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‎Frank, Demeter von, Bankier (geb. 1829).‎

‎Originalportraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. verso. [Frankfurt a. M., 2. Hälfte d. 19. Jhdts.].‎

‎86:54 mm (Carte de Visite) auf etwas größerem Untersatzkarton. Ganzfigürliches Portrait im ¾-Profil. - Aus dem Atelier F. Weisbrod.‎

‎Halbig, Johann, Bildhauer (1814-1882).‎

‎Originalportraitphotographie. [München, 2. Hälfte d. 19. Jhdts.].‎

‎95:58 mm (Carte de Visite) auf etwas größerem Untersatzkarton. Halbfigürliches Portrait en face. - Aus dem Atelier Franz Hanfstaengl.‎

‎[Klenze, Leo von, Architekt, Maler und Schriftsteller (1784-1864)]. - Felicitas von Klenze (geb. Blangini, seine Gattin).‎

‎Originalportraitphotographie. [München, 2. Hälfte d. 19. Jhdts.].‎

‎88:55 mm (Carte de Visite) auf etwas größerem Untersatzkarton. Ganzfigürliches Portrait im Profil. - Aus dem Atelier H. Holz.‎

‎Klopstock, Friedrich Gottlieb.‎

‎Der Messias. Dritte Auflage. Carlsruhe, Bureau der deutschen Classiker, 1822.‎

‎4 Bde. mit jeweils lithographiertem Titel. Marmorierte Halblederbände der Zeit mit Rückenschildchen und -vergoldung sowie dreiseitigem Rotschnitt. 8vo. Später Nachdruck aus der Nachfolgeoffzin Schmieders.‎

‎Mayer, Ferdinand, Schriftsteller (D. n. b.).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und signierte Erstausgabe mit U. Wien, 22. bzw. 23. IV. 1918.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. 39 SS. Marmorierter Halbleinenband. 8vo. An den Schriftsteller Eugen Wrany (1854-1934): "Verzeihen Sie, wenn ich einem spontanen Zuge meines Herzens folge und mir die Erlaubnis nehme, auch Ihnen ein Ehrenexemplar meines preisgekrönten Versbuches 'Wenn die Stunde spricht' in Verehrung zu unterbreiten [...]". - Der erwähnte, hier beiliegende Band war 1916 im Xenien-Verlag zu Leipzig erschienen. - Titel mit Zensurstempel (VSD).‎

‎Mell, Max.‎

‎Sammelalbum mit frühen Veröffentlichungen in Tageszeitungen und Zeitschriften. Wien, 1901-1914.‎

‎33 eingeklebte und 6 lose beiliegende Veröffentlichungen mit teilweise eigenhändigen Zitatangaben in Bleistift. Blindgeprägter brauner Ganzleinenband. Folio. Aus der Bibliothek des Autors stammendes Sammelalbum mit frühen Veröffentlichungen in Wiener Tageszeitungen und Zeitschriften. Neben zwischen 1901 und 1905 erschienen Gedichten und Kurzgeschichten finden sich auch u. a. ein Aufsatz über die Schwestern Wiesenthal und ihre Tanzauftritte im legendären Wiener Kabarett Fledermaus der Wiener Werkstätte, deren Almanach Mell 1911 redigierte. Das vorliegende Album dürfte die ersten Veröffentlichungen des österreichischen Autors (1882-1971), der mit Hugo von Hofmannsthal und Hans Carossa eng befreundet war, enthalten. Mells erste Buchveröffentlichung erschien erst 1904 im Wiener Verlag.‎

‎Plasanet, Baron und Baronin de, (D. n. b.).‎

‎Je 1 Originalportraitphotographie. [Paris, 2. Hälfte d. 19. Jhdts.].‎

‎88:54 mm bzw. 88:52 mm (Carte de Visite) jeweils auf etwas größerem Untersatzkarton. Ganzfigürliche Portraits en face. - Aus dem Atelier A. Ken.‎

‎Viktor Emanuel II., König von Italien (1820-1878).‎

‎Originalportraitphotographie. O. O., [um 1870].‎

‎80:54 mm (Carte de Visite) auf etwas größerem Untersatzkarton. Halbfigürliches Portrait en face. - Aus dem Atelier Duroni & Murer, Turin.‎

‎Arnold, Ernst, Komponist, Textdichter und Interpret von Wienerliedern (1890-1962).‎

‎"Glück muß man haben". Eigenh. Notenmanuskript mit Namenszug im Titel. O. O. u. D.‎

‎Titel, 2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit eh. unterlegtem Text des Refrains. - Ernst Arnold, Jeschke mit bürgerlichem Namen, komponierte rund 800 Lieder, "Da draußen in der Wachau" und "Du, nur Du" waren seine größten Erfolge; Arnolds Bruder war der Schauspieler Fritz Imhoff. - Beiliegend ein ms. Durchschlag sowie eine gedr. Fassung des gesamten Liedtextes.‎

‎Arnold, Ernst, Komponist, Textdichter und Interpret von Wienerliedern (1890-1962).‎

‎"Wie doch die Zeit sich wandelt". Eigenh. Notenmanuskript mit Namenszug im Titel. O. O. u. D.‎

‎Titel, 4 SS. auf Doppelblättern. Folio. Mit eh. unterlegtem Text. - Ernst Arnold, Jeschke mit bürgerlichem Namen, komponierte rund 800 Lieder, "Da draußen in der Wachau" und "Du, nur Du" waren seine größten Erfolge; Arnolds Bruder war der Schauspieler Fritz Imhoff. - Beiliegend eine gedr. Fassung des gesamten Liedtextes.‎

‎Fall, Leo, Komponist und Dirigent (1873-1925).‎

‎Eigenh. musikal. Skizzenblatt (Tinte). O. O. u. D.‎

‎½ S. 16,5:24,5 cm. Mit "Langsamer - im Ländlerzeitmaß" überschrieben.‎

‎Weinberger, Charles, Komponist (1861-1939).‎

‎"Sehnsucht. Eine Fantasie im 3/4 Takt (Clavier-Skizze, Particelle)". Musikmanuskript von Kopistenhand mit eigenh Namenszug und Adresse im Titel sowie einigen wenigen eh. Korrekturen in Blei- und Buntstift. O. O. u. D.‎

