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Klitsch, Wilhelm, Schauspieler und Regisseur (1882-1941).
Eigenh. Postkarte mit U. [Wien, 24. X. 1914].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Major Karl Horlacher: "Gestatten Sie uns, Ihnen unsere wärmsten, herzinnigsten Glückwünsche zu der hohen Auszeichnung auszusprechen, die Sie sich mit echt deutschem Mut errungen haben [...]". - Wilhelm Klitsch war seit 1906 am Deutschen Volkstheater engagiert, wurde dort "als Interpret zahlreicher klassischer Hauptrollen (Karl Moor, Marquis Posa, Egmont, Wilhelm Tell u. a) bekannt und betätigte sich seit 1927 auch als Regisseur. 1932 wurde er Professor an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien; 1933 übernahm er die Leitung der neugegründeten Meisterschule für Redekunst" (DBE). Daneben trat Klitsch auch als Rezitator hervor und unternahm zahlreiche Gastspiel- und Vortragsreisen ins europäische Ausland. - Papierbedingt etwas gebräunt und gering fleckig.
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Klug, Auguste, Schauspielerin (geb. 1866).
4 eigenh. Briefe und 1 eh. Postkarte mit U. sowie 1 gedr. Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen und 1 Kabinettphotographie. Wien, 1895 und 1896.
Zusammen 10 SS. Verschiedene Formate. Die Photographie im Format 16,4:11,2 cm. Mit 3 eh. adr. Kuverts. “Sie scheinen auf mich böse zu sein weil ich bei unserm letzten Zusammensein im Theater so ohne Dank und Gruß abgefahren bin [...]” (Br. v. 23. I. 1895). - Weiters dankt die Künstlerin für eine Einladung und dankt “tausendmal für die Auszeichnung”, bedauert aber “den bewußten Artikel nicht drucken lassen“ zu können. - Die am rechten und unteren Rand beschnittene Photographie aus dem Hause des k. u. k. Hofphotographen Charles Scolik zeigt die Schauspielerin in ganzfigürlicher Darstellung. - Auguste Klug trat am Theater an der Wien, am Carltheater und später am Theater in der Josefstadt auf. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Preßburg und Dresden war sie wieder am Theater in der Josefstadt zu sehen. Vgl. Eisenberg, Das geistige Wien, s. v. - In altem Sammlungsumschlag.
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Knaack, Wilhelm, Schauspieler (1829-1894).
Gedr. Visitkarte mit mehreren eigenh. Zeilen. O. O. u. D.
1 S. 5,5:9 cm. “Ich bin von 5 Uhr bis ¾ 6 Uhr zu Hause [...]”. - Ehe Knaack 1857 von Nestroy ans Wiener Carltheater geholt wurde, führten ihn Engagements u. a. nach Stralsund, Greifswald, Lübeck, Danzig, an das Berliner Friedrich-Wilhelmstädter-Theater sowie nach Prag. “Zusammen mit Karl Blasel und Joseph Matras bildete Knaack ein vom Wiener Publikum bejubeltes Komikertrio, welches sowohl in Volksstücken wie auch Operetten erfolgreich auftrat” (DBE). Seit 1860 jährlich in Budapest gastierend, führte ihn eine Tournee 1882 auch in die USA. Vgl. ÖBL III, 428f. - In altem Sammlungsumschlag.
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König, Josef, Schauspieler (1877-1938).
Eigenh. Brief mit U. und Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. verso. O. O., März 1904.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Die Kabinettphotographie im Format 16,2:10,6 cm. “Von Mizzl erfuhr ich daß wir bei einem Abend des Herrn Vizebürgermeister Hierhammer vortragen sollen. Bitte schön mir mitzuteilen wann und wo dieser Abend stattfindet [...]”. - Josef König absolvierte die Wiener Kunstgewerbeschule bei Alfred Roller und trat nebenbei als Dilettant bei Wohltätigkeitsveranstaltungen auf, wo er von Adam Müller-Guttenbrunn entdeckt und ans Kaiser-Jubiläums-Stadttheater engagiert wurde. König spielte mit großem Erfolg in zahlreichen Stücken von Nestroy und Raimund. Nach Engagements am Raimundtheater sowie am Deutschen Volkstheater war König lange Zeit gemeinsam mit der großen Operettensoubrette Maria Anna Zwerenz, die erwähnte Mizzi, am Carl-Theater zu sehen. Vgl. ÖBL IV, s. v. - Die Photographie aus dem Hause Hugo Hahn, Wien, zeigt den Volksschauspieler in halbfigürlicher Darstellung in einem Rollenkostüm (womöglich aus Nestroys ‘Lumpazivagabundus’). - In altem Sammlungsumschlag.
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Komar, Dora, geb. Komarek, Schauspielerin und Sängerin (geb. 1914).
Portraitpostkarte mit eigenh. Widmung und Namenszug auf der Bildseite. O. O., 8. III. 1938.
1 S. 8vo. Ganzfigürliche Darstellung in luftigem Ballerinenkostüm; die Widmung für Wilhelm Österreich. - Geboren in Wien, gehörte Dora Komarek schon früh dem Kinderballett der Wiener Staatsoper an, studierte Gesang und wurde 1933 Tänzerin im Wiener Opernballett; von 1935 bis 1944 war sie auch als Sängerin an der Wiener Staatsoper zu hören. Ihr Filmdebut gab sie in Willli Forsts "Operette" (1940), drehte hernach jedoch nur wenige Filme und setzte nach Kriegsende ihre Karriere in Brasilien und Argentinien fort.
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Konstantin, Leopoldine, Schauspielerin (1886-1965).
Gedr. Einladung mit eigenh. Grußzeile und U. [Berlin], Februar 1932.
½ S. auf Doppelblatt. Kl.-qu.8vo. Einladung des Theaters in der Stresemannstraße an einen namentlich nicht genannten Adressaten zu einem Gastspiel der berühmten Künstlerin in Chesterton und Neales Komödie "In jeder Ehe ...". - Von ihrem späteren Gatten Alexander Strakosch in Wien ausgebildet, debütierte Konstantin 1907 als Lesbia in Hebbels "Gyges und sein Ring" am Deutschen Theater in Berlin. Nach weiteren Stationen in München, London, Paris und Budapest kam sie 1917 an das Theater in der Josefstadt. Daneben war sie seit 1912 auch im Film zu sehen, so etwa 1913 in Max Reinhardts "Insel der Seligen" oder 1946 in Alfred Hitchcocks "Notorious". Seit 1919 wieder in Berlin tätig, emigrierte die Schauspielerin 1935 zunächst nach Wien und später über London in die USA, wo sie u. a. mit dem Emigrantenensemble "The Players from Abroad" erfolgreich war. 1948 kehrte sie nach Wien zurück und gab seit 1950 Gastspiele.
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Korff, Arnold, Schauspieler (1870-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 30. IX. 1913.
1 S. Qu.-8vo. An den Schriftsteller und Theaterdirektor Ernst Frise: “Bezugnehmend auf unsere heutige Unterredung theile ich Ihnen mit dass ich im Prinzipe einverstanden bin als Darsteller bei Ihrem Unternehmen mitzwirken und Sie bitte mir mit Vorschlägen näherzutreten [...]”. - Arnold Korff war neben seiner Bühnentätigkeit auch in mehr als dreißig Filmen zu sehen, u. a. in G. W. Pabsts ‘Tagebuch einer Verlorenen’. Anfangs der dreißiger Jahre wanderte er in die USA aus, wo er als Darsteller gleichfalls Fuß fassen konnte. - Ernst Frise, in Ischl 1886 geboren und 1949 zu Wien gestorben, war Verfasser von über dreißig Bühnenstücken und Romanen sowie Leiter des gleichnamigen Lustspielhauses.
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Krauß, Werner, Schauspieler (1884-1959).
Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Visitkartenformat. Wegen kleiner Auftritte am Theater von seiner Lehrtätigkeit entbunden, wandte sich der in Gestungshausen bei Coburg geborene Sohn eines Postbeamten zur Gänze dem Theater und dem Film zu. Einer ersten Rolle in Joe Mays "Die Pagode" folgten 104 weitere Filmrollen (darunter Filmklassiker wie Robert Wienes "Das Kabinett des Dr. Caligari", 1920, oder G. W. Pabsts "Die freudlose Gasse", 1925). Von 1913-45 überwiegend am Deutschen Theater von Max Reinhardt und am Staatlichen Schauspielhaus auftretend, war er auch häufig am Wiener Burgtheater zu sehen. Nach dem Ende der Weimarer Republik geriet Krauß zusehends "in den Bannkreis der nationalsozialistischen Propaganda und gehörte zu den regimetreuen Künstlern jener Ära (stv. Präsident der Reichstheaterkammer)" (Czeike III, 601). U. a. wegen seiner Mitwirkung an Veit Harlans Machwerk "Jud Süß" (1940) nach Ende des Krieges vorübergehend mit Auftrittsverbot belegt, war Krauß seit 1948 bis zu seinem Tod am Wiener Burgtheater tätig. 1954 wurde ihm, der "fast allen Figuren des klassischen Dramas seine persönliche Gestalt gegeben [hat]" (Czeike, ebd.) als erstem Schauspieler der Iffland-Ring - der 1935 von Albert Bassermann der Theatersammlung der ÖNB geschenkt worden war - verliehen und nicht von seinem Vorgänger übereignet. Im selben Jahr auch wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Seine Memoiren erschienen 1958 unter dem Titel "Das Schauspiel meines Lebens". - Die Verso-Seite mit alten Montagespuren
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Krauß, Werner, Schauspieler (1884-1959).
Portraitphotographie mit eigenh. U. auf der Bildseite. O. O. u. D.
13,6:8,7 cm. Schönes, nach links gewandtes Brustbild aus dem Hause des Königlichen Hoflieferanten Fritz Weber in Nürnberg. - Wegen kleiner Auftritte am Theater von seiner Lehrtätigkeit entbunden, wandte sich der in Gestungshausen bei Coburg geborene Sohn eines Postbeamten zur Gänze dem Theater und dem Film zu. Einer ersten Rolle in Joe Mays "Die Pagode" folgten 104 weitere Filmrollen (darunter Filmklassiker wie Robert Wienes "Das Kabinett des Dr. Caligari", 1920, oder G. W. Pabsts "Die freudlose Gasse", 1925). Von 1913 bis 1945 überwiegend am Deutschen Theater von Max Reinhardt und am Staatlichen Schauspielhaus auftretend, war er auch häufig am Wiener Burgtheater zu sehen. Nach dem Ende der Weimarer Republik geriet Krauß zusehends "in den Bannkreis der nationalsozialistischen Propaganda und gehörte zu den regimetreuen Künstlern jener Ära (stv. Präsident der Reichstheaterkammer)" (Czeike III, 601). U. a. wegen seiner Mitwirkung an Veit Harlans Machwerk "Jud Süß" (1940) nach Ende des Krieges vorübergehend mit Auftrittsverbot belegt, war Krauß von 1948 bis zu seinem Tod am Wiener Burgtheater tätig. 1954 wurde ihm, der "fast allen Figuren des klassischen Dramas seine persönliche Gestalt gegeben [hat]" (Czeike, ebd.), als erstem Schauspieler der Iffland-Ring - der 1935 von Albert Bassermann der Theatersammlung der ÖNB vermacht worden war - verliehen und nicht, wie bis dahin üblich, von seinem Vorgänger übereignet. Im selben Jahr auch wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Seine Memoiren erschienen 1958 unter dem Titel "Das Schauspiel meines Lebens". Vgl. Öst.-Lex. I, 649.
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Krauß, Werner, Schauspieler (1884-1959).
Portraitphotographie mit eigenh. U. auf der Bildseite. O. O. u. D.
13,6:8,7 cm. Kostümbild aus dem Hause des Königlichen Hoflieferanten Fritz Weber in Nürnberg. - Wegen kleiner Auftritte am Theater von seiner Lehrtätigkeit entbunden, wandte sich der in Gestungshausen bei Coburg geborene Sohn eines Postbeamten zur Gänze dem Theater und dem Film zu. Einer ersten Rolle in Joe Mays "Die Pagode" folgten 104 weitere Filmrollen (darunter Filmklassiker wie Robert Wienes "Das Kabinett des Dr. Caligari", 1920, oder G. W. Pabsts "Die freudlose Gasse", 1925). Von 1913 bis 1945 überwiegend am Deutschen Theater von Max Reinhardt und am Staatlichen Schauspielhaus auftretend, war er auch häufig am Wiener Burgtheater zu sehen. Nach dem Ende der Weimarer Republik geriet Krauß zusehends "in den Bannkreis der nationalsozialistischen Propaganda und gehörte zu den regimetreuen Künstlern jener Ära (stv. Präsident der Reichstheaterkammer)" (Czeike III, 601). U. a. wegen seiner Mitwirkung an Veit Harlans Machwerk "Jud Süß" (1940) nach Ende des Krieges vorübergehend mit Auftrittsverbot belegt, war Krauß von 1948 bis zu seinem Tod am Wiener Burgtheater tätig. 1954 wurde ihm, der "fast allen Figuren des klassischen Dramas seine persönliche Gestalt gegeben [hat]" (Czeike, ebd.), als erstem Schauspieler der Iffland-Ring - der 1935 von Albert Bassermann der Theatersammlung der ÖNB vermacht worden war - verliehen und nicht, wie bis dahin üblich, von seinem Vorgänger übereignet. Im selben Jahr auch wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Seine Memoiren erschienen 1958 unter dem Titel "Das Schauspiel meines Lebens". Vgl. Öst.-Lex. I, 649. - Beiliegend ein Expl. des ‘Illustrierten Film-Kurier’ zum Film ‘Prämien auf den Tod’ (1950), eine von Curd Jürgens’ seltenen Regiearbeiten, mit Werner Krauß in der Rolle des heruntergekommenen Schiffsarztes Dr. Schmidt. (4 SS. Illustr. Originalbroschur. 8vo).
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Krauß, Werner, Schauspieler (1884-1959).
Portraitphotographie mit eigenh. U. auf der Bildseite. O. O. u. D.
13,6:8,7 cm. Ganzfigürliches, suggestives Portrait in der Rolle des Hamlet, der vom Tod umklammert wird. - Wegen kleiner Auftritte am Theater von seiner Lehrtätigkeit entbunden, wandte sich der in Gestungshausen bei Coburg geborene Sohn eines Postbeamten zur Gänze dem Theater und dem Film zu. Einer ersten Rolle in Joe Mays "Die Pagode" folgten 104 weitere Filmrollen (darunter Filmklassiker wie Robert Wienes "Das Kabinett des Dr. Caligari", 1920, oder G. W. Pabsts "Die freudlose Gasse", 1925). Von 1913 bis 1945 überwiegend am Deutschen Theater von Max Reinhardt und am Staatlichen Schauspielhaus auftretend, war er auch häufig am Wiener Burgtheater zu sehen. Nach dem Ende der Weimarer Republik geriet Krauß zusehends "in den Bannkreis der nationalsozialistischen Propaganda und gehörte zu den regimetreuen Künstlern jener Ära (stv. Präsident der Reichstheaterkammer)" (Czeike III, 601). U. a. wegen seiner Mitwirkung an Veit Harlans Machwerk "Jud Süß" (1940) nach Ende des Krieges vorübergehend mit Auftrittsverbot belegt, war Krauß von 1948 bis zu seinem Tod am Wiener Burgtheater tätig. 1954 wurde ihm, der "fast allen Figuren des klassischen Dramas seine persönliche Gestalt gegeben [hat]" (Czeike, ebd.), als erstem Schauspieler der Iffland-Ring - der 1935 von Albert Bassermann der Theatersammlung der ÖNB vermacht worden war - verliehen und nicht, wie bis dahin üblich, von seinem Vorgänger übereignet. Im selben Jahr auch wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Seine Memoiren erschienen 1958 unter dem Titel "Das Schauspiel meines Lebens". Vgl. Öst.-Lex. I, 649. - Beiliegend ein Expl. des ‘Illustrierten Film-Kurier’ zu Harald Brauns Film ‘Der fallende Stern’ (1950), dessen Hauptdarsteller Werner Krauß und Dieter Borsche jeweils in einer Doppelrolle zu sehen waren (4 SS. Illustr. Originalbroschur. 8vo).
