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Marx, Friedrich, Schriftsteller und Offizier (1830-1905).
Eigenh. Visitenkarte Mähr. Weisskirchen [Visitkarte], 11. August 1882 [Sammlervermerk]
1 S. Visitkartenformat. Mit Sammlerkuvert. Gedicht: "Rühre ratlos deine Hände | In dem großen Weltgeschehen, | Schwinge Zornes Feuerbrände, | Oder glühe fromm in Liebe; | Adlerflüge der Gedanken | Aus der Völker Augenmerk | Ohne Zagen, ohne Schwanken | Fördre dein und Gottes Werk! [...]". - Neben einer erfolgreichen militärischen Laufbahn bis zum Rang eines Oberst war Friedrich Marx schriftstellerisch tätig. 1870-1872 hatte er den Vorsitz des steiermärkischen Schriftsteller Verbandes inne. Peter Rosseger, Robert Hammerling und Alfred Meißner zählten zu seinen Freunden. - Mit lithogr. Namenszug "Major Friedrich Marx" recto.
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Müller-Guttenbrunn, Adam, Schriftsteller und Journalist (1852-1923).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 11. I. 1904.
1 S. 8vo. An den "Wiener Verlag": "Ich bin soeben mit dem letzten Kapitel meines Romans aus der Wiener Gesellschaft beschäftigt, der in Ihren Verlag passen dürfte. Gestatten Sie daher die Anfrage, ob Sie im Prinzip geneigt wären, ein Buch von mir aufzu[ne]hmen. Dasselbe behandelt in der vornehmsten u. delikatesten Weise ein soziales Problem [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Gelocht, geringer Buchstabenverlust, mit Randeinriss.
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Nordau, Max, Kulturkritiker und Mitbegründer der Zionistischen Weltorganisation (1849-1923).
Eigenh. Postkarte mit U. Paris, 18. II. 1909.
2 SS. 8vo. Mit eh. Adresse. An den Schriftsteller und Lokalhistoriker Paul Tausig betreffs einer publizistischen Auseinandersetzung mit G. B. Shaw: "Besten Dank für Ihr freundliches Interesse an meiner 'Entartung'. Ich habe allerdings, von dem damaligen Feuilletonredakteur der 'Frankf. Ztg.' Hrn. Hugo Ganz unablässig gedrängt, auf das Shawsche Gewäsch geantwortet, obschon es dies kaum verdiente. Meine Antwort ist als Feuilleton im 1. Morgenblatte der 'Frankf. Ztg.' vom 24. Nov. 1907 erschienen. Sie scheint den wackern Shaw an einer kitzeligen Stelle getroffen zu haben, wenigstens zeigt seine Erwiderung (Frankf. Ztg. vom 14. Dez. 1907) nicht die überlegene Pose, die er anzunehmen liebt […]". - Gemeint ist Nordaus bereits 1892 erschienene Schrift "Entartung", in der er den Begriff der Degeneration auf Künstler wie Nietzsche, Tolstoi, Richard Wagner, Emile Zola und Henrik Ibsen anwandte und ebenso auf zeitgenössische Strömungen wie Symbolismus, Spiritismus, Parnassianismus u. a. übertrug. Die kontroversiell besprochene Schrift war dann anscheinend zur Zeit dieser Karte wieder im Gespräch. Zu der Auseinandersetzung von Shaw und Nordau vgl. Hannes Schweiger, "The Sanity of Art. Bernard Shaws Beitrag zur Rezeption von Max Nordaus Entartung im angloamerikanischen Raum", in: Helga Mitterbauer und Gregor Kokorz (Hg.): Übergänge und Verflechtungen. Kulturelle Transfers in Europa (Bern, Peter Lang, 2004), S. 171ff.
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Proschko, Franz Isidor, Schriftsteller (1816-1891).
Eigenh. Gedicht "Menschenwort und Gottesurtheil" mit U. O. O. u. D.
1¼ SS. 4to. "Zu Thorn in Preußen saß der Weise, | Sie hatten es ihm angethan | Und viel ertrag auf seiner Reise | Durch's Leben dieser große Mann, | Was Wunder, daß die stille Zähme [?] | Auf seiner Wange kleben blieb | Als er da zu der Menschheit Ehre | der Sterne Satzung niederschrieb. | Da trat zu ihm sein Freund, der treue, | Und sprach: 'O daß ich zu sagen weiß! | Sie haben dich beschimpft auf's neue, | mein herrlicher Kopernikus [...]". - Leicht tintenfleckig.
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Ranzoni, Emmerich, Schriftsteller und Journalist (1823-1898).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 16. I. 1867.
1 S. 8vo. An einen nicht namentlich genannten Empfänger mit der Bitte um eine Ballkarte: "Sehr geehrter Herr u. Freund! Sie würden mich verbinden, wenn Sie mir zum morgen stattfindenden Damenabend der Hesperus für den Kaufmann Herrn Adolf Fürst eine Gastkarte zukommen ließen. Ich wäge mich in der Hoffnung keine Fehlbitte gethan zu haben. Die Karte ersuche ich Sie in die Redaktion der 'N. fr. Presse' Kärntnerring N°12 zu schicken u. wenn Sie recht liebenswürdig sein wollen, dies schon im Laufe des Vormittags zu thun [...]". - Emmerich Ranzoni studierte in Wien Jus und etablierte sich als freier Schriftsteller und Journalist. Seit ihrer Gründung im Jahr 1864 war er Mitarbeiter der Neuen Freien Presse. Ranzoni galt als Kenner der Wiener Kunstszene und war eine bedeutende Persönlichkeit im Kulturleben der Stadt. - Der Kunstverein "Hesperus", der nach der Auflösung der "Aurora" 1859 gegründet worden war, veranstaltete regelmäßig Bälle. Zu den prominetesten Mitgliedern des Vereins zählten die Strauss-Brüder, die die Tanzveranstaltungen um zahlreiche Kompositionen bereicherten. - Leicht angeschmutzt. Mit kleinen Randeinrissen.
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Resl, Franz, Schriftsteller und Komiker (1883-1954).
Eigenh. Albumblatt mit U. (Salzburg, November 1925).
