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‎Koch, Thilo, Rundfunk- und Fernsehjournalist (1920-2006).‎

‎Eigenh. Manuskript "Mehr Augenmaß bitte" mit U. im Titel und ms. Brief. O. O. und Hamburg, 13. I. 1970 und 20. III. 1970.‎

‎(2+½ =) 2½ SS. auf 3 Bll. 4to. Mit ms. adr. Kuvert. An den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf in Esslingen zur Übersendung eines Kolumnenmanuskripts: "Vielleicht ist das beigefügte handschriftliche Manuskript für eine meiner wöchentlichen Kolumnen für Sie von Interesse. Falls nicht, schicken Sie es mir bitte zurück. Etwas anderes hätte ich dann freilich nicht [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Das Manuskript mit einigen eh. Korrekturen in Bleistift. Der Brief mit U. der Sekretärin ("J. Wießner").‎

‎Koch, Thilo, Rundfunk- und Fernsehjournalist (1920-2006).‎

‎Textkopie mit eigenh. Zeilen und U. [Poststempel: Tuttlingen, 26. I. 1986].‎

‎5 Zeilen. 4to. Mit eh. adr. Kuvert. An den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf in Waiblingen mit der Übersendung einer korrigierten Kopie eines Artikels: "Hier die Korrektur, Dank für die interessanten Texte, bes. Holthusen [...]". - Mit wenigen leichten Tintenwischern und Sonderpoststempel "Tuttlingen | Stadt der heilenden Instrumente".‎

‎Kurz, Isolde, Schriftstellerin und Übersetzerin (1853-1944).‎

‎Gedr. Gedicht mit eigenh. U. [Tübingen], o. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Das Gedicht "Purpurne Abendröte" (Cotta, 1905) mit vier Strophen zu je vier Zeilen: "Purpurne Abendröte / streut ihr Gold verschwendrisch umher, / Wünsche, Sorgen und Nöte sanken ins blaue Meer. / Hinter mir schwand in Frieden, / was als Drache lauernd am Weg mir lag, / alle Jahre, die schieden, / scheinen mir nur Ein Tag [...]". - Aus der Autographensammlung des Mediziners Joachim Ruf.‎

‎Larkin, Philip, English poet (1922-1985).‎

‎Autograph envelope. [Postmark: Loughborough, 23 July 1971].‎

‎143 x 95 mm. To A. J. Watson in Wembley, Middlesex.‎

‎Lederer, Joachim, Schriftsteller (1808-1876).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 17. II. 1855.‎

‎2¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Hofschauspielerin Louise Neumann (1818-1905) in Wien mit Dank für ihr Interesse an seinem Werk und bezüglich einer Vollmacht zum Vertrieb ihrer französischen Übersetzung von einem seiner Stücke: "Könnten Sie doch gleich sich selbst und Ihre Frau Mama mit übersetzen! Den französichen Künstlerinnen wird die Sache etwas zu wenig complicirt seyn [...] Die französische Vollmacht die ich hier, für den möglichen Fall, daß man einer solchen bedürfte, gleich beylege, wird vielleicht auch recht ins Französische übersetzt werden müßen [...]". - Papierbedingt leicht gebräunt.‎

‎Leip, Hans, Schriftsteller (1893-1983).‎

‎Eigenh. Manuskriptfragment mit U., Einladungsflyer mit eh. U. und Bucheinlegeblatt mit eh. Zeilen. O. O. und [Poststempel: Fruthwilen, 11. III. 1970], 1921 und o. D.‎

‎(1+1+1 =) 3 SS. auf 3 Bll. 4to, 8vo und 12mo. Teilweise in Bleistift. Mit eh. adr. Kuvert. An den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf: "Was haben Sie denn überhaupt von mir gelesen?" Das Manuskriptfragment stammt möglicherweise aus seinem Roman "Aber die Liebe" (1969); dem Bucheinlegeblatt mit Leips Veröffentlichungen sind weitere Titel eh. hinzugefügt und der Einladungsflyer für eine Ausstellung in der Galerie "Libresso" in Hamburg ist mit einem Druck nach Leips Linolschnitt "Tanzendes Paar" illustriert, die U. in Bleistift unter der Illustration (1921). - Das Manuskript mit kleinem Eckausriss und ms. Text auf der Versoseite. Beiliegend der eh. Brief Joachim Rufs an Leip.‎

