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‎Reiner, Imre, Maler und Grafiker (1900-1987)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Ohne Ort [Lugano], 16. II. 1963, Fol. 1 Seite.‎

‎An Karl Rauter: "[...] Ungar, Deutschland (nach dem ersten Weltkrieg), Amerika, Paris, England ... zweiter Weltkrieg, Schweiz ... Wie viel die Menschen sich herumwälzen müssen, bis sie endlich ihre Ruhe, ihre Einsamkeit finden! Ja, und nun finden Sie diese, dann kann es so kommen, wie Platon es zu Dion sagte: Die Selbstgefälligkeit ist die Gefährtin der Einsamkeit. Ich lebe allein am Waldesrand am Berge. Es klingt so wie im Märchen, aber es ist keines. Meine Frau und ich vertragen uns sehr gut und das linderte immer unsere Armut. Immerhin war ich in der Lage aus einem meiner Buben einen Arzt und aus dem anderen einen Chemiker werden zu lassen. Beide wollten es gerne, und ich arbeitete um das Studium zu ermöglichen. Beide sollten einen 'anständigen' Beruf erlernen, um nicht so ein ewig wartender, wartender, wartender Bettler zu sein wie ihr Vater der obendrein überall und immer ein Fremdling ist [...]" - Selten.‎

Bookseller reference : 60522

‎Reclam, Heinrich, Verleger (1910-1984)‎

‎Eigenh. Ansichtskarte mit U.‎

‎o.J. Ditzingen, 1. III. 1983, 1 Seite.‎

‎An den Verleger Carl Borromäus Glock mit Dank für dessen Griechenlandbuch und über eigene Reisepläne.‎

Bookseller reference : 39834

‎Reimann, Hans, Schriftsteller (1889-1969)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Bremen, 12. VII. 1922, Gr.-8°. 1 Seite. Glattes Papier.‎

‎An den Zeichner Alfred Kubin: "Entschuldigen Sie, verehrter Alfred Kubin, aber ich muss Ihnen unbedingt einen schönen Gruss schicken und herzlichen Dank dazu. Eigentlich aus gar keinem Grund. Bloss, weil Sie auf der Welt sind. E. W. Bredts Buch [über Kubin; 1922; Marks A-65] habe ich mir vor drei Tagen hier gekauft und blättere immer darin und schaue mir die Reproduktionen an, wie ein kleines Kind das erste Märchenbuch anschaut. Komplimente und hohle Redensarten erwarten Sie sowieso nicht. Aber seit der Will Scheller in Cassel mir das gezeigt hat, was er von Ihnen besitzt, und so schauderhaft von Ihnen geschwärmt hat, bin ich Ihnen nun bis auf weiteres sehr zugetan - auf die Gefahr hin, dass Ihnen das wurscht ist [...]"‎

Bookseller reference : 38248

‎Voigt, Johannes, Historiker (1786-1863)‎

‎2 eigenh. Briefe mit U.‎

‎o.J. Königsberg, 7. VI. 1837 und 5. XI. 1855, Verschied. Formate. Zus. 2 Seiten.‎

‎I. (7. VI. 1837): "[...] Mit dem größten Danke beehre ich mich, Ihnen hierbei die durch Ihre große Güte aus der Bibliothek zu Berlin erhaltenen Bücher zurückzusenden. Es sind ihrer 8 [... Aufzählung der Bücher ...] Die meisten von ihnen habe ich bei meiner Abhandlung über Pasquille, Spottlieder u. Schmähschriften der ersten Hälfte des 16ten Jahrhund. benützt. Ich wollte ihr ursprünglich eine größere Ausdehnung geben, habe mich jedoch mehr auf gewisse Gattungen u. Gegenstände dieser Art von Schriften beschränken müssen. Die Abhandlung ist für das historische Taschenbuch bestimmt, welches freilich nur dem Titel nach Herr Prof. Raumer herausgiebt. Ich wollte vorerst nichts mehr dahin arbeiten, um ungestörter meine Geschichte Preußens beenden zu können; Herr Brockhaus indeß ließ mir keine Ruhe [...]" - II. (5. XI. 1855): An die Bayerische Akademie der Wissenschaften in München: "[...] Euer Hochverehrte Königl. Academie der Wissenschaften [...] hat mich vorlängst mit der gütigen Aufforderung erfreut, aus den im dreißigjährigen academischen Almanach verzeichneten, in dem Verlag der Königl. Academie erschienenen Druckschriften diejenigen welche mein Fach betreffen mir besonders wünschenswerth seien, anzuzeigen, u. mich mit der Hoffnung beglückt, mich durch [...] Zusendung derselben beehrt zu sehen. Dieser gütigen Einladung zu Folge erlaube ich mir, meine Wünsche auf folgende Schriften zu richten, deren Besitz mir um so werthvoller sein würden, da ich oft schon in den hiesigen Bibliotheken sie zur Benutzung bei meinen Studien vermißt habe [... Aufzählung von 11 Schriften ...]" - Voigt war seit 1817 Professor der historischen Hilfswissenschaften und Direktor des Geheimen Archivs in Königsberg und seit 1823 der mittleren und neueren Geschichte. Im Mittelpunkt seiner Forschung stand die ältere preußische Provinzialgeschichte, für die er mit seiner "Geschichte Preußens von den ältesten Zeiten bis zum Untergange der Herrschaft des deutschen Ordens" (1827-39) ein wichtiges Quellenwerk schuf. - Empfängervermerke.‎

Bookseller reference : 38779

‎Hagn, Marie von, Malerin (Daten nicht ermittelt)‎

‎2 eigenh. Briefkarten mit U.‎

‎o.J. Ohne Ort, 25. XII. 1919 und 6. I. 1921, Qu.-8°. Zus. ca. 3 Seiten.‎

‎An einen Sammler. - I. Wegen einer Landschaftsstudie und der Besichtigung ihrer Sammlung. - II. "[...] Mit Freuden lese ich von Gefallen Ihres Herrn Sohnes an dem kleinen Arkadenhause u. seinem künstlerischen Inhalt. Sein feines Urtheil stimmt zu - hier herrschten stets und unbeirrt cosmopolitisch-französische Neigungen, die sich wohl auch in der düsteren Umgebung deutlich zeigen [...]"‎