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Krauß, Werner, Schauspieler (1884-1959).
Portraitphotographie mit eigenh. U. auf der Bildseite. O. O. u. D.
13,6:8,7 cm. Beiliegend eine Originalphotographie von W. Krauss und Carl Zuckmayer (14,4:12,6 cm). Ganzfigürliches Kostümbild aus dem Hause des Königlichen Hoflieferanten Fritz Weber in Nürnberg. - Wegen kleiner Auftritte am Theater von seiner Lehrtätigkeit entbunden, wandte sich der in Gestungshausen bei Coburg geborene Sohn eines Postbeamten zur Gänze dem Theater und dem Film zu. Einer ersten Rolle in Joe Mays "Die Pagode" folgten 104 weitere Filmrollen (darunter Filmklassiker wie Robert Wienes "Das Kabinett des Dr. Caligari", 1920, oder G. W. Pabsts "Die freudlose Gasse", 1925). Von 1913 bis 1945 überwiegend am Deutschen Theater von Max Reinhardt und am Staatlichen Schauspielhaus auftretend, war er auch häufig am Wiener Burgtheater zu sehen. Nach dem Ende der Weimarer Republik geriet Krauß zusehends "in den Bannkreis der nationalsozialistischen Propaganda und gehörte zu den regimetreuen Künstlern jener Ära (stv. Präsident der Reichstheaterkammer)" (Czeike III, 601). U. a. wegen seiner Mitwirkung an Veit Harlans Machwerk "Jud Süß" (1940) nach Ende des Krieges vorübergehend mit Auftrittsverbot belegt, war Krauß von 1948 bis zu seinem Tod am Wiener Burgtheater tätig. 1954 wurde ihm, der "fast allen Figuren des klassischen Dramas seine persönliche Gestalt gegeben [hat]" (Czeike, ebd.), als erstem Schauspieler der Iffland-Ring - der 1935 von Albert Bassermann der Theatersammlung der ÖNB vermacht worden war - verliehen und nicht, wie bis dahin üblich, von seinem Vorgänger übereignet. Im selben Jahr auch wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Seine Memoiren erschienen 1958 unter dem Titel "Das Schauspiel meines Lebens". Vgl. Öst.-Lex. I, 649. - Die beiliegende Originalphotographie aus dem Hause Doliwa, Wien, zeigt den Schauspieler neben Carl Zuckmayer in der Garderobe des Schauspielers aus Anlaß einer Aufführung von Zuckmayers ‘Der Hauptmann von Köpenick’ im Wiener Burgtheater (um 1956).
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Krauß, Werner, Schauspieler (1884-1959).
Portraitphotographie mit eigenh. U. auf der Bildseite. O. O. u. D.
13,6:8,7 cm. Beiliegend eine Originalphotographie von W. Krauss und Hilde Wagener (16,9:12,6 cm). Halbfigürliches Portrait mit Zigarette aus dem Hause des Königlichen Hoflieferanten Fritz Weber in Nürnberg. - Wegen kleiner Auftritte am Theater von seiner Lehrtätigkeit entbunden, wandte sich der in Gestungshausen bei Coburg geborene Sohn eines Postbeamten zur Gänze dem Theater und dem Film zu. Einer ersten Rolle in Joe Mays "Die Pagode" folgten 104 weitere Filmrollen (darunter Filmklassiker wie Robert Wienes "Das Kabinett des Dr. Caligari", 1920, oder G. W. Pabsts "Die freudlose Gasse", 1925). Von 1913 bis 1945 überwiegend am Deutschen Theater von Max Reinhardt und am Staatlichen Schauspielhaus auftretend, war er auch häufig am Wiener Burgtheater zu sehen. Nach dem Ende der Weimarer Republik geriet Krauß zusehends "in den Bannkreis der nationalsozialistischen Propaganda und gehörte zu den regimetreuen Künstlern jener Ära (stv. Präsident der Reichstheaterkammer)" (Czeike III, 601). U. a. wegen seiner Mitwirkung an Veit Harlans Machwerk "Jud Süß" (1940) nach Ende des Krieges vorübergehend mit Auftrittsverbot belegt, war Krauß von 1948 bis zu seinem Tod am Wiener Burgtheater tätig. 1954 wurde ihm, der "fast allen Figuren des klassischen Dramas seine persönliche Gestalt gegeben [hat]" (Czeike, ebd.), als erstem Schauspieler der Iffland-Ring - der 1935 von Albert Bassermann der Theatersammlung der ÖNB vermacht worden war - verliehen und nicht, wie bis dahin üblich, von seinem Vorgänger übereignet. Im selben Jahr auch wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Seine Memoiren erschienen 1958 unter dem Titel "Das Schauspiel meines Lebens". Vgl. Öst.-Lex. I, 649. - Die beiliegende Originalphotographie aus dem Hause Doliwa, Wien, zeigt den Schauspieler neben seiner Kollegin Hilde Wagener im Rollenkostüm zu einer Aufführung von Carl Zuckmayers ‘Der Hauptmann von Köpenick’ im Wiener Burgtheater (um 1956). - Hilde Wagener gehörte seit 1924 zum Ensemble des Wiener Burgtheaters, wurde jedoch nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten mit Berufsverbot belegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg u. a. in zwei Kassenschlagern der 50er Jahre neben Romy Schneider (‘Mädchenjahre einer Königin’, 1954, und ‘Sissi’, 1955) zu sehen, verfügte die Schauspielerin über ein Bühnenrepertoire von rund 190 Rollen. In der Nachkriegszeit zudem überaus sozial engagiert, ist ihrer Initiative der Aufbau der Frauensektion der Liga der Vereinten Nationen, die Gründung der Stiftung ‘Künstler helfen Künstlern’ und die Errichtung eines Künstleraltenheims in Baden bei Wien zu danken. Vgl. Öst. Lex. II, 579 und Czeike V, 567.
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Krauß, Werner, Schauspieler (1884-1959).
Portraitphotographie mit eigenh. U. auf der Bildseite. O. O. u. D.
13,6:8,7 cm. Mit mehreren Beilagen. Nonchalantes halbfigürliches Portrait im Sitzen. - Wegen kleiner Auftritte am Theater von seiner Lehrtätigkeit entbunden, wandte sich der in Gestungshausen bei Coburg geborene Sohn eines Postbeamten zur Gänze dem Theater und dem Film zu. Einer ersten Rolle in Joe Mays "Die Pagode" folgten 104 weitere Filmrollen (darunter Filmklassiker wie Robert Wienes "Das Kabinett des Dr. Caligari", 1920, oder G. W. Pabsts "Die freudlose Gasse", 1925). Von 1913 bis 1945 überwiegend am Deutschen Theater von Max Reinhardt und am Staatlichen Schauspielhaus auftretend, war er auch häufig am Wiener Burgtheater zu sehen. Nach dem Ende der Weimarer Republik geriet Krauß zusehends "in den Bannkreis der nationalsozialistischen Propaganda und gehörte zu den regimetreuen Künstlern jener Ära (stv. Präsident der Reichstheaterkammer)" (Czeike III, 601). U. a. wegen seiner Mitwirkung an Veit Harlans Machwerk "Jud Süß" (1940) nach Ende des Krieges vorübergehend mit Auftrittsverbot belegt, war Krauß von 1948 bis zu seinem Tod am Wiener Burgtheater tätig. 1954 wurde ihm, der "fast allen Figuren des klassischen Dramas seine persönliche Gestalt gegeben [hat]" (Czeike, ebd.), als erstem Schauspieler der Iffland-Ring - der 1935 von Albert Bassermann der Theatersammlung der ÖNB vermacht worden war - verliehen und nicht, wie bis dahin üblich, von seinem Vorgänger übereignet. Im selben Jahr auch wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Seine Memoiren erschienen 1958 unter dem Titel "Das Schauspiel meines Lebens". Vgl. Öst.-Lex. I, 649. - Beiliegend ein Expl. des ‘Illustrierten Film-Kurier’ zu Willi Forsts Film ‘Burgtheater’ (1950), in dem Werner Krauß u. a. neben Olga Tschechowa, Hans Moser sowie dem mit diesem Film debütierenden O.W. Fischer zu sehen war. (8 SS. Illustr. Originalbroschur. 8vo). - Weiters beiliegend eine von fremder Hand beschriftete Postkarte mit der Reproduktion einer Zeichnung, die 1952 während Werner Krauss’ Proben zu ‘Don Carlos’ entstanden ist (13,6:8,7 cm); eine Festschrift aus Anlaß der Verleihung des Iffland-Ringes an Werner Krauß am 28. XI. 1954 im Wiener Burgtheater (16 SS. Illustr. Originalbroschur. 8vo) sowie eine Einladung zu selbiger Veranstaltung für Jean Louis Egon Kieffer. (4 SS. auf Doppelblatt. Qu.-8vo).