‎Leonhard, Kurt, Kunsthistoriker, Lyriker und Übersetzer (1910-2005).‎

‎Manuskriptkopie mit eigenh. U. und eh. Manuskript. Esslingen, o. D.‎

‎(1+2 =) 3 SS. auf 2 Bll. 4to und 8vo. "Kunst / ist / Einübung / des / Homo Universalis als Zusammenspiel / von / homo eroticus (sublimierte Erotik) / homo politicus (präfigurierte Ethik) / homo religiosus (konkretisierte Religiosität) / homo sapiens (vitalisierte Wissenschaft) / homo faber (spiritualisierte Technik) durch / Ursprünglichkeit / Verwandlungskraft / Gleichniskraft / Stimmigkeit / Treffsicherheit / Distanzierungsbreite / Integrationstiefe / des Homo ludens [...]". Als Autographenspende an den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf. - Das eh. Manuskript auf Briefpapier des "Central Hotel Eden" in Mainz am Rhein.‎

‎List, Guido, Schriftsteller und Esoteriker (1848-1919).‎

‎"Die Gründung des Klosters Cotwich". Eigenh. Manuskript (Fragment) mit Namenszug im Titel. Wien, o. D.‎

‎2 SS. auf 2 Bll. Folio. Mit farbig kalligraphiertem Titelblatt sowie der Imitation einer gotischen Buchhandschrift, jeweils mit quadrat. Initialfeld und farbigen Initialen. Ein Blatt teilweise in lateinischer Sprache, ein Blatt mit einem Auszug aus der "Edda" als Vorwort. Lists gleichnamige Novelle erschien in der Wiener "Ostdeutschen Rundschau" in mehreren Teilen von September bis Oktober 1895. Überlegungen zur Namensherkunft des Klosters Göttweig (Cotwich) finden sich auch in Lists Schrift "Die Ursprache der Ario-Germanen und ihre Mysteriensprache" (Guido-von-List-Ges., 1902, S. 147). - Mit zwei Stempeln "Präsident der 'Literarischen Donaugesellschaft", Spuren alter Montage, etwas lädiert an den Rändern und mit zahlreichen kleinen Randeinrissen. Teilweise etwas staubfleckig.‎

‎Mann, Thomas, Schriftsteller (1875-1955).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Pacific Palisades, 27. X. 1951.‎

‎1 S. 4to. Unveröffentlichter Brief an den Redakteur Friedrich Robert Franke in Buenos Aires: "Ihre freundliche Sendung, der Brief vom 22. April und das Heft Nr. 10 Ihrer Zeitschrift 'Suedamerika', sind lange unbestaetigt und unbeantwortet hier liegen geblieben, da ich ein Vierteljahr in Europa verbrachte und Buecher und Drucksachen mir nicht nachgeschickt wurden. Ich moechte Ihnen heute meinen Dank sagen dafuer, dass Sie mich mit dieser schoenen Ausgabe Ihrer Zeitschrift bekannt gemacht haben. Ich habe die guten Aufsaetze darin gelesen, mich an dem praechtigen Bildermaterial erfreut und kann nur sagen, dass ich mir wuensche, diese belehrenden und anregenden Hefte oefters zu sehen. Dass Ihr ferneres Erscheinen durch die Schwierigkeiten der Zeit gefaehrdet ist, hoere ich mit aufrichtigem Bedauern [...] Ihren Wunsch nach einem Beitrag von mir wuerde ich nur zu gern erfuellen. Aber ich bin ein schlechter Mitarbeiter, der immer in weitlaeufige Aufgaben verwickelt ist und selten bei der Hand sein kann, wenn Herausgeber von Zeitschriften sich an ihn wenden [...]". - Auszugsweise abgedr. in Galerie Bassenge, Kat. Nr. 40/1982, Nr. 2148; vgl. auch: Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register. Bearb. und hrsg. unter Mitwirkung des Thomas Mann-Archivs der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich von Hans Bürgin und Hans-Otto Mayer. Bd. IV. Die Briefe von 1951 bis 1955 und Nachträge. Bearb. und hrsg. v. H. B. und H.-O. Mayer. Überarb. und erg. von Gert Heine und Yvonne Schmidlin. Frankfurt a. M., S. Fischer, 1987, S. 90, Nr. 424). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung); leicht wellig.‎

‎Marsano, Wilhelm Freiherr von, österr. Feldmarschallleutnant und Schriftsteller (1797-1871).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 11. VI. (o. J.).‎

‎¾ S. Folio. Mit Lob für eine Vorstellung: "Guten Morgen! Die gestrige Vorstellung war vortrefflich - ich mache Ihnen mein Compliment. Kann man nicht auf einige Stunden das Buch von Stadt und Land erhalten - ich bitte darum. Guten Appetit [...]". - Leicht stock- und braunfleckig. Mit vier kleinen Randeinrissen und einem mittigen Einriss (ca. 20 mm) entlang der Faltlinien.‎

‎Marti, Kurt, evangelischer Pfarrer und Schriftsteller (1921-2017).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Bern, 9. III. 1993.‎

