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‎Wagner, Otto, architect (1841-1918).‎

‎2 autograph letters signed ("Papa"). Vienna, 1916-1917.‎

‎Large 8vo. Altogether 3 pp. on 2 fols. To his daughter Louise: "[...] It is time that this unfortunate war finally ends [...]" (June 24, 1917). - On stationery with printed letterhead; some small tears and damages to edges.‎

‎Walther, Franz Erhard, deutscher Künstler (geb. 1939).‎

‎Buchumschlag mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D.‎

‎Umschlag des Buches "Zwischen Kern und Mantel"‎

‎Walther, Wilhelm , Maler (1826-1913).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎2 SS. 8vo. An ein namentlich nicht genanntes Fräulein: „Erfüllt von Freude über unsers geliebten Königs huldvollen Besuch fühle ich die Mahnung, Ihnen, gnädiges Fräulein, meinen herzlichsten Dank abzustatten, nicht allein für die gütige Anzeige, daß Seine Majestät beabsichtigen meine Arbeiten anzusehen, sondern noch vielmehr für Ihr so schätzbares Interesse an dieser Sache [...]“. - Walther galt als einer der führenden Sgraffitokünstler seiner Zeit; als 1906 die notwendige Erneuerung des "Fürstenzuges" anstand, war Walther verantwortlich für die auf 25.000 Kacheln aus Meißner Porzellan übertragene und gebrannte Malerei. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Watzl Anton, Maler und Graphiker (1930-1994).‎

‎Gedr. Neujahrsbillett mit eigenh. Grußzeile und U. Linz, 1967.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten. - Der aus Linz stammende Maler und Graphiker studierte an der dortigen Kunstschule; seine Arbeiten sind u. a. in der Oberösterreichsichen Landesgalerie zu sehen. Vgl. Vollmer VI, 470. - Die Bildseite nach einer Arbeit des Malers.‎

‎Weber, Anton, Architekt (geb. 1858).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 13. XII. 1903.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Betrifft eine Terminvereinbarung “um Ihnen etwas von meinem Wiederherstellungsprojekt der St. Ruprechts K[irche] zu zeigen”. - Einst Schüler von Friedrich Schmidt an der Wiener Akademie, arbeitete Weber u. a. an Schmidts Rathaus- und Sühnhausbau mit, machte sich dann selbständig und errichtete mehrere Kirchen in Tirol und Böhmen. Vgl. Thieme/B. XXXV, 215. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Weber, Rudolf, Maler (geb. 1872).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Liesing‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. “Unter höflicher Bezugnahme meines kürzlich gemachten Besuches bitte ich, falls Arbeiten in bereits besprochener Art von der Gemeinde Wien zu vergeben sind, um gütige Verständigung unter Rücksichtnahme meiner Wohnungsänderung [...] Statt Joh. Straussg. 31 lautet meine Adresse nun: Liesing, Gasthof Theresienau [...]”. - Rudolf Weber war Schüler des Hoftheatermalers Anton Brioschi und der Wiener Akademie unter Eduard Lichtenfels. Vgl. Thieme/B. XXXV, 226. - Im linken Rand gelocht (keine Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Weber-Tyrol, Hans, Maler (1874-1957).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Eppan (Südtirol), 10. V. 1949.‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag.‎

‎Weinberger, Karl, deutscher Bildhauer (1885-1953).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Holzkirchen, 23. XII. 1942.‎

‎2 SS. 4to. Dankend an Josef Wesely: "Die Zeit ist nicht zum freuen angetan, darum wiegt so ein freundlicher Gruß umso schwerer".‎

‎Weinhold, Carl, Radierer, Landschafts-, Bildnis- und Portraitmaler (1867-1925).‎

‎Eigenh. Brief mit Paraphe. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: „Der Photograph Eich wohnt Pragerstraße Nr. 25 oder 26. - Es könnte die Zeichnung gleich zu ihm geschickt werden (im Falle nichts mehr daran zu ändern ist) [...]“. - Autodidaktisch ausgebildet, wurde der aus Hamburg stammende Künstler vornehmlich als Radierer geschätzt. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Welti, Albert Jakob, Maler und Schriftsteller (1894-1965).‎

‎2 (1 eigenh. und 1 ms.) Briefe mit eh. U Chêne-Bourgeries bei Genf, 1955.‎

‎Zusammen (3+1 =) 4 SS. auf 4 Bll. (Gr.-)4to. An den Schriftsteller Adelbert Muhr (1896-1977), u. a. über dessen Buch "Und ruhig fließt der Rhein" (Hamburg, Zsolnay, 1953) sowie zu Muhrs Vorhaben, ein Buch über die Rhone zu schreiben: "[...] Was Sie schreiben, ist gottlob kein Literaturgeschwätz, Sie bringen interessant Tatsachen ohne Schulhaftigkeit und Pedanterie und, was das Wichtigste ist, Sie scheinen Augen im Kopf zu haben [...] Was nun ein Buch über die Rhone angeht, wage ich natürlich nicht, was den zu erstrebenden Erfolg angeht, den Propheten zu spielen. Über den Oberlauf von Gletsch zum Genfersee ist schon viel geschrieben worden, ebenso über die bei Valence beginnende Strecke, die bis zum Meer führt. Weniger bekannt sind die Gegenden in Bugey, am Rhoneknie und um Lyon herum [...]" (a. d. Br. v. 2. Jänner [1955]". - Der Sohn des gleichnamigen Malers und Radierers Albert Welti (1862-1912) erfuhr seine künstlerische Ausbildung bei seinem Vater und studierte seit dessen Tod 1912 an der Kunstakademie in München sowie in Madrid und London. Von 1920 bis 22 lebte er auf Mallorca, wo er sich der Schriftstellerei widmete und sein erstes Schauspiel "Maroto und sein König" schrieb, das 1925 am Basler Stadttheater uraufgeführt wurde; 1923 ließ er sich in Chêne-Bourgeries bei Genf nieder. "Neben zahlreichen Bühnenstücken, darunter dem historischen Drama 'Servet in Genf' (1930) und dem erfolgreichen Mundartdrama 'Steibruch' (1939), veröffentlichte Welti u. a. den monumentalen schweizererischen Generationsroman 'Wenn Puritaner jung sind' (1941)" (DBE).‎