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Krauß, Werner, Schauspieler (1884-1959).
Portraitphotographie mit eigenh. U. auf der Bildseite. O. O. u. D.
70:45 mm. Portrait en face. - Wegen kleiner Auftritte am Theater von seiner Lehrtätigkeit entbunden, wandte sich der in Gestungshausen bei Coburg geborene Sohn eines Postbeamten zur Gänze dem Theater und dem Film zu. Einer ersten Rolle in Joe Mays "Die Pagode" folgten 104 weitere Filmrollen (darunter Filmklassiker wie Robert Wienes "Das Kabinett des Dr. Caligari", 1920, oder G. W. Pabsts "Die freudlose Gasse", 1925). Von 1913 bis 1945 überwiegend am Deutschen Theater von Max Reinhardt und am Staatlichen Schauspielhaus auftretend, war er auch häufig am Wiener Burgtheater zu sehen. Nach dem Ende der Weimarer Republik geriet Krauß zusehends "in den Bannkreis der nationalsozialistischen Propaganda und gehörte zu den regimetreuen Künstlern jener Ära (stv. Präsident der Reichstheaterkammer)" (Czeike III, 601). U. a. wegen seiner Mitwirkung an Veit Harlans Machwerk "Jud Süß" (1940) nach Ende des Krieges vorübergehend mit Auftrittsverbot belegt, war Krauß von 1948 bis zu seinem Tod am Wiener Burgtheater tätig. 1954 wurde ihm, der "fast allen Figuren des klassischen Dramas seine persönliche Gestalt gegeben [hat]" (Czeike, ebd.), als erstem Schauspieler der Iffland-Ring - der 1935 von Albert Bassermann der Theatersammlung der ÖNB vermacht worden war - verliehen und nicht, wie bis dahin üblich, von seinem Vorgänger übereignet. Im selben Jahr auch wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Seine Memoiren erschienen 1958 unter dem Titel "Das Schauspiel meines Lebens".
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Kreutzberg, Harald, dancer and choreographer (1902-1968).
Printed visiting card with 9 autograph lines signed. With a portrait postcard signed and inscribed on the image. No place or date.
1 p. 5.7 x 10.1 cm and 14.1 x 10.4 cm. In German. To Dr. Hawelka: "This is the gentleman recently married by Wilckens' daughter. A very good man - perhaps you will have the time [...]”. - Trained at the Dresden Ballet School, Kreutzberg also studied dance with Mary Wigman and Rudolf Laban. Beginning in 1927 he appeared in plays directed by Max Reinhardt and in 1929 went to New York with him, then toured the U.S., Canada, and Europe with the dancer Yvonne Georgi. An important figure of the German modern dance, he founded a school in Berne in 1955. Its ballets combined the drama and humor, with an emphasis on inventive scenes. In 1932–36, Kreutzberg, along with his partner Ruth Page, created a new and unlikely partnership: Kreutzberg was a German modern dancer, while Page was an American ballerina. They first performed together on 25 February 1933 in Chicago. This partnership helped Kreutzberg perform his solo acts in other venues. His jumps were very energetic and strong, but yet his body movements were very soft and fluttery. He was known as not just a talented ballet and modern dancer, but as an entertainer. - The portrait postcard shows Kreutzberg in a dramatically lighted half-profile shot.
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Kühne, Friedrich, Schauspieler.
Eigenh. Briefkarte mit U. O. O. u. D.
1 S. 8,5:11,4 cm. Sendet “die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel”. Der Schauspieler war Mitglied des Raimundtheaters. - In altem Sammlungsumschlag.
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[Künstler helfen Künstlern].
Briefabschnitt mit sieben eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-schmal.-gr.-8vo. Neben der Schauspielerin Hilde Wagener (1904-1992) - auf deren Initiative hin 1955 der Verein "Künstler helfen Künstlern" für in Not geratene Künstlerkollegen gegründet worden war - unterzeichnen Rosette Anday, Hilde Güden, Gwyneth Jones, Lotte Lang, Peter Schreier und Paul Hubschmid".
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Kumpa, Rudolf, Schauspieler.
Eigenh. Brief mit U. und gedr. Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen. Wien, 4. VIII. 1916.
Zusammen 2 SS. 8vo und 6:10,2 cm. “Deine lieben Zeilen erhalten, bin ich selbstredend gerne bereit, bei der Kaiserfeier mitzuwirken, und kannst Du bestimmt auf mich rechnen [...]”. - Rudolf Kumpa war, wie die Visitkarte verrät, Mitglied des k. k. Priv. Carltheaters. - Beiliegend ein Brief von Kumpas Tochter, die H. A. Schwer um die Vermittlung einer Anstellung für ihren Vater ersucht, der seinen Posten als Adreßschreiber im Kriegsministerium verloren habe und wenig andere annehmen kann, “da er zu alt und schwach auf den Beinen ist [...]”. - In altem Sammlungsumschlag.
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Arronge, Adolf l', Schriftsteller, Theaterdirektor und Kapellmeister (1838-1908).
Gedr. Visitkarte mit eigenh. Mitteilung u. U. O. O. u. D.
1½ SS. 6,2:10,8 cm. An den Schriftsteller und Redakteur der Grazer Tagespost Wilhelm Rullmann: “Leider war es mir unmöglich, Sie aufzusuchen, die vorigen Nachmittagsstunden habe ich mit Geschäften zugebracht u. am Abend bin ich im Landestheater [...]”. - Ehedem Kapellmeister, war Adolf l'Arronge Mitbegründer des 1883 als "Deutsches Theater" neu eröffneten Friedrich-Wilhelmstädtischen Theaters in Berlin. "Man eröffnete mit 'Kabale und Liebe', einer Aufführung, in der als Ferdinand zum ersten Male der blutjunge Josef Kainz vor die Berliner trat und sie im Sturm eroberte" (Wininger, Große-jüd. National-Biogr. I, zit. n. DBA II 43, 5). 1894 legte l'Arronge sein Amt nieder, um sich gänzlich der Schriftstellerei widmen zu können und rief "aus Anlaß seines 70. Geburtstages [...] eine Stiftung zum Besten der Theaterangehörigen ins Leben. Aus demselben Anlasse ernannte ihn der Kaiser zum Professor" (ebd.). - Auf Briefpapier mit gedr. Wappen und l’Arronge ausweisend als “Director des Deutschen Theaters zu Berlin”.
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Arronge, Adolf l', Schriftsteller, Theaterdirektor und Kapellmeister (1838-1908).
Eigenh. Postkarte mit U. Berlin, 19. XI. 1881.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Justizrat Dr. Horwitz in Berlin: "Wir bitten Sie recht sehr, morgen, Sonntag, um 4 Uhr bei uns zu essen [...]". - L'Arronge wirkte zunächst als Musiker und Kapellmeister u. a. in Köln, Stuttgart und Budapest sowie seit 1866 an der Berliner Krolloper, bevor er sich der Bühnenschriftstellerei zuwandte. 1881 erwarb er das Friedrich-Wilhelmstädtische Theater in Berlin, das er zwei Jahre später als "Deutsches Theater" eröffnete und bald zu neuem Ansehen brachte.
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La Roche, Karl von, actor (1794-1884).