½ S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "'Vergiß das Lachen nicht! Es ist des Lebens wärmende, heilende Sonne!' Zur frdl. Erinnerung an den Salzburger 'Reslabend' im November 25 [...]". - Verso gedruckt eine Photographie Resls, im Freien an einem Tisch sitzend und schreibend, darunter ein vierzeiliges Gedicht mit Unterschrift.
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Sand, George, Schriftstellerin (1804-1876).
Eigenh. Manuskriptfragment mit U. ("George Sand"). O. O. u. D., [1844].
1 S. Qu.-8vo. Die letzten Zeilen (S. 8 des ursprünglichen Manuskripts) des 1844 in der kurzlebigen Regionalzeitschrift "L'Éclaireur" (1844-48) erschienenen Artikels "Politique et socialisme", der mit einem Appell zur Überwindung persönlicher Gegensätze zwischen verschiedenen republikanischen Gruppierungen und zum gemeinsamen Kampf für die Demokratie endet: "d'amertume personnelle, puisque nous ne connaissons pas et ne jugeons pas les personnes. mais s'il le fallait, si la recherche de la vérité était à ce prix, nous n'aurions peur d'aucun sentiment injuste. Et quant à ceux qui, ne méritant pas nos reproches, n'auraient pas dû se les attribuer, nous comptons sur leur justice, sur leur générosité, sur leur aide. Si la distinction que nous établissions entre les politiques et les socialistes est vaine et mal fondée, rejouissons-nous ensemble. Si tous, nous nous inspirons des mêmes désirs, si tous nous avons résolu d'abandonner les fausses méthodes, réunissons nous sous une bannière glorieuse et militante, celle qui déploye [!] à tous les regards et porte dans tous ses plis un mot sacré: Démocratie". - Nach Streichungen und Hinzufügungen in den letzten zwei Zeilen entspricht das Manuskript bis auf minimale Unterschiede in Punktuation und Orthografie dem gedruckten Text. - Gemeinsam mit Pierre Leroux und Louis Viardot gründete George Sand 1844 "L'Éclaireur" als republikanische Zeitschrift für die Départements Indre, Cher und Creuse. Das Trio hatte 1841 bereits die sozialistische Zeitschrift "La Revue indépendante" gegründet, 1845 folgte die Gründung der "Revue sociale". Bis 1848 intensivierte sich Sands politische Publikationstätigkeit, die Abschaffung der Zensur ermöglichte im Revolutionsjahr zahllose, meist kurzlebige Neugründungen. Zwischen März und Mai 1848 war George Sand mitverantwortlich für Alexandre Ledru-Rollins "Bulletin de la République", in dem sie das Recht zum Aufstand verteidigte. Mit der blutigen Niederschlagung des Juniaufstands 1848 zerschlugen sich die Hoffnungen der Radikaldemokraten und spätestens nach dem Staatsstreich Napoleons III. 1851 befand sich die Pressezensur wieder auf vorrevolutionärem Niveau. - Leicht fleckig; Faltspuren.
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Sardou, Victorien, Dramatiker (1831-1908).
Eigenh. Brief mit U. ("Vict. Sardou"). Paris, 7. V. [o. J.].
1 S. Kl.-8vo. An eine nicht namentlich genannte Schauspielerin oder Sängerin mit Glückwünschen und Danksagungen anlässlich einer bevorstehenden Aufführung: "G. Royer nous a appris que vous aviez désigné le 6 juin pour cette representation qui sera votre Triomphe, et, tant au mon propre qu'au nom du comité, je ne saurais trop vous dire notre profonde reconnaissance et celle de Made Marie-Laurent qui me prie de vous remercier de tout son coeur [...]". - Die im Brief erwähnte Marie Laurent (1825-1904) war Schauspielerin am Pariser Théâtre de l'Opéra. In ihrer langen Karriere spielte sie in Victorien Sardous "La Haine" und in "Theodora" an der Seite Sarah Bernhardts. Sardous berühmtestes Stück ist das Drama "La Tosca", nach dem Giuseppe Giacosa und Luigi Illica das Libretto zu Puccinis gleichnamiger Oper schrieben. - Gefaltet. Mit Sammlervermerk in Blei recto, der die "grande artiste" mit Adelina Patti identifiziert.
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Scribe, Eugène, playwright and librettist (1791-1861).
Autograph letter signed. Séricourt, 7. IX. [1842?].
8vo. 1¼ pp. on bifolium. With autograph address. To the the playwright Anne-Honoré-Joseph Duveyrier, called Mélesville (1787-1865), about the libretto of the opera "Lambert Simnel" that the two writers co-authored. Writing from his château in northern France, Scribe thanks his friend for a favour and complains that he cannot write as fast as he used to due to his age. He announces his return to Paris where he will write the prose and go over some scenes: "Merci, mon cher ami, merci mille fois de toutes les peines que vous avez prises pour moi. elles ne m'ont pas étonnées, car il y a longtemps que j'ai l'habitude de votre amitié, mais elles m'ont fait grand plaisir et maintenant je voudrais etre a meme de vous rendre la pareille. ainsi ne craignez pas de vous mettre en voyage quand vous aurez un ouvrage en répetition et que je serai à paris. je croiais ici et comme autrefois expedier en quinze jours ma comedie en cinq actes. il n'y a pas moyen! je me fais vieux et ma plume aussi elle ne va plus si vite et il en faudra au moins tout le mois si encore j'en viens à bout. en attendant, me voilà encore à avoir recours à vous - avancer à vos moments perdus, les morceaux de musique du 2de et 3me acte de Symnel et moi à mon retour j'écrirai toute la prose, ce qui me fatigue moins. et puis je revenai dans le premier acte les deux scenes qui me semblent devoir etre refaites [...]". - The largely forgotten opera by Scribe, Mélesville and the composer Hyppolite Monpou premiered on September 14, 1843 at the Opéra-Comique. Monpou had died two years earlier on 10 August 1841 - a premature death that is largely attributed to excessive labour. In the contract for "Lambert Simnel" a tight deadline was imposed on Monpou, and despite his health problems no delay had been granted. The score to the third act was subsequently completed by Adolphe Adam (1803-56). As Scribe mentions compositions for the third act, the letter probably dates to 1842, one year after Monpou's death, but well before the premiere. - On stationery with embossed initials. With tear from broken seal.
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Shaw, George Bernard, Anglo-Irish writer (1856-1950).
