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‎Hölzer-Weinek, Irene, Malerin und Restauratorin (1888-1965).‎

‎56 eigenh. Briefe und (Bild-)Postkarten mit U. Meist Wien, 1947-1960.‎

‎Zusammen 60½ SS. Meist qu.-4to und in Kuvert. Beiliegend ein kleiner Originalfarbdruck. Freundschaftliche Korrespondenz mit Josef Wesely, die vorwiegend gesundheitliche Fragen sowie die schwierige materielle Lage nach dem Zweiten Weltkrieg berührt: "Ich habe leider durch diese schwere Anämie schon einen Knacks weg, wenn ich auch wieder arbeite [...]" (Br. v. 26. V. o. J.). "Da es in Wien schon alles, wenn auch um teures Geld, gibt, wage ich nicht mehr, Sie um irgendetwas zu bitten, wenn auch Kartoffeln noch sehr knapp sind. Hingegen geht es uns Künstlern wirklich immer schlechter und da wäre mir mit kleinen Aufträgen am meisten gedient. Da appelliere ich nun an Ihre große Güte und frage an, ob Sie mir nicht kleine Portraitaufträge nach Fotos, in der Art der seinerzeit an Sie gesandten Bilder, verschaffen könnten [...]" (Br. v. 10. III. 1949). "Ich habe mir als Malerin bestimmt um Österreich große Verdienste erworben und der öst. Kunst im Ausland Ansehen verschafft, gegenwärtig sind meine Arbeiten auf der Buchausstellung in New-Jersey und werden dann einem Prachtwerk angefügt - was habe ich schon davon? [...] "(Br. v. 23. III. 1949). - Irene Hölzer-Weinek, Tochter des Astronomen und Direktors der Prager Sternwarte Ladislaus Weinek, erfuhr ihre Ausbildung bei Vojsech Hynais in Prag und bei Lothar von Kunowski in Berlin. Die "Portraitmalerin von Rang" war im Ausschuß der Vereinigung der bildenden Künstlerinnen Österreichs tätig.‎

‎Hönich, Heinrich, Maler und Graphiker (1875-1957).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Prag, Generalgouvernement Krakau, 9. X. 1942.‎

‎1 S. 4to. An den Architekten und Rektor der Akademie der bildenden Künste Alexander Popp (1891-1947) mit Dank für eine Einladung, "an der 250jährigen Gründungsfeier der Akademie der Bildenden Künste in Wien teilzunehmen". - Heinrich Hönich, ein gelernter Lithograph, studierte an der Dresdner Akademie sowie bei Max Pirner in Prag und war später in München tätig. 1927 trat er eine Professur für Gebrauchsgraphik an der Prager Akademie an. - Der aus St. Leonhard am Forst (NÖ) stammende Architekt und Kunstgewerbler Alexander Popp war Schüler von Peter Behrens und später Assistent an dessen Meisterschule; von beiden stammt u. a. der Entwurf zu den Neubauten der österreichischen Tabakregie in Linz; zuletzt war er Rektor der Akademie der bildenden Künste. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Hochschulinstituts für bildende Kunst in Prag. - Beiliegend ein gleichfalls an Popp gerichteter ms. Brief des Stadtplanungsamtes Krakau v. 24. VIII. 1942 (½ S. 4to).‎

‎Hoffmann, Karl, Architekt.‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. und Br. mit eigenh. U. Wien, 1913-1917.‎

‎Zusammen 5 SS. 4to und 8vo. Betrifft die Vereinbarung zu einer Verabredung (1913) und die Übermittlung von Glückwünschen zu H. A. Schwers 50. Geburtstag. Der wohl von Schreiberhand verfaßte und von Karl Hoffmann und Emil Tranquillini unterzeichnete Brief vom 27. VIII. 1917 betrifft den nie durchgeführten Bau des Kaiser Franz Josef Stadtmuseums. Der angesprochene Monumentalbau kam in der 1900 vom Gemeinderat beschlossenen Form nie zustande: Vor dem Ersten Weltkrieg kam es, trotzdem die Pläne Otto Wagners recht weit gediehen waren, zu keiner Entscheidung, der Krieg selbst verhinderte dann einen neuerlichen Anlauf und erst 1953 wurde erneut auf dem ursprünglich vorgesehenen Platz ein Museumsneubau beschlossen. “Da unmittelbar nach Fertigstellung des Detailprojektes zum Bau des Kaiser Franz Josef Stadtmuseums und darauf erfolgter Auszahlung der ersten Rate unseres Architektenhonorares der Weltkrieg ausgebrochen ist, mußten wir vom Beginn der zweiten Rate an bis zum heutigen Tage, das ist also durch volle drei Jahre[,] die von uns vertragsmäßig übernommenen architektonischen Arbeiten unter wesentlich schwierigeren materiellen Verhältnissen weiterführen als dies seinerzeit bei Abschluß unseres Vertrages im Jahre 1913 vorausgesehen werden konnte [...]”. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Hofmann, Jakob, Bildhauer und Zeichner (1876-1955).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Braunschweig, 2. III. 1944.‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. (Faltbrief). Beiliegend eine S/W-Photographie. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag: "Ich muß schon mindestens 45 Jahre zurück gehen, um auf den Namen Wesely zu stoßen. Wenn ich mich recht erinnere, waren Sie einer der Mitschüler bei dem alten Pauske [?] in der Kunstgewerbeschule. Jedenfalls danke ich Ihnen sehr, daß Sie sich meiner erinnert haben und freute mich sehr über Ihren Glückwunsch. Damit Sie ungefähr wissen, wie der damals so glatte Jakob Hofmann heute aussieht, lege ich Ihnen eine Selbstzeichnung bei [...]". - Jakob Hofmann wurde 1913 Nachfolger von Carl Echtermeier auf dem Lehrstuhl für Aktzeichnen und Modellieren an der Technischen Universität Braunschweig, den er bis 1945 innehatte; von 1915 bis 1922 stellte er als Mitglied der Münchner Sezession im Glaspalast und auf dem Berliner Sezessionsausstellungen aus. "Von 1920 bis 1933 war Hofmann Mitglied des 1920 gegründeten Braunschweiger Zehnerbundes bildender Künstler und stellte mit diesem aus. Neben zahlreichen Grabdenkmälern, Portraitbüsten und Statuen schuf Hofmann auch die Masken an der Öffentlichen Bücherei in Braunschweig, des weiteren die Denkmale für das 70. und das 92. Infanterie-Regiment und eine Pieta für die Katharinenkirche. Für das 1925 enthüllte und von Herman Flesche entworfene Kolonialdenkmal im Braunschweiger Stadtpark, das an die durch den Krieg verlorenen deutschen Kolonien und die dort gefallenen Soldaten erinnern soll, schuf er die Skulptur eines Löwen, der den Globus mit einer seiner Pranken hält" (Wikipedia). - Beiliegend die erwähnte "Selbstzeichnung", d. h. eine Photographie der Zeichnung.‎