2 ALS. N. p., 1871 and 1874.
Long 4to. Altogether 2 pp. on 3 sheets. To an unnamed Excellency, regarding applications of members of the theatre and the engagement of an actor named Kirchner: "Kirchner spielt am 22. d. noch in Heinrich d. VI 1t. Theil vom 23t d. bis 7t. k. M. - Die Zeit welche er brauchte - habe ich das Repertoire geordnet daß durch die Abwesenheit Kirchners keine Störung entstehen wird [...]" (Br. v. 7. II. 1874). - Slight paper defects.
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La Roche, Karl von, Schauspieler (1794-1884).
Eigenh. Brief (Fragment) mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. "Nun leben Sie wohl lieber Holding, tausend Dank Ihnen u. Ihrer lieben Frau auch der guten Tony [...]". - 1829 den Mephisto in der Uraufführung von Goethes 'Faust' spielend, wurde der Schauspieler 1833 auf Lebenszeit ans Wiener Burgtheater engagiert. "Ein glänzender Lustspielkomiker ist La Roche, den das Gerücht, ein natürlicher Sohn Goethes zu sein, ein Leben lang interessant gemacht hat. Tatsächlich hatte sich Goethe seiner angenommen und den Mephisto mit ihm einstudiert, der seine berühmteste Rolle wurde. 'An dieser Rolle ist nichts mein Eigentum, alles, jede Gebärde, jede Grimasse, jede Betonung ist von Goethe', sagt er" (Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, S. 41). - Mit kleineren Randläsuren.
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La Roche, Karl von, Schauspieler (1794-1884).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
¾ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen Herrn Frankel: "Beikommendes nach Kräften für den Arzt. Was der Freund für uns gethan, läßt sich nicht belohnen, da bleibt ein ewig dankbares Gefühl in unseren Herzen und Ihnen ein lohnendes Bewußtsein [...]". - 1829 den Mephisto in der Uraufführung von Goethes 'Faust' spielend, wurde der Schauspieler 1833 auf Lebenszeit ans Wiener Burgtheater engagiert. "Ein glänzender Lustspielkomiker ist La Roche, den das Gerücht, ein natürlicher Sohn Goethes zu sein, ein Leben lang interessant gemacht hat. Tatsächlich hatte sich Goethe seiner angenommen und den Mephisto mit ihm einstudiert, der seine berühmteste Rolle wurde. 'An dieser Rolle ist nichts mein Eigentum, alles, jede Gebärde, jede Grimasse, jede Betonung ist von Goethe', sagt er" (Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, S. 41). - Mit kleineren Randläsuren bzw. -einrissen.
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La Roche, Karl von, Schauspieler (1794-1884).
Eigenh. Brief mit U. Gmunden, 8. IX. 1874.
1 S. Gr.-8vo. An eine namentlich nicht genannte Exzellenz: "Schon seit Jahren petitioniere ich um eine Billetteurstelle für den Bürgerssohn Bittner, der auch gedient hat, ein braver verläßlicher Mann, stets war Vormerkung ein Hinderniß [!]. Jetzt zeigt mir Herr Rath Knapp an daß eine Stelle frei u. besetzt werden muß. Ich ersuche Ew. Excellenz sich jetzt meines Schützlings zu erinnern [...]". - 1829 den Mephisto in der Uraufführung von Goethes 'Faust' spielend, wurde der Schauspieler 1833 auf Lebenszeit ans Wiener Burgtheater engagiert. "Ein glänzender Lustspielkomiker ist La Roche, den das Gerücht, ein natürlicher Sohn Goethes zu sein, ein Leben lang interessant gemacht hat. Tatsächlich hatte sich Goethe seiner angenommen und den Mephisto mit ihm einstudiert, der seine berühmteste Rolle wurde. 'An dieser Rolle ist nichts mein Eigentum, alles, jede Gebärde, jede Grimasse, jede Betonung ist von Goethe', sagt er" (Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, S. 41). - Mit kleineren Randläsuren.
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La Roche, Karl von, Schauspieler (1794-1884).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 4. IX. 1867.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An eine Dame: "Ich sandte durch meinen Heinrich einen Brief von meiner Matèe [?], er brachte mir die Nachricht aus dem Munde Ihrer Frau Mutter, daß Ihr ältester Sohn gefährlich erkrankt. Ich ersuchte General Mesco sich näher zu erkundigen, da ich durch den Dienst an Wien gefesselt bin, u. nur umständlich zu berichten, wartete aber vergebens. So eben schreibt mir meine Frau u. durch sie erhalte ich die Schreckenskunde. Ich bin außer mir! Ich vermag nicht in Worten meinen Schmerz auszusprechen. Gott tröste Sie Arme [...]". - 1829 den Mephisto in der Uraufführung von Goethes 'Faust' spielend, wurde der Schauspieler 1833 auf Lebenszeit ans Wiener Burgtheater engagiert. "Ein glänzender Lustspielkomiker ist La Roche, den das Gerücht, ein natürlicher Sohn Goethes zu sein, ein Leben lang interessant gemacht hat. Tatsächlich hatte sich Goethe seiner angenommen und den Mephisto mit ihm einstudiert, der seine berühmteste Rolle wurde. 'An dieser Rolle ist nichts mein Eigentum, alles, jede Gebärde, jede Grimasse, jede Betonung ist von Goethe', sagt er" (Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, S. 41). - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.
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La Roche, Karl von, actor (1794-1884).
ALS. Vienna, 2 May 1878.
8vo. 2 pp. on bifolium. To one Mr. Holding (or Nolding?): "Wie Sie nach Hause gekommen sind haben Sie uns nicht angezeigt. Ich hoffe gut! Ich sende Ihnen anbei den Ausweis über den Betrag der mir übergebenen Coupons: 220 fl 79 xr! Gestern hier starkes Gewitter und Platzregen. Morgen reist Gräfin Crenville [!] von hier ab, Sonntag wird der Graf folgen. Ich spielte Gestern Fesseln, Morgen Klingsberg, Sonntag Erbförster, nächste Woche Furcht vor der Freude u. Sonntag d. 12t. der reiche Mann, dann werde ich wohl fertig sein wenn D. mich nicht noch einmal herausquetscht u. denke 14 oder 15t. abzureisen [...]". - Slight inkstains to reverse of f. 1. In old collector's folder.
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La Roche, Karl von, writer (1794-1884).
Autograph letter signed. N. p., 8 Oct. 1879.
Large 8vo. 1 p. on bifolium. To one Mr. Benedick, whom he sends cigars: "Wir beide rauchen nur 7xr [Kreuzer] Cigarren u. fühlen uns wohl dabei. Ich sende Dir anbei eine Kleinigkeit von meinem Vorrath und bitte Dich dieselben anzunehmen [...]". - On stationery with printed letterhead of the "k. k. Hofburgtheater-Regie". - Fol. 2 with pencil calculations and small label.
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La Roche, Karl von, Schauspieler (1794-1884).
Eigenh. Quittung mit U. Wien, 1. VII. 1842.
¾ S. Folio. Bestätigt den Erhalt von 100 Gulden, "welche ich als einen vierteljährigen Betrag für die Zeit vom 1ten Aprill [!] bis letzten Juny 1842 [...] empfangen habe [...]". - 1829 den Mephisto in der Uraufführung von Goethes 'Faust' spielend, wurde der Schauspieler 1833 auf Lebenszeit ans Wiener Burgtheater engagiert. "Ein glänzender Lustspielkomiker ist La Roche, den das Gerücht, ein natürlicher Sohn Goethes zu sein, ein Leben lang interessant gemacht hat. Tatsächlich hatte sich Goethe seiner angenommen und den Mephisto mit ihm einstudiert, der seine berühmteste Rolle wurde. 'An dieser Rolle ist nichts mein Eigentum, alles, jede Gebärde, jede Grimasse, jede Betonung ist von Goethe', sagt er" (Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, S. 41). - Mit gedr. 15-Kreuzer-Gebührenstempel.
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[Labatt, Leonhard, Tenor, geb. 1838)].