Typed letter. Ayot St Lawrence, 4. IV. 1926.
Oblong 8vo. 2 pages. To the writer Charles McEvoy: "What a chap you are! You should have been an operatic tenor, always wanting people to attend to you. Here I am, after slaving myself to death to get my big book through, suddenly forced to stop to produce that wretched play at the Strand Theatre, and then, when I was starting to work overtime to make up for it, knocked out for a month by this infernal pyrexia they call influenza. And all the time you are moaning because, after touching me for - how much was it to get you out of all your difficulties? you immediately demanded £80 more to save you from ruin. And when I throw your letters with oaths into the fire (half a dozen others having been busy cleaning out my loose cash just then) you conclude that my sensitive soul is wounded by your proposal to put it into a play, and modulate your moans accordingly. The reason your play is no use is that people dont [!] go to the theatre to hear that sort of thing. If they want Shaw (which is not invariably the case) they go to headquarters for it, and not to Bath. But that secondhand literary stuff is no use anyhow, no matter how you disguise it. Write a play about a superior young lady, who will not allow anyone to play jazz in her presence, or anything commoner than Bach, and who is revolted by the vulgarity of the cinema: in short, a first rate snob who thinks she is a ten foot highbrow. She meets and loves and is loved by a mistery man who is enormously rich, and loads with her presents, and sympathizes with her fastidiousness. Where, you will say, is the drama here? Very obviously the enormously rich connoisseur is Charlie Chaplin, unrecognizable without the moustache and bowler hat and baggy trousers, though he has a strange sense of having been haunted by his eyes. You can make another The Likes of Er out of that: at least I could. I canT [!] write any more: it puts up my temperature. G. B. S." - With printed address.
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Shaw, George Bernard, Anglo-Irish writer (1856-1950).
Typed letter signed ("G. Bernard Shaw"). Apparently Adelphi Terrace (London), 24. X. 1917.
4to. ¾ page. To the writer Charles McEvoy: "You cant take me in: they have chucked you out of the clerkship because you cannot even be induced to date your letters. On my return from Ireland this morning I found this one waiting for me; and I havnt the least idea when it was written. The only thing to be done with a man like you is to give him a commission, thereby raising his pay and relieving him from any obligation to work. I always thought your father would be one of the best cards in your hand pending your achievement of a commanding literary position [...]". - With printed address and some larger stains.
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Silberer, Geza (Pseud. Sil-Vara), Journalist und Schriftsteller (1876-1938).
Eigenh. Postkarte mit U. [Poststempel: Los Angeles, 12. X. 1929].
1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An den Schriftsteller, Journalisten und Direktor der literarischen Abteilung der RAVAG, Hans Nüchtern in Wien: "Herzliche Grüße vom anderen Ende der Erde [...]". - Auf der Bildseite das United Artists Theatre.
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Svoboda, Adalbert, Journalist und Schriftsteller (1828-1902).
Eigenh. Brief mit U. München, 10. XII. 1885.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Herrn Doktor: "Besten Dank für das liebenswürdige Wohlwollen, mit welchem Sie neuerdings mein Buch besprochen hatten. Es möge Ihre so collegial warmherzige Recension auch die Verbreitung meiner Schrift fördern. Hoffentlich komme ich noch einmal in die Lage, auch Ihnen zeigen zu können, dasz ich collegiales Fördern und Zusammenhalten werkthätig zu würdigen weisz. In meinem Befremden schrieb mir Karl Bewalder aus Triest, dasz er nach Amerika wolle; er will von mir ein Empfehlungsschreiben. Ich werde mir Eines von einem Maler erbitten, obwohl ich bisher durch meine Theilnahme für diesen Unglücksburschen nur Unangenehmes erfahren habe. Doch daran darf man sich einem so desolaten Schicksal gegenüber nicht stoszen, wie es das des armen Jungen ist. Ich werde übrigens den Bewalder auf das Bedenkliche seines Vorhabens aufmerksam machen. Haben Sie nochmals herzlichen Dank für den mir erwiesenen wichtigen Dienst [...]".
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Tabarelli, Hans von, Schriftsteller (1898-1956).
Visitenkarte mit eigenh. Notiz (?). Wien, o. D.
1 S. Visitkartenformat. Mittig der geprägte Namenszug; der Grafentitel, die Berufsbezeichnung "Schriftsteller" sowie die Adresse und Telefonnummer in Bleistift ergänzt.
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Thoma, Ludwig, Schriftsteller (1867-1921).
Eigenh. Brief mit U. ("von Deinem Jagerlucke"). Unterweikertshofen, 3. VIII. 1909.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An sein "Katzl", d. i. seine Frau Marion: "Ich wäre gestern schon umgekehrt, wenn es nicht absolut notwendig wäre, jetzt die Brunft auszunutzen. Grüße Hr[n]. Kutschera schön von mir + seid recht lustig im Bauernstübl, für das ich schon wieder einen guten Sechser geschossen habe [...]". - Bl. 1 im Mittelfalz zur Hälfte durchtrennt; stellenweise einige kleine Randläsuren. - Beiliegend eine Photographie die den etwa 50jährigen in der Bauernstube seines Hauses in Tottach am Tegernsee zeigt.
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Thoma, Ludwig, Schriftsteller (1867-1921).
"Kühlmann". Eigenh. Manuskript in Gedichtform mit U. O. O., [1917].
1½ SS. auf 2 Bll. 4to. Mit einer Beilage (s. u.). "Der Kleine horcht. In tausendfachen Sorgen | Die heut ihn drücken, während ihm das Morgen | In graue Nebel sich verbirgt, will er mit Bangen | Von Andren Trost und Zuversicht empfangen.| Die jetzt am Ruder sind, die sollen sagen | Was ihm zu hoffen steht. Er will ertragen, | Will Bittres dulden, doch es soll den Seinen | Und ihm des Glückes Sonne wieder scheinen [...]". - Das Gedicht richtet sich gegen den Ausspruch des damaligen deutschen Staatssekretärs im Auswärtigen Amt Richard von Kühlmann, der Krieg könne nicht mehr mit Waffengewalt gewonnen werden. - Mit einigen Faltspuren und kleinen Randläsuren. - Beiliegend eine eh. Postkarte in fränkisch inspirierter Rechtschreibung an Fanny Kirschner, die Gattin eines Kunstmalers in Tölz (Tuften bei Rottach, 15. VII. 1908. 1 S. 8vo. Mit eh. Adresse).