‎Hofmann von Aspernburg, Edmund, Bildhauer (1847-1930).‎

‎4 (1 eigenh.) Briefe und 2 eh. Postkarten mit U. Wien, 1909-1916.‎

‎Zusammen 6 SS. 4to und 8vo. Lädt u.a. in seiner Funktion als Obmann des Künstler-Verbands Österreichischer Bildhauer dazu ein, "an unserer Ausschußsitzung im Künstlerhause teilzunehmen" (Br. v. 9. X. 1909) und hält in nämlicher Eigenschaft fest, "daß unsere Mitglieder durch die vielen Verlautbarungen über das Andreas-Hofer-Denkmal, zu dem nun doch kein Künstler sondern Herr Parschalk den Auftrag zu haben scheint, beunruhigt sind und wir irgend etwas tun müssen [...]" (Br. v. 21. XI. 1910). - Bereits als Student an der Wiener Akademie der bildenden Künste mit mehreren Preisen ausgezeichnet, gehörte Hofmann v. Aspernburg bald zu den vielbeschäftigten Bildhauern, die in öffentlichem Auftrag für die Bauten der Ringstraße (u. a. Parlament, Burgtheater, Naturhistorisches Museum, Rathaus, Künstlerhaus und Universität) tätig waren. Seit 1875 Mitglied des Wiener Künstlerhauses, schuf er eine Reihe von Standbildern und Grabmälern, darunter 1906 das Ehrengrabmal für den Maler Karl von Blaas (1815-1894). Vgl. Thieme/B. XVII, 250. - 2 Br. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Künstler-Verbands Österreichischer Bildhauer in Wien" bzw. 3 mit nämlichem Stempel. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Hofmann von Aspernburg, Edmund, Bildhauer (1847-1930).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. V. 1918.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Auguste Wilbrandt-Baudius (1843-1937): “Am vergangenen Freitag wollte ich mir [...] die Todtenmaske des Herrn Wilbrandt abholen, unterließ es aber sie mitzunehmen, weil gnädigste Frau möglicher weise jetzt nicht wissen, wo diese unterzubringen sei [...] Wenn gnädige Frau damit einverstanden sind, dann bitte ich um Ihre geneigte Einwilligung und ich werde das weitere durch Herrn Stadtrat Schwer veranlassen [...]”. - Bereits als Student an der Wiener Akademie der bildenden Künste mit mehreren Preisen ausgezeichnet, gehörte Hofmann v. Aspernburg bald zu den vielbeschäftigten Bildhauern, die in öffentlichem Auftrag für die Ringstraßenbauten (u. a. Parlament, Burgtheater, Naturhistorisches Museum, Rathaus, Künstlerhaus und Universität) tätig waren. Seit 1875 Mitglied des Wiener Künstlerhauses, schuf er u. a. eine Reihe von Standbildern und Grabmälern, darunter 1906 das Ehrengrabmal für den Maler Karl von Blaas (1815-1894). Vgl. Thieme/B. XVII, 250. - Auguste Wilbrandt-Baudius, spätere Gattin des Schriftstellers Adolf von Wilbrandt, war von Heinrich Laube ans Wiener Hofburgtheater verpflichtet worden, wo sie in jugendlich-naiven und sentimentalen Rollen erfolgreich war. Nach einem Zerwürfnis mit Laubes Nachfolger Franz von Dingelstedt verließ sie 1878 das Burgtheater, an das sie nach Engagements am Theater an der Wien, am Deutschen Theater in Berlin, am Hoftheater in Meiningen und am Raimundtheater 1898 wieder zurückkehrte. Vgl. Öst. Lex. II, 645 und Czeike V, 652.‎

‎Hofmann von Aspernburg, Edmund, Bildhauer (1847-1930).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Edm. Hofmann"). Wien, 11. I. 1910.‎

‎3¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Eigentlich sollte ich folgendes nicht schreiben, denn ein Mensch, welchem Freund Hein mit Hippe und Stundenglas vor der Nase herumfuchtelt, sollte sich nicht mit derlei befassen, aber es regt sich doch noch manchmal in mir die Schadenfreude, zumal wenn es solche entsetzlich eingebildeten Leute betrifft. Die als Dichterin, Malerin, Radiererin, kurzum Universalgenie sattsam bekannte gnädige Frau Broda hat, wie ich hörte, das Relief ihrer Großmutter Dir zur Begutachtung zugeschickt. Wahrscheinlich wirst Du nicht wissen, daß dieses Relief nach seiner gänzlichen Zerstörung nach Paris gebracht wurde und Frau Broda ein volles Jahr daran herumgebosselt hat. Diese 'Frucht' eines Arbeitsjahres ist nun wieder nach Wien zurück gewandert und Dir zur Begutachtung übergeben worden. Ich glaube nicht, daß die gnädige Frau sich in Paris auf ihre eigene Hand verlassen hat und vielleicht dort noch andere Künstler zu Rathe gezogen hat, aber sei es wie immer. Das Gefühl wird sie doch nicht haben, daß ihre Schöpfung vollkommen ist, sonst würde sie nicht Hilfe suchend damit herum wandern. Es wäre nun zu komisch, wenn Du an die Bildhauerin ein Gutachten senden würdest mit dem Ersuchen, das bei Dir deponirte Relief zur Begutachtung an Deinen Freund Edmund von Hofmann zu senden, der gewiß die gewissenhafteste Correktur daran vornehmen wird. Du riskirst dabei gar nichts, denn in Wahrheit hast Du erst nach einem Jahre von der Affaire Kenntnis erlangt und mich würde der Gedanke an die dummen Gesichter kann[n]ibalisch erfreuen, die ich leider nicht zu sehen bekommen werde. Die Geschichte mit dem Relief mußt Du von mir hören [...]". - Bereits als Student an der Wiener Akademie der bildenden Künste mit mehreren Preisen ausgezeichnet, gehörte Hofmann v. Aspernburg bald zu den vielbeschäftigten Bildhauern, die in öffentlichem Auftrag für die Bauten der Ringstraße (u. a. Parlament, Burgtheater, Naturhistorisches Museum, Rathaus, Künstlerhaus und Universität) tätig waren. Seit 1875 Mitglied des Wiener Künstlerhauses, schuf er eine Reihe von Standbildern und Grabmälern, darunter 1906 das Ehrengrabmal für den Maler Karl von Blaas (1815-1894). Vgl. Thieme/B. XVII, 250.‎

‎Hoguet, Charles, Maler (1821-1870).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 19. XII. 1853.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Herrn Lepke: "Auf Ihr Schreiben vom 15. December beeile ich mich zu erwidern, und zwar zu meinem großen Bedauern nicht ganz befriedigend indem es mir unmöglich sein wird Ihnen die kleinen Bilder [...] namentlich in der compliezirten [!] Art wie Sie dieselben zu wünschen scheinen, anzufertigen [...]". - Seit 1848 in Berlin ansässig, entfaltete Hoguet eine außerordentliche Produktivität als Maler von Stilleben, Marine- und Landschaftsbildern. "Nach einem 1849 von ihm begonnenen Verzeichnis hat er in den letzten 2 Jahrzehnten seines Lebens nicht weniger als 422 Ölgemälde vollendet" (Thieme/Becker XVII, 310).‎

