunngraber, Rudolf, Schriftsteller (1901-1960).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 23. XII. 1959.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit "aufrichtigem Dank für Ihre freundlichen Geburtstagsgrüße". - Rudolf Brunngraber entstammte dem Handwerkermilieu, besuchte das Landeslehrerseminar und studierte von 1926 bis 30 an der Akademie für angewandte Kunst in Wien. Er lehrte in sozialdemokratischen Bildungseinrichtungen und arbeitete als akademischer Maler, Journalist und später als freier Schriftsteller. Er wurde zum Präsidenten der Vereinigung sozialistischer Schriftsteller Österreichs gewählt und war Mitglied des PEN-Clubs sowie korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Für seine kultur- und gesellschaftskritischen Romane und Essays wurde Brunngraber mit dem Julius-Reich-Preis und dem Literaturpreis der Stadt Wien ausgezeichnet. Er schrieb u. a. "Radium. Roman eines Elementes" (1936) und "Überwindung des Nihilismus. Betrachtungen eines Aktivisten" (1949).
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Buchbinder, Bernhard, Schriftsteller (1849-1922).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 7. IX. 1896.
1 S. Qu.-8vo. "Kommen Sie nicht vielleicht Mittwoch zwischen ½3 - ½4 Nachmittag vor dem Café Bauer (vis á vis der Oper) vorbei? [...]" - Anfangs Schauspieler, wandte sich Buchbinder verstärkt der Literatur zu, war Mitarbeiter des "Neuesten Pester Journals" sowie des "Politischen Volksblatts" in Budapest und gab die humoristische Wochenschrift "Das kleine Journal" heraus. 1887 zog er nach Wien, war Redakteur des "Neuen Wiener Journals" und zählte durch seine zahlreichen Lustspiele, die als Volksstücke teilweise Massenerfolge wurden (darunter die "Die Förster-Christl", 1908), sowie durch Opern- und Operettentexte "zu den beliebtesten Theaterschriftstellern" (vgl. Kosch I, 240). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Neuen Wiener Journals". - In altem Sammlungsumschlag.
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Buck, Pearl S., American writer and Nobel laureate (1892-1973).
Typed letter signed. Perkasie, PA, 9 July 1965.
4to. ½ p. With typed envelope. To the Austrian scholar Josef Wesely, thanking for his birthday greetings. - Pearl S. Buck won the Nobel prize in 1938 "for her rich and truly epic descriptions of peasant life in China and for her biographical masterpieces". - On stationery with printed letterhead. Includes the loose stamp.
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[Buemann, Severin?].
"Dreizehn Lieder mit Hylographirten Vignetten". Hs. Manuskript. Wien, 16. XII. 1843.
Titel und 30 nunm. SS. auf 15 Bll. Pappband. 8vo. Wie auf dem Titel weiter vermerkt "gestochen und verlegt von Severin Buemann, Kupferstecher und Hylograph [...] Favoritenstrasse Schaumburgergrund No. 78 in Wien". - Handschriftliches Vorabexemplar zur Erlangung des Imprimatur mit entsprechendem Zensurvermerk. - Buemann (1808-1848) "besaß eine große Gewandheit im Zeichnen u. zählte zu den besten Xylographen Wiens in einer Zeit, als diese Kunst erst in Aufnahme kam [...] Schöne Proben seines seltenen Talentes in der Holzschneidekunst hat die Theaterzeitung von Adolf Bäuerle, Jahrgang 1845, aufzuweisen" (Wurzbach, s. v.). - Beiliegend ein hs. Entwurf des Vortrags eines nicht identifizierten Verfassers, der gleichfalls um Imprimatur ansucht: "In folge hohen Erlasses des Herrn Statthalters vom 24. d. M. Zahl 6481 ist der Vortrag gestattet" (4 SS. auf Doppelblatt. 4to).
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Bulthaupt, Heinrich, Schriftsteller (1849-1905).
Eigenh. Postkarte mit U. Oberstdorf im Allgäu, 22. VII. 1899.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Vorstand des Kaufmännischen Vereins: "Ich danke Ihnen für Ihre freundlichen Mittheilungen. Unter das erbetene Honorar von 150 M hinunterzugehen (es ist mein niedrigster Satz) bin ich jedoch durch die Statuten des Coburger Vortragsverbands, dem ich als Redner angehöre, leider gehindert [...]. - Dem Wunsch seines Vaters folgend und Rechtswissenschaft studierend, nahm Heinrich Bulthaupt nach der Promotion 1872 eine Hauslehrerstelle in Kiew an und bereiste Griechenland, die Türkei, Italien, Tunesien und Malta. Nach dem Militärdienst ließ er sich als Anwalt in Bremen nieder, wurde dann aber Bibliothekar. "Seine Dichtungen, vor allem die Bühnenbearbeitungen, sind weitgehend Epigonenkunst in der Tradition des klassischen deutschen Schauspiels, wenngleich sein Stück 'Die Arbeiter' (1877) als eines der ersten deutschen Sozialdramen gilt. Seine vierbändige 'Dramaturgie des Schauspiels' (1881-1901) leistet viel zur Erschließung Shakespeares und der deutschen Dramatiker" (DBE). Vgl. auch Kosch I, 251. - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinem Registraturvermerk.