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Treitschke, Georg Friedrich, Dramatiker und Schmetterlingskundler (1776-1842).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 11. IV. 1840.
1 S. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Sie empfangen, meine sehr werthe Freundin, hierbey das Blatt aus Ihrem Stammbuche, von mir beschrieben, zurück; freylich nicht so zierlich, wie Ihr gestriges Briefchen, das nun meiner Autographen-Sammlung einverleibt ist. Ich wünsche, daß Sie bald ganz gesund seyn und dann gelegentlich einmahl meine Tochter besuchen mögen, die sich darauf im voraus, wie ihr Vater, freut [...]".
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Waldeck, Heinrich Suso, Schriftsteller und Geistlicher (1873-1943).
Eigenh. Brief mit U. Eichgraben bei Wien, 8. IV. 1930.
1½ SS. 8vo. An die Österreichische Radioverkehrs AG, ein Schreiben von Hans Nüchtern beantwortend: "Für Ihr Schreiben vom 5.IV., das mich heute, am 8.IV., erreicht hat, bestens dankend, teile ich mit, daß ich mit dem Vortragstermin 17. April 19.15h sehr einverstanden bin und zuverlässig zur Stelle sein werde. Das Material, das ich Ihrer freundlichen Auswahl unterbreiten möchte, folgt mit nächster Post [...]". - Mit Empfangsstempel der RAVAG.
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Wildgans, Anton, Lyriker und Dramatiker (1881-1932).
Brief mit eigenh. U. Wien, April 1931.
1 S. Kl.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Zutiefst berührt von der überwältigenden Fülle freundlicher Zeichen, die mir anläßlich meines fünfzigsten Geburtstages zukamen, bitte ich, auch für Ihr liebes Gedenken meinen innigsten Dank sagen zu dürfen [...]".
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Wilhelm, Ignaz, Journalist.
Brief mit eigenh. U. Wien, 5. XI. 1890.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. Dankesschreiben an einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Nehmen Sie, geehrter Herr, meinen verbindlichsten Dank für die Liebenswürdigkeit Ihres persönlichen Erscheinens bei meinem Feste und für das wundervolle Accompagnement, welches den Witz meines Freundes Bauer und des unvergleichlichen Girardi [d. i. der Schauspieler und Operettensänger Alexander Girardi] zu vollendeter Geltung gebracht hat [...]". - Ignaz Wilhelm war Gründer, Herausgeber und Redakteur der "Correspondenz Wilhelm" - Auf lithogr. Briefpapier der "Correspondenz Wilhelm". Gefaltet.
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Wilhelm, Ignaz, Journalist.
Eigenh. U. (ausgeschnitten). Wien, 21. II. 1868.
209:62 mm. Gründer, Herausgeber und Chefredakteur der "Correspondenz Wilhelm".
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Wilhelm, Ignaz, Journalist.
Eigenh. U. (ausgeschnitten). Wien, December 1866 [Sammlervermerk].
202:101 mm. Gründer, Herausgeber und Chefredakteur der "Correspondenz Wilhelm".
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Wilhelm, Ignaz, Journalist
Eigenh. U. (ausgeschnitten). Wien, 31. X. 1868.
205:65 mm. Gründer, Herausgeber und Chefredakteur der "Correspondenz Wilhelm".
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Zuckmayer, Carl, Schriftsteller (1896-1977).
4 (2 eigenh. und 2 ms.) Briefe mit eh. U. ("Dein Zuck"). [Hanover, NH], Dartmouth Clinic, 30. V. bis 24. VI. 1955.
Zusammen 17 (davon 14 eh.) SS. auf 10 Bll. 4to und qu.-8vo. An Hella Jacobowsky, seine langjährige Mitarbeiterin und Intima in Deutschland, mit Mitleid erregenden Berichten in epischer Breite über seinen "kleinen accident" am Pfingstsamstag, wo er sich auf einem Spaziergang in der Vermonter Wildnis mit seinem Freund McDill bei einem Sprung von einem "kleinen Steinwall" das Knie so schwer verletzt habe, daß er ins Krankenhaus mußte, wo sein Bein stillgelegt wurde: "[…] mein Kniegelenk schnappte mit einem so lauten 'click' heraus, dass mein Freund John es hörte wie einen Hammerschlag auf einen Stein […]". Die Bergung in der fast unbewohnten Gegend habe Stunden gedauert, und die Schmerzen seien unerträglich gewesen. Das einzig Gute an dem Unfall sei, daß er zu Hause als Hilfe ausfalle und seine Frau nun merke, wie sehr er im Haus gebraucht werde. "[…] Sonst wird stillschweigend hingenommen, dass ich einen unbezahlten Dienstboten und Butler ersetze und werde überhaupt nicht bemerkt!!" (30. V.). Die Abhängigkeit von Krücken und der Hilfeleistung durch andere lähme seine Arbeitskraft, die er für die bevorstehende Schiffsreise nach Hamburg brauche, wo am 3. September die Uraufführung seines Stückes "Das kalte Licht" stattfinden werde. Es folgen Anweisungen, dort für seine Nachbehandlung zu sorgen und ebenso für eine geeignete Unterbringung. Die Hotel-Frage beschäftigt ihn: "Nur keine 'gepflegte Behaglichkeit'" wie in jener Pension, in der ihn der Verleger Goverts unterbringen möchte. Er plädiert für das Hotel Vier Jahreszeiten, das diskreter als das Atlantic sei, wo immer "Presseleute und andere Geyer herumlungerten", und wünsche "soviel Privacy dass ich mich nicht kastrieren lassen muss wenn ich allein dort lebe [...]" (17. VI.). Am Filmvertrag für das "Köpenick"-Treatment wolle er nichts ändern und sei entschlossen, die von Gustav Gründgens "aus unwiderlegbaren Gruenden" gestrichene "Bum-Szene" des neuen Stückes zu widerlegen (24. VI.). - Die beiden Quart-Briefe auf Luftpostpapier.
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Zuckmayer, Carl, Schriftsteller (1896-1977).