‎Werner, Anton von, Maler (1843-1915).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin-Wannsee, 9. IX. 1904.‎

‎1 S. 8vo. An eine Autographensammlerin: "Mit Vergnügen entspreche ich Ihrem Wunsche in der Hoffnung, daß diese Probe meiner Handschrift genügt [...]". - Werner, seit 1875 Direktor der Akademischen Hochschule für bildende Künste in Berlin, hatte auf Fürsprache des Großherzogs von Baden im Hauptquartier der III. Armee am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 teilgenommen; mit der Darstellung von Schlachten, Staatsereignissen und Hoffeierlichkeiten betraut, wurde er zum "bevorzugten Maler des Kaiserreiches" (DBE), als dessen Hauptwerk die Darstellung der Kaiserproklamation in Versailles (1885) gilt. Der modernen Kunst seiner Zeit ablehnend gegenüberstehend, gipfelte sein Widerwille in der Schließung der Edvard-Munch-Ausstellung 1892, was schlußends Auftakt zur Gründung der Berliner Secession durch Max Liebermann und Walter Leistikow 1898 war.‎

‎Werner, Fritz, Maler (1827-1908).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Berlin, 22. III. 1881.‎

‎1 S. 8vo. “Faulenze und Schrei | Du bekommst für Zwei | Arbeite und schweige | Du erhältst die Neige”. - Als Schüler Adolph Menzels diesem nach Königsberg folgend, war Werner an den Vorstudien zu dessen großem Krönungsbild beteiligt. Nach mehrjähriger Arbeit im Pariser Atelier Ernest Meissoniers kehrte er bei Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges nach Berlin zurück und beschickte regelmäßig die Akademie-Ausstellungen. Die Motive für seine Genrebilder wählte er vorwiegend aus der Epoche des Rokoko.‎

‎Wesemann, Alfred, Maler und Radierer (1874-1942).‎

‎2 eigenh. Briefe und 1 eh. Briefkarte mit U. sowie 1 ms. Br. mit eh. U. Wien, 1910-1914.‎

‎Zusammen 5 SS. Meist 8vo. “[...] ich bin im Besitze eines Original Gemäldes von Carl Pischinger Gute Wiener Zeit und möchte selbes an die Stadt Wien verkaufen: Das Motiv ist ein Thierstück u. sehr fein in der Ausführung, einer der besten Pischinger die ich kenne [...]” (Br. v. 9. VIII. 1913). - Wesemann studierte in Wien (u. a. bei Siegmund L’Allemand und William Unger), zog als Freiwilliger in den Ersten Weltkrieg und war seit 1922 Lehrer für Kunsterziehung an der Oberschule für Knaben tätig. Vgl. Thieme/B. XXXV, 434. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Weyr, Rudolf Ritter von, Bildhauer (1847-1914).‎

‎6 eigenh. Brief-, (Bild-)Post- und Visitkarten mit U. Meist Wien, 1908-1909.‎

‎Zusammen 9 SS. Verschiedene Formate. Mit 2 eh. adressierten Kuverts. Mit Ausnahme einer undatierten Visitkarte an Malwine Chiavacci, die Gattin bzw. spätere Witwe des Schriftstellers Vincenz Chiavacci: “Wie gepeitscht wandere ich von Ort zu Ort - ruhe-, plan- und ziellos! Was macht mein armes kleines Hutzerl u. das alte Leutzerl, sind sie beide gesund? Es ist mein innigster Wunsch Euch zu besuchen aber noch weiß ich nicht ob mich mein Schicksal an den Wörthersee führt [...]” (Bildpostkarte v. 26. VIII. 1909). - “Also wieder zurück aus Eurem Paradiese in den gewo[h]nten Sündenpfuhl. Es wird Euch gewiß schwer genug gefallen sein. Es hat ja da oben alles geblü[h]t, in u. um Euch, u. Vincenz war so frisch wie in seinen schönsten Tagen. Er sollte doch im Laufe des Jahres öfters eine Excursion in seine Idylle machen [...]” (Briefkarte v. 5. X. 1909). - Nach Studien an der Wiener Kunstakademie und der Arbeit im Atelier des Bildhauers Josef Cesar übernahm der in Wien geborene Künstler im Auftrag Gottfried Sempers die Ausführung der Bogenzwickelfiguren über den Arkaden der Mittelrisalite des Kunsthistorischen Hofmuseums. Anschließend an Arbeiten für die Ringstraßenbauten beteiligt, schuf Weyr u. a. das Standbild Karls VI. für das Kunsthistorische Museum, übernahm die Ausschmückung der Kuppel des Naturhistorischen Museums und den bildhauerischen Schmuck der Decke im Zuschauerraum und im Proszenium des Burgtheaters. Weitere Werke des Künstlers - der neben Viktor Tilgner als “der maßgebende Vertreter der Bildhauerei der Epoche der Makartzeit” (Thieme/B. XXXV, 484) gilt - sind u. a. das Brahmsdenkmal am Karlsplatz (1908) sowie Grabdenkmäler auf dem Zentralfriedhof, darunter jenes für die Opfer des Ringtheaterbrandes (1882). 1889 wurde er Professor am Polytechnikum, von 1898-1901 war Weyr zudem Vorstand der Wiener Künstlergenossenschaft und 1911/12 auch Präsident der Akademie der bildenden Künste. - Die Bildpostkarte mit einer Ansicht des Kärntner Nassfelds mit Valerie-Schutzhaus.‎