‎Holzmeister, Clemens, Architekt und Bühnenbildner (1886-1983).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Wien], 14. IV. 1958.‎

‎1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit "herzlichem Dank für Ihren Geburtstagswunsch! [...]". - Die Bildseite mit einer Abbildung von Holzmeisters Kirche in Erpfendorf in Tirol (nach einer Aquarellzeichnung Holzmeisters).‎

‎Holzmeister, Clemens, Architekt und Bühnenbildner (1886-1983).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Wien], 1. IV. 1968.‎

‎1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für dessen Wünsche zu Holzmeisters Geburtstag. - Die Bildseite mit einer Abbildung der nach Entwürfen Holzmeisters errichteten Leopold Figl-Warte am Tulbinger Kogel im Wienerwald.‎

‎Holzmeister, Clemens, Architekt und Bühnenbildner (1886-1983).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Hahnenkamm über Kitzbühel, 23. XII. 1957.‎

‎1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für dessen "frdl. Wünsche". - Die Bildseite mit der Ansicht einer Winterlandschaft.‎

‎Holzmeister, Clemens, Architekt und Bühnenbildner (1886-1983).‎

‎Gedr. Dankeskarte mit eigenh. Datum und U. [Wien], 17. IV. 1961.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit ms. adr. Kuvert. An Josef Wesely mit Dank für dessen "freundlichen Glückwünsche".‎

‎Holzmeister, Clemens, Architekt und Bühnenbildner (1886-1983).‎

‎Gedr. Dankeskarte mit eigenh. U. [Wien, 1956].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit ms. adr. Kuvert. An Josef Wesely mit Dank für Wünsche zu seinem 70. Geburtstag.‎

‎Horovitz, Leopold, Maler (1838-1917).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("LHorovitz"). [Wien], o. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An eine Dame, die er, zusammen mit den Ihren, mit großer Freude am morgigen Dienstag um 4 Uhr 30 zu empfangen hoffe. - Der aus dem damals ungarischen Rozgony stammende Künstler studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Karl von Blaas und Peter Johann Nepomuk Geiger und spezialisierte sich von 1859 bis 1863 in Warschau auf Portraitmalerei. Später in Paris und Warschau lebend, wurde er zu einem beliebten Maler des polnischen und russischen Adels, kehrte 1893 nach Wien zurück und wurde dort 1895 Mitglied des Wiener Künstlerhauses. Er stand u. a. in gutem Einvernehmen mit dem Kreis der Kunstmäzenin Jenny Mautner und deren Mann, dem Großindustriellen Isidor Mautner, der seit 1925 auch Besitzer der Textilfabrik Marienthal war. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf des Grand Hotel à Vienne; mit kl. Ausriß am rechten Blattrand (keine Textberührung). - Bl. 2 verso mit kl. Registraturetikett.‎

‎Horschelt, Theodor, Maler (1829-1871).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An das “Sehr verehrliche[...] Comité”: “Der Unterzeichnete erlaubt sich hiemit anzuzeigen, daß er zwei Zeichnungen zur Ausstellung bringen wird [...]”. - An der Kunstakademie München u. a. bei Albrecht Adam (1786-1862) und Hermann Anschütz (1802/05-1880) studierend, befaßte sich der Sohn des Ballettmeisters Friedrich Horschelt (1793-1876) schon früh mit der Darstellungen orientalischer Szenen. Über Spanien nach Nordafrika reisend, entstanden 1853/54 zahlreiche Genre- und Tierdarstellungen. 1858 nach Tiflis kommend, wohnte Hörschelt den Kämpfen der Kaukasier gegen die Russen bei und nahm 1859 am Sturm auf Schamyl teil (“Gefangennahme Schamyls”, 1865); 1860 wurde er Mitglied der Petersburger Akademie. Mit Prinz Albrecht von Preußen Baku und Eriwan besuchend, kehrte er 1863 nach München zurück, wo er zu einem der “bekanntesten Schlachtenmaler seiner Zeit” (DBE) avancierte. Der Nachlaß des geschätzten Zeichners wurde vom russischen Zar erworben. Vgl. auch Thieme/Becker XVII, 528ff. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. - Aus dem Besitz und in bedruckter Originalmappe der berühmten Autographensammlung des österreichischen Industriellen Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).‎

‎Hove, Hubertus van, Maler und Radierer (1814-1865).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 15.VII. o.J.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse. In holländischer Sprache an den Maler Johann Heinrich Schramm (1810-1865). - Beginnend mit Landschaftsdarstellungen, wandte sich der aus Antwerpen stammende Künstler später vornehmlich Interieurs von Kirchen und altertümlichen Wohnhäusern zu; seine Arbeiten zeichnen sich durch “solide Technik, die abwechslungsreiche Lichtbehandlung, ein warmes Kolorit u. treffliche Ausführung der stofflichen Einzelheiten” aus (Thieme/B. XVII, 577). - Johann Heinrich Schramm war bekannt für seine tls. in Bleistift, tls. in Aquarell ausgeführten Portraits von berühmten Zeitgenossen, darunter Alexander von Humboldt, Jakob Grimm, Friedrich Rückert, Heinrich Laube, Ludwig Tieck und Clemens Wenzel Fürst Metternich.‎

‎Illitsch, Alexander, Bildhauer (1860-1943).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 8. und. 14. V. 1909.‎

‎Zusammen 6½ SS. auf Doppelblättern. 8vo. “Hier erlaube ich mir Ihnen eine Skizze zu dem bewußten Denkmal zu übersenden obwohl ich fürchte dass Sie nach den, in den Blättern erschienen[en] Notizen, nicht viel Lust mehr zu der Sache haben [...]” (Br. v. 14. V. 1909). Die erwähnte Skizze zu dem - wie aus dem in der Woche zuvor verfaßten Brief hervorgeht - “Denkzeichen der deutschen Bundestreue” auf Bl. 2 recto (ca. 5:9 cm). “Der zu Grunde liegende Gedanke ist einfach und denke ich mir eine hoheitsvoll sitzende Germania das lorbeerbekränzte Schwert in den Händen [...]”. - Illitsch studierte unter Edmund von Hellmer und Karl Kundmann an der Wiener Akademie der bildenden Künste, stellte 1889 erstmals im Künstlerhaus aus (dessen Mitglied der 1900 wurde) und schuf als Bildhauer zahlreiche figurale und dekorative Plastiken für kirchliche und öffentliche Bauten. Vgl. Thieme/B. XVIII, 572 und Czeike III, 302. - Im linken Rand gelocht (keine Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Jäckel, Hugo, Maler.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 2. XI. 1915.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Beiliegend eine gedr. Visitkarte. “[...] bitte ich mir einige Worte auf schriftlichem Wege gestatten zu wollen. Diese sollen Ihnen nur noch die Überzeugung befestigen, daß es auch in Anbetracht meines Familienstandes mir sehr erwünscht sein wird, wenn Sie sich gelegentlich bei Überreichung einer Arbeit meiner erinnern. Ich habe 4 Kinder im Alter von 14 bis 19½ Jahren. Mein Ältester ist Schüler der Akademie für Musik und darstellende Kunst, u. zwar als Oboist [...]”. - Beiliegend eine gedr. Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen verso und eh. adr. Kuvert von Heinrich Karl Ohrfandl (Kirchenkämmerer, Landtagsabgeordneter und Präsident des Volksbildungsvereins, 1860-1932) mit einer Empfehlung für den Maler Jäckel. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Janesch, Albert, Maler (geb. 1889).‎