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Burte, Hermann, Schriftsteller und Maler (1879-1960).
Eigenh. Postkarte mit U. Lörrach, 20. II. 1945.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adr. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Hermann Strübe, so Burte mit bürgerlichem Namen, studierte in Paris den französischen Impressionismus, war mit einem Volksroman bei einem Preisausschreiben erfolgreich und wählte den Namen des Helden als Pseudonym. Fortan als Schriftsteller und Maler tätig, erschien 1912 “unter dem Eindruck der Vorkriegsstimmung der völkisch-nationalistische Heimatroman ‘Wiltfeber, der ewige Deutsche’, in dem durch die Verehrung eines aristokratischen Führers und das Streben nach Erneuerung des Volkstums wesentliche Elemente der nationalsozialistischen Ideologie vorweggenommen wurden. Willig übernahm er die Rolle eines Propagandadichters und rechtfertigte die Judenverfolgung. Nach dem Krieg wurde sein nationalsozialistisches Engagement weitgehend ausgeklammert, und er blieb in seiner süddeutschen Heimat geschätzt” (DBE), wurde 1957 gar mit der Jean-Paul-Medaille ausgezeichnet. Vgl. auch Kosch II, 395f.
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Busse, Hermann Eris, Schriftsteller und Volkskundler (1891-1947).
Ms. Gedicht mit eigenh. U. [Freiburg i. B., 23. III. 1945].
1 S. 4to. Mit eh. adr. Kuvert. Zwölfzeiliges, "Frau Erika | Heimgegangen am ersten Tag des Jahres 1945" betiteltes Gedicht. - An Josef Wesely. - H. E. Busse war Geschäftsführer des Landesvereins "Badische Heimat" und erhielt 1930 einen Lehrauftrag für Heimatkunde an der Freiburger Lehrerbildungsanstalt. "Neben zahlreichen Arbeiten zur alemannischen Volks- und Heimatkunde veröffentlichte er eine Reihe im Hochschwarzwald und oberrheinischen Gebiet spielender Erzählungen und Romane (u. a. "Bauernadel. Romantrilogie aus dem Schwarzwald", 1933), die mit ihren antizivilisatorischen, das Bauerntum idealisierenden Tendenzen der Blut-und-Boden-Dichtung nahestanden" (DBE). "Schon in frühen Jahren erwanderte er die Landschaft und als solcher machte er sich um die Dokumentation und Sicherung von Kunstschätzen und um das Volksbrauchtum, besonders Trachten und Fastnachtsbrauchtum, verdient. Er regte Narrenschauen und Narrentreffen im oberschwäbischen Gebiet an. Für das an Bildstöcken reiche Land zwischen Main, Tauber und Neckar prägte er den Namen 'Madonnenländchen'" (Wikipedia).
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Bylandt-Rheydt, Franziska von, Urenkelin von Friedrich Leopold Stolberg, 1854-1929.
Literarisches Album. O. O., ca. 1868-nach 1875.
111 Bll. Lederband der Zeit. 8vo. Wie der eröffnenden Widmung ("Baden am Weihnachts Abend 1868") zu entnehmen, wurde das vorliegende Buch zum Christfest 1868 der damals vierzehnjährigen Franziska von ihrer Mutter Gabriele (1827-1904) geschenkt. Die Tochter von Gabriele und Graf Arthur Anton Ferdinand von Bylandt (1854-1915) hat es in den folgenden Jahren dazu verwendet, zahlreiche Zitate festzuhalten, meist von Dichtern wie Goethe, Schiller und Heine, Klopstock, Rückert und Wordsworth, aber auch von Kaiser Maximilian von Mexiko, "Großpapa Stolberg" (d. i. Christian Ernst St., 1783-1846) und "Urgroßvater Stolberg" (d. i. Friedrich Leopold St., 1750-1819). Interessantes Dokument der Literaturrezeption im Rahmen der von spätaufklärerischen Motiven geleiteten Adelserziehung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. - Bindung gebrochen. Einige lose Bll.; beiliegend u. a. der Totenschein der am 6. Dezember 1929 an "Verkalkung der Gehirn- und Kranzgefäße" verstorbenen Gräfin.
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