‎Weyr, Rudolf von, Bildhauer (1847-1914).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1904 und 1912.‎

‎Zusammen 7 SS. auf Doppelblättern. 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. "Nach einer auf Ihren Wunsch u. in Ihrer Gegenwart vorgenommenen Besichtigung der für die Errichtung eines Hammerling [!] Denkmals in Wien eingesandten Prospekte gestatte ich mir [...] Ihnen mein Urteil über dieselben in nachfolgendem darzulegen [...]" (Br. v. 26. X. 1904). - Nach Studien an der Wiener Kunstakademie und der Arbeit im Atelier des Bildhauers Josef Cesar (1814-1876) übernahm der in Wien geborene Künstler im Auftrag von Gottfried Semper (1803-1879) die Ausführung der Bogenzwickelfiguren über den Arkaden der Mittelrisalite des Kunsthistorischen Hofmuseums. Anschließend an den Arbeiten für die Ringstraßenbauten beteiligt, schuf Weyr u. a. das Standbild Karls VI. für das Kunsthistorische Museum, übernahm die Ausschmückung der Kuppel des Naturhistorischen Museums und den bildhauerischen Schmuck der Decke im Zuschauerraum und im Proszenium des Burgtheaters. Weitere Werke des Künstlers - der neben Viktor Tilgner als "der maßgebende Vertreter der Bildhauerei der Epoche der Makartzeit" (Thieme/B. XXXV, 484) gilt - sind u. a. das Brahmsdenkmal am Karlsplatz (1908) sowie Grabdenkmäler auf dem Zentralfriedhof, darunter jenes für die Opfer des Ringtheaterbrandes (1882). 1889 wurde er Professor am Polytechnikum, von 1898-1901 war Weyr zudem Vorstand der Wiener Künstlergenossenschaft und 1911/12 auch Präsident der Akademie der bildenden Künste. - Der Brief vom 16. III. 1912 auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Wichera, Raimund, Ritter vom Brennerstein, Maler (geb. 1862)‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1915.‎

‎Zusammen 4 SS. auf Doppelblättern. 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. “Bis heute ohne Nachricht, erlaube ich mir anzufragen, ob Herr Stadtrat infolge Arbeitsüberbürdung auf Überweisung einer Portraitkopie für die Gemeinde Wien [...] nicht vergessen haben [...]” (Br. v. 20. XII. 1915). - “Nehmen Sie freundlichst den aufrichtigsten und besten Dank für Ihre gütige Mühewaltung anlässlich meiner Bewerbung um Zuweisung eines Ehrenbürgerportraits für die Stadt Wien [...]” (Br. v. 26. XII. 1915; auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf). - Wichera studierte an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Hans Makart und wurde bekannt als Porträtist der österr.-ungarischen Monarchie. Kurze Zeit war er auch Zeichenlehrer des Erzherzogs Josef in Alesuth. Vgl. Kosel, Dt.-Öst. Künstler- u. Schriftsteller Lex., s. v. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Wickenburg, Alfred, Maler und Graphiker (1885-1978).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Graz, 2. VIII. 1960.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely (für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag). - Nach Studien an der Azbè-Schule in München, an der Académie Julian in Paris und an der Kunstakademie in Stuttgart lebte Wickenburg mehrere Jahre als freischaffender Künstler u. a. in Florenz und Rom, ehe er 1934 als Professor für Landschafts- und Stillebenmalerei an die Landeskunstschule in Graz berufen wurde. Später auch an der an der dortigen landschaftlichen Freskoschule unterrichtend, war sein eigenes Werk wesentlich von kubistischen Strömungen und durch seinen Lehrer Adolf Hölzel beeinflußt. Zu Wickenburg vgl. Thieme/B. XXXV, 512f.‎

‎Wickenburg, Alfred, Maler und Graphiker (1885-1978).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Graz, 12. IV. 1971.‎

‎2 SS. 4to. Mit eh. Kuvert. An den Kulturpublizisten und Kunstkritiker Kristian Sotriffer (geb. 1932): “[...] ich lebe ganz in Erinnerung an die Ausstellung in der Wiener Secession, die Sie so gut ausgewählt und mustergültig gestaltet haben. ‘Das ist die schönste, die Du je hattest’ rief mein Sohn als wir ankamen und Walter Ritter, der mich heute besuchte, bestätigte meinen Eindruck dass die Farben der Bilder anders als in meinem Atelier dort explosiv wirkten, weil jedes Bild genügend Raum um und vor sich hatte [...]”. - Nach Studien an der Azbè-Schule in München, an der Académie Julian in Paris und an der Kunstakademie in Stuttgart lebte Wickenburg mehrere Jahre als freischaffender Künstler u. a. in Florenz und Rom, ehe er 1934 als Professor für Landschafts- und Stillebenmalerei an die Landeskunstschule in Graz berufen wurde. Später auch an der an der dortigen landschaftlichen Freskoschule unterrichtend, war sein eigenes Werk wesentlich von kubistischen Strömungen und durch seinen Lehrer Adolf Hölzel beeinflußt. - Der Kulturpublizist und Kunstkritiker Kristian Sotriffer war seit 1962 Kritiker der Wiener ‘Presse’; von 1972-83 war er als künstlerischer Leiter der Edition Tusch, 1984-86 auch beim Herold-Verlag tätig. 1993 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik. - Zu Wickenburg vgl. Thieme/B. XXXV, 512f.‎