‎1¾ SS. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf in Pfungstadt über private Briefe des Schriftstellers Kurt Heynicke und hinsichtlich Rufs und Dieter Hoffmanns geplanter Publikation über jenen: "Auf Ihre Anfrage hin sah ich in alten Korrespondenzen nach und entdeckte die in Kopie beiliegenden Briefe von Kurt Heynicke. Nein, Wichtiges steht da wohl nicht drin. Aber vielleicht dienen sie Ihnen dazu einen Überblick über Heynickes Briefe zu bekommen [...]". - Mit gestemp. Briefkopf. Beiliegend die erwähnten Kopien.‎

‎Marti, Kurt, evang. Pfarrer und Schriftsteller (1921-2017).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Bern, 16. VII. 1995.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf in Pfungstadt mit Dank für einen zugesandten Artikel über die Veröffentlichung eines Gedichtbands des Schriftstellers Kurt Heynicke (1891-1985): "Sehr berührt hat mich das Gedicht 'An die Freunde'. Zweifellos ist Heynicke zu Unrecht in Vergessenheit geraten [...] Unsere Betriebsamkeit (heillos oft auch in der Literatur, in den Medien) ist poesie-feindlich geworden [...]". - Mit gestemp. Briefkopf.‎

‎Merlin (d. i. Mandlick), Hugo, Dichter und Schriftsteller (1822-1889).‎

‎Eigenh. Gedichtmanuskript "Die fünf Sinne. Lied für Joseph". O. O. u. D.‎

‎¾ S. 4to. Inhaltlich die Aufführung seines Stücks "Die Fünf Sinne" betreffend: "Die Arena die ist doch gewiß auch sehr schön / Man kriegt da so vielerlei Dinge zu sehn, / Man sieht Decorationen und Wagen und Pferd / Der Rott und der Treumann sind auch Etwas werth, / Ein Springbrunnen mitten in die Höhe auf steigt / Und vielerlei Sachen werden da vorgezeigt. / Doch's Publikum ist noch das Schönste von All'n, / Ein herrliches Bild! es muß Jedem gefall'n [...]".‎

‎Michael, Friedrich , Verleger und Schriftsteller (1892-1986).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und eh. Albumblatt mit U. Wiesbaden und o. O., 23. II. 1970 und 1970.‎

‎(¾+¼ =) 1 S. auf 2 Bll. Mit eh. adr. Kuvert. An den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf in Esslingen: "Notizen, Skizzen aus der Hand geben - das ist doch fast so gefährlich wie ein Rezept geben. Mein Vater war Arzt. Also soll der künftige College meines Vaters sein Porto nicht verschwendet haben [...]". Das Albumblatt: "Wer schreibt, ist schon verloren, denn nun habens die Leute Schwarz auf Weiß. Mühelos finden sie in dem, was geschrieben steht, das, was sie lesen wollen [...]".‎

‎Migge, Walther, Archivar (1912-1998).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Marbach, 18. V. 1971.‎

‎¾ S. 4to. An den Schriftsteller Karl Schwedhelm mit Dank für die Betreuung seines Werks in einer Sendereihe des Süddeutschen Rundfunks: "Haben Sie Dank, daß Sie als spiritus rector der Sendereihen "Zum Lesen empfohlen' meinen Band in so gute Hände gegeben haben. Ich finde den Text von Werner Illing klug, geistvoll, Wesentliches sehend und nobel formulierend. Alles in allem eine reine Freude - und eine solche bekommt man nicht allzu oft [...]". - Mit gedr. Briefkopf des "Schiller-Nationalmuseum".‎

‎Morländer, Moritz, Schriftsteller und Dichter (1819-1898).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 18. I. 1861.‎

‎¾ S. Beiliegend ein Kuvert mit eh. Adresse und Siegel. An den Komponisten Adolf Müller senior (eigentl. Matthias Schmid, 1801-86) mit der Bitte, der Bibliothek des Carl-Theaters eine Musikabschrift zukommen zu lassen: "In der Bibliothek des Carltheaters findet sich die Musik zum 'Schützling' von Nestroi, welche Sie s. Z. componirten nicht vor; ich erlaube mir hiermit die Anfrage ob Sie dieselbe besitzen und ob Sie eine Abschrift derselben der Direction des Carltheaters überlassen wollten [...]". - Mit gepr. Briefkopf der Direktion des "Carl-Theater". Das Kuvert mit Ausschnitt der Briefmarke.‎

‎Muller, Eugène, French author (1826-1913).‎

‎Autograph note signed. N. p. o. d.‎

‎8vo. 4 lines. Quatrain offering his daughter a thousand francs that he won as a literary prize: "Mille francs un beau numeraire / Ma grande fille, les veux-tu? / Prends les et d'un prix littéraire / Tu feras un prix de vertu [...]". - With collector's note. Minimal foxing.‎