‎8½ num. SS. Großes Hochformat, 12zeilig. Originalumschlag mit hs. Deckelschildchen. Am Titel der vollständigen Niederschrift von Weinbergers Opus 233 der Vermerk: "Für eine ev. Clavier-Ausgabe muss diese Orchestral gemachte Fantasie bedeutend erleichtert werden". - Titel gestemp. "Professor Charles Weinberger [...]" und auf Bl. 5 verso mit dem eh. Vermerk "-10h A. 27.6. 18 [?]" und Adr. "VIII Langegasse 72/14". - Der Sohn von Wiens erster Offenbach-Sängerin Helene Weinberger zählte neben Millöcker, Suppé und Zeller zu den erfolgreichsten Operettenkomponisten um 1900.‎

‎[Circus].‎

‎Broadsheet. [Austria], 1827.‎

‎Oblong royal folio (396 x 464 mm). Broadsheet with large woodcut and printed text. Announcing the artistic troupe of one Mr. "Bartholomew Ramini", including a four-year-old child, "Jolly Caspar" with a horse-dressage act, and "Steel Otto fighting the Fiery Red Giant and his rescue of Princess Clotilde" (as depicted in the woodcut). - Folded and well-preserved.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Books from Inlibris]

€ 2.500,00 Informazioni/Compera

‎Hänsel, Ludwig, Gymnasiallehrer und Freund Ludwig Wittgensteins (1886-1959).‎

‎Eigenh. Anmerkungen mit eh. Besitzvermerk in: Ferdinand Ebner. Das Wort und die geistigen Realitäten. Pneumatologische Fragmente. Innsbruck, Brenner-Verlag, 1921.‎

‎244, (4) SS. Grüner Leinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel. Gr.-8vo. Minutiös durchgearbeitetes Handexemplar der Erstausgabe von Ebners Hauptwerk. Der Besitzer, Ludwig Hänsel, war 1919 mit Ludwig Wittgenstein zusammen auf Monte Cassino in Kriegsgefangenschaft gewesen und blieb auch später immer in enger Freundschaft mit ihm verbunden; der umfangreiche Briefwechsel der beiden wurde 1994 ediert (Ludwig Hänsel - Ludwig Wittgenstein: eine Freundschaft. Briefe, Aufsätze, Kommentare. Hg. von Ilse Somavilla). Hänsels Beschäftigung mit der Philosophie führte ihn zu Ferdinand Ebner (1882-1931), der seinerseits als einer der bedeutendsten österreichischen Denker des 20. Jahrhunderts und als Antipode Wittgensteins gilt. Wie dieser vertritt Ebner in seinem vorliegenden Hauptwerk den für die Philosophie am Beginn des Jahrhunderts charakteristischen "linguistic turn", verbindet diesen aber mit der Existenzphilosophie Kierkegaards zu einem neuen, christlich-theologischen Ansatz, der traditionelle philosophische Probleme durch "dialogisches Denken" zu lösen versucht. - Hänsels Handexemplar ist von der ersten bis letzten Seite mit umfassenden Anmerkungen, Unterstreichungen aller ihm wichtigen Textstellen, Randnotizen und Querverweisen versehen; fast jeder im Druck freigelassene Raum (Vorsätze, Ränder des Satzspiegels etc.) ist mit Kommentaren gefüllt. Er ergänzt das Namensregister und fügt zusätzlich ein Sach- sowie ein Etymologien-Register hinzu. Die Kommentierungen und Verweise benutzte Hänsel für die 1952 von ihm herausgegebene Neuedition des Werkes, für welche die vorliegende Durcharbeitung die Arbeitsgrundlage darstellte; wie die Seitenzahlen-Konkordanzen zur Neuausgabe zeigen, führte er das Handexemplar bis zu deren Drucklegung fort.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Books from Inlibris]

€ 1.800,00 Informazioni/Compera

‎Hänsel, Ludwig, Gymnasiallehrer und Freund Ludwig Wittgensteins (1886-1959).‎

‎Eigenh. Korrekturen der Druckfahnen zu: Ferdinand Ebner. Gesammelte Werke. Im Auftrage der Ferdinand-Ebner-Gesellschaft herausgegeben von Michael Pfliegler und Ludwig Haensel. Bd. II: Die Wirklichkeit Christi. Brenneraufsätze. Für den Druck vorbereitet von Franz Seyr. Wien, Thomas Morus Presse im Verlag Herder Wien, 1958.‎

‎353, (3) SS. Gefalzte, beschnittene und einzeln klammergeheftete Einzellagen in Pappumschlag. 8vo. Die Korrekturen in blauem Kugelschreiber sowie Bleistift. Korrekturexemplar des Herausgebers Ludwig Hänsel zum zweiten, für 1958 geplanten aber nie erschienenen Band der von der Herder'schen "Morus-Presse" veranstalteten Ebner-Werkausgabe, von der nur 1952 der erste Band erschien ("Das Wort und die geistigen Realitäten"; EA Innsbruck 1921; Neuauflage 1957). Hänsel war 1919 mit Ludwig Wittgenstein zusammen auf Monte Cassino in Kriegsgefangenschaft gewesen und blieb auch später immer in enger Freundschaft mit ihm verbunden. Seine Beschäftigung mit der Philosophie führte ihn zu Ferdinand Ebner (1882-1931), der seinerseits als einer der bedeutendsten österreichischen Denker des 20. Jahrhunderts und als Antipode Wittgensteins gilt. Wie dieser vertritt Ebner in seinem Hauptwerk "Das Wort und die geistigen Realitäten" den für die Philosophie am Beginn des Jahrhunderts charakteristischen "linguistic turn", verbindet diesen aber mit der Existenzphilosophie Kierkegaards zu einem neuen, christlich-theologischen Ansatz, der traditionelle philosophische Probleme durch "dialogisches Denken" zu lösen versucht. - Die Korrekturen Hänsels betreffen vornehmlich Umbruch, Zeichensetzung und Layout, enthalten aber auch noch zahlreiche zusätzliche Anmerkungen des Herausgebers und editorische Randbemerkungen; insbesondere die Endnoten hat er noch ausführlich ergänzt. Hänsel starb 1959, ohne die auf fünf Bände projektierte Werkausgabe vollenden zu können; erst 1963-65 sollte Franz Seyr, der schon die Morus-Ausgabe redigiert hatte, die dreibändigen "Schriften" bei Kösel herausbringen.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Books from Inlibris]