‎Wickenburg, Alfred, Maler und Graphiker (1885-1978).‎

‎Eigenh. Grußzeile und U. in gedr. Billett mit eingebundener Farbtafel. Graz, 18. XII. 1970.‎

‎½ S. 8vo. Mit Kuvert und Adresse. An den Notar R. Rubinig in Voitsberg zum Weihnachtsfest 1970. - Der in Gleichenberg (Steiermark) geborene Sohn eines Offiziers wurde an der Azbè-Schule in München, an der Académie Julian in Paris und an der Kunstakademie in Stuttgart ausgebildet. Seit 1918 als freischaffender Künstler u. a. in Florenz und Rom lebend, war er von 1936-36 Professor für Landschafts- und Stillebenmalerei an der Landeskunstschule in Graz und anschließend Professor für Zeichnen an der dortigen landschaftlichen Freskoschule. Wickenburg war wesentlich von den Strömungen des Kubismus und durch seinen Lehrer Adolf Hölzel beeinflußt [...] [und] schuf vorwiegend stereometrisch gegliederte und starkfarbige Landschaften und Stilleben" (DBE). Vgl. auch Vollmer V,125. - Die Tafel zeigt eine Reproduktion von Wickenburgs Gemälde "Koralpe" aus dem Jahr 1969.‎

‎Widliczka, Leopold, Maler (geb. 1870)‎

‎Eigenh. Brief mit U. und gedr. Visitkarte mit eh. Adreßangabe. O. O., 17. VI. 1913.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. “Bitte vielmals um Entschuldigung daß ich mir noch erlaube Euer Hochwohlgeboren schriftlich aufzuhalten. Das Bild Calafati [...] ist in der Bibliothek, dort wo Euer Hochwohlgeboren es gewünscht haben [...]”. - Widliczka studierte in Wien und München, “erfuhr mancherlei Anregung vom Kreise Lenbachs und Kaulbachs” (Thieme/B. XXXV, 519), stellte 1899 ein Kinderbild im Wiener Künstlerhaus aus und fand damit sein bevorzugtes Genre. 1922 seinen Bruder in New York als Graveur tätigen Bruder besuchend, kehrte Widliczka nicht mehr auf den Kontinent zurück. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Wieden, Ludwig, Maler (1869-1947).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 10. XI. 1915.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. “Ihr wertes Schreiben habe ich erhalten und freue mich sehr aus dem Inhalt entnehmen zu können, dass mir ein Portraitauftrag in nächster Zeit zuteil werden wird [...]”. - Ludwig Wieden studierte in Wien (u. a. bei Siegmund L’Allemand und August Eisenmenger), später in München bei Franz Herterich und vervollkommnete sich als Plein-Air-Maler in Ungarn. 1905 nach Wien zurückkehrend, schloß er sich dem von Otto Barth geleiteten ‘Jungbund’ und später der Secession an. Während des Ersten Weltkriegs war Wieden vorwiegend als Kriegsmaler tätig, später wurde er zum namhaften Bildnis-, Landschafts- und Stilebenmaler. Vgl. Thieme/B. XXXV, 526f. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Wiesenfeld, Karl, Architekt und Techniker (1802-1870).‎

‎Eigenh. Bestellschein mit U. Prag, 10. VI. 1839.‎

‎1 S. Qu.-8vo. “Für die Baukunst-Schule werden benöthigt: 1 Anschlag Lineal (gewöhnlicher Größe) | 1 ordinäres Lineal 2’4’’ lang | 2 Paar Dreiecke [...] | 1 kleines Reißbrett (2’6” breit 1’10” hoch) [...]”. - Wiesenfeld war seit 1828 am Prager polytechnischen Institut tätig. “In das Programm seiner Vorträge hatte Wiesenfeld außer der bisher üblichen bürgerlichen Baukunst noch die Eisenbahnbauten, die Eisenconstructionen, die neuen Brückensysteme, ferner als vorbereitende und ergänzende Elemente die Bauökonomie und die neuen Gewölbstheorien aufgenommen [...]” (Wurzbach, s. v.). - Mit einem Aktenvermerk von fremder Hand. - Beiliegend ein Bücherzettel der Kais. Königl. Bibliothek mit der Aufforderung, die angeführten Bücher zurückzustellen. Prag, 28. V. 1853. 1 S. 8vo. Mit U. des Bibliothekars Safarik (?) und des den Empfang quittierenden Franz Wiedemann.‎