‎Nick, Dagmar, Dichterin und Schriftstellerin (geb. 1926).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. und eh. Gedichtmanuskript "Resignation". Langensteinbach, 18. III. 1970.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Das Gedichtmanuskript in Bleistift. Mit ms. adr. Kuvert. An den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf in Esslingen zur Übersendung der "Urschrift" ihres Gedichts "Resignation", erstmals publiziert in "Zeugnis und Zeichen" (Delp, 1969): "Da ich hauptberuflich Graphologin bin, kann ich Ihre Bitte verstehen. Da nützt Ihnen nichts bewußt Geschriebenes. Ich fand nur (denn ich bin ein Wegschmeißer) diesen Notizzettel [...] vermutlich abends hingeschmiert und morgens korrigiert. Das vertikal Durchgestrichene auf der Rückseite ist in ein anderes Gedicht gewandert. Das Ganze nennt sich am Ende Literatur - es ist eigentlich komisch [...]". - Mit einigen eh. Korrekturen in Kugelstift, einer eh. Notiz in rotem Kugelstift und Abklatschspuren einer Kopie. Beiliegend ein eh. Dankesbrief Joachim Rufs für die übersendeten Autographen, eine ms. Sammlungskarteikarte und ein Blatt mit Gedichten aus einer Publikation in Kopie.‎

‎Nuitter, Charles-Louis-Étienne, French librettist and librarian (1828-1899).‎

‎Autograph letter signed. Paris, 3. VIII. 1897.‎

‎8vo. 1½ pp. To a music journalist, informing him that he has not yet received research drafts or notes, and offering his support for an unspecified musical biography and general index: "Je n'ai rien reçu! Vous me dites qu'une partie de vos notes s'était égarée; j'espère qu'il n'en aura pas été de même du reste et qu'à votre retour il vous sera facile de les retrouver. Je serai très heureux sie je puis contribuer au succès de vos recherches; tout est à faire en matière de Bibliographie musicale et l'inventaire sommaire par lequel vous voulez commencer sera à lui seul un travail bien utile qui rendra de grands services [...]". - Trained as a lawyer, the theatre enthusiast Nuitter started writing librettos for vaudevilles, opéras comiques, operettas and ballets in the 1850s. It is estimated that he wrote or co-authored some 500 theatrical pieces, including libretti for several works by Offenbach, the scenario for Léo Delibes' ballet "Coppélia", and pieces by Hervé, Guiraud, Lalo, Lecocq and others. Nuitter also established himself as a translator of librettos. His translations were highly esteemed by Wagner and Verdi, whom he assisted over the revision of "Don Carlos" 1882/83. In 1863 Nuitter quit his job as a lawyer to work in the archives of the Paris Opera. He became official archivist in 1866 and successfully catalogued the existing archive, saved many important documents from destruction, and greatly expanded the collection during his term. - On stationery with printed letterhead of the archives of the Paris Opera. Well preserved.‎

‎Plomer, William, South African and British author (1903-1973).‎

‎Autograph envelope. [Posmark: Paddington, 13. Nov. 1947].‎

‎140 x 97 mm. Addressed to Mrs. Walbank of Birkenhead, Cheshire. - Without the back.‎

‎Raabe, Paul, Literaturwissenschaftler und Bibliothekar (1927-2013).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wolfenbüttel, 15. X. 1985.‎

‎1¼ SS. 4to. An den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf in Waiblingen zu Veranstaltungen, Ehrungen und Publikationen im Gedenken an Gottfried Benn: "Es freut mich, daß Sie zum 100. Geburtstag von Benn ein Bändchen mit Beiträgen über den Autor planen. Denken Sie auch an Hans Egon Holthusen, der ja seinerzeit die Totenrede auf Benn gehalten hat? [...] Herrn Mück [d. i. der Kunsthistoriker Hans Dieter Mück, geb. 1947] kenne ich aus seiner Marbacher Zeit, wo ich ja lange Jahre über den Expressionismus gearbeitet habe [...] Vor allem bin ich im Gespräch mit der Stadt Hannover, die ich überzeugt habe, daß es sinnvoll ist, eine Gedenktafel für Gottfried Benn in Hannover an dem Haus, in dem Benn zuletzt wohnte, anzubringen. Auch eine Ausstellung soll dort stattfinden [...]". - Rufs Erinnerungsband "Begegnungen mit Gottfried Benn" erschien 1986 in der Edition Rarissima (Taunusstein). - Mit gedr. Briefkopf der "Herzog August Bibliothek".‎

‎Reinig, Christa, Schriftstellerin (1926-2008).‎

‎Typoskript mit einigen eigenh. Korrekturen, begleitenden Zeilen und U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 4to. Originaltyposkript der Gedichte über die Fliege und über die Spinne: "Die alten Inder haben nicht nur die heiligen Kühe verehrt, sondern auch die heiligen Fliegen, denen sie besonders zugetan waren [...]". Veröffentlicht in "Papantscha-Vielerlei: Exotische Produkte Altindiens. Eine Anthologie" (Eremiten-Presse, 1971). Die Nachricht an den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf: "Modernerweise wird ja das Meiste mit der Maschine gemacht, Komputer [!] kann ich mir noch nicht leisten [...]".‎