5 eigenh. Briefe mit U. [Hanover, NH], Dartmouth Clinic, [Backwoods Farm/Barnard, Vermont] und New York, 16. VII. bis 25. VII. 1955.
Zusammen 13¼ SS. auf 9 Bll. 4to und qu.-8vo. Die vorliegenden Briefe an Hella Jacobowsky, seine langjährige Mitarbeiterin und Intima in Deutschland, sind Zuckmayers letzte Briefe vor der Schiffsreise nach Hamburg und behandeln die dort von ihr noch zu treffenden Vorbereitungen. Am 3. Sept. finde in Hamburg die Uraufführung seines Dramas "Das kalte Licht" statt, bei der er anwesend sein möchte. Durch alle Briefe, die zunächst ausführlich seinen Krankheitszustand (Zuckmayer war wegen einer schwerwiegenden Knieverletzung in Behandlung) zum Gegenstand haben (Schmerzen, Therapie, Rückfall, Angstgefühl und Verzweiflung), zieht sich die Unruhe über das Näherrücken des Reisetermins und die Ungeduld über das langsame Fortschreiten der Genesung, obwohl "mein Doktor höchst erbaut vom Zustand der Beinmuskeln" war: "Kommt dazu der seltsame Betrieb in einem amerikanischen Spital. Der Doktor tut seinen job, sagt Dir alles auf netteste Weise, und dann ist er parti, wohnt nicht mehr dem ersten Aufsteh- und Krückenversuch bei: The nurse will take care of you. Aber die Nurses haben grade Schichtwechsel, es kommt eine herein, die nicht zuständig ist usw. - Du bist allein [...]". Da er nicht "mit Krücken in die Wanne kann", müsse er auf eine männliche Nurse warten, von denen es zu wenige gebe. "Die weiblichen Nurses dürfen keine nackten Männer sehen - - - (offiziell). Diejenige, die neulich [...] sweet and intimate mit mir war, kam sofort herein, als Jobs [d. i. seine Frau Alice] abends gegangen war [...] und war ganz enttäuscht, dass ich nicht in der Stimmung für flirtations war und sie hinaus schmiss [...]"(16. VII). - "[…] Erst jetzt empfinde ich das Deprimierende dieser Sache. Die Gefährdung der ganzen weiteren Existenz, falls es nicht 'gut' würde [...] Und irgendeinen Sinn muss diese gottverdammte Sauscheisse ja vielleicht doch haben" (17. VII.). - "[...] Ich fühle mich recht discouraged und deprimiert [...] alles eine säuische Strapaze [...] Sie werden mich in einem Wheelchair an Bord rollen! [...]" (25. VII.). Ungeachtet dessen gibt er Anweisungen für die Schiffspassage (die amerikanischen Pässe für ihn und seine Frau seien rechtzeitig eingetroffen) und für die gewünschten Zimmer im Hotel Vier Jahreszeiten sowie zu Geldangelegenheiten, damit für seinen und seiner Familie Aufenthalt genügend Geld zur Verfügung stehe: "Von Realfilm bekam ich eine Bestätigung, dass die erste Rate [für den "Hauptmann von Köpenick"] ausgezahlt sei. Also werden wir nicht im Druck sein [...]" (ebd). - Auf Luftpostpapier.
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Achsel, Wanda, Sängerin (1891-1977).
Albumblatt mit eigenh. U. O. O., 22. X. 1933.
1 S. Qu.-8vo. In Bleistift. - Mit kleinen Läsuren am oberen Rand und Montageresten.
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Albert, Eugen d', Komponist und Pianist (1864-1932).
Eigenh. Brief mit U. Morcote (Schweiz), 7. VI. 1926.
1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Direktor: "Des Weiteren möchte ich Ihnen über meine neue Oper 'Der Golem' mitteilen, daß dieselbe im Oktober in Frankfurt/M mit Dr. Wallerstein u. Prof. Clemens Krauss ihre Uraufführung erleben soll. Wenn Sie sich noch dafür interessiren, würde ich Ihnen das Textbuch von den Verlegern Universal-Edition Wien zusenden lassen [...]".
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Albert, Eugen d', Komponist und Pianist (1864-1932).
Eigenh. Postkarte mit U. [Coburg, 12. XII. 1884].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Photographen und Galeristen Alfred Stieglitz, der zu jener Zeit an der Technischen Hochschule in Berlin studiert hatte: "Die Zeit meines Aufenthaltes in Amerika ist noch gar nicht bestimmt; jedenfalls wird es nicht nächsten Winter sein [...]". - Mit einer kleinen vertikalen Knickfalte; die Adreßseite mit kleinen Montagespuren.
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Anday, Rosette, Sängerin (1903-1977).
Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. In Bleistift. - Mit kleinen Läsuren am oberen Rand und Montageresten.
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Baum, Vicki, Musikerin und Schriftstellerin (1888-1960).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 12. VI. 1904.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Maler Hans Stalzer: "Theile Ihnen, hoffentlich noch rechtzeitig, - mit, dass ich Dienstag d. 14. von 3h Nachmittag an ganz zu Ihrer Verfügung stehe. Sollten Sie Dienstag keine Zeit haben, so bitte mich gütigst zu verständigen [...]". - Auf lithographiertem Briefpapier mit der Darstellung einer elegant gekleideten Dame, auf einer Mauer sitzend, mit Tauben und Gießkanne.
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Baum, Vicki, Musikerin und Schriftstellerin (1888-1960).
Eigenh. Brief mit U. O. O., Sonntag.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Maler Hans Stalzer: "Bitte, erschrecken Sie nicht zu sehen, dass Sie anstatt einer anständigen kurzen Karte einen langen Brief bekommen. Ich möchte nämlich einen guten Rath von Ihnen haben, und die Sache ist zu compliciert, um auf einer Karte Platz zu finden. Ich würde nämlich zu einem Geschenk eine kleine Statuette von mir brauchen und zwar -, falls Sie glauben dass dies keine zu arge Geschmacklosigkeit ist, - als Mignon oder so ähnlich angezogen. Nun möchte ich Sie fragen, ob Sie vielleicht einen Kollegen an der Akademie wissen, der so etwas übernehmen würde, und wie hoch so ein Spass kommen könnte; die Geschichte geht nämlich von meiner, sehr traurig bestellten Cassa. Bitte wollen Sie mir da einen guten Rath geben? - Ich bin schon in Wien. Wann kommen Sie zurück? Ich schäme mich eigentlich bei dem Gedanken, dass Sie den ganzen Sommer so fleißig sind und ich so faul. Mein Portrait ist reizend, nur sehe ich jetzt viel besser, und viel gemeiner aus. Wie sind die 'mährischen Gefilde' in landschaftlicher Beziehung? Oder nehmen die Portraits Ihre ganze Zeit in Anspruch [...]".