‎3 eigenh. Briefe und 4 eh. (davon 2 Bild-)Postkarten mit U. sowie eine gedr. Visitkarte mit 2 eh. Zeilen verso. Wien u. a. O., 1915-1918.‎

‎Zusammen 9 SS. Meist 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. Nachrichten aus dem Feld und Dank für den Ankauf seines Portraits von Bürgermeister Karl Lueger: “Ich freu mich sehr darüber [...]” (Br. aus Smyrna v. 26. VIII. 1918). - Der Bildnis- und Figurenmaler Albert Janesch war ein Schüler Franz Rumplers. Für sein Werk erhielt er 1912 den Rompreis. Vgl. Vollmer II, 528. - Die Bildpostkarten mit Ansichten von Hebron und Jerusalem. - Beiliegend ein zweiseitiger Brief eines nicht identifizierten Verfassers an Albert Janesch. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Jarl, Otto, Bildhauer (1856-1915).‎

‎3 eigenh. Briefe, 2 eh. Postkarten und 2 gedr. Visitkarten mit mehreren eh. Zeilen und U. Wien, 1909 und 1910.‎

‎Zusammen 7½ SS. Meist 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. Beiliegend 2 gedr. Parten zum Tod des Bildhauers und 1 gedr. Dankesbillett der Hinterbliebenen an H. A. Schwer. “Gelägentlich [!] des Besuches des Schwedischen Königs in der Jagdausstellung Eüserte [!] sich der König sehr lobend über meinen Elch im Schwed. Pawillon [!] u. hatte den Wunsch denselben zu besitzen. Am Bahnhof bei der Abfahrt nach München überreichte er mir eigenhändig den Wasaorden I. Kl. für mein Künstlerisches Schaffen [...]” (Br. v. 24. V. 1910). - “Durch Ihre werte Karte in Kenntniss [!] gesetzt das [!] die Gemeinde Wien einen Ehrenpreis für die Hundeausstellung stiften will”, gestattet sich der Bildhauer, die Herren zur Besichtigung seiner Arbeiten in sein Atelier zu laden (Br. v. 3. VI. 1910). - Der in Schweden aufgewachsene, von Björnstjerne Björnson geförderte Bildhauer kam 1880 nach Wien und studierte dort bei Joseph Weitmann und Edmund von Hellmer. Gefördert von seinem späteren Schwiegervater, dem Architekten Friedrich Schmidt, wurde er Portraitplastiker, widmete “sich ausschließlich der Tierbildnerei” und brachte es zu “ausgezeichneten Leistungen auf diesem Gebiet” (Thieme/B. XVIII, 431). - Einige Briefe im Rand gelocht (keine bzw. nur minimale Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Jasper, Viktor, Kupferstecher, Maler und Restaurator (1848-1931).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Perchtoldsdorf und Wien, 1912.‎

‎Zusammen 3 SS. 4to und 8vo. “Im Verein mit einigen Künstlerkollegen habe ich in Perchtoldsdorf eine Ausstellung gemacht, welche vielleicht bodenständig bezeichnet werden kann. Wir bieten was wir können und sind erfreut darüber, daß sowohl Publikum wie Kritik die Sache beifällig aufgenommen haben [...]” (Br. v. 2. VIII. 1912). - Jasper wurde 1865-80 als Schüler Louis Jacobys an der Wiener Akademie der bildenden Künste zum Kupferstecher ausgebildet und schuf als erste Arbeiten Stiche für archäologische Zeitschriften sowie Titelvignetten und Reproduktionen nach Portraits und Werken alter Meister. Von 1882-96 war er Mitglied der Gesellschaft bildender Künstler Wiens; seit 1887 auch als Restaurator am Hofmuseum tätig, war er 1888-1910 an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. Vgl. Thieme/B. XVIII, 441 und Czeike III, 345. - Im linken Rand gelocht (keine Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Jauner, Theodor, Maler und Beamter (1844-1913).‎

‎Visitenkarte mit einigen eigenh. Zeilen und U. ("Theodor"). O. O. u. D.‎

‎2 SS. Visitkartenformat. "Sehr erfreut über Einladung für übermorgen. Jedenfalls komme ich ½ 8 Uhr [...]". - Der Bruder des Schauspielers und Operndirektors Franz Jauner und des Medailleurs Heinrich Jauner war Direktor der niederösterreichischen Landesbuchhaltung und galt als "vorzüglicher Malerdilettant" (ÖBL III, S. 87, im Artikel über Heinrich Jauner). Seine Gattin war die Schauspielerin Olga Blum; in ihrem Hause verkehrten u. a. Alexander Girardi und Victor Tilgner. - Papierbedingt leicht gebräunt.‎

‎[Jerace, Gaetano, Bildhauer (1860-1940)]. - Vittoria Gaetano (Gattin).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Neapel, 28. XII. 1898.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An eine Baronin: "Acceptez tous nos voeux de bonheur pour Vous et toute votre famille [...]". - Auf Briefpapier mit dem Lichtdruck einer Büste Beethovens als Briefkopf; mit größerem Tintentwischer.‎

‎Joanowits, Paul, Maler (geb. 1859).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 28. V. 1911.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. “Ich habe vor längerer Zeit Ihrem Herrn Bruder Herrn Hugo Schwer eine Gravure des Bildes Furor teutonicus für Sie übergeben, und komme nun höflich zu bitten Sie möchten mir diese zurücksenden vermuthend dass Sie Ihrer nicht mehr bedürfen [...]”. - Joanowits studierte bei Leopold Karl Müller an der Wiener Akademie der bildenden Künste und lebte vorübergehend in München; später erneut in Wien ansässig, schuf er u. a. Portraits (von Kaiser Franz Joseph, Hansi Niese, Hedwig Francillo u. a.). Vgl. Thieme/B. XIX, 21. - Auf Briefpapier mit gedr. Adreßzeile. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Johansson, Eric, Maler (geb. 1896).‎