‎Rexhausen, Felix (Ps. Stefan David), Schriftsteller und Journalist (1932-1984).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hamburg, 3. VIII. 1971.‎

‎1 S. 4to. Antwortbrief an den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf bezüglich dessen Anfrage nach Autographen: "Dies ist ein Ausschnitt aus meinem letzten Buch 'Germania unter der Gürtellinie' (München 1970), das in erfundenen Dokumenten eine Geschichte der deutschen Sexverklemmtheit bietet. (Der klein geschriebene Vorspruch kam dann hinter die Überschrift, - aber ich machte erst die 'Dokumente', dann die kurzen Vortexte.) Fachliche Anmerkung zu Ihrem Brief: Ihre Schrift ist mir sehr sympathisch [...]". - Mit gedr. Briefkopf. Ohne die genannte Beilage.‎

‎Rinser, Luise, Schriftstellerin (1911-2002).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Poststempel: Rom], 2. I. 1970.‎

‎1 S. Gr.-4to. Mit eh. adr. Kuvert. An den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf in Esslingen: "Ich hab nichts Handschriftliches ausser meinen Roman-Manuscripten, die aber meinen Söhnen gehören [...]".‎

‎Roero, Diodata di, Schriftstellerin (1774-1840)‎

‎Eigenh. Brief mit U. Turin, 7. X. 1799.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). In italienischer Sprache an den Chirurgen Vincenzo Malacarne (1744-1816) in Padua. - Siegelausschnitt. Vermerke in Rotstift.‎

‎Rombach, Otto, Schriftsteller und Journalist (1904-1984).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Bietigheim, 9. I. 1963.‎

‎1 S. 4to. An den Schriftsteller und Regisseur Werner Illing (1895-1979) zu einem unangenehmen Vorfall, für den Rombach Illing keineswegs verantwortlich gemacht habe: "Die ganze Geschichte ist vielleicht nur durch die kuriose Art entstanden, mit der die beiden anderen Teilnehmer der Sitzung auf meine Erkundigung reagierten, nachdem ich mich bei meinem Besuch bei Herrn Prof. Kasack [d. i. der Slawist Werner Kasack, 1927-2003] doch in einer etwas peinlichen Lage befunden hatte [...] Was Sie mir über meine 'Alte Liebe' geschrieben haben, in der wir uns wohl auch einig sind, hat natürlich auch mein Herz erfreut [...]". - Mit gedr. Briefkopf. Stellenweise leicht fleckig. Aus der Autographensammlung des Mediziners Joachim Ruf.‎

‎Rombach, Otto, Schriftsteller und Journalist (1904-1984).‎

‎Gedr. Briefkarte mit eigenh. U. und ms. Brief mit eigenh. U. Bietigheim, [Poststempel: 2. I. 1973] und 3. XII. 1979.‎

‎(1+¾ =) 1¾ SS. Qu.-12mo und 4to. Mit zwei eh. adr. Kuverts. Beide an den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf in Esslingen (bzw. Waiblingen) mit Neujahrswünschen: "Herzliche Glückwünsche zum neuen Jahr! [...]" (2. I. 1973). Der Brief vom 3. XII. 1979 über den Tod ihres gemeinsamen Freundes, des Schriftstellers Werner Illing: "Mit fehlen die guten Gespräche, die ich oft mit ihm führen konnte, wenn auch meistens nur am Telefon. Es war eine verständnisvolle Freundschaft gewesen, ohne dies gross zu betonen. Wir werden ihn wahrlich auch nicht vergessen [...]". - Die Briefkarte mit gedr. Wunsch und gedr. Adresse. Der Brief auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf, eh. Korrektur und winzigen Löchern.‎

‎Sachs, Ignacy, Politologe (geb. 1927).‎

‎Eigenh. Manuskriptauszug "The Powerless Powers" und eh. Notiz mit U. Locarno, [Poststempel: 8. IV. 1970].‎

‎(2+½ =) 2½ SS. auf 2 Bll. 4to und 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf, der sich mit der Bitte um ein Autograph an ihn gewandt hatte: "Voici. Grüsse Sachs". - Das Manuskript in englischer Sprache; ein Text mit diesem Titel ist nicht nachweisbar. Auf Briefpapier des "Hotel Esplanade".‎

‎Saint-Georges, Jules Henri Vernoy de, Dramatiker und Librettist (1799-1875).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 13. IV. 1818.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. In französischer Sprache. Lädt den Adressaten, den er schon seit Längerem empfangen wolle, zu einem abendlichen Treffen mit seinen Freunden ein. - Mit Sammlervermerken in Bleistift.‎