€ 1.500,00 Informazioni/Compera

‎Abel, Franz, Bildhauer (geb. 1860).‎

‎Eigenh. Brief und gedr. Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen. Wien, 1917.‎

‎Zusammen 2 SS. 4to bzw. 6,5:10,8 cm. "Nachdem es mir leider seit Monaten nicht gelingen kon[n]te, den geringsten Auftrag zu erhalten und ich mich in einer dringenden Notlage befinde so erlaube ich mir höflichst [...] Sie inständig zu bitten, um güttige [!] Intervention bei Seiner Exzellenz dem Herrn Bürgermeister [...]" (Br. v. 21. VI. 1917). - Franz Abel studierte an der Wiener Kunstakademie unter Edmund von Hellmer und Carl Kundmann und schuf u. a. Figuren am Museum in Szegedin und am Pavillon der Stadt Wien auf der Jubiläumsausstellung 1898. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Adam, Albrecht, Maler (1786-1862).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Wien und München, 20. III. 1850 und 16. III. 1857.‎

‎Zusammen 3 SS. auf Doppelblättern. 8vo. An einen Freund: "Bey Neumann habe ich einen guten Abguß von der von Holbing gefertigten Büste Sr. Majestät des Kaisers gefunden welche mir zur Benützung bereitwilligst zur Disposition steht [...]" (Br. v. 20. III. 1850). "Mein Aufenthalt in München dauerte viel länger als es anfangs meine Absicht war, ich hatte mir vorgenommen auf jeden Fall einige Zeit vor eintreffen [!] des allerhöchsten Hofes in Wien zu sein, allein verhindern Familieninteressen, darunter die Verheurathung meiner jüngsten Tochter mit einem brafen [!] Mann, auch einige unabweißliche Arbeiten, hielten mich fest biß jetzt [!] [...] Ich erlaube mir Ihnen dieß zu melden mit der Bitte (wenn Sie es für geeignet finden) S. Ex. dem Herrn S.M. L. Grafen von Grünne Kenntnis hievon zu geben [...]" (Br. v. 16. III. 1857). Karl Ludwig Graf von Grünne (1808-84) - seit 1848 Generalmajor und erster Generaladjutant des Kaisers - war zur Zeit der Entstehung des Briefes Leiter der Militärischen Zentralkanzlei. - Nach Studien an den Akademien in Augsburg und München lebte der gelernte Konditor Adam als Hofmaler des italienischen Vizekönigs Eugène de Beauharnais 1809-24 in Mailand und arbeitete anschließend an verschiedenen deutschen Höfen ehe er sich der Darstellungen von Schlachten verschrieb, die er u. a. im Auftrag von Kaiser Franz Joseph, König Ludwig I. und Joseph Wenzel Graf Radetzky ausführte. "Adams Verdienst besteht in der Vielseitigkeit und in der Naturwahrheit seiner Schilderungen [...] Mit Recht gilt er als einer der besten Schlachten- und Pferdemaler seiner Zeit [...]" (Thieme/Becker I, 57f., 57).‎

‎Adam, Eugen, Maler und Zeichner (1817-1880).‎

‎Eigenh. ausgefüllte Tabelle mit U. Wien, o. D.‎

‎1 S. Qu.-4to. Von Adam - "wohnt am Glacis Nr. 146 - 1ter Stock in der Vorstadt Rossau zu Wien" - eh. ausgefülltes "Verzeichnis der an die kaiserl. Akademie der vereinigten bildenden Künste zu St. Anna in Wien [...] zur öffentlichen Kunstausstellung abgegebenen Gegenstände". Eingesandt bzw. abgegeben hatte der Sohn des Malers Albrecht Adam (1786-1862) ein "Oelgemälde eines Pferdemarkt[es] bei Raab in Ungarn". - Im Atelier seines Vaters ausgebildet, begleitete er diesen als Schüler auf zahlreichen Reisen. 1842 Mitglied des Münchener Kunstvereins geworden, bereiste er in den vierziger Jahren Kroatien, Dalmatien und Ungarn, wo er vor allem Kostümdarstellungen und Genrebildern schuf. Von 1848 bis 1858 im väterlichen Atelier in Mailand arbeitend, war er nach Ausbruch des Sardinischen Krieges 1859 Berichterstatter der Zeitschrift "Ueber Land und Meer"; im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 war er an verschiedenen Kriegsschauplätzen als Maler tätig - in Sedan, Orleans und zuletzt auch in Paris, "in das er 1.3. 1871 mit den siegreichen Truppen einzog" (Thieme/Becker I, 60f., 60).‎

‎Adam, Eugen, Maler und Zeichner (1817-1880).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 5. II. 1870.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Schöner Brief an den Kunstsachverständigen und Kunstschriftsteller Andreas Andresen (ca. 1830-71) über das Werk seines Vaters Albrecht (1786-1862): "Mein Bruder Ben[n]o welcher Ihre geehrte Zuschrift von 17. erhalten hat, wird gegenwärtig mit Arbeiten zu sehr überhäuft um dieselben [!] eingehend zu erwidern, trug mir auf Sie mit diesem, dankend für Ihre gute Absicht über das Wirken und Lebens [!] unseres seligen Vaters was Gediegenes in die Öffentlichkeit zu bringen, zugleich in Kenntnis zu setzen daß wir uns gegenseitig noch weiter bemühen werden Ihnen hierzu noch die nöthigen Anhaltspunkte zu geben [...] Vor allem möchte ich Sie aufmerksam machen, jenes Werk von 100 Blättern von welchem Sie in Ihren Zeilen Erwähnung machen, nicht unter den Radierungen zu suchen. Es ist dieses die von A[lbrecht] Adam durch die frühere Firma Hermann & Barth viel verbreitete 'Voyage pittoresque en russi' [recte: 'Voyage pittoresque et militaire de Willenberg en Prusse jusq’à Moscou, fait an 1812 [...]', 1829/30] in welcher nur ein Theil dieses Werkes [...] von unseres Vaters eigener Hand mit dem Pinsel auf Stein gezeichnet, die Übrigen von Ben[n]o Adam[,] Engelmann [wohl Daniel E., um 1800-1870][,] Leibsché [wohl Carl August Lebschée, 1800-1877] und auch damals schon Franz u. Eugen Adam nach Originalskizzen des alten Adams lithographiert sind [...]". - Im Atelier seines Vaters ausgebildet, begleitete er diesen als Schüler auf zahlreichen Reisen und war u. a. von 1848 bis 1858 in dessen Mailänder Atelier tätig; im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 war er als Maler an verschiedenen Kriegsschauplätzen - in Sedan, Orleans und zuletzt auch in Paris, "in das er 1.3. 1871 mit den siegreichen Truppen einzog" (Thieme/Becker I, 60f., 60). - Mit Eingangsvermerk des Empfängers auf Bl. 1 recto; daselbst auch der Name des Empfängers in Bleistift von alter Hand vermerkt.‎