‎8 ms. Briefe mit eigenh. U. Täby, 1971-73.‎

‎Zusammen 7½ SS. 4to. An Rudolf Hintermayer, Dom-Galerie: “Es int[e]ressiert mich etwas Näheres von Ihnen zu hören und von Ihren Ausstellungsplänen. Sind die Ausstellungen Verkaufsausstellungen? Sind Sie Kunsthändler, Kunstwissenschaftler oder reiner Kunstfreund? Sammeln Sie in erster Linie Arbeiten aus den ersten Jahrzehnten dieses Säculums? Diese sind ja die künstlerisch produktivsten und interessantesten des ganzen Jahrunderts. Ich besitze noch einen Teil meiner Arbeiten aus den Jahren 1912-25[,] [S]ie werden aber verstehen, dass es mir schwer fällt mich davon zu trennen, zumal ich selbst Sammler von Kunst und Antiquitäten bin [...]” (Br. v. 24. X. 1971). - “Ihr Freund Patera hat noch nichts von sich hören lassen ob und wann er nach Wien reisen wird, deshalb habe ich mit gleicher Post an Sie eine Rolle mit 8 Zeichnungen und 2 Aquarellen abgesand[t], von denen ich Sie bitte ein Blatt als Geschenk auszuwählen. Wollen Sie noch mehr von den Arbeiten haben, lassen Sie es wissen, das übrige schicken Sie mir bitte zurück [...]” (Br. v. 9. XII. 1972). - Die Hauptwerke des aus Dresden stammenden Malers entstanden zwischen 1919 und 1925 und “gehören zur revolutionären Tradition der bildenden Kunst in Deutschland” (a. d. beiliegenden Ausstellungskatalog). Vgl. Vollmer VI, 110. - Beliegend ein gedr. Katalog des Museums der Stadt Greifswald mit 4 Abbildungen von Johanssons Werken (deren Besitzer Johansson eh. vermerkt; 6 Bll. (davon 2 w.), klammergeheftet, 8vo) und 7 Bll. ms. Briefdurchschläge des Adressaten.‎

‎Jungwirth, Josef, Maler (1869-1950).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. und eh. Originalskizze. Wien, 1909 und 1911.‎

‎Zusammen 6½ SS. auf Doppelblättern. 8vo. Die Skizze im Format 8,3:10,5 cm. Schöner Brief über einen von einem namentlich nicht genannten Schüler Edmund von Hellmers geschaffenen Brunnen: “Bei den Juriarbeiten anläßlich der Preisverteilung an der Akademie hat die Arbeit eines Schülers Prof. Hellmers seiner eigenartigen Composition wegen das besondere Interesse der Komission erregt, weshalb ich mir erlaube, Ihre Aufmerksamkeit auf jenes Werk zu lenken, von dem ich eine kleine aus der Erinnerung gezeichnete Skizze beischließe. Das Originelle an der Sache sind die am Grund des Bassins dahinschwimmenden Nixen und Undinen welche teilweise aus dem Wasser auftauchen. Der Effekt dieser unter Wasser grünlich schimmernden von Algen überzogenen Fabelgeschöpfe die durch bewegtes Wasser verlebendigt werden müßte ein ganz hervorragender sein [...]” (Br. v. 10. VII. 1911). - Gedachter Aufstellungsort war, wie aus dem Brief hervorgeht, der [Maria-]Josefa-Park. Nach dem Krieg zur Erinnerung an die Hilfssendungen aus der Schweiz in Schweizergarten unbenannt, wurde die ursprüngliche Ausstattung des 1905/06 angelegten Parks größtenteils zerstört. - Jungwirth studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Siegmund L’Allemand, August Eisenmenger und Kasimir Pochwalski. Eine Studienreise führte ihn 1900 nach Italien und im Jahr darauf als Begleiter von Erzherzog Franz Ferdinand nach Dalmatien. Nach zweijährigem Aufenthalt in der Künstlerkolonie Berg bei Böheimkirchen (Niederösterreich) kehrte er 1906 nach Wien zurück, wo er 1910 Professor an der Akademie der bildenden Künste wurde. Jungwirth portraitierte Mitglieder des Hofs und schuf mehrfach ausgezeichnete Historien- und Genrebilder in impressionistischem Stil. Vgl. Thieme/B. XIX, 332f. und Czeike III, 402. - Ein Br. im linken Rand gelocht (geringe Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Kaan, Artur, Bildhauer (1867-1940).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. sowie 5 gedr. Visitkarten mit jeweils mehreren eh. Zeilen. Wien, 1914-1918.‎

‎Zusammen 8 SS. 8vo bzw. 6,2:10,4 cm. "Auf einer Exkursion des k. u. k. Kriegspressequartiers im fernen Süden begriffen, erreichte mich soeben ein Schreiben des Herrn Direktor Probst bezüglich der Schaffung einer Marmorbüste des Herrn Vizebürgermeisters Franz Hoss [...]". - Seit 1896 Mitglied des Künstlerhauses, schuf der gebürtige Klagenfurter vorwiegend Kleinplastik und Monumentaldenkmäler und spezialisierte sich auf Grabdenkmäler. 1895 entstand die lebensgroße Gruppe Achilles und Penthesilea für den Festsaal des Neuen Rathauses in Wien, 1898 ein Denkmal für Kaiser Franz Joseph I. im dortigen Kurpark sowie 1908 eine Kolossalfigur des Evangelisten Markus und ein Kruzifixus für die Kirche des Wiener Zentralfriedhofs. Vgl. Thieme/B. XIX, 400f. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Kalckreuth, Leopold Graf von, Maler (1855-1928).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Graf v. Kalckreuth"). Berlin, 29. X. 1910.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An eine Frau Kunz: "Anbei sende ich Ihnen die Photographie mit der gewünschten Unterschrift zurück [...]". - Der Sohn des Malers Stanislaus Graf von Kalckreuth wuchs in den Weimarer Hof- und Künstlerkreisen auf und erhielt seine künstlerische Ausbildung an der von seinem Vater geleiteten Kunstschule in Weimar sowie an der Kunstakademie in München, wo er besonders unter dem Einfluß Franz von Lenbachs stand. Nach Studienreisen nach Holland, Italien und Paris unterrichtete Kalckreuth als Professor an der Weimarer Kunstschule, betrieb anschließend Malstudien auf dem Gut Höckricht in Schlesien, wurde 1895 Professor an der Meisterabteilung der Karlsruher Akademie und folgte 1899 einem Ruf an die Kunstschule nach Stuttgart, die er von 1900 bis 1905 leitete. "Seit dessen Gründung 1903 amtierte er als Präsident des deutschen Künstlerbundes. Mit seinen Portraits, Interieurs, ländlichen Szenen, u. a. 'Begräbnis in Dachau' (1883), 'Ährenleserinnen' (1893) und seinen Ansichten des Hamburger Hafens gehörte Kalckreuth zu den Repräsentanten des deutschen Impressionismus" (DBE). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Grand Hotel Bellevue und papierbedingt etwas gebräunt.‎