‎Sainte Beuve, Charles Augustin de, Literaturkritiker und Schriftsteller (1804-1869).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D., "ce 3 Juin".‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Dame in französischer Sprache, bezüglich eines Treffen am folgenden Tag. - Etwas fleckig.‎

‎Sainte Beuve, Charles Augustin de, Literaturkritiker und Schriftsteller (1804-1869).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 1838.‎

‎1 S. 8vo. In französischer Sprache. - Sainte-Beuve war einer der bedeutendsten Literaturkritiker des 19. Jahrhunderts. Anfangs Wegbereiter der Romantik, wandte sich dann einer behutsam dem Objekt nachspürenden Kritik zu.‎

‎Sainte Beuve, Charles Augustin de, Literaturkritiker und Schriftsteller (1804-1869).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., "ce mardi".‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh Adresse verso (Faltbrief). Bezüglich eines gemeinsamen Abendessens: "une lettre de votre fils [...], m'apprend que jeudi lui serai préférable pour diner ensemble chez vous [...]". - Mit zwei stärkeren Flecken (ohne Textverlust).‎

‎Sainte Beuve, Charles Augustin de, Literaturkritiker und Schriftsteller (1804-1869).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1¼ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Entschuldigt sich bei der Adressatin für die verspätete Beantwortung ihres Briefes, der in Paris ankam, während er auf dem Land verweilte. - Sainte-Beuve war einer der bedeutendsten Literaturkritiker des 19. Jahrhunderts. Anfangs Wegbereiter der Romantik, wandte sich dann einer behutsam dem Objekt nachspürenden Kritik zu.‎

‎Sainte Beuve, Charles Augustin de, Literaturkritiker und Schriftsteller (1804-1869).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 3. X. 1864.‎

‎1 S. auf Doppelblatt, 8vo. Bedankt sich bei einem Karikaturisten für ein Portrait, von dem er begeistert ist: "Je me trouve, grâce à vous, Monsieur, malgré les lois et les conditions de la caricature, avec une physionomie et dans une posture presque serieuse. Je crois reconnaître à ma droite des figures et des profils dont on ne peut que s'honorer. Tout ce ci est très sensiblement bienveillant, et je vous prie de vouloir bien agréer mes remerciements pour une attention qui est toujours périlleuse à celui qui en est l'objet, mais dont votre ingénieux crayon m'a fait sortir, ce me semble [...]". - Gleichmäßig gebräunt.‎

‎Scharf, Ludwig, Lyriker und Übersetzer (1864-1939).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 27. III. 1906.‎

‎3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Verleger mit Dank für seine Zusage zur Umsetzung des Buchprojekts "Der Proletar" mit Details zu Vertrag und Ausgabe: "Es handelt, wie ich Ihnen schon sagte, um eine volkstümliche Ausgabe meiner besten socialen Verse [...] Albert Weisgeber, einer der Tüchtigsten und bekanntesten Münchner Zeichner der jüngeren Generation hat mir eine Titelzeichnung ('ein Proletar') versprochen [...] Von meinem Anteil muss ich wieder einen Teil meinem Stuttgarter Verleger abtreten, dafür dass er sich einverstanden erklärt hat, eine Anzahl meiner socialen Gedichte aus dem von ihm herausgegebenen Barde in das Heftchen aufnehmen zu dürfen [...]".‎

‎Schaufert, Hippolyt August, Dichter (1834-1872).‎

‎"Gejagter Jäger". Eigenh. Gedichtmanuskript mit U. O. O. u. D.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Sieben Strophen zu 4 Zeilen: "Ich wollte jagen, ich ging hinaus / Zum einsam stillen Försterhaus. / Es steht hoch oben im Walde, / Es steht auf grüner Halde [...]". - Leicht braun-, finger- und staubfleckig, mit drei Randeinrissen (3-20 mm).‎

‎Schaukal, Richard, österr. Dichter (1874-1942).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 4. X. 1905.‎

‎8 SS. auf 2 Doppelbll. 8vo. An einen Verleger zum Tod des kubanischen Dichters José Maria de Hérédias (1842-1905), bezüglich der Herausgabe von dessen Sonetten sowie der Publikation des Werks "Nachdichtungen. Verlaine-Heredia" (Berlin: Oesterheld, 1906): "Sie [d. s. die Gedichte] waren mit Ausnahme [...] 'Perseus u. Andromeda', den die Wiener Abendpost brachte, in 2 Heften der verflossenen 'Insel' zum ersten Male abgedruckt. Zufälliger Weise habe ich erst gestern die 14 Sonette, die den 2ten Teil des von ihnen zu Publication übernommenen Bandes Verlaine-Heredia ausmachen, über wiederholtes Ansuchen Herrn Benno Geiger in Venedig geschickt [...]". - Leicht braun- und tintenfleckig.‎