‎Wiesenfeld, Karl, Architekt und Techniker (1802-1870).‎

‎Eigenh. Studienbescheinigung mit U. Prag, 3. VIII. 1830.‎

‎1 S. Qu.-8vo. “Herr Rudolf Duhsik Hörer der Baukunst hat die Vorlesung stets sehr fleißig besucht auch alle Aufgaben gebracht, konnte daher mit Genehmigung des löbl. Directorats ohne Anstand von Seite des Gefertigten zu einer Repar[a]tur Prüfung zugelassen werden [...]”. - Wiesenfeld war seit 1828 am Prager polytechnischen Institut tätig. “In das Programm seiner Vorträge hatte Wiesenfeld außer der bisher üblichen bürgerlichen Baukunst noch die Eisenbahnbauten, die Eisenconstructionen, die neuen Brückensysteme, ferner als vorbereitende und ergänzende Elemente die Bauökonomie und die neuen Gewölbstheorien aufgenommen [...]” (Wurzbach, s. v.). - Mit einem Aktenvermerk von fremder Hand.‎

‎Wiesenfeld, Karl, Architekt und Techniker (1802-1870).‎

‎Eigenh. Studienbescheinigung mit U. Prag, 5. VIII. o. J.‎

‎1 S. Qu.-8vo. “Herr Ludwig Chufer [?] Hörer der Baukunst hat die Vorlesungen über die Wasser Straße und Brückenbau, und die Bau Okonomie fleißig besucht, weswegen von Seite des Gefertigten nichts entgegensteht, daß derselbe mit Genehmigung des löbl. Directorats zu einer Reparatur Prüfung zugelassen werden könnte [...]”. - Wiesenfeld war seit 1828 am Prager polytechnischen Institut tätig. “In das Programm seiner Vorträge hatte Wiesenfeld außer der bisher üblichen bürgerlichen Baukunst noch die Eisenbahnbauten, die Eisenconstructionen, die neuen Brückensysteme, ferner als vorbereitende und ergänzende Elemente die Bauökonomie und die neuen Gewölbstheorien aufgenommen [...]” (Wurzbach, s. v.). - Mit einem Aktenvermerk von fremder Hand.‎

‎Wiesenthal, Franz, Maler (geb. 1856).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 26. III. 1912.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Betr. den Ankauf seines Bildes ‘An der alten Ferdinandsbrücke’ durch die Stadt Wien: “Im Künstlerhause war für das Bild in der Jubiläumsausstellung der Preis von 800 Kronen angesetzt. Ich wäre gerne geneigt, es um den Preis von 550 Kronen samt Rahmen zu lassen und von dieser Summe auch noch die Provision von 15% (also 87.50 Kr) an Hirschler selbst zu leisten [...]”. - Wiesenthal studierte in Stuttgart und Wien. Bekannt wurde er als Bildnis- und Genremaler. Vgl. Thieme/B. XXXV, 542. - Im linken Rand gelocht (geringer Buchstabenverlust). - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Wimmer, Rudolf, Maler (1849-1915).‎

‎Albumblatt mit eigenh. Sinnspruch und Namenszug. München, 5. VI. 1907.‎

‎1 S. Gr.-8vo. "Jedem das Seine!" - Mit alt montierter Originalphotographie (Brustbild im Profil).‎

‎Winder, Artur, Bildhauer.‎

‎Gedr. Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen verso. Wien, 30. XII. 1916.‎

‎1 S. Sendet Neujahrswünsche an den Wiener Kulturstadtrat Hans Arnold Schwer (1856-1931). - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Windisch-Graetz, Franz, Kunsthistoriker (geb. 1913).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Neu-Pernstein, 30. XI. 1933.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Betr. einen für Dezember geplanten Besuch bei Josef Wesely, “um bei der Gelegenheit auch mein Album abzuholen”. - Der Urenkel von Alfred (I.) Fürst zu Windisch-Graetz war von 1952-78 am Österreichischen Museum für angewandte Kunst als Leiter der Möbelsammlung tätig. Vgl. Öst. Lex. II, 651. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.‎

‎Winkler, Woldemar, Maler und Graphiker (geb. 1902).‎

‎7 ms. Briefe mit eigenh. U. Niehorst bzw. Gütersloh, 1971-73.‎

‎Zusammen 7½ SS. Meist 4to. Mit 4 (1 eh. und 3 ms.) adr. Kuverts. An Rudolf Hintermayer, Dom-Galerie: “Es sieht besonders in Deutschland mit der Begabung Bilder zu betrachten und zu verstehen recht trübe aus. Die Unsicherheit der sich bemühenden Menschen, die Ausstellungen besuchen oder gar Bilder kaufen möchten, klammert sich erfahrungsgemäss an Expertisen, an Beurteilungen von Kunstkritikern, deren Worte ihnen eine gewisse Garantie bieten zum Ausgleich ihres mangelnden Beurteilungsvermögens [...]” (Br. v. 19. V. 1971). - Winkler, in den zwanziger Jahren Meisterschüler von Carl Rade in Dresden, wurde nach dem Krieg über ausländische Umwege auch in Deutschland bekannt, wo er seither aus der Kunstszene nicht mehr wegzudenken ist. Nach ersten Einzelausstellungen in den 60er Jahren, folgten umfangreiche Werkschauen in den 80ern, 1994 wurde die Woldemar Winkler- Stiftung gegründet, deren Ziel Erfassung, Pflege und Darstellung von Winklers künstlerischem Schaffen ist. - Auf Briefpapier mit gedr. bzw. gestemp. Briefkopf. - Beiliegend eine ms. Karte mit eh. U. von Winklers Gattin Margret und 8 ms. Briefdurchschläge des Adressaten.‎

‎Wisinger-Florian, Olga, painter (1844-1926).‎

‎2 autograph picture postcards signed. Grafenegg, 29. II. 1907 resp. n. d.‎

‎8vo. Altogether 2 pp. With autograph address. To one Madame Brettauer in Vienna, telling her that she would make a visit after her convalescence. - One card with punched holes in the upper margin (slightly touching letters).‎