‎Adam, Franz, Maler (1815-1886).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 26. X. 1882.‎

‎6 SS. auf Doppelblättern. 8vo. Dankesbrief an eine, wohl in der kaiserlichen Hofkanzlei tätige “Exzellenz”: “Die außerordentliche Gnade, mit der mich Seine Majestät durch die Verleihung des Ordens der eisernen Krone zu beglücken geruhte, drängt mich, [mich] Ew. Exzellenz mit der Bitte zu nähern, meine[m] innigsten tiefgefühltesten Dank allerhöchsten Ortes Ausdruck zu geben [...] Im Jahre 1815 in Mailand geboren, bin ich faktisch geborner Österreicher und ist mir auch hängen geblieben [!]. Ich habe mit der Zeit einen Weltnamen errungen, befinde mich derzeit noch in voller Thatkraft als Künstler in München und lebe da in der glücklichen Einbildung, allgemein geliebt und geachtet zu sein. Spät geheiratet, habe eine vortreffliche Frau gefunden, war sehr schön, sehr jung und von altem Adel (Hornstein-Grüningen), schade, daß eine Frau diesen nicht wenigstens an die Söhne vererben kann, ich habe deren drei, einen von 21, von 7 Jahren und einen von 6 Monaten [...] So gern wäre ich nach Wien, um mich persönlich zu bedanken, aber der Umstand, daß ich ziemlich taub bin, ist Hinderniß. Mit den Bestellungen von Schlachtenbildern aus dem letzten Krieg 70-71 ist’s alle, die deutschen Großen bestellen ohnedem nichts und alle andern reichen Leute wollen nichts davon wissen [...]”. - Nach Ansicht seines Vaters Albrecht (1786-1862) der begabteste unter seinen malenden Söhnen, blieb Franz bis zu seines Vaters Tod in dessen Atelier. “Sein erstes großes Kriegsgemälde, ‘Die Schlacht bei Solferino’ (1867), wurde auf der Pariser Weltausstellung ausgezeichnet. Nach einer Reise nach Sedan 1871 entstanden weitere Gemälde mit Kriegsthematik [...]” (DBE). - Der nach der Krone der Lombardei benannte ‘Orden der Eisernen Krone’ wurde von Napoleon Bonaparte als ziviler Verdienstorden für das Königreich Italien begründet und nach dem Wiener Kongreß 1814/15 von Kaiser Franz zunächst für das Österreich zugefallene Königreich Lombardo-Venetien weitergeführt, später aber auch in allen Ländern der Monarchie verliehen. Zu Adam vgl. Thieme/Becker I, 61f.‎

‎Adams, John Quincy, Maler (1874-1933).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. O. O., 30. IX. 1930.‎

‎1 S. Qu.-schmal-8vo. Der Sohn des an der Wiener Hofoper engagierten Heldentenors Carl Adams verbrachte seine Jugend in den USA, besuchte im Jahre 1891 die Wiener Malschule von Robert Scheffer und studierte seit 1892 an den Akademien der bildenden Künste in Wien, München, Paris und London; 1903 wurde er Mitglied des Wiener Künstlerhauses. "Während des Ersten Weltkriegs malte Adams als Mitglied der Kunstgruppe des k.k. Kriegspressequartiers hauptsächlich Militärbilder; 1917 wurde ihm der Professorentitel verliehen" (DBE). Der "zu seiner Zeit vielbeachtete Porträtist der Wiener Gesellschaft [...] bemühte sich in seinen Darstellungen besonders um naturalistische Details" (ebd.).‎

‎Adjukiewicz, Zygmunt, Maler (1861-1917).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 22. III. 1913.‎

‎1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank für eine Einladung, "welcher ich aber zu meinem grossen Bedauern, wegen Arbeit über die Feiertage nicht Folge leisten kann". - Nach Studien an den Akademien in Wien und München war Zygmunt Ajdukiewicz als freischaffender Maler in Wien tätig. "Er malte hauptsächlich Portraits, Genreszenen und Historiengemälde. Zu seinen bekanntesten Werken gehört der zwölfteilige Historienzyklus 'Tadeusz Kosciuszko'. Er war Cousin des Malers Tadeusz Ajdukiewicz" (Wikipedia).‎

‎Aigner, Josef Matthäus, Maler (1819-1886).‎

‎Eigenh. ausgefüllte Tabelle mit U. [Wien], 1844.‎

‎1 S. Qu.-4to. Von Aigner eh. ausgefülltes "Verzeichnis der an der kaiserl. Akademie der vereinigten bildenden Künste zu St. Anna in Wien im Jahre 1844 zur öffentlichen Kunstausstellung abgegebenen Gegenstände". Von den fünf von Aigner angeführten Portraits findet sich u. a. eines des Dichters Friedrich Halm. - Der in Wien geborene Künstler war seit 1837 als freischaffender Künstler tätig. "Als Kommandant der akademischen Legion beteiligte Aigner sich an der Revolution von 1848, wurde nach seiner Gefangennahme zum Tod verurteilt, schließlich jedoch begnadigt. Er schloß sich dem Kreis um Carl Rahl an und war seit 1864 Mitglied des Künstlerhauses in Wien. Einen Auftrag des Kaisers Maximilian von Mexiko, Kopien von Werken des Belvedere für die mexikanische Nationalgalerie herzustellen, brach Aigner ab (1867/68). 1867-69 malte er Stifterporträts für den Saal des neuen Künstlerhauses in Wien" (DBE). "Unter der Menge seiner Bildnisse sind die interessantesten eine Skizze von Lenau und das Portrait des russischen Generals v. Danielos, beide im Irrenhaus zu Döbling angefertigt, wo sich beide Personen in Pflege befanden" (Thieme/Becker I, 148).‎