‎Schaukal, Richard, österr. Dichter (1874-1942).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 2. VI. 1930.‎

‎2 SS. 8vo. An den Schriftsteller Hans Nüchtern (1896-1962) zu dessen Korrekturvorschlägen: "Da mein Wort durchaus im Zusammenhang besteht, war ich genötigt, ihn von Grund aus zu erneuern: ich hoffe, daß der Gedankengang keinerlei Umstand begegnet [...]". - Mit gedr. Briefkopf und einem kleinen Randeinriss.‎

‎Scheerbart, Paul, Schriftsteller und Zeichner (1863-1915).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wilmersdorf bei Berlin, 13. IX. 1905.‎

‎2¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Wiener Verlag zu Honorar und Illustration seines Werks "Blutspäße", das in der "Kronen-Bibliothek" erscheinen solle: "Ich wäre mit dieser Honorierung durchaus einverstanden und erkläre mich außerdem bereit, die zeichnerische Ausstattung für die beiden Bände zu liefern - wenn Sie's wünschen! [...] ich habe c. 1800 Umrahmungen, Vignetten u. Aehnliches im Entwurf hier - und Alles läßt sich leicht mit der Feder für Strichätzung herstellen; ich habe hierin schon Routine, und es sind bereits über 200 Clichés nach meinen Zeichnungen angefertigt [...]". - Mit zwei kleinen Randeinrissen (ca. 10 mm), leicht lädiert.‎

‎Schefer, Leopold, Dichter und Komponist (1784-1862).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Muskau, 5. XII. 1826.‎

‎1 S. 4to. Mit eh. Adresse verso. An Ignaz Franz Castelli (1781-1862) im sog. Bärenmühlhaus zu gemeinsamen verlegerischen Tätigkeiten, mit der Bitte, Herrn Schickl etwas zu übergeben, und zu der Schuld-Quittung über 117 Gulden: "Von meinem vorigen - wie Sie von mir gleich erkannt haben werden: ostensiblen Briefe, haben sie die beste Nutzverwendung gemacht (denn warum sollen wir die Buchhändler reich machen?) [...] Weisflog ist Gerichtshalter auf dem Rittergut meines Vetters 1 Stunde von hier; dieser Tage kommt er von Sagan, wir sprechen uns dann gewöhnlich [...]". - Mit Verschlusssiegelrest, einem kleinen sowie einem größeren Randeinriss (Textberührung) und Ausriss durch Brieföffnung.‎

‎Schembera, Viktor Karl, Journalist und Schriftsteller (1841-1891).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 31. VIII. 1883.‎

‎½ S. 8vo. Mit einer Empfehlung für eine Verwandte: "Ich erlaube mir sie mit der Bitte zu belästigen eine mir verwandte Dame, Frau von Benewiz welche sich morgen mit ihrer Tochter Ihnen vorstellen wird, in ihrer Angelegenheit mit gütigem Rathe fördern zu wollen [...]". - Mit gedr. Briefkopf der "Redaktion des Neuen Wiener Tagblatt".‎

‎Scherenberg, Ernst, deutscher Dichter (1839-1905).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Zeilen und U. Ischl, Juli 1862.‎

‎1 S. und 1 Zeile. Die Photographie (56:94 mm) auf Untersatzkarton des Ateliers "Bened. Wallner" in Ischl. In eigenwilliger englischer Sprache: "For rememberance to manies and happies hours, which we have spent together in Ischl", die Unterschrift auf der Bildseite. Das Portrait als Schulterstück im Viertelprofil nach links gedreht. - Leicht fingerfleckig.‎

‎Scherer, Georg, Philologe und Herausgeber (1824-1909).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. München, o. D.‎

‎½ S. 4to. "Des Glückes Füllhorn streue Segen / Verschwenderisch auf Deine Bahn; / Er strahle lächelnd Dir entgegen, / Er folge Dir auf allen Wegen / Und dem durch Dich beglückten Mann [...]". - Mit zwei kleinen Randeinrissen entlang der Faltlinie, leicht staubfleckig verso und mit Spuren alter Faltung.‎

‎Scherer, Georg, Philologe und Herausgeber (1824-1909).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Stuttgart, 17. VII. 1879.‎

‎1 S. 8vo. Im zweistrophigen Gedicht, das Scherer unter dem Namen "Zuruf" publiziert hatte, klingt etwas von der Freundschaft und weitläufigen dichterischen Beratung in den 1860er Jahren durch Eduard Friedrich Mörike (1804-75) an: "Kommt ein Lichtgedanke Dir, / Laß ihn nicht entschweben, / Eh Du ihm die helle Zier / Klarer Form gegeben! [...]". - Scherer änderte auf Mörikes Anraten den Titel des Gedichts von "Zum Kampf!" in "Zuruf" und setzte den Ausdruck "Lichtgedanke" anstelle von "lichter Gedanke". Vgl. Hans-Ulrich Simon (Hg.), Eduard Mörike, Werke und Briefe 9/3, S. 428.‎