‎Kalckreuth, Stanislaus Graf von, Maler (1820-1894).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Düsseldorf, [1854].‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse. An den Kunsthändler Rudolf Lepke (1844 [?]-1904): “[...] Wohlgeboren werden vielleicht schon im Besitz der beiden Bilder seyn, ein Unwohlseyn verhinderte mich die Sendung mit einigen Worten zu begleiten. Das Motiv des letzten Bildes ist Portrait vom IV Waldtstäder [!] See Ansicht vom Uri Rotstock [...]”. - “Als Landschafter wirkte Kalckreuth ganz im Sinne der Düsseldorfer romantischen Schule. Als Bewunderer der Gebirgswelt malte er namentlich Alpenszenarien mit meisterhaft durchgeführter Linear- und Luftperspektive, unter besonderer Bevorzugung von Alpenglühen-Stimmungen” (Thieme/Becker XIX, 462). - Mit kl. Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung). Mit altem Sammlungsumschlag.‎

‎Kasimir-Hoernes, Tanna, Malerin und Graphikerin (1887-1972).‎

‎2 eigenh. (Post-)Karten mit U. London bzw. o. O. u. D., 2. IV. 1925.‎

‎Zusammen 3 SS. Qu.-8vo. An Dr. Viktor Frey in Wien: "[...] noch mehr beschämt bin ich, daß ich Ihnen als kleines Freundschaftszeichen nicht etwas Würdigeres bieten kann, aber mein Mann ist noch nicht zurück, u. so steht mir von ihm nichts zur Verfügung, ich muss mich also leider damit begnügen, Ihnen diese Rothenburger Reminiszenzen unter den Christbaum zu legen [...]". - Die spätere Gattin des Graphikers Luigi Kasimir (1881-1962) stellte 1910 erstmals im Wiener Künstlerhaus aus und entwickelte gemeinsam mit ihrem Mann eine spezielle Technik der Kaltnadelradierung. Studienreisen führten sie, deren Arbeiten "zu den letzten bedeutenden im Stil der Wr. Vedute" gehören (Czeike III, 474), in die ganze Welt, wo sie sich auch an zahlreichen Ausstellungen beteiligte (so 1915 an der Panama-Pacific-Exposition in San Francisco, wo sie mit der Bronzemedaille ausgezeichnet wurde). Vgl. Thieme/Becker XIX, 583. - Eine Karte mit gedr. Briefkopf.‎

‎Kasimir-Hoernes, Tanna, Malerin und Graphikerin (1887-1972).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Grinzing (Wien), 15. I. 1957.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Josef Wesely mit Dank für die Zusendung einiger Äpfel: "[...] Unsre eigene Ernte war das Jahr besonders wenig ansehnlich was Geschmack anlangt u. eignen sich höchstens für Kompott. Also die Ihren hatten ein Aroma, wie es nur die besten Tiroler Sorten hatten [...]". - Die Gattin des Graphikers Luigi Kasimir (1881-1962) stellte 1910 erstmals im Wiener Künstlerhaus aus und entwickelte gemeinsam mit ihrem Mann eine spezielle Technik der Kaltnadelradierung. Studienreisen führten sie, deren Arbeiten "zu den letzten bedeutenden im Stil der Wr. Vedute" gehören (Czeike III, 474), in die ganze Welt, wo sie sich auch an zahlreichen Ausstellungen beteiligte (so 1915 an der Panama-Pacific-Exposition in San Francisco, wo sie mit der Bronzemedaille ausgezeichnet wurde).‎

‎Kasimir-Hoernes, Tanna, Malerin und Graphikerin (1887-1972).‎

‎Visitkarte mit einigen eigenh. Zeilen und U. verso. O. O. u. D.‎

‎1 S. Carte d'Visite-Format. An den namentlich nicht genannten Josef Wesely mit "Dank für Ihre so freundliche Apfelsendung". - Die Gattin des Graphikers Luigi Kasimir (1881-1962) stellte 1910 erstmals im Wiener Künstlerhaus aus und entwickelte gemeinsam mit ihrem Mann eine spezielle Technik der Kaltnadelradierung. Studienreisen führten sie, deren Arbeiten "zu den letzten bedeutenden im Stil der Wr. Vedute" gehören (Czeike III, 474), in die ganze Welt, wo sie sich auch an zahlreichen Ausstellungen beteiligte (so 1915 an der Panama-Pacific-Exposition in San Francisco, wo sie mit der Bronzemedaille ausgezeichnet wurde). - Auf einer Visitkarte ihres Mannes Luigi.‎

‎Kaulbach, Friedrich August von, painter (1850-1920).‎

‎Autograph letter signed. N. p., 26 Feb. 1895.‎

‎8vo. 1½ pp. Telling one Mr. Czermak that the painter Rudolf Sietz cannot take the desired order because he is overloaded with work. - Left margin with punched holes (no loss to text).‎

‎Kaulbach, Friedrich August von, Maler (1850-1920).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Ohlstadt bei Murnau, 23.09.1915‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Gräfin: "Daß Sie krank geworden bedauere ich außerordentlich! und auch, daß wir dadurch um das Vergnügen kamen, Sie hier begrüßen zu können. Ihr reizender kleiner Sohn hat sich mit unserem Töchterchen wie es schien gut unterhalten [...]". - Der Sohn Friedrich Kaulbachs wurde 1886 als Nachfolger Karl von Pilotys Direktor der Akademie in München. In diesem Amt bis 1891 tätig und mehrfach mit goldenen Medaillen ausgezeichnet, schuf Kaulbach Historien- und Genrebilder sowie Portraits im Stil Pilotys.‎

‎Kaulbach, Hermann, Maler (1846-1909).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 1904.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Ein Autogramm? Das schreibt sich schnell, | Und macht geringe Qualen! | Doch einen Spruch? - Ich weiß ihn nicht! | Und wenn, müßt' ich ihn malen!" - Der Sohn Wilhelm von Kaulbachs studierte zunächst Medizin in München, wandte sich dann aber ebenfalls der Malerei zu und wurde 1867 Schüler im Atelier Karl von Pilotys. Seit 1875 lebte er als freischaffender Künstler in seiner Heimatstadt und am Schliersee, unternahm Studienreisen nach Rom und wurde 1889 zum Professor ernannt. Kaulbach schuf vorwiegend Historien- und Genrebilder sowie Portraits, u. a. "Der sterbende Mozart" (1827), "Krönung der Leiche der hl. Elisabeth in Marburg" (1886) und "Opferkerzen" (1891); daneben trat er als Illustrator von Werken Goethes, Friedrich Rückerts und Gustav Freytags hervor.‎

‎Kaulbach, Wilhelm von, painter (1805-1874).‎

‎ALS. N. d., 15 Oct. 1852.‎

‎2 SS. 4to. “Eine außerordentlich große Freude hat mir Ihre freundliche Zusendung, das von mir schon seit Jahren verehrenden [!] Gedichtes gemacht, und indem ich Ihnen für das ehrenvolle Vertrauen meinen Dank sage, freue ich mich Ihnen zugleich mittheilen zu können daß ich bereits schon früher einige Compositionen zu dem herrlichen Gedichte gemacht und mit dem größten Vergnügen bereit bin Ihre treffliche Uibersetzung mit meinen Zeichnungen zu vervollständigen [...]”. - Folded horizontally, with slight damage to edges.‎