‎Aigner, Josef Matthäus, Maler (1819-1886).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("J. M. Aigner"). Wien, 25. XI. 1850.‎

‎1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Angesprochen, einen Künstler nahmhaft zu machen, der es übernehmen würde, drey, nach Umständen auch mehr Albumsblätter zu machen, zu einem schönen Geschenke von Damenhänden an einen Dichter, beehre ich mich E. W. zu fragen, ob Sie diesen Auftrag übernehmen wollten. Es sollen diese Blätter nähmlich Scenen aus dem Novellenbuche von L. Compert ‚Die böhmischen Juden" vorstellen, und sind selber für den Verfasser bestimmt [...]". - Der in Wien geborene Künstler war seit 1837 als freischaffender Künstler tätig. "Als Kommandant der akademischen Legion beteiligte Aigner sich an der Revolution von 1848, wurde nach seiner Gefangennahme zum Tod verurteilt, schließlich jedoch begnadigt. Er schloß sich dem Kreis um Carl Rahl an und war seit 1864 Mitglied des Künstlerhauses in Wien. Einen Auftrag des Kaisers Maximilian von Mexiko, Kopien von Werken des Belvedere für die mexikanische Nationalgalerie herzustellen, brach Aigner ab (1867/68). 1867-69 malte er Stifterporträts für den Saal des neuen Künstlerhauses in Wien" (DBE). "Unter der Menge seiner Bildnisse sind die interessantesten eine Skizze von Lenau und das Portrait des russischen Generals v. Danielos, beide im Irrenhaus zu Döbling angefertigt, wo sich beide Personen in Pflege befanden" (Thieme/Becker I, 148). - Etwas angestaubt und mit kleinen Randläsuren.‎

‎Allemand, Fritz L', Maler (1812-1866).‎

‎3 eigenh. Quittungen mit U. Wien, Jänner bis Juli 1840.‎

‎Zusammen 3 SS. Folio. Bestätigt jeweils den Erhalt von 20 Gulden der ihm insgesamt auszufolgenden 80 Gulden für seine Tätigkeit als "außerordentliche Aushilfe". - Allemand besuchte die Akademie der bildenden Künste in Wien, war im Atelier von Friedrich Schilcher tätig und wandte sich von der Portrait- und Genremalerei hin zu Kriegsdarstellungen, "für die er die Motive in den Feldzügen von 1809, 1849 und 1864 fand" (ÖBL, s. v.); 1861 wurde er Mitglied der Genossenschaft bildender Künstler Wiens. - Jeweils mit einigen Vermerken der ausfolgenden Stelle und auf Papier mit gepr. 3 Kreuzer-Stempel.‎

‎Allemand, Sigismund L', Maler (1840-1910).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 5. VIII. 1874.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten betr. der Entlohnung "des Blattes 'Johann von Werth überfällt den französischen Artilleriepark bei Tuttlingen' aus dem in der k. k. Hofbibliothek befindlichen Werke 'Gedenkblätter aus der Geschichte des Österreichischen Heeres von Quirin Leitner - ich habe dasselbe seinerzeit gezeichnet und möchte nun gerne eine freie Copie davon machen, um mich mit der hieraus entstehenden Zeichnung an dem von der Verbindung für historische Kunst ausgeschriebenen Concourse zur Erlangung eines Auftrages auf dem Gebiethe der Geschichtsmalerei zu betheiligen [...]". - Sigmund l´Allemand, der Neffe und Schüler von Friedrich l´Allemand, studierte an der Wiener Akademie bei Karl von Blaas und war später Professor daselbst. Als "beliebter Porträtist des Kaiserhauses, des Hochadels und der Generalität" (DBE), schuf l´Allemand zudem auch Schlachtenbilder u. a. aus dem Dänischen Krieg. - Mit einer mehrzeiligen Notiz des Adressaten sowie einem weiteren Vermerk eines Beamten in Tinte.‎

‎Almásy, Louise Gfin., Malerin (geb. 1800).‎

‎Eigenh. Notiz mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-schmal 8vo. "Albrecht Dürers Hausflur [?] Eigenthum des k. k. Hof-Mahlers Herrn v. Rottmann. Die zwey anderen Bilder bleiben mein Eigenthum [...]". - Louise Gfin. Almásy (auch Wilczek) war Sternkreuzordensdame in Wien und "zierte die Kunstausstellung des Jahres 1850 mit geschmackvollen, von ihr in Oel gemalten Landschaften" (Moritz Bermann, ÖBL 1851, s. v.).‎

‎Ambrosi, Gustinus, Bildhauer (1893-1975).‎

‎5 eigenh. Bildpostkarten mit U. Wien, 1951-1964.‎

‎Zusammen 5 SS. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche und “für die schönen guten Äpfel [...] Sie haben Glück mit der Ernte gehabt. Bei meinen Freunden in Vorarlberg war sehr wenig Obst! - Ich esse alle Abende vor dem Einschlafen Apfelmus [...]” (Karte vom 26. I. 1964). - Zu Ambrosi vgl. Vollmer I, 39. - Die Bildseiten der Karten mit Ansichten von Portraitbüsten und sonstiges Plastiken des Bildhauers (Cuno Amiet, Fred Fritsch, Franz Schubert, Burghart Breitner und die ‘Kreuzabnahme’ für das Grabmal von Bürgermeister Elias Wimmer).‎

‎Ambrosi, Gustinus, Bildhauer (1893-1975).‎

‎Eigenh. Briefkuvert. Vatikan, 5. VI. 1957.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An den Schriftsteller Felix Braun. - Beiliegend ein Exemplar des ‘Guten Menschenkenners’ (14. neuer Jg., H. 6, Nov.-Dez. 1966) mit einer mehrseitigen Würdigung des Bildhauers aus Anlaß seines 60jährigen Arbeitsjubiläums. Mit einer eh. Notiz Ambrosis am vorderen Umschlag.‎