Bookseller reference : 39129

‎Paul, Bruno, Architekt, Designer und Graphiker (1874-1968)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Berlin, 9. IV. 1919, 4°. 1 Seite. Briefkopf. Gelocht.‎

‎An den Schriftsteller Hans Ostwald: "[...] Ich werde gerne mithelfen den Festen des Volkes eine gute Form zu geben. Auch meine Schüler werden dabei nicht fehlen dürfen. Leider hat die alte Regierung die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen nicht genügend erkannt und gewürdigt. Vielleicht wird die Volksregierung hier den rechten Weg gehen [...]"‎

Bookseller reference : 39521

‎Perthes, Friedrich, Verleger (1772-1843)‎

‎Porträt. Kupferstich von J. Thaeter nach Otto Speckter mit Faksimile-Namenszug.‎

‎o.J. , Ohne Ort und Jahr, Blattgr.: 35 x 28 cm.‎

‎Späterer Abzug um 1900 oder Heliogravüre.‎

Bookseller reference : 39828

‎Plessen, Elisabeth, Schriftstellerin (geb. 1944)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U.‎

‎o.J. Berlin, 21. XII. 1993, Qu.-8°. 1 Seite.‎

‎"[...] Einen Mann aus den Wörtern pellen wie ein Ei aus der Schale; ihn freilegen. Kohlhaas zum Beispiel (Kohlhaas' Kindheit) | Ich grüsse Sie [...]"‎

Bookseller reference : 39259

‎Podewils, Sophie Dorothea von, Schriftstellerin (1909-1979)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Hirschberg am Haarsee, Post Eberfing bei Weilheim, 6. VI. 1961, Fol. 1 Seite.‎

‎Verspricht, Bücher zu senden und erwähnt Verwandte in Johannesburg.‎

Bookseller reference : 60519

‎Ramberg, Arthur von, Maler (1819-1875)‎

‎Eigenh. Billett mit U.‎

‎o.J. , Ohne Ort und Jahr, Qu.-Kl.-8°. 1 Seite.‎

‎An einen befreundeten Minister mit der Bitte, dem Überbringer das Bild von Kirchner, das im Salon hängt, zu übergeben. - Beschnitten.‎

Bookseller reference : 38505

‎Rangabé (Rhangawis), Alexandros Rizos, Dichter und Diplomat (1810-1892)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Berlin, 2. XII. 1881, Kl.-8°. 1 Seite. Doppelblatt.‎

‎Ist sich nicht sicher, ob er einer Einladung folgen kann, da er bei der Schweizer Gesandtschaft eingeladen sei. - Rangabé war griechischer Gesandter in Berlin. Geboren zu Konstantinopel, 1845 Prof. der Archäologie in Athen, 1856-59 Minister des Äußern, 1875-87 Gesandter in Berlin, gestorben in Athen, schrieb er lyrische Gedichte, Novellen, Dramen, archäologische Werke u. a.‎

Bookseller reference : 39850

‎Palme, Olof, Politiker, Ministerpräsident Schwedens (1927-1986)‎

‎Porträtfotografie mit eigenh. U. auf dem Passepartout sowie masch. Begleitbrief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Stockholm, 25. X. 1975, 13 x 18 cm bzw. 29 x 21 cm. Briefkopf.‎

Bookseller reference : 60542

‎Osborne, John, Schriftsteller (1929-1994)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U.‎

‎o.J. Ohne Ort, 18. XII. 1986, Quer-8°. 1 Seite. Unter Passepartout mit einem Foto von Osborne.‎

‎"Very best wishes John Osborne".‎

Bookseller reference : 38294

‎Paeschke, Hans, Publizist (1911-1991)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Davos, 22. VII. 1971, Gr.-8°. 1 Seite. Briefkopf.‎

‎An den Verlagslektor Hans Rössner (1910-1997) über einen Beitrag zu Klaus Pipers 60. Geburtstag: "[...] Ich habe meine Seiten auf den März datiert, bleibe auch bis 5. 3. hier. Unter 'Les gens de la tribu' (Leute vom Fach) sagt man sich zu solchem Anlass am besten etwas fern vom Literarischen - und die Erinnerung an die gemeinsame Skifahrt ist die persönlichste und lebhafteste, die ich mit dem 'Sechziger' verbinde, auch dass er jünger aussieht, glaube ich mit ihm gemeinsam zu haben. Umso mehr sollte eine 'Festschrift' ruhig noch ein Jahrzehnt warten können - Ihre Idee war gut [...]"‎

Bookseller reference : 39330

‎Rostand, Maurice, Schriftsteller (1891-1968)‎

‎Eigenh. Manuskript.‎

‎o.J. , Ohne Ort und Jahr (1933/34), 4° (27 x 21 cm). 21 Seiten auf 21 Blättern.‎

‎Hübsches Manuskript in blauer Tinte für das Theaterstück "Le Procès d'Oscar Wilde. Pièce en 5 tableaux, précédé d'un prélude". Unser Manuskript beginnt mit Motto und Überschrift und endet auf Seite 21 mit dem Beginn von "Scene III". - Das Drama ist auch im Druck erschienen: " Le Procès d'Oscar Wilde. Pièce en trois actes et un prélude" ( Paris 1935). - Rostand war eine der prominenten homosexuellen Persönlichkeiten, die in den literarischen Salons der Zwischenkriegszeit verkehrten. - Auf der Rückseite der Blätter der Briefkopf "Société des Auteurs & Compositeurs dramatiques".‎

Bookseller reference : 59835

‎Olfers, Ignaz von, Generaldirektor der Königlichen Museen zu Berlin (1798-1872)‎

‎Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Berlin, 4. VII. ohne Jahr (ca. 1870), Gr.-4°. 2 Seiten.‎