‎Schering, Emil, Schriftsteller und Herausgeber (1873-1951).‎

‎Eigenh. Brief mit U. "Auf der Reise", 21. VII. 1921.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen Herrn Kurtzahn zu Scherings Übersetzungen von Strindbergs "Antibarbarus" und "Sylva Sylvarum": "Die erste Ausgabe des ersten Teils suche ich selbst vergeblich mir zu beschaffen. Mein Handexemplar hatte ich verliehen und nicht mehr zurückerhalten: es ist, wie Sie mir schreiben, in Copenhagen gelandet [...] S. S. erscheint im Herbst bei Georg Müller neu, zusammen mit 'Blumenmalereien und Friesstücke', 'Schwedische Natur' unter dem gemeinsamen Titel 'Natur-Trilogie' [...]". - Leicht lädiert und verso staubfleckig.‎

‎Scheyer, Moritz, Journalist und Schriftsteller (1886-1949).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 3. V. 1929.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Beiliegend ein Kuvert mit eh. Adresse. An den Schriftsteller Hans Nüchtern (1896-1962) mit Dank für dessen Brief, zu seiner Einstellung zu Kritik und der Übersendung von Nüchterns "Pontius"-Tragödie: "Ich habe Kritik stets als etwas Subjektives aufgefaßt - es sei denn, daß etwas so unter aller Kritik ist [...] Infolgedessen bin ich auch immer gern bereit mich eines Besseren belehren zu lassen und habe ich die Korrektur eines Urteils immer angenommen. Ich bitte Sie daher, mir Ihre Pontius-Tragödie, die ich leider nicht kenne, zukommen zu lassen. Niemand wäre über eine angenehme Enttäuschung erfreuter als ich [...]". - Mit lithogr. Briefkopf des "Neuen Wiener Tagblatt".‎

‎Schier, Benjamin, Schriftsteller und Journalist (1849-1919).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 20. I. 1898.‎

‎1 S. 8vo. Auf Trägerkarton montiert. Großväterliche Zuneigung und Staunen spiegeln sich in diesem Gedicht von zwei Strophen zu je vier Zeilen, betitelt "Aus dem Gedichte an mein süsses Enkelchen": "Blick' ich in meiner Kleinen Augen / Erschließt sich mir die ganze Welt, / Von Alten und von jungen Tagen / Des Kindes Auge mir erzält / Der schönste Theil ist schon vorüber / Und was noch kommt, verrauscht geschwind - / Bist du erst groß mein gold'nes Mädchen, / Dann ist dein Großpapa ein Kind! [...]". - Leicht braunfleckig.‎

‎Schier, Benjamin, Schriftsteller und Journalist (1849-1919).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. XI. 1882.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An den Schauspieler Carl Adolph Friese (1831-1900) mit Gratulationen zu einem Künstlerjubiläum: "Habe ich ja doch das Glück, Sie seit mehr als zwanzig Jahren persönlich zu kennen, war ich doch Zeuge Ihres ersten siegreichen Auftretens in Wien, und es wird kaum eine Rolle von Ihnen geben, in der ich Sie nicht bewundert hätte [...]". - Papierbedingt leicht gebräunt, leicht lädiert, staubfleckig und mit vier winzigen Randeinrissen.‎

‎Schießler, Sebastian Willibald, Schriftstelller (1790-1867).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Pilsen, 17. XII. 1833.‎

‎1 S. 4to. Mit eh. Adresse verso. An den Schriftsteller Heinrich Adami (1807-95) mit der Bitte um eine Rezension: "Beigehend theile ich Ihnen meine im Verlage der J. Bermann'schen Kunsthandlung erschienenen Jugendschriften, und zwar: der Weihnachtsbaum, die Zauberlaterne, Alphabet goldner Sprüche etc. etc. mit dem Ersuchen mit, auch derselben sowohl in der Theaterzeitung und anderen Blättern mit der Ueberzeugung eines unbefangenen Rezensenten zu gedenken [...]". - Mit Spuren eines Verschlusses und einem kleinen Ausriss durch Brieföffnung. Papierbedingt leicht gebräunt an den Rändern, mehrere kleine Randeinrisse (ca. 3-20 mm).‎

‎Schirmacher, Käthe, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1865-1930).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Cannstatt, 24. II. 1911.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Schriftstellerin bezüglich einer Rezension und Vertriebsmöglichkeiten: "Das Recensionsexemplar Ihres Buchs erbitte ich nach Marlow. Meklenburg [...] Ich könnte der Francaise, Paris, rue Laffitte eine Besprechung senden, Uebersetzer erlangen Sie wohl durch die Internationale Verlagsanstalt. Berlin [...]". - Mit Vermerk der Empfängerin.‎

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