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Baum, Vicki, Musikerin und Schriftstellerin (1888-1960).
Eigenh. Brief mit U. O. O., Sonntag Vorm.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Maler Hans Stalzer, den sie als "Herr Pinselschwinger" adressiert: "Wehe, wenn sie losgelassen, - Sie wissen, dass citieren meine schwache Seite ist -, Sie haben sich's jetzt selbst zuzuschreiben, wenn Sie statt einer schönen kurzen Karte einen ellenlangen Brief kriegen. Ich bin furchtbar neugierig, wie der 'Tag des Gerichtes' ausfällt; Sie müssen mir gleich schreiben. Übrigens werde ich Ihren Namen gewiss auch in der Zeitung finden. Was ist's mit der Planetenverkäuferin? Von ihrem Schicksal schreiben Sie gar nichts. Und wie geht's Ihnen selbst? Sind Sie mit der Wallfahrt fertig worden, und wie ist's ausgefallen? Sie sehen, dass ich auf eine große Menge Sachen neugierig bin und Sie könnten sich wirkich auch zu einem Brief aufschwingen - wie länger, wie besser, - ich habe hier ohnedies keine andere Gesellschaft als die Brife, die ich bekomme. Übrigens thut mir die absolute Ruhe hier recht gut, von den gewünschten 3 Kilo habe ich schon ein halbes zugenommen, und abgebrannt bin ich, -!- pickfein! Sonst gibt's von hier nichts zu berichten, ich faulenze und lese und umgekehrt [...]".
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Baum, Vicki, Musikerin und Schriftstellerin (1888-1960).
Eigenh. Brief mit U. O. O., Montag.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Maler Hans Stalzer: "Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr mich Ihre Nachricht gefreut hat. Der Preis ist Ihnen heuer wohl ganz unerwartet gekommen? Nun, verdient war er jedenfalls und ich gratuliere recht herzlich. Sie müssen mir noch schreiben, auf welches Bild Sie den Preis bekommen haben. Jetzt werde ich Sie also im Herbst gar nicht mehr sehen und mich mündlich für mein Portrait bedanken können, wie ich dies jetzt recht herzlich thue. Vor 27. d. ist es nicht möglich es in die Wohnung zu geben, da Papa erst am 26. nach Wien kommt. Vielleicht könnte man das Bild, im Falle Sie nicht so lange in Wien sind, einstweilen zum Schuldiener oder Portier der Akademie geben und dann von dort holen lassen? Sie werden da ja Rath wissen [...]".
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Böhm, Karl, Dirigent (1894-1981).
Gedr. Dankeskarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo.
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Böhm, Karl, Dirigent (1894-1981).
Gedr. Dankeskarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo.
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Brava, Franz Max, Komponist und Kapellmeister (1845-1883).
Eigenh. Brief mit U. Marburg an d. Drau, 16. I. 1866.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Es ist mir sehr viel daran gelegen, am nächsten stattfindenden 'Damen-Abend' mitzuwirken und eine superbe Coloratur-Sängerin vorzuführen, welche jetzt schon berechtigt ist im Hofoperntheater zu brilli[e]ren, und sowohl Ihnen, wie dem gesammten [!] Publikum einen großen Genuß bereiten würde. Sollte der nächste Damen-Abend diesen Samstag schon stattfinden, so bitte ich recht herzlich mir augenblicklich telegrafi[e]ren zu wollen, ob ich u. Frl. Szenta abreisen sollen oder nicht [...] Ich habe während meiner jetztigen [!] Laufbahn als Kapellmeister eine Operette vollendet, aus welcher Frl. Szenta im letzten Männergesangsvereinsconcerte [...] einen Walzer sang, der dieses Fräulein im wahren Lichte zeigte, und den sie so brillant vortrug, daß er stürmisch zur Wiederholung verlangt wurde. Da es zu meinem wie zu dem Glücke des Fräuleins wäre im Kunstverein 'Hesperus', mitwirken zu können, u. ich Ihre besondere Liebenswürdigkeit schon während meiner Anwesenheit kennen zu lernen Gelegenheit hatte, so hoffe ich, daß Sie mir diese meine Bitte gewähren werden, da Sie doch derjenige sind, der junge Künstler poussirt [...]". - Bei der erwähnten von Brava komponierten Operette handelt es sich um "Peters Brautfahrt", die 1866 in Maribor uraufgeführt wurde. - Auf Briefpapier mit gepr. Namen.
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Brava, Franz Max, Komponist und Kapellmeister (1845-1883).
Eigenh. Brief mit U. Marburg an d. Drau, 17. I. 1866.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Ich habe auf mein Schreiben eine große Liebenswürdigkeit Ihrerseits gerechnet, daß Sie aber Sich in so huldvoller Weise meiner Sache annehmen werden hätte ich mir nie beifallen lassen, wenn ich auch wußte, daß Sie mir gegenüber eine ganz ausnehmende Liebenswürdigkeit an den Tag legten. Da sieht man wieder einmal lebhaft den Verstand eines Künstlervereines vor Augen, dessen Motto ist: praktisch angreifen [...] Die gewünschten Daten erlaube ich mir, Ihnen in Recensionenform zu übermitteln u. beginne daher im Amtsstyl zu schreiben [...] Also zur Sache: [']In dem am 28. Dezember stattgefundenen Männergesangsvereinsconcerte hatten wir neuerdings Gelegenheit die Vortheile des Frl. Szenta kennen zu lernen und müssen constatiren daß dasselbe durch den Walzer aus dem neuesten Werke unseres tüchtigen Chormeisters H. Brava, (der Operette Peters Brautfahrt) wahren Enthusiasmus hervorrief. Alle jene Vorzüge, die wir bei dem Fräulein schon öfters hervorhebten, fanden wir bei dem Vortrage des mit Schwierigkeiten überhäuften Walzers, vereinigt; und bedauern nur daß das Fräulein dem Wunsche des Publikums nach der Wiederholung des Walzers nicht nachgekommen, und hoffen die Künstlerin noch recht oft hören zu können. Viel Glück zu ihrer Carrière!['] Soweit habe ich den Recensenten sprechen lassen, - durch beiliegende Photographie lasse ich das Fräulein selbst u. mich sprechen. H. Prof. Richard Lewy hat Frl. Szenta bereits unter dem Namen Schranzhofer gehört u. sich schon damals, als sie noch nicht ausgebildet war, sehr lobend ausgedrückt u. ihr eine große Zukunft prognosticirt. Wollen Sie mich daher baldigst informi[e]ren, wann der Damen-Abend im Februar stattfindet [...]". - Auf Briefpaper mit gepr. Namen. - Ohne die erwähnte Beilage.