‎An den Augsburger Konservator Johann Andreas Eigner (1801-1870) in Hannover, den er gerne treffen würde: "[...] leider aber würde ich selbst, im Begriffe nach Preußen auf längere Zeit vereisen, darauf verzichten müssen; ebenso ist Herr Geheime Regierungs-Rath Waagen schon nach Pommern und Rügen verreist. Indessen würden Sie immer die Herren Professoren Hotho, Profesor Keller u. a. hier finden. Ihre gefällige, sehr interessante Mitteilung vom 24. Juni über den von Ihnen erfundenen besseren Firnis für Gemälde, wie alles, was von einem so bewährten Künstler besonderes im Fache der Restauration kommt, konnte mir nur sehr willkommen sein [...]" - Olfers wurde 1839 auf Vermittlung von Wilhelm von Humboldt und seinem Bruder Alexander zum Generaldirektor der Königlichen Museen in Berlin ernannt. Er war einer der engsten Vertrauten des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. und für diesen neben Alexander von Humboldt wichtigster Verbindungsmann zu den Naturwissenschaften und den Schönen Künsten. Olfers plante und entwarf mit dem Architekten Friedrich August Stüler den Umbau der Museumsinsel in Berlin.‎

Bookseller reference : 38758

‎Oertzen, Georg von (Pseud. Ludwig Robert), Schriftsteller (1829-1910)‎

‎Eigenh. Gedichtmanuskript (12 Zeilen) mit U.‎

‎o.J. Heidelberg, 1876, 8°. 1 Seite. Doppelblatt.‎

‎"Du sprichst, nicht Einem sagst du | Dein letztes tiefstes Wort [...]" - Oerzen lebte als preußischer Diplomat zeitweilig in Heidelberg (vgl. Brümmer 6. Aufl. V, 197).‎

Bookseller reference : 39378

‎Notariatsinstrument‎

‎Lateinische Urkunde auf Papier.‎

‎o.J. Ohne Ort, 29. III. 1452, 18 x 30 cm. Mit schönem Notariatshandzeichen.‎

‎Hübsche und typische Papierurkunde in lateinischer Sprache und Minuskelschrift. Es handelt sich um eine imbreviatura eines Notars namens Iohannes aus dem Jahr 1452, der wahrscheinlich in der Diözese von Aix-en-Provence tätig war. Die Urkunde handelt von der Ernennung eines procurator. Es wird ein vir nobilis namens Julian aus dem Ort Insula Martici (Martigues) und ein Anthonius Forcalquerii de Aquae (Aix) zitiert. Übersetzung: "Es wird hiermit allen verkündet, dass im Jahr des Herrn 1452, am 29. März, der weise Edelmann Julianus de Acculea, Bewohner der villa Insule Martici [Martigues], der Diözese von Aix-en-Provence [Azelarensis] zugehörig, freiwillig den bisherigen Bevollmächtigten kündigte. Er ernannte als seinen legitimen Bevollmächtigten und Verwalter seiner Angelegenheiten Antonio Forcalqueri von Aix [Aquae], Bewohner der eben genannten villa Insule Martici [Martigues]. Dieser nahm unentgeltlich die Last dieser Vollmacht auf, um im Namen des besagten Julianus dessen Schulden, Kredite und Rechte, die er zurzeit in der ganzen Provinz und darüberhinaus hat, einzutreiben und dies zu belegen. Er sollte mit dieser Erlaubnis in seinem Namen zu handeln in jedwedem kirchlichen oder zivilen Tribunal den libellum oder die libelli verteidigen. Der Notar Johannes, Beauftragter der apostolischen Autorität, extrahierte dieses Zeugnis aus einem instrumento, er schrieb es und unterzeichnete in fede mit dem signum, das er normalerweis für seine öffentlichen instrumenta benutzt."‎

Bookseller reference : 38029

‎Nossack, Hans Erich, Schriftsteller (1901-1977)‎

‎Eigenh. Albumblatt (3 Zeilen) mit Widmung und U. sowie masch. Begleitbrief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Darmstadt, 3. XII. 1962, Fol. Zus. 2 Seiten. Absenderstempel.‎

‎"Ich steh auf Wache hier und weiß nicht, wo der echte Feind ist, und ich weiß nicht, wann der echte Freund kommt, um mich abzulösen [...]" - Begleitbrief: "[...] da ich zu den wenigen gehöre, die sich noch der deutschen Handschrift bedienen [...] füge ich nochein paar Sätze mit der Schreibmachine bei [...] Wir Autoren hier leiden nämlich dauernd unter Sinnlosigkeit unseres Schreibens [...]"‎

Bookseller reference : 60504

‎Nienholdt, Eva, und Gretel Wagner-Neumann‎

‎Katalog der Lipperheideschen Kostümbibliothek. 2 Bde.‎

‎o.J. Berlin, Gebr. Mann, 1965, Fol. XXXVI, 1166 S. (durchgehend paginiert), 1 Bl. Mit zahlreichen Textillustrationen. OLwd. (minimal bestoßen).‎

‎Zweite, völlig neubearbeitete und um den Bestand von 60 Jahren Sammeltätigkeit erweiterte Auflage des Bestandsverzeichnisses der Lipperheide'schen Kostümbibliothek in Berlin, die "als Spezialbibliothek in der Welt einmalig geblieben ist". Die großartige Sammlung ist von Franz und Frieda Lipperheide, Verleger der Zeitschriften "Die Modenwelt", "Die Dame" etc., aufgebaut und 1905 dem Preußischen Staat vermacht worden. Der erste Katalog erschien 1897-1905; sein Bestand wurde durch die Berliner Museen erweitert und ausgebaut. Die Bibliothek umfaßte 1965 "über 12000 Bände und 30000 Blatt Graphik".‎

Bookseller reference : 60425

‎Strauss, Richard, Komponist (1864-1949)‎

‎Eigenh. Brief mit U. "Dr Richard Strauss".‎

‎o.J. Garmisch, "Landhaus Richard Strauss", 12. VI. 1920, 8°. 2 Seiten. Doppelblatt. Briefkopf. Gelocht (kleiner Buchstabenverlust).‎