‎Wisinger-Florian, Olga, Malerin (1844-1926).‎

‎Albumblatt mit eigenh. Namenszug und Datum. Wien, 1. XII. 1906.‎

‎1 S. Qu.-8vo.‎

‎Wisinger-Florian, Olga, painter (1844-1926).‎

‎Autograph letter signed. Vienna, 16 Oct. 1889.‎

‎8vo. 1 p. Asking an unnamed editor to publish a notice that she has received the medal "des beaux arts de Turquie". - With a small memo by an unknown hand in blue pencil.‎

‎Wisinger-Florian, Olga, painter (1844-1926).‎

‎Autograph letter card signed. Vienna, 5 March 1889.‎

‎Small 8vo. 2 pp. On stationery with gilt monogram.‎

‎Wisinger-Florian, Olga, Malerin (1844-1926).‎

‎Visitenkarte mit einigen eigenh. Zeilen. O. O. u. D.‎

‎2 SS. Visitkartenformat. "Die Geburtstagsfeier von Schöne im Künstlerhaus fängt erst um 9 Uhr an, wie ich von Deininger, der auch kommt, erfahren, u. da ist das Concert bei mir zu Ende! [...] Mitwirkende Gustav Walter, Gossmann, Lewinsky, Schönchen, Rüden".‎

‎[Witzmann, Carl, Architekt und Kunstgewerbler (1883-1952)]. - Rosetty Witzmann (seine Frau).‎

‎14 eigenh. Postkarten mit U. Wien, Mai 1943.‎

‎Zusammen 28 SS. auf 14 Bll. (Qu.-)8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Trauliche Schreiben an ihren Gatten, den Architekten Carl Witzmann, von einem Aufenthalt im Robert Koch-Spital, dem heutigen Kaiser Franz Josef-Spital: "[...] Ich habe hier 3 Zimmerkolleginnen lauter Beamtinnen die eine hat schon den ganzen Tag Wein getrunken u. uns immer lange Zähne gemacht [...]" (a. d. Karte v. 13. V. 1943). - Carl Witzmann war neben seinem Lehrer Josef Hoffmann oder Oskar Strnad einer der profiliertesten Architekten und Kunstgewerbler seiner Zeit, erzielte bereits 21jährig einen "ersten durchschlagenden Erfolg" (Österr. Pers.-Lex., s.v.) mit einer Ausstellung in Turin und schuf für die große Kunstschau 1908 aus Anlaß des 60jährigen Thronjubiläums von Kaiser Franz Josef ein vielbestauntes Musikzimmer (vgl. Forsthuber, Moderne Raumkunst, S. 129). Seit 1912 Lehrer und Professor an der Kunstgewerbeschule, war Witzmann nebenher auch ständig für die Wiener Werkstätte tätig (für die er vornehmlich Interieurs entwarf) und beschickte die Weltausstellungen in Paris 1925 und 1937 ebenso wie die Österreichischen Ausstellungen in London (1935) und Paris (1936).‎

‎Wölfflin, Heinrich , Kunsthistoriker (1864-1945).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 5. VII. 1898.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Absage einer Einladung, da er “[i]n Rücksicht auf das Abschiedsessen für die Prof. Klebs u. v. Tüss [?]” nicht kommen könne. - 1893 auf den Lehrstuhl Jacob Burckhardts in Basel berufen, ging Wölfflin 1901 nach Berlin, 1912 nach München und 1924 schließlich nach Zürich. Als einer der bedeutendsten Vertreter der formalistischen kunstgeschichtlichen Methode angesehen, galt sein Interesse vorwiegend der Gesetzmäßigkeit von Stilen und deren Wandlung, welch beides er in seinem 1915 erschienenen Hauptwerk "Kunstgeschichtliche Grundbegriffe" am Beispiel von Renaissance und Barock darzulegen suchte.‎

‎Wollek, Carl, Bildhauer (1863-1936).‎

‎2 ms. Briefe mit eigenh. U. Wien, 1911 und 1912.‎

‎Zusammen 1½ SS. auf Doppelblättern. 4to. “Herr kaiserl. Rat Habenicht teilte mir mit, dass Sie einige Bedenken wegen der unter der Büste am Kneippdenkmal angebrachten stehenden Knabenfigur hätten. Es wäre mir ausserordentlich angenehm, wenn Sie [...] sich zu mir herausbemühen wollten, um die Skizze selbst zu sehen; auf der Fotografie hat man keine rechte Vorstellung davon, ausserdem habe ich eine zweite Skizze gemacht, auf der die Stellung der lebensgrossen Knabenfigur wesentlich modificirt ist [...]” (Br. v. 20. VII. 1911). - Der zweite Brief betrifft eine Terminvereinbarung zur Besichtigung der “nun vollendeten Kinderfigur für das Kneippdenkmal” (Br. v. 1. VIII. 1902). - Carl Wollek war seit 1898 Mitglied des Künstlerhauses und beschickte regelmäßig dessen Ausstellungen. Neben dem erwähnten Sebastian Kneipp-Denkmal schuf er u. a. den Mozartbrunnen (nach einem Entwurf von Otto Schönthal), mehrere Grabdenkmäler und zahlreiche Portraitbüsten (darunter etwa eine von Kardinal Piffl oder Bundeskanzler Schober). Vgl. Thieme/B. XXXVI, 228f. und Czeike V, 675f. - Beide Briefe im linken Rand gelocht (keine Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Wotruba, Fritz, Bildhauer (1907-1975).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. [Wien, 14. I. 1968].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Wünsche zu Neujahr im eigenen wie im Namen seiner Frau an Josef Wesely.‎