47 Briefe aus dem Umfeld des Hofopernsängers. Wien u. a. O., 1878-80.
Zusammen 49 SS. 8vo. Gegenstand der ausführlichen Korrespondenz von zwei Advokaten und ihrer Klienten Eugenie Labatt und Heinrich Grünbaum sind Sorgerechtsfragen betr. der aus der deren Ehe entsprossenen Tochter Elly. Eigentlicher Zankapfel des Sorgerechtsfalles ist das Besuchsrecht der leiblichen Mutter Eugenie, die nunmehr in zweiter Ehe mit dem Tenorsänger an der Wr. Hofoper L. Labatt verheiratet ist und der eben dieser Eheschließung wegen das Besuchsrecht bis zum 10. bzw. 12 Lebensjahr der Tochter verwehrt werden soll. In einem Brief an den befreundeten Hausarzt Adolf Hoffmann vom 1. I. 1879 führt Grünbaum hierzu folgendes aus: "Nach dem zwischen mir und Jenny [d. i. Eugenie] bei Trauung unserer Ehe geschlossenen Vertrage bleibt unser Ellerl in meiner Gewalt und Erziehung. Der Erziehung dieses Geschöpfchens widme ich fortan mein Leben! - Wie soll aber dieses Erziehungswerk gelingen, wenn das Kind seiner Mutter begegnen, mit ihr (wenn auch noch so selten) verkehren soll, - und andrerseits der Grund des Fernbleibens dem Kinde unaufgeklärt bleibt, ja schließlich der Zufall ihr die Mama an der Seite ihres jetzigen Mannes zeigt? - All' die unberechenbaren Folgen einer Verwirrung der heiligen Begriffe von Mutter und Vater in dem kleinen Kinderköpfchen sehe ich drohen, wenn ich solche Begegnungen zwischen Mutter und Kind zugebe. Mein Entschluß steht daher unerschütterlich fest - für Elly ist die Mama in Hall, und so lange diese Täuschung möglich sein wird, werde ich sie erhalten, bis - was ich wünschen muß - in der kindlichen Erinnerung die Bilder der Vergangenheit von selbst verblassen [...]". - Im einzelnen umfaßt das vorliegende Konvolut 1 eh. Br. des Advokaten Geza Schulhof an Jenny (d. i. Eugenie Labatt, 7 SS.), 2 eh. Br. des Marinekapitäns Carl Reichmann an Albrecht Hiller (zusammen 3,5 SS.), 1 eh. Brief von dessen Bruder Fritz Reichmann an A. Hiller (1 S.), 3 eh. Br. v. A. Hiller an den Advokaten Eugenie Labatts, Dr. Heinrich Jacques (zusammen 4 SS.), 1 eh. Br. Hillers an E. Labatt (2,5 SS.), 1 eh. Br. H. Grünbaums an seinen Advokaten A. Hiller (2 SS.), 2 eh. Br. Grünbaums an E. Labetts Advokaten Heinrich Jacques (zusammen 5,5 SS.), 1 eh. Br. Grünbaums an seinen Hausarzt Adolf Hoffmann (3, 5 SS.), 1 eh. Br. H. Jacques an A. Hiller (1,5 SS.), 13 eh. Br. E. Labatts an ihren Advokaten H. Jacques (zusammen 17,5 SS.) sowie 1 eh. Brief von E. Labatts Cousin Alfred Schulhof an ihren Advokaten H. Jacques (1 S.). - Tls. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf bzw. kalligr. Initialen (so einige der Briefe Eugenie Labatts). - Der aus Stockholm gebürtige Tenorist und zweite Gatte von Eugenie sang nach seinem Debut in seiner Heimatstadt in Dresden und seit 1869 an der Wiener Hofoper. "Der Künstler zählte während seiner hervorragenden Tätigkeit in Wien zu den beliebtesten Mitgliedern des Hofinstitutes" (Eisenberg, zitiert nach DBA I 729, 65). - Beiliegend eine hektographierte, nicht ausgefüllte aber von E. Labatt unterzeichnete Vollmacht für ihren Advokaten H. Jacques.
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Lanckoronski-Brzezie, Karl Gf., Oberstkämmerer (1799-1863).
Brief mit eigenh. U. Wien, 28. VIII. 1855.
2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse (Faltbrief). An die k. k. Hofburgtheater-Direktion, d. i. Heinrich Laube, in Sachen des Schauspielers Bernhard Baumgartner und mit der Bewilligung, "daß der von ihm ausgestellte Wechsel [...] Siebenhundertfünfzig Gulden [...] durch die Hoftheaterkassa bezahlt und eingelöst werden dürfe [...]". - Einer alten französischen, später nach Polen ausgewanderten Familie entstammend, wurde Karl Gf. Lanckoronski-Brzezie "der Nachfolger des Grafen Moriz Dietrichstein in der Würde des Oberstkämmerers, unter dessen Obhut die Schatzkammer, die naturwissenschaftlichen Cabinete (das zoologische, botanische, mineralogische und das physikalisch-astronomische), das Münz- und Antikencabinet, die Ambraser Sammlung, die Gemälde-Gallerie und die beiden Hoftheater, das Hofburg- und Hofoperntheater, gestellt sind" (Wurzbach XIV, s. v.). - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf des K. K. Oberstkämmerer-Amts und papiergedecktem Siegel; mit kleinen Randläsuren und einem winzigen Papierdurchbruch inmitten; in altem Sammlungsumschlag.
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Lang, Lotte, Schauspielerin (1900-1985).
Eigenh. Billett mit U. O. O. u. D.
2 SS. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An den französischen Schauspieler Marcel André mit Dank für Wünsche zu Weihnacht und Neujahr - "[...] momentan reisst es mich um - bin trotzdem 'unbefriedigt' spiele eine alte tratschende Lateinprofessorin - hatte damit Riesenerfolg [...]". - Lotte Lang war nach dem Besuch der Handelsakademie und der Wiener Lehrerinnenbildungsanstalt zeitweise als Sekretärin von Julius Wagner von Jauregg und als pharmazeutische Assistentin tätig, wandte sich dann jedoch der Bühne zu und debütierte nach kurzem Schauspielunterricht am Stadttheater in Linz und trat dann in Hamburg, Brünn und an den Kammerspielen in München auf, bevor sie nach Wien zurückkehrte. 1932 war sie am Volkstheater, dann am Raimundtheater engagiert. Am Theater in der Josefstadt, wo sie die "Urwienerin" verkörperte, war Lotte Lang bis 1955 als Charakterkomikerin Ensemblemitglied. Daneben übernahm sie zahlreiche Filmrollen, war u. a. Partnerin von Hans Albers in "Ein Mädchen geht an Land" (1938) und spielte neben Hans Moser und Theo Lingen in "Es schlägt dreizehn". Eine ihrer letzten Rollen hatte sie in Maximilian Schells Verfilmung der "Geschichten aus dem Wienerwald".
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Langkammer, Karl, Schauspieler und Theaterdirektor (1854-1936).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 19. V. 1814 [recte: 1914].
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Beiliegend eine gedr. und mit zwei eh. Zeilen versehene Visitkarte von Langkammers Gattin Margarete. Betrifft ein Theaterprojekt in Wien-Meidling. - Langkammer kam nach Engagements in München, Ingolstadt und Schweinfurt 1882 an das Carltheater in Wien, trat später am Deutschen Theater in Budapest auf und ging 1885 mit einer Theatergesellschaft auf Amerikatournee. Nach seiner Rückkehr kurze Zeit im Münchner Ensemble verpflichtet, kam er 1889 an das neugegründete Volkstheater nach Wien; später Schauspieler und Regisseur am Raimundtheater, war er seit 1897 am Theater an der Wien tätig und übernahm 1900 dessen Leitung. Mit Oskar Fronz gründete er das Wiener Bürgertheater. Als “gefeierter Charakterkomiker” (DBE), hatte er seine größten Erfolge in den Stücken Ludwig Anzengrubers. - Margarete Langkammer hatte gemeinsam mit ihrem Gatten im Zuge der erwähnten Gastspielreise die USA bereist und begann sich nach Engagements in München, Kassel und Leipzig ausschließlich ihrer literarischen Tätigkeit zu widmen, wurde Mitarbeiterin des ‘Wiener Extrablatts’, des ‘Neuen Wiener Tageblatts’ sowie der ‘Neuen Freien Presse’ und trat als Dramatikerin und Erzählerin hervor. Vgl. Kosch III, 1903 (Nordmann). - Beiliegend ein unbeschr. Kuvert mit gedr. Briefkopf “K. k. priv. Theater an der Wien. | Direktion: Karl Langkammer”. - In altem Sammlungsumschlag.