‎Wegen einer Opernaufführung in Madrid: "Sehr geehrter Herr! In Erwiederung ihres freundlichen Schreibens vom 9ten teile ich Ihnen ergebenst mit, daß ich bis 20. Juli hier; vom 20. bis 27. Juli bitte ich Nachrichten an Advokat Piontelli (Mailand) zu senden, am 31. Juli reise ich von Genua (Hotel Miramar) mit Dampfer Principe di Udine nach Buenos Aires ab. Nachrichten dorthin erbitte an Impresario Bonetti (Teatro Colon). Sehr wünschenswert wäre es mir natürlich, noch vorher die eventuelle spanische Reise ins Reine bringen zu können, schon wegen der Programme und des hierfür zu beschaffenden Notenmaterials. Schlimmstenfalls könnten wir uns am 26. oder 27ten Juli in Mailand (Hotel Cavour) Rendezvous geben. Mein Schiff hält übrigens in Barcelona an, wo ich mit einem Abgesandten des Direktors des Madrider K[öniglichen] Theaters conferieren könnte. Mit freundlichem Gruß [...]" - Strauss reiste 1920 zum ersten Mal nach Argentinien, wo er u. a. am 26. Oktober im Teatro Colon in Buenos Aires konzertierte. Die beiden Südamerikareisen 1920 und 1923 von Strauss waren sowohl für ihn als auch ganz besonders für das Kulturleben dieses Halbkontinentes von großer Bedeutung. Seine Aufenthalte in Buenos Aires haben ganz wesentlich zur Begründung eines ständigen Musiklebens in dieser Stadt beigetragen.‎

Bookseller reference : 60370

‎Strauss, Richard, Komponist (1864-1949)‎

‎Gedruckte Dankeskarte mit eigenh. Zusätzen und U. "Dr Richard Strauss".‎

‎o.J. Garmisch, 10. VII. 1942, 9,5 x 15 cm. 1 Seite.‎

‎Gedruckt: "Für die liebenswürdigen Glückwünsche ... Bitte ich herzlichen Dank entgegen nehmen zu wollen." - Eigenhändig: "Schönste Grüße! Ihr DrRichard Strauss | Garmisch, 10. 7. 42".‎

Bookseller reference : 60401

‎Nebelthau, Otto, Schriftsteller und SChauspieler (1894-1943)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U. "Otto".‎

‎o.J. Berlin, 22. VIII. 1924, Fol. 4°. 1 Seite. Gelocht.‎

‎"Lieber Hanns [Johst?]! [...] Ich lese eben im Berliner Tagblatt von dem entsetzlichen Durchfall der 'Anarchie in Sillian' [von Arnolt Bronnen] im dresdner Staatstheater. Ich kenne Wieke, den Schauspieldirektor sehr gut. Er mag mich sehr gern leiden. Wenn Du ihm mein Stück angeboten hast, so wuerde ich ihm persönlich einige Zeilen schreiben. Man muss doch endlich einsehn, dass mit den Brunst- Sauf- und Wahnsinnsstücken das Theater endgültig zu Grunde gerichtet wird. Ich bin kein irrsinniger Autor, der denkt, es gäbe nichts anderes als ihn. Ich sehe nur nicht ein, warum nach einem offenbaren Bankrott einer Richtung es nicht mit einer anderen versucht werden soll. Ich hatte ein langes Gespräch mit Dr. Pinthus, der einstigen Hebamme des Expressionismus. Er gab mir unumwunden zu, dass mit der ganzen von ihm propagierten Literatur in keinem Lande der Erde mehr ein Hund hinter dem Ofen hervorzulocken sei [...]"‎

Bookseller reference : 40177

‎Naumann, Friedrich, Politiker und Theologe (1860-1919)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Berlin, 29. VI. 1907, Gr.-4°. 1 Seite. Briefkopf.‎

‎An den Schriftsteller Hans Ostwald: "[...] So gern ich Ihnen einen persönlichen Gefallen tun würde, so bin ich doch leider durchaus nicht in der Lage, irgend welchen literarischen Auftrag zu übernehmen, da ich deren schon mehr übernommen habe, als ich gut werde ausführen können [...]" - Von 1907-12 vertrat Naumann den Wahlkreis Heilbronn im Reichstag; er war eine der eindrucksvollsten Politikergestalten des späten Kaiserreiches.‎

Bookseller reference : 39513

‎Nadler, Josef, Germanist (1884-1963)‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. sowie eigenh. Postkarte mit U.‎

‎o.J. Königsberg, 8. IX. und 2. XII. 1930, Zus. ca. 2 Seiten.‎

‎An Hermann Kindl in Berlin, dem er für einen LIteraturhinweis dankt. Er wünscht sich für sein seit 30 Jahren vorliegendes Werk mehr aufmerksame Leser und sendet Kindl eine seiner kleineren Arbeiten. - Nadler wurde insbesondere durch seine 1912-28 erstmals erschienene "Literaturgeschichte der deutschen Stämme und Landschaften" bekannt, in der er die Entwicklung der deutschen Literatur aus landschaftlicher Perspektive beschrieb.‎

Bookseller reference : 39849

‎Nabl, Franz, Schriftsteller (1883-1974)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Graz, 22. VIII. 1960., Kl.-4°. 1 Seite. Briefkopf.‎

‎An Karl Rauter: "[...] Sie können sich vorstellen, wie überrascht ich war, aus dem fernen Südafrika so freundliche Worte über meine Bücher zu hören, und noch dazu aus Johannesburg, wo der mir von Wien her befreundete Maler Jehudo Epstein, seine letzten Lebensjahre - von 1936 an verbrachte [...] Was nun die kleine Gedichtsammlung 'Spätlese' erlangt, so kann ich Ihnen die Buchausgabe beim besten willen nicht schicken [...]" Über seine Bücher " Johannes Krantz", "Steirische Lebenswanderung", "Das Rasenstück" und "Der Fund".‎

Bookseller reference : 60482

‎Mühlberger, Josef, Schriftsteller (1903-1985)‎

‎Eigenh. Gedichtmanuskript (12 Zeilen) mit U. sowie eigenh. Begleitbrief mit U.‎

‎o.J. Ohne Ort [Eislingen], 8. XI. 1960, 8° (21 x 15 cm). Zus. 2 Seiten.‎

‎"Herbstliches Lied | | Mich schreckt nicht vor dem Nachten | das schwindende Abendrot | ich weiß: ich bin nur ein Pilger | zwischen Geburt und Tod. | Mir bangt nicht, daß Blüten welken, | und kahl wird, was grün einst war [...]" - Begleitbrief: "[...] Ihr Brief brachte mir viel Freude. Ich schaffe recht einsam, ich habe keinen 'großen' Namen, weil ich mich darum in keiner Weise bemüht habe [...]"‎

Bookseller reference : 60464

‎Müchler, Karl Friedrich, Schriftsteller (1764-1857)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Berlin, 17. X. 1848, Gr.-8°. 1/2 Seite. Doppelblatt mit Adresse.‎