‎Wotruba, Fritz, Bildhauer (1907-1975).‎

‎Eigenh. Briefkarte und eh. Billett mit U. Wien, 1957 und 1966.‎

‎Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Mit 2 (1 eh. und 1 ms.) Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag und sendet Neujahrswünsche.‎

‎Wotruba, Fritz, Bildhauer (1907-1975).‎

‎Ms. Briefkarte mit eigenh. U. [Wien], 1. I. 1961.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit ms. adr. Kuvert. Wünsche zu Neujahr im eigenen wie im Namen seiner Frau an Josef Wesely.‎

‎Würbs, Karl, Maler (1807-1876).‎

‎Eigenh. Rechnung mit U. und eh. Adressnotiz. O. O. u. D.‎

‎Zusammen 2 SS. 8vo. bzw. 6,4:10,8 cm. "Rechnung für zwey getuschte Blätter, Ansichten nach der Natur von Karlstein und Bürglitz samt Reisediäten [...]". - Nach Studien an der Prager Akademie war Würbs Inspektor der Prager Galerie und Lehrer am Technischen Institut in Prag. Seine Landschaften, Architekturbilder und Stadtansichten sind zwar "trocken wiedergegeben, doch von bedeutendem topographischem Wert" (Thieme/B. XXVI, 292).‎

‎Würth, Franz Xaver, Medailleur und Münzgraveur (1749-1813).‎

‎Eigenh. Empfangsbestätigung mit U. Wien, 9. III. 1798.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. Folio. Quittiert den sogleich erhaltenen Betrag von 18 Gulden für "1 Jäger Bandalier Schild, wiegt 5½ Loth [...] mit Silber und Facon". - Der Bruder von Ignaz Sebastian und Johann Nepomuk Würth wurde von Matthäus Donner in Wien ausgebildet. Seit 1786 war er Mitglied der Wiener Akademie, wurde 1813 Direktor der Graveur- und Medailleurschule und vor allem durch Bildnisse von Kaiserin Maria Theresia bekannt. Sein Werk umfaßt über hundert Medaillen.‎

‎Zajicek, Karl, Maler (geb. 1879).‎

‎Gedr. Visitkarte mit 2½ eigenh. Zeilen. Wien, o. D.‎

‎1 S. 4:8 cm. Ersucht "um die Ehre, wegen meines Bildes 'Hugo Wolfabend' im akadem. Wagnerverein vorsprechen zu dürfen". - Zajicek war Schüler der Malschule Strehblow in Wien und studierte später an der Akademie der bildenden Künste; das erwähnte Gemälde wurde von der Stadt Wien angekauft und befand sich im Besitz des Museums der Stadt Wien. Vgl. Thieme/B. XXXVI, 388. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Zasche, Theodor, Maler und Karikaturist (1862-1922).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 6. V. 1909.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Dame, der gegenüber er sich für die seinerseits unverschuldet verspätete Sendung eines Paktes nach Berlin an die "Woche" entschuldigt: "Auch aus anderen Gründen d.h. sowo[h]l für Sie, als auch für mich und auch die ‘Woche’ ist mir dies sehr unangenehm. Denn ich habe vergeblich die Reproduktion in der letzten Nummer gesucht und mir die Ursache nicht erklären können [...]". - Theodor Zasche, Sohn und Schüler von Josef Zasche, studierte an der Wr. Kunstgewerbeschule, leitete nach dem Tod seines Vaters dessen Werkstätte für Porzellanmalerei "und widmete sich namentlich der Ausführung feiner Arbeiten in Fayence und Email" (Thieme/Becker XXXVI, 417). Als Karikaturist war Zasche u. a. für den ‘Floh’, das ‘Wiener Witzblatt’, die ‘Wiener Luft’, die Münchener ‘Lustigen Blätter’ und die Berliner ‘Fliegenden Blätter’ tätig (vgl. Denscher, Österreichische Plakatkunst 1898-1938. Wien, Brandstätter, 1992, S. 203); um die Jahrhundertwende begann Zasche, der seit 1892 Mitglied des Wr. Künstlerhauses war, mit der künstlerischen Gestaltung von Partiturschmuck (vgl. Fanelli, Wiener Jugendstil. Die Druckgraphik, Frankfurt a.M. und Berlin, Propyläen, 1992, S. 111); als Gebrauchsgraphiker zählt er zu den "wichtigsten Entwerfer[n] der zwischen 1915 und 1918 gedruckten Plakate (Schweiger, Aufbruch und Erfüllung. Gebrauchsgraphik der Wiener Moderne. Wien und Mchn., Brandstätter, 1988, S. 102; eine Abbildung zweier Plakate findet sich bei Denscher, a.a.O., S. 78 und 149).‎