‎Keller, Ferdinand, Maler und Illustrator (1842-1922).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Karlsruhe, 22. XII. 1904.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Aus der Handschrift ist glücklicherweise der Charakter eines Menschen nicht zu erkennen. Ich kenne moderne junge Damen, die eine Feder führen, als wären sie Giganten, während Giganten oft eine recht kleinliche Handschrift haben". - Ferdinand Keller besuchte die Kunstschule in Karlsruhe und lebte nach Studienreisen durch die Schweiz und Frankreich drei Jahre in Rom, wo er u. a. starke Einflüsse von Anselm Feuerbach empfing. 1870 wurde er von Großherzog Friedrich I. als Lehrer für Portrait- und Historienmalerei an die Kunstschule nach Karlsruhe berufen und drei Jahre darauf zum Professor und später auch zum Direktor ernannt. "Größere Bekanntheit erlangte er erstmals 1876 durch den Entwurf für den Vorhang der Dresdner Hoftheaters. Als Vertreter des Akademismus in der deutschen Kunst der Gründerzeit schuf Keller Historiengemälde und Portraits, u. a. 'Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden in der Schlacht von Salankamen' (1879)" (DBE).‎

‎Keller, Josef von, Kupferstecher (1811-1873).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 27. IX. 1860.‎

‎2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: „Professor Hübner hat mir eine Broschüre Ideen zu malerischen Ausschmückung des Treppenhauses der Gallerie für Sie über mitgegeben; er wünscht sehr, daß Sie dieselben lesen mögten [...]“. - Keller, ein Kupferstecher ersten Ranges, errang im Laufe der Jahre zahlreiche Medaillen, Preise und Orden, darunter u. a. das Kreuz der Ehrenlegion und das Ritterkreuz erster Klasse der württembergischen Krone. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Kettner, Gitta, Malerin und Graphikerin (geb. 1928).‎

‎3 signierte Originalgraphiken sowie 1 eigenh. Brief mit U. und 1 eh. Bildpostkarte mit U. Dresden, 1970-72.‎

‎Zusammen 5 Bll. Die Graphiken 8vo (2) bzw. 4to, sonst 4to und 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. An Rudolf Hintermayer, Dom-Galerie: “Jetzt ist der Junge im Bett, Marlies ist noch nicht zu Hause sie hat noch Konfirmationsstunde, da will ich mich mal hinsetzen und mein ganzes schlechtes Gewissen versuchen etwas zu erleichtern [...]” (Br. v. 29. III. 1971). - Die Rückseite einer Federzeichnung (qu.-8vo) mit mehreren eh. Zeilen, eine zweite Zeichnung in Feder bzw. mit Wasserfarben mit Bleistiftsignatur und rückseitiger Grußzeile, der Flachdruck (4to) mit einer Menge gesichtsloser, ein Tal durchwandernder Menschen. Zu Kettner vgl. Vollmer VI, 138.‎

‎Khuen, Theodor, Bildhauer (1860-1922).‎

‎3 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1901-1910.‎

‎Zusammen 8 SS. auf Doppelblättern. 8vo. “Wie Sie gelesen haben habe ich die Ausführung des großen Grabdenkmales der Josefine Gallmeyer erhalten u. bitte Sie herzlich in Ihrem Blatte diesen Aufsatz, den ich selbst verfasste, und etwas schön über mich selbst schrieb einschalten zu wollen [...]” (Br. v. 4. VII. 1906). - Die Schauspielerin und Sängerin Josephine Gallmeyer (geb. 1838) war 1884 verstorben; die Grabstätte der Künstlerin mit dem von Khuen geschaffenen Denkmal befindet sich am Wiener Zentralfriedhof (Ehrengrab Gr. 32A, Nr. 17). - Ehedem ein Schüler von Hugo Härdtl, Viktor Tilgner und Hans Gasser, schuf Khuen u.a. die Kaiser Franz Josef-Denkmäler in Preßbaum und Klosterneuburg sowie zahlreiche Portraitbüsten, darunter u. a. von Alexander Girardi und Helene Odilon. - Vgl. Thieme/B. XX, 250 und Czeike III, 496. - Zwei Briefe im linken Rand gelocht (geringfügige Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Khuen, Theodor, Bildhauer (1860-1922).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 21. II. 1906.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten [d. i. Alfred Rt. von Lindheim (1836-1913)]: "Bauend auf Ihre unendliche Güte und hohen Kunstsinn gestatte ich mir heute als ein Ihnen wohl bekannter Künstler, den Euer Hochwohlgeboren noch von seiner Mutter aus kennen, als damals in Altenmarkt die Güte hatten die Castelli Sachen anzukaufen herzlich um Ihren Beistand u. Einfluss zu bitten. Ich habe mit Herrn Architekten Popovits die Relief [!] von dem Rumänischen König componirt [...]". - Ehedem ein Schüler von Hugo Härdtl, Viktor Tilgner und Hans Gasser, schuf Khuen u. a. die Kaiser Franz Josef-Denkmäler in Preßbaum und Klosterneuburg sowie zahlreiche Portraitbüsten, darunter u. a. von Alexander Girardi und Helene Odilon.‎

‎Kirnberger, Theobald, Bildhauer (geb. 1824).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. O. O., 19.X. 1863 bzw. o. D.‎

‎Zusammen 4 SS. 4to und 8vo. “Die günstige Gelegenheit, Ihnen meine Ergebenheit und Hochachtung an den Tag zu legen”, schreibt der Bildhauer am 19.X. 1863, “bringt uns der festliche Gebrauch der Namensfeier. Inbegriffen aller formuellen [!] Wünsche bringe ich so meine Famielie [!] die ergebenste Bitte: Uns Ihrer ferneren Gewogenheit und Vorsorge erfreuen zu dürfen [...]”. Der zweite Brief betrifft eine Einladung zu einem “nächsten geselligen Abend”. - In altem Sammlungsumschlag mit hs. Notizen zu Profession und Geburtsdatum des Verfassers.‎

‎Kirnig, Alois, Maler (1840-1911).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Prag, 7. XI. 1906.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Mitteilung, "daß ich für die Prager Musik-Ausstellung folgende Objekte zur Verfügung stelle [...] Sämtliche Objekte sind unter Glas und Rahmen, und ich erlaube mir die Anfrage, bis wann und wohin die Sachen gesendet werden müssen [...]". - Alois Kirnig war ein Schüler des Landschaftsmalers Ferdinand Lepié, studierte später an der Akademie der bildenden Künste Prag bei Max Hausmann und an der Akademie der bildenden Künste München bei Eduard Schleich. Studienreisen führten ihn durch Böhmen, Deutschland und Italien. "1866 gründete Kirnig eine eigene Schule für Landschaftsmalerei in Prag, die u. a. von Cuno von Bodenhausen und Robert Guttmann besucht wurde. Er beteiligte sich an Ausstellungen in Prag, Dresden, München und Wien. Alois Kirnig war Stimmungsrealist, der vornehmlich Landschaften in der Nachfolge Max Hausmanns schuf. Er schuf zahlreiche Landschaftsbilder aus den böhmischen Ländern, Alpenbilder und Ansichten von Italien, daneben auch Stillleben" (Wikipedia).‎