‎An Bücking [?] in Berlin, wegen seiner Schrift "Friedrich der Große; zur richtigen Würdigung seines Herzens und Geistes" und mit Übersendung eines Gelegenheitsgedichtes. - Müchler war seit 1785 im preuß. Verwaltungsdienst tätig, bis er sich nach der Niederlage Preußens 1806 der Schriftstellerei zuwandte. Seiner entschieden preußisch-patriotischen Gesinnung entsprechend, verfaßte er in aufklärerisch-erzieherischer Absicht Lyrik und Prosa, ferner Anekdoten, Denksprüche und andere Formen witzig-belehrender Unterhaltung.‎

Bookseller reference : 39894

‎Moser, Gustav von, Schriftsteller (1825-1903)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U.‎

‎o.J. Johannisbad, 5. VIII. 1895, Qu.-Kl.-8°. 1 Seite. Mit gedrucktem Porträt im Oval.‎

‎Albumspruch über "Tränen weinen" und "Tränen lachen".‎

Bookseller reference : 39786

‎Moser, Gustav von, Schriftsteller (1825-1903)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Leipzig, 13. IX. 1875, Gr.-8°. 4 Seiten. Doppelblatt mit gekröntem Monogramm.‎

‎An Paul Lindau, den er zur Rekonvaleszenz auf sein Gut Holzkirch bei Lauban einlädt und dann ausführlich über die Versammlung der 1871 gegründeten "Deutschen Genossenschaft dramatischer Autoren und Componisten" (einer Selbsthilfevereinigung für Aufführungsrechte) berichtet: "[...] Die Gegensätze waren scharf ausgeprägt. Gottschall wollte neutral scheinen, hatte Gerhardt und Wichert zu beiden Seiten, die er in den Kampf schickte und so wurde die Sache so gewendet, daß man zuerst über die Frage abstimmen sollte 'soll sich die Genossenschaft auflösen'. Das war nun eine Alternative, - die wir mit 1 bis 2 Stimmen bejahenden Sinn entscheiden konnten; dennoch hatte ich Bedenken, ob meine Auftraggeber den Fall vorgesehen und entschied mich daher für Ihren zweiten Antrag einzutreten und den ersten - der ohne Lösung der ersten Frage nicht zu debattieren war, fallen zu lassen. Sie hätten mit ihrer Feuerseele und Ihrem drängenden Geist vielleicht die schroffe Lösung beliebt - ich war zufrieden die ganze Frage im Fluss gebracht zu sehn. Es ist also bestimmt, dass eine Comission sich mit der Frage selbst und den Modalitäten befassen soll [...] Im ganzen war die Versammlung wenig imponierend - und die anwesende Baronin Grothusen [Elisabeth von Grotthus; 1820-1896] war allein entzückt, da sie unter einer Masse gewichtiger Geister zu sein glaubte und die oft eintretende Stille für wundervolle Haltung fein gebildeter Männer nahm. Die Ärmste konnte nämlich nicht sehn und nahm ungesehn den Eindruck mit, als wenn sie einer Sitzung der acad[emie] franç[aise] beigewohnt hätte [...] Klar wurde mir aber, daßGottsch. dennoch mehr Gewicht auf das Präsidium legt - als ich dachte und daß er entschlossen ist darum zu kämpfen. Dennoch sind seine Tage wohl gezählt - ich kenne jetzt die Partheien und die treibenden Momente. Doch möchte ich die Integrität der Genossenschaft erhalten und wünschte, daß wir darin nicht auseinandergehen - den Theaterdirectoren und dem Publik. gegenüber, darf unsere Genossenschaft jetzt nicht Schiffbruch leiden [...]"‎

Bookseller reference : 39406

‎Moscheles, Ignaz, Komponist und Pianist (1794-1870)‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U.‎

‎o.J. Ohne Ort und Jahr (Hamburg, Februar 1825), 4° (25,5 x 21 cm). 1 Seite.‎

‎"Concert-Anzeige. | Den schmeichelhaften Aufforderungen zufolge sich noch einmahl hören zu lassen, sieht sich der Unterzeichnete veranlaßt am Sonnabend 26t. Februar ein großes Konzert im Apollo-Saal, zum Besten derjenigen welche kürzlich durch Deichbrüche und Überschwemmungen im Hamburgischen Gebiet gelitten haben, zu geben. Ohne der Wohlthätigkeit Schranken zu setzen ist der Preis des Billetts drei Mark. Das Weitere und die nähere Verfügungen, sollen in Übereinstimmung einer hochweisen Commission der Wasserschäden demnächst bekannt gemacht werden [...]" - Vgl. Charlotte Moscheles, Aus Moscheles? Leben, 1872, Bd. I., S. 98. - Etw. gebräunt. Kleine Randeinrisse alt hinterlegt.‎

Bookseller reference : 60432

‎Meyer, Alfred Richard, Schriftsteller und Verleger (1882-1956)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Berlin, 31. VII. 1933, Gr.-4°. 1 Seite.‎

‎An den Schriftsteller Hans Ostwald in Berlin: "[...] Als wir noch vor einigen Wochen so fröhlich die Vorfeier Ihres 60. Geburtstags begingen, ahnten wir nicht, wie einsam und wie schmerzlich Ihnen der 31. Juli werden würde. Wir leben in einer Zeit der grossen Wandlung. Für Sie, als Mensch und Künstler, hat das nun einen doppelten Sinn bekommen. So kann ich es nicht über das Herz bringen, Ihnen lediglich die guten Wünsche zu senden, die man einem Kollegen und Kameraden an solch einem Tage ausspricht. An dem schweren Verlust, der Sie und die Ihren so jäh betroffen hat, lässt sich nichts ändern. Und dass Sie vergessen möchten - das kann ich Ihnen nicht wünschen. Ich drückte Ihnen neulich stumm die Hand. Und wenn wir alle uns heute die Hände reichen, so geht es doch immer wieder nur um die eine grössere Sache: dass wir im neuen Vaterland unseren Mann stehen und lebendigsten Anteil an der Arbeit haben, die uns Kraft gibt, Neues und Gutes zu schaffen [...]" - Meyer veröffentlichte in seinem Verlag zahlreiche frühexpressionistische Gedichte, etwa von Benn, Döblin, Else Lasker-Schüler u. a. 1933 wurde er Sozialreferent in der Reichsschrifttumskammer. - Klammerspur, Randeinrisse.‎