‎Zasche, Theodor, Maler und Karikaturist (1862-1922).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 9. XII. 1911.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. "Bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich mir erlaube, Sie mit einer Bitte zu belästigen. Mein Bruder Josef Zasche ist Beamter der engl. Gasgesellschaft. Bei der dienstägigen Stadtratssitzung soll entschieden werden, ob er, nachdem er über 50 Jahre ist, auch mit in städtische Dienste übernommen werden soll [...]". - Theodor Zasche, Sohn und Schüler von Josef Zasche, studierte an der Wr. Kunstgewerbeschule, leitete nach dem Tod seines Vaters dessen Werkstätte für Porzellanmalerei "und widmete sich namentlich der Ausführung feiner Arbeiten in Fayence und Email" (Thieme/B. XXXVI, 417). Als Karikaturist war Zasche u. a. für den "Floh", das "Wiener Witzblatt", die "Wiener Luft", die Münchner "Lustigen Blätter" und die Berliner "Fliegenden Blätter" tätig (vgl. Denscher, Österr. Plakatkunst 1898-1938. Wien 1992, S. 203); um die Jahrhundertwende begann Zasche, der seit 1892 Mitglied des Wiener Künstlerhauses war, mit der künstlerischen Gestaltung von Partiturschmuck (vgl. Fanelli, Wiener Jugendstil. Die Druckgraphik, Frankfurt 1992, S. 111); als Gebrauchsgraphiker zählt er zu den "wichtigsten Entwerfer[n] der zwischen 1915 und 1918 gedruckten Plakate (Schweiger, Aufbruch und Erfüllung. Gebrauchsgraphik der Wiener Moderne. Wien 1988, S. 102; eine Abbildung zweier Plakate findet sich bei Denscher, S. 78 und 149). - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Zauner, Lothar, Maler, Graphiker und Schriftsteller (1898-1948).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Gratwein bei Graz, 19. II. 1938.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank "für die aufmerksamen und freundlichen Glückwünsche" zu seinem Geburtstag. - Der aus Weinberge-Prag stammende Künstler lebte als Maler und Graphiker in Graz bzw. Gratwein bei Graz und betätigte sich auch als Herausgeber von Zeitschriften, Lyriker und Dramatiker.‎

‎Zauner, Lothar, Maler und Graphiker (1998-1948).‎

‎Ms. Postkarte mit U. Gratwein, 14. II. 1947.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Nebst Dankesworten an Oberlehrer Josef Wesely für seine alljährlichen Glückwünsche erkundigt sich Zauner über den Ursprung der Bekanntschaft denn, so schreibt er, Weselys Schreiben hätten "immer wieder den Wunsch in mir belebt, einmal Gelegenheit zu finden, meinen Dank auch persönlich abstatten zu können."‎

‎Zelezny, Franz, Bildhauer (1866-1932).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 2. II. 1917.‎

‎1 S. Gr.-8vo. An eine Direktorsgattin: "Ich bitte in meinem und meiner Familie Namen die besten Wünsche zu Ihrem Geburtstage entgegen zu nehmen. Wir alle wünschen dass Sie gnädige Frau lange Jahre in Ihrem so schönen und nützlichen Berufe, der jetzt, in dieser schweren Zeit doppelt geschützt werden muss wirken können [...]". - Zelezny, ehedem Schüler von Julius Deininger und Anton Brenek, ließ sich nach mehrjähriger Tätigkeit in der väterlichen Bildhauerwerkstatt und einem Aufenthalt in Paris als freischaffender Bildhauer in Wien nieder, wurde Mitglied des Künstlerhauses, gehörte dem Albrecht-Dürer-Bund an und war 1907/08 als Prof. an der Fachschule für Holzbearbeitung in Villach tätig. Später lebte und arbeitete er wieder in Wien. Er schuf u. a. zwei Reliquienbüsten der Päpste Sixtus und Urban (1902) für den Wiener Stephansdom, eine Buchsholzstatuette der Kaiserin Elisabeth (1905) sowie zahlreiche Bildnisse bekannter Wiener Persönlichkeiten.‎

‎Zeller-Zellenberg, Wilfried.‎

‎Liebeserklärung an Baden. [Baden, Zweymüller, 1977].‎

‎2 Bll. und 12 Farbtafeln. Farbig illustrierte Originalbroschur. Qu.-8vo. Mit eigenh. Widmung und U. des Verfassers. Beiliegend 2 gedr. Billetts mit eigenh. U. O. O., [1975 und 1977]. Hübsches, nicht im Handel erschienenes Bändchen mit Zeller-Zellenbergs Ansichten zum Thema der gleichnamigen Ausstellung der Buchhandlung Zweymüller (Kleine Galerie am Hauptplatz). - Die Billetts als Neujahrsgrüße an den namentlich nicht genannten Dr. Leonhard Zach in Wien. - Wilfried Zeller-Zellenberg wurde vor allem durch seine über 400 Buchillustrationen bekannt, u. a. von Josef Weinheber, Erich Kästner und Kurt Tucholsky. Im Film war der bekannte Illustrator neben Erika Pluhar in Georg Lhotskys 1968 entstandener Verfilmung von Gerhard Fritschs Roman ‘Moos auf den Steinen’ zu sehen. Vgl. Czeike V, 695.‎

‎Zerritsch, Fritz, Maler (1888-1985).‎

‎2 eigenh. Bildpostkarten mit U. [Wien], 1950 und 1959.‎

‎Zusammen 2 SS. auf 2 Bll. (Qu.-)8vo. Jeweils mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Der Sohn des Bildhauers Fritz Zerritsch studierte an der Malschule Scheffer und bei Christian Griepenkerl an der Allgemeinen Malerschule der Wiener Akademie. 1909 trat er in die Spezialschule Alois Delugs ein. Seit 1914 war er Mitglied des Wiener Künstlerhauses, malte Landschaften, Tiere und Bildnisse und schuf Entwürfe für Gobelins, Briefmarken und Banknoten. 1939 wurde er Professor an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien.‎

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