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Laube, Heinrich, Theaterdirektor und Schriftsteller (1806-1884).
Briefausschnitt mit eigenh. U. ("Laube"). [Wien], o. D.
1 S. 8vo. Papierbedingt leicht gebräunt und gering fleckig.
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Laube, Heinrich, Theaterdirektor und Schriftsteller (1806-1884).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 3. V. 1883.
1 S. 8vo. An Josef Lewinsky: "Ich danke Ihnen, lieber Freund, für den Preis meiner Directionsführung, welchen Sie so tapfer auf dem Schlachtfelde selbst ausgesprochen haben [...]". - Am unteren Blattrand der Recto-Seite mit einem zweizeiligen, datierten und eh. signierten Vermerk des Adressaten: "Zu meinem 25jähr. Jubiläum als Mitglied des Hofburgtheaters".
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Laube, Heinrich, Theaterdirektor und Schriftsteller (1806-1884).
Eigenh. Brief mit U. ("Laube"). Wohl Wien, 19. XII. 1872.
1 S. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Die Erhöhungen nach einem abgeschlossenen Contracte sind überhaupt mißlich; ich will jedoch versuchen, für Sie folgende Erhöhung zu erreichen [...] Dies thu' ich indessen nur, wenn ich im Voraus weiß, daß ich Ihre Zufriedenheit damit erzwecke u. Ihren Dank gewinne [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Wiener Stadttheaters; etwas angestaubt und mit kleinen Randläsuren.
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Leander, Zarah, Schauspielerin und Sängerin (1907-1981).
Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D.
218:152 mm auf Trägerkarton mit gepr. UFA-Stempel montiert. Gerahmt hinter Glas. Portrait im ¾-Profil in Rollenkostüm. Gewidmet "meinen ostmärkischen Filmfreunden | Zarah Leander". - Am Trägerkarton etwas fleckig, die Darstellung selbst tadellos; die Widmung in Bleistift.
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Lechner, Gustav, Schauspieler (geb. 1856).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 7. V. 1902.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Gratuliert zu “Ihrer heute stattfindenden goldenen Hochzeit mit dem Burgtheater [...] gedenken Sie unser Beider meinem lieben Schmidl u. meiner Wenigkeit was wir zwei vor 25 Jahren unter Ihrer Leitung im Conservatorium für zwei Hallodri waren [...]”. - Gustav Lechner, schon in jungen Jahren “ein fleißiger Besucher des Burgtheaters” wurde am Wiener Konservatorium zum Schauspieler ausgebildet. Engagiert war er seine ganze Laufbahn hindurch am Theater in der Josefstadt, am Carltheater und nach 1895 erneut am Theater in der Josefstadt und erwies sich “als ebenso nützliches wie pflichteifriges Mitglied dieser Bühne, das in Charakterrollen und Chargen treffliche Verwendung findet” (Eisenberg, Gr. biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., zit. n. DBA I 747, 169). - In altem Sammlungsumschlag.
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Ledebur, Georg von, Schauspieler und Regisseur (1876-1955).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 22. I. 1948.
1 S. Qu.-8vo. Bedankt sich bei Oberlehrer Wesely aufrichtig für dessen Gedenken anlässlich seines 80. Geburtstages. "Ich verlebte den Tag in Gesundheit und Frische. Konnte mich auch des Besuches lieber Kameraden erfreuen."
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Lehmann, Else, Schauspielerin (1866-1940).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An ihren Cousin: "Werden Sie so glücklich wie ich es geworden [...] Ich komme dieses Jahr wieder nach Ischl und freue mich Sie und die lieben Ihrigen zu sehen [...]". - Else Lehmann, ehedem Schauspielschülerin von Franz Kierschner, debütierte 1885 am Stadttheater in Bremen und gastierte mit einem Teil des Berliner Wallnertheaters an Provinzbühnen. 1888 kam sie an das Berliner Wallnertheater und wurde von Otto Brahm für die Rolle der Helene Krause in der Uraufführung von Gerhart Hauptmanns "Vor Sonnenaufgang" an die Freie Bühne verpflichtet. 1891 kam sie ans "Deutsche Theater" in Berlin "und entwickelte sich zu einer der führenden Darstellerinnen des Naturalismus. Später spielte sie am Lessingtheater und kurze Zeit am Deutschen Theater unter Max Reinhardt. [Sie] verkörperte besonders eindringlich Rollen in Dramen von Henrik Ibsen und Gerhart Hauptmann" (DBE). - Papierbedingt etwas gebräunt und mit Faltspuren.
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Lewinger, Ernst, Schauspieler und Regisseur (1851-1937).
Eigenh. Brief mit U. Dresden, 21. V. 1901.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Schriftsteller und Journalisten Leopold Rosner (1838-1903): “Erst gestern kam ich dazu, Ihren Aufsatz über Kürnberger’s Schicksale als Dramatiker zu lesen. Ich danke Ihnen, daß Sie sich bei der Gelegenheit meiner erinnerten. Ich darf wohl annehmen daß Sie mir den Aufsatz schickten, weil Sie erfahren haben, daß seit ich hier bin wir so manches neues u. ältere Werk der Bühne erschlossen haben. Ich gestehe Ihnen, daß ich nichts an Kürnberger als Dramatiker misste. Ich werde in der hiesigen Bibliothek nachsehen lassen, ob jemals ein Drama von ihm eingereicht wurde [...]”. - Lewinger wandte sich nach Jahren der Schauspielerei 1882 fast ausschließlich der Regietätigkeit zu und erteilte seit 1885 auch Schauspielunterricht am Kölner Konservatorium. Seit 1897 Regisseur am Hoftheater in Dresden, wurde er 1900 zum kgl. Oberregisseur ernannt und war zuletzt bis 1918 als Oberspielleiter tätig. - Leopold Rosner war Mitarbeiter an Adolf Bäuerles ‘Theaterzeitung’ und an Wurzbachs Biographischem Lexikon und eröffnete 1871 die Buchhandlung "Unter den Tuchlauben", die sich zu einem Treffpunkt literarischer Kreise entwickelte. Daneben betrieb er einen Verlag, in dem vorwiegend österreichische Autoren wie Ludwig Anzengruber und Ferdinand Kürnberger erschienen. Sich 1889 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Verlagsgeschäft zurückziehend, widmete er sich ausschließlich schriftstellerischer Arbeit. Vgl. Kosch XIII, 326. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkop der Kgl. Sächsischen Hoftheater; der Name des Verfassers auf Bl. 1 links oben von fremder Hand vermerkt.
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Lewinsky, Josef, Schauspieler und Regisseur (1835-1907).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 2. VI. 1897.
1 S. Gr.-qu.8vo. “Die Künste ahmen nicht geradezu nach, | was man mit Augen siehet, sondern gehen | auf jenes Vernünftige zurück, aus welchem | die Natur besteht und wonach sie handelt”. - Der Sohn eines Kürschnermeisters debütierte am Theater an der Wien, trat am Brünner Stadttheater auf und kam 1858 ans Wiener Burgtheater, dessen Ensemble er seither angehörte. “Der Publikumsliebling, der 1865 zum k. k. Hofschauspieler auf Lebenszeit ernannt wurde, brillierte in allen großen Charakterrollen, besonders im Intrigantenfach, und war später auch als Komiker und in Volksstücken erfolgreich” (DBE).
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Lewinsky, Josef, Schauspieler und Regisseur (1835-1907).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, April 1883.