Bookseller reference : 39504

‎Mendelssohn, Franz von, Bankier (1865-1935)‎

‎Eigenh. Brief mit U. sowie 3 masch. Briefe mit eigenh. U.‎

‎o.J. Berlin, 19. XI. 1909 bis 11. III. 1924, Verschied. Formate. Zus. ca. 4 Seiten.‎

‎An den Schriftsteller Hans Ostwald. - I. (Eigenh. Brief; 19. XI. 1909): "[...] Auf Ihren Brief beehre ich mich zu erwidern, daß ich mit der Nennung meines Namens auf der Subskriptionsliste Ihres Werks 'Berlin und die Berlinerinnen' gern einverstanden bin [...]" - II. (29. VII. 1922) Sagt ein Treffen ab. - III. (23. X. 1922): "[...] Auf Ihren Brief beehre ich mich zu erwidern, dass es mir bis jetzt zu meinem Bedauern nicht gelungen ist, Interessenten für die Bildung einer deutsch-russischen Treuhand-Gesellschaft zu finden [...]" - IV. (11. III. 1924): "[...] Ich danke Ihnen für Ihr Anerbieten und bin bereit, drei Exemplare Ihres Buches über Berlin zu nehmen [...]" - Seit 1919 Seniorchef, gewann Mendelssohn nach dem Ersten Weltkrieg zunehmend wirtschafts- und finanzpolitischen Einfluß. Bereits seit 1914 Präsident der Berliner Industrie- und Handelskammer, wurde er 1921 auch an die Spitze des Deutschen Industrie- und Handelstags (DIHT) gewählt und zum Ausschußvorsitzenden für das Kredit-, Bank- und Geldwesen bestimmt.‎

Bookseller reference : 39512

‎Mausbach, Hans, Stadtplaner (Daten nicht ermittelt)‎

‎2 eigenh. Briefe mit U.‎

‎o.J. Ronco, 21. IX. und 18. XII. 1975, Fol. und 4°. Zus. 5 Seiten.‎

‎Über den Kunsthistoriker Otto H. Förster (1894-1975) und über seine Zeichnungen von Stadtbildern.‎

Bookseller reference : 39110

‎Meggendorfer, Lothar, Maler und Graphiker (1847-1925)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. München, Prannerstr. 11/3, 24. IX. 1909, Kl.-4°. 1 Seite. Patent-Kartenbrief mit Perforatur und Frankatur.‎

‎An Godfrey Kopp in Gelterkinden in der Schweiz, dem er mitteilt, dass er Dr. Gans, der ihm wohl einen Kopierauftrag geben wollte, nicht mehr im Hotel angetroffen habe. Er blamiere sich dadurch, werde zum Gespött der Kollegen und sein guter Ruf als Schöffe und Geschworener werde beschädigt. Er habe ein erstklassiges Landschaftsbild von Meindert Hobbema, der nun sehr teuer bezahlt werde.‎

Bookseller reference : 38831

‎Marcks, Gerhard, Bildhauer und Graphiker (1889-1981)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Köln-Müngersdorf, 15. VII. 1968, Fol. 1 Seite. Gelocht.‎

‎An den Kunsthistoriker und Museumsdirektor Otto H. Förster in Köln, dem Marcks sein Mitgefühl zum Tode seiner Frau ausdrückt. Försters verstorbene Frau Antonia Johanna, genannt Tony, geb. Schnitzler, hatte eine bedeutende Rolle im Geistesleben der Stadt Köln gespielt: "[...] das Bewusstsein, dass die Zeit unsrer Generation nun abgelaufen ist und wir mit dem Tode aller alten Freunde, bis zum eigenen, in Kürze fest rechnen müssen, gibt uns Kraft und Ruhe zu bestehen [...]" - Dekorativ.‎

Bookseller reference : 39364

‎Mann, Golo, Historiker und Publizist (1909-1994)‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U.‎

‎o.J. Kilchberg, 3. VI. 1971, Qu.-8°. 1 Seite.‎

‎"P. S. Warum über eine solche Bitte grollen?" - Blauer Farbstift auf Büttenkarton.‎

Bookseller reference : 60536

‎Ludendorff, Erich, General und Politiker (1865-1937)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Tutzing, 16. I. 1935, Qu.-8°. 1 Seite.‎

‎An einen Hauptmann [Baumann]: "[...] begrüße es, daß ich in einem alten 57er einen Mitkämpfer habe [...] Es lebe die Freiheit! [...]"‎

Bookseller reference : 60538

‎Mainardi, Enrico, Cellist, Dirigent und Komponist (1897-1976)‎

‎Eigenh. U. auf einem Albumblatt.‎

‎o.J. [München], 2. III. 1937, (9,5 x 14,5 cm).‎

‎Geschrieben anlässlich eines Konzerts im Münchner "Odeon". Mainardi war Cellist von internationalem Rang, bedeutender Pädagoge und seit 1952 Dirigent meist von Kammerorchestern. Er gab Bachs Cellosuiten heraus.‎

Bookseller reference : 60452

‎Loriot (d. i. Vicco von Bülow), Schriftsteller und Graphiker (1923-2011)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U. "Loriot".‎

‎o.J. Ammerland, 11. IV. 1988, Fol. 1 Seite.‎

‎An das Pfarramt in Greifswald: "[...] leider beginnt aber diesen Herbst eine grosse Ausstellung meiner Arbeiten im Wilhelm-Busch-Museum in Hannover, die einen Überblick über die gesamte Arbeit liefern soll und längere Zeit dauern wird. Ich kann Ihnen also leider kein Material mehr anbieten [...]"‎

Bookseller reference : 60535

‎Lothar, Mark, Komponist (1902-1985)‎

‎Eigenh. Ansichtskarte mit U.‎

‎o.J. Malaga, 10. V. 1957, 1 Seite.‎

‎An den Musikverleger Johannes Oertel (1879-1961) in Berlin, Erdener Str. 8 (Villa S. Fischer): "[...] Anregende und erregende Wochen in Spanien. Besonders Andalusien, in in dem die Verschmelzung arabischer mit christlicher Kunst wundervolle Blüten treibt, berührte mich tief. Von Gibraltar im Flugzeug nach Tanger war ebenfalls unvergesslich [...]" - Mark Lothar war 1945-55 musikalischer Leiter am Bayerischen Staatsschauspiel in München. Er komponierte Opern (Schneider Wibbel, 1938), Kammermusik, Lieder, Schauspiel- und Filmmusik.‎