‎Kiss, August, Bildhauer (1802-1865).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Basel, 11. III. 1859.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Lt. beiliegendem altem Sammlungsumschlag an C. Kunzel: “Es war und ist mir ein überaus wohlthuendes Gefühl von Ihnen aus der Ferne ein Brevier Ihrer liebenden Theilnahme empfangen zu haben. Ich danke Ihnen so recht herzlich dafür und Gott möge Sie vor jedem Leid bewahren und nie möge Krankheit Ihren Leib beschweren. Ich bin durch 2 Monate sehr schwer erkrankt gewesen und es gab Tage, wo ich auf meiner Dachkammer verzweifelte [?]. - Jetzt geht es Gott sey Dank wieder so ziemlich, doch fehlt mir noch die wahre Lebensheiterkeit [...]”. - Kiss “schuf selbständig nach 1838 zahlreiche Großplastiken, wobei er sich insbesondere als Tierbildhauer einen Namen machte. Dazu zählen die in Bronze gegossene, überlebensgroße Amazone zu Pferd im Kampf mit einem Tiger (1841) auf der Treppe des Alten Museums in Berlin, das Reiterdenkmal Friedrich der Große (1847) in Breslau und der Heilige Georg zu Pferd (1849-55) am Spreeufer im Nikolaiviertel in Berlin” (DBE). Vgl. auch Thieme/Becker XX, 385f.‎

‎Kleiber, Max, Maler (D. n. b.).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. München, 30. V. 1905.‎

‎1 S. Qu.-4to. "Lebensregel || Wissen nur, reales, nützt nicht viel, | Und nach irdischem Genuß zu jagen | Quelle ist es oft von Mißbehagen. | Doch ein großes, ideales Ziel | Kühn verfolgen ohne alles Zagen, | Das ist Weisheit, hehre Gotteskraft | Die allein ein fester Glaube schafft". Mit alt montierter Bildpostkarte des Malers ("Vortrag an der Schultafel") und eh., sauber ausgeführter pittoresker Umrahmung (Torbogen, Mauer, Bäume, Meer u. a.). - Trotz unstrittig festen Glaubens fand Kleiber keinerlei Eingang in die biographische Literatur.‎

‎Klein, Johann Adam , painter (1792-1875).‎

‎Autograph letter signed. Munich, 15 March 1872.‎

‎8vo. 1 p. on bifolium. Sending a watercolor to one painter named Volz and asking him to offer it to an art lover.‎

‎Kleinert, Josef Edgar, Maler und Graphiker (1859-1949).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 17. III. 1937.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche: “Obwo[h]l ich mich momentan an einen Bekannten Ihres werten Namens nicht entsinnen kann u. vielleicht ein Irrtum Ihrerseits vorliegt, beeile ich mich, Ihnen für die freundliche Namenstagsgratulation bestens zu danken [...]”. - Kleinert besuchte die Akademie der bildenden Künste in Wien und die Meisterschule bei August Eisenmenger, lebte zwei Jahrzehnte in München und kehrte Anfang des 20. Jahrhunderts wieder nach Wien zurück. Sich vor allem religiösen Darstellungen widmend, schuf Kleinert Wand- und Deckengemälde für Kirchen und Klöster in Wien, der Steiermark, Krain und Ungarn. In späteren Jahren entwarf er auch Plakate und Gobelins. Seine Werke waren u. a. auf Ausstellungen der Wiener Sezession vertreten; seit 1935 war Kleinert Vizepräsident des Österreichischen Künstlerbundes. Vgl. Thieme/B. XX, 456.‎

‎Knaus, Ludwig, Maler (1829-1910).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Berlin, 15. VI. 1909.‎

‎½ S. 8vo. Schönes Goethe-Zitat aus Ottiliens Tagebuch: “Die Schwierigkeiten wachsen | je näher wir dem Ziele kommen” (Die Wahlverwandtschaften, zweiter Teil, fünftes Kapitel). - Nach zahlreichen Studienreisen abwechselnd in Wiesbaden und Berlin lebend, ließ Knaus sich 1874 endgültig in Berlin nieder und nahm eine Professur an der Akademie der bildenden Künste wahr (bis 1882); seit 1905 gehörte er als korrespondierendes Mitglied der Preußischen Akademie der Künste an. Zu Lebzeiten mit Adolf Menzel verglichen und mit diesem zu den “Hauptrepräsentanten deutscher Malerei” (Thieme/B. XX, 572) gerechnet, schuf Knaus neben zahlreichen Portraits insbesondere Genremalerei.‎

‎Knaus, Ludwig, Maler (1829-1910).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 5. XII. 1910.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl einer der letzten Briefe des bedeutenden deutschen Malers. Zwei Tage vor seinem Tod teilt Knaus einer namentlich nicht genannten Dame mit, “daß ich gerne das [...] Bild in Augenschein nehmen will, und möchte Ihnen dafür Morgen (Dienstag) den 6ten des Vormittags zwischen 12 u. 1 Uhr vorschlagen [...]”. - Nach zahlreichen Studienreisen abwechselnd in Wiesbaden und Berlin lebend, ließ Knaus sich 1874 endgültig in Berlin nieder und nahm eine Professur an der Akademie der bildenden Künste wahr (bis 1882); seit 1905 gehörte er als korrespondierendes Mitglied der Preußischen Akademie der Künste an. Zu Lebzeiten mit Adolf Menzel verglichen und mit diesem zu den “Hauptrepräsentanten deutscher Malerei” (Thieme/B. XX, 572) gerechnet, schuf Knaus neben zahlreichen Portraits insbesondere Genremalerei. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf (Adreßzeile).‎

‎Knaus, Ludwig, Maler (1829-1910).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Berlin, 24. X. 1910.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. adressiertem Kuvert. An Thomas von Haerdtl in Wien, dem er mitteilt, “daß ich niemals ein Portrait Richard Wagners gemalt habe; ich kann mich auch keines Portraits eines alten Mannes entsinnen, welches ich gemalt haben sollte, u. welches mit dem so charakteristischen Kopf Richard Wagners irgendwelche Aehnlichkeit hätte [...]”. - Nach zahlreichen Studienreisen abwechselnd in Wiesbaden und Berlin lebend, ließ Knaus sich 1874 endgültig in Berlin nieder und nahm eine Professur an der Akademie der bildenden Künste wahr (bis 1882); seit 1905 gehörte er als korrespondierendes Mitglied der Preußischen Akademie der Künste an. Zu Lebzeiten mit Adolf Menzel verglichen und mit diesem zu den “Hauptrepräsentanten deutscher Malerei” (Thieme/B. XX, 572) gerechnet, schuf Knaus neben zahlreichen Portraits insbesondere Genremalerei.‎

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