‎Ambrosi, Gustinus, Bildhauer und Dichter (1893-1975).‎

‎Eigenh. Dialogzettel O. O. u. D.‎

‎4 SS. Doppelblatt. Folio. Ambrosi, seit seinem 7. Lebensjahr taubstumm, war gezwungen, Gespräche über Dialogzettel wie diesen zu führen. Dialog mit Herrn Menges über Ambrosis Arbeitszimmer: "hier sitzen Sie im Mittelalter. alles in diesem Zimmer bis auf 3 Sachen ist aus 1464-1540[.] das Bild ist von Michael Pachers Werkstatt. - an der Wand ist ein Brief Michelangelos [...] / Dieses Zimmer muß einen [k]olossalen Wert darstellen! / es ist auch alles geerbt bis auf den Leuchter. das ist ein Trümmerstück aus der beschossenen Kathedrale von Reims [...] das ist Luthers Bibel die er selber corrigiert hat / fürchten Sie nicht das dieses wertvolle Buch gestohlen wird [...]". - Zu Ambrosi vgl. Vollmer I, 39.‎

‎Ambrosi, Gustinus, Bildhauer und Dichter (1893-1975).‎

‎Ambrosi-Festschrift. Mit eigenh. Widmung und U. Wien, Burgenland-Verlag, (1948).‎

‎(= Sonderdruck der "Fähre"). 47, (1) SS. In unbedr. Kartonmappe. Folio. Mit einer Beilage (s. u.). Schöne, ganzseitige Widmung für den Schauspieler Raoul Aslan (1886-1958) mit einem langen Textzitat "aus dem 'Tagebuch' Band 1931": "Der Mensch hat fünf Sinne, um das Leben wahrzunehmen. Ein wahrer echter Schauspieler bedient sich dieser fünf Sinne, um das Leben auszudrücken. Je größer der Schauspieler ist, desto weniger 'spielt' er das Leben: er ist es selber, überwirklicher, gesteigerter, großartiger [...]". - Beiliegend eine gedr. Neujahrsgabe für Freunde a. d. J. 1955 (Doppelblatt, Folio, eines von 1000 Exemplaren).‎

‎Ambrosi, Gustinus, Bildhauer und Dichter (1893-1975).‎

‎Eigenh. Würdigung mit U. Wien, 5. III. 1927.‎

‎1 S. Folio. Wohl zur Anlaß der Feier eines Dr. Abel, wohl der Schriftsteller Hans Karl Abel (1876-1951): "Ich kenne das Wirken Dr. Abels seit zwölf Jahren. In Wort und Schrift war er es, welcher die Bestrebungen der Moderne zuerst mitförderte. Tiefgeistige, vorausdeutende Durchdringung half den neuen Ideen die Wege ebnen, bis erst langsam warmes Einfühlen breiterer Schichten anhub. Wer das Marytrium im geistigen Ringen der Kunst kennt, kann Dr. Abels Verdienst nicht genug würdigen. Auch gebührt ihm das Verdienst, in den Zeiten elendsten Niedergangs durch seine Kunstwanderungen die tausendjährige Kultur eines zu Tode getroffenen Staates fortgesetzt zu haben. Da wurden Geister und Herzen reich [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Ambrosi, Gustinus, Bildhauer und Dichter (1893-1975).‎

‎Gedr. Jahresspruch mit eigenh. U. Wien, 1976.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit einer mehrzeiligen eh. Widmung mit U. eines Fritz Kreindl. - Beide Bll. am unteren äußeren Rand stärker fleckig und berieben.‎

‎Ambrosi, Gustinus, Bildhauer und Dichter (1893-1975).‎

‎Gedr. Neujahrsblatt mit faks. Jahresspruch und eigenh. Grußzeile mit U. Wien, 1974.‎

‎6 SS. auf doppelt gefaltetem Bogen. Folio. An den Bundesminister a.d. Karl Maisel (1890-1982) und Gattin. Neben dem 28zeiligen Gedicht des Bildhauers und Lyrikers, der - schon des Lebens überdrüssig und ein halbes Jahr später diesem aus freien Stücken entsagend - den Freunden “Prosit 1974! und für alle ferneren Jahre” wünscht und ankündigt, daß dies “mein letztes Neujahrsblatt” sei, finden sich 16 Abbildungen von Ambrosis Skulpturen. - Zu Ambrosi vgl. Vollmer I, 39. - Beiliegend ein ms. Kuvert.‎

‎Ambrosi, Gustinus, Bildhauer und Dichter (1893-1975).‎

‎Gedr. Neujahrsblatt mit faks. Jahresspruch und eigenh. Grußzeile mit U. Wohl Wien, 1972.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit ms. adr. Kuvert. An den Bundesminister a.d. Karl Maisel (1890-1982) und Gattin. Neben dem 38zeiligen Gedicht des Bildhauers und Lyrikers finden sich auf der Innen-bzw. Verso-Seite 24 Abbildungen von Büsten Ambrosis, darunter mehrere Päpste, Bundespräsidenten und -kanzler, Komponisten und Schriftsteller. - Zu Ambrosi vgl. Vollmer I, 39.‎

‎Ambrosi, Gustinus, Bildhauer und Dichter (1893-1975).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 25. XI. 1963.‎

‎1 S. 4to. Mit ms. adr. Kuvert. An Alois Podhajsky (1898-1973), Offizier in der österreichischen Armee und Leiter der Spanischen Hofreitschule, mit der Einladung zum Abendessen: "[...] Eingeladen sind noch: Der Herr Generaldirektor der Staatsdruckerei Dr. Sobek, der Herr Chefredakteur der Wiener Zeitung, Hofrat Dr. Stamprech mit Frau, der größte Steinmetzmeister Österreichs, der die St. Georgenskapelle in Wr. Neustadt zu renovieren verstand: Kommerzialrat Architekt, Steinmetzmeister Heinrich Cerny, dem der Herr Bundespräsident die Führung des Österreichischen Staatswappens genehmigte [...]". - Alois Podhajsky war 1939 zum Kommandeur der "Spanischen Reitschule" bestellt worden und sollte sie bis 1964 leiten. "Er erreichte eine Rückbenennung in Spanische Hofreitschule, führte einen Sommeraufenthalt an der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten für die Lipizzaner ein, erhöhte die Zahl der Pferde von 30 auf 70, beschaffte Material und Lüster für die Reitbahn, die immer noch im Einsatz sind, und führte den Galoppwechsel à tempo an der Spanischen Hofreitschule ein" (Wikipedia). Seit 1949 veranstaltete er auch zunehmend beliebter werdende Auslandstourneen der Spanischen Hofreitschule; 1958 doubelte er für den Film "Das Wunder der weißen Hengste" Robert Taylor, der Alois Podhajsky spielte. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Ambrosi, Gustinus, Bildhauer und Dichter (1893-1975).‎