Bookseller reference : 38198

‎Leyen, Friedrich von der, Germanist (1873-1966)‎

‎Eigenh. Postkarte mit U.‎

‎o.J. München, 5. I. 1953, 1 Seite.‎

‎An die Verlegerin und Historikerin Annemarie Meiner (1895-1985) mit Weihnachtswünschen und Kondolenz zum Tod ihres Vaters.‎

Bookseller reference : 39837

‎Lobeck, Christian August, klassischer Philologe (1781-1860)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Königsberg, 29. VIII. 1829, Gr.-4°. 1 Seite. Doppelblatt mit Adresse und rotem Lacksiegel.‎

‎An den "verehrten Freund und Landsmann" Karl Gottfried Siebelis (1769-1843), Philologe und Pädagoge in Bautzen: "[...] Lange schon bin ich Ihnen meinen herzlichsten Dank für Ihre gütigen Geschenke, Pausanias u. Programme, schuldig, denen ich so viel Belehrung verdanke. Eine geringere Erwiederung ist mein Aglaophamus, den Sie mit diesem Briefe erhalten werden; möge er Ihnen nicht ganz mißfallen! An drey oder vier Stellen bin ich von Ihrer Meinung, die mich oft geleitet hat, abgewichen, mit der Freimüthigkeit der Philologen u. mit dem Ausdruck der hohen Achtung, zu der ich mich längst verpflichtet fühlte [...]" - Der hervorragende Philologe stammte wie Siebelis aus Naumburg. Seit 1814 war er Prof. der Altertumswissenschaft und Eloquenz an der Univ. Königsberg. Sein Interesse galt in erster Linie der klassischen Philologie, er trat aber auch mit Arbeiten zur griechischen Religionsgeschichte hervor. Mit seinem Werk "Aglaophamus sive de theologiae mysticae Graecorum causis" (1819) wandte er sich gegen die Symbolik Friedrich Georg Creuzers und versuchte, die natürliche Entstehung der griechischen Religion anhand umfassender Quellenstudien nachzuweisen.‎

Bookseller reference : 38750

‎Leistikow, Walter, Maler und Graphiker (1865-1908)‎

‎Gedrucktes und handschriftlich ausgefülltes Schriftstück mit U.‎

‎o.J. Berlin, 1892, Gr.-4°. 1 Seite.‎

‎An die Dresdner Kunstgenossenschaft mit der Anmeldung für die "III. Internationale Ausstellung von Aquarellen, Pastellen, Handzeichnungen und Radirungen in Dresden 1892". Mit eigenh. Absenderangabe mit Namenszug sowie Nennung von 8 Pastellen und 5 Aquarellen mit Titeln und Preisangaben. - Leistikow wurde mit Ansichten der märkischen Wald- und Seenlandschaft berühmt. Mit Max Liebermann gründete er 1898 die Berliner Sezession. - Unterrand mit hinterlegtem Einriß und kleinen Randfehlstellen.‎

Bookseller reference : 38302

‎Leip, Hans, Schriftsteller (1893-1983)‎

‎Eigenh. Gedichtmanuskript (18 Zeilen) mit Widmung und U. sowie masch. Begleitbrief mit U.‎

‎o.J. Fruthwilen, Thurgau, 14. V. 1961, Fol. Zus. 2 Seiten auf 2 Blättern.‎

‎"Oevelgönne || Wer diesen Fliesenweg gewußt, | wird davon träumen, | als ginge er eh und je | allein oder zu zweit | zwischen den Lotsengärten entlang [...]" - Arbeitshandschrift auf Makulaturpapier mit Streichungen und Korrekturen. - Begleibrief mit masch. Transkription: "[...] Gerade heute entstand eine neue 'Kadenz' unter dem Titel 'Oevelgönne'. An diesem Ort wohnte ich mal längere Zeit, und das Buch 'Jan Himp und die kleine Brise' [...] spielt dort [...]"‎

Bookseller reference : 60509

‎Lavater-Sloman, Mary, Schriftstellerin (1891-1980)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Ascona, 8. VII. 1962, Fol. 2 Seiten. Briefkopf. Grau getöntes Papier.‎

‎An Karl Rauter: "[...] Ihr Brief hat mir große Freude gemacht. Sie sind Österreicher und entstammen somit einem der sympathischsten Länder. Mein Wiener Advokat gehört zu meinen liebsten Korrespondenten, und nun habe ich noch einen unbekannten, österreichischen Freund in Südafrika! Da Sie Musiker sind, würde Sie vielleicht mein Roman: 'Wer singt, darf in den Himmel gehn' interessieren. Es ist aber nur ein Roman; mir scheinen meine historischen Biografien wichtiger; schon, weil viele mühselige Arbeit mit diesen Büchern verbunden ist. Ich lege Ihnen meinen letzten Prospekt, der vorigen Winter gemacht wurde, bei, mit dem Bild zu meinem 70. Geburtstag [...] Ich schreibe Ihnen in einer traurigen Zeit. Mein Mann durchlebt - ohne Bewusstsein - seine letzten Lebenstage. Am 25. Juni, als sie mir schrieben, hatte er seinen 80. Geburtstag, ohne etwas davon zu wissen. Es ist ein schmerzlicher, aber zu langer Abschied [...]".‎

Bookseller reference : 60523

‎Lange, Horst, Schriftsteller (1904-1971)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. München, 3. III. 1965, Qu.-8°. 1 Seite. Briefkopf.‎

‎"[...] Ich kann Ihnen nicht ausführlich antworten, denn ich bin sehr krank [...]"‎

Bookseller reference : 60530

‎Lappenberg, Johann Martin, Historiker und Archivar (1794-1865)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Hamburg, 12. XII. 1834, 4°. 1 1/2 Seiten.‎