1 S. Qu.-8vo. Schönes Zitat aus Goethes "Clavigo": “Was ist Größe? Sich in Rang und Ansehen über andere zu erheben? Glaub es nicht! Wenn dein Herz nicht größer ist, als andere Herzen, wenn Du nicht imstande bist, dich gelassen über Verhältnisse hinauszusetzen, die einen gemeinen Menschen ängstigen würden, so bist du mit all deinen Bändern und Sternen, bist mit der Krone selbst nur ein gemeiner Mensch!” - Der Sohn eines Kürschnermeisters debütierte am Theater an der Wien, trat am Brünner Stadttheater auf und kam 1858 ans Wiener Burgtheater, dessen Ensemble er seither angehörte. “Der Publikumsliebling, der 1865 zum k. k. Hofschauspieler auf Lebenszeit ernannt wurde, brillierte in allen großen Charakterrollen, besonders im Intrigantenfach, und war später auch als Komiker und in Volksstücken erfolgreich” (DBE).
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Lewinsky, Josef, Schauspieler und Regisseur (1835-1907).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, Oktober 1898.
1 S. Qu.-8vo. Mit einer alt montierten Briefmarke mit Lewinskys Konterfei. "Dem klugen Schützen gleicht der höhere Mensch. Verfehlt dieser sein Ziel, so wendet er sich ab und sicht die Ursache seines Fehlschusses in sich selbst". - Der Sohn eines Kürschnermeisters debütierte am Theater an der Wien, trat am Brünner Stadttheater auf und kam 1858 ans Wiener Burgtheater, dessen Ensemble er von da an angehörte. “Der Publikumsliebling, der 1865 zum k. k. Hofschauspieler auf Lebenszeit ernannt wurde, brillierte in allen großen Charakterrollen, besonders im Intrigantenfach, und war später auch als Komiker und in Volksstücken erfolgreich” (DBE).
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Lewinsky, Josef, Schauspieler und Regisseur (1835-1907).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, Juni 1890.
1 S. Qu.-8vo. "Den nenn' ich vornehm, der sich streng bescheiden | die eigne Ehre giebt, und wenig fragt, | ob ihn die Nachbarn lästern oder neiden". - Der Sohn eines Kürschnermeisters debütierte am Theater an der Wien, trat am Brünner Stadttheater auf und kam 1858 ans Wiener Burgtheater, dessen Ensemble er von da an angehörte. “Der Publikumsliebling, der 1865 zum k. k. Hofschauspieler auf Lebenszeit ernannt wurde, brillierte in allen großen Charakterrollen, besonders im Intrigantenfach, und war später auch als Komiker und in Volksstücken erfolgreich” (DBE).
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Lewinsky, Josef, Schauspieler und Regisseur (1835-1907).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. XII. 1876.
1½ SS. 8vo. Wie von alter Hand links unten in Bleistift vermerkt an Burgtheaterdirektor Franz Frh. von Dingelstedt: “Graf Wolf Baudissin sendet uns die beifolgende gute Übersetzung des reizenden Stückes Le Luthier de Crémone, welches im theatre francais so beifällig aufgenommen wurde, mit dem Ersuchen, Ihnen dasselbe zu übergeben u. zur Aufführung zu empfehlen. Obwohl uns bekannt ist, daß das Original Ihnen bereits im Juni vorgelegen, u. Sie selbes abgelehnt haben, so wage ich dennoch im Bewußtsein der reizenden Wirkung des Stückes u. seiner Würdigkeit, am Burgtheater aufgeführt zu werden, Ihnen die Übersetzung zu übergeben [...]”. Das Stück des französischen Schriftstellers François Edouard Joachim Coppée (1842-1908) war im selben Jahr, aus dem unser Brief datiert, erschienen; die erwähnte Übersetzung von Wolf Graf Baudissin (1789-1878) - der einst mit Dorothea Tieck (1799-1841) 13 Dramen von Shakespeare ins Deutsche übertragen hatte - erschien im Jahr darauf unter dem Titel ‘Der Geigenmacher von Cremona’. - Lewinsky selbst debütierte am Theater an der Wien, trat am Brünner Stadttheater auf und kam 1858 ans Wiener Burgtheater, dessen Ensemble er von da an angehörte. “Der Publikumsliebling, der 1865 zum k. k. Hofschauspieler auf Lebenszeit ernannt wurde, brillierte in allen großen Charakterrollen, besonders im Intrigantenfach, und war später auch als Komiker und in Volksstücken erfolgreich” (DBE). - Mit horizontaler Faltspur und kl. Schabstelle links unten (keine Textberührung).
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Lewinsky, Josef, Schauspieler und Regisseur (1835-1907).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 19. V. 1881.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Autor: “Ihr Manuscript liegt uneröffnet bei mir. Eine private Lectüre meinerseits ist unmöglich, da uns die Zeit gebricht; Sie müssen sich demnach entscheiden, ob Sie das Stück beim Burgtheater einreichen, oder umgehend zurück erhalten wollen? [...]”. - Der Sohn eines Kürschnermeisters debütierte am Theater an der Wien, trat am Brünner Stadttheater auf und kam 1858 ans Wiener Burgtheater, dessen Ensemble er seither angehörte. “Der Publikumsliebling, der 1865 zum k. k. Hofschauspieler auf Lebenszeit ernannt wurde, brillierte in allen großen Charakterrollen, besonders im Intrigantenfach, und war später auch als Komiker und in Volksstücken erfolgreich” (DBE). - Faltspur auf der Rückseite alt hinterlegt; etwas angestaubt.
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Lewinsky, Josef, Schauspieler und Regisseur (1835-1907).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 17. IV. 1896.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. “Mit welchem Entsetzen hab ich die Nachricht von dem plötzlichen Hinscheiden Ihres werthen Gatten vernommen. Nicht nur Sie, sondern alle seine Freunde u. Kenner seiner Kunst erleiden einen unersetzlichen Verlust [...]”. - Der Sohn eines Kürschnermeisters debütierte am Theater an der Wien, trat am Brünner Stadttheater auf und kam 1858 ans Wiener Burgtheater, dessen Ensemble er von da an angehörte. “Der Publikumsliebling, der 1865 zum k. k. Hofschauspieler auf Lebenszeit ernannt wurde, brillierte in allen großen Charakterrollen, besonders im Intrigantenfach, und war später auch als Komiker und in Volksstücken erfolgreich” (DBE). - Mit horizontaler Faltspur.
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Lewinsky, Josef, Schauspieler und Regisseur (1835-1907).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 19. II. 1881.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten, dem er mitteilt, daß er leider nicht in der Lage sei, “auf Ihren Antrag für die Charwoche einzugehen, weil ich bereits anderwärts abgeschlossen habe [...]”. - Der Sohn eines Kürschnermeisters debütierte am Theater an der Wien, trat am Brünner Stadttheater auf und kam 1858 ans Wiener Burgtheater, dessen Ensemble er seither angehörte. “Der Publikumsliebling, der 1865 zum k. k. Hofschauspieler auf Lebenszeit ernannt wurde, brillierte in allen großen Charakterrollen, besonders im Intrigantenfach, und war später auch als Komiker und in Volksstücken erfolgreich” (DBE). - Mit geringen Faltspuren.
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Lewinsky, Josef, Schauspieler und Regisseur (1835-1907).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 5. I. 1896.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Der Vorstand unseres Unterstützungs u. Pension’s Verein’s ‘Schröder’ sendet mir die übliche Forderung für meine Mitwirkung am gestrigen Concert zu. Ich bitte ergebenst, die betreffende Summe an den im Regreß bezeichneten Herrn Hofschauspieler Arnsberg zu senden [...]”. - Der Sohn eines Kürschnermeisters debütierte am Theater an der Wien, trat am Brünner Stadttheater auf und kam 1858 ans Wiener Burgtheater, dessen Ensemble er seither angehörte. “Der Publikumsliebling, der 1865 zum k. k. Hofschauspieler auf Lebenszeit ernannt wurde, brillierte in allen großen Charakterrollen, besonders im Intrigantenfach, und war später auch als Komiker und in Volksstücken erfolgreich” (DBE). - Mit Faltspuren. - Der erwähnte Friedrich Ludwig Arnsburg (1820-1891) war infolge einer Einladung zu einem Gastspiel 1848 nach Wien ans Hofburgtheater gekommen, das ihn sogleich engagierte und 1853 auch zum wirklichen Hofschauspieler ernannte. - Mit horizontaler Faltspur.
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