‎Sammlung von 10 (Portrait-)Photographien. Wien, ca. 1930-1960.‎

‎Photographien, tw. rückseitig bedruckt. 295:240 mm bzw. 90:140 mm. Originalphotographien, die den Bildhauer bei der Arbeit bzw. vor eigenen Werken zeigen, sowie vollendete Werke.‎

‎Ameseder, Eduard, Maler (1856-1939).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Karlsruhe, 2. V. [?] 1891.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten über verschiedene aktuelle Belange: "[...] Gleichzeitig erlaube ich mir Ihnen mitzutheilen dass ich am 27. Febr. mein letztes Bild als Eilgut franco aufgegeben habe und hoffe dass dieses so wie 2 andere kleinere rechtzeitig im Künstlerhause anlangen werden [...]". - Eduard Ameseder war Schüler von Schüler von Eduard von Lichtenfels an der Wiener Kunstakademie, bildete sich dann bei Gustav Schönleber in Karlsruhe weiter fort und hielt sich von 1893 an ständig in Wien auf, wo er u. a. an der Ausgestaltung des Naturhistorischen Museums beteiligt war. - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren.‎

‎Andri, Ferdinand, graphic artist and painter (1871-1956).‎

‎Autograph letter signed. Vienna, 18 Sept. 1951.‎

‎Large 4to. ¼ p. With autograph envelope. To Oscar Hans Meng[e]s in Vienna.‎

‎Angeli, Heinrich von, Maler (1840-1925).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. ("HvAngeli"). O. O. u. D.‎

‎Zusammen (1+1 =) 2 SS. auf 4 (= 2 Doppelblatt). Mit zwei Beilagen (s. u.). An eine Dame, deren Kind von ihm portraitiert wurde: "Das Bild Ihres Kindes ist nicht genügend eingetrocknet, als daß ich morgen ohne Gefahr für dasselbe daran weiter arbeiten könnte. So muß ich die Sitzung auf nächste Woche verschieben [...]". - Geboren als Sohn eines Gastwirts aus ursprünglich adliger venezianischer Familie, studierte der in Ödenburg geborene Angeli an der Akademie der bildenden Künste in Wien, seit 1855 an der Düsseldorfer Akademie und von 1856 bis 59 bei Emanuel Leutze. "Nach Studienreisen durch Italien, Frankreich und die Niederlande berief ihn König Ludwig I. an die Kunstakademie in München, wo Angeli sich dem Kreis um Karl von Piloty anschloß" (DBE). 1862 ließ er sich in Wien nieder, stand von 1870 bis 72 und von 1906 bis 10 der Wiener Künstlergenossenschaft vor und erhielt 1877 eine Professur für Porträtmalerei an der Wiener Akademie. "In seiner ersten Schaffensperiode malte Angeli bevorzugt Genre- und Historienszenen wie 'Maria Stuart bei Verlesung des Todesurteils' (1857). 1873 begann seine erfolgreiche Karriere als Portraitist der Wiener Adels- und Finanzwelt sowie der Höfe in Wien, Berlin, London und St. Petersburg. Angeli wurde 1907 geadelt" (ebd.). - Beiliegend eine Portraitphotographie (94:56 mm auf etwas größerem Trägerkarton) und ein auf Karton montierter Zeitungsausschnitt mit einem Portrait des Malers.‎

‎Angeli, Heinrich von, Maler (1840-1925).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("HvAngeli"). O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. An den Bankier und Kunstsammler Albert Figdor (1843-1927): "Die Cigarren sind göttlich, nochmals meinen allerherzlichsten Dank. Beiliegend meine Schuld [...]". - Geboren als Sohn eines Gastwirts aus ursprünglich adliger venezianischer Familie, studierte der in Ödenburg geborene Angeli an der Akademie der bildenden Künste in Wien, seit 1855 an der Düsseldorfer Akademie und von 1856 bis 59 bei Emanuel Leutze. "Nach Studienreisen durch Italien, Frankreich und die Niederlande berief ihn König Ludwig I. an die Kunstakademie in München, wo Angeli sich dem Kreis um Karl von Piloty anschloß" (DBE). 1862 ließ er sich in Wien nieder, stand von 1870 bis 72 und von 1906 bis 10 der Wiener Künstlergenossenschaft vor und erhielt 1877 eine Professur für Porträtmalerei an der Wiener Akademie. "In seiner ersten Schaffensperiode malte Angeli bevorzugt Genre- und Historienszenen wie 'Maria Stuart bei Verlesung des Todesurteils' (1857). 1873 begann seine erfolgreiche Karriere als Portraitist der Wiener Adels- und Finanzwelt sowie der Höfe in Wien, Berlin, London und St. Petersburg. Angeli wurde 1907 geadelt" (ebd.). - Albert Figdor "erbte nach dem Tod seines Vaters ein großes Vermögen, das er in die Anschaffung von Kunstgegenständen investierte. Er galt bald als der größte Privatsammler Europas. Unterstützt von dem Kunsthistoriker Alois Riegl, sammelte Figdor neben Malerei, Plastik und Kleinkunst künstlerisch gestaltete Gebrauchsgegenstände sowie Dokumente und Schmuck. Er besaß eine der größten Judaica-Sammlungen Europas" (DBE). Nach Figdors Tod wurden seine Sammlungen 1930 in Berlin und Wien versteigert. - In altem Sammlungsumschlag; ohne die erwähnte Beilage.‎

‎[Architektur - Bad Ischl].‎

‎15 Originalpläne der Villa Dr. Stanislaus v. Neymister in Bad Ischl. a. d. Hand eines nicht identifizierten Architekten . O. O., um 1880.‎