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Busoni, Ferruccio, Komponist (1866-1924).
Eigenh. Brief mit U. O. O., [1910].
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An Martin H. Hanson, Busonis Manager in den USA: "Mich traf der Blitz aus heiterem Himmel, als ich las, dass Sie den Kontrakt anticipirten u. vor dem 15. Jan. Daten angesetzt hatten. Das war nicht recht. Ausserdem hatte ich die Freude, die wohlgemeinten Arzneien Abell's zu schlucken. Als er heute zu dreist wurde, mußte ich ihm schreiben, dass ich Belehrung bei Goethe und Bach hole. Er schlägt das Basler Liszt Programm vor. Vielleicht Chopin - Liszt waere besser. Z. B. die 4 Balladen und das Basler Liszt Programm, ohne die Sonate [...]". - Mit einigen teils hinterlegten Falteinrissen und kleinen Randläsuren; Eingangsstempel mit Datum vom 19. XII. 1910.
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Busoni, Ferruccio, Komponist (1866-1924).
Eigenh. Brief mit U. Zürich, 21. I. 1920.
1 S. 4to. Mit eh. adr. Kuvert. An Hanny Buff in Zürich: "Liebes Fräulein, ich bin zwar kein Klavierpädagoge, kann Ihnen aber aus eigener Erfahrung heraus sagen, daß beim Klavierspielen verschiedene Arten der Kraftfunktion zur Anwendung kommen. Niemals soll man sich auf eine einzige Spielweise stellen: - sie passt für einen Menschen und für den anderen nicht; ist für die eine Schwierigkeit - und gegen die andere geschaffen. Jedenfalls ist immer die zu wählen, die jeweilig am leichtesten fällt".
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Busoni, Ferruccio, Komponist (1866-1924).
Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. [Zürich], 1916.
229:168 mm auf etwas größerem Untersatzkarton Sehr schöne und künstlerische Portraitaufnahme des 50jährigen Komponisten (sitzend von rechts, mit Zigarre). Die Widmung "an die verehrte u. liebenswürdige Frau Zuppinger-Fischer zur Erinnerung an ihren freundlichst ergebenen Ferruccio Busoni". - Im März und April 1916 gab Busoni mehrere Konzerte als Solist und Dirigent in der Zürcher Tonhalle; 1917 gelangten in Zürich (wo der Komponist von 1915 bis 1920 lebte) seine Opern "Turandot" und "Arlecchino oder die Fenster" zur ersten Aufführung. - Der Untersatzkarton etwas gebräunt.
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Callas, Maria, Opernsängerin (1923-1977).
Portraitkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
8vo. Recto mit einem SW-Portrait im Profil und verso mit Angaben zu den von ihr gesungenen Partien im Columbia-Schallplattenprogramm.
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Charpentier, Gustave, Komponist (1860-1956).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. An einen nicht namentlich genannten Freund, wahrscheinlich als Begleitschreiben zu Spielanweisungen oder Korrekturen: "Ce sont quelques indications que je vous confie, et que vous avez déjà retenus j'en suis sur - faites pour le mieux! à bientôt - peut-être très tôt [...]". - Im P.S. entrichtet Charpentier Grüße an den Musikkritiker, Librettisten und Dirigenten Maurice Kufferath (1852-1919) als gemeinsamen Freund des Empfängers. - Gefaltet und mit einer Sammlernotiz in Blei verso.
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Charpentier, Gustave, Komponist (1860-1956).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 10. I. 1929.
2 SS. Qu.-12mo (Postkartenformat). Antwortschreiben an einen nicht namentlich genannten Redakteur oder Publizisten. Charpentier schlägt die Bitte des Empfängers einen Vortrag zu halten dankend aus: "Votre lettre me parvient en retour d'un voyage, et je vous prie d'excuser mon retard d'y répondre. - Tout d'abord je dois vous remercier de votre pensée et vous dire ma satisfaction de correspondre avec vous. Pourquoi faut il que ce que vous me demandez ne soit pas dans ma habitude! J'aurais tant aimé témoigner de votre public [publication], qui m'a si souvent gâté. toute ma sympathie et ma gratitude pour l'accueil qu'il veut bien accorder à mes œvres [?], mais je ne conférencie jamais. Je vous prie d'examiner ma réponse confraternellement [...]". - Seinen Durchbruch und größten Erfolg hatte Gustave Charpentier 1900 mit der Oper Luise gefeiert, die als französische Antwort auf den italienischen Verismo gilt. Mit der als Fortsetzung gedachten Oper Julien, die 1913 in Paris uraufgeführt wurde, konnte Charpentier nicht an den früheren Erfolg anknüpfen. Danach wurde es ruhig um den Komponisten, der kaum Neukompositionen vorlegte, aber als Dirigent erfolgreich blieb. Der Brief ist nicht zuletzt vor dem Hintergrund von Gustave Charpentiers Rückzug als aktiver Komponist zu lesen.
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Cherubini, Luigi, Komponist (1760-1842).