‎Nach alter Zuschreibung an Friedrich Wilken (1777-1840), Historiker und Bibliothekar in Berlin: "[...] Auf Ihre gefällige Anfrage über die Kirchen-Ordnung für Hamburg von Bugenhagen von 1540, kann ich Ihnen, verehrtester Freund, die Versicherung geben, daß eine solche nicht vorhanden ist. Vermuthlich ist desfallige Notiz aus dem Datum einer Abschrift derjenigen v. J. 1529 entstanden. Von letzterer ist kein älterer Abdruck vorhanden als in (Klefekers) Sammlung Hamburg. Gesetze u. Verfassungen [...]. Eine ältere Abschrift derselben, wäre, wenn solche gewünscht werden sollte, vielleicht aufzufinden. - Sollte indessen die Aepinische Kirchen-Ordnung gemeint seyn, welche schon im J. 1539 begonnen wurde, so gilt von derselben in allen Beziehungen, was ich von der Copenhagenschen erwähnt. [...] Ein Blatt, dessen Abdruck in dem Separat-Abdruck der [...] versäumt ist, erfolgt nachträglich in Abschrift, mit der Bitte die dasselbe gleichfalls enthaltenden Anlagen auf das K. Staatsarchiv gefälligst senden zu wollen. Der Hamburger Verordnungen, welche Sie wünschen, werde ich bestens eingedenk seyn. Doch sind im verwichenen Sommer viele Auctionen von dergleichen Büchern gehalten und ist sobald keine bevorstehend. H. Dr. [Samuel Heinrich] Spiker [Journalist u. Geograph in Berlin; 1786-1858] bitte ich gefälligst mich zu empfehlen. Es wird denselben vielleicht interessiren zu hören, daß meinem Wunsche das Monasticon Anglicorum zu erhalten, sehr unerwartet abgeholfen ist. Die Record Commission hat mir nach Uebersendung meiner Englischen Geschichte, ein Exemplar der neuen Ausgabe (1813-30), 54 Hefte (à 2 1/2 Guinees Subscript.) nun für die 350 Subscribenten gedruckt, verehrt. Ich kannte den großen Werth dieses Prachtwerkes mit 250 schönen Kupferstichen u.a. nicht, bis das letzte Dampfboot mich darüber belehrte. Die Gabe ist um so erfreulicher, da das Werk nicht von der Commission verlegt ist. [...]" - Lappenberg wurde nach einigen Jahren im juristischen und diplomatischen Dienst der Stadt 1823 hamburgischer Archivar und beschäftigte sich vor allem mit der norddeutschen und englischen Geschichte sowie mit der seiner Heimatstadt und der Hanse. Er gab u.a. das Hamburgische Urkundenbuch (1842) heraus, war seit 1828 Mitarbeiter der "Monumenta Germaniae Historica" und Herausgeber wichtiger Chroniken. In der Phase des Übergangs von der romantischen zur philologisch-kritischen Geschichtsbetrachtung wirkte er an der Neuerarbeitung der Grundlagen der mittelalterlichen Geschichtsforschung mit. Er war damals der Mittelpunkt der historischen Forschung in Hamburg. - Leicht gebräunt und unregelmäßig beschnitten.‎

Bookseller reference : 38748

‎Lampe, Walther, Pianist, Komponist und Hochschullehrer (1872-1964)‎

‎Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U.‎

‎o.J. Brannenburg am Inn, 31. XII. 1913, 4°. 1 Seite.‎

‎Siebentaktige Klavierminiatur für Johannes von Guenther, nach dessen Auskunft eine "Composition auf den Namen des Besitzers". - Lampe war Schüler von Clara Schumann, Herzogenberg und Humperdinck sowie von 1920-37 Lehrer für Klavierspiel an der Akademie für Tonkunst in Berlin. Neben eigenen Kompositionen veröffentlichte er eine Urtext-Ausgabe der Klaviersonaten Mozarts. Lampe war in Brannenburg der Nachbar von Henry von Heiseler. - Leben im Ostwind, S. 455.‎

Bookseller reference : 38338

‎Lang, Albert, Maler (1847-1933)‎

‎4 eigenh. Briefe (2 auf Karten) mit U.‎

‎o.J. München, 2. II. bis 10. IV. 1918, Verschied. Formate. Zus. ca. 8 Seiten.‎

‎An den Sammler Ludwig Haas. - I. (2. II. 1918) "[...] Es wird mich freuen wenn Sie mich mit Ihrer Frau Gemahlin nächsten Dienstag Nachmittag besuchen wollen. Bei dieser Gelegenheit lassen sich dann alle Fragen mündlich erledigen. Wenn Sie einen schönen Rahmen bekommen können, würde ich rathen zuzugreifen, wenn ich auch natürlich zu dem zwischen uns besprochenen Preis kein Bild für ihn zusagen kann. Er würde nur um einige centimeter kleiner wie das Bild mit dem geigenden Jüngling [...]" - II. (11. II. 1918): "[...] zu meinem grössten Bedauern war es mir heute unmöglich sie zum Dableiben aufzufordern, da ich, bis nicht meine Ausstellung im Kunstverein gehängt sein wird, also am 16. Februar, fast jede Minute auf die vorbereitenden Arbeiten verwenden muss [...] Einstweilen spreche ich Ihnen für die überbrachte Flasche meinen besten Dank aus [...]" - III. (17. III. 1918): "[...] Für den Fall, dass Sie über den Erwerb des gestern gekauften Bildes zu sprechen kommen, ersuche ich Sie, über den Preis gar nichts zu sagen, auch nicht das Verabredete [...]" - IV. (10. IV. 1918): "[...] Ich bedaure dass Sie mich gestern nicht angetroffen haben als Sie so freundlich waren, das besprochene Heft zu überbringen. Die Reproduktion stellt eine kleine (höchstens 20 cm hohe) Skizze dar welche Gurlitt s. Z. bei mir erwarb, allerdings nicht das Reproduktionsrecht. Ich muss also auch hier zum Rechten sehen [...]" - Lang schloß sich der realistischen Richtung des Kreises um Wilhelm Trübner und Wilhelm Leibl an, unternahm 1874 zusammen mit Hans Thoma eine Studienreise nach Rom und hielt sich bis 1888 in Florenz auf, wo er dem Kreis um Hans von Marées angehörte. Nach seiner Rückkehr ließ er sich 1897 in München nieder.‎

Bookseller reference : 39123

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