‎Zusammen 15 Bll. Verschiedene Formate. Beiliegend drei weitere, nicht näher bezeichnete Pläne derselben Villa und 7 wohl vom selben Architekten, jedoch für ein anderes Objekt gezeichnete Pläne. Bezeichnet sind die sehr sauber ausgeführten Fassaden- und Detailansichten dieser von uns nicht identifizierten Villa mit 1. Stock (3mal), Erdgeschoß, Querschnitt AB, Querschnitt CD, Fassade gegen die Kaltenbachstraße (3mal), Fassade gegen die Esplanade (2mal), Dachboden, Parterre, Souterrain, Detail der Nischen auf der Vorder- und Seitenfassade sowie Schnitt durch den Bogen bei aa natürl. Größe. Einer der Fassadenaufrisse mit der eigenh. Signatur des Bauherrn Neymeister sowie des Stadtbaumeisters Josef Zeller. - Teils etwas angestaubt bzw. wasserrandig, die dekorativen Gesamtansichten der imposanten Villa jedoch wohlerhalten.‎

‎Babion, Anton, Maler, Graphiker und Illustrator (1896-1988).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Babion"). Wohl Bad Schliersee, o. D.‎

‎1 S. Qu.-gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Habe die Fotos vom Lebensbaum in den Brief hineinzugeben vergessen was ich hiermit nachhole [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Bacher, Rudolf, Maler und Bildhauer (1862-1945).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. [Wien] u. D., [November 1915].‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. “Von Seite des Komitees der Künstlerfürsorge wird hiermit bestätigt, daß der akad. Maler Herr Ernst Eck, in folge der durch den Krieg hervorgerufenen mißlichen Verhältnisse sich in dürftiger Lage befindet und von der Künstler-Fürsorge in folge dessen zu wiederholten Malen mit Unterstützung bedacht wurde [...]”. - Bacher studierte an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Leopold Carl Müller und wurde dort 1903 Professor. 1894 war er Gründungsmitglied der Vereinigung bildender Künstler (Wiener Secession), seit 1939 gehörte er dem Wiener Künstlerhaus an. Anfangs schuf er Gemälde mit religiöser Thematik (‘Erlöst’, 1886), Landschaften und Aquarelle, war jedoch auch plastisch tätig (Bronzebüste einer Greisin, 1907); später trat er vor allem als Portraitist hervor (‘Mädchen im schwarzen Kleide’, 1912). Zu seinen Schülern zählen Josef Dobrowski, Ferdinand Kitt, Hans Witt u.a. Vgl. Thieme/B. II, 315. - Am ob. Rand gestemp. “Städt. Sammlungen Wien [...]”. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Baldass, Ludwig, Kunsthistoriker (1887-1963).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Wien (?), 8. II. 1960.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Baldass war seit 1918 Kustos des Wiener Kunsthistorischen Museums, habilitierte sich 1926 und war bis 1949 Professor an der Universität Wien und Direktor der Gemälde-Galerie im Kunsthistorischen Museum. Sein Spezialgebiet war die abendländische Malerei des 14. bis 17. Jahrhunderts. Vgl. Öst. Lex. I, 80. - Die Bildseite der Karte zeigt die Detailansicht eines Stundenbuchs aus dem frühen 15. Jahrhundert.‎

‎Bamberger, Ferdinand, Maler.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Graz, 18. V. 1913.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. “Durch die Direktion der Städtischen Sammlungen wurde mir mitgeteilt, daß der löbl. Stadtrat den Ankauf meines Pastellportraits des Dichters Dr. P. Rosegger beschlossen hat [...]”. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Bara, Leopold, Maler (geb. 1847).‎

‎5 eigenh. Briefe und 8 eh. (davon 3 Bild-)Postkarten mit U. Wien, Rom u. a. O., 1902-1910.‎

‎Zusammen 21½ SS. (Qu.-)8vo. “Seit der letzten Schlesingerfeier wo ich mit Hr. Vergani gesprochen und er mir sagte daß mein Bild in der Ausstellung die Gemeinde ankaufen sollte und ich selbst etwas dazu thun muß, seit dieser Zeit läßt mir die Geschichte keine Ruhe mehr [...]” (Br. v. 12. IV. 1902). - “Bildhauer Swoboda ersucht mich immer bei Dir anzufragen wie es mit seiner Angelegenheit steht [...]” (undat. Postkarte). - Bara studierte an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Anselm Feuerbach, vervollkommnete sich in Italien und nahm an der wissenschaftlichen Expedition des Grafen Lanckoronski nach Griechenland und Italien teil. Seit Mitte der 70er Jahre stellte er im Wiener Künstlerhaus aus. Vgl. Thieme/B. II, 451. - Gelegentlich im linken Rand gelocht (geringe Textberührung). - Beiliegend eine eh. Quittung des Vergolders W. Winkelmayer über die Vergoldung eines schwarzen Naturholzrahmens “mit geschnitzten echt vergoldeten Leisten” (Wien, 9. IV. 1902. 1 S. Qu.-8vo). - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Baratta, Giovanni Maria (senior), sculptor and architect (1620-1679).‎

‎Autogr. statement of debt signed. Rome, 31 Jan. 1654.‎

‎4to. 1/3 p. Trained by Alessandro Algardi (1598-1654) and entrusted by him with the execution of the church designs planned by him, Baratta came to know Prince Camillo Pamphili. After Algardi's death he oversaw work on S. Agnese on the Piazza Navona, the facade of which was finished according to his own designs. In 1660 Baratta was created member of the Accademia di S. Luca. Cf. Thieme/Becker II, 457.‎

‎Bartels, Hans von, Maler (1856-1913).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. München, 10. V. 1905.‎

‎1 S. Qu.-gr.8vo. "Rast ich - rost ich". - Hans von Bartels, Sohn eines kaiserlich russischen Kollegienassessors, erhielt seinen Unterricht bei dem Marinemaler Rudolf Hardorff in Hamburg, bildete sich in Düsseldorf weiter fort und unternahm Studienreisen durch Norddeutschland und Italien. "1885 siedelte er nach München über, bereiste alljährlich die Küsten Hollands, Englands und Frankreichs, wo er seine bevorzugten Sujets, einsame Strände und bewegte See, fand" (DBE); 1891 wurde er zum königlich bayerischen Professor ernannt.‎

‎Batsche, Julius, Maler.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 18. VI. 1913.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. “Verzeihen hochgeehrter Herr, daß ich mir erlaube mich nochmals an Sie zu wenden, ich habe immer mit Freude auf Ihren mich ehrenden Besuch gewartet, doch hochgeehrter Herr Stadtrath sind nicht gekommen [...]”. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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