Eigenh. Titelblatt mit U. O. O. u. D., [1833]
6 Zeilen. 4to. Titelblatt einer Kopie der Oper "Ali Baba, ou les quarante voleurs" auf Notenpapier: "Ali-baba ou les quarante Voleurs | Opéra en 4 Actes | précèdes d'un Prologue. / Musique / par Luigi Cherubini". - Luigi Cherubinis letzte Oper wurde am 22. Juli 1833 an der Pariser Oper uraufgeführt. Das Werk fiel bei Publikum und Kritik durch und wurde nach nur fünf Vorstellungen abgesetzt. Erst 1963 kam es an der Mailänder Scala zur Wiederaufnahme, der gleichfalls geringer Erfolg beschieden war. Felix Mendelssohn Bartholdy kritisierte die Oper als Anbiederungsversuch an den Zeitgeschmack, insbesondere an den Stil Giacomo Meyerbeers. In der bourbonischen Restauration (1815-30) hatte sich Luigi Cherubini als "Surintendant de la musique du Roy" bereits weitgehend von der Oper abgewandt, hin zur geistlichen Musik. Mit "Ali Baba, ou les quarante voleurs" versuchte Cherubini noch einmal an frühere Erfolge anzuknüpfen. - Mit Stempel der Autographensammlung "J. K. Riess".
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Delavrancea, Cella, Pianist (1887-1991).
Konzertprogramm mit eigenh. U. [Temeswar], Dezember 1923
1 S. 8vo. Autogramm des Pianisten auf dem Programm eines Klavierkonzertes mit sechs Musikstücken, das er in Temeswar gab.
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Delibes, Léo, Komponist (1836-1891).
Eigenh. Brief mit U. Paris, "Dimanche", [um bzw. nach 1869].
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Antwortschreiben an einen nicht namentlich genannten Empfänger, der Delibes um ein Engagement für eine von ihm protegierte Sängerin gebeten hatte. Delibes verspricht sie Theaterdirektoren zu empfehlen und kann sich vorstellen ihr eine kleine Rolle in einem seiner Stücke zu verschaffen, sofern sie im Vorsingen überzeugt: "Mille pardons, cher ami, d'avoir autant tardé a répondre a ta lettre si cordiale. J'ai été on ne peut plus touché des bons sentiments que tu m'exprimes et que je te rends une injure. Je suis entièrement a toi pour ce qui pourra être utile a ta protégée et je puis en parler à Cogniard ou à Noriel [?] mais je ne puis que la recommander chaudement. Je n'ai rien en projet aux bouffes pour le moment et aux variétés la distribution de la Cour du Roi Pétaud qui se répète depuis six semains est arrêtée. - Il n'y aurait que dans le cas où elle se contenterait de très petits rôles composés surtout des fragments de couplets, et si elle chantait bien, qu'il y aurait peut être moyen de la caser dans notre 3eme acte. Mais encore faut il que je l'entends pour en parler avec connaissance de cause. Vois ce qu'elle désire, et tant ce qui me séra possible pour lui être agréable je le ferai avec empressement, sachant que cela t'intéresse [...]". - Das erwähnte Varietéstück "La Cour du Roi Pétaud" ist 1869 entstanden und bietet einen Anhaltspunkt für die Datierung des Briefs. Seinen größten Erfolg feierte Léo Delibes mit der Oper "Lakmé", die 1883 in der Pariser Opéra-Comique uraufgeführt wurde.
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Delibes, Léo, Komponist (1836-1891).
Eigenh. Brief mit U. O. O., "Mardi", 24. IX. [o. J.].
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Bariton und Musikjournalisten Armand Gouzien (1839-92). Delibes erwähnt eine Abwesenheit aus Paris und die Einladung des Komponisten Jules Bordiers, Ehrenvizepräsident einer von diesem gegründeten Künstlervereinigung in Angers zu werden. "Vous avez bien pensé, n'est ce pas, en ne me voyant pas à la soirée [...] et en n'entendant pas parler de moi, que je n'étais pas à Paris? - en effet, je ne suis revenu que le surlendemain pour repartir presque aussitôt. - J'ai bien regretté de ne pouvoir me rendre à cette session qui m'interessait doublement en point de vue de la musique hongroise et de mon admiration pour le peintre. - Dois-je envoyer une carte rue Legendre? - autre chose. - J'ai reçu, il y a quelque temps déjà une lettre du plus aimable de votre ami Mr. Jules Bordier, d'angers. Il me fait l'honneur de me demander si je veux accepter le titre de vice-président d'honneur de l'association philharmonique d'angers. - Je suis entiérement flatté de cette proposition, mais je ne me trouve pas suffisamment [...] pour cela; et je n'accepterais que dans le cas où il y aurait plusieurs vice-présidents, et où je me trouverais avec St Saëns, Massenet, Guiraud, Joncières, tous ceux qui étaient du premier [...], (celui qui a laissé de si brilliants souvenirs de la Galanterie facile de l'Anjou!) - Un mot de réponse, je vous prie, afin que je réponde moi même à Mr Bordier; j'ai déjà bien à m'excuser de mon retard [...]".
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Delibes, Léo, Komponist (1836-1891).
Eigenh. Briefkarte mit U. [Paris], o. J.
6 Zeilen. Postkartenformat. An den Bariton und Musikjournalisten Armand Gouzien mit der Nachricht von einer gewonnenen Abstimmung. Delibes ist stolz darauf, bereits im ersten Durchgang die erforderlichen Stimmen erhalten zu haben: "profondément heureux cher ami. élu avec belle majorité au 1er tour. 26 voix sur 37 votants [...]". - Worüber abgestimmt wurde, geht aus dem Rohrpost-Schreiben leider nicht hervor.
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Elly Ney, Pianistin (1883-1968).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Schloß Elmau, Jänner 1955.
1 S. Qu.-8vo. An einen Erwin, wohl den Pianisten, Komponisten und Musikkritiker Erwin Kroll, mit Wünschen zu Neujahr: "Es wäre schön, Dich einmal hier zu sehn [sic] 5-12 Juni Musikwoche. Bis jetzt hat sich für Wien noch kein Datum ergeben [...]". - Die Bildseite mit einem Portrait Albert Schweitzers.
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Eysler, Edmund, Komponist (1874-1949).
Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. O. O., 28. IV. 1932.
1 S. Qu.-8vo. In Bleiftift. Vier Takte aus einem unbezeichneten Werk. - Alt auf Trägerpapier montiert und lose mit Folie geschützt; verso mit zwei eh. Takten und U. des Sängers Komponisten Leo Ascher aus "Märchen der Liebe", ein Tango aus seiner 1932 uraufgeführten Operette "Bravo Peggy" (gleichfalls in Bleistift und montiert).
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